General Robots

Bewegliche Lettern aus Schokolade

Die Typolade macht bewegliche Lettern aus Schokolade. Wird ja oft verwechselt: Gutenberg hat ja damals nicht die Druckmaschine erfunden, wie oft behauptet wird, sondern die beweglichen Lettern und das Setzverfahren. Gutenberg hat damit praktisch meinen gelernten Beruf erfunden: Schriftsetzer.

Ich habe nicht mehr Bleisatz gelernt, habe aber noch Layouts auf Papier geklebt – manchmal tatsächlich Zeile für Zeile und ich bin wirklich ein bisschen stolz darauf, mich Jünger der Schwarzen Kunst nennen zu dürfen, leider wurde unser Jahrgang (der letzte Schriftsetzer-Jahrgang überhaupt, danach hieß das Mediengestalter – ich hätte meinen Brief umschreiben lassen können, was ich aber nicht getan habe) nicht mehr gegautscht (in eine Tonne Wasser getunkt, alter Schriftsetzer-Brauch), aber egal: Typografen FTW!

Jedenfalls: Bewegliche Lettern aus Schoki! Aaaaaaaaw!

Typolade (via Macelodeon)

Robert Williams’ 144-Color-Print


(Youtube Direktprint)

Juxtapoz versteigert ab morgen einen 144-Farben-Print (!) von Comic-Legende und Gründer des Juxtapoz Mags Robert Williams, das Video dazu ist voller Print und alten Säcken, die über Illus fachsimpeln, super!

A nearly impossible feat of modern printmaking, this 144-color print is a hand-pulled, hand-separated serigraph edition. For those of you that cannot afford a Williams original, this is an incredibly exact reproduction for one of the greatest artists of our time.

This edition began production in 1992 and took 2 full years to complete. The prints were created entirely by using traditional techniques of hand-separating the colors and hand-pulling the paper, one color, one sheet at a time. 25,000 pulls and every one of them is in absolute perfect registration.

Video Interview with Robert Williams – The WaterHead Who Was Raised in a Box

15 Uses For Newsprint

newsp

Sehr schöner Kommentar zum Zeitungssterben von den Illustratoren der Pencil Factory in New York: Ein Poster-Magazin gedruckt auf Zeitungspapier, im Portfolio beworben mit Vorschlägen, was man so alles mit dem toten Holz anfangen kann.

15 Uses For Newsprint, die Poster kann man hier in ihrem Shop kaufen. (via Notcot)

Fotos von den dichtmachenden Redaktionsräumen des Gourmet Magazines

gourmetmag

Das Gourmet Magazin macht nach über 60 Jahren seine Redaktionsräume dicht und Kevin Demaria hat Fotos in den letzten Tagen vor der endgültigen Schließung gemacht. Sehr spooky auf so ‘ne ökonomische Art, die Redaktionsräume noch halb im Einsatz zu sehen, wärend überall schon eingepackt und aufgeräumt wird.

Und wenn die Finanzkrise und der Medienwandel so weitermachen, dürften wir solche Bilder noch öfter sehen. Ich „freue“ mich schon auf Abandoned-Fotografie aus Verlagsgebäuden und vor sich hinrottenden Kaufhäusern.

Last Days of Gourmet (via MeFi)

Vorher auf Nerdcore:
Bankrottfotos
Londons letzte Dunkelkammern
Fotos von geschlossenen Plattenläden
Fotografie von Sohos untergehenden Plattenläden

Eine alte, verlassene, verrottende Druckerei

3996770964_37b4f2a052

Flickr-User RoelvS hat ein sehr schönes Flickr-Set voller Bilder von einer alten, verlassenen, verrottenden Druckerei und Buchbinderei. Ich hätte mir ja gerne mehr Bilder von den alten Maschinen gewünscht, aber so geht’s natürlich auch.

