General Robots

Musicvideos: Peaches, Arctic Monkeys, Hot Chip, Massive Attack


(Youtube Direkttorture, via I heart Pluto)

Hier die Musikvideos der letzten paar Tage. Den Anfang muss natürlich Massive Attacks Clip zu „Saturday Come Slow“ machen, der eigentlich einen Kurzfilm zum Thema „Musik als Folterinstrument“ darstellt.

Filmed inside Cambridge University’s anechoic chamber (designed to create total silence) and featuring former Guantanamo Bay detainee, Ruhal Ahmed, this short by Adam Broomberg and Oliver Chanarin is a reflection on Ahmed’s experiences whilst in detention (particularly how he was interrogated using high-volume music) and about the use of human sound on the body.

Weitere Musicvideos nach dem Klick.

Gib mir den Rest, Baby…

Arctic Monkeys live @ Glastonbury

Zum Download bei Mardy Bum

Hier die Setlist:

When The Sun Goes Down
Brianstorm
Still Take You Home
Dancing Shoes
From The Ritz To The Rubble
Teddy Picker
This House Is A Circus
Fake Tales Of San Francisco
Balaclava
Temptation Greets You Like Your Naughty Friend
Old Yellow Bricks
I Bet You Look Good On The Dancefloor
If You Were There, Beware
Fluorescent Adolescent
Mardy Bum
Do Me A Favour
Leave Before The Lights Come On
The View From The Afternoon
Diamonds Are Forever
505
A Certain Romance

Best of Coachella 2007 (II): Arctic Monkeys

Teil 1 (Kann man sich eigentlich sparen, die Jungs fangen erst bei 4:45 an und das Video endet bei 5:51)

Gib mir den Rest, Baby…

Arctic Monkeys – Favourite Worst Nightmare

arctcs.jpgEndlich. Der Nachfolger zur Sensation des letzten Jahres. Man ist ja schon ein wenig ängstlich, wenn man die ersten Töne hört, aber zum Glück ist der erste Track dann auch die Knallersingle “Brianstorm”, die hat man ja schon für gut befunden. Aber jetzt zum Rest.

“Oh oh!” denkt man so beim ersten durchhören. Irgendwie fehlt da was. Sicher, es gibt die brillanten Momente, die Arschtreter und Turners Stimme wird wieder durch den Verzerrer gejagt, dass es kracht. Dennoch: irgendwie. Beim zweiten Durchhören fällt einem dann Komplexität des Songwriting auf und die muss man auch erstmal durchsteigen und dann, irgendwann beim dritten oder vierten Durchgang, da packt es Dich und tritt Dir in den Hintern das es eine wahre Freude ist.

Favourite Worst Nightmare” ist durchaus so gut wie das erste Album, auch wenn die Sensation diesmal etwas weniger groß ausfällt und ein Brecher wie “All you people are vampires” nicht drauf ist. Das macht aber nix, denn dafür ist “Brianstorm” einfach irre gut, “Ballaclava” so tanzbar wie “Dancing Shoes” und diesmal gibt es sogar zwei “Mardy Bum”s. Und mit “If You Were There, Beware” zeigen sie der kompletten Emo-Fraktion wie dasgeht mit dem Laut-Leise-Laut-Dingsbums und bauen dabei noch einen beatlesken Break ein, hach.

Am Ende: ein wunderbares zweites Album einer Band, deren Dringlichkeit einem hingerotzten Selbstbewusstsein gewichen ist, und das zu Recht. Es wird zwar nicht auf dem ersten Platz der Jahresendcharts stehen, denn sowohl Arcade Fire als auch The Good, the Bad and the Queen haben außergewöhnlichere Alben abgeliefert. Aber in den Top Ten werden sie stehen, denn dieses Album ist hart, melodisch und mitreißend.

Ich weiß noch, wie der mittlerweile ausgeschiedene Basser Andy Nicholson beim Konzert in Frankfurt im letzten Jahr vor 500 Leuten Alex Turner ansah und die Faust ballte, als der Laden komplett ausrastete. Nun, er hat Recht behalten mit dieser Faust und dieses großartige Album beweist es.

Arctic Cover

arctics.jpg

Okay, einen Designpreis für das schönste CD-Cover werden die Arctic Monkeys dieses Jahr nicht holen, aber das haben sie 2006 ja auch nicht getan.

Arctic Monkeys – Brianstorm


(Youtube DirektYEAH!)

