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Podcasts: Iran, Klimawandel, Space

Ich bin ja morgen unterwegs zurück nach Berlin und habe mir für die Reise ein paar Podcasts runtergeladen. Normalerweise bin ich nicht der große Typ für Podcasts, aber grade auf Reisen finde ich das ganz angenehm, mir dann zu diesem oder jenem Thema etwas erzählen zu lassen. HR2 Der Tag habe ich selbst abonniert, den Link zu Bayern2s IQ habe ich aus Swens Podcast-Linksammlung, here we go:

HR2 Der Tag: Wendepunkt in Teheran: Irans neue Revolution (MP3, hier der Link zur HR2 Der Tag Podcast-Seite): „Gerade erleben wir die heftigsten Auseinandersetzungen auf den Straßen im Iran, seit die Proteste gegen manipulierte Ergebnisse der Präsidentenwahl im Juni be-gonnen haben. Wieder wird scharf geschossen, wieder gibt es Tote. Und: wie vor der Revolution von 1979, die den Schah vom Thron jagte, finden die Demonstrationen in immer engeren Zeitabständen statt. Sie sind eine echte Bedrohung des etablierten Regimes. Die Fronten verhärten sich, eine friedliche Lösung ist nicht in Sicht. Steht Teheran vor einer neuen Revolution?“

B2 IQ: Alles falsch – die Argumente der “Klimaskeptiker” (MP3, hier der Link zum B2 IQ-Podcast): „So genannte Klimaskeptiker bestreiten, dass der Mensch durch das Verbrennen fossiler Energieträger zur Erderwärmung beiträgt. Manche sind Laien, andere sind Naturwissenschaftler – doch Klimaforscher sind keine darunter. Ein Feature von Renate Ell.“

B2 IQ: Vom Himmel hoch – Warum Menschen zu den Sternen greifen (MP3): „Der bestirnte Himmel über uns: eine riesige schwarze Kuppel. Die Sterne darin blinken weiß, viele in einem zarten Gelb. Nur Planet Mars erscheint rot. Aber auch Sterne strahlen in Farben, die von Bläulich bis Grün und Rot reichen können. Die Farbtöne geben an, wie alt die Objekte sind, und was sie an Brennstoff enthalten.“

Iranischer Protest auf Geldscheinen

iranmoney

Was machen Iraner, wenn ihr Internet überwacht und ihre Redefreiheit genommen wird? Sie protestieren trotzdem, und zwar anonym auf Geldscheinen.

Anti-government activists are not allowed to express themselves in Iranian media, so theses activists have taken their expressions to another high circulation mass-medium, banknotes. The Central Bank of Iran has tried to take these banknotes out of circulation, but there are just too many of them, and gave up. For the activists’ people it’s a way of saying “We are here, and the green movement is going on”.

Exhibit: Iranian banknotes uprising (via MeFi)

Breakdancing Iran 1991


(Youtube Direktbreakdance, via Testspiel)

Breakdancer im Iran, 1991. Man achte auf die Amerika-80s-Jeansjacke gleich am Anfang.

Break dancing in tehran in 1369-1370. In this video shahram kharchang,reza bache,mehdi tony, ahmad lore they were the most popular and famouse for their group and their dance.

Persepolis remixed mit der Revolte im Iran

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Payman und Sina sind Iraner aus Shanghai und sie haben die Artworks aus Marjane Satrapis Comic „Persepolis“ neu betextet, damit sie die aktuellen Ereignisse in Iran wiedergeben. Die neuen Texte sind zwar etwas klein geraten, aber die Idee ist dennoch hervorragend.

Iran’s Post-Election Uprising: Hopes & Fears Revealed (via BoingBoing)
Amazon-Partnerlinks: Persepolis. Eine Kindheit im Iran (Comic), Persepolis (Film auf DVD)

In related News, hier ein guter Artikel bei Telepolis über die gescheiterte grüne Revolution, die es bei einer Revolte belies:

Inzwischen verfällt die Opposition in Agonie. Eine wirkliche Perspektive hatte die Bewegung mit Mussawi und anderen Präsidentschaftskandidaten sowieso nicht. Ein “Change” war nicht vorgesehen, sondern nur ein Machtwechsel innerhalb der Elite. Das kann keine “grüne Revolution” bewirken, warum sollten die Menschen ihre Freiheit und ihr Leben riskieren? Letztlich würden nur die Köpfe verschoben, aber das System nicht verändert. Auf der Bühne der Macht wird den Menschen im Iran ein seltsames Spiel vorgespielt.