Xpress (via KFMW)

Organ Printer


(Youtube Direkt, via Printeristing)

Hier die Lösung der Ethik-Diskussion um die genetische Züchtung von Schweinen (oder auch Menschen) als Ersatzteillager für menschliche Organe: Ein Organ-Printer. Die Entwicklung steckt natürlich noch in den Kinderschuhen, aber ich sehe jetzt schon Hallen, in denen Cyborgs und Terminatoren gedruckt werden. Oh, sweet Dystopia.

Tronifizierte Druckmaschine

press_view041

Jason Urban von Printeresting hat eine alte Druckmaschine mit Glow-In-The-Dark-Tape tronifiziert. Er ist nur ein Drucker, eliminiere ihn einfach, ZOMG!

DIY: to make your own, you’ll need a Charles Brand etching press, rolls of 1/8″ glow-in-the-dark tape, and a utility knife.

DIY Friday: Pimp My Press (via Geekologie)

The Human Printer

humanprinter

Die human Printers drucken Motive in CMYK mit gewöhnlichen Rasterungen und Rasterwinkel – von Hand! Dauert zwar etwas länger als mit einer Offset-Druckmaschine, aber hey! Handarbeit! Unfassbar.

Unlike any other printer thehumanprinter creates unique, individual images each time it prints. Following the same process as a digital printer, thehumanprinter generates the printed product by hand. Throughout the printing process thehumanprinter assumes the role of the machine and is therefore controlled and restricted by the process of using CMYK halftones created on the computer.

The Human Printer (via Diskursdisko)

American Artifact: The Rise of American Rock Poster Art


(Youtube Direktposter, via Laughing Squid)

Hier der Trailer zur Doku „American Artifact: The Rise of American Rock Poster Art“. Erinnert mich sehr an „Died young – Stayed pretty“, einer Doku mit demselben Thema. Snip von Redvicmoviehouse:

Merle Becker crosses the country interviewing rock poster artists from different eras and discovers that America is currently in the midst of a “rock poster art movement.” Thousands of artists are silk screening rock posters, inspired by the music and spirit of our era.

Greg Gossels Siebdruck-Art

gossel


(Vimeo DirektHappyEndings, via Juxtapoz)

Im obigen Video arbeitet Greg Gossel an seinen Artworks für eine Ausstellung in der Shooting Gallery San Francisco, darüber noch ein mehr als nettes Bild von M.I.A. aus seinem Portfolio.

Video einer alten Kluge Druckmaschine feat. Radiohead


(Vimeo Direktkluge, via KFMW)

Ich liebe dieses Video einer uralten Druckmaschine namens Kluge, die heute noch in Nick Sambratos Druckerei „Mama’s Sauce“ in Florida benutzt wird. Und dazu noch Radioheads „House of Cards“. Snip von Vimeo:

Meet the Kluge letterpress. An 2,000 pound, cast iron, electric powered monstrosity of vacillating rods, giant spinning wheels and pneumatic hoses. The Kluge is Nick’s weapon of choice in his battle against the future.
So why does Nick use the Kluge? A clearly outdated, cumbersome and obsolete machine? The same reason any craftsman uses any tool: for the quality of the finished product. A letterpress offers a tangible, three-dimensional look and feel to the printed image that no other technology can replicate.

Let Nick take you on a trip back in time as he runs through the process of turning an ordinary piece of paper stock into work of art.

Posterdruck mit Holzlettern auf einer Druckmaschine von 1929


(Youtube Direktprint)

Cool Hunting hat Grafica Fidalga, eine Druckerei in São Paulo, Brazil, besucht. Die machen Poster auf einer Druckmaschine von 1929 und benutzen dafür handgeschnitzte Holzlettern.

Cool Hunting Video Presents: Grafica Fidalga

How To: Turn your blog into a newspaper

3173004645_96be7b9cfb

Ben Terrett und Russell Davies erklären auf Noisy Decent Graphics, wie sie aus ihren und den Blogs von Freunden eine Zeitung für 2008 produzieren ließen. Ich weiß ja – Gedrucktes ist tot und so –, aber ich würde sterben um eine gedruckte Ausgabe meiner Lieblingsposts von 2008 gedruckt zu sehen, in einer schön gestalteten Zeitung oder in einem Magazin.

