General Robots

HR2 Der Tag-Podcast: „Ein Leben ohne Netz – Möglich aber sinnlos?“

Schöner neuer Podcast von HR2s Der Tag: „Ein Leben ohne Netz – Möglich aber sinnlos?“ Nix wirklich neues, das aber wie immer sehr gut.

„Das Internet? Gibt’s den Blödsinn immer noch?“, fragt Comicpapa Homer Simpson. Aber der gehört doch zu einer rasant schwindenden Minderheit von merkwürdigen Käuzen, die tatsächlich problemlos ohne Internet leben. Alle anderen sehen begeistert oder betroffen, dass außerhalb des Internets vieles nur noch mühsam oder gar nicht mehr geht: Bahnkarten kaufen, beruflich vorankommen, Freundschaften pflegen, kommunizieren – mit einem Wort: leben. Wir brauchen das Netz – rund um die Uhr, deswegen haben wir es jetzt schon auf dem Mobiltelefon. Und das ist erst der Anfang – vermutet „DER TAG“.

HR2 Der Tag: Ein Leben ohne Netz – Möglich aber sinnlos? (MP3), Link zur Podcastseite zur Sendung Der Tag

Die Titanic über den Papst im Internet

Der Papst hat ja bekanntlich dazu aufgerufen, das Netz verstärkt zum Verbreiten von religiösem Bullshit und Lügen zu nutzen. Die Titanic hat das mal entsprechend aufbereitet und beim letzten Satz lag ich unter’m Tisch.

Papst 16.0 (via Fefe)

Tom DeLonge von Blink182 will Vampire Weekend eine Website verkaufen

Kennt Ihr diese Storys, die sich sowieso schon mehr als seltsam anhören auf so ‘ne gute Art und die werden dann immer stranger und stranger und es hört gar nicht mehr auf? Das hier ist eine dieser Storys: Tom DeLonge von Blink182 will Vampire Weekend eine Website verkaufen inklusive Video-Bloggings mit einer Space Cam, die Story ist ein irrer Mix aus Startupgeblubber, Musik-Industriezeugs, dazu noch Blink182 und Vampire Weekend und beide (!) werden während all dem von Filmcrews begleitet, die Dokumentationen über die Bands drehen. What?

DeLonge came in, wearing jeans and a short sleeved gray T-shirt over a long-sleeved white T-shirt. “Is this the whole band?” he asked. “Is this Vampire Weekend? You guys do quality shit. I’m stealing a lot of your stuff.” DeLonge, too, was being followed by a camera crew. “This is a Blink documentary we’re making,” he said. “It’s a Blinkumentary.”

Absolutely surreal excerpt from a New Yorker profile of Vampire Weekend (via Waxy)

Internet Archaeologists Find Ruins Of ‘Friendster’ Civilization (plus Kreationisten-Verarschung vom Onion)


(Youtube Direktfriendster, via Buzzfeed)

Zwei sehr schöne Dingse vom Onion, oben ein Internet-Archäologe, der Friendster entdeckt hat (Friendster war eins der ersten dieser Social Networks, in denen ich auch überall angemeldet bin und seit der Anmeldung nie wieder besucht habe) und hier noch besser: Die Summerer sind ziemlich verwirrt, als im Jahr 6000 vor Christus ein seltsamer, alter Mann sagt: Es werde Licht. Die Sonne hatte zu diesem Zeitpunkt nämlich schon eine ganze Weile geschienen, aber erklär das mal einem Kreationisten, doh!

Members of the earth’s earliest known civilization, the Sumerians, looked on in shock and confusion some 6,000 years ago as God, the Lord Almighty, created Heaven and Earth.

According to recently excavated clay tablets inscribed with cuneiform script, thousands of Sumerians—the first humans to establish systems of writing, agriculture, and government—were working on their sophisticated irrigation systems when the Father of All Creation reached down from the ether and blew the divine spirit of life into their thriving civilization.

“I do not understand,” reads an ancient line of pictographs depicting the sun, the moon, water, and a Sumerian who appears to be scratching his head. “A booming voice is saying, ‘Let there be light,’ but there is already light. It is saying, ‘Let the earth bring forth grass,’ but I am already standing on grass.”

“Everything is here already,” the pictograph continues. “We do not need more stars.”

Sumerians Look On In Confusion As God Creates World (via Cyn-C)

The Fucking Social Media Guru


(Youtube Direktguru, via Laughing Squid)

Alle Ähnlichkeiten mit lebenden Social Media Gurus, fucking superawesome oder nicht, sind rein zufällig.