Brianstorm

Verdammt, ist mir eben ein Riesenstein vom Herzen gefallen. Die neue Arctic Monkeys-Single – Brianstorm – ist angenehm hart, blechern und roh. Und sehr gut.


(Youtube Direktbrian)

Brian,
Top marks for not tryin’
So kind of you to bless us with your effortlessness
We’re grateful and so strangely comforted

And I wonder are you puttin’ us under
Cause we can’t take our eyes off the t-shirt and ties combination
Well see you later, innovator

Some want to kiss some want to kick you
There’s not a net you couldn’t slip through
Or at least that’s the impression I get cause you’re smooth and you’re wet
And she’s not aware yet but she’s yours

She’ll be sayin’ use me
Show me the jacuzzi
I imagine that it’s there on a plate
Your rendezvous rate means that you’ll never be frightened to make them wait for a while
I doubt it’s your style not to get what you set out to acquire
The eyes are on fire
You are the unforecasted storm

(Brian)
Calm, collected, and commandin’
(Top marks for not tryin’)
You made the other stories standin’
With your renditions and jokes
Bet there’s hundreds of blokes that have wept cause you’ve stolen their …thunder
Are you puttin’ us under

Cause we can’t take our eyes off the t-shirt and ties combination
Well see you later, innovator

Arctic Monkeys die zweite…

Frisch vom Label:

Arctic Monkeys are pleased to announce that their new album ‘Favourite Worst Nightmare” will be released on Monday the 23rd of April. The first single, ‘Brianstorm’ will be released on Monday the 16th of April.”

The tracklisting will be:
1. Brianstorm
2. Teddy Picker
3. D is for Dangerous
4. Balaclava
5. Fluorescent Adolescent
6. Only Ones Who Know
7. Do Me a Favour
8. This House Is a Circus
9. If You Were There, Beware
10. The Bad Thing
11. Old Yellow Bricks
12. 505

So you all have the date now, and it aint long to wait.

Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht.
Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht.
Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags nicht. Ich sags doch: ich hab mir grade in die Hosen gepullert…

Arctic Monkeys rocken Manchester

Die Arctic Monkeys haben im Januar ihr Debut veröffentlicht (der Nachfolger kommt im Frühjahr) und damit auch gleich mal einen Rekord als bestverkauftes Debutalbum aller Zeiten aufgestellt. Anderthalb Jahre später, im Juli 2007, werden sie in Manchester spielen. Vor 50000 Menschen. Nicht schlecht für eine noch so frische Band möchte man meinen, aber der Hammer kommt noch.

Das Konzert war in 15 Minuten ausverkauft.

(Und ich hab sie vor 300 Leuten im Moussonturm gesehen, file under: Legendenbildung.)

Alex Turner Obermoss

Wie süß, wie bescheuert. Mal ehrlich, wenn mich mit zwanzig Kate Moss angerufen hätte…

“Arctic Monkeys-Sänger Alex Turner (20) wollte offenbar nicht der nächste Rockstar in der Sammlung von Kate Moss sein. Das Model hatte sich bei einem Konzert der Band äußerst interessiert gezeigt und ihn um seine Telefonnummer gebeten.

Turner jedoch war wegen Kates Drogen-Vergangenheit und ihrer bekannten Vorliebe für Musiker irritiert. Wie die “Sun” in ihrer Onlineausgabe schreibt, fragte Turner daraufhin seine Mutter Penny, eine Sprachlehrerin, was er tun sollte. Ihr Ratschlag wird niemanden überraschen: Sie empfahl ihrem Sohn, lieber nicht mit Moss auszugehen.”

(Danke Alex)

A View from the Afternoon

So heißt die neue Single der Arctic Monkey, und hier gibt es das Video zur selbigen, indem sich ein Drummer blutig trommelt und Monde explodieren. Super!

The Four Stages of the Arctic Monkeys


5th Stage: My Love for World Domination.
Mehr Filme, Interviews und Live-Videos gibt es hier.
(via Mardy Bum)

update:

Arctic Monkeys – A certain Romance (live on Saturday Night Live)

Arctic Monkeys live in Frankfurt

Eine fantastische Support-Band namens “Mystery Jets” haut Dir erstmal auf’s Maul mit Musik, die sich anhört, als hätten die Liars noch nie was anderes gemacht, als Joints rauchen und Folk spielen. Der Einmarsch, die Aufstellung, der Humor, die Briten. Sie fragen, was der Scheiß soll, mit diesen ganzen seltsam angezogenen Leuten und wir erklären ihnen, das sei so ein “Carnival”-Blödsinn, woraufhin sie was von Sheffield erzählen und nochmal munter auf die Basedrum hauen. Dann sind auf einmal 10 Menschen auf der Bühne, bauen um, checken Mikros, fuchteln mit den Armen und drehen an Knöpfen und dann laufen sie ein, zu irgendso einem HipHop-Dings, das irgendwie ganz toll passt. 4 pickelige Youngsters betreten die Bühne und der ganze Laden rastet völlig aus.

