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Hypemachines Top-Music 2009

zeitgeist

Die Hypemachine hat grade ihre Topliste 2009 veröffentlicht. Ich habe ja 2009 nicht so viel mit Musik am Hut gehabt und habe deshalb warscheinlich ziemlich viel verpasst, was ganz einfach meiner soundsovieljährigen Fluktuation der Themen zu tun hat: Alle paar Jahre interessiere ich mich mehr für Filme, dann wieder Musik, dann wieder Computerkram, das wechselt so alle zwei Jahre.

Jedenfalls: Hier Hypemachines Zeitgeist 2009.

Hagen Rethers 2009


(Youtube Direktrether, via Peter @Twitter)

Hier als Start für’s neue Jahr ein Rückblick auf 2009 mit Hagen Rether, der das Jahr auch ziemlich beknackt fand. Ich finde den ja eher so semigut, was aber nichts mit dem zu tun hat, was er erzählt, sondern ganz einfach das Setting mit einem langhaarigen Pianisten mit Pferdeschwanz und Männer mit Pferdeschwanz sind mir, ich wiederhole mich, suspekt.

Außerdem trägt er seinen Kram zu ruhig vor für meinen Geschmack. Aber bei „Obama ist gar nich echt, das ist in Wahrheit der Wallraff“, da lag ich unterm Tisch. Das da oben ist Teil 1, hier die Links zu Teil 2 und Teil 3.

2009er Songs mashed with Classics

stereogummashups

Stereogum hat sich mal wieder mit Masher Neil Mason aka Team 9 zusammengetan und ihre Songs des Jahres mit Klassikern durch den Musikwolf gedreht. Die Downloads gibts beim Link unten auf Stereogum.

we’ve again collaborated with our favorite mashup artist, Australian producer Neil Mason aka team9, to mix our favorite tracks of 2009 with familiar oldies, creating something more than the sum of their parts. The process — Stereogum acquiring exclusive audio and making playlists, Neil working his ACID Pro magic (i.e., the hard part) — started months ago, with an eye on this holiday deadline.

Stereogum & team9 Present… MySplice 4: 2009 Mashed Up

re:publica 2009 (Tag 3: Cory Doctorow, Märchen, Hackerspaces und Future-Porn)

doctorow
(Foto unter CC von Daniel Seiffert)

Bei Spreeblick habe ich grade ein paar Gedanken zum dritten Tag der re:publica aufgeschrieben. Außerdem habe ich mich grade ein bisschen erschrocken.

Das nächste Highlight folgte am nächsten Tag: Cory Doctorow von Boing Boing und sein Vortrag „How to survive the Web without embracing it“ (hier online). Auch er absolut eloquent und rhetorisch brillant. Beide, Lessig und Doctorow erzählten mir nun inhaltlich nicht viel neues, aber alleine ihre Vortragstechnik begeisterte mich sehr. Vorträge so erzählen, dass Geschichten entstehen. Wunderbar.

Ein Geheimtipp war dann für mich drei Vorträge in Folge im blauen Saal: „Märchen als User Generated Content – Was die Kulturgeschichte zur Erklärung des Web 2.0 beitragen kann“ von Sabria David, „Hackerspaces: Selbstverwaltete Orte, in denen Hacker Sachen machen“ von Jens Ohlig und „Pornografische Zukunftsvisionen – eine nicht ganz ernstgemeinte Reise“ von Tina Lorenz.

re:publica 2009: Lawrence Lessig, Cory Doctorow, Märchen, Hackerspaces und Future-Porn

Republica 2009: Welcome your new Baby-Overprincess, Kulturflatrate, Larry Lessig und mein Offline-Tweet-Pokal voller Wodka

Das ist meine gar nicht so olle Freundin Leia Paradise. Acht oder neun Monate ist sie alt und dürfte das erste re:publica-themed Baby der Welt sein. Sie hat mir heute tatsächlich Fünfe gegeben und um Gerüchten vorzubeugen: Nein, sie ist nicht meins. Trotzdem süß, auch wenn sie mir heute mit einem lauten „Brrrrrrbbbblllll“ ins Gesicht spuckte. Zum Ausgleich aß ich mit der wunderbaren Mami Julie Paradise mein erstes Eis dieses Jahres. Mango, Waldfrucht und Zitronen-Eis, was für ein toller Start in den Tag, nachdem ich zu faul war und erstmal alle Vorträge bis 17 Uhr sausen ließ, weil ich mich gestern dann doch einen Hauch zu sehr betrunken hatte und deshalb bis 15 Uhr halbnackt im Bett rumflätzte.

Danach hielt Larry Lessig seinen „Remix“-Vortrag. Rhetorisch absolut brillant erzählte er in einer in fünf Teilen gegliederten Geschichte die Historie über Copyright und Remix. Für Lessig-Kenner war all das vielleicht nichts völlig neues, aber einen Gedanken von ihm war mir bisher unbekannt und den werde ich in zukünftigen Diskussionen gerne aufgreifen: Das Prinzip der „Web-Meme“ als „Konversation“.

