General Robots

OK Go verlassen ihr Label mit zwei Hunden in Anzügen


(Youtube DirektOKGo, via Hypebot, danke Nilz!)

OK Go haben die EMI verlassen und ein eigenes Label namens Paracadute gegründet („humanity’s second most fun word to say ['pamplemousse' was taken]“). Das ganze lief natürlich alles einvernehmlich und ohne Streit, ich werde aber das komische Gefühl nicht los, dass EMIs Geoblocking-„Strategie“, über die ich im Zusammenhang mit OK Gos ersten Video für „This too shall pass“ hier gebloggt hatte, etwas damit zu tun haben könnte.

OK Go has struck out on its own. The band has left the EMI family of corporations to form their own enterprise, a homemade upstart called Paracadute. In addition to being humanity’s second most fun word to say (”pamplemousse” was taken), Paracadute is really just a way for the boys to continue doing what they’ve always done. Which is whatever they want. Being OK Go just got a little bit easier.

So please join me in welcoming Paracadute into the world. As yet, there’s no building, no logo, no employee manual. Just the band, some paperwork, and a bunch of insane ideas. Plus two dogs in suits. Exciting stuff.

Onwards and Upwards, hier noch ein paar weiterführende Links: Sänger Damian Kulash beschreibt im OK Go-Forum die Problematik, die zu Geoblocking seitens der Labels führt: Open Letter From OK Go, regarding non-embeddable YouTube videos, hier dasselbe Stück, auch von Kulash, nur anders in der New York Times: WhoseTube?

Tom DeLonge von Blink182 will Vampire Weekend eine Website verkaufen

Kennt Ihr diese Storys, die sich sowieso schon mehr als seltsam anhören auf so ‘ne gute Art und die werden dann immer stranger und stranger und es hört gar nicht mehr auf? Das hier ist eine dieser Storys: Tom DeLonge von Blink182 will Vampire Weekend eine Website verkaufen inklusive Video-Bloggings mit einer Space Cam, die Story ist ein irrer Mix aus Startupgeblubber, Musik-Industriezeugs, dazu noch Blink182 und Vampire Weekend und beide (!) werden während all dem von Filmcrews begleitet, die Dokumentationen über die Bands drehen. What?

DeLonge came in, wearing jeans and a short sleeved gray T-shirt over a long-sleeved white T-shirt. “Is this the whole band?” he asked. “Is this Vampire Weekend? You guys do quality shit. I’m stealing a lot of your stuff.” DeLonge, too, was being followed by a camera crew. “This is a Blink documentary we’re making,” he said. “It’s a Blinkumentary.”

Absolutely surreal excerpt from a New Yorker profile of Vampire Weekend (via Waxy)

Hometaping is killing Music-Artikel von 1977 auf spOnline

hometaping

spOnline hat einen sehr schönen Artikel von 1977 online, der zeigt, dass sich seit 30 Jahren genau nichts geändert hat und die Musik-Industrie damals (und noch früher, wie man dort lesen kann) wie heute mit neuen Technologien grundsätzlich Probleme hat. Außerdem zeigt der Artikel, dass Texterkennungssoftware auch noch nicht wirklich super funktioniert, denn er strotzt nur so vor OCR-Fehlern, die ich für das folgende Zitat mal ausgemerzt habe.

Die Lobby der Musikindustrie bemüht sich gegenwärtig, durch Novellierung des Urheberrechtsgesetzes eine Abgabe von drei Mark pro Leerkassette zugunsten der Autoren und Produzenten zu erreichen. Selbst wenn das Parlament in dieser Legislaturperiode (gegen den Widerstand der Magnetbandhersteller) zustimmen sollte, würden die drei Mark binnen kurzem durch die immer billiger produzierten Leerkassetten kein Schutz mehr sein. Im größten europäischen Kassettenwerk, BASF in Willstätt, stehen vollautomatische Fertigungsstraßen bereit, die künftig pro Tag an die 100.000 Kassetten ausstoßen können.

Ein von der Londoner EMI patentiertes, unhörbares Störsignal, das den Radiomitschnitt gesendeter Schallplattenmusik verhindern würde, scheint nicht zum Zuge zu kommen. Die Sender müßten, um Mitschnitte generell zu verhindern, gezwungen werden, alle ausgestrahlte Musik mit dem Störcode zu versehen — eine unpopuläre Maßnahme. Aber selbst wenn sie gelänge, wäre das Störsignal durch ein billiges Zusatzteil im Empfänger zu knacken.

Klang-Supermarkt zum Nulltarif (via Jens)

Offizieller MGMT-DJ-Mix wird abgemahnt (UPDATE)

[update] Das Vice Magazine weiß Bescheid und versucht, die Sache zu klären.

Polkarobot wurde wegen eines Links auf ein DJ-Set abgemahnt, in dem Tracks von MGMT und anderen gespielt wurden. Für mich pikant: Polkarobot hatte den Link von Nerdcore. Und: Der Mix war vom Vice Magazine Scandinavia in Kooperation mit Discobelle ins Netz gestellt worden, ein eigentlich sicheres Zeichen, dass der Mix von offizieller Seite freigegeben war.

Darüber hinaus hatte mich das Vice Magazin Deutschland nach diesem Posting sogar noch kontaktiert, woraufhin ich ihren Get Well Soon-Mix verlinkte.

Natürlich weiß Sony hier nicht, was Sony in Skandinavien macht und auch die Vice dürfte sich nicht darum scheren, ob die Rechte an diesem Mix auch international geklärt sind. Was mir sehr wurscht ist. Ich werde meinen Link zum Mix jedenfalls nicht löschen und latsche jetzt erstmal zum Briefkasten, ob ich nicht auch schon so einen Wisch der Kanzelei R. erhalten habe. Und dann maile ich Sony.

Ich bitte darum, sich in den Kommentaren zurückzuhalten und einen maximal höflichen Ton zu wahren.

Lizenz zum Singen

In jeder Diskussion um Copyright, Musik-Industrie und Lizensierung kommt mindestens einmal der leicht zynische Kommentar, demnächst müsse man wohl Lizenzgebühren zahlen, wenn man einen Song vor sich hinsingt. Nun…

Sandra Burt, 56, who works at A&T Food store in Clackmannanshire, was warned she could be fined for her singing by the Performing Rights Society (PRS).

However the organisation that collects royalties on behalf of the music industry has now reversed its stance.

They have sent Mrs Burt a bouquet of flowers and letter of apology.

Sie haben sich zwar hinterher bei ihr für diesen Bullshit entschuldigt, aber alleine die Tatsache, dass es so eine Drohung überhaupt den Weg nach draußen schafft, spricht Bände.

Apology for singing shop worker (via Reddit)

Neues Business-Modell für die Musikindustrie: Filesharer abmahnen

Die DigiRights Solutions GmbH aus Darmstadt hatte laut einem Artikel auf Gulli und Wikileaks in einer Präsentation die Abmahnung von Filesharern als lukrative Geschäftsidee dargestellt, diese Präsentation haben sie mittlerweile von ihrer Website entfernt, das PDF ist allerdings bei Wikileaks aufgetaucht. Ich hatte schon vor ein paar Jahren (während der ersten Runde des Falls von Jamie Thomas, hier) der Musikindustrie ein neues Businessmodell vorgeschlagen: Filesharer verklagen. Scheinbar haben die auf mich gehört.

