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Google vs. China, Blumen an Googles Firmenschild

googlechina

Ich habe wahrscheinlich noch nie Gänsehaut bekommen, wenn ich mir ein Bild von einem Firmenschild anschaue. Bei obigem Bild (hier in groß) geschah genau das. An Googles Firmenschild in China werden Blumen aus Dank niedergelegt. Unfassbar. Dieses Bild sagt so so soviel aus über diese Story und die Geschichte Chinas und Zensur und allem, was dahinter steht.

Wenn Ihr nicht grade unter einem Stein lebt, habt ihr mitbekommen, dass offensichtlich die chinesische Regierung eine Cyberattacke gegen Google gefahren und Google dafür die Filter abgeschaltet hat, weshalb auf google.cn nun kritische Ergebnisse zu „Tiananmen“ auftauchen.

Was diese Meldung wirklich bedeutet und warum sie nicht zu unterschätzen ist und warum sie tatsächlich einen völlig neuen, weltrevolutionären Charakter hat, kann man sehr gut bei mspro nachlesen: „Was ist relevanter: Politik oder Google?“ Die Antwort wurde heute klar: Google.

Aber: es ist gar nicht auszudenken, was das für einen Rattenschwanz nach sich zöge. Nicht nur für China, dessen Regime sich wohl nicht halten könnte, wenn die Firedämme brächen und die Welt per Google in das Land einfiele. Nein, etwas anderes ist entscheidend:

Wenn China, warum dann nicht auch Iran? Was gäbe es da noch für eine Rechtfertigung? Google wäre in der moralischen Pflicht, Informationen überall dorthin zu bringen, wo Zensur herrscht. Warum also nicht auch nach England? Oder nach Australien? Wozu sich überhaupt noch an Gesetze halten? Wozu überhaupt noch die Regulierungsansprüche von Staaten ernst nehmen? Wozu überhaupt noch Staat/Nation?

Und auf einen Schlag sähe jegliche nationale Gesetzgebung das Internet betreffend aus, wie ein Wutanfall von Mickey Mouse. Die staatliche Souveränität wäre als Prinzip angekratzt, wenn nicht gar völlig diskreditiert. Und es gäbe eine neue strategische Großmacht auf der Welt. Google kann Staaten stürzen.

Hier noch ein paar Links zum Thema:
Googles Blog: A new aproach to china
Threat Level: Google to Stop Censoring Search Results in China After Hack Attack und Google Hackers Targeted Source Code of More Than 30 Companies

Und am lustigsten und peinlichsten finde ich, dass sich der Spiegel ausgerechnet diese Woche für ein journalistisches Schmierenstück aussucht und versucht, in einer Titelstory Google zu dissen. Ausgerechnet in der Woche, in der Google ihr Firmencredo „Don’t be evil“ unter Beweiß stellt. Epic FAIL!

[update] Ein paar Stunden später… UNFASSBAR!

google2

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  1. mw238 (Markus Winkler): Blumenniederlegung am Firmenlogo von Google China http://bit.ly/4V7QIi
  2. morgenlinks (Netzfeuilleton Links): Blumen vor dem chinesischen HQ http://www.nerdcore.de/wp/2010/01/13/google-vs-china-blumen-an-googles-firmenschild/
  3. infolust (Martin): RT:Die Leute legen aus Dank Blumen an Googles Firmensitz in China: #whoa http://bit.ly/4V7QIi
  4. rockinbunny (Bunny ): all praise to #google bei dem Bild krieg ich auch Gänsehaut http://tinyurl.com/yfubq6d
  5. CorneliaKunze (CorneliaKunze): Was ist denn da los? Google und China! http://tinyurl.com/yfubq6d
  6. menju246 (Menju Mar-Thal): google kicks ass http://tinyurl.com/yfubq6d ja ich weiß, google geht es nur um profit, trotzdem schöne geschichte
  7. noallegiances (A.): RIP Google.cn http://tinyurl.com/yfubq6d
  8. CarFreiTag (DejaVu): Kampf der Zensur! http://www.nerdcore.de/wp/2010/01/13/google-vs-china-blumen-an-googles-firmenschild/ #google #china
  9. mikeg_de (Mike Gutzschhahn): Google vs. China @nerdcore http://bit.ly/4V7QIi China hacks Google, Google turn off theyr filters #Google #China #Attack #Nerdcore
  10. ede_ (ede_): Google vs. China, Blumen an Googles Firmenschild http://www.nerdcore.de/wp/2010/01/13/google-vs-china-blumen-an-googles-firmenschild/