Sie haben ihre Strategie geändert. Noch vor 2 Wochen las man davon, dass die Arctics zuerst mal “I bet you look good on the Dancefloor” und dann gleich noch “Sun goes down” raushauen, das tun sie nicht mehr. Es ist auch egal. Was zählt sind die Songs, die allen Menschen um mich herum ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und 32jährige Männer wie Teenies herumhüpfen läßt, wie zu Rave-Zeiten. Sie entfesseln einen Sturm da auf der Bühne, ohne tolle Show, ohne große Gesten, sie hauen dir einfach mit Zeilen wie “I thought a thousand million things that I could never think this morning” den Verstand raus, bis Du platzt und Deine Eingeweide auf den Dancefloor schleuderst. Und eintausend Gläubige singen mit.

Danach gibt es keine Zugabe, wozu auch, es ist ja alles gesagt. Und aufrichtig glückliche Menschen überall, was sich darin zeigt, dass dem Typen, der die Drums abbaut minutenlanger Applaus gewidmet wird. Ich frage die Blondine vor mir, warum sie klatscht und sie sagt “Einfach so” und ich klatsche mit.

Was mich letztendlich komplett überzeugt hat, einen denkwürdigen Abend erlebt zu haben ist die Tatsache, dass nach dem Konzert “Strange Little Girl” der Stranglers für circa eine Stunde in meinem iPod die Dauerrotation vollzogen hat. Und DAS ist immer ein gutes Zeichen.

Baby, sie sind hier…

Die Arctics spielen dir die Seele aus dem Leib, soviel lass dir gesagt sein. Alex nimmt seine zwei, drei Hits und wirft sie Dir um dir Ohren und den Rest, so dass Du danach nicht mehr weißt, woher Du kommt, woher Du stammst und was Du fühlst und danach weißt Du nicht mehr was Sache ist. Glaubt mir, so sehr sich die Arctics nach Hype anfühlen, so sehr lassen sie Dich ausrasten. Weil sie mehr sind. Cause you, Alex, are a Vamprie!

Die Sugababes seh’n scheiße aus, auf’m Dancefloor

Die Sugababes haben die Arctics gecovert und finden das Teil natürlich “amazing”, in Wahrheit ist das aber ein ganz großer Haufen Dreck, den sie sich da haben anproduzieren lassen, mit Mainstreamschrammel und Kirmestechnosounds. Genauso schlimm wie Panic! at the Disco. Hier lang, wenn Ihr stark genug seid.

(via)

update Bei Monstermo gibt es nen Mirror-Link.

Es funktioniert!

Events for walt74:
2006-02-25 – Frankfurt – Arctic Monkeys Live

Nett: Upcoming Scrobbler nimmt sich Deine meine Last.FM-Playlist und gleicht sie mit Events von Upcoming.org ab.

Das war ja nur eine Frage der Zeit

Denn wir lieben diese Band: Arctic Monkeys Remixed.

Es gibt übrigens viel zu wenige pure Mash-Up-Blogs hier in Deutschland, vielleicht sogar keine. Mir ist zumindest noch keiner begegnet. Das wird sich ändern. Ab morgen. Versprochen.

Koks anybody?

Waldar hat schon Recht, bevor sie im arktischen Sturm untergehen, dafür sind sie zu gut, lieber ein bisschen hypen, was ja seit den Arctic Monkeys nix mehr schlechtes is. Ach was, ein schöner Hype an der richtigen Stelle um die richtige Band, das ist doch was, das löst was aus, das setzt was in Bewegung.
Die Rede ist von den Kooks, deren Album “Inside in, Inside out” ein einfach wundervoller 60s-Pop-Punk-Bastard ist, mit schmissigen Melodien und allem was dazugehört. Auch eine dieser neuen, tollen Bands, die alles, was so in den letzten Jahren für Aufregung gesorgt hat, verinnerlicht hat und einem keck vor die Füße spuckt. Toll.

Unfassbar!

Die Arctic Monkeys haben es in die Tagesthemen geschafft.
Eben grade. Ich bin baff.

Und dass Ulrich Wickert den Namen wie Arbftic Monkeys ausgesprochen hat, das rechne ich ihm hoch an.

