Hier eine sehr schöne Musikvisualisierung zu Amon Tobin „El Cargo“ von Gwen Van Hees, dessen „handdrawn“ im Infotext „handdrawn audioresponsive video exploration“ wohl eher metaphorisch zu verstehen ist, handgezeichnet sieht hier jedenfalls nix aus, das allerdings ziemlich hübsch.
Erinnert mich ein bisschen an die Processing-Arbeiten von Flight404 – wahrscheinlich wegen dem „Flight“ in „Flightpattern“ –, der mittlerweile neue Wege gehen will, dessen Radiohead-Video zu „Weird Fishes/Arpeggio“ ich hier aber nochmal auf den Tisch packe, weil super (und eigentlich auch besser als das da oben, aber who the fuck cares).
Der Vimeo-Channel von Flight404 ist übrigens mit 141 Videos randvoll mit stellenweise extrem fantastischen Animationen, unbedingt durchschauen. Außer dem gleich folgenden (inoffiziellen) Radiohead-Video hat mich damals extrem das Video „Solar“ begeistert. Hier jedenfalls Flight404s Video zu Radioheads „Weird Fishes/Arpeggio“, Oldie but Goldie.
Minivegas haben eine virtuelle Gallerie programmiert, die Musik bzw. MP3s visualisiert und diese Visualisierungen sind in Echtzeit von Betrachtern beinflussbar. Was damit möglich ist, sieht man in obigem Video, Snip:
In this installation-like piece, the user can interact with sound driven sculptures of several forms. There are old friends like metaballs, particle systems, simulations and more. Those generative 3D elements make up the nice, rainbow-coloured, neo-futuristic shapes we all love so much.
This is all based on a custom made software architecture with quite some nice technical specs such as 60fps playback, dualcore, GPU based, OpenGL and FFT to drive the graphics from the audio — all the nerdy acronyms you want.
Mr. Doob hat Peter Savilles Cover zu Joy Divisions „Unknown Pleasures“ in eine Echtzeit-Wellenlängen-Visualisierung gecodet. Ich bin mir mit Echtzeit ziemlich sicher, weil der MP3-Stream einmal abbrach und damit die Wellenlängenvisualisierung ebenso, also nur noch Linien zu sehen waren.
Random Walk ist die Website zur Abschlussarbeit “Die Visualisierung des Zufalls” von Daniel A. Becker an der FH Mainz, dort gibt es jede Menge Datenvisualisierungen von Experimenten, die mit dem Prinzip des Zufalls arbeiten. Oben ist die „Verteilung der Primzahlen“.
Eine Primzahl ist eine ganze Zahl größer als 1, die nur durch sich selbst und durch 1 teilbar ist. Im Zahlenbereich von 0 bis 1.000.000 gibt es 78.498 Primzahlen. Ihre Verteilung im Zahlenstrang ist dabei völlig chaotisch – man kann nicht voraussagen, wann eine Primzahl kommen wird, man muss jede Zahl konkret überprüfen. Dennoch nimmt die Dichte ihres Auftretens in höheren Zahlenbereichen immer weiter ab. Gibt es im Bereich 1 bis 1.000 noch 168, sind es zwischen 999.000 und 1.000.000 nur noch 53.
In der Visualisierung werden Gruppen von jeweils 400 Zahlen gebildet und als Linie dargestellt. Je mehr Primzahlen sich in diesen Gruppen befinden, umso weiter wächst die Linie in die Mitte. Wie man erkennt, gibt es im Detail keine Regelmäßigkeit der Linienlängen – die Anzahl der Primzahlen in den einzelnen Gruppen ist chaotisch verteilt, dennoch bildet sich auf lange Sicht eine Spirale, die auf das Abnehmen der Primzahldichte schließen lässt, je höher der betrachtete Zahlenbereich wird.
(Diclosure: Andy von Fluidforms hat mich gezielt angesprochen, ob ich Lust hätte, das hier zu featuren und ich habe spontan und für lau zugesagt, weil ich die Idee, Designobjekte aus Daten zu gestalten, superspannend finde.)
