
Ich habe wahrscheinlich noch nie Gänsehaut bekommen, wenn ich mir ein Bild von einem Firmenschild anschaue. Bei obigem Bild (hier in groß) geschah genau das. An Googles Firmenschild in China werden Blumen aus Dank niedergelegt. Unfassbar. Dieses Bild sagt so so soviel aus über diese Story und die Geschichte Chinas und Zensur und allem, was dahinter steht.
Wenn Ihr nicht grade unter einem Stein lebt, habt ihr mitbekommen, dass offensichtlich die chinesische Regierung eine Cyberattacke gegen Google gefahren und Google dafür die Filter abgeschaltet hat, weshalb auf google.cn nun kritische Ergebnisse zu „Tiananmen“ auftauchen.
Was diese Meldung wirklich bedeutet und warum sie nicht zu unterschätzen ist und warum sie tatsächlich einen völlig neuen, weltrevolutionären Charakter hat, kann man sehr gut bei mspro nachlesen: „Was ist relevanter: Politik oder Google?“ Die Antwort wurde heute klar: Google.
Aber: es ist gar nicht auszudenken, was das für einen Rattenschwanz nach sich zöge. Nicht nur für China, dessen Regime sich wohl nicht halten könnte, wenn die Firedämme brächen und die Welt per Google in das Land einfiele. Nein, etwas anderes ist entscheidend:
Wenn China, warum dann nicht auch Iran? Was gäbe es da noch für eine Rechtfertigung? Google wäre in der moralischen Pflicht, Informationen überall dorthin zu bringen, wo Zensur herrscht. Warum also nicht auch nach England? Oder nach Australien? Wozu sich überhaupt noch an Gesetze halten? Wozu überhaupt noch die Regulierungsansprüche von Staaten ernst nehmen? Wozu überhaupt noch Staat/Nation?
Und auf einen Schlag sähe jegliche nationale Gesetzgebung das Internet betreffend aus, wie ein Wutanfall von Mickey Mouse. Die staatliche Souveränität wäre als Prinzip angekratzt, wenn nicht gar völlig diskreditiert. Und es gäbe eine neue strategische Großmacht auf der Welt. Google kann Staaten stürzen.
Hier noch ein paar Links zum Thema:
Googles Blog: A new aproach to china
Threat Level: Google to Stop Censoring Search Results in China After Hack Attack und Google Hackers Targeted Source Code of More Than 30 Companies
Und am lustigsten und peinlichsten finde ich, dass sich der Spiegel ausgerechnet diese Woche für ein journalistisches Schmierenstück aussucht und versucht, in einer Titelstory Google zu dissen. Ausgerechnet in der Woche, in der Google ihr Firmencredo „Don’t be evil“ unter Beweiß stellt. Epic FAIL!
[update] Ein paar Stunden später… UNFASSBAR!






Da schwappt aber Begeisterung hoch. Trotzdem würde ich nicht die Spiegel-Story einfach als EPIC FAIL vom Tisch wischen, nur weil sich google in dem Fall korrekt verhält. Das ist schwarz/weiß Denken und so was geht immer in die Hose.
Weil wir dann grad dabei sind, auf Zeit Online gibts da auch einen Bericht. Ich würde gerne wissen, wo ich den einsortieren kann. Bashing oder Wahrheit.
http://www.zeit.de/digital/internet/2010-01/google-china-zensur-3
Ich möchte nicht in einer von Firmen diktierten Welt leben, Shadowrunner/Neuromancer lassen grüßen.
Da selbst Google einräumt, daß sie den Konflikt und damit den Einfluss auf den chinesischen Markt verlieren könnten, könnte man die Blumen auch als verfrühten Grabschmuck verstehen.
auch available nun:
http://images.google.cn/images?hl=zh-CN&sa=1&q=falun+gong&btnG=Google+%E6%90%9C%E7%B4%A2&aq=f&oq=&start=0
Ich dachte auch eher an Grabstein und Beerdigung als Ich das Bild sah,
glaube nicht daß Google damit (trotz guter Absichten) in China durchkommt.
Google hat sicherlich eine Tapferkeitsmedaille dafür verdient ein Statement gegen die Zensur in China zu bringen.
