General Robots

re:publica 2009 (Tag 3: Cory Doctorow, Märchen, Hackerspaces und Future-Porn)

doctorow
(Foto unter CC von Daniel Seiffert)

Bei Spreeblick habe ich grade ein paar Gedanken zum dritten Tag der re:publica aufgeschrieben. Außerdem habe ich mich grade ein bisschen erschrocken.

Das nächste Highlight folgte am nächsten Tag: Cory Doctorow von Boing Boing und sein Vortrag „How to survive the Web without embracing it“ (hier online). Auch er absolut eloquent und rhetorisch brillant. Beide, Lessig und Doctorow erzählten mir nun inhaltlich nicht viel neues, aber alleine ihre Vortragstechnik begeisterte mich sehr. Vorträge so erzählen, dass Geschichten entstehen. Wunderbar.

Ein Geheimtipp war dann für mich drei Vorträge in Folge im blauen Saal: „Märchen als User Generated Content – Was die Kulturgeschichte zur Erklärung des Web 2.0 beitragen kann“ von Sabria David, „Hackerspaces: Selbstverwaltete Orte, in denen Hacker Sachen machen“ von Jens Ohlig und „Pornografische Zukunftsvisionen – eine nicht ganz ernstgemeinte Reise“ von Tina Lorenz.

re:publica 2009: Lawrence Lessig, Cory Doctorow, Märchen, Hackerspaces und Future-Porn

Republica 2009: Welcome your new Baby-Overprincess, Kulturflatrate, Larry Lessig und mein Offline-Tweet-Pokal voller Wodka

Das ist meine gar nicht so olle Freundin Leia Paradise. Acht oder neun Monate ist sie alt und dürfte das erste re:publica-themed Baby der Welt sein. Sie hat mir heute tatsächlich Fünfe gegeben und um Gerüchten vorzubeugen: Nein, sie ist nicht meins. Trotzdem süß, auch wenn sie mir heute mit einem lauten „Brrrrrrbbbblllll“ ins Gesicht spuckte. Zum Ausgleich aß ich mit der wunderbaren Mami Julie Paradise mein erstes Eis dieses Jahres. Mango, Waldfrucht und Zitronen-Eis, was für ein toller Start in den Tag, nachdem ich zu faul war und erstmal alle Vorträge bis 17 Uhr sausen ließ, weil ich mich gestern dann doch einen Hauch zu sehr betrunken hatte und deshalb bis 15 Uhr halbnackt im Bett rumflätzte.

Danach hielt Larry Lessig seinen „Remix“-Vortrag. Rhetorisch absolut brillant erzählte er in einer in fünf Teilen gegliederten Geschichte die Historie über Copyright und Remix. Für Lessig-Kenner war all das vielleicht nichts völlig neues, aber einen Gedanken von ihm war mir bisher unbekannt und den werde ich in zukünftigen Diskussionen gerne aufgreifen: Das Prinzip der „Web-Meme“ als „Konversation“.

Lessig beschrieb hier in ein paar Sätzen das das Prinzip des Remixes in Youtube-Zeiten als neue Form der Schriftsprache. Youtube-Remixe als Ausdrucksform, Internet-Meme als neue Form der Kommunikation ohne Worte. Ein brillanter Gedanke finde ich. Im obigen Bild zeigt er übrigens auf die Entwicklung der P2P-Nutzerzahlen, die sich nach den Klage-Offensiven der RIAA laut seinen Ausführungen nicht verändert haben. So much for Lessig, in meinen Augen das Highlight der re:publica so far.

Nach Lessig schaute ich mir das Panel zum Thema „Kulturflatrate“ an. Sehr interessant, leider zu forsch moderiert, leider ohne Mikrophone und ohne Arroganz: Ich hätte da gerne mitdiskutiert. Weil die Argumente der Kulturflatrate-Gegner Marcel und Johnny zu schwach waren, meines Erachtens und weil die Argumente der Befürworter einer Kulturflatrate (Markus von Netzpolitik und jemand, den ich leider nicht kenne) leider zu pragmatisch und zu unphilosophisch waren.

Letztendlich ist eine Lizenzvergabe der Musik-Industrie auf P2P-Basis ganz einfach unabwendbar. Diese Unabwendbarkeit war auf dem Panel viel zu wenig Thema, finde ich. Und beim nächsten Kulturflatrate-Panel wäre ich gerne dabei. Damit jemand den Zweiflern mal ein schmackiges „Bullshit!“ entgegen schleudert.

