General Robots

Stormtrooper using a Printing Press

Publishing Wars
Episode V – The Empire Strikes Back

Es ist eine dunkle Zeit für Online Publisher. Obwohl bereits genug Bullshit klassischer Medien zerstört wurde, haben imperiale Truppen die Rebellen aus ihrer geheimen Basis vertrieben und sie quer durch die Galaxis verfolgt. Auf der Flucht vor der gefürchteten Rechtsabteilung des Imperiums, hat eine Gruppe von Bloggern einen neuen geheimen Stützpunkt auf der abgelegenen Eiswelt von Twitter errichtet. Doch auch dort machen sich die Schergen des Imperiums auf, um mit ihren gewaltigen GTO-GTO-Offset-Walkern die Rebellion zu zerschlagen.

(Die Rollenverteilung wäre ja mal interessant… für Darth Vader würde ich ja Frank Schirrmacher vorschlagen, der hat ja durchaus so rebellionsunterstützende Tendenzen. Ich bin jedenfalls Han Solo und Nerdcore ist die Millennium Falcon, damit das mal von vorneherein klar ist.)

(via Macelodeon)

Breaking News: Some Bullshit Happening Somewhere


(Youtube Direktbullshit, via Geeks are sexy)

The Onion has the second greatest Bullshit-Story ever told: „Excruciating up-to-the-minute coverage of some irrelevant bullshit story that has no ramifications whatsoever.“ (Die greatest Bullshit-Story ever told ist natürlich immer noch die Geschichte von George Carlin und dieser Religion, die ich hier schon tausendmal gezeigt habe.)

A Film about how all of us have become Richard Nixon


(Youtube Direktnixon, via MeFi)

Schöner Kurzfilm/Doku von Adam Curtis (The Power of Nightmares): A Film about how all of us have become Richard Nixon.

10 Days: News Headline-Painting Timelapse-Video


(Vimeo Direktheadlines, via KFMW)

Ripo hat die Headlines von 10 Tagen auf BBC Online gemalt und jeden Tag übermalte er die Headline von gestern mit der aktuellen. Sweet!

Everyday the news is transmitted to us across the globe. We’re left saddened, scared, inspired, skeptical, hopeful, angry, or simply numb. But the next day brings a new set of stories painting over the memories of yesterday’s events.

Weekly World News bei Google Books

Die Weekly World News, eine Satire auf Boulevardzeitungen auf Speed, ist kompletto auf Google Books lesbar. Die Weekly World News ist das Magazin, das den Mythos vom lebenden Elvis erfand, regelmäßig über den Bigfoot und Aliens schreibt und so tolle Headlines hat, wie „Human Head Kept Alive“ oder auch „Cheeseburger kills Space Alien“.

Ich klick mich da jetzt seit ungefähr einer Stunde durch und kann nicht fassen, dass es tatsächlich Rednecks gibt, die diesen Scheiß tatsächlich glauben: „Ihre Leserschaft ist gespalten. Einerseits sind da urbane Intellektuelle, Künstler und Studenten, die in WWN ein surrealistisches Satire-Magazin sehen und andererseits die “true believers”, Leute aus dem ländlichen Süden der USA, Wohnwagenparkbewohner, Verschwörungstheoretiker und religiöse Fundamentalisten, die trotz der Warnung auf Seite zwei alles glauben, was ihnen die Redaktion vorsetzt.“ (Wikipedia)

Wie auch immer, hier ein paar der absurdesten der völlig absurden Vorhersagen für das Jahr 2001 aus der Ausgabe vom 26. März 1991:

- Americas first „Body Parts Stores“ open in 1997. Donor hearts, livers, kidneys – even brains and eyes – are categorized by type and stored until needed for transplants.
- In the summer of 1998 joggers and bikers get a break – a drink that causes human skin to glow a bright green in the dark! Nighttime runs are safe and fun.
- Michael Jackson is diagnosed as having incurable cancer in 1992 but beats the disease with meditation, prayer and a strict diet of uncooked grains, fresh fruit and nuts.

Weekly World News auf Google Books (via MeFi)

Daily Show über Tageszeitungen: Haa-ha, your medium is dying


(Dailyshow Direkttimes, via BoingBoing)

Dieses Video der Daily Show, in dem sie die New York Times besuchen, ist unfassbar lustig und wenn Jason Jones einen Redakteur fragt, was an veralteten Nachrichten so toll sein soll, wird so dermaßen klar, dass die Tage der Papierzeitungen sowas von gezählt sind. Dieses Video ist sowas wie die elaborierte Version des Simpson-Clips, in dem Nelson Muntz einem Print-Journalist „Haa-ha, your medium is dying“ entgegenschleudert.

Deefs offener Brief an die Medien zum Thema Killerspiele

Deef hat einen sehr guten und ausführlichen offenen Brief an Journalisten und Medien zum Thema Killerspiele geschrieben. Kann ich zu einhundert Prozent so unterschreiben.