Lessig beschrieb hier in ein paar Sätzen das das Prinzip des Remixes in Youtube-Zeiten als neue Form der Schriftsprache. Youtube-Remixe als Ausdrucksform, Internet-Meme als neue Form der Kommunikation ohne Worte. Ein brillanter Gedanke finde ich. Im obigen Bild zeigt er übrigens auf die Entwicklung der P2P-Nutzerzahlen, die sich nach den Klage-Offensiven der RIAA laut seinen Ausführungen nicht verändert haben. So much for Lessig, in meinen Augen das Highlight der re:publica so far.

Nach Lessig schaute ich mir das Panel zum Thema „Kulturflatrate“ an. Sehr interessant, leider zu forsch moderiert, leider ohne Mikrophone und ohne Arroganz: Ich hätte da gerne mitdiskutiert. Weil die Argumente der Kulturflatrate-Gegner Marcel und Johnny zu schwach waren, meines Erachtens und weil die Argumente der Befürworter einer Kulturflatrate (Markus von Netzpolitik und jemand, den ich leider nicht kenne) leider zu pragmatisch und zu unphilosophisch waren.

Letztendlich ist eine Lizenzvergabe der Musik-Industrie auf P2P-Basis ganz einfach unabwendbar. Diese Unabwendbarkeit war auf dem Panel viel zu wenig Thema, finde ich. Und beim nächsten Kulturflatrate-Panel wäre ich gerne dabei. Damit jemand den Zweiflern mal ein schmackiges „Bullshit!“ entgegen schleudert.

Wie auch immer, danach gewann ich den ersten Pokal meines Lebens. Ich stamme zwar aus einer eher bäuerlichen Gegend, aber da ich schon immer eher unsportlich war, war mir ein Pokal bis heute vergönnt. Here’s the story:

Auf der re:publica 2008 beobachtete jemand, wie ich mir nach dem Pissen meine Hände nicht wusch und: Er oder sie twitterte das, ohne meinen Namen anzugeben. Something like „Ich könnte ja verraten, welcher A-Blogger sich die Hände nach dem Urinieren nicht wäscht“. Einen Tag vorher twitterte jemand, dass er „Nerdcoreblog“ dabei beobachtet hätte, wie er sich nach der Notdurft nicht die Hände wusch. Ich war also sowas von FAIL, EXPOSED, CAUGHT IN THE ACT und was weiß ich was. Diese beiden Tweets waren also eins von vielen lustigen Themen der Twitterlesung heute abend.

Nun gab es heute einen Wettbewerb der besten Offline-Tweets, er wurden Karten verteilt, auf denen man mit einem Stift Tweets abgeben konnte. Ich schrub selbstverständlich: „Nerdcoreblog: Ich habe mir vorhin die Hände gewaschen. Echt jetz!“ Oder so ähnlich.

Der Saal johlte und ich gewann den Offline-Twitter-Preis. Auf dem Pokal, tatsächlich der erste Pokal, den ich jemals gewonnen habe, steht: „Kreistweetmeister der Stiftklasse, Twitterlesung 2.04.2009“ und ich kann sogar erklären, warum mein Offline-Tweet gewonnen hat (nach Publikums-Abstimmung per Applaus) und nicht der eigentlich bessere Tweet von Dingsbums. Mein „Händewasch“-Tweet war direkte Konversation mit dem Event und genau darum geht es bei Twitter: Konversation.

Und allen, die Twitter nicht verstehen, sei die immer öfter abgehaltene Twitter-Lesung empfohlen. Extrem unterhaltsam, auch ohne nichthändewäschende A-Blogger, und vor allem: ganz nah dran an dem, was online geschieht: Konversation, Gespräche, Talk. So irgendwie, wie ich das schon auf Spreeblick formulierte:

Die Blogosphäre überzieht die Profi-Medien mit einer Schicht aus Kommentaren, vernetzte Leserbriefe quasi. Und Twitter bildet mittlerweile den Lack über dieser Schicht.

Und die Live-Lesung von Tweets kratzt wiederum an diesem Lack und holt all das ins echte Leben. Sehr spannend und ich habe einen Pokal voller Wodka gewonnen, mit dem ich erstmal die Bühne versaute. Schön.

re:publica 2009 Tag 1: John Kelly und „Blogs in Deutschland“

Grade habe ich bei Spreeblick erste Gedanken zu den ersten paar Vorträgen auf der re:publica 2009 aufgeschrieben. Oben der Live-Stream, Snip:

