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Ausgekniepert: OLG Hamburg entzieht Marions Kochbuch die Abmahnungsgrundlage

Das OLG Hamburg hat in seiner heutigen Sitzung in der Berufungs-Verhandlung von Bundesligaforen.de und bei Webkoch.de vs. Marions Kochbuch dem kochenden und abmahnenden Ehepaar die Grundlage für ihre Brötchenbriefe entzogen. Ich bitte um Zurückhaltung in den Kommentaren, gefeiert werden darf aber schonmal, denke ich.

Mit massenhaften Abmahnungen an Webmaster haben es die Hamburger Webkochbuch-Betreiberin Marion Knieper und ihr Ehemann Folkert zu ungewollter Berühmtheit gebracht. Aller Voraussicht nach wird nun das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg dem Treiben vorläufig einen juristischen Riegel vorschieben. In zwei Berufungsverhandlungen entzog das Gericht den Kniepers am heutigen Mittwoch de facto die Grundlage für ihre Abmahnungen.

Konkret ging es um zwei Foren, in denen Fotos aufgetaucht waren, die angeblich widerrechtlich den Rezept-Seiten der Kniepers entnommen worden waren. So postete ein anonymer Nutzer das Foto eines Eistees auf Bundesligaforen.de, und bei Webkoch.de fanden die Kniepers ein angeblich von ihnen geschossenes Foto von Mettenden. Nach den kostenpflichtigen Abmahnungen hatten die Forenbetreiber die Fotos unverzüglich entfernt, wollten aber den dauerhaften Unterlassungsanspruch nicht anerkennen. Das Landgericht Hamburg sah die Forenbetreiber in der Störerhaftung und bestätigte den Unterlassungsanspruch.

Beide Forenbetreiber gingen daraufhin in Berufung, die nun heute in Hamburg in einer Sitzung zusammengefasst verhandelt wurde. Der Kammervorsitzende stellte gleich zu Beginn klar, dass er die Ansicht seines Landgerichtskollegen in der Sache nicht teilt: Bei Webforen könne es keine generelle Pflicht zur proaktiven Vorabprüfung von Nutzerbeiträgen auf eventuelle Rechtsverstöße geben. Erst wenn der Forenbetreiber, etwa durch eine Abmahnung, Kenntnis von einem Rechtsverstoß habe, müsse er das Posting sperren. Genauso haben die Berufungskläger gehandelt.

Eine Störerhaftung sei in den vorliegenden Fallen daher nicht zu erkennen. Da es folglich keinen Grund zur Unterlassungsverpflichtung gebe, falle auch der Grund der Abmahnung und damit der Anspruch auf Erstattung der Anwaltsgebühren für die Kniepers weg. Da kein Verschulden der Forenbetreiber gegeben sei, bestehe darüber hinaus auch kein Anspruch auf Schadensersatz.

OLG Hamburg watscht Kochbuch-Abmahner ab (Danke Manfred!)

Marions Kochbuch in der Süddeutschen – Ich muss nichts zahlen

Bevor ihr mich mit dem Link zuschüttet: ja, ich bin in der SZ (selbstverständlich ungelinkt, wo kämen wir da denn hin) und ja, der letzte Absatz stimmt, ist aber eigentlich noch nicht blogbar, da noch nichts unterschrieben und damit offiziell ist. Dennoch läuft es darauf hinaus: ich habe das Bild und das Youtube-Video vom Plusminus-Beitrag entfernt, dafür muss ich keinen Pfennig zahlen. Akzeptabler Deal.

Grade kam die Mail von Sascha: Die Gegenseite hat dem Vergleich zugestimmt. Damit ist die Sache definitiv vom Tisch und ich zahle weder an Knieper noch an seinen Anwalt auch nur einen Cent, dafür habe ich das Bild und das Youtube-Video vom Plusminus-Beitrag entfernt. Akzeptabler Deal. Dafür auch nochmal an dieser Stelle: Danke Sascha!

