
I’m just sayin’ (via TPUTH)
Nur für den Fall, dass Ihr jemals ein Bedürfniss nach einer umgekippten Googelei habt, hier werdet Ihr glücklich. Und ja, das Ding ist voll funktionsfähig.
CSS3 Sideways Google (via Glaserei)
(Vimeo Direktdelete, via HYST)
Die Website mit dem überaus passenden Namen temporary.cc löscht mit jedem Besuch auf der Seite ein Stück ihrer eigenen Markup Language. Derzeit sieht man nur die Textversion des Codes (ich weiß, dass Code keine Markup Language ist, scheiß drauf), wie das am Anfang aussah, sieht man in obigem Video.
For each unique visitor it receives, Temporary.cc deletes part of itself. These deletions change the way browsers understand the website’s code and create a unique (de)generative piece after each new user. Because each unique visit produces a new composition through self-destruction, Temporary.cc can never be truly indexed, as any subsequent act of viewing could irreparably modifiy it.
Für destruktives Webdesign bin ich ja immer zu haben, das hier ist, glaube ich, die elaborierteste Destruktion, die ich jemals gesehen habe. Ach so, ja, nee: Google will eat itself ist da noch ein bisschen abgefahrener. Haut aber in dieselbe Kerbe, das hier.

Das hier ist mit Abstand das beste Webdesign-Portfolio, ever. Ruhig ein wenig auf der Seite umsehen, dort gibt’s noch Irre mit lustigen Hüten, Goethe und sexy Blondinen. Kein Scheiß!
Webmaster 4you (Danke Mats!)

Skittles produzieren Süßigkeiten in Amerika und die haben grade ihre Website relauncht und ihre Homepage zeigt nun keine tollen Produktinformationen oder Unternehmensmeldungen, die keiner liest und die auch kein Schwein interessieren. Nein, die Homepage der Skittles zeigen nun die Twitter-Livesuche nach „Skittles“. Das ist mindestens mutig, denn es schließt jede Konversation zum Unternehmen und zum Produkt ein, auch negative Meinungsäußerungen.
Darüberhinaus zeigen die Navigationspunkte zu den Produkten auf die Wikipedia-Seiten, Videos zum Youtube-Channel, Friends auf das Facebook-Profil und Pics zu einer Suche nach „Skittles“ auf Flickr. Eine so konsequente Öffnung einer Unternehmenswebsite in die öffentliche Konversation um die Marke habe ich selten – eigentlich noch nie! (doch: es gab mal eine deutsche Agentur, deren Name mir grade nicht einfällt, die hatte ihr Portfolio nach Flickr ausgelagert und Info zeigte auf Wikipedia, glaube ich) – so konsequent ausgeführt gesehen, wie hier.
Selbstverständlich: Das funktioniert nicht für alle Unternehmen oder Marken. EIn Süßigkeitenhersteller hat es da eher leicht, wenn er nicht grade Schwefelsäure in seinen Produkten verbreitet. Die Äußerungen auf Twitter („Ah, jetzt ein Dingens!“) dürften eher positiv gefärbt sein, so wie ich jetzt schreiben könnte („Ah, jetzt ein Schoki-Dings!“). Man stelle sich eine solche Website im Moment für Opel vor. Das wäre nicht so schön, denke ich.
Dennoch: Respekt für die Öffnung in moderne Kommunikationsstrukturen, schönes Beispiel für modernes Webdesign.
(via Laughing Squid)
(Youtube Direktbuilders, via Laughing Squid)
Die norwegische Kreativagentur Melvær & Lien Idea Entrepreneur haben ihre Website mit Holz und Tapeten nachgebaut, das Ergebnis gefilmt und für ihr Portfolio verwendet.
40 meters of wooden beams, 18 square meters of plywood, 1 roll of wallpaper, Paint and spay paint, 1 bird house, 1 A4 folder, 89 Nails, 64 Screws, A lot of tools and a day to spare.
Das ist glaube ich bisher die wörtlichste Anwendung des Begriffs „Website bauen“.
Some of you may remember the days when 30KB was the recommended maximum size of a web page, a value which included HTML, CSS, JavaScript, Flash, and images. I find with every new project with even the slightest bit of complexity, it’s not long before that 30 KB ideal is well out of my reach. With the popularity of CSS layouts and JavaScript-enriched web page experiences, it’s not uncommon, particularly for large sites, for the CSS files alone to jump well beyond that 30KB ceiling.
Here’s Román Cortés’ Homer, animated to show the structure.
Weil ich jetzt schon öfter mal darauf hingeweisen wurde, eben grade wieder: wäre es hilfreich, wenn ich ein Plugin installiere, dass alle externen Links in einem neuen Tab öffnet? Ich bin ja immer dafür, den Leser sowas selbst entscheiden zu lassen – wenn sowas allerdings tatsächlich die meisten Leute nervt, hab ich kein Problem damit, so ein Dings zu installieren. Also: target=_blank oder target=_self?
I was in high school in the mid-nineties when I first encountered the ever-expanding world of websites. At the time, I didn’t realize that my future career would rely on this industry — one which did not exist when I was in elementary school. Now in the year 2008, having created websites for over half my life, I look back and see how much websites have changed in the last decade and a half.