Neue Medien gelten als suspekt. Das ist nicht nur bei Videospielen oder dem Internet so, sondern galt früher auch fürs Fernsehen, Film, Micky-Maus-Hefte (die als Schmutz- und Schund verunglimpft wurden) und Büchern. Angeblich hat schon Goethes “Die Leiden des jungen Werther” reihenweise junge Männer in den Selbstmord getrieben.

Die Diskussion läuft dabei immer nach dem gleichen Muster ab: einem neuen Medium, das viele nur vom Hörensagen kennen, wird vorgeworfen, junge Menschen zu verblöden. Das Reiz-Reaktions-Muster welches dieser Argumentation zugrunde liegt, ist das von Pawlow. Sind Menschen wie Hunde, die auf ein Signal hin zu sabbern anfangen? Nein. Die psychologische Forschung hat die Annahme, menschliches Verhalten könne sich über plumpe Reiz-Reaktions-Schemata erklären lassen, schon vor Jahrzehnten widerlegt.

Wir Videospiel-Fans appelieren an Journalisten, sich mit Spielen und der Gesetzeslage, über die sie berichten, professionell auseinanderzusetzen. Kennen Sie den Unterschied zwischen ab 18 Jahren freigegebenen und indizierten Spielen? Wissen Sie ob World of Warcraft ein Egoshooter oder ein Online-Rollenspiel ist und ob Counterstrike nur Gewalt enthält oder Gewalt verherrlicht? In der Vergangenheit haben wir oft erlebt, dass Journalisten all das nicht wussten und mittels ausgesuchter Experteninterviews ihre eigenen Vorurteile gegenüber Videospielen bestätigten.

Offener Brief an Medien, Politik und Eltern zur Killerspieldebatte

Macht spOnline dumm, Herr Schultz?

Ich habe selten ein so dummes und furchtbar unkompetentes Interview gelesen, wie das von Stefan Schultz mit Twitter-Erfinder Evan Williams. Aber sehr schön, dass dieser dem Journalisten ein paar Perlen vor den Latz knallt, bei denen ich sehr gerne Schultzes Gesicht gesehen hätte. Eigentlich sollte man meinen, ein solcher Artikel wäre einer großen Website im Jahr 2009 mittlerweile eher peinlich, aber scheinbar leben die deutschen Dinosaurier-Medien immer noch im Jahr überdendaumengepeiltso 2002, 2003, halten sich nachwievor für Gatekeeper. Man sollte Journalisten ihren Printchauvinismus einfach mal in den Hals stopfen. Ganz schlimm.

SPIEGEL ONLINE: … oder sie twittern einfach Dinge, die keine vernünftige Zeitung je drucken würde. Das meiste, was auf Twitter kursiert, ist belangloses Geschnatter von zweifelhaftem Erkenntniswert.

Williams: Es ist mir ein Rätsel, warum von jedem neuen Medium verlangt wird, dass es uns plötzlich in Wesen verwandelt, die nur noch Weisheiten absondern. Auch auf Facebook, am Telefon oder beim Smalltalk im Café werden nur selten gehaltvolle Gedanken ausgetauscht, das stört komischerweise keinen mehr.

SPIEGEL ONLINE: Wenn ich schon am Telefon und im Café Belangloses rede, warum sollte ich es dann auch noch auf Twitter tun?

Williams: Weil ich die Möglichkeit habe, viele Menschen gleichzeitig mit meinen Gedanken zu erreichen. Außerdem: Wer sagt denn, dass belangloses Geschnatter wertlos ist?

Macht twittern dumm, Herr Williams? (via Rivva)

Evangelikale setzen Schülerzeitung unter Druck

Das Thema dürfte bekannt sein, Stefan fasst nochmal zusammen:

Die Rassisten von „Politically Incorrect”, die sich für Christen haltenden Hassprediger von „Kreuz.net”, die rechtskonservativen Publizisten der „Jungen Freiheit” und diverse evangelikale Gruppen empören sich, dass in der Zeitung „Q-rage”, die mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in hunderttausendfacher Auflage an den Schulen verteilt wird, ein kritischer Artikel über evangelikale Christen und das umstrittene „Christival” steht.

Strittig ist vor allem wohl das Begleitschreiben von Thomas Krüger, dem Präsidenten der bpb.

In der Zeitung finden sich interessante Informationen, wie islamistische und evangelikale Gruppen, die wichtige Freiheitsrechte in Frage stellen, Jugendliche umwerben.

Dass sich die Evangelikalen da ein wenig pikiert geben, ist verständlich. Unverständlich ist allerdings, dass die Bundeszentrale für politische Bildung sich nun vom Artikel distanziert und den Druck auf die Schülerzeitung abgibt. Scheiße fliest eben von oben nach unten, wenn sie dann aber Schüler abbekommen, sehe ich rot. Denn man kann Evangelikale mit zwei einfachen Zitaten sehr wohl in der verfassungsfeindlichen Ecke sehen.

