Also, bevor jetzt nochmal Offtopic-Kommentare hier aufschlagen und weil sich meine Leserzahlen seit damals rund verdreifacht haben, hier mittlerweile also viele Leute mitlesen, die die olle Werbe-Diskussion damals nicht mitbekommen haben: Ja, hier wird Werbung geschaltet. Nein, das ist nix neues. Ja, die Diskussion hatten wir vor ungefähr einem Jahr schonmal. Nein, bei der Diskussion ist nix rausgekommen, so wie immer. Ja, die Werbung hier wird in den nächsten Wochen zunehmen. Nein, Ihr kriegt nix ab. Und: ja, Ihr dürft mich dafür kräftig beschimpfen.
Werbung auf Nerdcore
Kinners, wir müssen reden. Über Werbung. Schon wieder.
Meine Laune ist heute sowieso zum Lachen im Keller, da passt das doch wunderbar. Es geht um dieses Ebay-Dings. Als wir damals die Sony Aktion durchgezogen haben, achteten wir penibel darauf, jedes einzelne Posting als Werbung zu kennzeichnen. Oben, unten, überall prangte das Wörtchen „Anzeige“, so wie man das eben macht machen muss, wenn man es machen will. Kinners, ich will echt nicht gemein sein, ich kenne fünf von den sechs Ebay-Bloggern persönlich und die sind alle furchtbar nette Menschen.
Aber.
Die Blogs bringen nicht gekennzeichnete Werbung, wo das formale „Anzeige“ fehlt. Ursprünglich war da noch mehr, dort bin ich allerdings anfänglich eingeschritten. Und die Spongebob-Büchs ist nunmal meines Erachtens absolut abmahnfähig. Da hat der Don schon Recht. Warum da die betreuende Agentur nicht zwischenschreitet, kann ich mir ausmalen. Als ich die Aktion damals mitmachte, habe ich nichts unterschrieben, es bestand quasi nur eine mündliche Vereinbarung, die keinerlei Formalien enthielt außer dem Preis. Ich kann mir vorstellen, dass es hier ähnlich läuft, was aber auch heisst, dass die Blogger im Falle einer Abmahnung wohl eher geküsst aussehen.
Bitte, liebe Leute, nix gegen Geld verdienen mit seinem Blogscheiß, aber wenn, dann richtig. Vor allem formal richtig.
Yahooed
Ich habe also meine ‚ÄûPopularit?§t‚Äú mit meiner Punk-Attit?ºde, mit einer Anti-Haltung erkauft. So siehts aus.
Gib mir den Rest, Baby…
Wählscheibe

(Foto: uwekamper)
Es gibt wahrscheinlich jede Menge Menschen da draußen, die kennen noch Wählscheiben. Diese Scheiben mit Löchern und Nummern, an denen man drehte und so eine Telefonnummern wählte. Das waren noch Zeiten. Die Telekom hieß noch Post, das Internet verwechselte man mit BTX und BMX-Räder waren noch nicht retro, sondern einfach so cool.
Heute ist ja alles anders. Die Telekom malt Fußbälle an Berliner Dingstürme, BTX interessiert heute kein Schwein und Arschlöcher wollen einem Regeln aufzwingen. Genau wie Wählscheiben. Die verlangten damals nämlich auch von den Leuten, den Finger krumm zu machen.
Und wenn mir Arschlöcher erklären wollen, wie ich bloggen soll, dann erkläre ich Arschlöchern, wie man mit einer Wählscheibe wählt. Finger reinstecken und rumdrehen. Das kann man übrigens auch ohne Wählscheibe an Orten, an denen die Sonne nie scheint.
Satz des Tages
Ich werde wahrscheinlich nie verstehen, warum um diesen Status “Blogger” ein solcher Wirbel gemacht wird.
Jeriko bringt ein paar Sachen auf den Punkt:
Jedesmal, wenn ihr Google für eine Suche bemüht, unterstützt ihr die Zensur in China. Jedesmal, wenn ihr euch auf YouTube ein Video reinzieht, habt ihr im Hinterkopf, dass das Pentagon dort Propagandavideos für den Irak-Krieg schaltet. Aber es ist natürlich einfach, auf etwas draufzuhauen, wenn man selber nichts damit zu tun hat. Ganz groß. Bin schon gespannt, was die deutsche Behindertenhilfe für Leichen im Keller hat.
Ja sicher sind die Macher hinter diesem Dritten nicht die Erfahrensten in diesem Business. So what, einer muss doch den Anfang machen, oder? Dass man Fehler macht ist nur natürlich, dass darauf rumgetreten wird eigentlich asozial.
Socken rocken Pockenmocken
Disclaimer: Dies ist ein von Salami gesponsorter Fußbekleidungsbeitrag
Socken, nö, Socken. Socken sind mir so wichtig, ohne Socken würde ich barfuß laufen, ganz ohne Mist. Und Socken, ich brauche so oft Socken, also: mindestens einmal pro Woche kaufe ich mir welche. Zuhause quillt der ganze Kleiderschrank über mit Socken. Ich kann von Socken gar nicht genug haben. Manchmal fülle ich die Badewanne mit meinen tausend Socken und lege mich nackt hinein, drehe mich und wende mich. Manchmal stülpe ich mir eine Socke über meinen Johannes.
