(Youtube Direktpoe, via MeFi)
Quoth the raven, „Nevermore“. Auch Poe: Vincent Price liest The Raven, Christopher Walken ebenso.
(Youtube Direktpoe, via MeFi)
Quoth the raven, „Nevermore“. Auch Poe: Vincent Price liest The Raven, Christopher Walken ebenso.
Es gibt nichts besseres als ein bisschen klassischen, viktorianischen Horror von Edgar Allen Poe aufs Ohr. Bei Vorleser.net gibt’s die Poe-Audiobücher „Die Maske des roten Todes“, „Wassergrube und Pendel“ und andere für lau und als MP3. Auf deren Startseite gibt’s auch noch kostenlose Audiobooks von Kafka und Sir Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes. Und Mary Shelleys „Frankenstein“.
Edgar Allan Poe – kostenloses mp3-Hörbuch bei Vorleser.net (via Peter @ Twitter)

Golden Age Comic Book Storys hat zwei Comic-Adaptionen von Edgar Allen Poes „The Raven“, eine eher herkömmliche, aber trotzdem tolle aus Creepy #67 vom Dezember 1974 und eine ziemlich seltsame und irre Adaption vom MAD Magazine aus der 9. Ausgabe vom März 1954. And my soul from out that shadow that lies floating on the floor, shall be lifted — nevermore!
Man geht allgemein davon aus, der Erfinder der „Many Worlds“-Theorie sei Hugh Everett (vorher auf Nerdcore: Eels’ Mark Everetts Doku über seinen toten Vater, den Erschaffer paralleler Welten), jetzt habe ich einen Auszug aus Edgar Allan Poes letztem Buch „Eureka“ gefunden, indem Poe eindeutig eine „Many Worlds“-Theorie aufstellt. Hach, Poe und Quantenphysik…
Let me declare, only, that, as an individual, I myself feel impelled to the fancy — without daring to call it more — that there does exist a limitless succession of Universes, more or less similar to that of which we have cognizance — to that of which we shall ever have cognizance — at the very least until the return of our own particular Universe into Unity. If such clusters of clusters exist, however — and they do — it is abundantly clear that, having had no part in our origin, they have no portion in our laws. They neither attract us, nor we them. Their material — their spirit is not ours — is not that which obtains in any part of our Universe. They could not impress our senses or our souls. Among them and us — considering all, for the moment, collectively — there are no influences in common. Each exists, apart and independently, in the bosom of its proper and particular God.
Edgar Allan Poe’s ‘Many Worlds’ theory — Published in 1848, 82 years before Hugh Everett was born

200 Jahre alt wäre Edgar Allan Poe heute geworden, der Pionier der Horrorliteratur, der Pechvogel und Quartalssäufer. Geboren wurde er am 19. Januar 1809 in Boston, lebte ein Leben voller Rückschläge und Depression und starb verwarlost am 7. Oktober 1849 unter bis heute ungeklärten Umständen, grade mal 40 Jahre alt. Hinterlassen hat er ein Werk, das bis heute die phantastische Literatur beeinflusst.
Ich weiß gar nicht, wieviele seiner großartigen Storys ich gelesen habe, sicher bin ich bei „Die Maske des roten Tods“, „Die Grube und das Pendel“, natürlich „Der Rabe“ und noch natürlicher „The Tell Tale Heart“.
Hier eine Link-Overdose für einen Poe-würdigen Gruselabend:
Batzman hat bei den Filmfreunden das Biopic „Last Days of the Raven“ gepostet, heise.de geht den Schriftsteller wissenschaftlich an: Der Begründer der wissenschaftlichen Erzählung: zum 200. Geburtstag von Edgar Allan Poe. The Horror of it all hat Comic-Ausgaben von „The Murders in the Rue Morgue“ und „Morella“, Plan 9 From hat ein Comic zur Filmadaption von „The Raven“. Hier liest Stan Lee himself das Gedicht vom Raben.
Hier Edgar Allan Poes „The Raven“, vorgelesen von Christopher Walken und illustriert von jemandem namens Dore:
(Youtube Direktedgar)
Und hier eine wunderbar illustrierte Animation von 1953 zu „The Tell Tale Heart“, wenn ihr auch nur ein Video hier anschaut, lasst es dieses sein – fantastisch!
(Youtube Direktheart)
The story told by a mad man has a dark visual with a perfect work of narration by James Mason. It is a UPA Production and was the first cartoon to be X-rated (adults only) in Great Britain under the British Board of Film Censors classification system.
Und schließlich der Meister selbst, reanimiert mit Morphing-Software, seinen Raben vorlesend:
Bei Jungle World gibt es einen faszinierenden Artikel über Poes letztes Buch „Eureka“:
»Eureka« nennt sich aber nicht nur Prosagedicht und »Art-Product«, sondern auch einen »Essay über das materielle und das geistige Universum« und ist Alexander von Humboldt gewidmet. Damit sind die Astronomen, Physiker und Philosophen angesprochen. Doch sie reagierten ebenso verstockt wie die Literaten. Obwohl nicht zu übersehen ist, dass »Eureka« einigen Erkenntnissen der neueren Physik verblüffend nahe kommt, geschieht dies doch in einer so unwissenschaftlich-übermütigen Weise, dass es die Gelehrten schaudern muss.
Die Zeit hat eine ganze Artikelserie über ihn und zusätzlich einen Text über das verfallende letzte Domizil des Schriftstellers.
Umflutet vom Durchgangsverkehr zweier mehrspuriger Straßen liegt wie eine ländliche Insel im urbanen Krach eine eingezäunte Grünfläche, darauf – eingebettet zwischen einem riesigen Sandhügel und verwelkten Staudenbeeten – ein kleines weißes Holzhäuschen. Ein Schild bestätigt: Es handelt sich um des Dichters letzten Wohnsitz, im Besitz des Department of Parks and Recreation, welches das Cottage gemeinsam mit einer gemeinnützigen Organisation, dem Historic House Trust, als Museum betreibt. Romantischeren Gemütern würde das windschiefe Ding, Baujahr 1812, vermutlich Entzückensschreie entlocken, im Näherkommen zeigt sich jedoch die brutale Wirklichkeit: Holzschindeln baumeln lose, Farbe blättert, Fensterläden ächzen morsch in den Angeln.
Noch mehr Poe: Storys von Edgar Allan Poe beim Projekt Gutenberg, hier meine Linksammlung zum Poe-Special bei Golden Age Comicbook Stories, Cyn-Cs Videosammlung
And my soul from out that shadow that lies floating on the floor
shall be lifted – nevermore!
(Youtube Direktpoe, via Neatorama)
Jim Clark erweckt mit einer Morphing-Software längst verstorbene Poeten zum Leben und lässt sie die eigenen Werke vorlesen. Hier liest Edgar Allan Poe seine Geschichte vom Raben. In seinem Youtube-Channel gibt’s noch jede Menge mehr animierte Schriftsteller und Poeten von Walt Whitman bis Robert Frost.
And my soul from out that shadow that lies floating on the floor
shall be lifted – nevermore!