Das Spiel von Irans Machteleite erstickt die “grüne Revolution”

Iran: Herr der Ringe-Marathon im TV um Menschen von Protesten abzuhalten

Im Iran zeigen sie einen „Herr der Ringe“-Marathon, um die Leute von Protesten abzuhalten.

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In Tehran, state television’s Channel Two is putting on a “Lord of the Rings” marathon, part of a bigger push to keep us busy. Movie mad and immunized from international copyright laws, Iranians are normally treated to one or two Hollywood or European movie nights a week. Now it’s two or three films a day. The message is “Don’t Worry, Be Happy.” Let’s watch, forget about what’s happened, never mind. Stop dwelling in the past. Look ahead.

Frodo: “I wish the ring had never come to me. I wish that none of this had happened.”

Gandalf: “So do all who live to see such times, but that is not for them to decide. All we have to decide is what to do with the time that is given us.”

Unglücklicherweise scheint „Herr der Ringe“ nicht grade geeignet zu sein, um die Leute die Proteste vergessen zu lassen. Das iranische Wort für Hobbit ist zufällig das Wort, mit dem die Protestbewegung Ahmadinejad bezeichnete: Zwerg. Und auch doof, dass der Baumbart ja auch eher grün ist.

Iranian films are dubbed (forget the wretched dubbing into English in the U.S.; in Iran dubbing is a craft) and there are plenty of references to “kootoole,” little person, the Farsi word used in the movie for hobbit and dwarf. “Kootoole,” of course, was, is, the term used in many of the chants out on the street against President Ahmadinejad. He is the “little person.” (”And whose side are you on?” Pippin asks the ancient, forest-dwelling giant named Treebeard. Those watching might think the answer is Mousavi, since Treebeard is decked out in green.)

Tehran dispatch: The regime shows us movies (via /.)

Zeichnerin von Persepolis für Online-Petition gegen Gewalt in Iran

persepolis

Die Erschafferin des Comics „Persepolis“ und dessen Verfilmung hat zur Unterzeichnung einer Petition gegen die Gewalt im Iran aufgerufen. Meine Unterschrift steht drunter.

Dear Friends

To all who believe in freedom and democracy
Please sign this petition to the United Nations to stop the violence,
arrests and torture in Iran.
The situation is really really bad.

Please forward it to whoever you know
Best and lots of love
Marjane Satrapi

Open letter to Mr. Ban Ki-Moon, the Secretary General of the United Nations (via Drawn)

HR2 Der Tag: Talking about a revolution

Ich höre grade den superinteressanten HR2 Der Tag-Podcast zur Revolte/Revolution in Iran und bin noch nicht durch damit, aber sie nehmen die Ereignisse dort als Ausgangspunkt, um das Konzept Revolution näher zu betrachten. Super!

Es scheint nur so, dass sie plötzlich kommt und “ausbricht” – die Revolution. Eigentlich ist der Umsturz eines politischen Systems keine Sache von Tagen, sondern von Jahren. Die Bastille wurde nicht an einem Tag genommen. Sie war schon vorher sturmreif. Und die Mauer fiel nicht erst am 9. November. Sie war vorher schon ausgehöhlt. Hohl ist auch das Regime im Iran. Ob es schon reif ist zum Kippen oder sich noch einmal über die Zeit retten kann? Das hängt von der Festigkeit der Machtstreben an, die das Gebäude des Systems stützen. Wie diese Machtstreben begründet sind und wann sie den Halt verlieren – das ist die Frage. Immer und fast überall – nicht nur im Iran.

Revolution ist wenn … Kleine Anatomie des Systemwandels, Link zur HR2 Der Tag-Seite inklusive Feed

Iranische Sicherheitskräfte auf der Jagd nach Twitterern?