Wie auch immer, danach gewann ich den ersten Pokal meines Lebens. Ich stamme zwar aus einer eher bäuerlichen Gegend, aber da ich schon immer eher unsportlich war, war mir ein Pokal bis heute vergönnt. Here’s the story:

Auf der re:publica 2008 beobachtete jemand, wie ich mir nach dem Pissen meine Hände nicht wusch und: Er oder sie twitterte das, ohne meinen Namen anzugeben. Something like „Ich könnte ja verraten, welcher A-Blogger sich die Hände nach dem Urinieren nicht wäscht“. Einen Tag vorher twitterte jemand, dass er „Nerdcoreblog“ dabei beobachtet hätte, wie er sich nach der Notdurft nicht die Hände wusch. Ich war also sowas von FAIL, EXPOSED, CAUGHT IN THE ACT und was weiß ich was. Diese beiden Tweets waren also eins von vielen lustigen Themen der Twitterlesung heute abend.

Nun gab es heute einen Wettbewerb der besten Offline-Tweets, er wurden Karten verteilt, auf denen man mit einem Stift Tweets abgeben konnte. Ich schrub selbstverständlich: „Nerdcoreblog: Ich habe mir vorhin die Hände gewaschen. Echt jetz!“ Oder so ähnlich.

Der Saal johlte und ich gewann den Offline-Twitter-Preis. Auf dem Pokal, tatsächlich der erste Pokal, den ich jemals gewonnen habe, steht: „Kreistweetmeister der Stiftklasse, Twitterlesung 2.04.2009“ und ich kann sogar erklären, warum mein Offline-Tweet gewonnen hat (nach Publikums-Abstimmung per Applaus) und nicht der eigentlich bessere Tweet von Dingsbums. Mein „Händewasch“-Tweet war direkte Konversation mit dem Event und genau darum geht es bei Twitter: Konversation.

Und allen, die Twitter nicht verstehen, sei die immer öfter abgehaltene Twitter-Lesung empfohlen. Extrem unterhaltsam, auch ohne nichthändewäschende A-Blogger, und vor allem: ganz nah dran an dem, was online geschieht: Konversation, Gespräche, Talk. So irgendwie, wie ich das schon auf Spreeblick formulierte:

Die Blogosphäre überzieht die Profi-Medien mit einer Schicht aus Kommentaren, vernetzte Leserbriefe quasi. Und Twitter bildet mittlerweile den Lack über dieser Schicht.

Und die Live-Lesung von Tweets kratzt wiederum an diesem Lack und holt all das ins echte Leben. Sehr spannend und ich habe einen Pokal voller Wodka gewonnen, mit dem ich erstmal die Bühne versaute. Schön.

!

careless

Mir stinkt das, was ich auf zwei Blogs lesen musste und ich unterstelle den Betreibern internettechnisches Dummgeschwätz [edit: Hier stand mal was anderes, siehe Kommentare]. So war gestern nämlich wirklich: 4chans m00t bei seinem wunderbaren Vortrag zugesehen. Da steht ein dünner Teenager da vorne und entschuldigt sich beim Publikum für die Rickroll-Meme, die auf seiner Website erfunden wurde. Wie großartig ist das bitte? Dann die Gameshow mit Johnny im Schottenrock, Nilz, der Storys von damals erzählte und Lars, der beim Meme-Ratespiel ein Shirt mit einem goldenen SEO-Aufdruck gewann. For the LULZ. Dann sangen Johnny und Nilz „Careless Wisper“ von George Michael, schließlich Party und Bierchen mit Jens, Lars, Kai, Sascha und tausend anderen Leuten. Mit Tanja „Kiss“ von Prince mitgesungen. Laut.

