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Dresden Nazifrei-Mirrors

Ich habe ja mit Erschrecken die letzten Tage die Versuche des Dresdner LKAs verfolgt, die Gegendemo zum Nazivolldeppentreff in Dresden zu kriminalisieren und zu unterbinden, es wurden Plakate beschlagnamt und Büros durchsucht, zuletzt haben die per Dingens die Domain der Gegenbewegung Dresden-Nazifrei.de gesperrt. Die sind nun offline, aber es gibt zwei Mirrors: Hier und hier. (via mspr0)

Über die Motivation des Dresdner LKAs hinter diesem starken Vorgehen gegen diese bundesweit unterstützte Gegendemonstration mag ich gar nicht spekulieren, ich denke mir meinen Teil. Und bevor hier wieder irgendwelche halbrechten oder auch ganzrechte Vollspacken aufschlagen und irgendwas von Meinungsfreiheit faseln, hier ein Zitat aus Sven Scholz’ sehr lesenswerten Text (via Jens), der sich insgesamt unter meinem Motto lesen lässt: „Keine Toleranz für Nazis“.

Toleranz heißt nicht, die eigene Abschaffung tolerieren zu müssen. Im Gegenteil: es heißt, sich gegen jeden, der sie abschaffen will, zur Wehr zu setzen. Wenn möglich friedlich. Wenn nötig auch mit anderen Mitteln. Soweit sind wir zum Glück noch nicht. Wenn allerdings selbst fridliche nicht mehr genutzt werden dürfen, so dass sich Intoleranz ungehindert verbreiten darf, wird es irgendwann zu spät sein. Vielleicht sogar zu spät selbst für nicht friedliche. Dann will man es am Ende wieder nicht gewusst haben, nichts mehr gemacht haben können oder ja nicht gewesen sein. Wir hatten das schonmal, was lernen die Leute eigentlich inzwischen im Geschichtsunterricht?

Das vermeintlich zweischneidige Schwert, unter Umständen etwas zu unterstützen, das die Meinungsfreiheit von Nazis einschränke, ist nur solange zweischneidig, solange man Meinung und Ideologie nicht unterscheiden kann. Eine Meinung bringt keine Menschen um. Wenn ich mir die Statistik rechter Gewalt so anschaue komme ich zum Schluss, dass es sich hier nicht um eine Meinung handeln kann. Es ist Ideologie, Handlungsaufforderung, Anstiftung und am Ende Mord und Totschlag.

Und so nebenbei: Das Zurückziehen der deutschen Piratenpartei ihrer Unterstützung in dieser Aktion veranlasst mich (endlich), meine Mitgliedschaft zu kündigen. Das Schreiben werde ich hier dann veröffentlichen.

Nazi-Dinos-HalfLife-Mod


(Youtube Direktdinos, via io9)

Nazis erwecken Dinosaurier im zweiten Weltkrieg, die man im Half Life 2-Mod „Dino D-Day“ plattmachen muss. Klingt für mich so ein bisschen wie ein Prequel von „Dead Snow“ (Trailer), in dem Nazi-Zombies eine Gruppe Urlauber dezimieren.

You’ll play as Sgt. Jack Hardgrave, a renowned paleontologist who thought he put his career on hold to go to war…then Hitler resurrected dinosaurs and unleashed them on the Allies in 1942. When the Fuhrer’s monster army saw battle for the first time in North Africa Hardgrave was on the front lines – nearly getting eaten alive by beasts he spent his life studying.

Dino D-Day

Defaced Nazi-Wahlplakate

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Die Verdi-Jugend hat in Sachsen Plakate der NPD defaced. Find’ ich gut. Und ich weiß, dass die Tatsache, dass ich Überkleben von Piratenplakaten durch die CDU scheiße, das Aufhübschen von Nazi-Plakaten aber gut finde, einigermaßen unfair ist. Was mir sehr am Arsch vorbeigeht, denn bei Parteien, speziell bei Nazi-Parteien bin ich sehr, ähm, parteiisch. Snip aus einem Interview auf NRHZ.de:

Frage: Kollege Bischoff, ihr wart mit einer Gruppe Aktiver in Dresden unterwegs und habt die Wahlplakate der NPD “begutachtet“. Warum?