Socken, ich will mehr Socken! Ich bekenne mich zu meinem Socken-Fetisch! Verdammt, so ein Socken-Abo wäre genau das richtige für mich! Und endlich schreibt die Blogosphäre über Socken! Ich will mehr! Gebt mir mehr! Mal im Ernst, Blogosphäre: für nen Hunni über Socken schreiben? Über… Socken? Mir fehlen ein wenig die Worte… über… Socken…
Und einen ungekennzeichneten Beitrag hab ich auch schon gefunden… Naja, wenn da schon Online Marketing Blog drüber steht, dann kann ja nur Scheiße drin sein.
Und schon drei ungekennzeichnete Beiträge gefunden. Pumpgun anyone?
[nachtrag] Remo korrigiert:
“Und schon drei ungekennzeichnete Beiträge gefunden.”
Das ist falsch! Alle Rezensionen werden manuell überprüft und bisher waren alle korrekt gekennzeichnet. Merke: Ohne Kennzeichnung gibts keine Kohle – da sind wir in unserem eigenen Interesse knallhart.
Ausserdem:
Es wurde natürlich auch schon ausserhalb von trigami über Blacksocks geschrieben
Amazon Disclaimer
Amazon-Links auf Nerdcore nehmen am Partner-Programm von Amazon teil und verschaffen dem Blogbesitzer kein Geld, sondern Amazon-Gutscheine, von denen er sich dann alle drei Monate eine oder zwei DVDs kaufen kann. So ist das.
Kommentar des Tages
Von Fabian, ausnahmsweise mal im Vollzitat:
Das Internet ist groß. Erstaunlich groß sogar. So groß, dass tatsächlich viele verschiedene Dinge gleichzeitig stattfinden können. Manchmal vergessen das einige Menschen, vor allem in Deutschland. Dann wird’s ziemlich klein. Scheiss-provinziell, um genau zu sein.
Wo bitteschön ist das Problem, wenn sich einige Weblogs zusammentun und gemeinsam Werbung schalten? Ich rede jetzt wirklich nur von dem Kern der Sache: Menschen tun sich zusammen und schalten die Werbung auf ihren eigenen Seiten, mit der sie sich arrangieren können. Und stecken das Geld dafür ein.
Es ist ganz einfach:
Niemand wird gezwungen, Werbung zuzulassen. Niemand wird gezwungen, sich irgendeinem Konzern zu unterwerfen. Und niemand wird gezwungen, Weblogs zu besuchen, auf denen Werbung geschaltet wird. Wieso muss deswegen gleich so eine verdammt deutsche Grundsatzdiskussion daraus werden?
Wo gibt es denn diese erträumte Charta der ewig gerechten Blogger-Community, in der alle irgendwie voll graswurzelmäßig drauf sein sollen?
Warum wird der Einsatz einer bestimmten Technologie noch immer mit den damit präsentierten Inhalten verwechselt? Dieses ganze selbstrefernzielle Gerede von einer irgendwie fassbaren Blogosphäre ist doch totaler bullshit. Nur weil sich Menschen kennenlernen, sympathisch finden und gegenseitig verlinken, gibt es noch keine homogene Szene von Gleichgesinnten. So gerne sie manche auch herbeireden. Was wäre denn auch der Gegenstand, um den sich diese Subkultur gruppieren könnte? Netzdemokratisierung? Yeah, abendfüllend. Vor allem in unseren Breiten, wo wir ja quasi alle hinter dem Mond leben und keinen Zugang zu Strom, Telefon und Computer haben.
Do-It-Yourself? DIY-Spirit schließt für mich eben nicht aus, auch Geld damit zu verdienen. Wenn man denn will. Oder muss. Aufmerksame Beobachter werden sicherlich mitbekommen haben, dass einige Menschen ihr Weblog hobbymäßig betreiben, andere hingegen daraus einen Beruf machen.
Dass beides funktionieren (im Sinne von “Content lässt nicht nach”), beweisen doch zahlreiche internationale Beispiele, oder? Welcher Mac-Fan liest nicht Mac-Essentials oder Daringfireball? Noch immer werden die wichtigsten Memes über BoingBoing verbreitet — wo wird denn dort über Werbung herumgejammert? Ich finde es geradezu lächerlich, welche albernen Schlussfolgerungen manche Spaßvögel hier ziehen. Anstelle einfach mal abzuwarten, wie sich die Inhalte und die darum geschaltete Werbung entwickeln und dann auf einem anderen Niveau zu argumentieren.
Und bezüglich des vielfach kritisierten Artikels von Lobo: Der Mann macht nichts anderes als das, was alle Marketingmenschen der Welt auch tun: Er versucht, sein Produkt möglichst interessant zu verkaufen. Ich halte die Kommunikation im Vorfeld auch nicht für besonders gelungen aber was soll’s — nach dreißig Jahren Fernsehsozialisierung habe auch ich gelernt, zwischen Signal und Rauschen zu unterscheiden.