Einbrecher geschnappt, weil er beim Einbruch Facebook checkte – und sich nicht ausloggte

500x_facebook-thief

Ich vermeide hier ja Storys von dämlichen Kriminellen, aber das hier ist zu gut: Ein Einbrecher wurde geschnappt, weil er beim Einbruch Facebook checkte, ja, auf dem Rechner des Einbruch-Opfers, – und vergessen hatte, sich auszuloggen. Fail!

According to The Journal, a 19-year-old Pennsylvania man was arraigned earlier this week on a charge of felony daytime robbery. How did police catch him? Simple: the burglar left a trail, by way of checking his Facebook account before leaving the house with two diamond rings and forgetting to log out.

BUSTED: Burglar Arrested After Checking Facebook During Robbery (via Gizmodo)

Fabchannel is no more.

Fabchannel, die hervorragende Website mit Konzerten zum Einbetten, die ich hier auf Nerdcore schon öfter hatte, stellt ihr Angebot zum 13. März ein und das Archiv offline. Ein schwarzer Tag für alle Live-Musikliebhaber.

Weil’s so schön war, hier Arcade Fire live @ Melkweg 2005.

<a href="http://www.fabchannel.com/thearcadefire2005_concert/2005-03-11">Live Concert Video &#8211; The Arcade Fire</a>

Hier die Pressemitteilung:

Der Online Konzertkanal Fabchannel.com sieht sich angesichts der schlechten wirtschaftlichen Aussichten im Musik- und Werbemarkt dazu gezwungen seine Betriebstätigkeiten umgehend einzustellen.

Während der letzten neun Jahre hat Fabchannel erfolgreich nationale und internationale Künstler online gefördert, indem Konzertaufnahmen einem breiten internationalen Publikum zugänglich gemacht wurden.

Das Geschäftsmodell von Fabchannel basiert auf zwei elementaren Bausteinen: internationale Senderechte sowie internationale Werbe- und Sponsoreinkünfte. Nach einer beträchtlichen Investition in 2007 hat sich Fabchannel verstärkt auf die Ausweitung seines internationalen Publikums sowie der Realisierung und Entwicklung von Online- Werbeformaten und Partnerschaften konzentriert.

Nach einem dynamischen Start ins Jahr 2008 mit der Einführung von Videowerbung auf Fabchannel.com, der Ausweitung von Medienpartnerschaften mit renommierten Nachrichtenwebseiten sowie der Realisierung einer weltweiten Zusammenarbeit mit der Universal Music Group ist es zunehmend schwieriger geworden, die gestellten Ziele zu erreichen. Die Besucherzahlen haben sich nicht im geplanten Maße erhöht, was hauptsächlich durch die mangelnde Unterstützung der ‘Major‘ Plattenfirmen bezüglich der Zustimmung zu Konzertaufnahmen begründet ist.

Gleichzeitig ist der Online Werbe- und Sponsormarkt aufgrund rückläufiger Budgets zunehmend unter Druck geraten.

Die Geschäftsführung und die Anteilseigner von Fabchannel erwarten nicht, dass sich diese Situation in den kommenden Jahren ändern wird. Aus diesem Grund haben sie gemeinsam beschlossen alle Aktivitäten einzustellen um zu vermeiden, dass das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät und zum Beispiel das aufgebaute Musikarchiv in Zukunft nicht wieder verwendet werden kann.

Fabchannel wird am kommenden Freitag, den 13. März, sein Konzertarchiv offline stellen. Während der nächsten Monate wird Fabchannel sich bemühen entsprechende Regelungen für seine Mitarbeiter, Kunden und Anbieter zu finden.

Pressemitteilung: FABCHANNEL STELLT UNTERNEHMENSTÄTIGKEIT EIN

Twitter-Livesuche als Unternehmens-Website

skittles

Skittles produzieren Süßigkeiten in Amerika und die haben grade ihre Website relauncht und ihre Homepage zeigt nun keine tollen Produktinformationen oder Unternehmensmeldungen, die keiner liest und die auch kein Schwein interessieren. Nein, die Homepage der Skittles zeigen nun die Twitter-Livesuche nach „Skittles“. Das ist mindestens mutig, denn es schließt jede Konversation zum Unternehmen und zum Produkt ein, auch negative Meinungsäußerungen.

Darüberhinaus zeigen die Navigationspunkte zu den Produkten auf die Wikipedia-Seiten, Videos zum Youtube-Channel, Friends auf das Facebook-Profil und Pics zu einer Suche nach „Skittles“ auf Flickr. Eine so konsequente Öffnung einer Unternehmenswebsite in die öffentliche Konversation um die Marke habe ich selten – eigentlich noch nie! (doch: es gab mal eine deutsche Agentur, deren Name mir grade nicht einfällt, die hatte ihr Portfolio nach Flickr ausgelagert und Info zeigte auf Wikipedia, glaube ich) – so konsequent ausgeführt gesehen, wie hier.