Der Evangelikalismus (vom englischen evangelicalism) ist eine theologische Richtung innerhalb des Protestantismus, die sich auf die Irrtumsfreiheit der Bibel als zentrale Grundlage christlichen Glaubens beruft. (Wikipedia)

Die Worte „Bibel“ und „Irrtumsfreiheit“ lassen meine Zehennägel im Kreis rollen, die Diskussion um den Fiktionsgehalt der Bibel hatten wir ungefähr vor einem halben Jahr hier und ich bleibe dabei: Ich hab’ Recht. Die Bibel ist ein zusammengestöppelter Text von tausend Autoren, immer wieder umgeschrieben, und er strotzt nur so von Märchen und Mythen. Was nichts an der Bedeutung des Buches für die westliche Welt schmälern soll, aber die Bibel ist und bleibt ein Märchenbuch, in dem Stellenweise furchtbare Dinge propagiert werden.

“So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben.”
(4. Mose 31,17-18)

Wenn sich jetzt also eine Vereinigung hinstellt und meint, Sätze wie der obige seien irrtumsfrei, dann bezweifle ich neben dem gesunden Menschenverstand dieser Leute doch stark die Freiheits- und Verfassungsliebe dieser Vereinigung. Gut, dass sich Schüler mit solchen Gruppen beschäftigen und wie geschehen bei Bedarf blosstellen. Und wenn sich nun die bpb in einem feigen Akt den religiösen Lobbyisten beugt und sich vom Artikel distanziert, dann ist das schlicht ein Skandal.

Post von Walter, dem Klugscheißer

Liebes Internet, das hier ist eine Premiere. Ich vermeide das Thema Bild – oh, entschuldigung, ich meinte natürlich Blöd Zeitung –, und verdränge die Tatsache, dass es dieses Schmierblatt gibt, meistens doch ziemlich erfolgreich und melde mich nur ab und an bei Grundsatzdiskussionen, bei denen ich dieser Ansammlung toten Holzes regelmäßig die Existenzerechtigung ganz einfach abspreche. Because I can. Aber heute muss ich mich zu einem speziellen Fall zu Wort melden, denn Franz Josef Wagner hat sich mit seinem letzten Auswurf ja echt mal was geleistet und ich bin sehr froh, dass ich dazu nicht die Bild verlinken muss, sondern auf Scienceblogs verweisen kann.

Da sind Schüler in Sachsen erfolgreich und stehen in der aktuellen Pisa Studie mit Abstand ganz vorne, wozu man eigentlich nur anerkennend nicken und lobend ein „Weiter so“ fordern kann, da stellt sich dieser Mensch hin und meint: „Werdet keine Klugscheißer. Ich hasse Klugscheißer.“ „So wie ich einer bin“ hätte er hinzufügen müssen. Danach führt er aus, dass er als Neunjähriger „durch den Wald mit dem Sonnenlicht zwischen den Bäumen“ lief. Tatsächlich sang er im Domspatzen-Chor. Kein Wunder, dass der Mann heute bei der Bild Zeitung arbeitet.

Lieber Franz Josef Wagner, Ihre völlig fehlende Anerkennung für die Leistung der Schüler in Sachsen ist ein charakterliches Armutszeugnis, passt aber ins Bild ihres Verlages, der genau wie viele deutsche Privatsender ein Bildungs- und Intelligenz-feindliches gesellschaftliches Klima fördert. Ich weiß noch genau, wie ich einer Familie erklären musste, warum ihr Bub, der „was mit Internet und Design“ machen wollte, doch am besten Kommunikationsdesign studieren sollte. Nein, meinten sie. Bloß kein Studium. Weil… äh… is’ halt so. Und wie ich Webfuzzi geworden geworden sei, fragten sie, weil: ich hätte ja auch nicht studiert. Ganz einfach: Weil ich enorm viel Glück hatte, darum. Davon darf man aber bei der Karriereplanung allerdings erstmal nicht ausgehen und was Wagner hier verbricht, ist folgendes: er sagt deutschen Schülern „Scheißt auf die Schule, latscht lieber wie ich durch den Wald, verlasst euch auf euer Glück.“ Und tausende bildungsferne Familien lesen dieses, entschuldigung, aber: Drecksblatt und nicken mit dem Kopf und finden sich toll in ihrer bildungsrebellischen Position, vergessen dabei aber, dass Glück selten ist und mit Bildung meistens genau nichts zu tun hat.

Diese Brandmarkung des Begriffs „Bildung“ mit „Klugscheißer“ ist im gesellschaftlichen Rahmen asozial und man muss das einfach mal in dieser Deutlichkeit sagen, deshalb nochmal: Dieser Text von Wagner in der Bild Zeitung ist asozial. Ein Adjektiv, das wahrscheinlich auf die meisten Bild-Inhalte zutrifft, aber dazu beschäftige ich mich mit dem Blatt nicht genug.