Kein Wunder, dass es Menschen gibt, die meinen, “Marions Kochbuch” sei nichts als ein gigantischer Köder, um die juristisch Unerfahrenen dazu zu bringen, Bilder von Knieper und Texte von dessen Frau illegal zu kopieren. So verwerflich man Kniepers Verhalten deshalb finden könnte, die Gerichte geben ihm Recht: Wer Post bekommt, muss in der Regel überweisen, und zwar nicht zu knapp.

[...]

Unlängst bekam der Blogger René Walter eine Abmahnung von Bischoff in Kniepers Namen. Er hatte ein Stillbild aus einem kritischen ARD-Beitrag über Knieper online gestellt. Walter stimmte einem Vergleich zu: Er braucht nichts zu zahlen, darf aber nie wieder ein Knieper-Foto veröffentlichen.

Link (Danke Marco und alle anderen!)

Knieper von Marions Kochbuch ist im Fernsehen und mahnt mich ab, weil ich einen Screenshot davon veröffentliche

Folkert Kniepers Anwalt hat mich im Auftrag abgemahnt, schon wieder. Diesmal, weil ich einen Screenshot von Plusminus gemacht habe, auf dem er zu sehen ist. Ich habe erstmal Rückfrage beim Anwalt gehalten, mal sehen was Sascha da meint, der hat ja scheinbar ein Abo auf Knieper.

[update] Haltet Euch bei den Kommentaren bitte ein bisschen zurück, keine Aufrufe zu gar nix. Bis ich das weitere Vorgehen mit Sascha geklärt habe. Nur soviel: ich werde natürlich nicht einfach so die 3500 Öcken bezahlen, die sie für einen Screenshot haben wollen.

Marions Kochbuch bei Plusminus in der ARD (Update)

folki.jpg

Folki, Symbolbild

 
 

[update] Das Video der Sendung ist jetzt da. Ich hätte mir den Term „Fotograf“ eher wie hier, nämlich in Anführungszeichen gewünscht. Es gibt schließlich auch „Webdesigner“, die machen dann Websites mit Table-Borders.

Das Fazit zu den Machenschaften der Knieperts von Plusminus genügt an dieser Stelle vollends:

Kniepers weltweite Bilderverteilung bringen ihm und seinen Anwälten reichlich Geld. Hunderttausende, so schätzt man, fordert der Fotograf. Zu stoppen ist das nur durch Google und Richter, die Urheberrechtsverletzungen auch danach beurteilen, wie sie zustande gekommen sind. (Plusminus, via)

Von abmahnfähigen Kommentaren bitte ich abzusehen. Mich darf man aber aufs gröbste beleidigen. So als Platzhalter.

Wer nicht weiß, worum’s geht: hier lang.

Marions Kochbuch in der Welt

Der Artikel sagt zwar nix neues, fasst das Geschehen um die Kniepers aber nochmal schön zusammen und so pervers diese Geldmacherei im (noch) legalen Rahmen ist: selbst wenn dem Abmahntreiben irgendwann mal ein Riegel vorgeschoben wird, für die Kniepers dürfte sich das alles längst gelohnt haben.

Der eigentlich Geschädigte hingegen, „Kochbuch“-Betreiber Folkert K., wird für die Verletzung seines Urheberrechts auf Fotos von Brötchen, Würsten oder einem Klecks Senf mithilfe der Anwälte recht ordentlich entschädigt. „Schon bei 200 Fällen ergibt sich schnell eine Summe im sechsstelligen Bereich“, hat Kremer ausgerechnet. „Die Urheberrechtsverletzungen werden geradezu provoziert“, meint er.

Wenn schon 200 Fälle einen sechsstelligen Betrag ergeben, dann will ich nicht wissen, wie reich man mit den über 700 Fällen werden könnte, von denen vorher die Rede war. Man muss einfach nur Arschloch genug sein.