Selbstverständlich: Das funktioniert nicht für alle Unternehmen oder Marken. EIn Süßigkeitenhersteller hat es da eher leicht, wenn er nicht grade Schwefelsäure in seinen Produkten verbreitet. Die Äußerungen auf Twitter („Ah, jetzt ein Dingens!“) dürften eher positiv gefärbt sein, so wie ich jetzt schreiben könnte („Ah, jetzt ein Schoki-Dings!“). Man stelle sich eine solche Website im Moment für Opel vor. Das wäre nicht so schön, denke ich.

Dennoch: Respekt für die Öffnung in moderne Kommunikationsstrukturen, schönes Beispiel für modernes Webdesign.

(via Laughing Squid)

Trackt die RIAA Raubkopierer mit Last.FM Scrobble-Daten? (UPDATE: Techcrunch talking Bullshit)

[update] LastFMs Antwort auf ihrem Blog:

do us a favour – if you see people spreading the rumour, refer them to this blog post and mention you heard from a friend that “Techcrunch are full of shit.”

[update] So wie es aussieht, ist die ganze Geschichte Bullshit von Techcrunch. Aus den Kommentaren bei LastFM (Danke Felix!):

I’d like to issue a full and categorical denial of this. We’ve never had any request for such data by anyone, and if we did we wouldn’t consent to it.

Of course we work with the major labels and provide them with broad statistics, as we would with any other label, but we’d never personally identify our users to a third party – that goes against everything we stand for.

As far as I’m concerned Techcrunch have made this whole story up.

Das neue U2-Album, das Anfang März erscheint, ist ins Internet geleakt. So weit, so langweilig. Nun haben die Anwälte der RIAA anscheinend bei Last.FM Daten aus ihrem Scrobble-Service, mit dem man auf dem Rechner gehörte Songs automatisch ins Profil eintragen kann, angefragt (und nach Insider-Infos auch bekommen). Das Web2.0-Copyright-Massaker hat grade eben begonnen, Snip von Techcrunch:

That leaked U2 album is causing all sorts of trouble. The unreleased album, which is due out on March 3, found its way onto BitTorrent and was downloaded hundreds of thousands of times. That, apparently, sent music industry lawyers over at the Recording Industry Association of America into a fit. As a result, word is going around that the RIAA asked social music service Last.fm for data about its user’s listening habits to find people with unreleased tracks on their computers. And Last.fm, which is owned by CBS, actually handed the data over to the RIAA. According to a tip we received:

I heard from an irate friend who works at CBS that last.fm recently provided the RIAA with a giant dump of user data to track down people who are scrobbling unreleased tracks. As word spread numerous employees at last.fm were up in arms because the data collected (a) can be used to identify individuals and (b) will likely be shared with 3rd parties that have relationships with the RIAA.

Supposedly, the operations team which handed over the data in the first place weren’t told the true purpose for the transfer or who was getting the data until after the fact, and only when they had to help with some corrupted data. It sounds like it was more of a corporate decision. I’ve contacted both CBS and the RIAA. Most of the Last.fm team is in London, where the weekend has already started. For now Last.fm says: “To our knowledge, no data has been made available to RIAA.” (The RIAA declined to comment).

Did Last.fm Just Hand Over User Listening Data To the RIAA?

Website für Second Hand MP3s … (wait, what?)

Bopaboo ist einweder der beste Fake ever oder eine sehr, hm, seltsame Geschäftsidee: Ein Marktplatz für gebrauchte MP3s. Jeder von uns hat tonnenweise MP3s auf der ein oder anderen Festplatte, viele davon praktisch niegelnagelneu, völlig ohne Kratzer und sehr gut erhalten und manche sogar ungehört. Und jetzt mal ehrlich: Selbst an den MP3s, die man täglich mindestens einhundertmal durch den Musikplayer seiner Wahl laufen lässt, geht diese Dauerrotation doch eher spurlos vorrüber. Selbst Files, die man durch die enge Series of Tubes gezogen hat auf die ein oder andere Weise schauen danach immer noch genauso blendend aus, wie zuvor, kurz gesagt: MP3s sind ein hervorragendes Investment und verlieren praktisch nie an Wert.

Bopaboo.com (in addition to providing evidence that all the good domains names have been taken) say they want people to ’stop illegally sharing and start legally selling’ – although they appear to be defining ‘legal’ as ‘nobody has any idea if it’s legal or not’.