Praesentiation der deutschen Anti-Filesharing-Gruppe DigiRights Solutions GmbH aus Darmstadt. Die Praesentation behandelt unter anderem wie die Services der Gruppe zur Generierung von Profit ueber rechtliche Verfahren genutzt werden koennen. Die Praesentation, die bis vor kurzem auf der Website der DigiGroup zu finden war, wurde nach einem Artikel auf Gulli entfernt.

Die Datei gibt einen Einblick in die zweifelhaften Geschaeftspraktiken der DigiGroup und weiterer involvierter Parteien. Das Abmahnungsverfahren, als Instrument zur unbuerokratischen und schnellen Regulierung von zivilrechtlichen Belangen, wird von DigiRight als Moeglichkeit zur Schaffung von Profit vorgestellt. So wird das Abmahnen von Filesharern auf den Seiten 26 und 27 in einer Beispielrechnung als wesentlich lukrativer angepriesen, als der eigentliche Verkauf der Werke. Die Abmahnkosten sollen eigentlich nur der Deckung der Kosten des Abmahners dienen, nicht aber der Schaffung von Gewinnen.

DigiRights Solutions Praesentation zur Gewinnverbesserung durch Abmahnungverfahren, 02 February 2009 (via Netzpolitik)

Abgemahnter Iron Maiden-Fan zerstört seine Sammlung, schickt sie dem Anwalt

maiden

Ein Anwalt hat einen Iron Maiden-Fan abgemahnt, der ein (in einem Geschäft gekauften) Bootleg auf Hood.de weiterverkaufen wollte. Der kam zwar wegen der Deckelung bei Urheberrechtsverstößen auf 100 Euro noch glimpflich davon, dennoch müsste man eigentlich eher von einem rechtsgefesselten, denn von einem rechtsfreien Raum Internet sprechen, denn Bootlegs könnte man problemlos auf jedem Flohmarkt loswerden, ohne, dass sich gierige Anwälte auf einen stürzen. Wie auch immer, der Mann hat seine komplette Iron Maiden-Sammlung zerstört, die Bruchstücke dem Anwalt geschickt und das Honorar der Piratenpartei gespendet.

Der wegen des Verkaufs einer alten Iron-Maiden-CD abgemahnte Hood.de-Nutzer aus Ettlingen, über den Telepolis in der letzten Woche berichtete, zertrümmerte am Wochenende nicht nur die abgemahnte CD, sondern auch den Rest seiner Iron-Maiden-Sammlung – “um sicher zu stellen, dass sich unter den vermeintlich originalen CDs nicht wieder ein Bootleg befindet”. Dann schickte er sie dem abmahnenden Anwalt nach Hamburg. Gleichzeitig bezahlte er “ohne die Anerkennung einer Rechtspflicht” die geforderte Gebühr, überwies aber, den gleichen Betrag auch an die Piratenpartei, weil er im Abmahnwesen “dringenden Handlungsbedarf und wenig Bewegung bei den etablierten Parteien” sieht.

Besonders schwer nachvollziehbar war für ihn, dass der abmahnende Anwalt ohne finanzielle Folgen eine viel zu kurze Frist setzen und ein “völlig unpassendes Urteil” nennen konnte, während er als Nichtjurist für Verstöße gegen seiner Ansicht nach nicht einmal erahnbare Pflichten kräftig zur Kasse gebeten wird.

Zu Ärger des Ettlingers trug auch bei, dass sich Iron Maiden lange als fanfreundlicheres Gegenstück zu Metallica stilisiert hatten. [extern] Laut.de zufolge rief beispielsweise der Sänger Bruce Dickinson bei einem Konzert im Osloer Spectrum 17.000 Fans dazu auf, einen Song aus dem damals noch unveröffentlichten Album Dance Of Death mitzuschneiden und zu verbreiten: “Wir sind nicht Metallica [...] holt eure Digital-Rekorder, MP3-Player oder Handys raus und stellt ihn ins Internet”.

Gründe, keine CDs zu kaufen – Anwälte mahnen den Wiederverkauf legal erworbener Tonträger im Internet ab, Abmahndafé – Ein Musikfan zerstört seine Iron-Maiden-Sammlung und spendet der Piratenpartei ein Anwaltshonorar

Dead Kennedys’ Message an die Musik-Industrie

Das kommt davon, wenn man die Dead Kennedys nur auf Vinyl hat – man verpasst wunderbare Nachrichten auf Tape an die Musikindustrie. „Home taping is killing record industry profits! We left this side blank so you can help“ – ziemlich gemein, aber trotzdem lustig!

Kennedys (via Reddit)

Album-Promo mit Blut-Autogrammen und astrologischer Beratung


(Youtube Direkthealth, via )

Severin schreibt: „Health – deren neuer Song ganz ganz großartig ist [kann man im obrigen Video hören] – machen ein völlig wahnsinniges Gewinnspiel mit ziemlich coolen, aber auch ziemlich absurden Preisen. Die stehen um den Preisen vom Nine Inch Nails Drummer in nichts nach, und das gute, wenn man Glück hat, hat man nur 15 Euro dafür bezahlt!“

Die Preise sind beispielsweise mit Blut unterschriebene Band-Poster, astrologischen Beratungsstunden mit der Mutter eines Bandmitglieds, getragene Shirts oder auch Haare vom Fell einer Katze. Snip von Pitchfork:

GOLD.
1ST PRIZE.
LOS ANGELES ADVENTURE
ROUND TRIP AIRFARE. THREE DAYS AND TWO NIGHTS OF NON STOP ENTERTAINMENT. YOU ARE STAYING WITH US. WE WILL TAKE YOU TO MAGIC MOUNTAIN. WE WILL TAKE YOU THE ZOO. WE WILL BRING YOU BREAKFAST IN BED. WE WILL LOVE EACH OTHER.

DISCLAIMER: IF YOU HAVE BEEN REMANDED TO EITHER A PENITENTIARY OR A MENTAL HEALTH FACILITY FOR A CUSTODIAL SENTENCE UP TO OR EXCEEDING 30 DAYS, PLEASE PROVIDE US WITH FULL DISCLOSURE. THIS IS FOR OUR SAFETY AND YOURS.

MULTI COLOR
2A – 2B
CARE PACKAGES.
THESE WILL BE COMPRISED OF PERSONAL ITEMS FROM EACH MEMBER.
SURPRISE CONTENTS MAY RUN THE GAMUT FROM A REJUVENATING FACIAL MASK TO A FRAMED PHOTOGRAPH OF B.J’S MOTHER.

TURQUOISE
3A – 3C
POSTER/TEST PRESSING
HAND SILK SCREENED POSTER OR LP TEST PRESSING AUTOGRAPHED IN OUR BLOOD.

HEALTH Give Away Totally Insane Stuff

Amanda Palmers Twitter-Flashmob-Musikvideo – Die Zukunft des Musikbiz?


(Youtube Direktamanda, via Hypebot)

Amanda Palmer hat Fans per Twitter und Blog zu einem spontanen Gig am Strand von Los Angeles eingeladen und weil das Wetter so toll war, haben sie gleich ein spontanes Low Budget-Musikvideo zu einem Cat Stevens-Song gedreht. Und nachdem ich mir das angesehen habe, frage ich mich, ob das nicht die Zukunft des Musikbiz war, die ich da grade gesehen habe. Vielleicht ist die Zeit teurer Produktionen und Musikvideos ganz einfach genauso vorbei, wie die Zeit der Prunkbauten der Aristokraten und der Gigantomanie im kommunistischen Russland.