Auf seiner Webseite sagt „Kochbuch“-Betreiber Folkert K. allerdings, dass er bereits bis zum Januar vergangenen Jahres 2925 Urheberrechtsverletzungen festgestellt habe. Und, so Trabhardt: „Leider kommt es noch immer zu unzähligen Rechtsverletzungen – es werden sogar immer mehr.“ Offenbar ein nimmer versiegender Quell, abzurechnen nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Doch mit Absicht provoziert, das betont Trabhardt, habe sein Mandant das illegale Runterladen nicht.
Blogger Matthias Wagner sieht das anders. „Angesichts Tausender Bilder, die ohne Zugangsbarrieren präsentiert werden und deren Verwendung in privaten Weblogs dann offenbar systematisch aufgespürt wird, kann man fast den Eindruck gewinnen, als handele es sich um eine pfiffige wie perfide Geschäftsidee, welche die derzeitige Gesetzeslage ausnutzt“, sagt Matthias Wagner

Link

(Danke Micha!)

Heute abend auf NDR3: Bericht über Blogs und Forenhaftung und the Kniepers und so…

Mal ganz davon abgesehen, dass Bundesligaforen.de als allerletztes ein Blog sind (und nochdazu Fußball… uärks), es geht um die [Gedankengang vorsorglich zensiert, möglichst streng riechende Wörter bitte hier einsetzen] Kniepers und das [gleiches Spiel wie eben grade] Hamburger Landgericht. Anschaubefehl!

Zapp:

Bloggerszene – Die Empörung über juristische Behinderungen

Es ist der größte private Fussballblog Deutschlands: bundesligaforen.de. Doch momentan zweifelt Jürgen Bechstein daran, ob es eine gute Idee war, das Forum ins Leben zu rufen. Denn ein User hatte ein kostenpflichtiges Foto eingestellt, weswegen Bechstein eine Abmahnung über 700 Euro erhielt. Der Grund: Ein Blog-Betreiber haftet für all das, was in seinem Blog passiert und kann dafür haftbar gemacht werden. So sehen es zumindest gewisse deutsche Gerichte wie das Hamburger Landgericht. Die Folge: Immer mehr Blog-Betreiber sehen sich gezwungen, Forumsbeiträge vorab zu kontrollieren. Zapp über eine schwierige Rechtslage, die eine freie Meinungsäußerung teilweise unmöglich macht.

Hier der Link zum Live-Stream.

Marions Kochbuch vs Nerdcore

Bei der Abmahnung der Knieperts gegen mich kam es bei der Verhandlung zu einem Vergleich. Und ich darf folgendes wieder behaupten: Die Knieperts verwursten die Rezepte aus ihrem ehemaligen Forum, formulieren diese um, kochen sie unter Umständen nach und hauen sie in ihr „Kochbuch“. Der Rest der Geschichte ist bekannt.

Das Schöne daran: die müssen sämtliche Gerichtskosten tragen, ich trage eine geringe Gerichtsgebühr und die Kosten für Sascha Kremers (Kanzlei Vetter) Arbeit und das freut mich über alle Maßen. Lieber löhne ich für einen guten Anwalt eine Stange Geld, als für eine Abmahnung von Verwurstern auch nur einen Cent zu bezahlen. Im Endeffekt haben die Kniepers bei mir drauflegen müssen und das war jede Aufregung wert. Yeah!

Die c’T brutzelt Marions Kochbuch

Ob Bockwurst, Schnitzel, Kapern oder Br??tchen: Marion Knieper serviert in ihrem Online-Kochbuch bebilderte Rezepte auch von den profansten Speisen. Wer eines der Fotos kopiert, muss mit einer kostenpflichtigen Abmahnung und saftigen Nachlizenzierungsgeb?ºhren rechnen. In der Blogosph?§re brodelt es, zumal einzelne User behaupten, dass sich die Kniepers selbst gerne bei anderen bedienen.

Die c’T berichtet ?ºber Marion und baut in zwei Minuten ein Foto im Knieper-Style, das laut deren Anwalt ja 6000 Euro wert sein soll.