Bei Golden Age Comicbooks geht grade das einwöchige Edgar Allen Poe-Special zu Ende und fuck, was hat man da für Perlen zusammengetragen. Der Höhepunkt ist mit Sicherheit diese Comic-Adaption von „Tell-Tale Heart“, aber auch der Rest der Illustrationen, Comics und Filmplakate ist schlichtweg der Hammer.
Link zur Comic-Version von „Tell Tale Heart“ (Teil 2)
Link zur Comic-Version von „The Raven“ (Teil 2)
Link zur Comic-Adaption von „The Raven“ aus Creepy#67 (Teil 2)
Link zur Comic-Adaption Filmplakat zu „House of Usher“ (Teil 2, Teil 3)
Link zu Filmplakat und Comic-Adaption von „Masque of the red death“ (Teil 2)
Es ist wahr! Nervös, schrecklich nervös war ich und bin ich noch; aber weshalb soll ich wahnsinnig sein? Mein Übel hatte meine Sinne nur geschärft, nicht zerstört oder abgestumpft. Vor allem war mein Gehörsinn außerordentlich empfindlich geworden. Ich hörte alle Dinge, die im Himmel und auf der Erde vor sich gingen, und auch vieles, was in der Hölle geschah. Wie könnte ich also wahnsinnig sein? Hören Sie nur zu, wie vernünftig und ruhig ich lhnen die ganze Geschichte erzählen werde. Ich kann nicht mehr genau sagen, wie mir zuerst der Gedanke kam, doch als er einmal gekommen, quälte er mich Tag und Nacht. Einen Zweck verfolgte ich nicht, auch trieb mich kein Haß. Ich hatte den alten Mann lieb. Er hatte mir nie etwas Übles getan, er hatte mich nie beleidigt. Ich trachtete auch nicht nach seinem Golde. Nur – sein eines Auge reizte mich. Ja, sein Auge muß es gewesen sein! Es glich dem eines Geiers – war blaßblau und von einem dünnen Häutchen bedeckt. Wenn sein Blick auf mich fiel, war es mir stets, als gerinne das Blut in meinen Adern, und so entschloß ich mich denn allmählich, dem alten Mann das Leben zu nehmen, um mich auf diese Weise für immer von seinem Auge zu befreien.
Und deshalb hält man mich für wahnsinnig! Wahnsinnige wissen nicht, was sie tun. Aber Sie sollten mich gesehen haben! Sollten gesehen haben, mit welcher Klugheit, mit welcher Überlegung und Vorsicht, mit welcher Verstellung ich zu Werke ging! Ich war niemals liebenswürdiger gegen den alten Mann als während der Woche, die der Nacht voranging, in der ich ihn tötete.