Es gibt eine Theorie in der Evolutionslehre, laut der Spezies, die vom Aussterben bedroht sind, zum Riesenwuchs neigen. Die größten Dinosaurier, die jemals die Erde bevölkerten, waren auch die letzten Saurierarten. Und vielleicht sind die zu den Four Big zusammengewachsenen Majorlabel nichts weiter als gigantische Saurier, vom Aussterben bedroht, während die Säugetiere bereits jetzt zwischen deren Zehen herumwuseln und mit Twitter und billigen Flashmobvideos autonom Geld verdienen. Vielleicht liege ich aber auch völlig daneben, aber in meinem romantischen Kopf fühlt sich das ganz gut an.

this was a spontaneous video made on july 1, 2009 in hermosa beach (los angeles, CA)…. amanda had gathered a bunch of folks by announcing a “ninja beach gig” on her blog & twitter. lots of people came, amanda played ukulele for a while, there was a big gorup shotoshoot….then amanda decided it was a fine day for a music video. here’s what we did.

Vorher auf Nerdcore:
Amanda Palmers Song für ihr Label: „Please drop me“
Wie Amanda Palmer 19.000$ per Twitter verdiente

Doku: „Was kommt nach dem Copyright“


(Vimeo Direkt, via Netzpolitik)

Schöne 3Sat-Doku über Copyright, die im vergangenen Herbst zur Ars Electronica entstand und gesendet wurde und auch an mir komplett vorüberging. Praise the Netz und Leute, die Dokus über Copyright, die nur soundsoviele Tage online sein dürfen, auch ein halbes Jahr später ins Internet stellen.

Keiner gibt es zu, aber viele tun es: Fotos, Filme und Musik aus dem Internet herunterladen, ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Die in der Regel jugendlichen “Netz-Piraten” werden von Legionen von Anwälten international gejagt. Andererseits entscheiden sich immer mehr renommierte Künstler, ihre kreativen Produkte kostenlos übers Internet anzubieten und Platten- oder Filmfirmen gezielt zu übergehen.

Ars Electronica 2008: Was kommt nach dem Copyright? – Internet und iPod könnten eine neue Ökonomie des Teilens hervorbringen

EMI beliefert keine Indie-Plattenläden

Wer mal im, um oder am Musik-Biz gearbeitet hat, dürfte wissen, dass das zickigste aller Majorlabels die EMI ist. Aber auch für die EMI-Zicke ist das hier ziemlich heftig. Die Beliefern keine Indie-Plattenläden mehr (zumindest in den Staaten) und sagt ihnen, sie sollen doch bei Walmart kaufen.

EMI, certainly reeling from declining physical album sales like the other Big 4 record labels, is now apparently telling independent album retailers that it will no longer sell them CDs.

That’s right, EMI apparently told them over the phone a few weeks ago, an oddly perverse means of notification, that henceforth it will no longer sell them physical albums and that they must go to “one stops” like Wal-Mart or Best Buy to buy product like everybody else to then in turn sell.

“Several I have spoken with are so upset that they vow never to buy any EMI catalog again–or any new artist releases either,” says Wayne Rosso, former president of the P2P program Grokster, on his blog. “Only the certifiable hit product that they know will sell. They will no longer take chances on new EMI artists.”

Super, Walmart hat sicherlich EMIs Backkatalog auf Lager, damit Plattenläden im Supermarkt alte Platten von Bowie, den Stones oder den Beatles einkaufen können, um sie wiederum ihren Stammkunden anzubieten.

Das hier ist ein ganz großes Fuck You von EMI an die verbliebenen Fans, die für gute Musik tatsächlich bereit sind, Geld zu bezahlen. Fuck you, EMI. Geh sterben.

EMI Quits Selling CDs to Indie Record Stores (via /.)

Dieter Gorny und Mobys Free Music

Das Geschäftsmodell ist ganz simpel: Ich biete etwas an im Internet und dafür wird etwas bezahlt. Der Marktpreis richtet sich nach dem Bedürfnis, und wenn jemand etwas klaut, kriegt er eins auf die Nase.

sagt Dieter Gorny in einem Interview auf der Westen, wo er noch viel mehr Bullshit von sich gibt. Das Interview wird hier von Stefan Niggemeier im Detail auseinandergenommen, mir geht es im Moment aber nur schnell um obiges Zitat, denn ganz so simpel kann das Businessmodell der Musik-Industrie im Netz nicht wirklich aussehen, wenn man sich folgendes Zitat vom mir musikalisch nicht sehr geschätzten Moby ansieht:

The album just came out and it would be #1 euro charts if not for michael jackson re-releases.
So that’s good.
But here’s something funny: the best selling itunes track is ’shot in the back of the head’.
Why is that funny?
Because its the track we’ve been giving away for free for the last 2 months and that we’re still givng away for free.
Odd.

Ja. Merkwürdig. Ganz so simpel wie Gornys Gehirn darf ein erfolgreiches Geschäftsmodell im Internetz also nicht sein.

Moby’s Top Selling Track Is Also The One That He’s Giving Away For Free

Indielabel-Guys steal Pizza from P2P-Software-Guys

Ich finde das hier aus irgendeinem komischen Grund superlustig: Die Leute vom New Yorker Indielabel Dovecote gehen Mittwochs immer in eine Pizzeria, die an diesem Tag gratis Pizzen raushauen. Als sie eines Mittwochs wieder mal hinkamen, trafen sie auf eine Gruppe Angestelter der bekannten P2P-Software Limewire. Und dann…

The staff of New Your City indie label Dovecote usually spends Wednasday’s evenings hanging out at The Music Box, a usually quiet joint where the often often gives away free pizza to help bring in a crowd. On a recent Wednesday they walked in to find the place far busier than usual. When a friend told them the free pizza had arrived, Pal and Kosuke from the label went to grab a slice and….

Woman: “Who the FUCK are you? And why are you eating our pizza?”

[Long pause] Kosuke and Paul look confused.

Kosuke: “Are you joking? Is this a joke?”

Woman: “No this is definitely NOT a joke. I want to know who you are and why you’re eating our pizza.”

Kosuke: “Well our friend came in and told us there was free pizza at the bar. We are. So. Sorry. It was a misunderstanding.”

Woman: (with unbridled entitlement) “This is a company party our CEO is here and you STOLE our pizza. Are you from out of town? Because let me tell you, NOTHING is free in New York City. Nothing is free… well maybe except for the condoms in Times Square.”

Paul and Kosuke continue apologizing. They offer to pay for the two slices.

Woman: (didactically snobbish) “We don’t want your money. No. Enjoy the pizza, but you can’t steal other people’s things. You can’t take what’s not yours.”

Again the duo continues their apologies. Kosuke tries to turn the situation around and befriend them.

Kosuke: “What company do you guys work for?”

Woman: “We work for Limewire.”

The Great LimeWire Pizza Robbery

Tagesspiegel über Copyright-Wars

Jens Mühling hat beim Tagesspiegel einen schönen Artikel über die Copyright-Wars geschrieben. Nix neues für NC-Leser, aber eine ziemlich gelungene Zusammenfassung.