Franz Josef Wagner und die Bild fördern Anti-Intellektualität, die dazu führt, dass es Menschen in Deutschland gibt, die stolz darauf sind, nicht zu wissen. Und sie gehen sogar noch weiter und denunzieren latent diejenigen, die an ihrer Situation etwas ändern wollen (Sachsens Schüler nämlich), als Klugscheißer. Dazu fällt einem als normaler Mensch ja nicht viel ein, das nicht abmahnfähig ist, tatsächlich bleibt einem als Bezeichnungen für so einen Menschen nur das berühmte Wort mit A, das sich an dieser Stelle jeder selber denken muss und mir bleibt eigentlich nur, Wagner folgendes mit auf den Weg zu geben: „Wären Sie nicht so ein Klugscheißer mit Millionenreichweite, gäbe es vielleicht einen Funken mehr Menschenverstand in diesem Land und ich mache Sie nach diesem Textlein direkt mit dafür verantwortlich, dass es das Wort ‘Bildungsmisere’ überhaupt gibt.“

Ich kann diesen Unsinn nicht mehr hören

Ich müsste eigentlich ja mal was zu diesem Unsinn schreiben, der derzeit durchs Netz geistert, dieses „das Internet verblödet“ und „wir lesen nicht mehr“ und „ADS dank Internet“, denn das ist alles völliger Unfug. Letzter Auswuchs ist dieser Artikel bei Netzwertig, der sich darüber beschwert, man würde im Netz nix mehr lesen, nur noch scannen und man könnte ja was verpassen und dann doch wieder nicht, irgendwie so. Mei, wie furchtbar.

Als ob das schon jemals anders gewesen wäre. In der Zeitung scanne ich auch zunächst und lese die für mich relevanten Artikel, das gleiche gilt für Magazine und Bücher: ich lese niemals alles, sondern nur den Content, der für mich interessant ist, das Internet ändert an diesem Verhalten nichts. Klar ändert das Web auch unser Rezeptionsverhalten, legt einen stärkeren Fokus auf das „Scannen“ von Inhalten, es bietet allerdings gleichzeitig tausende Möglichkeiten, gescannte Artikel als interessant zu kennzeichnen (bookmarken, flaggen, whatever), um sie dann in Ruhe zu lesen. Ich meine, hey: ich habe oben genanntes Posting auch kompletto gelesen! Whooohoo! Ich lese sogar ein Buch! Wow! Ich lese sogar 5 Bücher gleichzeitig! Yeah! Das war sogar 1984 schon so! Unfassbar!

Eigentlich sollte ich irgendwie sowas schreiben, dass dieser ganze gar nicht so latente Kulturpessismismus völlig beknackt und fehl am Platz ist und dass ich das alles nicht mehr hören kann, weil ich lese, in Ruhe. Sowas müsste ich schreiben, aber ich habe keine Zeit. Ich muss scannen.

Die Zeit, Youtube und das Urheberrecht

Marcus Rohwetter hat für die Zeit einen Artikel zum Rechtsstreit zwischen Viacom/MTV und Google/Youtube verfasst, der nur so vor Lächerlichkeiten strotzt, dass ich da echt was zu sagen muss. Ich bin ja viel gewohnt, aber gleich der allererste Satz ist schon eine bodenlose Frechheit und zeigt, dass der Autor das Konzept „online“ wahrscheinlich nur aus der Eingabemaske seines CMS’ kennt, während er wahrscheinlich AOL für das Internet selbst hält.

YouTube ist eine digitale Halde für Videoschrott.

Das ist eine einzige Ohrfeige für alle, die schonmal etwas bei Youtube hochgeladen haben, das mehr zeigt, als (wie er schreibt) „einen dicken Briten namens »Expanda« [...], der nach dem Genuss von vier Litern Cola seine pralle Wampe streichelt“. Das ist ein Journalist, der aus seinem Offline-Elfenbeinturm auf den Pöbel spuckt, der die brillanten Videos von Lasse Gjertsen nicht kennt oder nicht weiß, wo zum Geier Matt steckt. Und wenn ich sowas nicht kenne, schreibe ich natürlich darüber. So funktioniert es also, wenn sich klassische Medien sich zu Online-Themen äußern, super. Weiter schreibt er über Musikvideos:

Hochgeladen wurden sie indes von Mitgliedern der YouTube-Gemeinschaft. Damit sind sie zugänglich für jedermann, jederzeit, kostenlos. Ein Horror für professionelle Künstler.

Marcus Rohwetter ist also der Meinung, wenn etwas nicht jederzeit kostenlos zugänglich für jedermann wäre, dann wäre das der paradiesische Zustand für einen Künstler. Nun gibt es ja tatsächlich ein paar Künstler, die das so sehen. Das ist ihr gutes Recht. Noch. Es gibt allerdings auch andere Künstler, die stellen ihre Videos selbst bei Youtube hoch, es gibt ganze Labels, die das machen, auch Majors. Rohwetter ist das egal, Youtube ist schließlich „eine digitale Halde für Videoschrott“ und Urheberrechtsverletzungen, da ist kein Platz für albernes Rumdifferenzieren. Und dann schreibt er schlichtweg falsche Sachen in sein Pamphlet:

Denn kaum war das Urteil gefallen, beklagten sie die drohende Preisgabe ihrer Daten an Viacom – obwohl der Konzern gar keine einzelnen Namen verlangt hatte.

