(Youtube Direktzombies, via @Maingold)
Am Wochenende war wieder Zombiewalk in Frankfurt und spOnline hat ein nettes Video über Brains und Kunstblut.
(Youtube Direktzombies, via @Maingold)
Am Wochenende war wieder Zombiewalk in Frankfurt und spOnline hat ein nettes Video über Brains und Kunstblut.

Was ich heute Abend so alles über Muschis erfahren habe, unfassbar, auch wenn mir schon die ein oder andere untergekommen ist. Frauen finden Kopfbehaarung in ihrem Genital! Männer übrigens auch. Manche Frauen versuchen beim Furzen in der Badewanne, die Gasblasen gezielt über die Klitoris zu steuern, was ihnen, falls es denn mal klappt, ein Ohjamehrdavonbitte-Gefühl beschert. Auch toll, Furz-Masturbationstechnik. Da haben sie uns Männern doch wirklich mal was vorraus.
Gib mir den Rest, Baby…
Mir gegenüber sitzt eine Viererbande Mädchen, circa 15. Die schreiben heute eine Arbeit und müssen mal gucken, ob er wieder drei oder zwei Gruppen macht. Wenn’s nur A und B ist, kann man sich ja so setzen, dass die Ella von ihr abschreiben könne obwohl er ja letztens schon die Jenny erwischt hat.
Pubertierende Mädchen tendieren übrigens dazu, das weiche „ch“ wie „sch“ auszusprechen. Da hab „isch“ dann alles „dursch“ und überhaupt, gestern saßen in der Straßenbahn zwei Mädchen mit Walky-Talky-Handys. Jau, das war ein Spaß und die Leute freuten sich über nette Unterhaltung mit Knacks-Rausch-Geräuschen unterbrochen von unverständlichem Gewäsch. Am meisten habe ich mich aber über den blinden Herren amüsiert, der ob dieser Geräuschkulisse die Nerven verlor und irgendwann lautstark verkündete, dass er dafür nichtmal 15 Pfennige geben würde. Ja, ich habe mich auch gefragt, was das wohl heissen mag und was er damit meinte, fand man dann zwei Minuten später heraus, als er hysterisch durch die Straßenbahn kreischte, dass das doch jetzt mal gut sei mit dem Gekicher und dem Geknackse und dass die beiden schließlich nicht alleine wären in der ollen Bahn.
Naja, natürlich hatte der Mann nicht ganz Unrecht, die beiden kicherten und gackerten, wie es 15jährige Mädchen eben tun und die Handys knackten und rauschten und das ging einem schon einigermaßen auf den Keks, aber mir geht ja auch ziemlich viel auf den Keks. Die ganzen Leute morgens da immer mit ihren Zeitungen, warum muss man die denn immer so schütteln, die Zeitungen, damit das ordentlich raschelt und einem mit der Papierwedelei auf den Zeiger geht. Dann gibts da noch diejenigen, die sich immerzu räuspern. So alle zwei Minuten oder sogar noch öfter… räusper, räusper, räusper. Höchstens unterbrochen mal von einem röcheligen Husten. Da dreht man ja durch, da muss man ja, da will ich auch oft im Zug aufspringen, die Fäuste ballen und die Arme zum Himmel recken und rufen: „Jetz’ is aber mal gut hier! Ihr seid hier nicht alleine in der ollen Bahn!“
Stattdessen steck’ ich mir immer die Kopfhörer ins Ohr und hör’ Musik. Das macht mehr Spaß und schont die Nerven.

Nachdem ich, wie schon mal erwähnt, meine DS-Karte für die Digicam einem Kollegen geliehen hatte, fuhr ich also etwas früher in die City und geriet auch prompt in eine Anti-PKK-Demonstration. Ich dachte zunächst, der Zombie Walk hätte schon ohne mich angefangen, aber die Jungs hatten mit Gehirnen, glaube ich, nicht so viel am Hut.