55 Kommentare

  1. Da schwappt aber Begeisterung hoch. Trotzdem würde ich nicht die Spiegel-Story einfach als EPIC FAIL vom Tisch wischen, nur weil sich google in dem Fall korrekt verhält. Das ist schwarz/weiß Denken und so was geht immer in die Hose.

    1# - Greyknight - 13. Januar 2010 @ 13:09 Uhr Reply to this comment
  2. Weil wir dann grad dabei sind, auf Zeit Online gibts da auch einen Bericht. Ich würde gerne wissen, wo ich den einsortieren kann. Bashing oder Wahrheit.

    http://www.zeit.de/digital/internet/2010-01/google-china-zensur-3

    2# - Michael - 13. Januar 2010 @ 13:10 Uhr Reply to this comment
  3. Ich möchte nicht in einer von Firmen diktierten Welt leben, Shadowrunner/Neuromancer lassen grüßen.

    3# - Ragnar - 13. Januar 2010 @ 13:25 Uhr Reply to this comment
  4. Da selbst Google einräumt, daß sie den Konflikt und damit den Einfluss auf den chinesischen Markt verlieren könnten, könnte man die Blumen auch als verfrühten Grabschmuck verstehen.

    4# - Troll - 13. Januar 2010 @ 13:28 Uhr Reply to this comment
  5. 5# - james - 13. Januar 2010 @ 13:29 Uhr Reply to this comment
  6. Ich dachte auch eher an Grabstein und Beerdigung als Ich das Bild sah,
    glaube nicht daß Google damit (trotz guter Absichten) in China durchkommt.

    6# - torsten - 13. Januar 2010 @ 13:30 Uhr Reply to this comment
  7. Google hat sicherlich eine Tapferkeitsmedaille dafür verdient ein Statement gegen die Zensur in China zu bringen.
    Allerdings haben Medaillen bekanntlich ja zwei Seiten und genau das ist es, was der ZEIT Online Artikel deutlich machen will.
    Google agiert hier vornehmlich im Interesse der eigenen Gewinnsteigerung unter dem Schutzschild der Meinungsfreiheit.
    Guter Ansatz aber mit Vorsicht zu genießen!

    7# - nilpferd - 13. Januar 2010 @ 13:32 Uhr Reply to this comment
  8. Das ist nur der Anfang. Wenn die Welt erst begreift dass die Erfindung “Internet”, sprich eine rasend schnelle Vernetzung und Entwicklung der Menschlichen Rasse, bestimmte Konventionen sowie Staaten und Gesetze einfach sprengen wird, dann steigt die Warscheinlichkeit einer globalen Revolution. Vielleicht nicht so radikal wie wir sie von früher kennen, vll. eher ne subtilere Geschichte aber es wird sich vollziehen – sowohl aus technischer Sicht als auch in unseren Köpfen. Am Ende sind wir alle augmentierte gemoddete Mutanten die im Jahre 2112 zu einer riesigen wabernden Biomasse miteinander verschmelzen. ;>

    8# - sword - 13. Januar 2010 @ 13:32 Uhr Reply to this comment
  9. @nilpferd:Word! Genau das gleiche habe ich mir gerade gedacht. Finde es trotzdem gut!