(via)

[nachtrag] Die vielleicht interessantesten Abs?§tze daraus:

Webmasterin Brigitte Winkler betreibt ihr Online-Kochbuch koch-abc.de als Hobby. Auch sie wurde von Knieper abgemahnt, wegen der angeblich widerrechtlichen Verwendung des Fotos von einem Wiener Schnitzel. Sie habe aber das Foto von einem befreundeten Webdesigner, versicherte Winkler.

Dieser wiederum gab gegen?ºber c’t an, er habe das Bild mit urheberrechtsfreiem Rohmaterial ‚Äûmit Photoshop erstellt, im Rahmen einer Schulausbildung zum Multi-Media-Producer im Jahre 2003. Damals hatte die komplette Schulklasse ihre Arbeiten im Internet ausgestellt, und von dort muss sie Herr Knieper kopiert und auf seinen eigenen Seiten eingestellt haben. Im Jahr 2005 habe ich diese Grafik und die Rechte daran an Frau Winkler verschenkt.‚Äú

Knieper behauptet nach wie vor, das Foto selbst gefertigt zu haben. In einem Interview mit dem Online-Magazin Upload gab er j?ºngst an, in jedem Fall Richtern ‚Äûdas Original in hoher Aufl??sung‚Äú vorlegen zu k??nnen. Dass dies unwahr ist, zeigte sich beim Prozess gegen Brigitte Winkler vor der Urheberrechtskammer des Landgerichts Hamburg.

Doch obwohl Knieper nicht in der Lage war, das unbearbeitete Originalfoto vorzulegen, bekam er gegen Winkler in erster Instanz recht. Den Ausschlag gab ausgerechnet die Zeugenaussage von Gattin Marion, sie k??nne sich erinnern, dass Knieper an einem nicht mehr bekannten Zeitpunkt das Foto geschossen habe. Diese Aussage hielt die Kammer f?ºr ‚Äûschl?ºssig, nachvollziehbar und glaubhaft‚Äú. Brigitte Winkler hat gegen das Urteil Berufung eingelegt, eine Entscheidung steht noch aus.

F?ºr mich ist die Vorgehensweise der Kniepers sonnenklar, man muss nur eins und eins zusammenz?§hlen. Allein: juristisch ist das alles andere als beweisbar, wie man sieht.

Folkert mahnt munter weiter…

rabbitpoo.jpg
Kneift man die Augen zusammen, sehen Kapern tatsächlich aus, wie Feldhasenexkrement.

Was aussieht wie ein Haufen Hasenscheiße sind in Wahrheit Kapern, aufgenommen vom Hobbyfotografen Kniepert, dessen Anwalt für diese äußerst anspruchsvolle Aufnahme von Hasenscheiße Kapern mal wieder einen utopischen Streitwert von 6000 Euro anlegt. Diesmal hat es Coffee, the Web and me erwischt und mir dünkt so langsam, der Herr Kniepert will vor der bevorstehenden Deckelung der Abmahnkosten bei einmaligen Urheberrechtsverletzungen auf 50 Euro seine Schäfchen ins Trockene bringen. Aber das ist nur meine Meinung, ne, Folkert? Du [abmahnfähiges Wort]3

Nudelabmahnung

Die Kniepers mahnen munter weiter alles ab, was ihnen vor die Flinte läuft. Diesmal hat es Karsten von der Kochwerkstatt erwischt, der einen 80×80 Pixel großen Screenshot von der Google-Suche gemacht hat. Das ändert nur leider nix am Urheberrecht für das Bild. Und mir platzt hier langsam wirklich der Kragen, schließlich nimmt (oder besser: nahm) es unser Folkert auf seiner eigenen Website mit dem Urheberrecht selbst nicht so genau. Ich weiß nicht wirklich, was man tun kann… vielleicht ist eine Warnung, wie es von Silke vorgeschlagen wird, einigermaßen hilfreich. Nur: das muss man dann mit drei Millionen anderen Suchbegriffen auch machen. In diesem Fall eben “Ravioli”:

ravioli

Folkert mal wieder.