Da bin ich auch eine Weile mitgelaufen. Rote Fahnen habe ich aber keine geschwenkt.
Gib mir den Rest, Baby…
Es gab eine Sekunde, die ich damit verbrachte, im frankfurter Omen die Treppe zum Klo runterzuglotzen und dabei einen Mann zu beobachten, der sein Knie in das Gesicht eines Mädchens rammte. Ich glaubte, ein paar Spritzer einer dunklen Flüssigkeit zu sehen. Danach war ich nie wieder im Omen.
1. Ich habe eine Freikarte für die Buchmesse gewonnen, danke an Bluemars und den Medienmittwoch. Wenn jemand vor Ort ist, könnte man sich mal auf eine Kippe oder auch zwei treffen.
2. Einladung zum Borat-Pressescreening. Yepp, macht Spaß, so eine Filmseite. Hehehe
Normalerweise verkrümeln sich die Junkies in Frankfurt zum Drücken ja schon in irgendeine Ecke, in der sie dann nicht völlig öffentlich ihrer Krankheit fröhnen und auch die Crackraucher rauchen ihr Crack selten so, wie ich es einmal an der Konstabler Wache zu sehen bekam, nämlich direkt neben einer Rolltreppeneinfahrt.
Aber dass ein Junkie sich an der Straßenbahnhaltestelle auf die Sitze setzt, mitten unter unkranken Menschen sein Besteck auspackt und sich die Nadel in die Vene haut, kurz nachdem erst eine Schulklasse aus der Linie 16 gestiegen ist, das hat mir und den anderen Leuten in der Nähe dann doch einigermaßen die Spucke verschlagen.
Man kann das ja auch als öffentlichen Protest gegen den sozialen Kahlschlag sehen, den der Herr Koch da zum Zwecke Haushaltskonsolidierung in die hessischen Lebenswälder reingehauen hat und dank der allerlei Mittel für die Drogenhilfe gestrichen und Fixerstuben gechlossen werden. Und da erzähl’ mir mal einer, Bedürftige hätten sich aus der Gesellschaft verabschiedet, denn wenn das mal keine unbewußte Aktionskunst mit gesellschaftpolitischer Sprengkraft war, dann heiße ich Egon!
Der Sessel zum Job war nur noch 500 Meter entfernt, da bretterte ein gelbes Auto der Post mit Schwung in den Hof der Jungen Deutschen Philharmonie, während der Fahrer aus dem bis zum Anschlag des Lautstärkeregelinstruments aufgedrehtem Autoradio das Theme des “A-Teams” durch die Schwedlerstraße in Frankfurt schmetterte.
Verwundert, erheitert und etwas verwirrt ging ich den Song pfeifend weiter und begann wenige Minuten später meinen heutigen Arbeitstag.

Bobby Baby spielen am 18. August im Frankfurter “Bett”, ich bin da. Hier noch als Anheizer das brillante “Lucky Moments”.
Vor dem O’Reilly’s, in dem Johnny, Mario, Alex und ich neulich das Japan-Spiel mitansehen mussten, versammelten sich gestern geschätzte 500 Engländer zum Fußballgucken. Den Chor hat man noch im Hauptbahnhof gehört. Aber das war ja völlig lächerlich gegen diese Wand aus 25000 Engländern im Waldstadion, die gerade “God shave the Queen” sangen, verdammt, das hat man wahrscheinlich noch auf der Insel hören können. Das Waldstadion sieht gut aus im Fernsehen, nur der Schatten von dem Guck-Gnubbel auf dem Feld ist komisch irgendwie. Egal. England – Paraguay, here we go.