Und dann schreiben irgendwelche Deppen, man würde sich hier totschwallen und wichtig nehmen und projezieren ihre eigene Unfähigkeit auf eine Veranstaltung, der sie nicht beiwohnen. Das ist sehr, sehr großer Bullshit. Ich halte es da mit Kevin Smith: Delete. Lasst Euch nicht verarschen.

re:publica 2009 Tag 1: John Kelly und „Blogs in Deutschland“

Grade habe ich bei Spreeblick erste Gedanken zu den ersten paar Vorträgen auf der re:publica 2009 aufgeschrieben. Oben der Live-Stream, Snip:

Heute morgen hielt John Kelly einen hochinteressanten Vortrag über sein Projekt der Kartografierung internationaler Blogosphären, heute mit dem Fokus auf die deutsche Blogosphäre, hier ein wackeliges iPhone-Foto davon:

johnkelly

Und hier verpasste ich natürlich den Nerdcore-Moment. John Kelly zeigte ein paar Blogosphären-Maps, die die Verlinkungen auf bekannte Blogs darstellten. Ich guckte grade in den Rechner, da hörte ich auf einmal „And here Sites that link to Nerdcore.de“ und ich schaute hoch, erhaschte einen kurzen Blick und weg war’s… davon hätte ich gerne ein Foto gehabt. Wurscht, weiter im Text:

Danach sprachen Thomas Knüwer, Markus Beckedahl, Robert Basic, Stefan Niggemeier und Sascha Pallenberg über den Zustand und die Zukunft der deutschen Blogs, wobei sie sich meines Erachtens mal wieder viel zu sehr mit dem Verhältnis von Blogs zum professionellen Journalismus aufhielten. Stefan bemängelte zu wenig originären Content, Markus freute sich über zunehmende Politisierung, Robert sagte ein paar sehr richtige Worte – und das ohne „Sodelle“! – darüber, dass die deutsche Blogosphäre zu sehr „nachdenkt“ statt zu bloggen und Sascha sah viel Potential für die Zukunft. Das sehe ich ähnlich und denke, dass die Diskussion über das Verhaltnis zur Journaille recht überflüssig ist, weil die Fakten bereits auf dem Tisch liegen: Die Blogosphäre überzieht die Profi-Medien mit einer Schicht aus Kommentaren, vernetzte Leserbriefe quasi. Und Twitter bildet mittlerweile den Lack über dieser Schicht. Nette Diskussion, bei der aber vielleicht ein wenig mehr drin gewesen wäre.

re:publica 2009 Tag 1: John Kelly und „Blogs in Deutschland“

Republica Videos feat. Pirate Bay

Die Videos zu Re:publica sind endlich komplett online. Hier der Vortrag von Peter Sunde mit einem kleinen historischen Abriss zu Pirate Bay und der vielleicht coolsten letzten Folie, ever: „The revolution will not be televised. It will be downloaded.“ Jetzt kann ich mir auch endlich mal das „Musik im Netz“-Panel mit Johnny, Bleed und Tim Renner ansehen, während dem ich mir in der Columbia Halle Portishead angesehen habe.

Link

[update] Narf. Wie kriege ich denn das Autoplay da raus? Ich hab’ da ein param name="Autoplay" value="false" reingehauen, funktioniert aber nicht.

[update2] Hab’ das Video rausgeschmissen, param name="Autostart" value="0" funzt auch nicht.

Ein herziges Re:publica-Fazit und Türen-BÄMM!

Erstens ist mir bei Julies Re:publica-Fazit grade doch sehr das Herz aufgegangen, weil’s genau so ist:

Die re:publica ist für mich keine Blogger-”Konferenz”. Politische Diskussionen und Wirtschaftsgedöns, die Qualitätsdebatte und Urheberrechtsfragen sind für mich zweitrangig. Was mich an diesen drei Tagen in die Berliner Kalkscheune trieb, war die Aussicht, die Menschen hinter den Blogs kennenzulernen. Überhaupt: Kennenlernen. Reden. Schauen. Drin sein. Unter Leuten und nicht allein am Schreibtisch, abends im Dunkeln vor dem Schein des Monitors. Dazu die Erkenntnis: Die gibt es ja wirklich!

Zweitens habe ich mich bei Patsys Türen-Usability-Rant eben tatsächlich beömmelt ohne Ende. BÄMM! Verstehste?

Wie zum Beispiel eine Tür, man kann sie öffnen oder schließen, drücken und ziehen, das erklärt sich innerhalb von wenigen Sekunden von selbst. Es erklärt sich auch von selbst, dass man den Türgriff verwenden kann und nicht die Hand dazwischen halten soll, wenn man die Tür schließt.