Philipp schreibt mir:

Anyone using twitter, please make Tehran your home town and set your time zone at +3.30GMT. Security forces are hunting on twitterers in Tehran and are finding them by searching on home town and time zone. Please share this with all your friends. Thanx

hab ich gerade per Weiterleitung bekommen. Konnte zwar noch nichts finden, was diesen Verdacht bestätigt, macht aber Sinn.

Ich weiß nicht, was da dran ist, aber eine Ortsumstellung auf Twitter schadet mir nicht, deshalb mach’ ich das jetzt. Ansonsten kann ich nur auf Andrew Sullivans Blog hinweisen, der seit Tagen die Tweets aus dem Iran sammelt und Videos postet.

[update] Von Telepolis:

Nach Medienberichten wird in geheimen Treffen in der heiligen Stadt Qom unter Leitung von Rafsandschani die Absetzung von Khamenei und Ahmadenidschad diskutiert.

Angeblich sucht die klerikale Machtelite im Iran nach einer Möglichkeit, den obersten geistlichen Führer Kahmenei, der sich hinter Ahmadenidschad gestellt und damit das harte Vorgehen gegen die Demonstranten gebilligt hat, zu stürzen und durch eine kollektive Führung zu ersetzen. Zudem soll in den geheimen Treffen darüber gesprochen worden sein, Ahmadiedschad zum Rücktritt zu zwingen.

Klerikale Elite Irans soll Sturz der iranischen Führung planen

Demonstration gegen Netzsperren in Berlin (plus Meldungen von Explosionen im Iran)

demo

Ich komme grade von der Demo gegen die Netzsperren in Berlin und habe ein paar Bilder davon bei Flickr hochgeladen. Das da oben mag ich sehr gerne, die Piratenflagge und die deutsche Fahne auf einem Bild inklusive einem Herrn mit Zensurbalken (das ist nicht gephotoshopt, die wurden dort verteilt, ich habe lediglich am Kontrast drehen müssen).

Flickr: Demonstration in Berlin gegen Netzsperren

Ich schätze mal, dass ungefähr 400 Leute da waren, da ist noch Luft nach oben, aber für 4 Tage Organisationszeit ist das nicht schlecht. Jörg Tauss hat auf der Kundgebung am Potsdamer Platz dann seinen Austritt aus der SPD und seinen Beitritt bei der Piratenpartei bekanntgegeben. Man merkte ihm und Ströbele (der auch mitgelaufen ist) natürlich in den Reden die politische Erfahrung an und es waren auch die besten Reden heute.

Und noch etwas zu diesem völlig beknackten Lied, das auch heute den ganzen Tag auf der Demo lief: So eine Demo gegen Netzzensur und politischer Aktivismus hat nur wenig mit der Ästhetik einer Party am verfickten Ballermann zu tun und ich will kein Kirmestechno von einer blonden Tralala-Hupfdohle auf einer Demo hören, auf der wir für Grundrechte kämpfen. Unpassender geht’s nicht, lasst diesen Dreck bitte in der Versenkung verschwinden.

Und grade schaue ich CNN, die unbestätigte Meldungen über Explosionen, Tränengas und Wasserwerfer in Teheran melden. Deshalb hier ein paar Links zum Iran:

HR2 Der Tag von gestern, noch bevor Chamenei sich für das Regime aussprach:

Heute ruft Revolutionsführer Chamenei persönlich zum Freitagsgebet in Teheran – das ist mehr als nur ein Gottesdienst. Denn bei dieser Gelegenheit wird sich entscheiden, ob noch mehr Blut fließen wird im Iran oder ob sich doch noch irgendeine friedliche Lösung abzeichnet. Das Mullah-Regime ist in Unruhe geraten, 30 Jahre nach dem Sieg der islamischen Revolution, 30 Jahre nach der Demütigung der USA, 30 Jahre nach der Invasion der Sowjetunion in Afghanistan. Das alles läutete 1979 eine weltweite Zeitenwende ein: Es war der Anfang des Niedergangs der Supermächte, das Erwachen der multipolaren Welt von heute, das Signal zum auch terroristischen Aufstand des Islam gegen den Westen. Der Gottesstaat von Teheran prägt die Welt bis heute – DER TAG über die andere, wichtigere Wende.

