General Robots

Nestlé zensiert Greenpeace-Spot mit Copyright-Bullshit


(Vimeo Direktgreenpeace, via Feingut)

Was macht man als größter Lebensmittelkonzern der Welt, der sowieso bereits nicht grade wenig Kritik abbekommt, wenn Greenpeace einen Clip im Zuge einer weltweiten Aktion bei Youtube postet? Richtig, man erzählt Youtube/Google irgendeinen Copyright-Bullshit, woraufhin diese die Clips sperren: Zensur mit Copyright.

Malte hat noch eine Kopie des Spots auf Youtube gefunden, der ist aber wahrscheinlich auch schon bald weg. Es gibt allerdings auch eine Version auf Vimeo (siehe oben), direkt gepostet von GreenpeaceUK, und da Vimeo nicht ganz so schnell mit dem Löschreflex ist, wie Youtube, dürfte der online bleiben.

Nestlé, maker of Kit Kat, uses palm oil from companies that are trashing Indonesian rainforests, threatening the livelihoods of local people and pushing orang-utans towards extinction.

We all deserve to have a break – but having one shouldn’t involve taking a bite out of Indonesia’s precious rainforests. We’re asking Nestlé to give rainforests and orang-utans a break and stop buying palm oil from destroyed forests.

Katholische Kirche mahnt Blogger ab, der über Missbrauch berichtet

Mir ist grade ein Äderchen geplatzt. Drei Zitate, nach denen passiert wahrscheinlich jedem dasselbe:

Rückhaltlose Aufklärung hat die katholische Kirche in der Serie von Missbrauchsskandalen angekündigt. Doch bislang war Verschweigen gängige Praxis der Verantwortlichen – auch was die Vorfälle bei den Regensburger Domspatzen betrifft. (spOnline: Vorwürfe gegen Kirche – Regensburger Domspatzen durch Missbrauch traumatisiert)

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung reagierte ein katholischer Pfarrer auf dem Bistum Regensburg zugetragene Missbrauchsvorwürfe mit der Zusendung von Unterlassungserklärungen, durch welche er die Informantin und eine Vermittlerin zum Schweigen bringen wollte. (Telepolis: Vom Kinder- zum Abmahnmissbrauch?)

Gestern machte die Süddeutsche Zeitung bekannt, wie ein katholischer Würdenträger aus dem Bistum Regensburg Hinweise auf Kindsmissbrauch mit Abmahnungen erstickte. Der Fall eines Marburger Bloggers deutet darauf hin, dass dies kein Einzelfall gewesen sein könnte. […]

Weil angeblich eine aus [einem Handelblatt-] Artikel übernommene Behauptung nicht stimmt, erhielt Zapf von einer nach eigenen Angaben vom Bistum Regensburg beauftragten Münchner Rechtsanwaltskanzlei eine kostenpflichtige Abmahnung. (Telepolis: Mehr Abmahnmissbrauch im Bistum Regensburg?)

Ab wann muss man diesen Verein, der sich katholische Kirche nennt, eigentlich als gemeingefährliche Sekte einstufen? „Schon“ dann, wenn sich ein nicht enden wollender Strom an Missbrauchsfällen auftut, der von den Vertretern dieses Vereins kleingeredet und vertuscht wird? Oder wenn dieser Verein die Presse-, Meinungs- und Redefreiheit mit juristischen Füßen tritt, wobei das Hamburger Landgericht dann auch gleich bereitwillig zur Seite springt?

Fuckers in violet, literally.

SloMo-Dog-Ripoff

Original:

(Youtube Direktdogs)

Ripoff:

(Youtube Direktfutter, via Pimpettes)

Ich finde es ja ziemlich absurd, dass der Spot für einen Hundefutterherstellers ein Wasserzeichen zeigt, auf dem „Creativity“ steht, obwohl das ganze ein ziemlich schamloses 1:1-Ripoff der recht bekannten (und recht alten) Animation „Birds“ von Pleix ist.

Ich habe zwar schon öfter gesehen, dass sich „Art-Direktoren“ bei im Netz bekannten Animationen bedienen, aber das hier ist das dreisteste Ripoff seit langem.

Best Song ever!