Zur Medienkompetenz gehört nämlich auch, zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem unterscheiden zu können – bei Vermeidung unnötiger persönlicher Beleidigungen.
Oder um es mit den Worten des bekannten westberliner Philosophen Sido zu sagen:
“Deiner Meinung nach muss Rap friedlich sein — mach du dein’ Rap, ich mach mein’ / Bei dir fängt die Sonne an zu scheinen und Mädchen an zu weinen — mach du dein’ Rap, ich mach mein’ “.
Und noch eins von Stefan hinterher, weil’s irgendwie passt:
Die Tatsache, dass es die Möglichkeit gibt, das Kochen zum Beruf zu machen, heißt ja nicht, dass Millionen Hobby-Köche nun auch mit dem Kommerzkochen anfangen müssen.
[...]
Und natürlich kann jeder, der will, ernsthaft bezweifeln, dass eine Professionalisierung der deutschen Blogosphäre ins Haus steht. Es ist sogar ganz leicht. Er muss nur die Augen zumachen.
Wortschöpfung IV
Blogfundamentalist, Der. Auch gerne abgekürzt als Blogfundi.
Adical
Bevor in irgendwelchen anderen Artikeln das Offtopic-Tag auftaucht, poste ich doch lieber schnell mal einen Siebenzeiler, damit man hier in den Kommentaren seinen hahnebüchenen Blödsinn über die, wie man rechts sehen kann, heute gestartete erste Adical-Kampagne ablassen kann. Sonst fristet dieser mit Herzblut vergossene Bockmist ein einsames Dasein in einer [OT]Klammer[/OT] bei einem ansonsten sehr netten Musikvideo, und sowas kann ich doch nicht zulassen. Wer will?
[nachtrag] über Adical diskutieren kann man auch hier.
In2geschäftlich:
Der Einfachheit halber übernehme ich viele Formulierungen aus Dons Rechnung, die ich für Nerdcore und die Filmfreunde umformuliert, eben grade per E-Mail verschickt habe und auch noch in schriftlicher Form nachreichen werde.
An die d.k.d Internet Service GmbH Kaiserstraße 79 D-60329 Frankfurt/Main
Sehr geehrte Damen und Herren,
in den letzten Wochen haben drei von Ihnen verantwortete “Blogger” namens “Flyinggirl” (http://blog.glamour.de/blog/flyinggirl), “Tomek” (http://www.technosexual.de) und “Joe” (http://pupileye.wordpress.com/) sich unter meinen Beiträgen auf den Websiten www.nerdcore.de und www.fuenf-filmfreunde insgesamt neunmal zu Wort gemeldet.
http://www.nerdcore.de/wp/2007/04/02/zahltag-heist-jetzt-parkster/#comment-117603
http://www.nerdcore.de/wp/2007/03/29/meine-leser/#comment-113209
http://www.nerdcore.de/wp/2007/03/26/zitat-des-tages-7/#comment-109267
http://www.nerdcore.de/wp/2007/03/21/neulich-am-briefkasten/#comment-101078
http://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/04/03/luke/#comment-12525
http://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/04/02/fantastic-movie-epic-movie/#comment-12199
http://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/03/26/stardust-trailer/#comment-11618
http://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/03/24/its-raining-300-men/#comment-11492
http://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/03/09/serienfieber-reif-fur-die-insel-teil-2/#comment-11014
Keines der drei Blogs hatte zu diesem Zeitpunkt ein Impressum; die URL technosexual.de ist bis heute auf eine mutmasslich fiktive “Inc”, die angeblich unter Ihrer Adresse residiert, angemeldet worden.
Nachdem inzwischen überklar und von Ihnen eingestanden ist, dass es sich bei diesen “Charakteren” um eine von Ihnen verantwortete Werbekampagne für ein Duftwasser von Calvin Klein handelt, habe ich gestern die nötigen Schritte in die Wege geleitet. Ihr Verhalten ist ein klarer Verstoss gegen § 4 (3) UWG sowie § 6 Abs. 2 MDStV, und eine Verletzung unserer Rechte gemäss § 1004 und 823 Abs. 1 BGB. Wir sind zur Auffassung gelangt, dass es sich bei den Beiträgen um einen klaren Fall von Spam und Schleichwerbung handelt – die beworbenen und verlinkten Seiten sind schliesslich klare Werbeträger. Nach reiflicher Überlegung sind wir zum Entschluss gelangt, mit Ihnen eine gütliche Einigung zu suchen, bevor wir formale Reaktionen einleiten.