    9# - monkey_ffm - 13. Januar 2010 @ 13:45 Uhr Reply to this comment
  10. “Aber: es ist gar nicht auszudenken, was das für einen Rattenschwanz nach sich zöge. Nicht nur für China, dessen Regime sich wohl nicht halten könnte, wenn die Firedämme brächen und die Welt per Google in das Land einfiele. Nein, etwas anderes ist entscheidend:

    Wenn China, warum dann nicht auch Iran? Was gäbe es da noch für eine Rechtfertigung? Google wäre in der moralischen Pflicht, Informationen überall dorthin zu bringen, wo Zensur herrscht. Warum also nicht auch nach England? Oder nach Australien?”

    Bis hierhin kann ich dem zitierten Artikel ja durchaus zustimmen, aber alles danach ist absolut hirnrissige Träumerei.

    “Und es gäbe eine neue strategische Großmacht auf der Welt. Google kann Staaten stürzen.”

    Manche wollen das vielleicht glauben, aber das ist schon ein BISSCHEN utopisch. Und ja, mir ist bewusst, dass dieser Teil im Konjunktiv steht und dementsprechend quasi per Definiton utopische Züge trägt, aber man kann mit seiner Schwärmerei auch ein paar naive Schritte zu weit gehen.

    10# - El_Skeletto - 13. Januar 2010 @ 13:57 Uhr Reply to this comment
  11. Unterm Strich zählt das Geld – wenn google in China entsprechende Marktanteile hätte, dann hätte man die Hackergeschichte wahrscheinlich dezent auf dem kleinen Dienstweg erledigt.

    Und auch wenn es nebensächlich ist: ‘Beweis’ bitte nicht mit ‘ß’

    11# - Klaus - 13. Januar 2010 @ 14:00 Uhr Reply to this comment
  12. Not to curb your enthusiasm, aber: Google ist ja nicht gerade marktbeherrschend in China, wenn ich recht informiert bin. Zumindest nicht annähernd so wie im Westen. Könnte mir vorstellen, dass sie China sozusagen als lost ground aufgeben und sich aufs Kerngeschäft im Westen konzentrieren.

    Im Großen und Ganzen ist der Schritt dennoch zu begrüßen, auch wenn Google natürlich keinerlei moralische Verpflichtung hat. Die einzige Verpflichtung, die Google hat, ist, einen Gewinn zu erwirtschaften.

    12# - Mmmatze - 13. Januar 2010 @ 14:02 Uhr Reply to this comment
  13. naja. einen marktanteil von 20% bei 300 mio internetnutzern im schnellsten wachsenden markt weltweit wirft auch google nicht einfach so weg. geld verdient haben werden sie dort schon kräftig.

    13# - stefanx - 13. Januar 2010 @ 14:07 Uhr Reply to this comment
  14. pr-stunt.

    14# - r0ssi - 13. Januar 2010 @ 14:13 Uhr Reply to this comment
  15. In China wird selbst Google zum Engel, find ich witzig! Ich fürchte nur dass China noch weiter von der “Außenwelt” abgeschnitten wird falls google.cn ganz aus dem Internet verschwinden sollte. Woher sollen die Menschen dort ihren input an Informationen nehmen? (Okay, ich lese grade der Marktanteil sei gar nicht so groß, wo suchen denn die Chinesen?)

    15# - Lukas - 13. Januar 2010 @ 14:13 Uhr Reply to this comment
  16. Aber ich finde keine Kritischen Bilder zu Tiananmen bei google.nc bei .de sieht das ganz anders aus… Hat da Google schon wieder zurückgerudert??

    16# - ph - 13. Januar 2010 @ 14:15 Uhr Reply to this comment
  17. jetzt aber:
    http://tinyurl.com/yjlnctt

    der link im artikel bei spreeblick ganz unten – zur .cn bildersuche liefert noch immer andere ergebnisse als vor ein paar tagen.

    17# - stefanx - 13. Januar 2010 @ 14:21 Uhr Reply to this comment
  18. 18# - René - 13. Januar 2010 @ 14:27 Uhr Reply to this comment
  19. “Wenn China, warum dann nicht auch Iran? ”

    Wie wäre es mit Deutschland?

    Zensur ist Zensur!