The logic behind it is that it’s legal to sell on a CD you’ve bought – so why can’t you do the same with a music file? In case you haven’t spotted it yet, the difference is that when you sell a CD, you don’t get to keep an identical copy of it for yourself. Which is probably a point that the record labels and their lawyers are making right now.

That’s unless, of course, Bopaboo have some special software that reaches onto your computer and deletes your files for you, in which case we can’t see many people flocking to use it. Grant a website the power to wipe your files? Ooooh, yeah, that sounds like an excellent idea.

Eigentlich müsste man davon ausgehen, dass die Website ein Fake ist. Nur ist sie dazu zu gut gemacht. Die sind zwar noch in Private Beta, aber hey, die haben ein Blog, die müssen das ernst meinen. Und wenn die das ernst meinen, dann sind die schon ziemlich bekloppt, wa? Ein Marktplatz für gebrauchte MP3, jetzt mal ehrlich: What the fuck!?

At last, a place to sell your used MP3s (via Digg)

Angelika Express’ „Was wollt Ihr alle“-EP plus Angelikas Social Network

Ich bin eben grade erst dazu gekommen, mir die Angelika Express-EP „Was wollt Ihr alle“ anzuhören, die sie mir zusammen mit meinem Vertrag geschickt haben, den ich grade unterzeichnet und eingetütet habe. Morgen überweise ich dann die Kohle für meine vier Anteile und dann ich bin hochoffziell Teil der Musik-Industrie, whoooohoo! Die EP ist ganz fantastisch, mein Favourite ist bis jetzt „Gimme one day“, ein wunderbar dreckiger, kleiner Punker und jetzt, da Punk tot ist, rockt der hier schon im fünften Durchlauf. Und das sage ich nicht nur, weil ich seit neuestem Platten verkaufen will. Außerdem haben sie per Ning ein Social Network für alle Angelikas auf die Beine gestellt, da kommt man nur per Einladung rein. Wer will, einfach mit gültiger E-Mail-Adresse in den Comments melden, ich lad’ Euch dann alle ein (die E-Mail-Adresse natürlich nicht in den Kommentar selbst posten, außer man steht auf Spam, sondern in das entsprechende Feld, ey!)

Ab sofort gibt es den Klub Angelika für Freunde, Fans und Förderer von Angelika Express. Wer dorthin eingeladen wird, kann sich auf vielfältige Art mit Tante Angelika und Konsorten sowie untereinander austauschen. Es gibt ein Forum, Chat, man kann eigene Fotos, Videos und Musik hochladen und selber Events eintragen.
Zudem wird es immer wieder obskure Demoaufnahmen aus Angelikas Musiktruhe zu hören geben, die der restlichen Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.

Klub Angelika (via Newsletter und Polka Robot)
Onliner Notes für die Angelika Express EP: “Was wollt ihr alle”

Social Web für Bücher

Das hier ist doch mal eine Social Dingsbums-Plattform, die Sinn hat: Goodreads ist ein virtuelles Bücherregal, in das man seine Bücher eintragen kann. Ansonsten eben der übliche Web2.0-Schnickschnack, den keiner nutzt. Ich trage da jetzt erstmal meine Büchersammlung ein und schau mal, was sich dann damit anfangen lässt.

Mein Profil auf Goodreads

Nerdcore Lifestream

Ich habe mir grade Sweetcron installiert, ein Tool mit dem man seinen eigenen Lifestream basteln kann und nicht mehr auf Drittanbieter angewiesen ist. Das Ergebnis ist diese Seite, die alle meine Postings hier, bei den Filmfreunden, bei Spreeblick, bei Twitter, meine Bookmarks auf Delicious und meinen (nicht sehr aktiven) Flickr-Stream zusammenfasst und als einen gebündelten Feed anbietet. Ziemlich praktisches Dings, leider noch mit Kinderkrankheiten: meine Postings auf Nerdcore, die mit Bild anfangen, werden fälschlich als Foto deklariert und es wird ein falsches Twitter-Icon angezeigt. Aber ein Feed, der meinen ganzen Netzkram bündelt und nicht auf einen fremden Dienst angewiesen ist, das hat was. Und wenn ich dort meinen Friendfeed (Drittanbieter, der dasselbe macht) hinzufüge, dann explodiert das Internet.

Sweetcron
Infos zu Sweetcron auf Upload (via Spreeblick)
Nerdcore Lifestream

Fernsehen aus der Sicht eines Web2.0ers

Max nimmt bei Spreeblick das Fernsehen aus der Sicht eines Netizens auseinander. Ich habe schon lange nichts mehr dermaßen amüsantes über klassische Medien gelesen, denn meistens nutze ich klassische Medien nur noch für die Bestätigung meiner eigenen Vorurteile und denke mir jedesmal dabei: You are so fucked.