Allerdings haben Medaillen bekanntlich ja zwei Seiten und genau das ist es, was der ZEIT Online Artikel deutlich machen will.
Google agiert hier vornehmlich im Interesse der eigenen Gewinnsteigerung unter dem Schutzschild der Meinungsfreiheit.
Guter Ansatz aber mit Vorsicht zu genießen!
Das ist nur der Anfang. Wenn die Welt erst begreift dass die Erfindung “Internet”, sprich eine rasend schnelle Vernetzung und Entwicklung der Menschlichen Rasse, bestimmte Konventionen sowie Staaten und Gesetze einfach sprengen wird, dann steigt die Warscheinlichkeit einer globalen Revolution. Vielleicht nicht so radikal wie wir sie von früher kennen, vll. eher ne subtilere Geschichte aber es wird sich vollziehen – sowohl aus technischer Sicht als auch in unseren Köpfen. Am Ende sind wir alle augmentierte gemoddete Mutanten die im Jahre 2112 zu einer riesigen wabernden Biomasse miteinander verschmelzen. ;>
@nilpferd:Word! Genau das gleiche habe ich mir gerade gedacht. Finde es trotzdem gut!
“Aber: es ist gar nicht auszudenken, was das für einen Rattenschwanz nach sich zöge. Nicht nur für China, dessen Regime sich wohl nicht halten könnte, wenn die Firedämme brächen und die Welt per Google in das Land einfiele. Nein, etwas anderes ist entscheidend:
Wenn China, warum dann nicht auch Iran? Was gäbe es da noch für eine Rechtfertigung? Google wäre in der moralischen Pflicht, Informationen überall dorthin zu bringen, wo Zensur herrscht. Warum also nicht auch nach England? Oder nach Australien?”
Bis hierhin kann ich dem zitierten Artikel ja durchaus zustimmen, aber alles danach ist absolut hirnrissige Träumerei.
“Und es gäbe eine neue strategische Großmacht auf der Welt. Google kann Staaten stürzen.”
Manche wollen das vielleicht glauben, aber das ist schon ein BISSCHEN utopisch. Und ja, mir ist bewusst, dass dieser Teil im Konjunktiv steht und dementsprechend quasi per Definiton utopische Züge trägt, aber man kann mit seiner Schwärmerei auch ein paar naive Schritte zu weit gehen.
Unterm Strich zählt das Geld – wenn google in China entsprechende Marktanteile hätte, dann hätte man die Hackergeschichte wahrscheinlich dezent auf dem kleinen Dienstweg erledigt.
Und auch wenn es nebensächlich ist: ‘Beweis’ bitte nicht mit ‘ß’
Not to curb your enthusiasm, aber: Google ist ja nicht gerade marktbeherrschend in China, wenn ich recht informiert bin. Zumindest nicht annähernd so wie im Westen. Könnte mir vorstellen, dass sie China sozusagen als lost ground aufgeben und sich aufs Kerngeschäft im Westen konzentrieren.
Im Großen und Ganzen ist der Schritt dennoch zu begrüßen, auch wenn Google natürlich keinerlei moralische Verpflichtung hat. Die einzige Verpflichtung, die Google hat, ist, einen Gewinn zu erwirtschaften.
naja. einen marktanteil von 20% bei 300 mio internetnutzern im schnellsten wachsenden markt weltweit wirft auch google nicht einfach so weg. geld verdient haben werden sie dort schon kräftig.
pr-stunt.
In China wird selbst Google zum Engel, find ich witzig! Ich fürchte nur dass China noch weiter von der “Außenwelt” abgeschnitten wird falls google.cn ganz aus dem Internet verschwinden sollte. Woher sollen die Menschen dort ihren input an Informationen nehmen? (Okay, ich lese grade der Marktanteil sei gar nicht so groß, wo suchen denn die Chinesen?)
Aber ich finde keine Kritischen Bilder zu Tiananmen bei google.nc bei .de sieht das ganz anders aus… Hat da Google schon wieder zurückgerudert??
jetzt aber:
http://tinyurl.com/yjlnctt
der link im artikel bei spreeblick ganz unten – zur .cn bildersuche liefert noch immer andere ergebnisse als vor ein paar tagen.