Ringo Bischoff: Zunächst mal – aktiv zu sein gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist fester Bestandteil der Arbeit von ver.di Jugend. Wo immer die Neonazis sich zeigen sind wir da und halten dagegen. Ganz konkret sind in Sachsen Ende August Landtagswahlen und die NPD geht mit viel Wahlwerbung ins Rennen. Bei der letzten Landtagswahl haben sie in Sachsen 9,2 Prozent der Stimmen bekommen. Bei den Kommunalwahlen vor einigen Wochen haben sie in Gera, Eisenach und Weimar Sitze in den Stadtparlamenten erhalten und konnten bei den Gemeinderatswahlen insgesamt mehr als 60 Mandate erobern. Das sind alarmierende Zahlen. Wir als ver.di Jugend wollen jetzt zeigen, was wir von den rechten Parteien halten. Wir wollen deutlich machen, dass sich unter dem Deckmantel einer vermeintlich demokratischen Partei Verbrecher verstecken. Die NPD versucht, die sozialen Probleme der Menschen aufzugreifen und für ihre antisemitische und nationalistische Propaganda zu nutzen. Das lassen wir nicht zu!

NPD-Plakate enttarnt (via Rebelart)

CDU kriecht Nazis in den Arsch

Gestern hatte die NPD einen schwarzen CDU-Politiker attackiert, Snip von spOnline:

Die NPD hatte Schall in einer Mitteilung als “CDU-Quotenneger” bezeichnet und zur “Heimreise” aufgefordert. Die rechtsextreme Partei wolle nach eigenem Bekunden das “direkte Gespräch” mit Schall suchen und ihn “direkt dazu animieren”, in seiner Heimat Angola ein neues Leben zu beginnen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt zurecht wegen Volksverhetzung und man sollte eigentlich meinen, die CDU würde ihrem Mann den Rücken stärken. Falsch gedacht.

In den späten Abendstunden rückten sie an: Überall in Thüringen waren die Klebekolonnen eifrig zugange, um gezielt jene Wahlplakate zu überkleben, von denen noch gestern der von der NPD rassistisch attackierte CDU-Politker Zeca Schall dem Wahlvolk freundlich zulächelte.

In meinem Heimatort – einer kleinen Stadt südwestlich von Erfurt – war heute morgen nicht ein einziges der bisherigen Plakate mehr zu sehen. An deren Stelle prangen nun beliebig austauschbare Standardphrasen der CDU. Das sympathische Konterfei Schalls wurde über Nacht mit deutscher Gründlichkeit aus dem Stadtbild ausradiert!

Auch auf dem Weg zur Arbeit waren fast alle betroffenen Plakate überklebt worden. Man sah, dass der Kleister teilweise noch nicht einmal trocken war. Einzig in der Stadt Erfurt selbst konnte ich noch einige der alten Bilder entdecken – aber wahrscheinlich haben sie die nur vergessen?

Sollte ich hier Wähler der CDU als Leser haben – das ist Eure Partei: Nazi-Arschkriecher. Nuff said.

Thüringen: CDU kapituliert vor der NPD-Hetze (via Kommentar von Fred auf Spreeblick)

[update] Die CDU meint, es handele sich dabei um einen normalen, zweiten Plakatierungsvorgang handele. Für mich bleibt ein Geschmäckle, aber der Vollständigkeit halber: http://cdu-thueringen.de/aktuelles/nachricht/archiv/2009/august/artikel/medieninformation/

I.
Der NPD Landesverband Thüringen verbreitete in einer gestrigen Pressemitteilung, dass die CDU Thüringen auf Grund einer Kampagne der NPD begonnen hätte: „ … sich von Zeca Schall zu distanzieren.“

Es wird behauptet, man würde entsprechende Großflächenplakate, auf denen Herr Schall zu sehen ist, austauschen.

Diese Behauptung ist falsch!

Richtig ist, dass die CDU Thüringen planmäßig seit dem 10. August 2009 entsprechend dem Dekadenplan für Großflächenplakatierung mit einem zweiten Durchgang der Plakatierung zur Landtagswahl begonnen hat.

II.
Darüber hinaus hat die CDU Thüringen heute bei der Thüringer Generalstaatsanwaltschaft in Jena Strafanzeige u. a. wegen Volksverhetzung (§ 130 Strafgesetzbuch), Nötigung (§ 240 Strafgesetzbuch) und Beleidigung (§ 185 Strafgesetzbuch) gestellt.