Die Macher von TV – die putzige Abkürzung steht für „Television“, der Dienst wird von vielen Usern auch liebevoll „Fernsehen“ genannt – orientierten sich bei der Entwicklung offensichtlich an Erfolgsmodellen wie Twitter, Jaiku oder Flickr: Nicht zu viel darf der Dienst bieten, Einfachheit ist Trumpf, und gerade die Beschränkung soll die User anregen.

Selbst auf eigentlich simpel erscheinende Bedienkonzepte wie den Usernamen haben die Macher konsequent verzichtet, die Bedienung von TV erfolgt über eine kleine Spezialtastatur, die ausschließlich über Zifferntasten verfügt. Was auf den ersten Blick geradezu genial erscheint, könnte sich bei genauerer Betrachtung als Pferdefuß des Dienstes erweisen. So ist eine Bewertung der Inhalte oder eine Kommentarmöglichkeiten generell nicht vorgesehen. Auch das Einstellen von eigenen Inhalten ist im Augenblick noch nicht möglich, einen zum Hochladen von Inhalten notwendigen Pro-Account gibt es bisher nur per Invitation, und eine solche zu ergattern ist sehr schwer: Nur ein paar Dutzend Pro-User gibt es in Deutschland, weltweit sind es vermutlich gerade mal ein paar Hundert. Betrachten lassen sich die Inhalte jedoch von jedermann: kein Account ist nötig, keinen AGBs muss man zustimmen, kein Passwort gilt es sich zu merken.

Die wenigen Pro-User besitzen jedoch offensichtlich eine technisch sehr anspruchsvolle Aufzeichnungstechnik. Die Bildqualität der gestreamten Inhalte ist generell sehr hoch, die Tonqualität hervorragend. Diese hohe Qualität gilt eingeschränkt auch für viele Inhalte: Über TV sind einige Inhalte wie Filme oder Serien verfügbar, die sonst nur über (teils kostenpflichtige) Dienste wie iTunes oder BitTorrent zu genießen sind. Leider schlägt auch hier eine unschöne Einschränkung des Dienstes erbarmungslos zu, denn grundsätzlich hat man keinen Einfluß darauf, welche Inhalte gestreamt werden.

Link

Amazon’s MP3 Clips Widget Is Cool, but Not Cool Enough

Amazon.com took one step closer to our shared online music future Thursday by launching a rather cool MP3 clips widget that lets users build song lists and embed them on sites of their choice. I say rather cool, because it’s a great idea that needs more work.

For one, Amazon’s MP3 clips widget has the tendency to embed tunes that don’t fit into its genres. I built a widget using the site’s “Old-School Rap” heading and ended up with Irene Cara’s horrid “Flashdance (What a Feeling).” Not exactly the kind of tune you want keyed up after NWA’s “F*ck Tha Police.” It also gave me some trouble in Safari, although it seems to working nicely in Firefox. Then there’s the issue of Amazon’s MP3 library which, while DRM-free, is nevertheless lacking in some of the more rewarding deep cuts I like to listen to.

Link

Twitter

Als ich zum ersten Mal von Twitter hörte, da dachte ich auch erstmal: was soll der Blödsinn? Was für ein Müll. Meine Meinung hat sich da grundlegend gewandelt und ich klinke mich in diesen Flow von Banalem und Tiefsinnigem ein und aus, je nach Lust und Laune und Zeit. Viel besser beschreibt das Mspro bei den Blogpiloten:

Solche Dinge, der alltäglichen Kommunikation, des Grundrauschens des Alltags, vom Grüßen des Nachbarn, zum Lächeln auf der Straße und zwar über so banale Dinge wie das Rascheln im Popkorn und der etwas laute Fernseher im Nebenzimmer. Dieses Rauschen, das man nicht wahrnimmt, und wenn, dann oft etwas genervt wahrnimmt, das aber, wenn es fehlte, die absolute Isolation bedeuten würde. Denn dieses Rauschen ist nichts anderes als das In-der-Welt sein.

Und jetzt stelle man sich vor, dass man sich die Komponenten dieses Rauschens selber aussuchen könnte. Man könnte den Presslufthammer auf der Straße einfach ausschalten, ebenso wie die Müllabfuhr. Die spielenden Kinder im Hof behält man allerdings bei, selbst wenn sie manchmal kreischen. Ebenso wie die Schritte des Nachbarn im Treppenhaus, einfach weil man gerne weiß, wann er wieder da ist. Und natürlich die Vögel: die Spatzen, Finken und die Nachtigallen und was noch alles. Man lässt sie alle zwitschern, ohne hinzuhören, ohne Relevanz ohne Information, einfach so.