@ph: http://images.google.cn/images?gbv=2&hl=zh-CN&sa=1&q=tank+man&btnG=Google+%E6%90%9C%E7%B4%A2&aq=f&oq=&start=0
“Wenn China, warum dann nicht auch Iran? ”
Wie wäre es mit Deutschland?
Zensur ist Zensur!
okay die ganze china fickerei hin oder her, viel wichtiger aus der aktion heraus ist die tatsache, dass sich ein konzern mit einem ganzen staat anlegt. soviel zum thema weltherrschaft durch google. wenn sie es jetzt schon schaffen nur mit der deaktivierung der filter druck auf ein land auszuüben will ich mir garnicht ausmalen was in den nächsten jahren für google noch alles machbar ist wenn wir immer weiter abhängig werden von google (google phone anyone?).
okay die ganze china fickerei hin oder her, viel wichtiger aus der aktion heraus ist die tatsache, dass sich ein konzern gerade mit einem ganzen staat anlegt. soviel zum thema weltherrschaft durch google. wenn sie es jetzt schon schaffen nur mit der deaktivierung der filter druck auf ein land auszuüben will ich mir garnicht ausmalen was in den nächsten jahren für google noch alles machbar ist wenn wir immer weiter abhängig werden von google (google phone anyone?).
@sword: word ! :-)
Ich stehe weder auf China noch auf Google. Die kommen mir beide wie natürliche Feinde von James Bond vor (kommunistisches Riesenreich und ein die Öffentlichkeit täuschender Monopolist mit großer Macht… hallooOO?) und da würd ich mich ungern festlegen. Oh wartet, die Flühlingsrolle in meiner Makrowelle hat BING gemacht.
Ja..weiß ich jetzt nicht. Für mich eher ne große Marketing-Nummer.
Interessant dagagegen: In China liegt augenscheinlich auch Schnee!
@Michael: Der Artikel ist wirklich ziemlich gut und wie so oft bei der Zeit eben schwierig bis gar nicht einzuordnen. Die Welt ist eben nicht schwarz-weiß und die Zeit spricht ausgehend vom Stichwort “Bananenrepublik” einen Aspekt an der ganzen Sache an, den viele hier beim ganzen blinden yeah-Geschreie vergessen: Dass es in der Vergangenheit durchaus Beispiele für Einflußnahme von Firmen auf Regierungen gab. Und dass kein Beispiel davon als unter Strich positiv zu verzeichnen ist. Wie man davon ausgehend darauf kommt, dass es in diesem Fall so ganz anders laufen soll ist mir nicht ganz klar. Aber Selbst-Reflexion und die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen, war nie eine typische Eigenart der Menschen an sich. Da geben sich Journalisten und Blogger auch mal gar nix….
Glaubt denn wirklich jemand, dass Google das aus reiner Menschenfreundlichkeit macht? Sind Leute so naiv?
“Glaubt denn wirklich jemand, dass Google das aus reiner Menschenfreundlichkeit macht? Sind Leute so naiv?”
Wenn ich mir die Kommentare hier anschaue, dann würde ich ‘nein’ sagen. ;)
ich würde angesichts dieser meldung nicht euphorisch werden. dieser schritt seitens google hat etwas fatalistisches und es würde mich nicht wundern, wenn google.cn bald geschichte ist.
hier bäumt sich möglicherweise eine firma ein letztes mal auf, bevor sie einen markt verlässt.
aber warten wir es ab.
@maniacator:
Danke für diese Feststellung.
Noch was zur Frage mit der Google Alternative in China, die nennt sich laut Artikel bei stern.de “Baidu”, hat 77% Marktanteil da.
Filter wieder drin.
@Emanuel: Good point. Vielleicht ist es auch ein kleines Machtspiel.
Frei nach dem Motto: Wir schauen mal wie weit wir gehen können.
Wo isn China?
Übrigens… Nicht nur bei Google haben die Hacker angeklopft:
http://www.wired.com/threatlevel/2010/01/google-hack-attack/
Modern warfare, anyone?
wenn es dabei bleibt und sich google wirklich endgültig der chinesischen zensur widersetzen sollte, dann bleibt nur zu sagen:
Bravo Google!
aber gleich von Revolution zu sprechen ist schon reichlich naiv, sorry…
P.S.
filter drin?
glaub ich nicht
http://tinyurl.com/ycl952k
http://tinyurl.com/ybtpc8g
Muss ganz ehrlich sagen, dass mich das ganze eher an eine Trauerzeremonie erinnert, und weniger als ein Ansturm von Glücksbekundungen von Seiten der chinesischen Bevölkerung.