    19# - Geist - 13. Januar 2010 @ 14:44 Uhr Reply to this comment
  20. okay die ganze china fickerei hin oder her, viel wichtiger aus der aktion heraus ist die tatsache, dass sich ein konzern mit einem ganzen staat anlegt. soviel zum thema weltherrschaft durch google. wenn sie es jetzt schon schaffen nur mit der deaktivierung der filter druck auf ein land auszuüben will ich mir garnicht ausmalen was in den nächsten jahren für google noch alles machbar ist wenn wir immer weiter abhängig werden von google (google phone anyone?).

    20# - Anonymous - 13. Januar 2010 @ 15:08 Uhr Reply to this comment
  21. okay die ganze china fickerei hin oder her, viel wichtiger aus der aktion heraus ist die tatsache, dass sich ein konzern gerade mit einem ganzen staat anlegt. soviel zum thema weltherrschaft durch google. wenn sie es jetzt schon schaffen nur mit der deaktivierung der filter druck auf ein land auszuüben will ich mir garnicht ausmalen was in den nächsten jahren für google noch alles machbar ist wenn wir immer weiter abhängig werden von google (google phone anyone?).

    21# - chrisse - 13. Januar 2010 @ 15:09 Uhr Reply to this comment
  22. @sword: word ! :-)

    22# - Jolka - 13. Januar 2010 @ 15:18 Uhr Reply to this comment
  23. Ich stehe weder auf China noch auf Google. Die kommen mir beide wie natürliche Feinde von James Bond vor (kommunistisches Riesenreich und ein die Öffentlichkeit täuschender Monopolist mit großer Macht… hallooOO?) und da würd ich mich ungern festlegen. Oh wartet, die Flühlingsrolle in meiner Makrowelle hat BING gemacht.

    23# - Anmerkungsmann - 13. Januar 2010 @ 15:36 Uhr Reply to this comment
  24. Ja..weiß ich jetzt nicht. Für mich eher ne große Marketing-Nummer.

    Interessant dagagegen: In China liegt augenscheinlich auch Schnee!

    24# - Party McFly - 13. Januar 2010 @ 15:39 Uhr Reply to this comment
  25. @Michael: Der Artikel ist wirklich ziemlich gut und wie so oft bei der Zeit eben schwierig bis gar nicht einzuordnen. Die Welt ist eben nicht schwarz-weiß und die Zeit spricht ausgehend vom Stichwort “Bananenrepublik” einen Aspekt an der ganzen Sache an, den viele hier beim ganzen blinden yeah-Geschreie vergessen: Dass es in der Vergangenheit durchaus Beispiele für Einflußnahme von Firmen auf Regierungen gab. Und dass kein Beispiel davon als unter Strich positiv zu verzeichnen ist. Wie man davon ausgehend darauf kommt, dass es in diesem Fall so ganz anders laufen soll ist mir nicht ganz klar. Aber Selbst-Reflexion und die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen, war nie eine typische Eigenart der Menschen an sich. Da geben sich Journalisten und Blogger auch mal gar nix….

    Glaubt denn wirklich jemand, dass Google das aus reiner Menschenfreundlichkeit macht? Sind Leute so naiv?

    25# - maniacator - 13. Januar 2010 @ 15:42 Uhr Reply to this comment
  26. “Glaubt denn wirklich jemand, dass Google das aus reiner Menschenfreundlichkeit macht? Sind Leute so naiv?”

    Wenn ich mir die Kommentare hier anschaue, dann würde ich ‘nein’ sagen. ;)

    26# - Greyknight - 13. Januar 2010 @ 16:11 Uhr Reply to this comment
  27. ich würde angesichts dieser meldung nicht euphorisch werden. dieser schritt seitens google hat etwas fatalistisches und es würde mich nicht wundern, wenn google.cn bald geschichte ist.

    hier bäumt sich möglicherweise eine firma ein letztes mal auf, bevor sie einen markt verlässt.

    aber warten wir es ab.

    27# - Emanuel - 13. Januar 2010 @ 16:17 Uhr Reply to this comment
  28. @maniacator:
    Danke für diese Feststellung.