Heute morgen hielt John Kelly einen hochinteressanten Vortrag über sein Projekt der Kartografierung internationaler Blogosphären, heute mit dem Fokus auf die deutsche Blogosphäre, hier ein wackeliges iPhone-Foto davon:

johnkelly

Und hier verpasste ich natürlich den Nerdcore-Moment. John Kelly zeigte ein paar Blogosphären-Maps, die die Verlinkungen auf bekannte Blogs darstellten. Ich guckte grade in den Rechner, da hörte ich auf einmal „And here Sites that link to Nerdcore.de“ und ich schaute hoch, erhaschte einen kurzen Blick und weg war’s… davon hätte ich gerne ein Foto gehabt. Wurscht, weiter im Text:

Danach sprachen Thomas Knüwer, Markus Beckedahl, Robert Basic, Stefan Niggemeier und Sascha Pallenberg über den Zustand und die Zukunft der deutschen Blogs, wobei sie sich meines Erachtens mal wieder viel zu sehr mit dem Verhältnis von Blogs zum professionellen Journalismus aufhielten. Stefan bemängelte zu wenig originären Content, Markus freute sich über zunehmende Politisierung, Robert sagte ein paar sehr richtige Worte – und das ohne „Sodelle“! – darüber, dass die deutsche Blogosphäre zu sehr „nachdenkt“ statt zu bloggen und Sascha sah viel Potential für die Zukunft. Das sehe ich ähnlich und denke, dass die Diskussion über das Verhaltnis zur Journaille recht überflüssig ist, weil die Fakten bereits auf dem Tisch liegen: Die Blogosphäre überzieht die Profi-Medien mit einer Schicht aus Kommentaren, vernetzte Leserbriefe quasi. Und Twitter bildet mittlerweile den Lack über dieser Schicht. Nette Diskussion, bei der aber vielleicht ein wenig mehr drin gewesen wäre.

re:publica 2009 Tag 1: John Kelly und „Blogs in Deutschland“

April April 2009 und die Republica

youtubeapril1

Ich würde ja auch gerne 2009 wieder möglichst viele der 2009er Online-Aprilscherze sammeln, bin aber morgen (also heute) komplett mit dem ersten Tag der Republica beschäftigt. Deshalb die Bitte an jeden, der Zeit hat: Alle Aprilscherze in die Kommentare, einfach nur Headline plus Link. Dankeschön!

Hier schonmal ein Vorgeschmack auf die Republica: Ein Mini-Interview mit Moot von 4Chan und Anthony von Hypemachine.

The 12 Days of Zombie Christmas

eating

Tor.com hat heute das letzte Panel ihres zwölfteiligen Zombie-Xmas-Newyears-Comics gepostet. On the last day of Zombie Christmas, my true love gave to me… BRAINS!!!

The 12 Days of Zombie Christmas

Bootfire 2009

fire2009

Mein Start ins neue war gepflegt, aber nicht ruhig. Auf einer Privatparty mit Max und Mspro lies man sich gediegen volllaufen und als gegen halb Zwölf das Bier ausging (!), dann musste eben der Vorrat an Wodka dran glauben. Wir haben dann doch nochmal Nachschub geholt, weil: muss ja.

Worauf man mich nicht vorbereitet hatte: in Berlin sind die Böller eindeutig lauter. Was an den Importen von Böllern aus Osteuropa liegt und die machen da keine halben Sachen. Ich habe jedenfalls einen leichten Trinitus mit rübergenommen, nachdem mir irgendwelche Assos einen ihrer Megakracher zwischen die Beine geworfen haben.

Das Jahr startete dann für einen Pyromanen wie mich schonmal ordentlich, nicht aber für die Besitzer obiger Wohnung. Nachdem wir ein paar Böller und Raketen abgefeuert hatten, bemerkte ich ein kleines Feuer auf einem Balkon gegenüber. Einige Minute später sah das kleine Feuer so aus, wie auf dem Bild oben und die Feuerwehr hatte ein kleines bisschen was zu tun.

Schließlich zog die Bagage in irgendeinen Club weiter, auf den ich keine Lust hatte, nicht zuletzt, weil die Grippe sich mit Ohrenschmerzen und Husten zurückgemeldet hatte. Also kaufte ich noch zwei Biere und Smirnoff Ice im Spätie und lies Silvester mit einem Film auf der Couch ausklingen. Wenn 2009 so heiß weitergeht, wie es anfingt, dann wird es feurig. Hell, yeah!


(Youtube Direktfire)

2008

2009!

Wenn Ihr das lest, sitze ich grade im Zug und reise zurück in meine neue Heimat – Berlin –, um dort mit literweise Sekt und tausend Unterwäschemodels (alle nackt!) den Jahreswechsel zu feiern. 2008 war großartig, 2009 wird noch besser und die Wirtschaftskrise kann mir die Achseln rasieren.

Rutscht gut rein und feiert schön und heftig und nicht vergessen, die Wasserflasche neben’s Bett zu stellen, damit das morgen nicht ganz so fies wird, mit dem Kater.

The Most Anticipated Movies of 2009

sin_city_2.jpg

Yeah, yeah, we know – it’s 2008. So why talk about the movies of 2009 so soon?

Link