Auf der heute gestarteten Web-Plattform Fluidforms kann man individuelle Produkte anhand von Googlemaps oder Pixelmuster aus Buchstabenketten gestalten, demnächst sind noch Schmuck und Lampen aus Sound-Dateien geplant, was ich super spannend finde. Zum Start gibt es ein Gewinnspiel, in dem man QR-Code Gürtelschnallen und Earth Schalen gewinnen. Andy von Fluidforms schreibt mir:
Auf unserer Homepage kann über ein Design-Tool ein beliebiger Text (derzeit max. 100 Zeichen) in ein QR-Pixelmuster codiert werden. Das Muster wird dann als 3D-Modell im Browser angezeigt und kann gespeichert bzw. direkt bestellt werden. Nach Abwicklung der Bestellung produziert unser Produktionspartner in Österreich die individuelle Gürtelschnalle und versendet sie an den Kunden.
Die in Japan bereits populären QR-Codes1 sind 2D-Barcodes, die aus beliebigen Informationen generiert werden. Die Pixel-Muster können den eigenen Lieblingsspruch oder Webadressen enthalten, die direkt auf ein Video im Internet verlinken. Ausgelesen werden die Informationen wie zum Beispiel persönliche Kontaktdaten mit der Smartphone-Kamera. Produkte mit QR-Codes können auch als Visitenkarten verwendet werden. Der demnächst folgende QRing ist die moderne Adaption des klassischen Siegelrings.
Die QR-Produkte werden aus Corian, einem hochwertigen Acryl-Mineral Gemisch hergestellt. Produktionsmethode: Laser-Cutting.
Okay, das hier ist extrem gehirnverknotend. JoAnn Kuchera-Morin stellte auf der TED-Konferenz im Februar ihre AlloSphere vor, eine riesige Metall-Kugel, in der Daten visualisiert werden. Darin können Wissenschaftler durch Gehirne fliegen, Elektronen nicht nur visualisieren sondern auch hören. Sowas wie 3D-Kino in einer riesigen Metalkugel für Wissenschaftler. This. Is. It!
Eins der Themen, die mich schon sehr lange interessieren und über die ich hier viel zu selten schreibe, ist die Zusammenführung von Kunst und Wissenschaft, über die Ästhetik von Daten und mein Datavisualization-Tag ist völlig unterfüttert, denn das Thema ist extrem spannend und desshalb finde ich diesen leider nur recht kurzen Vortrag absolut superawesome.
Hier der Vortrag, danach noch ein kleines Interview mit der Dame:
So what’s going on at the AlloSphere? What do you hope to use it for?
Different people from different facets understand the nature of the instrument, and understand what we’re trying to do to bring art, science and engineering together. Some come from the practical level of research, with implications for industry and development. But we’re also working with mathematical concepts quantifying things that are almost spiritual. We’re advancing the nature of who and what we are and the nature of the universe.
We’re all just out there mapping, looking for constructs.
Constructs?
We’re looking for patterns. We’re looking for beauty. The way that we appreciate beauty deals with the nature of complexity, uniqueness, subtle changes over time that catch you by surprise. It’s something we look at as artists, and our scientists are looking for this too.
I was talking to a Nobel Prize-winning physicist on campus. And he said, “Why do I need this? My work is data. It’s numbers.” And I said, “Have you ever been working on a problem on your computer screen, you’ve been really stuck, and then one of your colleagues walks through your door, and from three and a half feet away says, ‘That data doesn’t look right’?” That’s the value of looking for patterns in data. Patterns you can’t see when you’re up close.
We intuitively know these things. Cultures have been weaving these patterns, plowing these patterns, etching these patterns. This is what we are.
Ben Fry, Autor von Visualizing Data vom O’Reilly Verlag und des Processing-Buchs von MIT Press, hat den Assembler-Code klassischer Atari 2600-Games visualisiert, oben ein Ausschnitt aus Pacman. Das gleiche gibts von ihm auch für den Source Code von Super Mario Bros. Toll!