Things Our Friends Have Written On The Internet 2008 is a publication that’s been dropping through letter boxes over the last few days.

Russell and I thought it would be interesting to take some stuff from the internet and print it in a newspaper format. Words as well as pictures. Like a Daily Me, but slower. When we discovered that most newspaper printers will let you do a short run on their press (this was exactly the same spec as the News Of The World) we decided to have some fun.

All the ephemera that’s fit to print (via MeFi)

Wie Comic-Strips ohne Tageszeitungen überleben

Die New York Times hat einen sehr interessanten Artikel über Distributoren von Comic-Strips, die ihr Geschäft an die sinkenden Auflagen der Tageszeitungen anpassen müssen, um zu überleben. Unter anderem wird die komplette Verfügbarmachung aller (!) Peanuts-Strips durch die Website Comics.com erwähnt, die ich ja damals fast gebloggt hätte, wenn die Website nicht so furchtbar und praktisch unnavigierbar wäre.

Ich weiß zwar nicht, wie Comic-Strips für lau online das Geschäftsmodell Comic-Verkaufen retten können, aber das Problem ist ja nun nicht wirklich ein neues, siehe Musik-Industrie. Im Gegensatz zu Musikern können Comic-Zeichner aber nur sehr schwer live auftreten und die Fans sind auch lange nicht so emotional gebundet, als dass sich Merchandising in der Breite wirklich lohnen würde.

Aber eigentlich bin ich zwischen den Jahren eher viel zu faul, um mir da jetzt wirklich Gedanken darüber zu machen. Nächstes Jahr wieder. Snip von der NYT:

comics

IN many ways, Stephan Pastis is living his dream. In 2002, after years of frustration, he quit his job as a lawyer to pursue cartooning. Today his daily strip, “Pearls Before Swine,” appears in more than 500 newspapers. He says he answers his fan mail “in groups of 100.”

Nevertheless, he can’t help worrying.

“Newspapers are declining,” he says. “For a syndicated cartoonist, that’s like finally making it to the major leagues and being told the stadiums are all closing, so there’s no place to play.”

Lisa Wilson, senior vice president of syndication for United Media, which distributes “Pearls Before Swine” through its United Feature Syndicate, says simply: “The newspapers’ economic challenges become ours.”

The Comics Are Feeling the Pain of Print (via Digg)

Movie ad printing plates

Link

CMYK-Monster

When there’s no more room in teh Webz, Print will walk the Earth. Oder so ähnlich.

(via)

Night of the living Tageszeitung und die doofe Jugend von heute

Die Leute sagen ja immer, die Jugend würde nicht mehr lesen. Pardon: die Jugend liest nicht mehr genug Gedrucktes. Oh, nochmal sorry: die Jugend liest nicht mehr genug Gedrucktes, außer Harry Potter und Terry Pratchett und Tintenherz und weiß der Geier. Sprich: die Jugend liest nicht mehr genügend Zeitung. Und das sehen Journalisten natürlich nicht gern, zumindest die Journalisten, die medienfixiert schreiben, sprich: Printjournalisten. Und weil alle viel mehr schreiben und lesen als früher, nur eben nicht so, wie das die ehemaligen Gatekeeper gerne hätten, gründen sie einen Verein zur Rettung der Tageszeitung. Don Dahlmann schreibt dazu:

Mag ja sein, dass die 15 bis 30jährigen keine Zeitung mehr lesen, vor allem keine Tageszeitungen. Man könnte sich ja auch mal Gedanken darüber machen, warum die Leute keine Zeitung mehr lesen. Weil sie “WoW” spielen? Sicher – mag sein. Möglicherweise liegt es aber auch daran, dass die Printausgaben mancher Zeitung besonders außerhalb der viereinhalb Großstädte in Deutschland einfach schnarchlangweilig sind und nur noch aus zusammengetackerten dpa Meldungen, Werbung und einem zusammengedampften Lokalteil bestehen. Welcher Jugendliche interessiert sich schon für eine Tageszeitung, mal abgesehen vom Sportteil? Und war das jemals anders?