Mir ist völlig klar, dass es im Jahre 2008 eine enorme Herausforderung darstellt, ein Programm oder ein Produkt im Hinblick auf – Achtung wir lernen jetzt ein “völlig neues Wort!!!” – die Usability so zu gestalten, dass selbst Karl Arsch es kapiert. Usability sollte in Zukunft allen Wichsern da draußen nur noch am Beispiel von Türen… ja Herrgott nochmal verdammten TÜREN erklärt werden!!! [rauft sich motiviert die Haare, ein Kugelschreiber fliegt durchs Zimmer, greift hektisch nach ihren Tabletten, flucht]

Re:publica: „Musik im Netz“, Pirate Bay und mehr

Weil ich mir am Donnerstag Abend Portishead live in Berlin angesehen habe, verpasste ich leider eins der interessantesten Panels auf der Re:publica, „Musik im Netz“ mit Johnny, Tim Renner, Bleed und anderen. Schade. Macht aber nix, weil hier mittlerweile MP3s zu den Panels nachgereicht werden, auch mit dem leider nur halbstündigen Vortrag von Peter Sunde von PirateBay, der zwar nix neues bot, dafür aber die beste Folie der gesamten Veranstaltung hatte:

The Revolution will not be televised. It will be downloaded.

Link zu „Musik im Netz“ (via)
Link zu „The Pirate Bay – A part of the filesharing history“
Link zu allen Re:publica-MP3s

re:publica: Recht auf Tausch – ein Pirat stellt sich vor

“Das Weitergeben und Tauschen von Inhalten liegt in der menschlichen Natur”, postuliert Peter Sunde, Mitgründer der Filesharing-Website The Pirate Bay. Auf der Internet-Konferenz re:publica sprach der Skandinavier in einem Vortrag über seine ablehnende Haltung gegenüber dem Urheberrecht und gewährte einen Blick hinter die Kulissen von Pirate Bay.

Link

Home Sweet Home

Geschafft, gerädert, fertig, müde und glücklich falle ich jetzt gleich in mein Bett und werde innerhalb von wenigen Sekunden einschl

Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz… Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz… Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz… Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz… Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz… Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz… Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz… Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz… Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz… Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz… Chrrrrrrrrrrrrr… Zzzzzzzzzzz…

Spreeblick-Musical auf der Republica: Final Song

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Vorhin auf der Bühne im Großen Saal: neun Irre und eine komische Version von „My Way“. Ich bin der mit der Plauze und den Augenringen, fünfter von Links.

Link

[update] Anne hat das komplette Dings…

In Berlin, finally

Ich bin in Berlin! Whoooohooo! Nach nur 2 Stunden Stau, an dem wir vorher noch feixend vorbeigefahren sind (Nelson Muntz vorstellen: haaa-ha!) und dann feststellten, dass wir eine Abfahrt verpasst hatten, deshalb umdrehen mussten – und genau im ausgelachten Autohaufen zu landen. Wir verbrachten die Zeit mit Mini-Helikopter-Gucken und IT-Crowd.

Das Hotel ist übrigens scheiße. Erst dachte ich: oh, cool. Es leuchtet blau!

hotel1.jpg

Doch dann kam ich auf mein Zimmer. Ich bin im Knast und die Dusche ist auf’m Gang, uärks.

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Und das WLan bricht auch ständig ab weshalb, weshalb sich der bis hierhin gelangte Leser nun eine überflüssige Fahrt mit der Straßenbahn vorstellen muss, die deshalb überflüssig war, weil mein Hotel Knast genau zwei Häuserreihen von der Location lag, was die werte Stadtführerin nicht checkte und mich einmal im Kreis durch Berlin fahren lies. Frauen und Orientierung, das kennt man, Klischee checked. Dann kam die Party mit zuviel Bier bis um Fünf, das Verpennen der Keynote, das Frühstück mit Milchkaffee und Spaghetti in einem Restaurant gegenüber der Kalkscheune vorstellen muss, wo ich eben grade eingetroffen bin. Ich bin da, whoohoo!

Hier gibt’s einen Live-Stream zu allen Panels im Großen Saal. (via)

Pre:publica

Die Überschrift habe ich einfach so bei Phil geklaut, weil sie großartig ist und weil ich kann. Die nächsten Tage dürfte es hier ein wenig ruhiger werden, weil: ich fahre morgen mit Peter und Jeriko nach Berlin, um dort die Re:publica aufzumischen. Bis dahin hab’ ich ein, zwei Kleinigkeiten vorbereitet und ich melde mich natürlich von da mit Fotos von in Flagranti erwischten Fummelbloggern oder koksenden Blognutten, vielleicht erwische ich ja sogar koksende Blognutten beim Fummeln. Man weiß ja nie.