…eine Website, die nur mit Safari erreichbar ist…
sie haben einen bl??den Jeansladen mit viel zu teuren Klamotten und wollen eine stillose Flash-Seite, irgendwas chilliges. Dabei hilft es mir nicht weiter, E-Mails lesen zu m?ºssen, die in etwa so geschrieben sind:
HAAALLO! RENE, DU WOLLTEST MIR BIS HEUTE EINEN ENTWURF SCHICKEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! BIS JETZT IST ABER NICHTS DAAAAAA???????????????????
Gerne h?§tte ich ihr etwas in dieser Richtung zur?ºckgeschrieben:
ICH MACHE KEINE CHILLIGEN WEBSITEN, ERST RECHT NICHT IN FLASH, SCHIEB DIR DEINE 2 CENT SONSTWOHIN, DU OLLE SPINATWACHTEL! UND EINE EMAIL SO ZU SCHREIBEN, DAS IST WIE WENN MAN SICH ZWEI ZENTIMETER VOR JEMANDEN STELLT UND SO LAUT BR?úLLT, WIE MAN NUR KANN! SO ETWAS MACHEN SIE IM ECHTEN LEBEN DOCH AUCH NICHT!
Stattdessen schrieb ich:
Hallo Frau Dingsbums, anbei finden Sie einen erneuten Entwurf f?ºr die Flash-Website, ich rate dennoch zu einer eher Informationslastigen Seite, da ihre Verk?§ufe sowieso nicht ?ºber die Website erfolgen und deshalb doch eher m??glichst leicht zug?§ngliche Informationen zu den Filialen enthalten sollten. Flash bedeutet da nur unn??tigen ‚ÄûBallast‚Äú, aber das hatten wir ja schon besprochen.
Den Nachsatz: ‚ÄûBitte ?ºberdenken Sie die Form Ihrer E-Mail-Kommunikation‚Äú habe ich mir erspart. Und das hat alles gar nichts mit dem Typen zu tun, der eben unten auf der Stra?üe den R?ºckw?§rts- mit dem ersten Gang verwechselt hat und dabei einen Metallzaun umgem?§ht hat. Hei, hat der sich aufgeregt. Bei dem h?§tte ich das jedenfalls verstanden, wenn der sich 2 Zentimeter vor den Metallzaun gestellt und losgebr?ºllt h?§tte: ‚ÄûDU DUMME DRECKSAU, WAS STEHST DU AUCH IM WEG RUM!!!!!!!!!!!!!!!!!!!‚Äú
Vielleicht wollte der Typ ja ganz schnell in einen Jeansladen und hat deshalb den ersten mit dem R?ºckw?§rtsgang verwechselt, ich hab ihn nicht gefragt. Leute die in Rage die Stra?üe zusammenschreien, eignen sich nicht besonders gut zum Nachfragen, am Ende bekommt man noch irgendwelche Versalien um die Ohren gehauen. Muss ja auch nicht sein.
Falls es jemanden gewundert hat, warum es hier heute so ruhig war: erstens habe ich in der Sonne gesessen. Und zweitens habe ich gebastelt, habe mit htaccess-Scheiß gekämpft und gewonnen, habe GIFs geschnippelt und bin an Stylesheets verzweifelt. Aber dafür habe ich der paradiesischen Julie ein anständiges Wordpress-Blog auf die Beine gestellt, inklusive Design versteht sich. Alle hin und Hallo sagen, aber zack zack!

Wie nett. Die Blogpiloten stellen 30 schöne Weblogs vor und darin sind gleich zwei meiner Designs vertreten (Nerdcore und die Filmfreunde). Und Mister Brightside basiert auch auf nem Theme von mir, yeah. Da sag ich doch einfach mal: Danke!