Auf der anderen Seite: Millionen von Internetnutzern, die dieses Geschäftsmodell systematisch untergraben. Es ist ein asymmetrischer, unübersichtlicher Krieg. Ausgelöst hat ihn ein technologischer Entwicklungssprung, der den Unterhaltungskonzernen zunächst als Königsweg der Profitmaximierung erscheinen musste: die Digitalisierung. Sie hat es ermöglicht, Kulturerzeugnisse mit minimalem Kostenaufwand in verkaufsfähige Einheiten zu stückeln, sie unbegrenzt zu vervielfältigen und ohne herkömmliche Logistik rund um den Erdball zu verteilen. Die Unterhaltungsindustrie hat die Entwicklung dieser Technologie vorangetrieben – und sich damit ihr eigenes Grab geschaufelt.

Inzwischen nämlich stellt sich die Frage, wer eigentlich eine Industrie braucht, deren Produktionsleistung jeder Laptop beherrscht. Ist das Rohmaterial eines Kulturerzeugnisses erst einmal in Umlauf gebracht, kann es heute jeder Internetnutzer am Computer in ein konsumfähiges Produkt verwandeln. Wenn sich aber der industrielle Arbeitsaufwand der Verteilung und Vervielfältigung auf wenige Mausklicks beschränkt – warum soll dann der Konsument Geld für eine Leistung bezahlen, die er selbst erbringen kann? Mag dem einen oder anderen Internetpiraten unwohl beim Gedanken an die Künstler sein, die hinter dem Kulturprodukt stehen, so ist ihm die Daseinsberechtigung einer kulturveräußernden Industrie kaum zu vermitteln.

Die Ideen der anderen (via Anke)

Wie Amanda Palmer 19.000$ per Twitter verdiente

Auf Hypebot erzählt Amanda Palmer, die sicherlich ihre Fans hat, aber ebenso sicherlich kein Star im klassischen Sinne ist, wie sie innerhalb von 10 Stunden (an verschiedenen Tagen) 19.000$ per Twitter verdiente. So mit Sicherheit nicht auf Deutschland übertragbar, aber dennoch: Das hier ist die Longtail-Theorie at it’s best.

1. FRIDAY NIGHT LOSERS T-SHIRT, $11,000
about a month ago, i was at home on a friday night (loser that i often am when i’m not touring, i almost never go out) and was, of course, on my mac, shifting between emails, links and occasionally doing some dishes and packing for a trip the next day. just a usual friday-night-rock-star-multi-tasking extravaganza. [...]

so there i am, alone on friday night and i make a joke on twitter (which goes out to whichever of my 30,000 followers are online):

“i hereby call THE LOSERS OF FRIDAY NIGHT ON THEIR COMPUTERS to ORDER, motherfucker.”
9:15 PM May 15th from web

one thing led to another, and the next thing you know there were thousands of us and we’d become the #1 topic trend on twitter. zoe keating described it as a “virtual flash mob”.

by the end of the night, we’d sold 200 shirts off the quickie site (paypal only) that sean had set up.
i blogged the whole story the next day and in total, in the matter of a few days, we sold over 400 shirts, for $25/ea. we ended up grossing OVER $11,000 on the shirts. my assistant beth had the shirts printed up ASAP and mailed them from her apartment.

total made on twitter in two hours = $11,000.

Und hier noch der letzte Absatz, weil’s zu schön ist:

TOTAL MADE THIS MONTH USING TWITTER = $19,000
TOTAL MADE FROM 30,000 RECORD SALES = ABSOLUTELY NOTHING.

turn on, tune in, get dropped!!!!!

love,
amanda fucking palmer

Amanda Palmer Made $19K In 10 Hours On Twitter

Vorher auf Nerdcore:
Amanda Palmers Song für ihr Label: „Please drop me“

Neues Business-Modell für die Musikindustrie: Filesharer verklagen (2) (UPDATE)

Die gleiche Headline hatte ich schonmal vor rund 2 Jahren, damals wurde Jammie Thomas von einem Gericht zu einem Schadensersatz von 222000 Dollar verurteilt für 24 (!) getauschte Songs, was einen Betrag von 9250 Dollar pro Song ausmacht. Damals schon eine ziemliche Frechheit und sie ging natürlich in Berufung.

Good news everyone, sie wurde erneut verurteilt. Und soll nun $1,92 Millionen Dollar an die RIAA zahlen. Für 24 Songs. Das macht 80.000$ pro Song und aus der RIAA die Record Industry Associastion of Assholes. Hier die Liste der 24 getauschten Songs, jeder davon 80.000$ wert:

Guns N Roses “Welcome to the Jungle”; “November Rain”
Vanessa Williams “Save the Best for Last”
Janet Jackson “Let’s What Awhile”
Gloria Estefan “Here We Are”; “Coming Out of the Heart”; “Rhythm is Gonna Get You”
Goo Goo Dolls “Iris”
Journey “Faithfully”; “Don’t Stop Believing”
Sara McLachlan “Possession”; “Building a Mystery”
Aerosmith “Cryin’”
Linkin Park “One Step Closer”
Def Leppard “Pour Some Sugar on Me”
Reba McEntire “One Honest Heart”
Bryan Adams “Somebody”
No Doubt “Bathwater”; “Hella Good”; “Different People”
Sheryl Crow “Run Baby Run”
Richard Marx “Now and Forever”
Destiny’s Child “Bills, Bills, Bills”
Green Day “Basket Case”

Jammie Thomas Fined $1.92M for Sharing 24 Songs (via BBGadgets)

Vorher auf Nerdcore:
Neues Business-Modell für die Musikindustrie: Filesharer verklagen

[update] Derek weist in den Kommentaren berechtigterweise auf ein paar interessante Details hin: Es geht tatsächlich um 1700 Songs anstelle von 24, der Dame wurde mehrmals ein Vergleich zwischen 3000 und 5000 Dollar angeboten wurde und eine sprecherin der RIAA betont, dass dieses Angebot weiterhin Bestand hat.

Newsbit über Josh Freeses 75000$-Album


(Youtube Direktfreese, via Neatorama)

In diesem Newsbit spricht Josh Freese über den Vertrieb seines Albums „Since 1972“, dessen Luxusvariante 75.000$ kostete und die folgende Extras enthielt:

$75,000 (limited edition of 1)

* Signed CD/DVD and digital download
* T-shirt
* Go on tour with Josh for a few days
* Have Josh write, record and release a 5-song EP about you and your life story
* Take home any of his drum sets (only one, but you can choose which one)
* Take shrooms and cruise Hollywood in Danny from Tool’s Lamborghini OR play quarters and then hop on the Ouija board for a while
* Josh will join your band for a month … play shows, record, party with groupies, etc.
* If you don’t have a band he’ll be your personal assistant for a month (4-day work weeks, 10 am to 4 pm)
* Take a limo down to Tijuana and he’ll show you how it’s done (what that means exactly we can’t legally get into here)
* If you don’t live in Southern California (but are a U.S. resident) he’ll come to you and be your personal assistant/cabana boy for 2 weeks
* Take a flying trapeze lesson with Josh and Robin from NIN, go back to Robins place afterwards and his wife will make you raw lasagna

Vorher auf Nerdcore:
NINs Drummer goes solo mit einer 75000$-Limited Edition-Platte
Teenager kauft Josh Freeses 20.000$-Album

Frank Zappas Business-Modell für Hometaping Music, 1983

Frank Zappa hat in seinem Buch „The Real Frank Zappa Book“ 1983 ein Business-Modell für das damals von der Musik-Indutrie als „killing Music“ verschrieene Hometaping aufgeschrieben. Man ersetze Vinyl mit CDs und Hometaping mit Internet, voila: Die Kulturflatrate. Hätte man nur früher auf den Herrn Zappa gehört, die Musik-Industrie hätte sich eine Menge Ärger erspart.