(Vimeo Direktshine)

Super Video zum fantastischen Song „Shine“ von Final Placement. Der Gitarrist beantwortet Fragen auf Dangerous Minds, Snip:

Final Placement is a Christian Rock band from Midland Tx. It consists of four guys from Midland Christian School. They are currently playing shows. They dream of scoring a record label one day. The philosophy of FP is, “The world is gone but not lost it can still be saved, all it takes is the people to listen. Maybe if they will hear the message and change.”

Final Placement: Teen Christian Rock Shit Sandwich

John Lennon-Jewelry TV-Shopping


(Youtube Direktlennon, via EIT)

Actually, the saddest thing I’ve seen in a while. John Lennon rotiert im Grab.

Photoshop vs Paint

Hier ein weiteres Juwel aus everybodys neuem Lieblingsblog Clients from hell:

I understand that you prefer to use photoshop, but we don’t feel like that program is universal enough. If you could do all of the design work in Microsoft Paint it would be easier for us to edit what you do and give you an idea of the changes we want.

Wenn man die Sachen dort liest, glaubt man ja gar nicht, dass es wirklich solche Leute gibt, dagegen sind ja die JPG in einem DOC in Powerpoint-Lustige Bilder-Verschicker ja gradezu digitale Leuchten.

Photoshop vs Paint

69er Bürgerinitiative „Sex ist mies“ warnt vor Beat und Sex


(Youtube Direktmies, via Electru)

Hier ein kleiner Tipp aus dem Mief der BRD von der Bürherinitiative „Sex ist mies“ (!) aus dem Jahr 1969: Lieber keine satanischen Botschaften in Form von Beatmusik hören, weil man dann miesen Sex hat.

Clients from hell

Wer schon jemals irgendwas für Kunden gemacht hat, wird dieses Tumblelog lieben: Clients from hell. Hier ein paar meiner Favs, gleich zu Beginn mal ein richtiger Knaller:

$1,000 is very expensive, you know. We only want a simple website with our current contents, and contact form as well. And don’t forget about CMS features. We want to add or edit content on our own. And the picture gallery, we want something that stunning and animated. The header should be animated as well. And our logo seems too old, can you design new logo for our company? But the best price we can offer is $300, and we think that’s more than enough.

Oder:

After I sent a client a mockup with lorem ipsum as filler text: „It’s good but there is a weird language on the page. It will either need to be translated or removed.“

Oder:

We think there’s too much space, can you put all the services we do inside the logo. And if you can – make it 3D too, so it moves when you tilt the paper.

Clients from hell (via Alexander)

Offizieller MGMT-DJ-Mix wird abgemahnt (UPDATE)

[update] Das Vice Magazine weiß Bescheid und versucht, die Sache zu klären.

Polkarobot wurde wegen eines Links auf ein DJ-Set abgemahnt, in dem Tracks von MGMT und anderen gespielt wurden. Für mich pikant: Polkarobot hatte den Link von Nerdcore. Und: Der Mix war vom Vice Magazine Scandinavia in Kooperation mit Discobelle ins Netz gestellt worden, ein eigentlich sicheres Zeichen, dass der Mix von offizieller Seite freigegeben war.

Darüber hinaus hatte mich das Vice Magazin Deutschland nach diesem Posting sogar noch kontaktiert, woraufhin ich ihren Get Well Soon-Mix verlinkte.

Natürlich weiß Sony hier nicht, was Sony in Skandinavien macht und auch die Vice dürfte sich nicht darum scheren, ob die Rechte an diesem Mix auch international geklärt sind. Was mir sehr wurscht ist. Ich werde meinen Link zum Mix jedenfalls nicht löschen und latsche jetzt erstmal zum Briefkasten, ob ich nicht auch schon so einen Wisch der Kanzelei R. erhalten habe. Und dann maile ich Sony.

Ich bitte darum, sich in den Kommentaren zurückzuhalten und einen maximal höflichen Ton zu wahren.

Crappy Bootleg DVD-Covers

starwars

Ein Flickr-Pool voller unglaublicher Photoshop Disasters und noch schlimmeren Übersetzungs-Katastrophen auf Bootleg-DVDs von sonstwoher. Ich habe mir grade in die Hosen gemacht vor Lachen bei 40 Days and 40 Aights, dieser Tagline zu Matrix („The White Men wanted a Stud to breed Slaves“), Star Wars mit Enterprise, The Grunge 2, Punk Drunk Love, diesem Exorzist-Scarface-Mashup und zu 50 Fist Dates muss man ja nun wirklich nix mehr sagen. Naja, und Arnie als John Matrix in Star Wars Episode 1 ist schon jetzt ein Klassiker.