Wo sonst legt man denn Blumen nieder?
@Pippsen: Chinesen hinterlassen aber traditionell keine Blumen auf Gräbern.
Spy vs. Spy… weiß nur nicht ob Google der weiße oder der schwarze Spion ist.
hmm .. der letzte Emailanbieter der in China Oppositionellen Emailkonten anbietet zieht sich von einem nicht rentierenden Markt zurück -und eine sau gute PR Abteilung kann die jahrelange Kritik an Googel gut verkaufen .leider wohl mehr PR als alles andere .Googel ist und bleibt ein Börsen orientiertes Unternehmen , also ist sein Hauptziel Profit – nehmt die rosa Brille runter -thats it .
@RENE träum schön weiter
“…weshalb auf google.cn nun kritische Ergebnisse zu „Tiananmen“ auftauchen.”
Ich sehe nicht einmal ein kritisches Ergebnis.
svenjo72dpi als ob das dann einen Unterschied machen würde.
Wie sagt ihr jungen? rofl?
Das mit den Blumen hat mich auch gewundert.
Wenn eine Firma mit, im Volksmund “dem Allgemeinwohl aller Menschen”, Geld verdient. Ist das dann verwerflich? Wenn ja, was wäre dann nicht verwerflich? Das Gegenteil zu tun? Nichts zu tun?
Wenn eine Firma es verstanden hat sein Geschäftsmodell so auszurichten, dass das Wohl aller auch gleichzeitig das Wohl der Firma ist, dann ist es etwas schwer auf den ersten Blick die Motive zu erkennen. Das kann Angst schüren. Aber wovor? Solange Google die Welt besser macht und Kohle damit verdient, dann ist doch das mir recht?
Wenn man das bissl abstrahiert und sich vorstellt, google wäre ein staat. und alle angestellten wären bürger. Dann würden die Bürger Geld vom Staat bekommen, dafür das sie die welt besser machen. Google Staat alpha?
Interessant, aber das wird hier ja so dargestellt als ob es Google um die Informationsfreiheit ginge.
Wäre dem so hätten sie schon vor dem “Hacker-Angriff” reagiert. Ich behaupte einfach mal, dass sie ihre Machtstellung behaupten müssen und wenn das nur möglich ist durch die Androhung eines kompletten Rückzugs dann eben so.
Und wie schon erwähnt ist Google noch immer ein Unternehmen, dass sich auf die Belange der Kapitalgeber ausrichtet (Das Kundenbindung und Zufriedenheit dabei wichtig sein kann sei dahingestellt aber es ist bestimmt nicht das oberste Ziel^^).
Und warum müssen wir Westler eigentlich jetzt die Welt retten? Und China?
Wenn die chinesische Regierung von jedem Internet-Café-User die Daten registriert und Domains nur an ausgewählte Firmen vergibt,
wieso stehen wir dann hier noch mit Blumensträußen und offenen Armen da und halten nach den Cyberattacken noch die andere Wange hin. Was wäre denn wenn wir die Herrschaften mit chinesischer IP mal um ihre Zutrittsberechtigung in “unser” Internet bäten.
Im Zusammenhang finde ich es ja auch sehr possierlich, dass sich das CIIC über “schrecklich langweilige Pornobilder” bei Google echauffiert:
http://german.china.org.cn/culture/txt/2009-06/18/content_17975991.htm
Rene.. so romantisch?! Google und die Welt retten? Da China Spiel ist ein kalkulierters PR Ding. Google spielt nun wirklich keine grosse Geige in China, weil eben google als US company China nie richtig verstanden hat. Auch sonst in Asia beindruckt Google nicht durch Marketshare. Z.B. Korea 5%.