Nazi-Hardcore©®™

Ein Neonazi aus Niedersachsen hat sich den Begriff “Hardcore” markenrechtlich schützen lassen. Wie aus den Angaben des Deutschen Patent- und Markeamts hervorgeht, hat der Rechtsextremist Timo Schubert die Marke eintragen lassen. Allerdings läuft noch eine Widerspruchsfrist dagegen. (NPD Blog)

Der Rest steht auf Spreeblick.

Spons abseitiger Frostfront-Humor

frostfront

Liebes spOn, mir ist es reichlich wurscht, welcher Praktikant Eure doofen Klickstrecken zur Nutzerzahlenmanipulation überschreibt, den Landser-Humor darf er oder sie allerdings gerne behalten.

(via Killefit)

Nazi-Hacking auf dem 25C3

Die Berichterstattung über den 25. Chaos Communication Congress verfolge ich nur am Rande, das hier ist aber ein echter Knaller: Die Jungs hacken grade die Websites der NPD und versehen diese mit Nazi-Affen, yeeeehaw! Hackt diese beknackten Nazis in Grund und Boden, Jungs! Fantastisch!

hitlerzumaffen

Vom 25. Chaos Communication Congress (25C3) in Berlin gehen derzeit konzertierte Hackerangriffe auf Webseiten und Server der NPD aus. So haben Sicherheitstester aus dem Umfeld des Treffens, das am heutigen Dienstagabend zu Ende geht, nicht nur die Internetauftritte des Landesverbands Schleswig-Holsteins der “Nationalen” und der NPD Südwestpfalz mit dem Bild eines Affen “geschmückt”, der die Hand wie zum Hitlergruss erhebt und eine Nazi-Armbinde trägt. Alternativ lädt der NDP-Server im hohen Norden auch die Website der CDU in einem Frame ein. Darüber hinaus haben die Hacker auch einen niederbayerischen NPD-Server “aufgemacht” und sich Datenbankzugang zu NPD.de verschafft.

Auf der Unterseite zum NPD-Hack im Kongress-Wiki ist davon die Rede, dass gegenwärtig am Knacken der Passwörter für die Datenbank hinter der Adresse weltautor.npd.de gearbeitet werde. Diese könne den Weg zu einem zentralen Content-Management-System der Rechtspartei öffnen. Zudem stehe der Weg zur Serverdatenbank hinter www.npd.de offen. Darüber könne man etwa auf NPD-Blogs zugreifen. Als besonders umfangreiche Informationsquelle hat sich ein schlecht abgesicherter niederbayerischer NPD-Server erwiesen. Dort lassen sich zur Stunde Einblicke gewinnen in zahlreiche interne Dateien, die von einem Aktionsprogramm über die Bayerische Verfassung und einen “6-Punkte-Plan” zur Einschätzung von Personen bis hin zu Anleitungen für “Dein Verhalten vor Polizei und Justiz” sowie bei Demonstrationen reichen. Andy Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club (CCC), der den Kongress veranstaltet, sprach gegenüber heise online davon, dass bei dem ein oder anderen Teilnehmer offenbar “das bürgerliche Engagement durchgegangen ist”.

25C3: NPD-Webseiten fest in Hackerhand

The Kinder – HR2 Der Tag über die Rettung von 10000 jüdischen Kindern aus Nazi-Deutschland

Ich höre mir grade den HR2 Der Tag-Podcast an, der diesmal mit einer Weihnachtsgeschichte der etwas anderen Art kommt: es geht um die Rettung von 10000 jüdischen Kindern aus Nazi-Deutschland, die mit dem Zug nach England reisten und dort unterschiedlichste Schicksale erlebten.

Zwischen Dezember 1938 und August 1939 verliessen etwa 10 000 jüdische Kinder Deutschland und Österreich. Per Zug und Schiff reisten Sie nach England. Für die meisten waren die Tage des Abschieds aus Berlin, Frankfurt oder Wien die letzte Chance, ihre Eltern lebend zu sehen. Heute, 7o Jahre nach den ersten Kindertransporten, wollen wir an diese einmalige Rettungsaktion erinnern, wir wollen herausfinden, wie sich die ehemaligen Kinder an die Ereignisse damals erinnern und wie es ihnen in der neuen Heimat erging.