Like any other game console, Atari 2600 cartridges contained executable code also commingled with data. This lists the code as columns of assembly language. Most of it is math or conditional statements (if x is true, go to y), so each time there’s “go to” a curve is drawn from that point to its destination.
When a byte of data (as opposed to code) is found in the cartridge, it is shown as an orange row: a solid block for a “1″ or a dot for a “0″. The row is eight elements long, representing a whole byte. This usually means that the images can be seen in their entirety when a series of bytes are shown as rows. The images were often stored upside-down as a programming method.
This visualization, called code_swarm, shows the history of commits in a software project. A commit happens when a developer makes changes to the code or documents and transfers them into the central project repository. Both developers and files are represented as moving elements. When a developer commits a file, it lights up and flies towards that developer. Files are colored according to their purpose, such as whether they are source code or a document. If files or developers have not been active for a while, they will fade away. A histogram at the bottom keeps a reminder of what has come before.
This electric Guitar Laptop mod by Ben Lewry called the “LCDetar” is a really nice hack that makes you look even geekier on stage than you thought was possible. The onscreen visualization is directly connected to the sound generated by the guitar.
Tag Galaxy müsste eigentlich Tag Solar System heissen. Klingt aber nicht so toll und außerdem isses auch eher egal. Jedenfalls visualisiert Tag Galaxy Flickr-Schlagworte als Planetensystem, die Bilder werden mit einem Klick auf die „Sonne“ als Planet dargestellt. Sinnbefreite Spielerei, aber schön anzuschauen.
How has the record industry changed in the last 50 years? Using the Whitburn Project spreadsheet I talked about yesterday, I’ve been trying to dig into some of the underlying trends. Today, I’ll be tackling the longevity and diversity of pop songs, and a look at which decades had one-hit wonders.
The data displayed in these images was provided by the blog search engine, Blogpulse, and represents a month’s worth of data collected from the entire blogosphere. These Blogpulse “maps” were each produced by Matthew Hurst, a scientist at Microsoft’s Live Labs and co-creator of Blogpulse.
Each one represents the “blogosphere” and was designed to show the relationships between weblogs.
hero: Die Fähigkeit, dass eine von mir aufgestellte Behauptung wahr wird. D.h.: Ich sage: “Ich habe gehört, man schenkt mir Previewtickets.” – und -bumm- erfüllt sich mein Gerücht und ich habe die Tickets. (Rumor, aus...
sungini: yep, sehr schön – danke für den post. Bin auch gelernte Schriftsetzerin (hab noch in der Dunkelkammer Sonderfonts per Fußklick belichtet ;o) Für alle, die kurz und knackig neben Schusterjungen & Co. noch weitere Begriffe...
Eva: Ohh! me tooo! Weiß gar nich mehr, ich glaub meins war auf deutsch. Habs geliebt als Kind. Ja war sogar ziemlich sicher auf deutsch, sonst hätt ichs wohl gar nicht gerafft. Boah von der Käfergeschichte hatte ich so Albträume. Aber wußte...
raw: altah! DANKE!! hätte mich auch in arsch gebissen wenn das in london gewesen wär!!! PUHHHH!
curv: @ kullerkuller bezogen auf den trailer: RECHT HAST DU! @ rené vielleicht ist das das problem des trailers. er zeigt keine detroiter… ;)
Bodo Banane: @Tommy: schlimmer als die prequels kanns auch nicht mehr werden. ich denke star wars fans haben da auf jedenfall geeignete machtkräfte um die verschiedenen erinnerungsbereiche im gehirn kulttauglich zu trennen. @rene. falls du dich...
eRiC: wow wow wow wow wow!!! :O Bin echt beeindruckt! Und die Titel hauen teilweise nochma ne ganze Schüppe mehr druff!! Wow!!
dookey: schade, dass die instrumente nix von der original melodie spielen. Das wäre ungleich spannender geworden, als die durchgeackerten death-metal-standards hier..
me: gibts bedeutend geilere sachen, wenns um drummer bei clubbings geht…aber ist ja TRAVIS BAAAARKER! und Lil Jon! who the fuck is this anyway?