Das ist natürlich tricky formuliert, denn natürlich hat der Konzern keine Namen verlangt. Der Richter hat die Herausgabe von IPs und damit natürlich im Endeffekt Personenbezogene Daten verlangt. Es werden ja sogar die IPs von Blogs weitergegeben, wenn ich hier ein Youtube-Video poste, dann landet mein Blog bei Viacom und in meinem Impressum steht mein Name. Aber so genau muss man das natürlich nicht nehmen, nicht wahr? Rohwetter?

Immerhin gibt er am Ende zu, was sein Artikelchen tatsächlich ist, denn „Es mag ja anachronistisch klingen, die Verbreitung von Bildern, Tönen und Texten im digitalen Zeitalter noch kontrollieren zu wollen“. Das „Aber“ erspart er einem leider nicht und schließlich kehrt er zurück zu seiner gestreichelten Wampe, vielleicht hat er ja auch einen Wampen-Fetisch, wer weiß.

Irgendwo in der Mitte schrieb er übrigens auch einen korrekten Satz, der quasi die Kernaussage des Artikels ist: „Das Duell steht somit auch für den Kampf der alten gegen die neue Medienwelt und für die Frage, welches Geschäftsmodell im Internet funktioniert“. So ist es. Und wenn Artikel wie dieser für die alte Medienwelt stehen, dann bin ich froh, dass sie durch teh Internets mächtig ins Wanken gerät und von mir aus kann Viacom Youtube ruhig plattmachen, dafür starten dann zehn neue Youtubes, wie bei der Hydra und das nächste Videodings ist nur einen Klick weit weg. Aber erklär’ das mal einem wie Rohwetter.

(via)

Internet ist einflussreichstes Medium

Das Internet ist mittlerweile das einflussreichste Medium geworden. Dieses Fazit zieht zumindest die gerade veröffentlichte “Digital Influence Index Study” von Fleishman Hillard und Harris Interactive.

Link

Der Tag, an dem aber auch rein gar nichts passierte


(Flickr DirektBBC, via)

Diese Stille. Herrlich. Nachrichtenmenschen beim Schweigen zuschauen hat was sehr meditatives. Dieses Video ist mein persönliches Zen of News.

Pixel Perfect

Pascal Dangin’s virtual reality.

Link (via)

Top 10 Hunter S. Thompson Quotes

We had two bags of grass, seventy-five pellets of mescaline, five sheets of high-powered blotter acid, a saltshaker half-full of cocaine and a whole multicolored collection of uppers, downers, laughers, screamers . . . Also, a quart of tequila, a quart of rum, a case of beer, a pint of raw ether and two dozen amyls. Not that we needed all that for the trip, but once you get into a serious drug collection, the tendency is to push it as far as you can. The only thing that really worried me was the ether. There is nothing in the world more helpless and irresponsible and depraved than a man in the depths of an ether binge and I knew we’d get into that rotten stuff pretty soon . . .

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Night of the living Tageszeitung und die doofe Jugend von heute

Die Leute sagen ja immer, die Jugend würde nicht mehr lesen. Pardon: die Jugend liest nicht mehr genug Gedrucktes. Oh, nochmal sorry: die Jugend liest nicht mehr genug Gedrucktes, außer Harry Potter und Terry Pratchett und Tintenherz und weiß der Geier. Sprich: die Jugend liest nicht mehr genügend Zeitung. Und das sehen Journalisten natürlich nicht gern, zumindest die Journalisten, die medienfixiert schreiben, sprich: Printjournalisten. Und weil alle viel mehr schreiben und lesen als früher, nur eben nicht so, wie das die ehemaligen Gatekeeper gerne hätten, gründen sie einen Verein zur Rettung der Tageszeitung. Don Dahlmann schreibt dazu:

Mag ja sein, dass die 15 bis 30jährigen keine Zeitung mehr lesen, vor allem keine Tageszeitungen. Man könnte sich ja auch mal Gedanken darüber machen, warum die Leute keine Zeitung mehr lesen. Weil sie “WoW” spielen? Sicher – mag sein. Möglicherweise liegt es aber auch daran, dass die Printausgaben mancher Zeitung besonders außerhalb der viereinhalb Großstädte in Deutschland einfach schnarchlangweilig sind und nur noch aus zusammengetackerten dpa Meldungen, Werbung und einem zusammengedampften Lokalteil bestehen. Welcher Jugendliche interessiert sich schon für eine Tageszeitung, mal abgesehen vom Sportteil? Und war das jemals anders?

[...]

Die Gründung einer “Nationale Initiative Printmedien” macht das Elend der deutschen Printmedien und auch der deutschen Politik im Umgang mit dem Internet nur allzu deutlich. Man spürt, dass sich etwas ändert, man merkt, dass etwas passiert, was man nicht versteht, also gründet man einen Verein.