MUSIC CONSUMERS LIKE TO CONSUME MUSIC . . . NOT PIECES OF VINYL WRAPPED IN PIECES OF CARDBOARD.

It is our proposal to take advantage of the POSITIVE ASPECTS of a NEGATIVE TREND afflicting the record industry today: HOME TAPING via cassette of material released on vinyl.

First of all, we must realize that the taping of albums is not motivated by ’stinginess’ alone . . . if a consumer makes a home tape from a disc, that copy will probably sound better than a commercially manufactured high-speed dupe cassette, legitimately released by the company.

People today enjoy music more than ever before, and, they like to take it with them wherever they go. THEY CAN HEAR THE DIFFERENCE BETWEEN GOOD AUDIO AND BAD AUDIO . . . THEY CARE ABOUT THAT DIFFERENCE, AND THEY ARE WILLING TO GO TO SOME TROUBLE AND EXPENSE TO HAVE HIGH QUALITY ‘PORTABLE AUDIO’ TO USE AS ‘WALLPAPER FOR THEIR LIFESTYLE’.

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THE ANSWERS TO PERPLEXING QUESTIONS
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presenting: “Q.C.I.”

We propose to acquire the rights to digitally duplicate and store THE BEST of every record company’s difficult-to-move Quality Catalog Items [Q.C.I.], store them in a central processing location, and have them accessible by phone or cable TV, directly patchable into the user’s home taping appliances, with the option of direct digital-to-digital transfer to F-1 (SONY consumer level digital tape encoder), Beta Hi-Fi, or ordinary analog cassette (requiring the installation of a rentable D-A converter in the phone itself . . . the main chip is about $12).

All accounting for royalty payments, billing to the customer, etc. would be automatic, built into the initial software for the system.

The consumer has the option of subscribing to one or more Interest Categories, charged at a monthly rate, without regard for the quantity of music he or she decides to tape.

Providing material in such quantity at a reduced cost could actually diminish the desire to duplicate and store it, since it would be available any time day or night.

Monthly listings could be provided by catalog, reducing the on-line storage requirements of the computer. The entire service would be accessed by phone, even if the local reception is via TV cable.

The advantage of the TV cable is: on those channels where nothing ever seems to happen (there’s about 70 of them in L.A.), a visualization of the original cover art, including song lyrics, technical data, etc., could be displayed while the transmission is in progress, giving the project an electronic whiff of the original point-of-purchase merchandising built into the album when it was ‘an album’, since there are many consumers who like to fondle & fetish the packaging while the music is being played. In this situation, Fondlement & Fetishism Potential [F.F.P.] is supplied, without the cost of shipping tons of cardboard around.

We require a LARGE quantity of money and the services of a team of mega-hackers to write the software for this system. Most of the hardware devices are, even as you read this, available as off-the-shelf items, just waiting to be plugged into each other so they can put an end to “THE RECORD BUSINESS” as we now know it.

Frank Zappa’s Amazing Vision (via Techdirt)

Und da will ich das grade posten, da meint Johnny so zu mir: Hatten wir vor zwei Monaten auf Spreeblick. Hmpf, egal, trotzdem toll.

Dieter Gorny fordert Three Strikes für Deutschland und gibt einen flying Fuck auf Grundrechte

Dieter the Gorny mal wieder, diesmal will er keine Torrent-Seiten sperren, sondern Three Strikes für Deutschland. Snip von Heise:

Die deutsche Musikindustrie will nach französischem Vorbild ein Internetverbot für Urheberrechtsverletzer auch in der Bundesrepublik. Die in Frankreich beschlossene Einführung von Verwarnungen und Zugangssperren für illegales Herunterladen aus dem Internet zeige, wie man mit massenhafter Verletzung des Urheberrechts effizient umgehen könne, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Musikindustrie, Dieter Gorny. Die Musikindustrie macht vor allem illegales Kopieren von urheberrechtlich geschützter Musik für einen Großteil der Milliarden-Einbußen verantwortlich; Tauschbörsen und nicht lizenzierte CD-Kopien hätten das Geschäftsmodell eines gesamten Industriezweiges ins Wanken gebracht.

Vor ein paar Tagen erst hat man bei der EU dafür abgestimmt, „dass der Zugang zum Internet, ähnlich wie die Meinungsfreiheit, zu einem Grundrecht in Europa wird“ und haben dort die Passagen zu den Three Strikes rausgenommen. Das ist in Deutschland natürlich (noch) kein nationales Recht, aber wenn man davon ausgeht, dass Herr Gorny all das mitbekommen hat, scheisst er einfach auf die Grundrechte. Kann er machen, ich gebe seinem Copryright ja auch keine zehn Jahre mehr.

Gleichzeitig tourt derzeit Lawrence Lessig durch Deutschland, heute war er in Hamburg, morgen abend ist er in der Heinrich Böll Stiftung in Berlin, wo ich wohl auch da sein werde. Snip:

Das Recht ist aus dem Tritt geraten. Mit der enormen technischen Entwicklung im 21. Jahrhundert können die Normen des vergangenen Jahrhunderts nicht mehr Schritt halten. Vor allem das Urheberrecht hat die schwierige Balance zwischen Rechtsgüterschutz und Rahmensetzung für Kulturproduktion verloren. “Dieses Recht müssen wir ändern”, forderte der US-amerikanische Jurist und Internetexperte Lawrence Lessig auf dem 14. Trendtag am heutigen Donnerstag in Hamburg.

[UPDATE] Ed Felten, ein Prof von der Princeton University, fordert ein Three Strikes-Gesetz für Print. Macht die Absurdität dieser Regelung sehr anschaulich, finde ich.

This is such a good idea that it should be applied to other media as well. Here is my modest proposal to extend three-strikes to the medium of print, that is, to words on paper.

My proposed system is simplicity itself. The government sets up a registry of accused infringers. Anybody can send a complaint to the registry, asserting that someone is infringing their copyright in the print medium. If the government registry receives three complaints about a person, that person is banned for a year from using print.

As in the Internet case, the ban applies to both reading and writing, and to all uses of print, including informal ones. In short, a banned person may not write or read anything for a year.

A Modest Proposal: Three-Strikes for Print (via BoingBoing)

Frank Zappa, Thom Yorke und Chuck D über den Zustand der Musikindustrie


(Youtube Direktmusic, via Crunchgear)

Hier eine großartige Montage verschiedener Clips, in denen Künstler Statements zum Zustand der Musikindustrie abgeben. Zappa spricht darüber, warum alte Geschäftsleute bessere Musikverkäufer sind (weil sie sich nicht in den kreativen Prozess drängen) und Thom Yorke verabschiedet sich schonmal: „They choose to blame the internet, but the bottom line is: the shareholders, the shareholders are greedy, the companys themselves are poisened and fucked up. And if they go down: Bye bye, good riddance.“ Danach schließt das Video mit den Zeilen aus Radioheads „There There“: „Just ’cause you feel it, doesn’t mean it’s there“. Groß. Ar. Tig!