Telepolis: In Teheran spitzt sich die Situation zu

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Offenbar strömen die Menschen in Teheran bereits zu der Protestkundgebung, während sich massive Polizeieinheiten im Stadtzentrum versammeln sollen. Die Universität sei von Polizei umstellt worden. Wie der Guardian berichtet, ist die Lage weiterhin unklar, da es keine Berichte gebe, weil das Handy-Netz in Teheran teilweise lahmgelegt worden sei.

Andrew Sullivan sammelt Tweets aus Teheran, dort scheint grade die Hölle auszubrechen:

sources from Tehran: ppl are killed, ppl are in blood, tehran is hell.

We witnessed police spraying pepper gas into the eyes of peaceful female protesters

We are here in the dark, all kinds of rumors fly by; nothing is sure.

IRIB TV warned people seriously about going to tomorrow’s rally, mobile network might be down for tomorrow’s rally.

to other sources: this isn’t the police! police is still outside! we’re under attack by Ansar-Hezbolah.

There Will Be Blood — Exclusive Interview With an Iranian Journalist in Tehran: „Another friend from Tehran cried on the phone, after he had been to Tehran University to pray and hear the Ayatollah’s sermon. His last words to me before the mobile phone connection was cut off were: ‘Tomorrow there will be blood.’“

Iran 2009

iran

(via Delphinehauen)

Filesharing als winziges Bit in der iranischen Revolte

Ich war ja heute den ganzen Tag unterwegs, nur um abends festzustellen, dass im Iran eine Revolte gegen die Wiederwahl von Ahmadinedschad stattfindet, die mittlerweile anscheinend bereits Todesopfer fordert. Einschätzen kann ich die Lage dort nicht und sicherlich nicht, was an den Wahlfälschungsvorwürfen dran ist. Für unwahrscheinlich halte ich das allerdings nicht.

Was ich aber weiß, ist, dass Irans urbane Jugend sehr netzaffin ist und dass die Proteste dort auch über Twitter koordiniert werden, nachdem man wohl Facebook und Myspace sperren lies. Das alles passt ziemlich genau zu der Dokumentation, die ich neulich gepostet hatte, in der die Möglichkeiten politischen Aktivismus über das Internet dargestellt wurden. We are the web, you won’t ever stop us. Und auch Filesharing ist ein winziges Bit davon.

Hier ein Kommentar eines Iraners aus dem Jahr 2007, der in der aktuellen Entwicklung sehr viel Sinn ergibt.

Pascal schreibt mir: „Hi, ich bin da letztens über diesen Kommentar in einem Blog gestoßen, der mir zu Denken gegeben hat und an den ich in den letzten Tagen oft zurückgedacht habe. Das macht doch überdeutlich, wie ein einziger Mensch in Unterdrückung, der einen Godard-Film sehen kann, nicht gegen die Bullshit-Schadenersatzforderungen der Industrie aufzuwiegen ist.“

zenit said…

Dear sir
I have downloaded many of your movies and I adore you and your wonderful blog. In my country Iran we can’t buy or rent movies so we have to download them. Thank you so much.

Link (Danke Pascal!)

Mehr Links zur Lage im Iran:
HR2 Der Tag: Iran hat gewählt – wie geht es weiter in Nahost?

Aufbruch oder Stillstand? An die Wahl im Iran waren viele Hoffnungen und Befürchtungen geknüpft. Nicht nur im Land blickt man jetzt gespannt in die Zukunft. Auch die Nachbarn und nicht zuletzt der Westen fragen sich: wie wird es jetzt weitergehen mit dem iranischen Atomprogramm? Wird es einen Dialog mit dem Westen geben? Und was heißt der Wahlausgang für die Situation im Nahen Osten?