Sky Arena: Sieben Millionen Euro für diesen Quark???
Habe ich richtig gehört, dass dieser Open-Air-Multimedia-Quark sieben Millionen Euro gekostet haben soll? Die Idee ist ja nicht schlecht und bringt zumindest Frankfurt und Deutschland wahrscheinlich einige Image-Pluspunkte in der Welt. Aber die künstlich mit Pathos und Enthusiasmus angereicherte Moderatoren-Stimme hat ja wohl genervt wie Hund! Und bei der Fernseh-Übertragung haben sie es auch nochmal zusätzlich kommentiert und somit also doppelt reingequatscht. Kann man das nicht einfach nur mit Bildern und Musik für sich selbst stehen und wirken lassen? Von der grottenmäßigen englischen Aussprache des Laber-Heinis jetzt mal ganz abgesehen. Und das Ganze soll sieben Millionen Euro gekostet haben? Das bastelt ja heutzutage jeder einigermaßen begabte Powerpoint-Mensch zuhause in einer Stunde zusammen! Wahrscheinlich war das Teuerste die Logistik und Manpower, die benötigt wurde, um das vor Ort in Frankfurt innerhalb von einer Woche im Hetzverfahren aufzubauen. Also ich weiß ja nicht … Wenigstens hat der wirklich einigermaßen künstlerische Part danach wieder alles einigermaßen rausgerissen. Da war jedenfalls keine aufgesetzte Stimmung zu spüren, und ein paar kritische Elemente kamen auch “zur Sprache” – und das sogar ohne Moderation!
VIPs werden bei der WM bevorzugt medizinisch versorgt!
Wenn das stimmt, ist es ein Mega-Skandal! Laut “Journal Frankfurt” Nr. 22/06 gilt das zumindest für die beiden Frankfurter Rotkreuz-Kliniken, die offizielle WM-Krankenhäuser sind. Die Ärzte dort sollen sich “vornehmlich um Verletzte aus dem VIP-Bereich des Stadions kümmern“. Hallo? Ganz offensichtlich wird heutzutage wieder zwischen “besseren” und weniger “wertvollen” Menschen unterschieden! Zu Gast bei Freunden, sag’ ich da nur.
Apropos “Die Welt zu Gast bei Freunden”
Volker März, künstlerischer Leiter von Unos United, dem einzigen von der Fifa und der Bundesregierung abgesegneten Kunst- und Kulturprogramm der WM, hat gesagt: “Der größte Teil der Welt kann es sich überhaupt nicht leisten, nach Deutschland zu kommen. Wenn es hier wirklich um Gastfreundschaft ginge, hätte man doch beispielsweise Fans aus Ghana oder Togo auf Kosten Deutschlands einladen können.” Recht hat der Mann, oder?
Neulich morgens, halb Zehn in Frankfurt, Hauptbahnhof. Straßenbahn Linie 11 Richtung Osthafen.
Die Straßenbahn ist so voll, dass ich – bepackt mit einem Schlafsack, einer Tasche mit Powerbook, Obstsalat, Ausgabe 6 der FAZ-Comic-Bibliothek, dem Rolling Stone, der Spex und dem Musikexpress – nicht wirklich große Lust habe, 20 Minuten lang in der – in Frankfurt grundsätzlich viel zu schnell fahrenden und deshalb enorm wackeligen – Straßenbahn zu fahren. Richtig schlecht sind ja, mal so nebenbei bemerkt, diese seitlich ausklappbaren Sitze. Da nämlich die Straßenbahn grundsätzlich zu schnell und deshalb die Brems- und Beschleunigungsvorgänge physikalische Kräfte von mindestens 2 Millionen G hervorrufen – und obengenannte Sitze aufgrund ihrer Eigenschaft der Ausklappbarkeit keine Armlehnen oder Ähnliches haben – aus all diesen Gründen kann man beim Sitzen auf diesen Sitzen ganz krass auf die Fresse fliegen! Aber das nur mal so nebenbei.