Boy in Statics „Toy Baby Grand“-Video mit TextEditGIFs und Flashgame-MP3s


(Vimeo DirektBoy in Static, via Offworld)

Hier das Video Boy in Statics „Toy Baby Grand“ von Alexander Chen und Philip Stockton. Der Song ist super und das Video ist auch nett, aber hier hört das ja noch nicht auf. Es gibt ein Flashgame mit Elementen aus dem Video, bei dem man MP3s des kommenden Albums gewinnen kann, desto mehr Leute das Game spielen, desto mehr MP3s für alle.

Win MP3’s from the new Boy in Static album Candy Cigarette. You can get half the album free. We will unlock MP3 prizes based on how many people play this game. So share toy.boyinstatic.tv with the internet.

Amanda Palmers Song für ihr Label: „Please drop me“


(Youtube Direktdrop, via Uli)

Hier Amanda Palmers Song für ihr Label Roadrunner Records: „Please drop me“. Alles was falsch an Majorlabels ist, eingefangen in einem kleinen Song-Juwel.

„Please drop me, what do I have to do, I’m tired of sucking corporate dick. You don’t get me, you won’t let me continue my career in peace and it’s making me sad. Too late now to fix this fucking mess, so please just let me go, I swear: You won’t miss me, you don’t love me, I’m not making you any money, plus you still have Slipknot, and Annihilator and Machine Head, and Cradle of Filth, and Megadeath…“

Fantastisch!

Teenager kauft Josh Freeses 20.000$-Album

freese

Kleiner Nachtrag zu Josh Freeses Superlimited Edition-Album-Aktion, in der er sein neues Album für Wahnsinns-Preise und Wahnsinns-Varianten verkaufte (vorher auf Nerdcore: NINs Drummer goes solo mit einer 75000$-Limited Edition-Platte). Eins der Pakete hat ein 19jähriger Teenager gekauft, die 20.000$-Variante nämlich. Die beinhaltete neben dem Album und einem Shirt folgendes:

* Maynard James Keenan, Mark Mothersbaugh from Devo and Josh take you miniature golfing and then drop you off on the side of the freeway (all filmed and posted on YouTube)
* Josh gives you a tour of Long Beach. See his first apartment, the coffee shop on 2nd Street where his buddy paid Dave Grohl $40 to rip up tile just weeks before joining Nirvana. See the old Vandals rehearsal spot, the liquor store he got busted at using a Fake ID when he was 17 (it was Dave from the Vandals’ old ID). Go check out Snoop Dogg’s high school. For an extra 50 bucks see where Tom and Adrian from No Doubt live. For another $25 he’ll show ya where Eric from NOFX and Brooks from Bad Religion get their hair cut.
* Spend the night aboard the Queen Mary and take the “Ghosts and Legends” tour. (Separate rooms … no spooning.)
* Josh writes 2 songs about you and both are made available on iTunes and appear on his next record (you can sing back up on ‘em, clap, play the drums, triangle, whatever)
* Drum lesson OR foot and back massage (once again … couples welcome and discreet parking available)
* Pick any 3 items out of Josh’s closet

Ich spinne hier grade ein wenig rum und frage mich, welche Künstler als nächstes Superluxus-Editions verkaufen sollten. Joints rauchen mit Britney Spears? Whiskeysaufen mit Amy Whinehouse? Oder doch lieber Panzerfahren mit Aphex Twin? Hier jedenfalls Josh Freeses Mail von letzter Woche, die auf dem NIN-Forum gepostet wurde:

The guy from Florida that bought the $20,000 package and I have been joined at the hip since Sunday and I won’t even go into all the stuff that we’ve done in the past 4 days but I’ve already gone above and beyond for him and we’re continuing to have a blast. I’ll start posting stuff soon on my website and on youtube but just to give you a quick idea…mini-golf with Maynard James Keenan, pizza at Mark Mothersbaugh’s house, sensory deprivation tank sessions, a signed snare drum I used on a Nine Inch Nails tour, slumber party at the Queen Mary, going to gigs of mine with me, pulling items out of my closet, etc, etc……He’s a great kid and a friend for life. We’re having him check out of his hotel and stay at our house tomorrow night. It’s a LONG, LONG story that I’ll write about later. You can laugh when I say this but it’s true when I tell you that he came into my life for a reason other than just the $$. I actually feel bad about taking the $$ because at this point I’m not hanging out with him or pretending to be his friend for the cash. He got all of his stuff (and a bunch more that wasn’t on the original menu) a while ago. He’s a sweet 19 year old kid who’s had a really rough last couple years (like REALLY fucking rough.) Like….this money he spent to come out here is part of a inheritance he received (you can fill in the blanks there.) I feel like his big brother and I’m trying to make this one of the best weeks of his life.

Wired hat mit dem Teen telefoniert, Snip:

“It’s totally worth it,” Mrzyglocki told Wired.com in a phone interview Thursday, as he prepared to go to a studio with Freese. That night, they laid down tracks for a couple of songs that the drummer is writing about Mrzyglocki — another element of the elaborate package.

Freese’s experiment comes as the music industry is grappling with steep declines in traditional sales. It’s one of the most off-the-wall schemes yet to test fans’ taste for the type of “freemium” pricing pioneered by Radiohead and Freese’s former Nine Inch Nails bandmate, Trent Reznor.

[...]

For Mrzyglocki, the $20,000 package has turned into a ticket to mingle with rock ‘n’ roll royalty. He’s met lots of Freese’s musician friends during his stay in Los Angeles, including former Guns N’ Roses guitarist Slash and most of the members of Tool and A Perfect Circle. Mrzyglocki called the experience “the most fun I’ve had in a long, long time.”

The Florida teen said he first got wind of Freese’s tiered-pricing packages from Tool’s website. With the country in the midst of a financial mess and his birthday fast approaching, Mrzyglocki figured his broke friends would be getting him “half-assed postcards or T-shirts or something.”

To avoid a birthday bummer, the Florida teen treated himself to the $20,000 package, which featured a mini-golf game with Tool singer Maynard James Keenan and Devo front man Mark Mothersbaugh. Freese plays drums in Devo and in one of Keenan’s side projects, A Perfect Circle.

Mrzyglocki’s friends were shocked when he told them what he’d done.

“Their jaws dropped instantly,” he said.

$20,000 for Mini-Golf With Rock Stars Is ‘Totally Worth It’ (via Stereogum)

Amazon-MP3-Shop ist heute gestartet (kein Aprilscherz!)