Big Picture: Iran’s Disputed Election
Spiegelfechter: There will be blood
Iran: Verhaftungen von Journalisten und Zensur
The meaning of the Tehran spring

Hier die angeblich echten Wahlergebnisse:

Unofficial news – reports leaked results from Interior Ministry:
Eligible voters: 49,322,412
Votes cast: 42,026,078
Spoilt votes: 38,716
Mir Hossein Mousavi: 19,075,623
Mehdi Karoubi: 13,387,104
Mahmoud Ahmadi-nejad (incumbent): 5,698,417
Mohsen Rezaei (conservative candidate): 3,754,218

The story of metal in the Middle East


(Youtube Direktmetal, via Linkswarm)


(Youtube Direktheavy)

Al Jazeera English mit einer Geschichte des Heavy Metal im Nahen Osten. Erinnert mich daran, dass ich mir „Heavy Metal in Baghdad“ immer noch nicht angesehen habe. Oben die komplette Folge der Serie Playlist in zwei Teilen, Snip vom begleitenden Artikel auf Al Jazeera:

Metal first arrived in the Middle East in the late 1980s and early 1990s and has steadily grown in popularity.

“From there it really starts growing underground like the way it did in eastern Europe before the iron curtain fell,” Mark LeVine, the author of Heavy Metal Islam, says. “It takes off really quickly and by the mid-1990s you have these mushrooming metal scenes.”

The current phenomenon is not confined to Arabic countries; Israeli bands Orphaned Land and Betzefer are also in the thick of it.

“It’s like we bought a canvas in the USA, we brought it here, and we paint here, a painting which is like the whole painting of the Middle East and Israel,” Kobi Farhi of Orphaned Land says.

The music is providing an outlet for an increasing number of youth in the Muslim world to voice their anger – a reflection of the turmoil and violence young people are often surrounded by in the region.

Rocking the system

Fotografie aus dem Iran: Shadi Ghadirian

Shadi Ghadirian ist Fotografin und arbeitet in Teheran, Iran. Das hier ist ein Bild aus ihrer Qajar-Serie. Snip von Wikipedia:

Shadi Ghadirian was born in 1974 in Tehran, Iran. She is a photographer who continues to live and work in Iran. Ghadirian studied photography at Azad University (in Tehran). After finishing her B. A., Ghadirian began her professional career as a photographer. She says that “quite by accident”, the subjects of her first two series were “women”.

Her Qajar Series (1998-2001) consists of small studio portraits of women dressed in the nineteenth-century Qajar style. Many of the women photographed are Ghadirian’s friends and family. The backgrounds of these portraits resemble those found in photographic studios of that period. However, the artist has added some modern anomalies or dissonances, such as a mountain bike, a newspaper, or a Pepsi-Cola can. Ghadirian plays with these juxtapositions and contrasts, thus expressing the difficulties women face in Iran today – torn between tradition and the modernity of globalization. These composed portraits depict women unsure to which era they belong.

Shadi Ghadirian (via Rocketboom)

Neuer Sport im Iran: Schuhwerfen auf Bush-Porträts

File under: Zu gut, um wahr zu sein und tatsächlich gehe ich von einem Fake aus, aber selbst wenn: Das hier ist zu gut, um es nicht zu posten.

Der Iran hat eine neue Sportdisziplin eingeführt. An diesem Freitag sollen in Teheran Wettkämpfe im “Schuhwerfen auf Bushs Porträt” ausgetragen werden, berichteten örtliche Medien am Mittwoch.

Das Turnier findet auf dem Gelände der Teheraner Universität nach dem traditionellen Freitagsgebet statt. Zum Reglement der Wettkämpfe wurden bislang keine Angaben gemacht.

Ortsbehörden zufolge hat das Turnier zum Ziel, “Solidarität mit dem mutigen irakischen Reporter” Montasser al-Saidi zum Ausdruck zu bringen, der US-Präsident George W. Bush am 14. Dezember bei einer Pressekonferenz mit Schuhen beworfen hatte. Dazu hatte er gerufen: “Das ist der Abschiedskuss für Dich, Du Hund.”