„The Kinder“ 1938 – Rettung in letzter Minute

Nazis auslachen, unbedingt sogar!

Dass ich nicht mit Nazis diskutiere, habe ich vor ein paar Monaten schonmal bekannt gegeben. Jetzt fordern auf einmal ein paar Leute, man dürfe nicht über Nazis lachen, man dürfe sie nicht verhöhnen und meinen damit die Website www.nazis-auslachen.de. Unsinn sage ich. Meinungsfreiheit beinhaltet die Wertung anderer Meinungen und deshalb darf ich durchaus über Nazis lachen, wenn die mit ihrem Dummfug hausieren gehen und sich dabei lächerlicher als lächerlich machen. Dann kann, muss und will ich über sie lachen, weil es die kleinsten Würstchen unter den kleinen Würstchen sind.

Richtig gut begründet schreibt Malte bei Spreeblick über dasselbe Thema und haut dabei auch noch gleich das Zitat des Jahres raus.

Wenn jemand von sich sagt, er sei Nazi, muss das denselben Klang haben, als sagte er: Ich spiele mit meinem Kot und manchmal beiß ich rein.

So ist es.

Bitte lachen Sie ihren Nazi-Nachbarn nicht aus, er könnte in ein paar Jahren Ihr Aufseher sein

Jörg Haider ist tot

Ich überlege die ganze Zeit, wie ich das Thema angehen soll. Ich habe hin- und herüberlegt, das Thema in meinem Kopf einmal von rechts nach links und wieder zurückgerollt und hab’s dann einfach zurückgestellt, bis mir was einfällt. Und dann habe ich eben bei Nilz ein einfaches Statement gelesen, das ganz einfach wahr ist.

Jörg Haider ist also tot. Und so sehr ich seine zu Lebzeiten geäußerten Ideen und Vorstellungen verachte, was man niemals und unter gar keinen Umständen vergessen sollte: der Mann war auch Familienvater und ein Mensch. Und so sehr ich manche Häme nachvollziehen kann, sie ist angesichts des Todes ganz einfach unangebracht und man begibt sich mit ihr nur auf das Niveau seiner Gefolgschaft, man wird zum Mob und sowas ist mir immer fremd, ganz egal, worum es geht.

Bei Haider geht’s heute ausnahmsweise mal nicht um Politik. Deshalb: mein aufrichtiges Beileid an die Angehörigen.

[update] Da sich dieses Posting anscheinend für manche liest, als würde ich trauern (was nicht dasteht), sollte man nach der Lektüre sofort zu diesem und zu diesem und diesem Kommentar springen, vielleicht wird dann klarer, was ich meine.

Manchmal muss man einfach Danke sagen.

Danke Köln!

Kein Taxi nahm sie mit, Wirte und Hoteliers warfen sie raus, Demonstranten verhinderten ihre Kundgebung: Der sogenannte “Anti-Islamisierungs-Kongress” europäischer Rechtspopulisten in Köln wurde zur peinlichen Lachnummer.

Köln lässt Rechtspopulisten abblitzen

Nazi-Hack: erste Ergebnisse

Wie schonmal gesagt: das Nazi-Board „Blood & Honor“ wurde gehackt und die Daten veröffentlicht. Ich weiß, dass meine Haltung dazu einigermaßen schizophren ist, wenn ich sonst für mehr Datenschutz eintrete, in diesem Fall aber eine dicke Ausnahme mache. Ich weiß: schizo, das ist mir bei brauner Pest aber herzlichst egal. Und jetzt sollte man sich mal die ersten Ergebnisse durchlesen: ein Account gehörte einem Mitglied der Jungen Union, da kann einem doch mal richtig schlecht werden. Von wegen Linksruck, der sogenannte Linksruck ist nur ein bitter nötiger Ruck in die Mitte und ich möchte gar nicht wissen (doch, will ich wohl!) wieviele Nazis tatsächlich unter dem Deckmäntelchen der „Mitte“-Parteien ihr Unwesen treiben. Außerdem finden Nazis die Schlümpfe gut, was ja nochmal eine ganz besondere Absurdität hat.