    Noch was zur Frage mit der Google Alternative in China, die nennt sich laut Artikel bei stern.de “Baidu”, hat 77% Marktanteil da.

    28# - Michael - 13. Januar 2010 @ 16:22 Uhr Reply to this comment
  29. Filter wieder drin.

    29# - Paul Lanon - 13. Januar 2010 @ 16:30 Uhr Reply to this comment
  30. @Emanuel: Good point. Vielleicht ist es auch ein kleines Machtspiel.
    Frei nach dem Motto: Wir schauen mal wie weit wir gehen können.

    30# - nilpferd - 13. Januar 2010 @ 16:41 Uhr Reply to this comment
  31. Wo isn China?

    31# - Alex - 13. Januar 2010 @ 16:50 Uhr Reply to this comment
  32. Übrigens… Nicht nur bei Google haben die Hacker angeklopft:

    http://www.wired.com/threatlevel/2010/01/google-hack-attack/

    Modern warfare, anyone?

    32# - nilpferd - 13. Januar 2010 @ 16:53 Uhr Reply to this comment
  33. wenn es dabei bleibt und sich google wirklich endgültig der chinesischen zensur widersetzen sollte, dann bleibt nur zu sagen:
    Bravo Google!
    aber gleich von Revolution zu sprechen ist schon reichlich naiv, sorry…

    33# - John - 13. Januar 2010 @ 16:56 Uhr Reply to this comment
  34. P.S.
    filter drin?
    glaub ich nicht
    http://tinyurl.com/ycl952k
    http://tinyurl.com/ybtpc8g

    34# - John - 13. Januar 2010 @ 17:17 Uhr Reply to this comment
  35. Muss ganz ehrlich sagen, dass mich das ganze eher an eine Trauerzeremonie erinnert, und weniger als ein Ansturm von Glücksbekundungen von Seiten der chinesischen Bevölkerung.
    Wo sonst legt man denn Blumen nieder?

    35# - Pippsen - 13. Januar 2010 @ 17:32 Uhr Reply to this comment
  36. @Pippsen: Chinesen hinterlassen aber traditionell keine Blumen auf Gräbern.

    36# - René - 13. Januar 2010 @ 17:34 Uhr Reply to this comment
  37. Spy vs. Spy… weiß nur nicht ob Google der weiße oder der schwarze Spion ist.

    37# - svenjo72dpi - 13. Januar 2010 @ 17:59 Uhr Reply to this comment
  38. hmm .. der letzte Emailanbieter der in China Oppositionellen Emailkonten anbietet zieht sich von einem nicht rentierenden Markt zurück -und eine sau gute PR Abteilung kann die jahrelange Kritik an Googel gut verkaufen .leider wohl mehr PR als alles andere .Googel ist und bleibt ein Börsen orientiertes Unternehmen , also ist sein Hauptziel Profit – nehmt die rosa Brille runter -thats it .

    38# - fabi - 13. Januar 2010 @ 18:50 Uhr Reply to this comment
  39. @RENE träum schön weiter

    39# - Hugo E. Martin - 13. Januar 2010 @ 19:34 Uhr Reply to this comment
  40. “…weshalb auf google.cn nun kritische Ergebnisse zu „Tiananmen“ auftauchen.”

    Ich sehe nicht einmal ein kritisches Ergebnis.

    40# - Ochsel - 13. Januar 2010 @ 20:27 Uhr Reply to this comment
  41. svenjo72dpi als ob das dann einen Unterschied machen würde.

    41# - Hans - 13. Januar 2010 @ 21:11 Uhr Reply to this comment
  42. Wie sagt ihr jungen? rofl?

    42# - Thomas Edison - 13. Januar 2010 @ 22:22 Uhr Reply to this comment
  43. Das mit den Blumen hat mich auch gewundert.

    43# - Michael Jäger - 13. Januar 2010 @ 22:42 Uhr Reply to this comment
  44. Wenn eine Firma mit, im Volksmund “dem Allgemeinwohl aller Menschen”, Geld verdient. Ist das dann verwerflich? Wenn ja, was wäre dann nicht verwerflich? Das Gegenteil zu tun? Nichts zu tun?