Hier der Link. Google’s Tiny Market Share of Search in Asia: http://www.thomascrampton.com/media/googles-tiny-market-share-of-search-in-asia/
Ich finde, wie oft wenn du versuchst Politik zu betreiben, das es bei dir an allen Ecken und Enden hakt und knirscht. Du übernimmst die Ideologie (weil es so schön passt, in eine Weltsicht von schwarz und weiss), nur weil sie unter den “richtigen” Vorsätzen daher kommt. Ich meine das nicht zynisch und mir ist auch nicht das Schicksal der Chinesen egal, noch will ich es beschönigen. Sich mit der Politik von Google gleich zu machen, nur weil sie an einen Punkt (gegen Internetzensur) mit deiner (und auch meiner) Einstellung übereinstimmt, dass ist billig. Es ist notwendig eine eigene Kritik zu entwickeln, die sich notwendig von der Googels unterscheidet. Auf die durchaus komplexe Interessenlage von googel hat gestern auch die Frankfurter Rundschau hingewiesen. Zu recht.
http://www.fr-online.de/top_news/2204460_Google-droht-China-So-geht-gutes-Marketing.html
ich staune immer wieder, wie bereitwillig gerade auch leute, die sich sonst so gerne zu den kritischen hinterfragern zählen, google aus der hand fressen.
Google hat einen Marktanteil von 20% Prozent dazu gehört auch ein fetter Umsatz. Deswegen ist das ein respektabler Schachzug und ich hoffe, dass sie nach diesem Schritt weiterhin google.cn betreiben werden um sprachlich zugänglich zu sein für alle Chinesen.
Und wer nicht glaubt, dass Unternehmen die Welt regieren der soll sich doch bitte fragen wieso Ackermann seinen Geburtstag im Kanzleramt auf Staatskosten feiert? Und wieso gibt es jetzt für Unternehmen ELENA? Und wieso ist Copenhagen so klaglos gescheitert?
In China hat Baidu einen sehr großen Anteil am Suchmaschinenmarkt.
Lt. diversen Meldungen hat Baidu knapp unter 60%, Google etwa 25-30% und die restlichen Anbieter teilen sich die restlichen 10% vom Kuchen.
Waren erst im November in China und es ist (ohne Proxy) echt schlimm, wie da zensiert wird.
YouTube, Twitter, Facebook und noch viele andere nützliche Dienste einfach geblockt.
Warum? Weil die chinesische Staatsmacht Angst vor der Wahrheit hat? Anscheinend!
Irgendwie traurig..
oh bitte! Nach Jahren der Zensur schalten sie (Google) ein paar Bildchen frei und sind jetzt plötzlich die Guten? Wenn hier was epic fail ist, dann dein naiver Blogeintrag dazu.
Tut mir leid, aber ich kann deinen unkritischen Lob für Googles ach so mutiges Aufmüpfen nicht teilen. In Wahrheit haben die gemerkt, dass sie in China keinen Blumentopf mehr gewinnen können und versuchen nun, aus dem Scheitern wenigstens noch eine halbwegs wirksame PR-Aktion zu machen.
Die wichtige Frage ist: Warum haben Sie seinerzeit überhaupt einen Teufelspakt mit den Machthabern in Bejing abgeschlossen. Und was stand in der Vereinbarung eigentlich drin? Niemand weiß es, weil Google grundsätzlich keine Infos rausgibt, wenn man sie nicht dazu zwingt. Paranoid, sage ich!
Evgeny Morozov hat übrigens gestern in den “New York Times” eine interessante Erklörung für Googles grandiose Fehleinschätzung des Regimes gefunden. Er macht dafür “computational arrogance” verantwortlich für deren . Da ist was dran: Wir Techies neigen schon dazu, die Welt durch eine ganz besondere Brille zu sehen. Siehe dazu meinen Blogeintrag “Eric Schmid und die Arroganz des Computers” (http://tinyurl.com/ydvn46x)
Nicht “Sie”, sondern “sie”. Du/Sie warst sicher nicht schuld…
Letztendlich gehts doch nur ums Geld. Alles eine Sache der Sichtweise. Als ich das Titelbild gesehen habe, dachte ich erst, dass die Chinesen damit sagen wollten, dass es vorbei mit Google in China ist :D Es überrascht mich auch, dass die Leute dort als Dank Blumen an das Google Firmenlogo gelegt haben…