Und führt mit einem Logo eures Lieblingsgrafikers auf Wordpress. Also hin da und für das tolle, schicke, neue Blog gratulieren.

…dann sind es Websites, deren Browserabfrage nicht funktioniert und die mich deshalb aussperren… als ob ich Explorer benutzen würde. Geht die bei jemandem? Kann der was?
Also, ich muss ja was zugeben. äußerst ungern zwar, aber es stimmt. PCs sind tatsächlich besser, wenn es um Programmierung geht. Der HTML-Editor “Phase 5″ ist BBEdit mindestens ebenbürtig und das Filesystem von “3D-FTP” mit lokalen Dateien in einer linken Spalte und dem offenen FTP-Zugang auf der rechten macht das Entwickeln von Webseiten wirklich angenehm. Es flutscht, sozusagen.
Und was da so schön flutscht, das werdet Ihr in den nächsten Tagen erfahren.

Das wussten wir ja schon vorher, dass René rockt, das müssen uns Jack Black und Kyle Gass hier nicht wirklich auf die Website pinseln. Aber schön, dass sie es dennoch getan haben. Machen sie auch bei Euch. Im Namen des R.O.C.K.!

Und in die Webdesign-Charts komm ich auch noch!
Denn obwohl ich kein intimer Kenner der “Blogosphäre” und ihrer Mechanismen bin, gehe ich immer noch davon aus, dass mit ihr eine wertvolle Dimension interaktiver bürgerlicher Öffentlichkeit hinzugekommen ist, die den kritischen Geist der Zivilgesellschaft, ihren Mut und ihrer Sensibilität zusätzlichen Ausdruck gibt. Dieses Medium hat Vorteile, und es hat Nachteile gegenüber den anderen etablierteren Formen bürgerlicher Öffentlichkeit. Ich glaube nicht, dass es andere, wie z.B. die Presse, ersetzen wird. Letztendlich werden diese Medien gemeinsam jener Stimme Gehör verschaffen, von der Heinrich Heine oben spricht.
Euroweb reloaded Timeline:
Wenn die Butterbrote den Souverän satt gemacht haben (21.4.2006)
“Insbesondere bevorzugen wir Bewerber von Euroweb” (18.4.2006)
PROXImedia – wiederholt sich Geschichte? Nun manchmal vielleicht schon (16.4.2006)
“Ich sah keinen Grund für Mißtrauen und unterschrieb.” (15.4.2006)
Euroweb – eine Spurensuche (15.4.2006)
Julio hat recherchiert. Was die Fimen Proximedia und PARFIP mit der Sache zu tun haben erfährt man in Teil 2.
Euroweb reloaded Timeline:
PROXImedia – wiederholt sich Geschichte? Nun manchmal vielleicht schon (16.4.2006)
“Ich sah keinen Grund für Mißtrauen und unterschrieb.” (15.4.2006)
Euroweb – eine Spurensuche (15.4.2006)
Julio macht eine Fortsetzungs-Recherche um das Thema Euroweb.
Gib mir den Rest, Baby…
Ich bin Webdesigner. Menschen die hier schon länger mitlesen, die wissen das. Daher kenne ich mich aus, mit Design, mit dem Interdings, mit HTML und CSS auch, mit Photoshop sowieso und dem ganzen vielen anderen Kram wie Webseitenstruktur, Usability und Raumaufteilung. Ich mache den Job seit 1999, nun also schon 7 Jahre. Ausbildung NICHT mitgerechnet. Ich fühle mich also durchaus kompetent genug, Webdesign zu kommentieren, zu loben und auch zu zerreißen. So. Das vorneweg.
Die Euroweb GmbH will nun Bloggern und Forenbetreibern an den Kragen, die sich kritisch gegenüber der Firma äußern. Das wollen wir doch mal sehen.
Faß-Mode: Open.
Felix will’s wissen, Jens hat schon Post, Ich schau mir jetz mal das Portfolio und die Preise an. Aha. Designtechnisch nicht weiter erwähnenswerte Webseiten für Mittelständler. Ganz okay, aber alles andere als besonders anspruchsvoll. Viel Flash, viel statisch. Modernes Webdesign geht anders, aber gut, wird ja wohl auch einigermaßen billig sein, wa?
Oh! Nö! 9 Internetseiten für runde 3300 Euro? Was???