Die Straßenbahn ist also so voll, dass ich mir unbedingt einen Sitzplatz suchen muss. Der Blick fällt auf einen freien in der Nähe und zu spät bemerke ich die kahlrasierte und zahnlose Hartz IV Empfängerin, die meinen Richtungseinschlag schon lauthals mit einem gekrächztem “Jaaa! Setz’ dich her!” begrüßt. Man ist ja frei von Ständedenken und setzt sich, aus allen oben erläuterten Gründen, und vor allem, weil außer diesem kein Platz frei ist. Den angebotenen Schluck aus dem Bier – es ist immer noch 9.45 Uhr morgens – lehne ich freundlich aber bestimmt ab mit der Begründung, Kaffee sei um diese Zeit doch eher mein Getränk und gleichzeitig versuche ich, Geruch und Gesprächaufdringung unauffällig zu ignorieren.
Zu diesem Zweck packe ich denn aus meiner Tasche den iPod, worauf hin die rustikal freundliche Dame fragt, ob ich sie denn neidisch machen wolle und was das denn wäre. Ich denke kurz, ich hätte ja auch mein Powerbook auspacken können , sage dann aber doch: “Das ist ein moderner Walkman, nur ohne Kassetten.” – “Ächt? Des hab ich ja noch nie gesehen, sowas! Des geht so ganz ohne …ähhh… Kass… zum reintun? Is ja geil, am liebsten würde ich dich jetz erwürgen und das Teil abnehmen” woraufhin ich anmerke, sie könne das ruhig versuchen, denn das würde sie nur einmal machen.
Später wird mir dann einfallen, dass sie das tatsächlich nur einmal machen würde, und ich dann tot und ipodlos wäre. Wobei ich nicht sicher bin, welcher der beiden Zustände nun schlimmer ist.
Sie fragt weiter ob das Teil denn teuer sei und ich sag “Ja. Ist es aber auch wert weißt Du.” Daraufhin meint sie, für sowas kein Geld zu haben und sowieso zuviele Probleme, woraufhin ich Ihr entgegne, morgens schon ein Bierchen zu kippen könne vielleicht einer der Gründe Ihrer Misere sein, aber das will sie dann doch nicht hören und fragt stattdessen, ob da auch die Onkelz drauf wären und ich sag “Näää – die sind doch scheiße, die Onkelz” woraufhin sie “Du hast doch keine Ahnung!” und “Oder hast du Metallica?” kräht und dann leise “Ich hatte ja schon lange nicht mehr so’n Teil da im Ohr” sagt und meint wohl die Kopfhörerstöpsel.
Also krame ich “Seek and Destroy” vom “Kill ‘em All”-Album raus und gebe Ihr einen der beiden Kopfhörerstöpsel. Das muss dann ein witziges Bild gewesen sein: eine zahnlose, kahlrasierte Hartz IV Empfängerin und ein junger, gutaussehender nicht mehr ganz junger, montagmorgenverschlonzter Mann headbangend morgens um zehn in der (viel zu schnell fahrenden…) Straßenbahn in Frankfurt. Denn die Bänker haben sehr verstört geschaut und das finde ich ja immer wieder gut. Wenn die Bänker nämlich verstört dreinschauen, dann hat man irgendwas richtig gemacht.
Zum Schluß gebe ich ihr noch den Tipp mit dem Bierweglassen und muss aussteigen. Meine Kopfhörerstöpsel hab ich aber trotz fehlendem Ständedenken sehr intensiv gereinigt.
ist “The Floating Pyramid over Frankfurt that the taxi Driver Saw when he was Landing” von den Chicks of Speed. Und meinen damit natürlich den Messeturm, der bei entsprechenden Lichtverhältnissen tatsächlich so aussieht, wie eine schwebende Pyramide.

Der Herr Endl, mit dem ich nachher noch ein Bier trinke, beschwert sich über die Lesbarkeit der neuen Anzeigentafel am Frankfurter Hauptbahnhof, ist aber selbst kein Typograph. Deshalb nehm’ ich das Teil jetz mal auseinander hier:
Die Schriftstärke finde ich da gar nicht mal das größte Problem, sondern eher:

Also mir hätten die so eine Typogravieh in der Abschlußprüfung um die Ohren gehauen, da wird nicht einmal die Schriftlinie eingehalten. Man stelle sich mal einen solchen Tabellensatz in einer herkömmlichen (leider fällt mir hier kein besseres Wort, als dieses dämliche, von Werbern gern verwendete ein) Printproduktion Ihrer Wahl vor, da kriegt man doch Pickel!