Unser Vorschlag einer gütlichen Einigimg sieht deshalb aus wie folgt: Für das von Ihnen betriebene Einstellen von Kommentaren für ein werbendes Angebot auf meinen Websites, sowie für die dadurch erzielte Reichweite für Werbung im redaktionellen Teil (!) von nerdcore.de und fuenf-filmfreunde.de – alleine nerdcore.de ist mit Google-Pagerank 5 eines der meistverlinkten Blogs Deutschlands, erreicht die Pageimpressions der Website einer durchschnittlichen Lokalzeitung – kurz, für Ihre Werbung berechnen wir Ihnen pauschal und vergleichsweise günstig
399 Euro a 9 getätigte Einträge: 3591 Euro.
Darüber hinaus berechne ich für die Nennung der Websites “nerdcore” und “fuenf-filmfreunde” zu Werbezwecken in Ihrer Blogroll pauschal und vergleichsweise günstig
999 Euro bei 2 Nennungen: 999 Euro.

Summe: 4590 Euro
incl. 19% Mehrwertsteuer 633,10 Euro
Bitte überweisen Sie die Sunmme von 4590 Euro umgehend, spätestens jedoch innerhalb der nächsten zwei Wochen auf folgendes Konto:
[...]
Wir bitten Sie, uns im Laufe der kommenden Tages per Mail mitzuteilen, ob Sie mit dieser angesichts Ihrer wenig erfreulichen Vorgehensweise fairen Regelung einverstanden sind. Desweiteren fordern wir Sie und Ihre Auftraggeber auf, uns auf Ehrenwort zu versichern, in Zukunft nicht mehr Nerdcore.de oder die Fünf Filmfreunde für Ihre Kampagnen zu missbrauchen. Sollten wir bis Donnerstag, den 12. April 2007, von Ihrer Seite keine diesbezügliche Erklärung erhalten, betrachten Sie bitte dieses gütliche Angebot als hinfällig. Wir werden dann unter Berücksichtigung der Faktenlage und den obigen Gesetzesverstösse eine neue, umfassende Rechnung unter Berücksichtigung der zusätzlichen Kosten für die angemessenen rechtlichen Schritte gegen Sie, Ihre Helfer und Auftraggeber zukommen lassen.
Mit freundlichen Grüssen
René Walter für Nerdcore.de und die Fünf Filmfreunde
PS: Es mag Ihnen nicht wirklich nett erscheinen – aber wird Ihnen vielleicht sogar ein wenig Würde zurückgeben. Denn 800 Euro, also das, was normalerweise allein die Anwaltsgebühren für eine kleine Abmahnung sind, oder ein paar Beratungsstunden und ein paar Briefe zur Verteidigung – 800 Euro geben wir weiter an den Anti-Abmahnungstopf von Johnny Haeuslers Adical. Und damit haben Sie wenigstens ein Mal in dieser Sache was Gutes getan.
Bevor wir zum In2geschäftlichen kommen…
spOn hat die CK-Coty-DKD-Spammer entdeckt:
Außerdem hat die Agentur DKD viele deutschsprachige Blogs als Trittbrett benutzt, um Leser, Zuschauer und unwissende Mitspieler für ihre Kampagne zu gewinnen. Die fünf falschen Freunde haben alle populären deutschen Blogs unterwandert, haben unter anderem bei Robert Basic, Mario Sixtus und Don Alphonso ihre Kommentare hinterlassen. Das ist indirekte Werbung. Und manchmal auch sehr direkte: Tomek und Alina verweisen auf whatareyouin2.com, Joe bloggt, er sei “gespannt auf dieses neue in2u von CK”, Alina gibt sich auf glamour.de begeistert: “Überall diese sexy Leute in den coolen outfits – body an body, geile music…- und dann lag da dieser neue CK Duft in der Luft”. Das ist eindeutig Werbung – nicht gekennzeichnet, nicht bezahlt. (via)
Noch etwas spannender finde ich aber die Antworten, die DKD auf Anfrage von Blog2 so von sich gibt:
Er sagte mir, dass die Kampagne als “Unterhaltungsform und tägliche Blog Soap mit Themen des üblichen Lebens” gedacht wäre. Auf meine Frage, warum dies dann nicht als werblich gekennzeichnet wäre erwiderte er im Fernsehen gäbe es Formate wie BigBrother, die auch real wären – und subtile, ungekennzeichnete Werbung sei überall zu finden. Meinen Einwand, hier würden sich aber 5 Blogs als reale Personen ausgeben liess er nicht gelten, schliesslich müsse man heutzutage überall davon ausgehen, auf Werbung zu treffen. Die Aufregung in der Blogosphäre sei nicht ganz verständlich.
Mein Kommentar darunter:
Subtile, ungekennzeichnete Werbung ist genauso Schleichwerbung wie 5 ungekennzeichnete Werbeblogs Schleichwerbung sind und damit illegal. Wenn ihm die Aufregung nicht verständlich ist, zeugt das lediglich von fehlendem Unrechtsbewusstsein der PR-Branche.
Als nächstes dann auf dem Programm: die Rechnung für Spam-Werbung und die Benutzung der Blogs “Fünf Filmfreunde” und “Nerdcore” auf den Blogrolls der Schleichwerbeblogs.