Die Abmahnmaschine läuft. Diesmal hat es Carsten erwischt, wegen einer Wurst. Nun, ich könnte ja sagen, dass ich gehört habe, dass da jemand mit jemand anderem unter einer Decke steckt und seine Website optimiert um genau solche Fälle zu provozieren, die Kohle teilt und davon ein nettes Einkommen hat. Tue ich aber nicht, ich bin ja nicht blöd.

Mein Tipp: Anwalt nehmen, genau analysieren, was passiert ist und gegebenenfalls gegenhalten.

(Danke Chris und Micha)

File under: Beitrag, den man nicht mit “Arschloch” überschreiben kann, weil einem dann auch nur wieder eine Abmahnung um die Ohren fliegt, weil die Angesprochenen dünnhäutige, heulsusige, in der Vergangenheit verhaftete [name it] sind.

Knieper vs. Walter

knieper.gif

Im Klartext: Folkert meint, ich dürfte etwas nicht behaupten. Und ich lass es drauf ankommen, fordere diese [abmahnfähige und möglichst unflätige Bezeichnung im Plural jetzt hier einsetzen] dazu auf, Klage zu erheben. Eine der Motivationen: Marius wurde wegen komisch ausgelegter Persönlichkeitsrechte erneut abgemahnt, und diesmal geht es nicht nur um nen Taui, sondern um das rund Zehnfache. Wegen eines Nichts von einem Artikel.

Arschloch

Für einen herzhaften Lacher möchte ich Sie hier entlang bitten…

(Danke Tom!)

Gern geschehen…

Wir danken allen Bloggen für die Publicity für Marions Kochbuch. Der Suchbegriff Marions Kochbuch ist bei technorati.com auf der Startseite als Platz 9 gelistet. Danke!

Kein Thema, Folkert. Haben wir gerne gemacht.

Denn als Blogger weiß man, dass die Floskel “Every Publicity is good Publicity” von den gleichen schleimgeschissenen PR-Nutten erfunden wurde, wie der Spruch “Bad News is good News” aus der dementsprechenden Kloake quotengeiler Journalisten stammt.

Das passt, dass Herr Knieper mit so einem Motto die Kommentare vollspamt. Tatsache bleibt, dass bei der Google-Suche nach Marions Kochbuch mittlerweile drei Artikel auf der ersten Seite stehen, die sich mit der Abmahnwelle aus dem Hause Knieper beschäftigen. Wer sich also etwas eingehender über die Machenschaften rund um diese “Rezept-Seite” informieren will, der muss nicht mehr lange suchen. Aber nee, is klar, Publicity… hihihi.

Satire wem Satire gebührt…

Ihr wisst ja auf jeden Topf passt ein Deckel und im Bett sollte man wie in der Küche öfter etwas neues ausprobieren. Aber keine Angst vor dem ausprobieren, nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.

Zunächst brauche ich aber eure Ideen. Schreibt mir eure Phantasien und Lieblingsstellungen in die Kommentare, damit ich weiß was euch so richtig scharf macht. Ich werde jede Sexpraktik dann mit meinem Mann, dem Volker und unserem Rechtsanwalt dem Ditze, selbst ausprobieren und nachficken. Dann machen wir Fotos. Also schreibt mir was ihr schon so alles angerichtet habt im Bett!

Euer ausgekochtes Luder,
Monika

Zurückweisung

Sascha Kremer hat eben grade ein Schreiben an den Anwalt der Kniepers geschickt, in dem die Abmahnung komplett zurückgewiesen wird. Ich werde die Unterlassungserklärung nicht unterzeichnen und keinen Heller bezahlen. Zumindest nicht freiwillig.