(via Fefe)

Banksy hangs the KKK

Banksy ist wohl derzeit im Süden der USA unterwegs und nachdem er in den vergangenen Tagen schon New Orleans beglückt hatte (mit Bildern, die ich leider nur leidlich spannend fand), hat er diesmal in Birmingham, Alabama zugeschlagen und das ist ein echter Killer, im wahrsten Sinne des Wortes. Hang, KKK! Irgendwie passt das heute ganz gut, wo sich doch grade erst linke Hacker einem Nazi-Forum angenommen haben und die Daten dieser verfickten Glatzen ins Netz gestellt haben. Mehr davon, bitte!

(via Wooster Collective)

Invasion der braunen Spacken

Mir dünkt, dieses Blog wurde in einem Nazi-Forum verlinkt. Die Diskussion um das Hagen Rether-Video ist grade in, teilweise, sehr bedenklicher Form wieder aufgeflammt, so bedenklich, dass ich einige braune Spacken ganz einfach als Spam geflagged habe. Und auch bei anderen Artikeln, die braune Politik zum Thema hatten, landeten heute auf einmal eindeutige Kommentare. „Ihr seid eine Schande für Deutschland.“ Und sowas. Deshalb hier ein eindeutiges Statement adressiert an jeden, der Gutmensch für ein Schimpfwort hält:

FICKT UND VERPISST EUCH!

Beschließen möchte ich diese sehr differenzierte Sichtweise mit den Worten: ich diskutiere nicht mit Nazis. Ich lösche sie nur.

Wutwochen beim Weltfrieden

Ich muss ja sagen, ich lese den Nilz wenn er (scheinbar) Wut im Bauch hat fast noch lieber, als sonst. Aber nur fast. Außerdem ist das Logo zu den Weltfriedens-Wutwochen von mir, incl. Grrr.

Das schöne am Internet ist ja, das es so gross ist. Die Scheisse am Internet ist ja, das es so gross ist. Da sieht und liest man Sachen, die man sonst eigentlich nicht sehen und lesen will. Und wahrscheinlich auch nicht würde. Man würde solche Sachen irgendwo zitiert sehen und das reichte einem voll und ganz. Aber ne, World Wide Web, da ist alles nur einen Klick weit entfernt. Da landet man dann schonmal auf Seiten total verblendeter Arschlöcher, die meinen eine Meinung zu haben und zu wissen wie der Hase läuft. Die glauben eine richtige Wahrheit gefunden zu haben. Und das absurde daran ist: Egal was man ihnen sagt, es ist immer und auf jeden Fall eine Bestätigung dafür, das sie recht haben. Wenn man ihnen zustimmt, klaro, dann hat man echt Ahnung. Die Kommentierer schiessen dabei gerne übers Ziel hinaus, rufen auf zur Menschenjagd, wollen unser Land säubern und weitere Kommentare das einem nur kotzschlecht werden kann und sämtliches Essen der letzten 20 Jahre wieder hochkommt. Doch wo andere ihre Kommentare moderieren, wenn sie zu drastisch werden, lässt man hier die Arschlöcher munter weiter fackeln und ihre abartige Gehirnwichse ins Netz kotzen.

Link

Interview mit einem Ku Klux Klan-Boss

Tendenziell bin ich ja eher naiv und glaube an das Gute im Menschen und man muss mich in regelmäßigen Abständen daran erinnern, dass es absolut widerliche Arschlöcher auf der Welt gibt. Bei Focus.de gibt es ein ganzes Interview mit so einem Arschloch und ich habe schon lange nicht mehr von einem so abstoßenden, weltfremden und ekelhaften Weltbild gelesen. Das, Herrschaften, ist krass:

FOCUS Online: Was will der Klan eigentlich im 21. Jahrhundert?

Dupre: Wir wollen ein starkes, weißes und christliches Amerika. Wir wollen ein sicheres Amerika, ohne Schwarze, Juden, Mexikaner und Homosexuelle. Schwarze und Mexikaner begehen weit häufiger Schwerverbrechen als Weiße. Warum sollen wir das tolerieren und die Augen verschließen, nur weil sie Minderheiten sind? Wir wollen Gleichbehandlung für die weiße Rasse, nicht Bevorzugung von minderwertigen Minderheiten. Der Wahlspruch des Klans ist: Für Gott, die Rasse und unser Land.