Rechnung
Gute Idee vom Herrn Sixtus. Ich werde die Kommentare nachher auch mal zusammensuchen und eine Rechnung formulieren. Hat jemand eine Idee, was ich pro Kommentar verlangen soll? Und kennt jemand ein Plugin, das die Suche auf die Kommentare ausdehnt?
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen der von Ihnen im Auftrag der Coty Inc. durchgeführten Blog-Kampagne zur Produkteinführung des Parfüms “CK IN2U” haben Sie von der M??glichkeit Gebrauch gemacht, auf Sixtus.net Kommentare mit Links auf die von Ihnen, bzw. in Ihrem Auftrag betriebenen Kampagne-Blogs zu hinterlassen.
Wir freuen uns, dass Sie diese moderne und unkomplizierte Werbemöglichkeit nutzen.
Wie Sie sicherlich wissen, ist die Schaltung von werblichen Kommentaren auf Sixtus.net (und Links auf speziell für eine Werbekampagne angelegte Blogs fallen zweifellos darunter) mit einer Anzeigengebühr von 1.500 Euro (zzgl. Mwst.) je angefangenen Monat verbunden. Ein Hinweis auf diese Gebühr findet sich deutlich über jedem Kommentareingabefeld.
Nachfolgend erlaube ich mir daher, Ihnen in Rechnung zu stellen:
…Bitte beachten Sie, dass die Schaltung der werblichen Kommentare sich automatisch verlängert. Kündigungen für laufende Schaltungen richten Sie bitte schriftlich, spätestens 14 Tage vor Monatsende an unten stehende Anschrift.
Wir bedanken uns für Ihren Auftrag und hoffen, Sie haben noch viel Erfolg mit Ihren werblichen Kommentaren auf Sixtus.net.
What are you in2?
Was sind das eigentlich für Kommentare in letzter Zeit, die alle mit einem “What are you in2?” abschließen? Einmal (!) googeln führt unter anderem zu NRJ, die all das als das entlarvt, was es ist: Spam!
Calvin Klein
what are you IN2?
SMS, MMS, Internet, Weblogs und Chats sind Basics, dabei ist man multitaskingfähig und immer auf der Suche nach Kontakt – eine neue Generation?
Heute sprechen wir eigentlich von der Generation Y… Calvin Klein ist immer ganz am Puls der Zeit und Trendsetter von der “technosexual” Generation, die leidenschaftlich, Technik- begeistert, spontan und immer auf Kommunikation aus ist.
Einer der spammenden PR-Blogger ist “Technosexual.de”, sagt zwar immer was zum Inhalt eines Postings (”^^ endgeil !!! Hab lange nicht mehr so spontan einen Lachanfall bekommen ;) mfg Tomek” und bringt auch immer brav den Calvin Klein-Claim: “What are you in2?”, aber letztenendes sind das wohl alles Praktis in irgendeiner PR-Klitsche, die zwar Blogs führen und, ähm, schreiben, Foren mit ihrem Spam vollknallen und auf diverse Flash-Seiten verweisen (http://www.whatareyouin2.com/DE/, http://www.whatareyouin2.com/uk/). Die Glamour, ein Mädchen-Blatt, führt mutmaßlich auch Blogs für Calvin Klein, zumindest entsteht dieser Eindruch, wenn man sich das Blog von Flying Girl anschaut, die nicht nur äußert model-hübsch ist, sondern auch mit den Begriffen “In2″ und “technosexual” um sich wirft.
Kurz gesagt: Calvin Klein nutzt Web2.0-Strukturen um Blogs vollzuspammen. Und ich durchsuche jetzt erstmal die Comments bei mir und den Fünf Filmfreunden und lösche den ganzen Scheiß. Hatten wir’s nicht neulich von der nicht-kenntlichen Vermischung von Inhalten und PR?
Don Alphonso, bitte übernehmen Sie.
[nachtrag] Bei der Netzwelt steht alles, was man wissen muss (Danke, Lars):
Joe, Miriam, Flyinggirl alias Alina sowie eine gewisse Katharina und ein Tomek: Sie alle haben in den vergangenen Wochen zahllose deutsche Weblogs heimgesucht, um dort gut gelaunte und freundlich substanzlose Kommentare zu hinterlassen. Immer mit dabei: Links zu ihren eigenen Weblogs. Sie alle haben erst vor wenigen Wochen mit Bloggen angefangen, sich dadurch gegenseitig kennen gelernt und seitdem Linkreundschaften über die Grenzen von Myspace, Youtube, Flickr und Jetzt.de hinweg geschlossen.
Das einzige Problem daran: Die fröhliche Fünferbande ist eine fiktive Marketing-Schöpfung der Frankfurter Agentur DKD. Auf der Webseite der Agentur heißt es dazu: “Die Kampagne mit inszenierten Blogs, Charakteren und Bildern spricht die Generation der “Technosexuals” an, um in den Medien der Zielgruppe die Produkteinführung des neuen Dufts CK IN2U zu unterstützen.”