Die von Ihnen behaupteten Ansprüche Ihrer Mandantschaft bestehen nicht.
Deshalb weisen wir hiermit namens und im Auftrag unseres Mandanten die Abmahnung zurück. Unser Mandant wird die geforderte strafbewehrte Unterlassungserklärung nicht abgeben. Er wird auch keinen Schadensersatz für die Ihrer Mandantschaft angeblich entstandenen Kosten Ihres Tätigwerdens leisten.

So siehts aus.

Lesebefehl

Ein paar sehr kluge Gedanken um die jüngste Abmahnwelle:

Was soll die Aufregung? Sicher ist es ärgerlich für den Brötchenblogger.

Es ist weit mehr als das, weshalb er eben auch nicht der einzige ist, der sich ärgert. Es werden potenziell existenzbedrohende Geschütze gegen den Blogger aufgefahren, während der Schaden, den er verursacht hat oder in Zukunft verursacht hätte, gegen null geht. Weder er noch die anderen Abgemahnten standen in irgendeinem Konkurrenzverhältnis zu monikas-rezepte.de. Indem er sein Blog betrieb, ohne dafür bezahlt zu werden, tat der Blogger außerdem etwas, woran eine ungewisse Anzahl von Menschen Freude hatte. Wohlgemerkt bestand dieses Etwas nicht darin, täglich ein neues geklautes Foto einzustellen und als sein eigenes Werk auszugeben. Auch in dem fraglichen Beitrag war die Komposition von Bild und Text das eigentliche Werk; auf das — wie gesagt eher schlichte — Bild selbst kam es überhaupt nicht an.

(via)

Kochbuch mit Rechenexempel

Marions Kochbuch gibt es laut Netcraft seit September 2001. Das sind bis heute 65 Monate oder auch 1982 Tage. Bei 2700 Rezepten, die Marion und ihr Folkert selbst gekocht, getippt und fotografiert haben sind das 1,362 Gerichte pro Tag.

Jeden Tag, zum Frühstück, zum Mittag und zum Abend gibt es im Hause Knieper also leckerste warme Speisen in Hülle und Fülle und alle werden nicht nur gekocht und verspeist, sondern nach der Anrichtung erstmal ausgeleuchtet und fotografiert. An jedem Tag, auch Weihnachten, Neujahr und Ostern in den vergangenen 1982 Tagen. Und das beste dabei: jeden Tag gibt’s was neues. Eine Lieblingsspeise gibt es dort scheinbar nicht.

Das nenne ich entweder sehr konsequent oder…

Oder ich hab da sowieso schon ein Forum mit tausenden Rezepten und… aber lassen wir das.

Urheberrechte bei the Kniepers

Man sehe sich diese Seite an: http://www.f-knieper.de/Computer/index.htm
Nicht zu beanstanden. Ich weiß.

Diese Seite sah bis vor ein paar Tagen laut Archive.org allerdings noch so aus.

[edit] Ich habe den Screenshot von Kniepers Seite auf Anfrage von Herrn Knieper entfernt, ganz einfach um ihm zu zeigen, dass Dialog hilfreich ist.

Man könnte fast meinen, da beseitigt Folkert gerade Urheberrechtsverletzungen von seiner Seite, denn die Rechte zumindest an dem Bild des Ataris, die hatte Knieper wohl nicht. Aber sowas würde ich niemals nicht behaupten. Wo kämen wir da denn hin?

Auf den Seiten tauchen übrigens so einige Produktfotos auf, das nur so nebenbei. Dazu muss man auch nichtmal Archive.org bemühen, ich hab das alles festgehalten, nur falls es jemanden interessieren sollte.

Seilschaften

Ich möchte mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf diesen Eintrag in einem “Webdesign”-Portfolio hinweisen und dazu noch anmerken, dass ich diese Gestalt neulich unter eher hinderlichen Bedingungen kennenlernen durfte. Nur ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

Dazu noch eine Prise Zitat aus dem Spreeblick-Podcast vom 24. Januar:

Der Punkt ist doch, wenn ich mir von Kleingärtnern vorschreiben lassen muss, was ich sagen darf und was ich nicht sagen darf beziehungsweise wenn ich dafür jede von irgendeinem Anwalt festgelegte Summe bezahlen muss und da überhaupt kein Recht auf meiner Seite habe, dann leben wir in einem Jahrzehnt in einem Land wo alles nur noch zwischen den Zeilen gesagt werden darf.