Und dann nochmal über den feinen Unterschied zwischen Hype und Phänomen:

Wenn man einen Dienst vor sich hat, der ganz offensichtlich highend, scraped edge, die krasseste Technologie mit den kühnsten Träumen der Menschheit zu einer super sexy multiuser Megasause in 3d vermischt, so dass sich die Berichterstattung überschlägt – aber dennoch niemand hingeht, dann hat man es mit einem Hype zu tun.

Wenn ein unscheinbarer Onlinedienst vor Wachstum und Userzahlen explodiert, ohne dass man das, was der Dienst anbietet irgendwie in sinnvolle Worte kleiden kann und es von nahezu allen Medien trotz seines Erfolgs schulterzuckend ignoriert wird, dann hat man es mit einem Phänomen zu tun.

Web2.0 Werbung, jetzt auch in meinem Namen, fuck.

Das scheint mir eine neue Online-Pest zu werden. Web2.0-Portale werben mit dem Namen ihrer Mitglieder. Ob sich das trotz AGBs mit dem Persönlichkeits- oder sonst irgendeinem Recht verträgt, weiss ich nicht und eine Klage strebe ich (noch) nicht an. Noch. Eine vor Kraftausdrücken strotzende E-Mail schicke ich morgen an diese verfickte Web2.0-Spacken. Was anscheinend offensichtlich ist: Social Networks springen auf den Trend-Zug und machen Werbung mit den Klarnamen der Mitglieder per Google Adsene.

Klar habe ich da irgendwelchen AGBs zugestimmt und klar steht da irgendwas von wegen: wir dürfen mit Deinem Scheiß hier machen, was wir wollen. Nur: das muss noch lange nicht stimmen.

Nochmal zusammengefasst: zuerst wirbt Facebook mit den Klarnamen der Mitglieder, dann 123People.com, jetzt Ziki.com. Und das war erst der Anfang, wetten?

Arschlöcher!

[update] Die Ziki.com-Werbung ist mittlerweile verschwunden, dafür wirbt 123People.com auf einmal mit meinem Namen:

Diese Mail ging eben raus, Ziki kriegt auch gleich eine ähnliche:

sehr geehrte damen und herren,
sie werben mit meinem namen auf google.de. hiermit fordere ich sie
auf, diese werbung innerhalb von 24 stunden zu löschen. rechtliche
schritte behalte ich mir vor.

[update2] 123People hat sich gemeldet:

Die Schaltung der Google-Ad, unter der Verwendung Ihres Namens, wurde mit
unserer Rechtsabteilung abgeklärt und für rechtlich unbedenklich befunden!

Mir möchten uns dennoch sehr herzlich entschuldigen und werden die Schaltung
mit Ihrem Namens selbstverständlich schnellstmöglich entfernen lassen!
Wir entschuldigen uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten!

Ich antwortete:

dann feuern sie mal umgehend ihre rechtsabteilung:

Der Träger eines Namens kann einem Unbefugten die Verwendung seines Namens untersagen und ihn bei Besorgnis weiterer unbefugter Verwendung auf Unterlassung in Anspruch nehmen. Des Weiteren kann der Namensinhaber Schadensersatz verlangen, soweit ihm durch die unbefugte Verwendung ein Schaden entstanden ist. Der Nichtberechtigte hat über die Eingriffskondiktion dasjenige, was er infolge des widerrechtlichen Namensgebrauchs erlangt hat, dem Berechtigten herauszugeben.

Diese Ansprüche spielen bei Namen, die in der Werbung verwandt werden (jemand lässt ohne Zustimmung von Boris Becker Kleidungsstücke mit diesem Namensaufdruck erzeugen) oder bei der Vergabe von Domain-Adressen (jemand meldet eine Domain-Adresse unter seinem oder unter einem fremden Namen an, der eine notorisch bekannte Firma ist, näheres siehe: Domainnamensrecht) immer wieder eine Rolle. (Wikipedia)

Facebook wirbt nicht mit meinem Namen

Weil Facebook mit den Namen seiner User wirbt, hier kurz, wie man einen Facebook-Account löscht in drei einfachen Schritten:

Schritt 1: Account deaktivieren.

Schritt 2: Antwort von Facebook ignorieren und so eine Mail an den Support schreiben:

hi guys,
pls immediately delete my account for this email-adress,
blablabla@blubbblubbblubb because of sonstwas.

thanx

Daraufhin kommt sowas:

…Your account is currently deactivated. Deactivation will completely remove your profile and all associated content on your account from Facebook….