Crappy Bootleg DVD covers (via MeFi)

Neeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiinnnn! Gunter Gabriel covert Radioheads „Creep“


(Youtube Direktcreep, via Testspiel)

In Momenten wie diesen muss man stark sein: Gunter Gabriel covert Radioheads „Creep“. Da kann man sich jetzt einen René vorstellen, der die Fäuste ballt und zum Himmel reckt und ganz, aber ganz laut „Waruuuuuuuum?“ schreit.

So als Ausgleich hier eine Sammlung mal mehr, mal weniger schicker Stopmotion-Videos mit Radiohead-Soundtrack: Radiohead and Stop Motion videos, hier eins davon:


(Youtube Direktfishes, via Testspiel)

Lizenz zum Singen

In jeder Diskussion um Copyright, Musik-Industrie und Lizensierung kommt mindestens einmal der leicht zynische Kommentar, demnächst müsse man wohl Lizenzgebühren zahlen, wenn man einen Song vor sich hinsingt. Nun…

Sandra Burt, 56, who works at A&T Food store in Clackmannanshire, was warned she could be fined for her singing by the Performing Rights Society (PRS).

However the organisation that collects royalties on behalf of the music industry has now reversed its stance.

They have sent Mrs Burt a bouquet of flowers and letter of apology.

Sie haben sich zwar hinterher bei ihr für diesen Bullshit entschuldigt, aber alleine die Tatsache, dass es so eine Drohung überhaupt den Weg nach draußen schafft, spricht Bände.

Apology for singing shop worker (via Reddit)

Neues Business-Modell für die Musikindustrie: Filesharer abmahnen

Die DigiRights Solutions GmbH aus Darmstadt hatte laut einem Artikel auf Gulli und Wikileaks in einer Präsentation die Abmahnung von Filesharern als lukrative Geschäftsidee dargestellt, diese Präsentation haben sie mittlerweile von ihrer Website entfernt, das PDF ist allerdings bei Wikileaks aufgetaucht. Ich hatte schon vor ein paar Jahren (während der ersten Runde des Falls von Jamie Thomas, hier) der Musikindustrie ein neues Businessmodell vorgeschlagen: Filesharer verklagen. Scheinbar haben die auf mich gehört.

Praesentiation der deutschen Anti-Filesharing-Gruppe DigiRights Solutions GmbH aus Darmstadt. Die Praesentation behandelt unter anderem wie die Services der Gruppe zur Generierung von Profit ueber rechtliche Verfahren genutzt werden koennen. Die Praesentation, die bis vor kurzem auf der Website der DigiGroup zu finden war, wurde nach einem Artikel auf Gulli entfernt.

Die Datei gibt einen Einblick in die zweifelhaften Geschaeftspraktiken der DigiGroup und weiterer involvierter Parteien. Das Abmahnungsverfahren, als Instrument zur unbuerokratischen und schnellen Regulierung von zivilrechtlichen Belangen, wird von DigiRight als Moeglichkeit zur Schaffung von Profit vorgestellt. So wird das Abmahnen von Filesharern auf den Seiten 26 und 27 in einer Beispielrechnung als wesentlich lukrativer angepriesen, als der eigentliche Verkauf der Werke. Die Abmahnkosten sollen eigentlich nur der Deckung der Kosten des Abmahners dienen, nicht aber der Schaffung von Gewinnen.

DigiRights Solutions Praesentation zur Gewinnverbesserung durch Abmahnungverfahren, 02 February 2009 (via Netzpolitik)

Regretsy: Furchtbare DIY-Sachen auf Etsy (feat. masturbierende Dinos, NSFW, sort of)

dinosaur

Etsy, das Shop-System für Leute, die zuhause komische, tolle und irre Sachen selbermachen, dürfte bekannt sein. Dass dort nicht immer nur komische, tolle und irre Sachen, sondern auch weniger tolle. Masturbierende Dinosaurier will sich zum Beispiel nicht wirklich jemand an die Wand hängen, oder?

Regretsy (danke Johnny!)