I BET you look good on the Dancefloor!

“Eine Band mit einem solchen Namen kann nicht weit kommen”
Liam Gallagher

Ich höre mein neues Lieblingslied, dass von zeitloser Schönheit singt. Es handelt sich um “Ageless Beauty” von den fabelhaften Stars, es ist schon die vierte Wiederholung als ich erfolglos meinen Mantel nach Nikotinstäbchen abtaste. Okay, Du musst zum Zigarettenladen, kein Problem, er ist ja nur 5 Schritte weg. Ich nehme einen Stöpsel aus dem Ohr und teile der Verkäuferin meinen Wunsch mit, der auch prompt erfüllt wird und glatte 5 Euro kostet. Ich habe leider nur 3 Zweieuromünzen, die nimmt sie aber auch. Ich drehe mich um und da steht vor mir die zeitlose Schönheit in blond. Die strahlendsten blauen Augen seit Jenny, der abweisendste Blick seit Heike. Mein Gesichtsausdruck muss so verliebt hundemäßig gewesen sein, ich muss ausgesehen haben wie ein verdammter Depp, und sie beachtet mich nicht, schade. I fucking bet you look good on the Dancefloor denke ich, während ich traurig den Laden verlassen, nicht ohne mich noch fünf mal umzudrehen. Ageless Beauty, leider nicht heute. Als ich daran denke, dass ich diesen Moment sofort festhalten kann, in meinen Worten, in meinem Blog, da muss ich grinsen. Ich kann das kurze Glück, dass dieses Engelsgesicht in meiner Seele entfacht hat für immer niederschreiben. Haltbarkeitsdatum Datenbankcrash.

So ähnlich muss es auch gewesen sein, als junge Engländerinnen zum ersten mal über Webseiten mit den Demos einer Band stolperten, die ihnen zuriefen: “Put on your Dancing Shoes, you sexy little swine”. Völlige Verzückung und die Frage, wer sind diese Buben, die in superschlauen (Und das ist nicht böse gemeint! Natürlich nicht! Ihr wisst um wen es hier geht.) Texten von den Vorstadt-Fake-Stars singen, von den Frauen, die uns um den Verstand bringen, von der Musik, von Vampiren. Die Mädchen gehen zu den Konzerten ins Pub. Die Band fragt sich verwundert, wer die fremden Frauen sind, die sie noch nie gesehen haben. Und doch sind sie hier. Woher wissen sie wer wir sind? Woher kennen Sie unsere Songtexte? Egal, I see you look good on the Dancefloor.

Das Auftauchen der Arctic Monkeys, wie aus dem Nichts, sie sind plötzlich da und spielen alles vorher dagewesene einfach mal so an die Wand. Und nicht die liebe Musikindustrie hat sie uns geschenkt, kein A+R-Mensch hat sie aus ihrem Keller geholt, es waren die Fans. Sie – WIR! – erzählen ab heute den Plattenfirmen, was sie veröffentlichen sollen. Und sie werden es tun, die Arctics verkaufen zu viele Platten, als dass man den Weg den sie nahmen ignorieren könnte. Die Musikindustrie wird das Internet, und ich meine damit das FREIE Internet, als Möglichkeit entdecken. Sie muss sich fragen, warum eine Band einen jetzt schon garantierten Millionenseller landet, obwohl die Leute da draußen schon alle Songs in Dutzenden Versionen auf dem MP3-Player haben. Die Antwort ist einfach: die Arctic Monkeys sind UNSERE Band, wir haben sie uns ausgesucht, wir lieben diese Band, deshalb habe ich mir die Vinyl-Ausgabe des Albums gekauft. I mean, wie bezeichnend ist es, wenn man von den Arctic Monkeys und DEM ALBUM redet? Sagt das alles? Das sagt alles! Wenn die Musikindustrie diese Chance nicht ergreift, ist sie dümmer als ich denke. Aber ich habe schon Pferde kotzen sehen.

Pferde können übrigens tatsächlich nicht kotzen, es ist ihnen aus anatomischen Gründen nicht möglich. Dennoch kann es vorkommen, selten zwar, unter ganz bestimmten Voraussetzungen und meist unbeobachtet, daß Pferde ihr Haupt neigen und Magenflüssigkeit den Weg durch den Rachen zum Maul und von dort heraus findet. Ich habe schon Pferde kotzen sehen.