Ich lese seit drei Jahren keine gedruckte Zeitung mehr. Wozu auch? Ich kann jegliche Themen in meinem Feedreader plus Bookmarks von allen, aber auch wirklich allen Seiten beleuchten. Und dann bringt mir ein Haufen totes Holz am nächsten Morgen die staubtrockene Fakten dazu, zusammenkopiert aus einer DPA-Meldung. Wozu sollte ich das kaufen, geschweige denn lesen? Und was interessiert mich der Hasenzüchterverein in Groß-Bieberau? Und was kümmert es den Hasenzüchter, wenn etwas über seinen Hasenzüchterverein in Groß-Bieberau in der Zeitung steht? Der weiß das alles doch schon längst aus dem Vereinsheftchen!

Mit anderen Worten: nicht die Jugend hat ein Problem, sondern die gedruckte Tageszeitung. Und während sich die Süddeutsche wegen des super Vereins wahrscheinlich selbst auf die Schulter klopft, kommt ausgerechnet bei spOnline ein sehr schöner Artikel zum Thema, dessen Kernaussage für mich folgende ist:

Das wahre Problem, und das wissen vermutlich auch die Initiatoren der “Initiative Printpresse”, liegt ganz woanders: Anzeigen auf Papier sind im Augenblick noch deutlich teurer als Anzeigen auf Webseiten. Der Wandel von analog zu digital bringt keine primär gesellschaftliche, sondern eine primär wirtschaftliche Schwierigkeit mit sich: Guter Journalismus ist teuer, und Online-Journalismus rechnet sich zu den derzeitigen Marktpreisen nur in einigen wenigen Fällen. Das ist ein Problem – aber man löst es gewiss nicht, indem man die weglaufende Zielgruppe fortwährend der Dummheit bezichtigt.

Ich habe früher schon gerne und viel gelesen, heute hat sich das nochmal verdoppelt, vielleicht sogar verdreifacht. Dank des Netzes formuliere ich Texte bewusster als zuvor, auch wenn ich dabei Kraftausdrücke benutze. Die setze ich nähmlich auch sehr bewusst ein. Jetzt zum Beispiel: Tageszeitungen sind sowas von gefickt, doh!

Bundesregierung, besser gesagt der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann, startet die Initiative “Nationale Initiative Printmedien”

Die Gründung einer “Nationale Initiative Printmedien” macht das Elend der deutschen Printmedien und auch der deutschen Politik im Umgang mit dem Internet nur allzu deutlich. Man spürt, dass sich etwas ändert, man merkt, dass etwas passiert, was man nicht versteht, also gründet man einen Verein.

Link

Don’t trust your MTV

Wenn man von klassischen Medien spricht, meint man normalerweise nicht sowas wie MTV, obwohl die natürlich auch zu der Band dazugehören, klare Sache. Wie MTV im Netz nach Klicks geiert und dabei auf Kosten von Shakira einen Aprilscherz um ein angebliches Sex-Tape für bare Münze verkauft, Kommentare löscht und ganz einfach nicht reagiert, steht hier.

Bei all der Relevanz- und Qualitäts-Diskussion um Blogs und so langweilig ich die mittlerweile auch finde: in einem Blog wäre die Sache innerhalb von zwei Minuten erledigt. Aber es gibt ja anscheinend auch solche Medien, die aus Klickgeilheit zensieren und lügen und pennen Faulheit einfach die Falschmeldungen stehen lassen. Blogs tun das nicht.

[update] Ich habe eine sehr nette Mail vom MTV-Online-Chief bekommen, die Kommentarlöschungen hat wohl ein Freelancer vorgenommen und Falschmeldungen rutschen nun mal durch, kann passieren. Aber ich bleib’ dabei: Blogs hätten die sofort korrigiert, zumindest die Blogs, die ich lese.

[update 2] Zum Thema Blogs, Falschmeldungen und Korrekturen sollte man sich auch das hier mal durchlesen.

Larry Roibals Kuliportraits

heston.jpg

Larry Roibal zeichnet Portraits von Personen der aktuellen Zeitgeschichte mit einem Kuli auf die Zeitungsseite mit dem Artikel. Nice!

Link (via)

Best of Spiegel-Archiv

Der Spiegel hat sein komplettes Archiv online gestellt, das aber erst in Philipps Minimal-Design-Suchmaschine (via) so richtig Spaß macht. Die sieht mir zwar noch nicht so ganz wackelfest aus, ist aber im Gegensatz zur Spiegel-Suche immerhin benutzbar. Und ich hab’ da mal ein paar Sachen rausgesucht: Best of Spiegel-Archiv inspired by Kottke. Wenn man diese Artikel liest, versetzt es einen wirklich in andere Zeiten. Die perfekte Sonntagslektüre über die Beatles, Elvis, UFOs, die Mondlandung, Porno-Games, echte Werwölfe (!) und noch einiges mehr.
Gib mir den Rest, Baby…

Kostenlose Zeitungsartikel

Einige Wochen also, nachdem die New York Times ihre Archive öffnet, ziehen sie alle nach: DIE ZEIT, DER SPIEGEL in Suchmaschinenform, natürlich der Focus, und sicher bald auch die größeren Tageszeitungen. Wieso der plötzliche Sinneswandel? Ganz einfach: Niemand kauft online Zeitungsartikel! Deshalb verteilt man das alte Zeug lieber kostenlos, kommt dadurch in die Suchergebnislisten von Google und Co. und kassiert wenigstens ein bisschen Geld durch Werbeeinnahmen, hat außerdem weniger Stress mit den Bezahlsystemen.