Schritt 3: Dieselbe Email nochmal schreiben, gegen deren Ende man ein wenig lauter wird:

hi guys,
immediately delete my account and all attached data for this email-adress,
blablabla@blubbblubbblubb because of sonstwas. do it NOW!

thanx

Daraufhin kommt sowas:

Hi René,

We have deleted your profile information and removed your email address from our login database. Please let me know if you have further questions or concerns.

Thanks

Hartnäckigkeit zahlt sich aus, Mission fulfilled.

Blogging sweatshop exposed on video

They’re locked into hotspots, forced to “blog ’til they drop,” and paid only in bread and red bull. Meet the victims of Web 2.0 greed, the exploited, invisible underclass who put RSS on your table.

Link

Web2.0 macht die Musik auch nicht besser: BBC Sound Index

Das Tool der BBC, das die Web2.0-Musikseiten statistisch auswertet, zeigt vor allem: auch im Web hört man vor allem die gleiche Charts-Scheiße, wie offline. Zugegeben: schaut man sich die Top100 bei Pirate Bay an, siehts mit R.E.M. und Led Zeppelin unter den ersten zehn schon ein bisschen besser aus.

The Sound Index is a massive index of the hottest bands and tracks that are being talked about on the internet right now.

Every six hours the Sound Index crawls some of the biggest music sites on the internet – Bebo, MySpace, Last.FM, iTunes, Google and YouTube – to find out what people are writing about, listening to, watching, downloading and logging on to. It then counts and analyses this data to make an instant list of the most popular 1000 artists and tracks on the web. The more blog mentions, comments, plays, downloads and profile views an artist or track has, the higher up the Sound Index they are. So, the Sound Index is a music buzz index controlled entirely by the public.

Link (via)

Madonna und Jean Michel Jarre zu den Youtubern: keep up the good work!

Vor ungefähr einem halben Jahr: Prince will gegen das halbe Web2.0 vorgehen, weil Fans Videos im Netz hochladen. Will er nicht, die Pfeiffe. Jetzt geht Jean Michelle Jarre, mit dem ich eigentlich nix anfangen kann, ebenfalls gegen Youtube vor und das finde ich aber trotzdem einen coolen Move. Weil er gegen Youtube vorgeht, weil die Videos der Fans löschen.

I, Jean Michel Jarre, hereby authorise anyone to broadcast on Youtube any videos filmed during my concerts on ” Oxygene in concert” tour, as long as it is a fair excerpt with the right credits which has been the case so far.
I certify that the only person able to allow or forbid these videos on Youtube is myself, being the composer of all the music, being the sole producer of the live audio and visual version, the performer and the co-publisher. I think these videos are a fair tribute to my work and contribute in a positive way to the exposure of my music.
Yours truly,
Jean Michel Jarre (Jarres Blog, via)

Gleichzeitig hat Madonna, mit der ich ja eigentlich auch nich so besonders viel am Hut hab’, eine Botschaft an all die Youtuber, die zu ihrer Mucke tanzen: keep up the good work.


(Youtube Direktyoutube, via)

Anscheinend checken immer mehr Künstler, in welchem Jahrtausend wir leben. Herzlich willkommen!

Wiki FM Lets You Listen to Bands on Last.fm While Reading their Bios on Wikipedia

Wiki FM is a simple mashup between Last.fm and Wikipedia developed by self-described “geek girl” Cat Chapman, whose bio says she was born in 1992.

Enter your Last.fm user name or anyone else’s (no password required), and you’ll be able to listen to that user’s Last.fm station while reading the Wikipedia entry for each band as it plays. Or, specify an artist, tag, group or Last.fm URL to listen to that station. In all of these scenarios, Wiki FM displays the Wikipedia entry for whatever band is playing in the right pane and the Last.fm player in the left.

Link

Last.fm Says Full Song Streams Sell Music

Last.fm releases stats todat that its says proves that free on demand full song streams have a direct impact on sales. Since this additional service launched on the site in January, overall CD and download sales through Last.fm’s partnership with Amazon.com increased 119%.

Link

Muxtape – Online-Mixtapes, die zweite

muxtape.jpg

Das Mixtape2.0-Onlinetool von letzter Woche, mit dem man sich per MP3-Suche zusammenklicken kann, hat ne hässliche Schwester, die Muxtape heisst und bei der man die Songs selbst hochladen muss. Muxtape schiebt die Verantwortung für die Files natürlich von sich („By uploading a song you agree that you have permission to let Muxtape use it“), was im Härtefall dann allerdings auch egal ist. Ich hab’ da trotzdem mal was vorbereitet.