Eine Band braucht heute keinen Manager. Keinen A+R. Oder eine Plattenfirma. Wenn es ihr ernst ist, wenn sie oder Freunde das Netz kennen. Und mal ehrlich: wer kennt heute nicht jemanden, mindestens eine Person die fit ist im Web, die neuesten Entwicklungen kennt. Die Clap your hands say Yeah!, benannt nach einem Graffito auf den Mauern in der Straße ihres Übungsraumes, haben im Alleingang 20 000 selbstproduzierte Exemplare ihres Debüts verkauft. Das Bohei um die Band entstand übrigens nach einem Blogeintrag, der behauptete, David Bowie sei bei einem Konzert der Claps in New York gesehen worden. Danach war der Teufel los. Ob Bowie wirklich bei einem ihrer Konzerte war spielt keine Rolle, man höre das Album und staune. Und hofft für Bowie, dass die Story stimmt.

Ich mag diesen Quatsch auch nicht, die Buzzwords. Web2.0. Tagging. Social Software. Bäh.
Aber wenn Menschen mit diesen Werkzeugen tatsächlich Einfluß nehmen können darauf, welche Musik erfolgreich ist, wenn Firmen – nicht nur Plattenfirmen – dank ihr verstehen, was Menschen da draußen umtreibt, was ihr Herz bewegt, wenn sie sich darauf EINLASSEN, dann wird das spannend. Dann kann das tatsächlich eine Revolution von unten lostreten wie Stephan Niggemeier sie beschreibt. Die Arctic Monkeys sind ein Indiz und wir sind der singende und tanzende Beweis.

Do believe the Hype!

Arctic Monkeys schreiben Charts-Geschichte: Mit 360.000 allein in der Woche seit Veröffentlichung am 23. Januar verkauften Exemplaren von “Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not” hat die Band Arctic Monkeys das schnellstverkaufende Debütalbum der britischen Charts-Geschichte vorgestellt. Zugleich fanden die Newcomer aus Sheffield mehr Käufer als die verbleibenden Top 20 zusammengerechnet.

Die Insel brennt. Was passiert da grade? Explodiert die musikalische Entwicklung der letzten 2, 3 Jahre? Ich hab das Album heute morgen (noch) einmal gehört und kann nur sagen, die Befürchtung, man könne sich daran irgendwann satt hören, ist unnötig. Im Gegenteil: das Album ist nicht nur ein brillanter Arschtreter. Das Album ist ein brillanter Arschtreter DER WÄCHST.

Und das mit 18…

Die Arctics

Die Arctic Monkeys haben am ersten Verkaufstag in Großbritannien unglaubliche 118 501 Exemplare ihres „Whatever they say I am, that’s what I’m not“-Albums verkauft.
Zum Vergleich: Die Top Ten der USA setzten in der Woche bis zum 22. Januar gemeinsam 617.000 Alben ab. Via Musikblog via Musikwoche

Zur Feier des Tages dann also konsequent der Hinweis auf das Video zu „When the Sun goes down“, einem der zentralen Brecher des Albums.

Heckiheckiheckibatang

Tolle Besprechung der Arctic Monkeys in der Süddeutschen: „Die Lieder hüpfen fröhlich wie Flummis. Diese Band ist ziemlich einzigartig in ihrer höflich zurückhaltenden Raserei. Die zu unrecht vergessene Hamburger Gruppe Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs veröffentlichte mal ein Album mit dem Titel ‘Hallelujadingdonghappyhappy’ – was ziemlich genau den Effekt von einmal Arctic-Monkeys-Hören beschreibt. Menschenfreundliches Krachbumm-Bängbäng.“

Whatever they say I am

that’s what I’m not.

Auf der Website der Arctic Monkeys steht: „Cos’ after all what is it if not an adventure?“

Und bevor ich hier jetzt groß rumschwafele, von wegen: größtes Album und Band seit Jahren, Franz Ferdinand werden dagegen so klein (hier bitte Finger und Daumen zusammenpressen), cooler als die Strokes, die Libertines in gesund und so weiter blablabla…
Bevor ich also SO rumschwafele verweise ich doch lieber hierhin. Da gibt es tonnenweise Material zum Download, unter anderem die sensationellen Demos, mit denen alles anfing. Oder der komplette Gig im Londoner Astoria (leider nur in einer eher suboptimalen Qualität), der die Band dann dahinschoß, wo sie heute ist (über andere Wege gibt es davon übrigens einen Video-Mitschnitt, aber ICH habe Euch das natürlich nicht erzählt!)

Dann aber doch eins noch: Get on your Dancing Shoes!

Editmonkeys

Yeah!