FOCUS Online: Glauben Sie, es ist in Gottes Sinn, wenn Klanmitglieder Schwarze und Schwule verprügeln oder töten?

Dupre: Gott ist nicht tolerant, er ist gerecht. Und er bestraft die, die nicht seinen Gesetzen folgen. Der Klan ist ein Instrument des Herrn, und wir führen seinen Willen aus.

Link (Danke Micha!)

Wahrheit macht frei – Dokumentation über die Nazi-Szene von 1991

Das vielleicht erschreckendste an dieser Dokumentation ist für mich, dass hier der Erklärungsversuch „Arbeitslosigkeit im Osten“ scheitert, da der Film kurz nach dem Mauerfall gedreht wurde. Ich habe nicht viel Ahnung von der Nazi-Szene und ich will die auch gar nicht haben, ich weiß nur, dass das alles Arschlöcher sind. Menschenverachtende Arschlöcher. Soviel Hass auf einmal ist nicht angenehm und die Doku passt vielleicht nicht zum Wetter da draußen, aber wachrütteln geht auch bei Sonnenschein.

Dokumentarfilm von 1991, der anhand von Interviews mit führenden Neonazis und Holocaustleugnern sowie Archivmaterial von konspirativen Treffen den Zustand der deutschen Neonaziszene kurz nach der Wende aufzeigt und deren internationalen Verquickungen, die bis ins Europaparlament reichen.


(Google Direktnazis, via)

Creationism, evolution, and Nazis. Yes, Nazis.

Many scenes are centered around the Berlin Wall, and Ben Stein being Jewish actually visits many death camps and death showers. In fact, Nazi Germany is the thread that ties everything in the movie together. Evolution leads to atheism leads to eugenics leads to Holocaust and Nazi Germany.

Link

Did Adolf Hitler draw Disney characters?

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The director of a Norwegian museum claimed yesterday to have discovered cartoons drawn by Adolf Hitler during the Second World War.

Link

CDU: „Wer scheiß Deutscher sagt, fliegt raus!“

Ich hatte ja neulich schon das „Vergnügen“ mit einem Roland Koch-Groupie. Die Diskussion um Politik haben wir dann zur Erhaltung der geistigen Gesundheit beiderseits lieber vorzeitig abgebrochen. Und wenn ich mir diesen Ausschnitt aus Panorama ansehe, weiß ich auch, warum. Und ja, ich weiß: Panorama ist nicht wirklich auf der guten Seite. Zumindest bei den sogenannten Killerspielen.
Gib mir den Rest, Baby…

Gewalt mit Max und Moritz

Toll. Parkster maxundmoritzt die Wahlkampfstrategie der schwarzen Hetzer:

Der hessische Ministerpräsident Koch hat sich nach seinen heftig umstrittenen Äußerungen zum Thema “Jugendkriminalität bei Tätern mit Migrationshintergrund” nun auch für eine Verschärfung der Strafen bei deutschen Jugendlichen ausgesprochen. Anlass dafür ist der nun bekannt gewordene Fall der beiden kriminellen Straftäter Max S. und Moritz B., die über Monate hinweg unschuldige Mitbürger terrosisiert haben.

Erstes Opfer der beiden Jugendlichen wurde die Rentnerin E. Bolte, an deren Kleinvieh sich das Duo vergriff und mit der Tötung des Geflügels den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllte. Anschließend begangen sie mit dem Entwenden der toten Tiere noch einen Diebstahl.

Dokumentation: Nazis in der DDR

Dokumentation über den Überfall von Neonazis auf ein Konzert von Element of Crime in der Zionskirche in Berlin und den Rest klau’ ich einfach vom Mischwerk:

Am 17.10.1987 tritt die Westdeutsche Band Element of Crime, ohne offizielle Erlaubnis, in der Ost-Berliner Zionskirche auf, was einer kleinen Sensation gleich kam. Im Laufe des Abends wird die Veranstaltung von einer Horde Neonazis überfallen, die es nach offizieller Lesart im Osten gar nicht gab. Dieser Film zeigt Zeitzeugen, lässt Täter zu Wort kommen, erläutert das Geschehen und versucht Hintergründe der Nazis im Osten zu beleuchten.