Tatsächlich verweisen die fünf fiktiven Blogger immer wieder auf den angeblichen Trend zum Technosexuellen. Auch das Parfum wird gern mal in Nebensätzen erwähnt. Als Werbung wird all dies jedoch nicht gekennzeichnet — auch nicht, wenn die Botschaft des Parfumherstellers in den Kommentarfeldern anderer Blogger verbreitet wird.
[nachtrag] Die beiden Blogs, die das ganze als erste aufdeckten, waren Wortfeld und The Maastrix.
Coty, Inc. ist der Riese in der Parfumbranche; zum Duft-Portfolio gehören etwa Joop, Jil Sander, Cerruti, Davidoff und Adidas. Und eben Calvin Klein mit einem neuen Duft: Wer ein Blog hat, einen iPod hat und schon einmal eine SMS verschickt hat, gehört zur Zielgruppe. Weil diese jungen Leute alles abkürzen, heißt er “ck IN2U”.
Alle (?) Profile der Fake-Blogger gibt es bei The Maastrix.
Und was sagt uns das alles jetzt? Genau, CK-Unterhosen wegwerfen und deren Parfum ins Klo schütten. Ich besitze sowieso nix von dem Verein und werde in Zukunft auch nix von dem überteuerten Scheiß kaufen. CK stinkt nach Spam und Schleichwerbung.
[nachtrag] Ich habe eben mal beim Deutschen Presserat nachgeschaut, ob man dort online Beschwerde einlagen kann, weil Glamour.de mutmaßlich Schleichwerbung betreibt. Aber:
Der Presserat bietet Ihnen zum Downloaden ein Beschwerdeformular im Word-Format/RTF-Format an, das Sie am Computer ausfüllen und uns per Post zusenden können.
Die Briefmarke ist es mir dann doch nicht wert.
Von Werbung, Kommerz, Konzernen und Blogs (2)
In den letzten Woche kam viel zusammen. Das Schlämmerblog zog am Bildblog vorbei. DSDS- und PSP-News sitzen Nutzerzahlentechnisch ganz vorne. Johnny und Sascha Lobo starten ihr Adical Werbenetzwerk und ich lasse ein paar Einträge von Sony bezahlen. Da kann einem schonmal was überlaufen.
Vor 8 Monaten schrieb ich:
Was ich weiß: ich bin nicht käuflich.
Nun, so denke ich nicht mehr. Zu diesem Text stehe ich auch heute noch, hört sich ja auch schick an, so ein Satz, nur weiß ich heute, dass er Unsinn ist. Ich relativierte ihn bereits vorher im Zuge der Opel Geschichte. Und das hat damals keine Sau interessiert. Auch, als ich dann zunächst an der Zippo-Aktion teilnahm, Google-Ads schaltete, Amazon-Banner platzierte, meine Wunschliste veröffentlichte – immerhin steht Amazon in der Kritik, gegen Datenschutzbestimmungen zu verstoßen oder Softwarepatente an sich zu reißen -, es hat wieder kein Schwein interessiert. Und jetzt fliegt mir die Sony-Sache um die Ohren. Na schön, ich habe damit gerechnet, und die Kritik von Stefan nehme ich dankend an. PR-Sprech will ich in Blogs auch nicht lesen und noch weniger schreiben. Gut, shit happens. Weitermachen.
Welchen Schuh ich mir allerdings nicht anziehe, ist die allgemeine Annahme, ich dürfte nicht schreiben was ich wollte. Das ist pure Spekulation und das Gegenteil ist wahr: wir haben keinerlei (!) Beschränkungen. Uns wurde nur gesagt, wir sollen die Playstation nicht ausschließlich (!) runtermachen. Auch, dass der Deal mit Sony auf Beziehungen Nilz’ zum Konzern beruht, ist für mich kein Anlass für Boheieiei. An meinen Idealen, dem Glauben an unbedingte Freiheit der Ideen und der Kreativität tut diese Sache keinerlei Abbruch. Manche Menschen mögen das nicht glauben können, auch gut, alleine ich weiß, dass ich mich einen Dreck um Sony oder ihre Außenwirkung schere.
Wenn sie mir die Kohle auf den Tisch legen, dann nehme ich sie. Und eine PS3 und eine PSP gleich mit. Ich wäre ziemlich bescheuert, wenn ich das nicht täte und Sony bekommt damit keinen Deut mehr Respekt von mir. Und wenn Sony mit solchen Aussagen ein Problem hat, dann haben sie ein Problem mit Blogs und dann sollten sie auch keine Werbung darin machen. Also muss ich davon ausgehen, dass, wenn sie das tun, ich schreiben kann, was ich will, dass sie wissen, auf was sie sich einlassen und dass es okay ist.
Nilz bringt das recht passende Beispiel einer Indie-Band, die einen Major-Vertrag angeboten bekommt und unterschreibt. Nun, es geht hier zwar nicht um einen Vertrag über ein Album – im Vergleich zu 2700 Postings auf Nerdcore machen die Sony-Dinger nicht mal ein Prozent am Content hier aus, das reicht vielleicht für einen Takt einer B-Seite, nur um die Dimensionen mal gradezurücken – dennoch passt das Beispiel ganz gut, denn eines haben Blogs und Bands gemeinsam: Fans. Und der Ton einiger Äußerungen in meinen Kommentaren deuten auch wirklich darauf hin, das es sich um “Fanatics” handelt.