Link

Wohin sind eigentlich…

…die ganzen kriminellen Jugendlichen verschwunden? Ach, stimmt ja. Die sind zusammen mit den Landtagswahlen zum Schnee von gestern gepackt worden.

Ich frag ja nur.

Die Strategie der Bild

Am Samstag titelte die Blöd-Zeitung mit Udo Jürgens und dessen Aussage, kriminelle Ausländer sollten bitteschön raus, oder so ähnlich. Riesending, ganz groß auf Seite 1, ganz oben und im Grunde ohne Anlaß. Gestern prügelt ein 18jähriger eine Frau tot, die Bild: ganz klein, unten, links. Immerhin auf der ersten Seite. Und da wollte man mir vor anderthalb Jahren hier in den Kommentaren erzählen, die Bild wäre ja „nur“ ein Unternehmen und „nur“ an Profit interessiert (was schon schlimm genug wäre).

Nein. Die Bild ist ein verficktes Drecksblatt, parteiisch und linientreu. Fährt Kampagnen für das konservative Lager und nutzt seine geballte Macht politisch. So ist das. Muss man alle Jahre mal wieder deutlich betonen, was das für ein Schmierblatt ist.

Journalisten vs Blogger und sowas

Ich schau mir dann doch mal das Video an zu der Podiumsdiskussion mit Fonsi und Knüwer und Jörges und einer unheimlich spröden Dame, die mir gleich unsympatisch war, bevor mir zum Glück der Stream abgebrochen ist und ich endlich nach Hause fahren konnte. Eigentlich wollte ich ja gar nix zu schreiben, aber was solls, ich hab heute erst sechs Postings, da is noch Luft nach oben. Freudscher Vertipper: Lust nach oben.

Jörges wollte ja partout nicht über Blogs reden, hab ich bei Twitter mitbekommen. Stimmt. Ich rede auch immer weniger drüber und blogge einfach. Und wenn ich auf einer Podiumsdiskussion über Copyright oder sowas sitzen würde, dann würde ich auch nicht über DRM reden. Oder sowas. Pfeife. Aber es ging ja schließlich um „Journalismus im www“ und Regeln und Anarchie und sowas. Journalisten, die über Anarchie reden. Yeah. Das ist so wie Fonsi, wenn er das Wort „Punk“ in den Mund nimmt.

Wie ich schon vorhin twitterte: „Ich hätte das nachher gerne als MP3 zum einschlafen, okee?“

Mehr:
Felix, Don Dahlmann

[update] Hier als MP3. Danke, Jo!

Haaa-Ha. Your medium is dying.


(Youtube Direktmedium, via)

Print is dead

Was David Carson schon in den Neunzigern vorhersagte, bestätigt jetzt nochmal eine Studie von Castulus Kolo und Robin Meyer-Lucht – übrigens beides sehr sehr (sehr [sehr] sehr!) lustige Namen, muss man mal laut aussprechen, die Dinger -, die besagt, dass Tageszeitungen zu den absoluten Online-Verlierern gehören.

„Je stärker die Nutzungszunahme von Online-Nachrichten in einer Altersgruppe, desto gravierender sind zugleich auch die Einbußen der Tageszeitungen.“ Zu diesem Ergebnis kommen Kolo und Meyer-Lucht durch eine Zeitreihenanalyse der vom Allensbach-Institut erhobenen ACTA- und AWA-Daten der Jahre 2001-2006. Die Autoren lehnen auf ihrer Datengrundlage die Komplementärnutzungsthese (Online verdrängt Print nicht, sondern beide Medien ergänzen sich in ihren jeweiligen Stärken) ab und sehen eine wachsende Polarisierung: Die Parallelnutzung erscheint hier als bloßer Übergang zu einer »habitualisierten Entscheidung« für oder gegen Print. Besondern bei den jüngeren Altersgruppen, die als digital natives mit dem Internet aufgewachsen sind, lässt sich also eine echte Abwendung von den Printmedien betrachten. Damit erscheint die bisherige Koexistenzthese (etwa das Rieplsche Gesetz) als verzweifelter Versuch der Selbstlegitimierung der Digitalisierungsverlierer Tageszeitungen. (Metarollenblog)

Überrascht mich nicht wirklich, sehe ich am besten an mir selbst. Als ich vor fünf Jahren anfing, in Frankfurt zu arbeiten, las ich noch morgens die Zeitung, ging nahezu jeden Tag in den Zeitschriftenladen am Bahnhof, kaufte mir dort Musik-, Design-, Film- und Game-Magazine oder die Brand Eins. Diese Zeiten sind längst vorbei. Auf Zeitungen schiele ich im Vorbeigehen, um festzustellen, dass ich das alles schon weiß, mein letztes Magazin habe ich vor… ich weiß es nicht mehr.