Rassismus im CDU-Wahlkampf


(Youtube Direktrüttgers, via Carsten)

Hier die Lektion, die alle von der Leyens und Rüttgers, die im Jahr 2009 immer noch davon ausgehen, dass ihre platten Wahlkampfsprüche nicht den Raum verlassen, in dem sie fallen und die vor Demagogie auf der einen, vor Rassismus auf der anderen Seite nur so strotzen, aus der Tatsache lernen sollten, dass da anscheinend immer jemand rumsteht, der diese Politiker gewordene Schweinerei mitfilmt, ins Netz stellt und dort ganz sicher von weitaus mehr Leuten angesehen wird (der erste Rüttgers-Rassismus kommt bislang auf über 60.000 Views, dieser zweite hier auf über 30.000), als auf der billigen Veranstaltung rumstehen:

You are fucked.

Highschool-Performance von „Also sprach Zaratusthra“ zum Intro von „2001“


(Youtube Direkt2001, via Accidential Mysteries)

Hier die ziemlich, ziemlich, ziemlich schlechte Aufführung von „Also sprach Zaratusthra“ von einem Highschool-Orchester zum epischen Intro von Stanley Kubricks „2001“. Outraged Elephants throwing Bones and Spacestations and stuff.

Abgemahnter Iron Maiden-Fan zerstört seine Sammlung, schickt sie dem Anwalt

maiden

Ein Anwalt hat einen Iron Maiden-Fan abgemahnt, der ein (in einem Geschäft gekauften) Bootleg auf Hood.de weiterverkaufen wollte. Der kam zwar wegen der Deckelung bei Urheberrechtsverstößen auf 100 Euro noch glimpflich davon, dennoch müsste man eigentlich eher von einem rechtsgefesselten, denn von einem rechtsfreien Raum Internet sprechen, denn Bootlegs könnte man problemlos auf jedem Flohmarkt loswerden, ohne, dass sich gierige Anwälte auf einen stürzen. Wie auch immer, der Mann hat seine komplette Iron Maiden-Sammlung zerstört, die Bruchstücke dem Anwalt geschickt und das Honorar der Piratenpartei gespendet.

Der wegen des Verkaufs einer alten Iron-Maiden-CD abgemahnte Hood.de-Nutzer aus Ettlingen, über den Telepolis in der letzten Woche berichtete, zertrümmerte am Wochenende nicht nur die abgemahnte CD, sondern auch den Rest seiner Iron-Maiden-Sammlung – “um sicher zu stellen, dass sich unter den vermeintlich originalen CDs nicht wieder ein Bootleg befindet”. Dann schickte er sie dem abmahnenden Anwalt nach Hamburg. Gleichzeitig bezahlte er “ohne die Anerkennung einer Rechtspflicht” die geforderte Gebühr, überwies aber, den gleichen Betrag auch an die Piratenpartei, weil er im Abmahnwesen “dringenden Handlungsbedarf und wenig Bewegung bei den etablierten Parteien” sieht.

Besonders schwer nachvollziehbar war für ihn, dass der abmahnende Anwalt ohne finanzielle Folgen eine viel zu kurze Frist setzen und ein “völlig unpassendes Urteil” nennen konnte, während er als Nichtjurist für Verstöße gegen seiner Ansicht nach nicht einmal erahnbare Pflichten kräftig zur Kasse gebeten wird.

Zu Ärger des Ettlingers trug auch bei, dass sich Iron Maiden lange als fanfreundlicheres Gegenstück zu Metallica stilisiert hatten. [extern] Laut.de zufolge rief beispielsweise der Sänger Bruce Dickinson bei einem Konzert im Osloer Spectrum 17.000 Fans dazu auf, einen Song aus dem damals noch unveröffentlichten Album Dance Of Death mitzuschneiden und zu verbreiten: “Wir sind nicht Metallica [...] holt eure Digital-Rekorder, MP3-Player oder Handys raus und stellt ihn ins Internet”.

Gründe, keine CDs zu kaufen – Anwälte mahnen den Wiederverkauf legal erworbener Tonträger im Internet ab, Abmahndafé – Ein Musikfan zerstört seine Iron-Maiden-Sammlung und spendet der Piratenpartei ein Anwaltshonorar

CDU überklebt Piratenplakate

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Nachdem die CDU ihre eigenen Plakate in einer eher fragwürdigen Aktion überklebte, scheint sie das jetzt zur Strategie zu erheben und überklebt Plakate der Piraten, und zwar, so scheints, gezielt.