[...]

Die Gründung einer “Nationale Initiative Printmedien” macht das Elend der deutschen Printmedien und auch der deutschen Politik im Umgang mit dem Internet nur allzu deutlich. Man spürt, dass sich etwas ändert, man merkt, dass etwas passiert, was man nicht versteht, also gründet man einen Verein.

Ich lese seit drei Jahren keine gedruckte Zeitung mehr. Wozu auch? Ich kann jegliche Themen in meinem Feedreader plus Bookmarks von allen, aber auch wirklich allen Seiten beleuchten. Und dann bringt mir ein Haufen totes Holz am nächsten Morgen die staubtrockene Fakten dazu, zusammenkopiert aus einer DPA-Meldung. Wozu sollte ich das kaufen, geschweige denn lesen? Und was interessiert mich der Hasenzüchterverein in Groß-Bieberau? Und was kümmert es den Hasenzüchter, wenn etwas über seinen Hasenzüchterverein in Groß-Bieberau in der Zeitung steht? Der weiß das alles doch schon längst aus dem Vereinsheftchen!

Mit anderen Worten: nicht die Jugend hat ein Problem, sondern die gedruckte Tageszeitung. Und während sich die Süddeutsche wegen des super Vereins wahrscheinlich selbst auf die Schulter klopft, kommt ausgerechnet bei spOnline ein sehr schöner Artikel zum Thema, dessen Kernaussage für mich folgende ist:

Das wahre Problem, und das wissen vermutlich auch die Initiatoren der “Initiative Printpresse”, liegt ganz woanders: Anzeigen auf Papier sind im Augenblick noch deutlich teurer als Anzeigen auf Webseiten. Der Wandel von analog zu digital bringt keine primär gesellschaftliche, sondern eine primär wirtschaftliche Schwierigkeit mit sich: Guter Journalismus ist teuer, und Online-Journalismus rechnet sich zu den derzeitigen Marktpreisen nur in einigen wenigen Fällen. Das ist ein Problem – aber man löst es gewiss nicht, indem man die weglaufende Zielgruppe fortwährend der Dummheit bezichtigt.

Ich habe früher schon gerne und viel gelesen, heute hat sich das nochmal verdoppelt, vielleicht sogar verdreifacht. Dank des Netzes formuliere ich Texte bewusster als zuvor, auch wenn ich dabei Kraftausdrücke benutze. Die setze ich nähmlich auch sehr bewusst ein. Jetzt zum Beispiel: Tageszeitungen sind sowas von gefickt, doh!

Gutenberg-Doku: Stephen Fry and The Machine That Made Us

Wo alle – ich ja auch – vom End of Print reden, ich das legendäre Buch von Grafik-Designer David Carson gleichen Namens im Schrank stehen habe und alle viel mehr lesen, als früher, nur eben nicht mehr auf Papier – da kommt mir diese BBC-Doku grade recht, in der sich Stephen Fry anschaut, wie der ganze Print-Kram damals angefangen hat und der Geschichte vom Mann des Jahrtausends, Gutenberg, nachgeht und seine eigene, mittelalterliche Druckmaschine baut. Das ist so eines der Dinge, für die ich das Internet liebe!

Stephen’s investigation combines historical detective work and a hands-on challenge. He travels to France and Germany on the trail of Johannes Gutenberg, the inventor of the printing press and early media entrepreneur. Along the way he discovers the lengths Gutenberg went to keep his project secret, explores the role of avaricious investors and unscrupulous competitors, and discovers why printing mattered so much in medieval Europe.

But to really understand the man and his machine, Stephen gets his hands dirty – assembling a team of craftsmen and helping them build a working replica of Gutenberg’s original press. He learns how to make paper the 15th-century way and works as an apprentice in a metal foundry in preparation for the experiment to put the replica press through its paces. Can Stephen’s modern-day team match the achievement of Gutenberg’s medieval craftsmen?

Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4 | Teil 5 | Teil 6 (via)

Haaa-Ha. Your medium is dying.