Jetzt packe ich erstmal meinen Kram und nehme mal an, die Sonnencreme kann ich wohl leider zuhause lassen. Eis essen wir trotzdem. Palettenweise.

Republica Ghoststory und sowas

Ich bin ja nächste Woche auch auf dieser Zusammenrottung käuflicher Blutblogger, pappe mir aber sicher kein Namensschild an meine Jacke, auch wenn sie so schick sind, wie die von Phil oder Herm. Mich erkennt man nämlich auch so am Star Wars-Shirt und der Plauze. Das mit den Drogen habe ich allerdings schon lange aufgegeben, trotzdem Danke für’s Angebot, Malte, aber man kann ja mal die Hohepriester der Republica fragen, vielleicht habe die Bock auf ‘nen Turn.

Viele Tage und Nächte tanzten die Priester also nackt um ein großes Feuer und sprachen allerlei Zauberformeln gen Himmel – alles mit den gesponserten Zauberstäben von IBM. Dann, auf einmal, zisch, zurr, zack, kamen herbei geflogen die vielen Geister. Sie schwebten rhythmisch in der Luft, zum Beat der Priestergesänge und sammelten sich über dem Feuer. Mit ihren blauen Schweifen kreisten sie immer näher aneinander, immer um das Lagerfeuer herum. Dann steigerte sich der Beat, die Rhythmen wurden kürzer, die Beschwörungsformeln schneller und die Priester immer lauter, lauter, lauter bis sie schrien. Und auf einmal vereinigte sich der schwebende Geisterklumpen. In einer gigantischen blauen Wolke schien er alle Energien aufzusaugen, und in einem gleißenden Blitz und einem ohrenbetäubenden Knall geschah dann das Unglaubliche.

Als sich die Nebelschwaden verzogen, standen dort in der Kalkscheune 700 echte Menschen.

Pirate Bay @ Republica

Yesss! Ich habe mich mit dem Programm der Republica noch nicht im Detail auseinandergesetzt, aber das hier ist für mich schon jetzt absolute Pflicht:

Wir haben Peter Sunde, Administrator und Sprecher des Bittorrent-Trackers aus Schweden eingeladen, um die Geschichte des Projektes vorzustellen. In seinem Vortrag wird er auf die Gründe für die Existenz und die Probleme von ThePirateBay.com eingehen: The Pirate Bay – A part of the filesharing history.

Wir sehen die Einladung auch als ein politisches Statement. In Zeiten von “Raubkopierer sind Verbrecher”-Kampagnen, dem einseitigen Abbau von Verbraucherrechten in der Urheberrechtsgesetzgebung und aktuell der Forderung nach Entzug des Internet-Zugangs für Filesharer fehlen immer noch vernünftigte Angebote, die uns legalen Zugang zu (digitalen) Kulturgütern bieten.

Denn wo sind z.B. die legalen Angebote, im Jahr 2008 Zugang zu den TV-Serien zu bekommen, die viele nur über die ThePirateBay.com und ähnliche Seiten beziehen (können)?

Für mich vielleicht das Highlight der Republica.

Link

Rückfahrt Republica

Wie ich grade erfahren habe, fällt unsere (Jeriko und meine) Rückfahrt von der Re:Publica ins Wasser, sprich: ich bin vom 2. bis 4. April in Berlin und habe keinen Plan, wie ich danach zurückkomme. Hat jemand noch zwei Plätze für ‘ne Rückfahrt von Berlin nach Frankfurt am Samstag?

Is geregelt!

Re:Publica 2008 – Programm Beta is raus

Hier ist das Programm der Re:Publica 2008. Alles noch sehr Beta, aber egal. Ich geh schonmal planen.