Ja, und die Kleingärtner haben aber auch kein Interesse an diesem hohen Gut, an diesem Recht zur freien Meinungsäußerung, das wir ja genießen, weil sie glaube ich auch keine Meinung haben und wenn sie eine hätten, dann werden sie den Teufel tun, die öffentlich Kund zu tun. Das tun sie glaub ich nichtmal beim Kegelabend, würde ich mal denken.

Brötchen für 500 Euro, jetzt auch bei Nerdcore

Abgemahnt also, wegen einer falschen Tatsachenbehauptung. Man sollte eben immer nie mit den Worten “Meiner Meinung nach dies und das” und “Anscheinend könnte es sich blablabla” geizen. Es geht um meinen Kommentar hier, den ich entsprechend editiert habe.

Meinen Mandanten ist heute zur Kenntnis gelangt, dass Sie unter www.nerdcore.de/wp/2007/01/13/marions-fotoscript/ die Behauptung veröffentlichen, viele Rezepttexte auf der Seite meiner Mandanten seien nicht von Marion Knieper selbst geschrieben.

Diese Behauptung ist falsch. Sämtliche der unter www.marions-kochbuch.de abrufbaren Rezepte hat Frau Marion Knieper erprobt und in eigenen Worten niedergeschrieben. Dies ergibt sich bereits aus der von meinen Mandanten unter www.marions-kochbuch.de/urheberrecht.htm öffentlich zugänglich gemachten Erklärung. Dieser Link wird unter anderem auch in Ihrem Forum im Beitrag Nr. 3 genannt.

Ich werde mir demnächst angewöhnen, eher solche unangreifbaren Texte zu verfassen.

Was ich aber sagen kann ist, dass ich dieses und dieses Rezept aus Marions Kochbuch bzw. Marions Kochclub (das Ex-Forum) nachgekocht und mit eigenen Worten beschreiben möchte: schmeckt beides meiner Meinung nach gleich scheiße.

Doppelmoral, brötchentechnisch…

Jaja, Marions Kochbuch und ihr Mann weinen wegen Fotos, die ein Honorar von meinetwegen 600, aber meiner Meinung nach sicherlich nicht 6000 Euro rechtfertigen, *gelöscht*
Jemand, der solche Ansprüche an die Netzgemeinde fordert, der sich als Opfer darstellt und andere als Contentdiebe darstellt, dann aber auf diese Weise seine Datenbank füttert und wegen Brötchenbildern und Satire abmahnen lässt, wie nennt man nun so jemanden? (Antworten auf diese Frage bitte nur denken und nicht in den Kommentaren mitteilen, mich darf man aber immer gerne als Arschloch bezeichnen)

Leider sind anscheinend Rezepte wegen zu geringer Schöpfungshöhe nicht urheberrechtlich geschützt, soweit ich weiß. Doppelmoralisch gesehen ist der Fall für mich jedenfalls klar. Das ist im Grunde genauso, wie wenn ein Mashup-Deejay jemanden abmahnen würde, weil er sein MP3 verlinkt.

Wie war das? Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen?

[nachtrag] Marions Kochbuchs Ansichten über Urheberrecht bei Rezepten:

Alle Rezepte aus Marions Kochbuch wurden von Marion gekocht und von Folkert fotografiert. Die Rezepte wurden anschließend von Marion mit eigenen Worten beschrieben und mit Foto veröffentlicht. Marion ist somit Urheber des Rezepttextes.

Muss ich dazu in diesem Zusammenhang noch irgendetwas sagen?