Ab heute kann man auch in Deutschland bei Amazon MP3s kaufen und herunterladen. Ich hab’ mir das grade angesehen und das Prinzip ist in der Tat sensationell einfach und dürfte sowohl iTunes als auch P2P langfristig einiges vom Kuchen wegfuttern, da bin ich mir sehr sicher. Denn: Der Download von Alben und Songs ist tatsächlich exakt genauso einfach wie über P2P. Nach der Installation eines Downloader-Programms, die ungefähr drei Sekunden Zeit in Anspruch nahm, passiert alles über die Amazon-Website. Ich sehe ein Album, klick auf Download, der übliche Warenkorb-Prozess und der Download startet sofort im Hintergrund, ein komplettes Album hatte ich grade innerhalb einer Minute auf der Platte. Die Files sind DRM-freie MP3s mit 260kbps codiert. Das ist, ich wiederhole mich, sensationell und ja, ich bin begeistert. Sehr.

Hier zwei Screenshots, mehr muss man nicht machen. Klick, buy, download. Sehr elegant, sehr einfach, genauso einfach wie P2P. Wenn ich an den Anmeldeprozess im diesem Musik-Shop von anderen Musik-Shops im Netz, dann ist das hier der mit Abstand einfachste.

Snip aus der Pressemitteilung:

Amazon.de startet heute Amazon MP3, den unkomplizierten digitalen MP3 Download-Shop mit über 5 Millionen DRM1-freien Songs, die auf jedem MP3 Player inklusive dem iPod™ und jedem Handy mit MP3-Funktion abgespielt werden können – mit Top Alben schon unter 5 Euro und Einzeltiteln ab 77 Cent. Amazon MP3 bietet den gleichen Service, die Auswahl und die Qualität, die Kunden von Amazon.de gewohnt sind.

Kunden können DRM-freie Songs innerhalb von Sekunden automatisch auf ihren Computer oder ihre Musik-Bibliothek wie iTunes® und Windows Media Player™ übertragen. Amazon MP3s stetig wachsendes Angebot von derzeit über 5 Millionen Songs mit hunderttausenden Alben umfasst Titel aller vier Major Labels – EMI Music, Sony Music, Universal Music und Warner Music – sowie eine große Auswahl führender Independent Labels, u.a. Warp Records, Sub Pop Records, Grand Hotel van Cleef, Four Music oder Steamhammer. Die Auswahl umfasst alle Genres von Pop und Alternative über Klassik, Jazz und R&B zu Hip-Hop, Elektronik, Dance und Hard Rock. Täglich kommen neue Titel hinzu.

Amazon MP3

Lieberbergs Unsinn in der SZ und nochmal ein bisschen Copyright

Ich wollte ja eigentlich gar nichts schreiben von dem Unsinn von Herrn Lieberberg, den er da bei der Süddeutschen verzapft hat. Und auch als Malte diesen Unsinn zwar nicht komplett, dann aber doch mehr oder weniger unterschrieben hat, dachte ich mir: Nee, René, Du schreibst jetzt nicht nochmal zum tausendsten mal auf, dass das Unsinn ist, was da steht. Die Copyright-Diskussion langweilt mich etwas, denn die Argumente sind festgefahren. Aber ach, was solls, Hypebot hat eben den zwar alten aber brillanten Artikel von Wired-Gründer Kevin Kelly „Better than free“ rausgekramt. Darin steht:

The internet is a copy machine. At its most foundational level, it copies every action, every character, every thought we make while we ride upon it. In order to send a message from one corner of the internet to another, the protocols of communication demand that the whole message be copied along the way several times. IT companies make a lot of money selling equipment that facilitates this ceaseless copying. Every bit of data ever produced on any computer is copied somewhere. The digital economy is thus run on a river of copies. Unlike the mass-produced reproductions of the machine age, these copies are not just cheap, they are free. [...]

When copies are super abundant, they become worthless.
When copies are super abundant, stuff which can’t be copied becomes scarce and valuable.

Lieberberg hingegen schreibt:

Wieso erlauben wir hier die flächendeckende Enteignung? Was für ein Gesicht machen wir, die wir mit Kreativen Geschäfte machen und/oder die Schätze ihrer Arbeit lieben, wenn uns die Gratis-Fratze angrinst? Und auf welcher Seite steht die Politik?

Wenn Lieberberg ein wenig mehr Ahnung vom Netz hätte (was er nicht hat, wie ein paar Absätze Begriffe wie „Web-Zombies“ und „jeder Narr einen Blog“ suggerieren), würde er wissen, dass das Konzept „Free Music“ eine unabdingbare Folge digitaler Ökonomie ist und in keiner Weise einer mit einer „Enteignung“ gleichzusetzen ist, so wie Lieberberg schreibt. Und weil er das nicht weiß, hier nochmal, ein Remix aus vergangenen Postings hier auf Nerdcore:

Was die Musiklobby nicht begreift: die digitale Datei ist prädestiniert für das Konzept der Kopie. Denn Kopien digitales Files sind strengenommen keine Kopien, sondern absolut gleichwertige Klone des Originals, was das ganze ja für die Content-Industrie auch so gefährlich erscheinen lässt. Wenn dann der monetäre Wert von Musik aufgrund der potentiell unendlich oft zu reproduzierenden Files gegen Null tendiert, dann ist das kein Diebstahl und auch nicht wirklich doof und hat erst Recht nichts mit Enteignung zu tun, sondern das ist eine zwingende Folge digitaler Ökonomie.

Ein weiteres, altes Argument gegen den Begriff Diebstahl, den Lieberberg zwar nicht fallen lässt, der aber in seinem kompletten Text mitschwingt: Diebstahl ist definiert laut § 242 Abs. 1 StGB:

Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Der Fokus liegt hier auf dem Begriff „Wegnahme“. Eine Kopie fügt immer hinzu, nimmt niemals weg.

Mit einem Punkt hat Lieberberg allerdings Recht: Telkos, Apple und die ISPs verdienen Geld, von dem die Musik- beziehungsweise die Kulturindustrie nichts sieht. Wer aber einmal in der Musikindustrie hinter den Kulissen gearbeitet hat, weiß, was für ein absoluter Alptraum Lizensierungsverhandlungen mit Labels sind und wieviele Rechtsabteilungen da auf einmal mitreden. Diese Dinosaurier-Mentalität der Labels verhindert natürlich ein klares, digitales Businessmodel, das sich an der Realität der digitalen Ökonomie orientiert und das, Herr Lieberberg, ist alleine das Problem der Musikindustrie.

Nun, all das führt natürlich zur Frage, wie die MI weiterhin Geld mit Musik verdienen kann. Darüber haben sich die Jungs von Netzwertig neulich schon Gedanken gemacht: Musik und Internet: 10 Erlösmodelle für Musiker und im Endeffekt geht es um diese Kausalkette:

Wenn digitale Musik aufgrund der digitalen Ökonomie nichts wert ist beziehungsweise solange wir die sogenannte Aufmerksamkeitsökonomie noch nicht wirklich umsetzen können (was das Spiel erheblich verändern würde), dann muss ich nicht-digitale Güter produzieren. Special-Editions, Konzerte bzw. Events, Merchandising, you name ist. Lieberberg schreibt zum Beispiel auch „Millionen potentieller Zuschauer gehen nicht mehr bis zur Kinokasse, wenn sie einen neuen Film sehen wollen“. Das ist Bullshit, die Kino-Besucherzahlen steigen seit ein paar Jahren an und warum? Weil ein Kinobesuch etwas einmaliges, digital nicht reproduzierbares Gut ist, deshalb.