Der Preis ist in Ordnung, wenn man zu einer richtigen Kommunikationsagentur geht die anspruchsvoll und mit einem gewissen Faible für Kunst und Avantgarde an Webdesign herangeht. 3300 Euro wären in so einem Laden ein Aufwand von circa – Alex, berichtige mich – 21 Stunden. So eine Website baut ein einigermaßen fitter Webdesigner an einem Tag, na gut, ich verschätze mich da gerne, sagen wir 1,5. Das sind dann 12 Stunden, INKLUSIVE Beratung, Präsentation und Produktion. Was passiert in den restlichen 9 Stunden? Keine Ahnung, mir fällt aber grade ein, dass ich von einer “richtigen” Agentur ausgehe, die solche Preise verlangen darf.
Wie man es dreht und wendet: die Preise sind für die Produkte, die dabei herauskommen, einfach viel zu hoch veranschlagt.
Konkret: Für diese Website mit 12 statischen Seiten (inkl. englischer und deutscher Version) müssen laut Preisliste 3370,00 Euro (für 9 Seiten) plus 129,31 (??) Euro pro zusätzlichem Menüpunkt, also 3 x 129,31 = 387,93 Euro gezahlt werden. Insgesamt sind das unglaubliche 3757,93 Euro für eine – mit Verlaub – minderwertige Website. Die Minderwertigkeit belegt zum Beispiel das schlampig verarbeitete Logo, bei dem am Schatten sichtbar ein Lichthof (Halo) aufblitzt. Und warum wird das Logo in der englischen Version kleiner? Warum rutscht das Layout nach oben? Es findet sich außerdem veraltetes Tabellendesign mit einer kruden Mischung aus CSS und Font-Tags. Fein, ich habe soetwas schon öfter gesehen, nur hat das dann nicht 3757,93 Euro gekostet. Sondern wurde für 200 Euro (wenn’s hochkommt) von Studenten oder Azubis zusammengedengelt.
Zugegeben: Das Beispiel stammt aus dem Jahr 2001, was ich leider erst festgestellt habe NACHDEM ich diesen Artikel getippt habe und wahrscheinlich sahen die Preise der Euroweb-GmbH damals anders aus. Übersehen habe ich das übrigens wegen der schlampigen Aktualisierung der Website. Die deutsche Version ist 2006, die englische 2001. So what. Ich frage mich dennoch, was bei einer solchen Preisliste für eine Website wie diese mit Flash, PHP und 21 Navigationspunkten, Newsletter usw. bezahlt werden muss.
Und hier verlassen wir den konkreten Bereich und sagen jetzt auch nicht mehr unsere Meinung, jetzt wird geraunt und wir streuen mal munter ein Gerächt. Das wird ja wohl noch erlaubt sein. Auf der Website liest man: “Ausbildung wird groß geschrieben bei der Düsseldorfer Euroweb Internet GmbH. Auch in diesem Jahr schafft sie wieder acht Ausbildungsplätze.” Zunächst ist das natürlich lobenswert. Sehr sogar, der Satz suggeriert nämlich, dass bereits vergangenes Jahr 8 Ausbildungsplätze geschafft wurden. Und das Gerücht? Nun, ihr dürft selber denken.
Wenn man sich dann noch Zahlen anhört wie “Euroweb wächst weiter: Die Zahl der durch Euroweb gestalteten Internetpräsenzen ist auf stolze 8.000 gewachsen.” und das Ganze mal bei DEN Preisen hochrechnet, dann kommt man sehr schnell drauf: da verdient sich einer mit Dreck eine goldene Nase.
Das wollte ich mal gesagt haben. Weil ich das darf und weil ich muss. Weil Jens für so etwas, was laut mir freie Meinungsäußerung ist, schon Post bekommen hat. Weil das mein Fachgebiet ist und weil es mich ankotzt, dass da eine Firma mit minderwertigem Webdesign auf Kosten von Bildung und Mittelstand Reibach macht und dann gegen Kommentare vorgeht.
Schau in mein Quelltext, Baby! Deswegen und deswegen.
Meine Meinung: Wer seine Website veröffentlich fährt quasi mit offener Motorhaube durch die Gegend und darf sich nicht wundern, wenn die Leute da mal hingucken.
Das Eight-Project ist wohl so die erste Website, die die Features von Flash 8 mal so richtig ausnutzt. Von verrückten Japaners, natürlich.

Das hier (edit: offline mittlerweile) ist wirklich äußerst praktisch, interessant, toll, erwähnenswert und was einem da eben noch zu einfällt.
Da gibs nämlich Testinstallationen leerer Blogs in allerhand CMSs. Sunlog, Serendipity, Wordpress, mit PHP, mit Perl, ohne Datenbank, mit Datenbank. Gute Sache das.