I told you one, I tell you twice: Das wird auf euch zurückfallen. Nicht jetzt, nicht heute. Aber schon bald. Versprochen, fuckin’ Politikers.

CDU überklebt Plakate der Piraten

CDU lädt ein zum Komasaufen

Prost! Leider werden diese ganzen Faux Pas’ der Union nichts am wahrscheinlich schon feststehenden Wahlergebnis ändern und ich stelle mich auf vier sehr turbulente Jahre ein. Andererseits: Vielleicht veranstaltet die CDU demnächst auch Copyparties? Who knows?

Junge Union lädt Jugendliche zum Koma-Saufen ein (via Fefe)

CDU kriecht Nazis in den Arsch

Gestern hatte die NPD einen schwarzen CDU-Politiker attackiert, Snip von spOnline:

Die NPD hatte Schall in einer Mitteilung als “CDU-Quotenneger” bezeichnet und zur “Heimreise” aufgefordert. Die rechtsextreme Partei wolle nach eigenem Bekunden das “direkte Gespräch” mit Schall suchen und ihn “direkt dazu animieren”, in seiner Heimat Angola ein neues Leben zu beginnen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt zurecht wegen Volksverhetzung und man sollte eigentlich meinen, die CDU würde ihrem Mann den Rücken stärken. Falsch gedacht.

In den späten Abendstunden rückten sie an: Überall in Thüringen waren die Klebekolonnen eifrig zugange, um gezielt jene Wahlplakate zu überkleben, von denen noch gestern der von der NPD rassistisch attackierte CDU-Politker Zeca Schall dem Wahlvolk freundlich zulächelte.

In meinem Heimatort – einer kleinen Stadt südwestlich von Erfurt – war heute morgen nicht ein einziges der bisherigen Plakate mehr zu sehen. An deren Stelle prangen nun beliebig austauschbare Standardphrasen der CDU. Das sympathische Konterfei Schalls wurde über Nacht mit deutscher Gründlichkeit aus dem Stadtbild ausradiert!

Auch auf dem Weg zur Arbeit waren fast alle betroffenen Plakate überklebt worden. Man sah, dass der Kleister teilweise noch nicht einmal trocken war. Einzig in der Stadt Erfurt selbst konnte ich noch einige der alten Bilder entdecken – aber wahrscheinlich haben sie die nur vergessen?

Sollte ich hier Wähler der CDU als Leser haben – das ist Eure Partei: Nazi-Arschkriecher. Nuff said.

Thüringen: CDU kapituliert vor der NPD-Hetze (via Kommentar von Fred auf Spreeblick)

[update] Die CDU meint, es handele sich dabei um einen normalen, zweiten Plakatierungsvorgang handele. Für mich bleibt ein Geschmäckle, aber der Vollständigkeit halber: http://cdu-thueringen.de/aktuelles/nachricht/archiv/2009/august/artikel/medieninformation/

I.
Der NPD Landesverband Thüringen verbreitete in einer gestrigen Pressemitteilung, dass die CDU Thüringen auf Grund einer Kampagne der NPD begonnen hätte: „ … sich von Zeca Schall zu distanzieren.“

Es wird behauptet, man würde entsprechende Großflächenplakate, auf denen Herr Schall zu sehen ist, austauschen.

Diese Behauptung ist falsch!

Richtig ist, dass die CDU Thüringen planmäßig seit dem 10. August 2009 entsprechend dem Dekadenplan für Großflächenplakatierung mit einem zweiten Durchgang der Plakatierung zur Landtagswahl begonnen hat.

II.
Darüber hinaus hat die CDU Thüringen heute bei der Thüringer Generalstaatsanwaltschaft in Jena Strafanzeige u. a. wegen Volksverhetzung (§ 130 Strafgesetzbuch), Nötigung (§ 240 Strafgesetzbuch) und Beleidigung (§ 185 Strafgesetzbuch) gestellt.

EMI beliefert keine Indie-Plattenläden

Wer mal im, um oder am Musik-Biz gearbeitet hat, dürfte wissen, dass das zickigste aller Majorlabels die EMI ist. Aber auch für die EMI-Zicke ist das hier ziemlich heftig. Die Beliefern keine Indie-Plattenläden mehr (zumindest in den Staaten) und sagt ihnen, sie sollen doch bei Walmart kaufen.