(Youtube Direktmedium, via)

Print is dead

Was David Carson schon in den Neunzigern vorhersagte, bestätigt jetzt nochmal eine Studie von Castulus Kolo und Robin Meyer-Lucht – übrigens beides sehr sehr (sehr [sehr] sehr!) lustige Namen, muss man mal laut aussprechen, die Dinger -, die besagt, dass Tageszeitungen zu den absoluten Online-Verlierern gehören.

„Je stärker die Nutzungszunahme von Online-Nachrichten in einer Altersgruppe, desto gravierender sind zugleich auch die Einbußen der Tageszeitungen.“ Zu diesem Ergebnis kommen Kolo und Meyer-Lucht durch eine Zeitreihenanalyse der vom Allensbach-Institut erhobenen ACTA- und AWA-Daten der Jahre 2001-2006. Die Autoren lehnen auf ihrer Datengrundlage die Komplementärnutzungsthese (Online verdrängt Print nicht, sondern beide Medien ergänzen sich in ihren jeweiligen Stärken) ab und sehen eine wachsende Polarisierung: Die Parallelnutzung erscheint hier als bloßer Übergang zu einer »habitualisierten Entscheidung« für oder gegen Print. Besondern bei den jüngeren Altersgruppen, die als digital natives mit dem Internet aufgewachsen sind, lässt sich also eine echte Abwendung von den Printmedien betrachten. Damit erscheint die bisherige Koexistenzthese (etwa das Rieplsche Gesetz) als verzweifelter Versuch der Selbstlegitimierung der Digitalisierungsverlierer Tageszeitungen. (Metarollenblog)

Überrascht mich nicht wirklich, sehe ich am besten an mir selbst. Als ich vor fünf Jahren anfing, in Frankfurt zu arbeiten, las ich noch morgens die Zeitung, ging nahezu jeden Tag in den Zeitschriftenladen am Bahnhof, kaufte mir dort Musik-, Design-, Film- und Game-Magazine oder die Brand Eins. Diese Zeiten sind längst vorbei. Auf Zeitungen schiele ich im Vorbeigehen, um festzustellen, dass ich das alles schon weiß, mein letztes Magazin habe ich vor… ich weiß es nicht mehr.

Vor den klassischen Print-Sektor hat sich das Internet geschoben und die klassischen Medien nahezu komplett verdrängt. Mein Feedreader und meine News-Bookmarks sind mein Filter, durch den ich die Online-Angebote der Verlage und Medienhäuser nutze. Für mich ist Print „nur“ noch als Literatur lebendig, was sich trotz Amazons Rohrkrepierer Kindle nicht ändern wird, jedenfalls nicht auf absehbare Zeit. Denn das Buch ist eben die Killerapplication des Print. Einfach zu handhaben, super in der Haptik. Aber für Info-Häppchen, News und auch mal längere Artikel? Hier ist das Internet mit seinen Vernetzungs-Möglichkeiten den Magazinen und Zeitungen haushoch überlegen.

Und wenn die FAZ und die Süddeutsche nun immer wieder gegen das Netz schießen, dann heisst das vor allem eines: Print is dead. Welcome to the Future.

[update] Heise hat ein paar mehr Infos:

Besonders stark betroffen sind die Altersgruppen der 25- bis 34-Jährigen und der 35- bis 44-Jährigen. Bei ihnen ist der Anteil der regelmäßigen Leser von Abonnements-Tageszeitungen von 2001 bis 2006 von 50,5 auf 37,4 und von 64,8 auf 54,2 Prozent zurückgegangen. Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Intensivnutzer von Nachrichtensites von 7,9 auf 14,2 und von 7,0 auf 12,3 Prozent. “Online und Print laufen nicht einfach parallel oder ergänzen sich gar”, erklären die Autoren, “sondern machen einander zunehmend Zuwendungsressourcen streitig.” Es zeichne sich der Übergang von einer “experimentellen Parallelnutzung” hin zur “habitualisierten Entscheidung” für Print oder Online ab.