Die Schärfe der Diskussion, die, wie Eingangs erwähnt, nicht erst seit Freitag und nicht nur bei mir läuft, erschreckt mich nicht, was mich aber wie Jens erstaunt, ist, dass hier tatsächlich gekämpft wird, als gälte es, eine bestimmte religiöse Lesart der Blogs zu verteidigen. Das Vokabular der Verteidiger, die sich dann auch stilecht als Kreuzritter ablichten lassen, reicht dann auch von “Reinheit” bis “Reformorden”. Bullshit. Religion ist ganz allgemein und glaubensunabhängig ein Konzept, mit dem ich nichts anfangen kann. Religion ist Bullshit, siehe George Carlin. Und religiöser Eifer ist gefährlich, denn er verleitet andere dazu, ein paar häßliche Sachen zu sagen, die ganz einfach Unsinn sind. Spreeblick spammt. Right, und ich lecke die Stiefel von Business-Kaspern. Das ist alles komplett hysterischer Bockmist.
Das intelligenteste, was dazu in letzter Zeit geschrieben wurde, kam von Don Dahlmann:
Daß es Menschen gibt, deren Ansichten auch durchaus mal gerne widersprüchlich sein können, die ausprobieren, was in ihrem Leben so geht, und was nicht, und das zu diesem Leben auch das Blog gehört, in dem man sein Leben und seine Widersprüche ausbreitet, das scheint den Horizont einiger Menschen zu sprengen. Es ist leichter, wenn alles einteilbar ist, aber damit stellt man sich selbst ein Bein.
Warum passiert das alles gerade jetzt? Die Antwort ist für mich der (kurzfristige) Erfolg des Schlämmerblogs und der DSDS-News. Die sind an uns allen vorbeigerauscht und sind aus dem Stand auf die vorderen Plätze der (Reichweiten-)Charts gestürmt, und beide existieren aus rein kommerziellen Gründen. Das hat der Blogosphäre gezeigt, wie einfach es ist, mit der Technik “Blog” nach vorne zu kommen. Such Dir ein populäres Thema und das Baby startet durch. Ich glaube, dass hat vielen eine Illusion genommen und so desillusioniert haut man grade einfach alles klein, was einem irgendwie doof und dreckig vorkommt, auch wenn es noch so transparent vorgelegt wird.
Wenn Don schreibt, “dass gerade etwas zu Ende geht”, dann bin ich geneigt, auch hier “Unsinn” zu rufen. Aber er hat nicht ganz unrecht. Es verändert sich was. Aber zu Ende geht nichts, denn die Veränderung, die ohne Zweifel stattfindet, hindert niemanden daran, zu bloggen wie, was und womit er will. Blogs sind eine immer noch freie und skalierbare Kulturtechnik, die kann man kommerziell nutzen, muss man aber nicht. Man könnte rummetaphern und sagen: die Blogosphäre gebiert unter Schmerzen ihre professionalisierten Kinder.
Und womit ich auch einmal aufräumen will, ist die Illusion der Kommerzfreiheit. Dazu sei gesagt: das Internet besteht aus den Kabeln der bösen Telekommunikationskonzerne und wurde zu kriegerischen Zwecken entwickelt, der Mac, an dem ich dies alles grade tippe wurde wahrscheinlich in China von einer jungen Mutter zusammengesetzt, die 3 Cent in der Stunde verdient, der Strom der dafür aus der Steckdose kommt, stammt von einem AKW. Wer religiöse Reinheit will und Unbeflektheit, der muss im Wald leben, sich von Beeren ernähren und Kontakt mit Menschen scheuen, dann kann er sagen, er hätte dem Kommerz konsequent abgeschworen. Alles andere ist Rumgewichse mit einer Attitüde, die sich nicht leben lässt.
Man kann es sich so unglaublich leicht machen, dazu braucht man nur zwei Farben. Schwarz und Weiß. Die einen malt man so an, die anderen so. Und wenn einer seine Meinung ändert, wird er einfach übertüncht. Manche Menschen machen es sich so einfach, ich tue das nicht.
Und ansonsten: einfach mal locker bleiben. Was zählt ist der Spaß am Bloggen, die Lust an Publizität, nur darauf kommt es an.
Rene und die Playstation 3
Jetzt ist es passiert. Das hier ist Werbung. Beziehungsweise: es ist die Ankündigung von Werbung, von bezahlten Blogartikeln. Ich hab mich verkauft für etwas, über das ich irgendwann sowieso geschrieben hätte. Die Playstation 3 nämlich. Es wird das erste mal sein, dass ich mit Nerdcore eine PR-Aktion mitmache, für gutes Geld, eine PS3, eine PSP und Softwarepakete für beides. Gutes Geld heißt in diesem Fall: ein Monatsgehalt (netto). Die Artikel werden sämtlich mehrfach als Werbung ausgezeichnet, einmal über der Headline und einmal mit einem Button im Text rechts oben, für den Feed, der die Headergrafik nicht mitnimmt. Nur um alle Größenordnungen von vornherein klarzumachen.