EMI, certainly reeling from declining physical album sales like the other Big 4 record labels, is now apparently telling independent album retailers that it will no longer sell them CDs.

That’s right, EMI apparently told them over the phone a few weeks ago, an oddly perverse means of notification, that henceforth it will no longer sell them physical albums and that they must go to “one stops” like Wal-Mart or Best Buy to buy product like everybody else to then in turn sell.

“Several I have spoken with are so upset that they vow never to buy any EMI catalog again–or any new artist releases either,” says Wayne Rosso, former president of the P2P program Grokster, on his blog. “Only the certifiable hit product that they know will sell. They will no longer take chances on new EMI artists.”

Super, Walmart hat sicherlich EMIs Backkatalog auf Lager, damit Plattenläden im Supermarkt alte Platten von Bowie, den Stones oder den Beatles einkaufen können, um sie wiederum ihren Stammkunden anzubieten.

Das hier ist ein ganz großes Fuck You von EMI an die verbliebenen Fans, die für gute Musik tatsächlich bereit sind, Geld zu bezahlen. Fuck you, EMI. Geh sterben.

EMI Quits Selling CDs to Indie Record Stores (via /.)

Die Stuttgarter Nachrichten verbreitet Bullshit über die Piratenpartei

Etwas untergegangen ist in der Netzberichterstattung der Printjournalismus. Das sind zumeist ältere Menschen, die statt eigener Denkapparate einfach nur dpa-Meldungen weiterplappern. Im Grunde wollen sie auf totem Holz möglichst viel Bullshit teuer verbreiten und ungestraft Schleichwerbung platzieren.

Sie reden aber lieber von Qualitätsjournalismus und strengeren Urheberrechten. Insofern heucheln sie schon wie die Großen und haben bei den Auflagen und Werbeeinnahmen Einbrüche von drölf Prozent und damit die Arschkarte im Medienparlament erobert. In Deutschland waren es sogar Drölf plus Eins Prozent. Pardon, liebe Stuttgarter Nachrichten, aber so etwas nennt man gezielte Desinformation.

Ernsthafte Replik auf Aphex3k:

Sie beweisen mit diesen 7 Sätzen ein hohes Maß Borniertheit und dass sie keine Ahnung in Bezug auf das Thema haben. Recherche scheint auch keine stattgefunden zu haben, stattdessen werden nachgeplapperte und aufgeschnappte Halbwahrheiten zu einem unhaltbaren Ganzen zusammengewürfelt.

Zitat: “Im Grunde wollen sie im Internet möglichst viel Zeug kostenlos herunterladen und ungestraft Killerspiele spielen.”

Genau wegen Falschaussagen wie diesen erhalten Die Piraten immer mehr Zulauf. Wenn, dann geht es darum bestehende veraltete Kostenstrukturen aufzubrechen und an das 21. Jahrtausend anzugleichen. Konzepte wie GEZ oder GEMA sollen überholt werden. Das geschützte Inhalte kostenfrei angeboten werden sollen stand nie zur Debatte.

Piraten mit Entertaste (Danke Roland)

Das beste Webdesign-Portfolio, ever!

w4u

Das hier ist mit Abstand das beste Webdesign-Portfolio, ever. Ruhig ein wenig auf der Seite umsehen, dort gibt’s noch Irre mit lustigen Hüten, Goethe und sexy Blondinen. Kein Scheiß!

Webmaster 4you (Danke Mats!)

CDU erwägt Youtube-Registrierung mit Personalausweisnummer

Ein kurzer Ausflug in die Köpfe konservativer Menschen, ich denke, Vorratsdatenspeicherung und Netzsperren sind Kinderkram gegen das, was uns noch bevorsteht.

Die nordrhein-westfälische Junge Union (JU) will gegen Hassbotschaften und Gewaltverherrlichung bei Youtube und Myvideo eine allgemeine Registrierungspflicht einführen. Ein entsprechender Antrag an den Landesparteitag der NRW-CDU am 9. Mai 2009 wird nach Angaben der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung von der Führungsspitze der Union befürwortet. “Indem sich jeder Nutzer erst mit voller Anschrift und seiner Personalausweisnummer registrieren muss”, sagte der JU-Landesvorsitzende Sven Volmering der Zeitung, ließe sich sowohl das Hochladen privat gedrehter Gewaltvideos als auch das Anschauen erschweren.