(via)

Republica 08

Die ersten Einträge in meinem Kalendarium toter Musiker:

Vom 02. bis 04. April 2008 findet in Berlin die re:publica’08-Konferenz mit dem Untertitel “Die kritische Masse” statt. Nach dem großen Erfolg der “re:publica – Leben im Netz” mit über 700 Teilnehmern im April 2007 wird es erneut um die kulturellen und gesellschaftlichen Aspekte des Web 2.0 gehen. (Netzpolitik)

Nackte Bloggerinnen

Wie war das? Die Frauenquote auf der re:publica war so circa 50%? Und von denen sahen nochmal 50% gut aus? Und wie war das? 7% aller Bloggerinnen bloggen nackt? Dann sitzen also jetzt von den 350 Damen auf der re:publica 24,5 Frauen nackig vorm Rechner. Und 12,25 davon sehen gut aus. Ich könnte jetzt Namen nennen, aber man ist ja ganz Gentleman.

Sowieso: der Frauenanteil der im Internetz agierenden Menschen hat ja den Anteil der Männer mittlerweile überholt. Das Internet als das Ende des Patriarchats? Und das ganze dann auch noch nackt? Der Gedanke gefällt mir.

Support your local Heroes

Tims Notebook wurde gestohlen, während der After-Republica-Party. Also mal alle hin, was spenden, und wenn’s nur ein Euro ist, oder sogar den Drecksack ausfindig machen, der das mit Social Networking nicht so ganz verstanden hat.

Zuhause1.0

In den Sonnenuntergang fahren zu Elton Johns “Tiny Dancer”. Das soll uns Nutten mal einer nachmachen.


(Youtube Direkttiny)

[nachtrag] Because: you got the music in you. Weil wir gespielt haben. Nicht mehr. Und ganz sicher nicht weniger.


(Youtube DirektMUSIC)

[nachtrag] Und hier nochmal das komplette Lied. Weil’s passt. Because you married a music man.


(Youtube Direktelton)

re:publica

Ich hab mich gestern mit Julie und Anne per Wodka besoffen – während einer Bloglesung. Viel mehr Argumente braucht es nicht, für diese Konsens-Veranstaltung.

Oh!

hosenlatz.jpg

Hier bemerke ich grade den offenen Hosenlatz, mit dem ich gestern Spreeblick-Freestyle gespielt habe. Die Röte im Gesicht stammt übrigens nicht vom Bier oder der Hosenlatzpeinlichkeit, also zumindest nicht komplett. In Wirklichkeit haben mir meine Groupies – mit Julie habe ich grade eben einen wunderschönen Spaziergang ans Brandenburger Tor gemacht und Eis gegessen, sie meint zwar, sich in Berlin nicht auszukennen, weiß aber die Stories vom Tränenpalast – grade unanständige Blicke zugeworfen, aber Hallo. Da kann man schonmal rot werden.

Zu meinen Füßen der Andreas und rechts die Popnutte Julia.

Erster re:publica Gedanke:

Es ist weitaus mehr als die Hälfte. Ich schätze mal so 70 oder 80 Prozent. Und sowieso: die Frauenquote ist erfreulich hoch. Hat sich was mit: Blogger sind männlich, fett und unrasiert. Man kann es vielleicht so formulieren: Bloggerinnen sind eher hübsche, zarte Geschöpfe, während Blogger grobe, unförmige Bastarde sind. So wie ich.

Und sonst: Mit offenem Hosenstall (Fotos kommen noch, denke ich) auf beim Spreeblick-Freestyle gefreestyled, meine Groupies geoutet und Anne und Julie und Björn und Carsten und Malte und Batz und Mac und den Logopäden und Sascha und noch viele mehr kennengelernt und, was soll ich sagen: allesamt Arschlöcher furchtbar nette Menschen.

Nein, ganz im Ernst: auch wenn das alles eine Kuschelveranstaltung ist, diese geballte Kreativität und Intelligenz und Freude am Machen, Diskutieren, Reden und vor allem am Spielen, die beeindruckt. Wir erschaffen da grade etwas völlig Großartiges, das es so noch niemals gegeben hat. Aus meinem Kopf direkt in Deinen Feedreader. Ganz ehrlich: vielen Dank dafür, liebes Internet.

Und jetzt sitze ich in einer fremden Wohnung – nochmal einen herzlichsten Dank an Batz, der das klargemacht hat – und blogge auf einem Monitor mit einer Auflösung von 1920×1200 Pixeln. Wow. Nerdcore sieht auf so einem Teil aber eher suboptimal aus.

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Re-Design? RENé, HALT’S MAUL!

Blogetikette zum Rauchen.

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Pafft jemand mit? So eine Blogetikette braucht sowieso niemand, ihr Arschkrampen.