PS3 Blogging

Der unvergleichliche MC Winkel, der galaktische Nilzenburger und Euer Chef und Meister (Icke natürlich! Wer hat was anderes gedacht?) ziehen für vier Tage vom 8. bis 11. März in das „Brandspace“ nach Hamburg – einem Designerhausboot im City Sporthafen gegenüber der Kehrwiederspitze -, filmen uns beim rumhampeln und zocken, machen Party ohne Ende, hauen Filme und Artikel raus und machen auch ansonsten ausschließlich Blödsinn.
Das beste dabei: Ihr könnt dabei sein. Mitzocken. Und abräumen: der Gewinner unseres Zockwettbewerbs wird nicht nur der King of Zock, sondern auch stolzer Besitzer einer Playstation 3. Die einzige Teilnahmebedingung: ein Foto von Euch in möglichst absonderlichen Spielsituationen. Und zwar mit Schnurrbart. Ob der gephotoshopt ist oder nicht, geht uns meilenweit am Arsch vorbei. Hauptsache, er ist schön haarig.

Bewerbungen könnt Ihr einfach per Mail schicken: entweder an mich unter rene.walter at gmail dot com, an MC Winkel unter mcwinkel at gmail dot com dot de oder den Nilzenburger unter nilzenburger at gmail dot com. Und wenn Ihr Schnurrimäßig durchgeht, kommt Ihr an einem der vier Tage ins Brandspace und zockt mit uns um die Wette. Wenn Ihr also an einem der Tage Zeit habt und nach Hamburg kommen könnt, fände ich es super, Euch an der Playstation 3 in Grund und Boden zu zocken.
Wir werden natürlich abends schön abfeiern, dazu folgen noch weitere Infos, wer was und wann wo in Hamburg mit uns abgeht. Eins nach dem anderen. Dafür aber schon ein wichtiger Punkt vorneweg: das werden zwar bezahlte Blogeinträge sein, die kritisierten Punkte zur PS3 werden aber nicht unangesprochen bleiben, auch wenn ich mich da wirklich erstmal schlau machen muss.
So siehts aus. Und jetzt: Steinigt sie ihn!
Ein Scherz Herz für Schlämmer
Meine Güte, sich über das Schlämmerblog zu echauffieren, das ist genauso, wie sich über Plakatwände aufregen. Natürlich kann man darüber streiten, ob Werbung die Städte verschandelt und natürlich kann man darüber streiten, ob das Schlämmerblog nur blöde PR-Kacke ist. Was sie ist. Aber so zu tun, als ob da jetzt jemand den heiligen Gral geklaut hätte, das ist wirklich kindisch. Für mich war es von Anfang an klar, dass das eine Werbeaktion ist. Auch wenn es nicht dabeistand. Das nenne ich Medienkompetenz.
Glaubt wirklich jemand, der Kerkeling hackt da selbst irgendwelche Texte ins Netz? Das ist irgendein BWL-Vogel, der bei der zuständigen Agentur sein prekäres Praktikum absitzt. Dieses ganze Geblubber geht mir aber anständig auf den Senkel. Ich verlinke lieber weiterhin munter Banksy-Aktionen oder das Wooster Collective. Damit mache ich unmissverständlich klar, wo ich stehe. Ich finde das Schlämmerblog ebenfalls dämmliches PR-Rumgemache, aber wenn man das doof findet, dann muss man konsequent sein.
Man kann nicht für ein Wii-Blog (das dann auch einfach so in die ewigen Jagdgründe geschossen wird – und ich schicke Johnny immer noch Links) schreiben und andererseits das Schlämmerblog verdammen. Entweder, oder. Ich finde es einigermaßen bigott, einerseits für ein Werbe-Blog zu schreiben, andererseits aber ein Werbe-Blog zu verdammen. Und da kommt dann wieder der Geschmack dazu.
Mir persönlich geht Schlämmer am Arsch vorbei. Ich finde den weder unlustig noch lustig. Ich finde Hape egal. Hanni war toll, Schlämmer war schlämmer, das Rumgehacke ist aber auch schlämmer. Und am Ende hat dann der Fonsi Recht wenn er schreibt:
Macht dann Didi Hallervorden den Pilotenschein, führt die Brautschule ein Tagebuch, und ändert das irgendwas an den Problemen der Medien und der Werbung, weiterhin an die Zielgruppen ranzukommen? Keine Ahnung.
Aber es ändert nichts an den Blogs.
[nachtrag] Das Wii-Blog ist nur umgezogen. Sorry nochmal für die harschen Worte an Malte. Manchmal gehen meine derben Worte mit mir durch. „Bigott“ ist zu hart, „mit zweierlei Maß“ trifft es eher.