“Rivalisierende Jugendbanden putschen sich mit Hassbotschaften und Gewaltposen im Internet auf, um sich anschließend zu Straftaten zu verabreden”, so Volmering.

CDU erwägt Youtube-Registrierung mit Personalausweisnummer (Danke Yama!)

Macht spOnline dumm, Herr Schultz?

Ich habe selten ein so dummes und furchtbar unkompetentes Interview gelesen, wie das von Stefan Schultz mit Twitter-Erfinder Evan Williams. Aber sehr schön, dass dieser dem Journalisten ein paar Perlen vor den Latz knallt, bei denen ich sehr gerne Schultzes Gesicht gesehen hätte. Eigentlich sollte man meinen, ein solcher Artikel wäre einer großen Website im Jahr 2009 mittlerweile eher peinlich, aber scheinbar leben die deutschen Dinosaurier-Medien immer noch im Jahr überdendaumengepeiltso 2002, 2003, halten sich nachwievor für Gatekeeper. Man sollte Journalisten ihren Printchauvinismus einfach mal in den Hals stopfen. Ganz schlimm.

SPIEGEL ONLINE: … oder sie twittern einfach Dinge, die keine vernünftige Zeitung je drucken würde. Das meiste, was auf Twitter kursiert, ist belangloses Geschnatter von zweifelhaftem Erkenntniswert.

Williams: Es ist mir ein Rätsel, warum von jedem neuen Medium verlangt wird, dass es uns plötzlich in Wesen verwandelt, die nur noch Weisheiten absondern. Auch auf Facebook, am Telefon oder beim Smalltalk im Café werden nur selten gehaltvolle Gedanken ausgetauscht, das stört komischerweise keinen mehr.

SPIEGEL ONLINE: Wenn ich schon am Telefon und im Café Belangloses rede, warum sollte ich es dann auch noch auf Twitter tun?

Williams: Weil ich die Möglichkeit habe, viele Menschen gleichzeitig mit meinen Gedanken zu erreichen. Außerdem: Wer sagt denn, dass belangloses Geschnatter wertlos ist?

Macht twittern dumm, Herr Williams? (via Rivva)

Fabchannel is no more.

Fabchannel, die hervorragende Website mit Konzerten zum Einbetten, die ich hier auf Nerdcore schon öfter hatte, stellt ihr Angebot zum 13. März ein und das Archiv offline. Ein schwarzer Tag für alle Live-Musikliebhaber.

Weil’s so schön war, hier Arcade Fire live @ Melkweg 2005.

<a href="http://www.fabchannel.com/thearcadefire2005_concert/2005-03-11">Live Concert Video &#8211; The Arcade Fire</a>

Hier die Pressemitteilung:

Der Online Konzertkanal Fabchannel.com sieht sich angesichts der schlechten wirtschaftlichen Aussichten im Musik- und Werbemarkt dazu gezwungen seine Betriebstätigkeiten umgehend einzustellen.

Während der letzten neun Jahre hat Fabchannel erfolgreich nationale und internationale Künstler online gefördert, indem Konzertaufnahmen einem breiten internationalen Publikum zugänglich gemacht wurden.

Das Geschäftsmodell von Fabchannel basiert auf zwei elementaren Bausteinen: internationale Senderechte sowie internationale Werbe- und Sponsoreinkünfte. Nach einer beträchtlichen Investition in 2007 hat sich Fabchannel verstärkt auf die Ausweitung seines internationalen Publikums sowie der Realisierung und Entwicklung von Online- Werbeformaten und Partnerschaften konzentriert.

Nach einem dynamischen Start ins Jahr 2008 mit der Einführung von Videowerbung auf Fabchannel.com, der Ausweitung von Medienpartnerschaften mit renommierten Nachrichtenwebseiten sowie der Realisierung einer weltweiten Zusammenarbeit mit der Universal Music Group ist es zunehmend schwieriger geworden, die gestellten Ziele zu erreichen. Die Besucherzahlen haben sich nicht im geplanten Maße erhöht, was hauptsächlich durch die mangelnde Unterstützung der ‘Major‘ Plattenfirmen bezüglich der Zustimmung zu Konzertaufnahmen begründet ist.

Gleichzeitig ist der Online Werbe- und Sponsormarkt aufgrund rückläufiger Budgets zunehmend unter Druck geraten.