(Youtube Direktnazis)

Teil2 | Teil3 | Teil4 | Teil5

Verteidigungsfall

“Deutschland wird in der Münchner U-Bahn verteidigt, am Bahnhof Zoo in Berlin und in der Frankfurter Innenstadt”

(Peter Gauweiler, CSU – spOn)

Mir fehlen die Worte. Dabei ist heute so ein schöner Tag. Dass die allgemeine Arschlochwerdung der allgemeine Rechtsruck schon so weit rechts angekommen ist, war mir gar nicht so richtig klar.

2007 by Hagen Rether

Ich konnte Hagen Rether noch nie leiden. Mir waren Männer mit Pferdeschwanz schon immer irgendwie suspekt und dieses Setting, Kabarett mit Piano ist einfach nicht meins. Zum Glück hat mich ein Kollege eben aber dazu gezwungen, diesen Ausschnitt aus dem Scheibenwischer Jahresrückblick 2007 anzuschauen.

Früher hieß das Spiel „Kanacken raus“ und kam von ganz unten. Heute heißt es „Islamkritik“ und kommt von ganz oben.


(Youtube Direkthagen)

Jugendgewalt und Perspektiven

1. Ich bekomme auf die Fresse, 1988, bei irgendso einem Schuldiscoblödsinn.
Weil ich den Fehler machte, einen Typen vor mir anzurempeln, gibt der mir eine wuchtige Kopfnuss, woraufhin mir das Blut aus der Nase strömt, ein Kumpel mich wegzieht und mir sein Tränengas zusteckt, das ich an diesem Abend zum Glück nicht mehr brauchte. Der Typ war Marokkaner, mein Kumpel ein schwarzer Amerikaner. Ich bin Deutscher.

2. Ein Typ bekommt auf die Fresse, weil’s Spaß macht.
Fünf Jahre später, Hessentag in Groß-Gerau. Wir stehen an der Tankstelle rum und fühlen uns cool, stoned und frisch von der Schule geflogen. Yeah. Ein Kumpel meint zu mir: „Du kommst jetzt mit, wir klatschen jemanden“. Man macht ja ungerne Rückzieher in der Öffentlichkeit und wir schlendern dahin, wo es etwas ruhiger ist, der pickt sich irgendeinen Typen raus und haut ihm eine rein. Der hält sich die Nase und fragt nur: „Warum?“. Mein (ehemaliger) Kumpel tritt nochmal zu. Alles Deutsche.

3. Hamid bekommt eine Flasche an den Kopf.
Silvester 94. Party in Frankfurt. Wir stehen vor der Halle, als es schon losgeht, fünf oder sechs Typen dreschen auf einen Typen ein, das ganze greift immer weiter um sich, wir kommen grade noch so in die Halle, als der Eingang abgeriegelt wird. Nur einer fehlt: Hamid. Scheiße, der is da draußen! Flaschen trommeln gegen den Eingang. Irgendwann wird’s ruhiger und der Eingang wieder geöffnet. Hamid kommt rein, hält sich den Kopf. Blutet nicht, hat aber eine Flasche an den Kopf gekriegt. Hamid ist Marokkaner. Die Flaschenwerfer, so Hamid, auch.
Gib mir den Rest, Baby…

Erste Amtshandlung 2008: braune Arschlöcher unterbuttern

Dieses Jahr fing schonmal ziemlich gut an. Ein Nachbar des Kumpels meinte, die „Molucken“ hätten zwar „Kohle für Böller“, würden ansonsten aber „keinen Finger krum machen“ und „uns allen nur auf der Tasche liegen“. Es ist ein Fehler, so etwas zu sagen, wenn ich in Hörweite bin, denn ich halte bei solchen Sprüchen aus Gewohnheit niemals meinen Mund.

Erst recht nicht, wenn ich rotzevoll bin.

„Hörma, Deine scheiß Nazi-Sprüche kannste woanders reißen.“
„Was heißt hier Nazi? Is’ doch wahr.“
„Wer hat denn angefangen, die Typen da zu beschimpfen?“
„Was, das Pack da drüben? Die kommen hierher, leben auf unsere Kosten und schaffe’ nix.“
„Naja, auf Deine Kosten wohl weniger…“
„Was soll das denn heißen?“

Und so weiter.