Link (Danke an alle, die’s geschickt haben und via)

Mixwit: Mixtapes2.0

Mit Mixwit kann man Oldschool-Mixtapes zusammenklicken, veröffentlichen und ins Blog einbetten und nutzt dazu die MP3-Suchmaschine Seeqpod, die erst im Januar von Warner verklagt wurde. Wie legal das alles ist, ist mir erstens schleierhaft und zweitens wurscht. GrossOut meint:

Im ersten Reiter gibt man über das Suchefeld den gewünschten Begriff (Künstler, Song oder Album) ein und kann dann aus den Suchergebnissen einen Song in die Trackliste per Drag and Drop-Verfahren rüberziehen. Dies kann man so oft tun, bis man meint, das Mixtape ist perfekt. Nun kann man diesem noch ein individuelles Outfit verpassen. Dies geschieht über den zweiten Reiter, wo man nun entweder ein eigenes Bild hochladen kann, welches die Kassette verziert oder man sucht sich eines der verschiedenen und richtig tollen Retro-Templates aus. Man kann noch ein wenig an der Farbgestaltung rumschrauben und zuguterletzt das Teil beschriften. Mit einem Klick auf den Publish-Button im dritten Reiter speichert man sein Mixtape ab und kann es veröffentlichen.

Übrigens sagt einem das Teil sehr oft, die Songs wären nicht mehr vorhanden, obwohl sie es sind. Einfach ignorieren, die Meldung. Hier mein Nerdmix mit den Tiny Masters of Today, Warren Zevon, den Strokes, Elvis und Phil Collins.

Link (via)

Modernista – Portfolio2.0 mit GoogleNews, Flickr und Wikipedia

modern.jpg

Die neue Website der Designagentur Modernista funktioniert mit den Web2.0-Tools Flickr, Wikipedia und GoogleNews. Fantastisch, vielleicht das modernste Portfolio, das ich seit langem gesehen habe und diesen dämlichen Flash-Seiten an Funktionalität haushoch überlegen.

Link (via)

Disclaimer: Ich arbeite bei Napster Deutschland und das da oben war eine Kampagne für Napster USA irgendwann 2006.

Ball Busters2.0

Irgendwie erinnert mich dieses… kann man zu sowas eigentlich noch Brettspiel sagen? Jedenfalls: dieses Dings erinnert mich irgendwie an das allermeiste Web2.0-Zeugs da draußen, an die 34. Social Networking Plattform für Sammler von rot-grün-gestreiften Überraschungsei-Figuren, die genau sieben Tage in der Sonne gelegen haben. Es sieht lustig aus, es wackelt, man kann damit rumspielen, es ist irgendwie 3D, es hat irgendwelche Regeln, die für sich genommen auch unheimlich schlüssig und logisch sind und wenn man erstmal durchgestiegen ist, wird das bestimmt ganz ganz super… und kein Schwein brauchts und es ist zum Scheitern verurteilt.

Ich schätze mal, die Präsentation dieses spieltechnischen Totalausfalls damals lief mit genau den gleichen Buzzwords wie heute: super-innovative User-Experience, total tolles CuttingEdge-Design, grandios neue Family-Socializing durch Ball Busting-Technology. Nur ohne Beta und Powerpoint.

File under: What you can learn from crappy Games from the 70s.


(Youtube Direktbusters, via)

Steven Spielberg’s Social Network for UFOs and Ghosts

Hollywood super producer Steven Spielberg is preparing to launch a new social network, we’ve heard from multiple sources. The focus will be on users who’ve had or who are interested in sharing paranormal and extraterrestrial experiences. The new social network may also have original video content investigating alleged ghost and UFO stories.

Link

The State of the Digital Music Union

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At the Digital Music Forum East, digital music and major label executives gathered to discuss the state of the digital music union for the conference’s keynote address. Unlike previous years’ DRM focus, this year’s panels have revolved around plans for new and old media companies to coexist.

Brad Duea, President, Napster
- Consumers are ready to move past physical media. (As evidence of this) we have 750K subscribers.

[...]

Ted Mico, Head of Digital, Interscope Geffen A&M
- People need filters, whether from friends or labels.
- 40 percent of our revenue is digital.

[...]

Glenn Otis Brown, Strategic Partner Developer, YouTube
- I bought the $80 Radiohead double vinyl, double CD release. I put it in the closet and haven’t opened it yet. The reason I did this is so that I can show my kids, who I don’t have yet, the discs as an example of a weird artifact. They will think I was crazy to pay.

Link

Hype Machine now scrobbles to Last.fm!

This is how music on the web should work, services playing with each other to create meaningful awesomeness.

Link (via)

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