Die Geschäftsführung und die Anteilseigner von Fabchannel erwarten nicht, dass sich diese Situation in den kommenden Jahren ändern wird. Aus diesem Grund haben sie gemeinsam beschlossen alle Aktivitäten einzustellen um zu vermeiden, dass das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät und zum Beispiel das aufgebaute Musikarchiv in Zukunft nicht wieder verwendet werden kann.

Fabchannel wird am kommenden Freitag, den 13. März, sein Konzertarchiv offline stellen. Während der nächsten Monate wird Fabchannel sich bemühen entsprechende Regelungen für seine Mitarbeiter, Kunden und Anbieter zu finden.

Pressemitteilung: FABCHANNEL STELLT UNTERNEHMENSTÄTIGKEIT EIN

Ultrabad Japanese Punkrock-Cover


(Youtube Direktpunk, via Uli)

Diese Cover bekannter Punk-Songs sind so furchtbar schlecht, es ist nicht zu fassen. Und doch schaut man dieses Video, besser: man hört ihm zu, und kann es nicht ausmachen. So schlecht ist das. Unfassbar grausam. Wer trotzdem will, aus irgendeinem Grund, kann sich die Platte hier zulegen: Puncolle – Voice Actresses’ Legendary Punk Songs Collection.

1. Sex and Violence (The Exploited)/ Haruko Momoi
2. Basket Case (Green Day)/ Haruna Ikezawa
3. White Riot (The Clash)/ Kaori Shimizu
4. Pretty Fly For A White Guy (The Offspring)/ Mai Kadowaki
5. Anarchy In The UK (Sex Pistols)/ Rie Tanaka
6. London’s Burning (The Clash)/ Yuko Goto
7. Call Me (Blondie)/ Haruko Momoi
8. God Save The Queen (Sex Pistols)/ Haruna Ikezawa
9. Blitzkrieg Bop (Ramones)/ Kaori Shimizu
10. Search and Destroy (Iggy & The Stooges)/ Mai Kadowaki
11. Ruby Soho (Rancid)/ Rie Tanaka
12. Smells Like Teen Spirit (Nirvana)/ Yuko Goto

Bart Simpson used for Scientology Robocall

Die englische Stimme von Bart Simpson, Nancy Cartwright, ist Scientologin. So weit, so beknackt. Jetzt hat sie für ihre Alien-Fake-Religion ein PR-Tape aufgenommen und dafür Bart Simpsons Stimme benutzt. Erinnert mich an die bösen Hexen in Märchen, die mit Engelszungen vergiftete Äpfel an unschuldige Kids verteilen. Fuck you, Nancy.

Cartwright, long a member of the church, recorded her 60-second robocall to boost attendance at a Scientology event scheduled for Saturday.

Although she identifies herself, much of the spiel is delivered in Bart’s voice, wrapping up with, “See you there, man!”

Scientology promoted in Bart Simpson’s voice (Danke Thorsten!)

Der Millenium Falke im DeAgostini-Verlag

Vor ein paar Tagen stand ich am Bahnhofskiosk und konnte es nicht fassen. Vor mir lag ein in Plastik eingeschweißtes Replikat der Millennium Falcon, darauf stand „Der Millennium Falke“ und das Logo des Verlags: DeAgostini. Seitdem verfolgt mich dieser Alptraum in Werbespots in diesem Fernsehen, das irgendwo, fast schon hinter meinem Wahrnehmungshorizont, vor sich hinplätschert.

Star Wars also jetzt bei dem Verlag, der uns bereits die Gorch Fock zum selberbasteln, irgendwelche Ritter oder auch Formel 1-Dingse brachte, für nur Vierfuffzich pro Ausgabe. Mit hochwertigem Magazin, das einem alles Wissenswerte von hier und da präsentierte. DaAgostini, dem Verlag, der mir als Sammler am weitesten von der Sammelleidenschaft entfernt ist.

Ich konnte es in diesem Bahnhofskiosk stehend nicht fassen. Star Wars in einer Reihe mit den Rittern des Mittelalters, Formel 1 und der Gorch Fock zu sehen. Und dem besten aus Bollywood. Mit Sicherheit ist DeAgostini auch nicht viel billiger, als andere StarWars-Merchandise-Toys. Aber: DeAgostini. Und ich dachte, Clone Wars wäre der Tiefpunkt.

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