Das erfuhr ich eben aus einem Telefonat, in dem mir noch dazu erzählt wurde, dass man uns dann auseinandergezerrt habe, bevor irgendwas passierte. Nochmal Schwein gehabt, ich bin miserabel im Sich-Hauen. Ich weiß davon jedenfalls nix mehr, was öfter vorkommt bei Bier-Wodka-Sektgemisch in der Blutbahn, finde aber auch so: das Jahr ging ja schonmal gut los.

Strafantrag gegen Roland Koch und BILD

Hätte ich ja auch nicht gedacht, dass ich die Readers Edition nochmal verlinke, aber das ist zu gut:

Aus Anlass eines Überfalls in München, bei dem ein angeblich türkischer und ein angeblich griechischer Jugendlicher einen Rentner auch noch wegen seiner deutschen Staatsangehörigkeit beschimpft haben sollen, hat Nikolaus Blome ein Gespräch mit dem hessischen Ministerpräsidenten geführt, das mit der Frage beginnt:

“Herr Ministerpräsident, muss man nach dem Überfall von München nicht fragen, ob man als Deutscher im eigenen Land noch sicher ist?”

Diese Frage impliziert zwei Behauptungen, die geeignet sind, das friedliche Zusammenleben in nachhaltiger Weise zu stören und auf lange Sicht gesehen sogar unmöglich zu machen.

Unterstellt wird in dieser Frage, dass Jugendliche, die in der Türkei oder in Griechenland geboren sind und in Deutschland leben, Deutschland unsicher machen.

Außerdem enthält sie die Botschaft an alle jungen Leute mit Geburtsorten außerhalb der deutschen Grenzen, dass sie in Deutschland nie beheimatet sein werden, weil das Land, in dem der “Bild”-Redakteur Nikolaus Blome solche Fragen stellt, ausschließlich den Deutschen gehört (”Deutscher im eigenen Land”). Eine solche Ausgrenzung widerspricht auch dem Verfassungsgrundsatz, dass niemand wegen seiner Herkunft benachteiligt werden darf.

(via)

Kriminelle Köche

Wir hätten zuviele kriminelle Ausländer, meint Roland Koch. Ach nee. Wir haben auch zuviele kriminelle Deutsche, wetten? Und zuviele kriminelle Maurer, Pharmazeuten, Webdesigner und Geflügelzüchter. Nicht zu vergessen: die kriminellen Obstbauern. Kurz gesagt: wir haben zuviele Kriminelle. Allgemeinplätziger kann man eine solche Aussage nicht formulieren und Schlagzeilen kriegt man mit sowas garantiert. Auf dem Rücken von Ausländern und Einwanderern.

Wir haben übrigens auch zuviele kriminelle Köche. Das kann ich sogar garantieren, Arschloch.

Der Kommentar auf Tagesschau.de dazu:

Wenigstens braucht man sich in Hessen vorerst keine Sorgen um eine starke NPD machen. Denn Ausländerhetze übernimmt der Ministerpräsident persönlich. Und wenn er dann wiedergewählt ist, zeigt sich Roland Koch sicher wieder gerne mit dem Dalai Lama oder bei der Verleihung des hessischen Friedenspreises.

„Dabei habe ich doch nur ein nettes Schreiben aufgesetzt und den NPD-Herren abgesagt“

Der Geschäftsführer des Holiday Inn Dresden, der die Hotelbuchung zweier NPD-Funktionäre stornierte, kommt auf Zeit.de zu Wort:

Sein Schreiben an die beiden NPDler sieht er nicht als politischen, sondern als unternehmerischen Akt. Schließlich schädige es den Ruf des Hotels, wenn sich dort Gäste aufhielten, zu deren Sprachgebrauch die Rede von den »arroganten Wohlstandsnegern« und Schlimmeres gehöre. Da wirbt er lieber mit demonstrativem Antifaschismus.

(via)

Hotelkette vs NPD

Virales Marketing, Wohltätigkeitsveranstaltung und Anti-Nazikampagne in einem, das muss man den Macrander Hotels auch erstmal nachmachen. Die schickten nämlich folgenden Brief an die NPD Fraktion im Sächsischen Landtag:

NPD Fraktion im Sächsischen Landtag
Herren H. Apfel und A. Delle
xxxxxxxxxxxxxxxxstrasse 1
01067 Dresden

Dresden, 18. Oktober 2007

Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden

Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,

wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.

Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.

Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.

Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG

Geschäftsführer

Yeah!

(via)

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