    Wenn eine Firma es verstanden hat sein Geschäftsmodell so auszurichten, dass das Wohl aller auch gleichzeitig das Wohl der Firma ist, dann ist es etwas schwer auf den ersten Blick die Motive zu erkennen. Das kann Angst schüren. Aber wovor? Solange Google die Welt besser macht und Kohle damit verdient, dann ist doch das mir recht?

    Wenn man das bissl abstrahiert und sich vorstellt, google wäre ein staat. und alle angestellten wären bürger. Dann würden die Bürger Geld vom Staat bekommen, dafür das sie die welt besser machen. Google Staat alpha?

    44# - polarity - 13. Januar 2010 @ 23:55 Uhr Reply to this comment
  45. Interessant, aber das wird hier ja so dargestellt als ob es Google um die Informationsfreiheit ginge.
    Wäre dem so hätten sie schon vor dem “Hacker-Angriff” reagiert. Ich behaupte einfach mal, dass sie ihre Machtstellung behaupten müssen und wenn das nur möglich ist durch die Androhung eines kompletten Rückzugs dann eben so.
    Und wie schon erwähnt ist Google noch immer ein Unternehmen, dass sich auf die Belange der Kapitalgeber ausrichtet (Das Kundenbindung und Zufriedenheit dabei wichtig sein kann sei dahingestellt aber es ist bestimmt nicht das oberste Ziel^^).

    45# - D - 13. Januar 2010 @ 23:58 Uhr Reply to this comment
  46. Und warum müssen wir Westler eigentlich jetzt die Welt retten? Und China?
    Wenn die chinesische Regierung von jedem Internet-Café-User die Daten registriert und Domains nur an ausgewählte Firmen vergibt,
    wieso stehen wir dann hier noch mit Blumensträußen und offenen Armen da und halten nach den Cyberattacken noch die andere Wange hin. Was wäre denn wenn wir die Herrschaften mit chinesischer IP mal um ihre Zutrittsberechtigung in “unser” Internet bäten.

    Im Zusammenhang finde ich es ja auch sehr possierlich, dass sich das CIIC über “schrecklich langweilige Pornobilder” bei Google echauffiert:
    http://german.china.org.cn/culture/txt/2009-06/18/content_17975991.htm

    46# - dejj - 14. Januar 2010 @ 00:09 Uhr Reply to this comment
  47. Rene.. so romantisch?! Google und die Welt retten? Da China Spiel ist ein kalkulierters PR Ding. Google spielt nun wirklich keine grosse Geige in China, weil eben google als US company China nie richtig verstanden hat. Auch sonst in Asia beindruckt Google nicht durch Marketshare. Z.B. Korea 5%.

    Hier der Link. Google’s Tiny Market Share of Search in Asia: http://www.thomascrampton.com/media/googles-tiny-market-share-of-search-in-asia/

    47# - Asiense - 14. Januar 2010 @ 07:08 Uhr Reply to this comment
  48. Ich finde, wie oft wenn du versuchst Politik zu betreiben, das es bei dir an allen Ecken und Enden hakt und knirscht. Du übernimmst die Ideologie (weil es so schön passt, in eine Weltsicht von schwarz und weiss), nur weil sie unter den “richtigen” Vorsätzen daher kommt. Ich meine das nicht zynisch und mir ist auch nicht das Schicksal der Chinesen egal, noch will ich es beschönigen. Sich mit der Politik von Google gleich zu machen, nur weil sie an einen Punkt (gegen Internetzensur) mit deiner (und auch meiner) Einstellung übereinstimmt, dass ist billig. Es ist notwendig eine eigene Kritik zu entwickeln, die sich notwendig von der Googels unterscheidet. Auf die durchaus komplexe Interessenlage von googel hat gestern auch die Frankfurter Rundschau hingewiesen. Zu recht.
    http://www.fr-online.de/top_news/2204460_Google-droht-China-So-geht-gutes-Marketing.html

    48# - gluediver - 14. Januar 2010 @ 09:29 Uhr Reply to this comment
  49. ich staune immer wieder, wie bereitwillig gerade auch leute, die sich sonst so gerne zu den kritischen hinterfragern zählen, google aus der hand fressen.