Teheran führt neue Sportdisziplin ein – “Schuhwerfen auf Bushs Porträt” (via Fefe)

„Iran: A Nation of Bloggers“ und ihr verhafteter A-Blogger


(Vimeo DirektIran, via Motiongrapher)

Vor wenigen Tagen wurde das iranische Blog-Urgestein Hossein Derakhshan festgenommen, nachdem der in Kanada lebende Blogger wieder in seine Heimat eingereist war. Ungefähr eine Woche zuvor hatten vier Studenten der Vancouver Film School, Aaron Chiesa, Hendy Sukarya, Lisa Temes und Toru Kageyama obigen Kurzfilm namens „Iran: A Nation of Bloggers“ ins Netz gestellt.

Er gilt als Pate der iranischen Bloggerszene und als Wegbereiter des Bloggens in persischer Sprache. Am 18. November wurde der in Kanada lebende Hoder alias Hossein Derakhshan festgenommen, nachdem er kurz zuvor in sein Geburtsland Iran zurückgekehrt war. Die möglichen Gründe für die Verhaftung sind vielfältig.

Derakhshan wanderte bereits 2000 nach Kanada aus, weil die Zeitschriften, für die er im Iran arbeitete, regelmäßig verboten wurden. Nachdem er 2001 angefangen hatte, ein Blog unter dem Titel “Sardabir: khodam” (Editor: Myself) zu führen, wurde Derakhshan vor allem dafür bekannt, seinen iranischen Landsleuten das Bloggen näher gebracht zu haben. Manche nennen ihn daher auf “Blogfather”, den Paten von Blogistan, wie die iranische Blogosphäre bezeichnet wird.

Weil es anfangs noch keine Möglichkeit gab, bei Googles Bloganbieter Blogger.com auf Farsi (Persisch) zu schreiben, da das Angebot keine Unicode-Unterstützung hatte, verfasste Hoder Anleitungen, wie man trotzdem ein Blogger.com-Blog auf Farsi führen konnte. Ihm wird ein nennenswerter Anteil daran zugeschrieben, dass Farsi zwischenzeitlich als die vierthäufigste Sprache in Blogs weltweit war.

Derakhshans Beziehung zu den iranischen Machthabern war alles andere als einfach. Er saß einige Tage lang vor seiner Ausreise nach Kanada im Gefägnis, später wurde sein Blog auf den Index gesetzt und ist seit 2004 im Iran gesperrt. Den Höhepunkt erreichte seine Kritik an dem iranischen Regime im Jahr 2006, als Derakhshan unter Benutzung seines kanadischen Passes nach Israel einreiste.

“Blogfather” Hossein Derakhshan in Tehran verhaftet

A1One Iran Graffiti

a1.jpg

Eigentlich wollte ich ja als Headline „A1One Iran Bombing“ hinschreiben, hab ich aber doch nicht gemacht, weils komisch aussah. A1One sprüht jedenfalls den Iran bunt an, glaubt man gar nicht, weil wir ja alle terrorversaut sind. Da kann man sich ja gar nicht vorstellen, dass es da auch normale Menschen gibt, die Streetart machen. Aber Sprayer sind ja in den Augen mancher sowieso Terroristen, da passt das ja schon wieder.

Aus einem Interview mit Pingmag.jp:

What does graffiti mean to you? Is it a protest against something or is it more of a personal expression?

Not a protest – I am not a soldier and my works aren’t stones for throwing! They are personal experiences I want to share with people. A drawing on the street is similar to a letter: It proves that there is a writer. Whether people want to receive this letter or not is a different question…

You were the first to start graffiti in Tehran spraying in the APC neighbourhood. How did you start it all?

When I started there were no paintings. Nothing at all apart from some tiny scribbles and imitations of heavy metal band names.

Und aus seinem Flickr-Profil:

I am simply Alone In Farsi language it is : “Tanha” Like many people .
I live in IRAN /Tehran as full time Anarchist.

buks.jpg

Noch mehr arabisches Graffiti findet man hier bei Boksmati (via) und weiter habe ich jetzt nicht gegoogelt recherchiert, denke aber, es gibt einen ganzen Haufen ganz normaler Straßenanarchisten in der Gegend. Man muss nur richtig hinschauen.

Link zu A1Ones Flickr-Set | Link zu A1Ones Blog | Link zum Pingmag-Interview (via)

Iranische Propaganda

(via WMMNA)