Mein Fazit: Herr Lieberberg schreibt aus berechtigten Gründen heraus, nämlich Unkenntnis und Angst, ziemlichen Bullshit, der sich in ein paar Jahren in Luft auflösen wird. Die digitale Realität wird ihn einholen und es werden sich neue Erlösmodelle für Künstler einfinden, denn eins ist sicher: Music will never die.

Doku: Do It Yourself – The Story Of Rough Trade


(Googlevideo Direktrough, via Uli)

Vor zwei Wochen sendete die BBC die Doku „Do It Yourself – The Story Of Rough Trade“ über das wahrscheinlich wichtigste Indie Label von The Smiths, Belle & Sebastian oder der Strokes. Uli schreibt: „Über anderthalb Stunden geht es von den Anfängen, der Kreation von Indepentmusik und -Labels in Großbritannien über die Wachstumsprobleme die mit wachsenden Banderfolgen einhergehen, die Spannungen zwischen Shop, Label und Vertrieb, die Pleite und die doppelte Renaissance bis in die Gegenwart.“ Die Doku ist jetzt komplett bei Google Video. Snip von Rough Trade:

The Rough Trade story begins more than thirty years ago on 20th February 1976. Britain was in the grip of an IRA bombing campaign; a future prime minister was beginning to make her mark on middle England, where punk was yet to run amok; and a young Cambridge graduate called Geoff Travis opened a new shop at 202 Kensington Park Road, just off Ladbroke Grove in West London. The Rough Trade shop sold obscure and challenging records by bands like American art-rockers Pere Ubu, offering an alternative to the middle-of-the-road rock music that dominated the music business.

In January 1977, when a record by Manchester punk band Buzzcocks appeared in the shop, Rough Trade found itself in the right place at the right time to make an impact far beyond that of a neighbourhood music store. When Spiral Scratch was released in 1977, the idea of putting out a single without the support of an established record company was incredible. But Rough Trade was to become the headquarters of a revolt against this corporate monopoly – it was stocking records by bands inspired by the idea that they could do it themselves.

But selling a few independent records over the counter was not going to change the world. Early independent labels had to hand over their distribution to the likes of EMI or CBS. But one man at Rough Trade challenged that monopoly. Richard Scott joined Rough Trade in 1977 and became the architect of a grand scheme that was nothing short of revolutionary: independent nationwide distribution.

Amazon MP3-Store kommt nach Deutschland

Die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet unter Berufung auf “informierte Kreise”, dass Amazon noch vor Ostern einen deutsches Ableger seines MP3-Downloadangebots “Amazon MP3″ startet. Damit würde der Online-Händler hierzulande dem Beispiel von Apple und Telekom-Tochter Musicload folgen, die bereit seit einiger Zeit DRM-freie Musikstücke zum Download anbieten. Apple bleibt dabei jedoch dem AAC-Format treu. (heise)

Ich wette, dass Amazon mit ihrem MP3-Store iTunes einiges an Wasser abgraben kann. Ein paar MP3s beim DVD- oder Bücherkauf mitnehmen, viel einfacher geht es nicht und genau wegen dieser Einfachkeit vielleicht sogar P2P überlegen. Sobald der Shop hier in Deutschland verfügbar ist, werde ich ihn mir sehr genau anschauen.

Musiker: Downloading is not a crime!

Die Featured Artists Coalition ist eine von Billy Bragg ins Leben gerufene Vereinigung von Künstlern in England. Die hatte gestern ihre erste Sitzung und dort haben sie erstmal erklärt, dass sie die Klagestrategie der Musikindustrie nicht unterstützen.


(Youtube Direktartists)

Musicians including Robbie Williams, Annie Lennox, Billy Bragg, Blur’s David Rowntree and Radiohead’s Ed O’Brien said last night that the public should not be prosecuted for downloading illegal music from the internet.

The Featured Artists Coalition, which consists of 140 of Britain’s biggest rock and pop stars, said at its inaugural meeting that companies such as MySpace and YouTube should be required to remunerate the artists when they use their music for advertising.

Bragg told The Independent that most of the artists had voted against supporting any move towards criminally prosecuting ordinary members of the public for illegally downloaded music.

The musicians will express their views to Lord Carter, who suggested that individuals downloading music illegally should be brought to justice.

It’s not a crime to download, say musicians (via BoingBoing)

Interessant in diesem Zusammenhang ein Posting von Michael Arrington neulich auf Techcrunch (Vorsicht: Arrington schreibt gerne großen Bullshit), den Link dazu hatte ich zwar schonmal in einem Delicious-Posting, aber egal.

Laut diesem Posting hat die Musik-Industrie einen Masterplan: Solange CD-Verkäufe noch einen Großteil der Umsätze ausmachen, werden sie weiterhin User verklagen und diese Strategie weiterhin fahren, sobald die CD-Verkäufe aber unter ein gewisses Level fallen, werde sie aufgeben und ein neues Geschäftsmodell auf P2P-Basis aus dem Hut zaubern, weil die Kuh quasi leergemolken sei. Macht aus Businesskasper-Sicht natürlich Sinn, diese Haltung, ich spucke ihnen trotzdem vor die Füße, weil sie Kids aufgrund einer Business-Strategie in den Ruin klagen. Bastards.

The labels fully understand that recorded music, streamed or downloaded, is going to be free in the future (we’ve argued this relentlessly). CD sales continue to decline by 20% per year, and the only thing that’ll stop that trend is when those sales reach zero. Nothing will replace those revenues.

They also understand that recorded music will largely be little more than marketing collateral, meaning that the Internet services being sued today for copyright infringement will be embraced in the future as ways to get the word out on hot new music. These services pay for the privilege today (either through high streaming rates or in court), but in the future they’ll be the ones getting paid by labels. Think radio payola at a whole new level, and there won’t be any more talk about social networks giving stock to labels and artists. Money will flow the other way, as it should.

By 2013 (maybe as early as 2011) it’ll make sense for the labels to finally reorganize their business models around the reality created by the Internet and person to person file sharing services. No longer will the labels be tied to revenue limited to sales of master recordings – by then most or all artists will be under 360 music contracts that give the labels a cut of virtually every revenue stream artists can tap into – fan sites, concerts, merchandise, endorsement deals, and everything else.

Big Music Will Surrender, But Not Until At Least 2011

Single Single-Release von schwedischer Band auf Ebay

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Die hierzulande recht unbekannte, dafür aber mit dem schwedischen „Grammy“ ausgezeichnete Band Bob Hund veröffentlich ihre neue Single über Ebay. Und zwar die Master-Pressung auf Vinyl, angebracht auf einen Plattenspieler, es gibt keine weitere Kopie davon. Das aktuelle Gebot liegt bei US $2,025.00 und das Ding bleibt genau so lange Kopiefrei, bis die Single vom Ersteigerer digitalisiert wurde. Dann aber!

Snip von Ebay:

Bob Hund release just ONE (1) copy of their new song “Fantastiskt”.

Critically acclaimed Swedish rock band Bob Hund attempt something new and revolutionary for the release of their latest single.

“Fantastiskt” will be sold and delivered as an art piece comprising; the original master dubplate vinyl (the only existing copy) mounted on a real working turntable with cover art, song lyrics and monogram etched onto the lid by the artist Martin Kann.

Bob Hund’s Publisher confirms that this will be the exclusive catalogue release of this single.

Bob Hund – Fantastiskt (via Crunchgear)

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