Vor den klassischen Print-Sektor hat sich das Internet geschoben und die klassischen Medien nahezu komplett verdrängt. Mein Feedreader und meine News-Bookmarks sind mein Filter, durch den ich die Online-Angebote der Verlage und Medienhäuser nutze. Für mich ist Print „nur“ noch als Literatur lebendig, was sich trotz Amazons Rohrkrepierer Kindle nicht ändern wird, jedenfalls nicht auf absehbare Zeit. Denn das Buch ist eben die Killerapplication des Print. Einfach zu handhaben, super in der Haptik. Aber für Info-Häppchen, News und auch mal längere Artikel? Hier ist das Internet mit seinen Vernetzungs-Möglichkeiten den Magazinen und Zeitungen haushoch überlegen.

Und wenn die FAZ und die Süddeutsche nun immer wieder gegen das Netz schießen, dann heisst das vor allem eines: Print is dead. Welcome to the Future.

[update] Heise hat ein paar mehr Infos:

Besonders stark betroffen sind die Altersgruppen der 25- bis 34-Jährigen und der 35- bis 44-Jährigen. Bei ihnen ist der Anteil der regelmäßigen Leser von Abonnements-Tageszeitungen von 2001 bis 2006 von 50,5 auf 37,4 und von 64,8 auf 54,2 Prozent zurückgegangen. Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Intensivnutzer von Nachrichtensites von 7,9 auf 14,2 und von 7,0 auf 12,3 Prozent. “Online und Print laufen nicht einfach parallel oder ergänzen sich gar”, erklären die Autoren, “sondern machen einander zunehmend Zuwendungsressourcen streitig.” Es zeichne sich der Übergang von einer “experimentellen Parallelnutzung” hin zur “habitualisierten Entscheidung” für Print oder Online ab.

Die Killerspiel-Debatte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – Fuckers!

Problematisch am Fernsehen ist nicht, dass es uns unterhaltsame Themen präsentiert, problematisch ist, dass es jedes Thema als Unterhaltung präsentiert. (Neil Postman)

Wie die Killerspiel-Debatte (absichtlich?) von den (klassischen!) Medien beeinflusst und für die Unterhaltung mit gewaltverherrlichenden (sic!) Unwahrheiten aufgesext wird, steht bei Jetzt in einem Interview mit Matthias Dittmayer. Das Video von ihm gibts aber auch hier und untermauert mal wieder die Tatsache, das man den Medien kein, aber auch wirklich kein Wort glauben darf.

Auf YouTube sorgt gerade ein zehnminütiger Angriff auf ARD und ZDF für Aufsehen: Killerspiele in ARD, ZDF und WDR heißt der Clip, in dem der 21-jährige Matthias Dittmayer den Sendern mit einfachen Mitteln beweist, wie irreführend und verfälschend sie zum Teil über das Thema Computerspiele berichten. Der Bremer Student der Rechtswissenschaften unterzieht dabei die Sendungen Panorama, Hart aber Fair, Kontraste und Frontal 21 einer journalistischen Prüfung, stellt Fakten richtig und bewertet Behauptungen, die getroffen werden.


(Youtube Direktgames, via)

Unfassbar!

Darkweb-Journalismus a la ZDF

Grade eben im ZDF – „Terrorziel Deutschland“: Das Darkweb ist der Tummelplatz für Terroristen und zwar ausschließlich für Terroristen. Absichtliche Irreführung? Könnte man meinen, wenn behauptet wird, dass das Darkweb, das eigentlich den Teil des Netzes darstellt, vom Rest des Netzes technisch abgekoppelt wurde. Man könnte zum Beispiel sagen, dass Youporn für Arcor-Kunden einen Teil des Darkwebs darstellt.

Wenn dann ein Professor erzählt, man hätte es mit „Millionen von Dokumenten“ zu tun, dann drängt sich dem nicht netzaffinen Nutzer der Eindruck auf, im Internetz-Teilstück „Darkweb“ tummelten sich abertausende Terroristen. Dass zu diesen Millionen von Dokumenten aber auch völlig harmlose Websites gehören, die durch Traffic-Filtering rausfallen, fügt das ZDF nichtmal an.

Klassische Journalisten im Web machen Panik, weil sie von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Ein Blick auf Wikipedia.com hätte in diesem Fall genügt. Niggemeier, Netzpolitik, übernehmen Sie!

Warum Journalisten klassischer Medien einfach die Finger vom Internetz lassen sollten (Teil 274)

Dieser Artikel auf faz.net ist „bemerkenswert dämlich“ (Uli) und tatsächlich strotzt er so dermaßen von Halb- achwas… Viertelwissen, dass einem schlecht werden würde, wenn man nicht so laut lachen müsste. Von „LastFM.com“ bis „weil irgendwo immer ein Leck ist und irgendein Journalist sein Vorabexemplar auf seinem Blog als MP3 einstellen wird“ finden sich dort Zitate zum Umfallen.

Tobias Rüther sollte vom Internetz die Finger lassen, denn Tatsache bleibt: nichts hat meinen musikalischen Geschmack weiter ausdifferenziert als das Internet. Nichts. Und viel mehr muss man dazu auch nicht sagen.

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