[nachtrag 2] Eine ehemalige Userin von Marions Forum hat sich bei Marius zu Wort gemeldet. Da ich schätze, dass die Anwälte von Knieper diesen Kommentar demnächst entfernen lassen werde, habe ich einen Screenshot davon gemacht. Bei Interesse bitte melden.

Marions Fotoscript

Marion meldet sich in den Kommentaren auf Fingerzeig selbst zu Wort…

Marions Kochbuch ist nicht böse

Es wird hier behauptet, wir würden uns an Abmahnungen bereichern und eine einfache Mail hätte das Problem auch aus der Welt geschafft.

Das ist falsch. Wir sind leider nicht in der Lage, alle Urheberrechtsverletzungen an unseren Bildern selber zu lösen. Daher die Hilfe unserer Anwälte.

Gib mir den Rest, Baby…

500 Euro für ein Brötchen

Diese E-Mail habe ich vorhin an die Betreiber der Seite Marions-Kochbuch.de geschrieben:

Hallo Marions Kochbuch, Hallo Folkert Knieper,

ich schreibe Ihnen wegen der Abmahnung von Fingerzeig.net.

Hätte es nicht auch eine Email getan mit einer, gerne auch scharf formulierten, Aufforderung, das Bild umgehend zu entfernen? Ist Kommunikation im Internet nur noch über Juristen möglich? Horst hat ein Impressum, dort stehen E-Mail und Telefonnummer. Ein kurzer Wink hätte genügt. Aber nein, und nun sitzt er auf mehreren hundert Euro Anwaltskosten.

Ich weiß nicht, ob Ihnen bewusst ist, dass die Abmahnpraxis auf juristisch wackeligen Beinen steht und demnächst von Justizministerien Zypries reformiert werden will. Hier ist lediglich ein juristischer Graubereich entstanden, in dem sich Anwälte gütlich tun können. Ich gehe davon aus, dass ihnen das nicht geläufig ist.

Desweiteren möchte ich sie darauf hinweisen, dass die abgemahnte Seite ein sogenanntes Blog war. Blogs sind gut vernetzte Internet-Seiten mit manchmal tausenden Lesern. Meins ist eines davon. Ich werde in meinem Blog über diesen Fall berichten, und ich werde nicht der einzige sein.
Dabei wird Marions Kochbuch nicht in gutes Licht gerückt werden, deshalb gebe ich ihnen Gelegenheit, vorher eine Stellungnahme abzugeben.

Vielleicht überzeugen Sie aber auch ihren Anwalt davon, die Abmahnung zurückzunehmen, denn das Bildchen von einem Brötchen, dass zwar lecker aussieht, aber immer noch ein x-beliebiges Brötchen darstellt (ich weiß, das sehen Sie anders), ist umgehend von der Seite genommen
worden.

Und ein paar hundert Euro für ein Brötchen, das müssen Sie zugeben, das ist ein ziemlicher Witz.

Danke im Vorraus für eine Antwort
Hochachtungsvoll
René Walter

Alles Mumpitz, denn ich hatte die Kommentare hierzu nicht gelesen (via), und deshalb warte ich mit der Veröffentlichung auch nicht bis zur Antwort. Dort betreibt man dutzende Websites, die sind unterwegs im Netz, die haben meine Mail schon lange gelesen, sind sich aber für eine Antwort wohl zu fein.

In den Kommentaren finden sich noch ein paar mehr Menschen, die wegen Bildern abgemahnt wurden, was in mindestens einem Fall völlig unberechtigt erscheit.

In meinem Fall hat mein Bild zwar eine gewisse Ähnlichkeit mit dem auf der Seite der Kochbuchautorin, wurde aber tatsächlich vom mir selber erstellt und ist wesentlich älter.

Da scheint jemand sehr lax das Internet abzugrasen um potentielle Abmahn-Opfer ausfindig zu machen. Und nachher macht man mit einem befreundeten Anwalt eine Flasche Wein auf. Wette ich. Ich empfehle, von Marions tollen Rezepten nix zu essen. Schmeckt komisch und ist teuer.