Ich wusste, dass sich das lohnt mit dem Bloggen, denn:

Mehr als die Hälfte der Bloggerinnen sehen gut aus.

Na also.

Re:publica @ Flickr

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Hier der Flickr-Pool und hier der Feed.

Ich @ Republica

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Ab irgendwann am Donnerstag bin ich auf der Re:Publica. Hier mein Programm, das ich sowieso nicht einhalten kann, genau wie damals, als ich mir die LineUps auf irgendwelchen Raves akribisch nach Uhrzeiten vorgemerkt und am Ende nur die zwei unwichtigsten LiveActs gesehen habe. Ganz egal, ich bin sowieso da, um endlich Filmfreund Batzman – dann fehlt nur noch Dominic und ich hatte sie alle! – und Kommentarmeisterin Anne kennenzulernen, mir mal wieder mit Johnny und der Spreeblick-Gang die Hucke zu zusaufen, den Winkelsen und Nilz wiederzusehen, mit Carsten vielleicht ein paar Comics tauschen und überhaupt. Und die Rückreise mit dem Blogwinkelpeter wird sicher auch lustig.

Seri??serweise hier also mein Programm:

Donnerstag, 12.4.:

Ab 14:00h: Caption this mit Felix. Da werde ich wohl einfach so hineinplatzen.
15:00h: We Make Money Not Art! – Regine Debatty über ihr Weblog – das Blog, das ich neben Spreeblick und Boing Boing am längsten lese. Muss ich mir ansehen, die Regine.
16:00 bis 17:30h: Cash from Chaos – Geld verdienen mit Blogs mit Sascha Lobo, Don Dahlmann und Dr. Thomas “Supatyp” Lau
17:30 bis 18:30h: Hier muss ich wohl auf die Bühne zum Spreeblick Freestyle: Zuschauer geben das Thema vor – Spreeblick-Autorinnen referieren aus dem Stand… oje… hoffentlich gibt keiner das Stichwort “Mashup”
Ab 19h: Powerpoint-Karaoke – Präsentationen aus dem Stegreif mit Sascha Lobo und Holm Friebe
Danach natürlich das Konzert mit Toni Mahoni und Jammin Inc und einem Überraschungs-Gast, den ich – ehrlich! – auch noch nicht weiß.

Am Freitag würde ich mir ja gerne ab
10:00h: Die Medien(r)evolution – Wie überholt sind die alten Medien, wie innovativ die neuen?
mit Tim Pritlove, Mercedes Bunz, Thomas Knüwer, Jochen Wegner und Johnny ansehen. Aber 10 Uhr. Ihr spinnt ja. Ich platz da irgendwann rein.
11:30h: Der Empfänger als Sender – Der “Citizen Journalism” lässt die Redaktion rotieren, doch bewegt er auch die Bürger?
Jörg Kantel, Jens Matheuszik, Katharina “Lyssa” Borchert, Falk Lüke,Hugo E. Martin
13:00h: Spiele(konsolen) online- Ohne PCs vernetzt
Matthias Oborski

Dann erstmal eine halbe Stunde Pause. Oder doch “Publizieren in Entenhausen“?

Pflicht für mich:
14:30h: Bewegte Bilder – Wie das Netz die Film-Branche verändert
Bertram Gugel, Filmfreund “Batzman” Oliver Lysiak, Stefan Kluge, Mario Sixtus

16:00h: Entwicklung der Weblogs in Deutschland
Don Dahlmann, Jörg Kantel

Genauso Pflicht:
17:30h: Bloglesung mit Filmfreund Nilzenburger, MC Winkel, DrSno, Rose Jakobs und Roman Libertz

Danach noch die Abschlussveranstaltung und danach dann wohl hemmungsloses Besäufnis mit allen Beteiligten. Ich freu mich!

Wer kennt wirklich coole T-Shirt-L?�den in Berlin? Und ein guter Comic-Laden w?�re auch nett.

Unbedingte Leseempfehlungen

Don und Boo, bei Don unbedingt die Kommentare lesen. Ich mach dazu noch was, muss darüber aber noch nachdenken. Denken ist wichtig.

Re:Publica

Geht eigentlich wer zur Re:Publica? Vielleicht aus dem Raum Frankfurt, bei dem man mitfahren könnte?

Ich weiß selbst noch nicht genau, ob ich Zeit haben werde, dabei wäre ich aber sehr gerne.