    49# - derek - 14. Januar 2010 @ 09:41 Uhr Reply to this comment
  50. Google hat einen Marktanteil von 20% Prozent dazu gehört auch ein fetter Umsatz. Deswegen ist das ein respektabler Schachzug und ich hoffe, dass sie nach diesem Schritt weiterhin google.cn betreiben werden um sprachlich zugänglich zu sein für alle Chinesen.
    Und wer nicht glaubt, dass Unternehmen die Welt regieren der soll sich doch bitte fragen wieso Ackermann seinen Geburtstag im Kanzleramt auf Staatskosten feiert? Und wieso gibt es jetzt für Unternehmen ELENA? Und wieso ist Copenhagen so klaglos gescheitert?

    50# - Adam - 14. Januar 2010 @ 10:01 Uhr Reply to this comment
  51. In China hat Baidu einen sehr großen Anteil am Suchmaschinenmarkt.
    Lt. diversen Meldungen hat Baidu knapp unter 60%, Google etwa 25-30% und die restlichen Anbieter teilen sich die restlichen 10% vom Kuchen.

    Waren erst im November in China und es ist (ohne Proxy) echt schlimm, wie da zensiert wird.
    YouTube, Twitter, Facebook und noch viele andere nützliche Dienste einfach geblockt.
    Warum? Weil die chinesische Staatsmacht Angst vor der Wahrheit hat? Anscheinend!
    Irgendwie traurig..

    51# - CEEA - 14. Januar 2010 @ 12:05 Uhr Reply to this comment
  52. oh bitte! Nach Jahren der Zensur schalten sie (Google) ein paar Bildchen frei und sind jetzt plötzlich die Guten? Wenn hier was epic fail ist, dann dein naiver Blogeintrag dazu.

    52# - hybo - 17. Januar 2010 @ 05:44 Uhr Reply to this comment
  53. Tut mir leid, aber ich kann deinen unkritischen Lob für Googles ach so mutiges Aufmüpfen nicht teilen. In Wahrheit haben die gemerkt, dass sie in China keinen Blumentopf mehr gewinnen können und versuchen nun, aus dem Scheitern wenigstens noch eine halbwegs wirksame PR-Aktion zu machen.

    Die wichtige Frage ist: Warum haben Sie seinerzeit überhaupt einen Teufelspakt mit den Machthabern in Bejing abgeschlossen. Und was stand in der Vereinbarung eigentlich drin? Niemand weiß es, weil Google grundsätzlich keine Infos rausgibt, wenn man sie nicht dazu zwingt. Paranoid, sage ich!

    Evgeny Morozov hat übrigens gestern in den “New York Times” eine interessante Erklörung für Googles grandiose Fehleinschätzung des Regimes gefunden. Er macht dafür “computational arrogance” verantwortlich für deren . Da ist was dran: Wir Techies neigen schon dazu, die Welt durch eine ganz besondere Brille zu sehen. Siehe dazu meinen Blogeintrag “Eric Schmid und die Arroganz des Computers” (http://tinyurl.com/ydvn46x)

    53# - Tim Cole - 17. Januar 2010 @ 07:45 Uhr Reply to this comment
  54. Nicht “Sie”, sondern “sie”. Du/Sie warst sicher nicht schuld…

    54# - Tim Cole - 17. Januar 2010 @ 07:46 Uhr Reply to this comment
  55. Letztendlich gehts doch nur ums Geld. Alles eine Sache der Sichtweise. Als ich das Titelbild gesehen habe, dachte ich erst, dass die Chinesen damit sagen wollten, dass es vorbei mit Google in China ist :D Es überrascht mich auch, dass die Leute dort als Dank Blumen an das Google Firmenlogo gelegt haben…

    55# - newstoaster.de - 18. Januar 2010 @ 00:33 Uhr Reply to this comment

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