
Das hier ist eine Skulptur, die zehn Dimensionen darstellen soll. Der Infotext ist reinster String-Theory-Matheporno, ich versteh außer dem ersten Absatz kein Wort and I love it.
According to string theory, space-time is not four-dimensional as you might expect, but actually 10-dimensional. The extra six dimensions are believed to be compactified or rolled up into such a small space that they are unobservable at human scales of sight. Their size and six dimensions make Calabi-Yau spaces difficult to draw. But, this model shows a three-dimensional cross-section of this likely space to reveal its structure and shape. […]
These spaces have real dimension 2(N-1), so the hypothesis that there are six hidden dimensions in string theory means that there is a unique choice within this series of Calabi-Yau spaces, namely N=4, and the polynomial must be this quintic (degree N+1=5): z15 + z25 + z35 + z45 + z55 = 0.
The 2-D surface is computed by dividing by z5 and setting z3/z5 and z4/z5 to be constant. This defines a 2-manifold slice of the 6-manifold; we then normalize the resulting inhomogeneous equations to simplify them, yielding the complex equation that is actually solved for the surface, z15 + z25 = 1. The resulting surface is embedded in 4D and projected to ordinary 3D space for display.
Calabi-Yau Manifold Crystal – String Theory Sculpture (via Gizmodo)
Und hier nochmal das Video zu Rob Bryantons Buch „Imagining the Tenth Dimension“, damals schrieb ich: „Dieses Video erzählt das einleitende erste Kapitel von Rob Bryantons Buch „Imagining the Tenth Dimension“ und darin reist man von der ersten bis in die zehnte Dimension. Ich bin ungefähr bis zur fünften Dimension mitgekommen, danach hat es mir vor lauter Raumzeit und Paralleluniversen gehörig das Gehirn verknotet.“





sehr empfehlenswert zum thema ist das buch:
brian greene – das elegante universum
“eingermassen” laienverständlich geschrieben – sofern die thematik das zulässt.
Soweit ich die Stringtheorien kenne (nur populärwissenschaftlich), gibt (gab?) es mehrere Theorieansätze, die manchmal mehr, manchmal weniger Dimensionen voraussetzen. Wie ich aber gerade sehe, scheint man sich grob auf die 10 Dimensionen geeinigt zu haben (auch wenn die 11. Dimension in Form der Supergravitation in der M-Theorie ein Grenzfall zu sein scheint).
Zum Matheporno: Dazu müsste man die mathematisch oder physikalisch definierten Calabi-Yau-Räume kennen. Ich denke, dass das sehr wenige auf die Reihe bekommen – das erklärt auch, warum du es nicht verstehst! ;)
Ich halte es (aus meiner naiven Position) auch für ausgeschlossen, dass man 10-Dimensionalität in 3 Dimensionen darstellen kann. Ich will ja kein Miesepeter sein, aber das ist mir einfach unverständlich.
Doofe Skulptur. Wie kann man über den LHC posten und dann sowas gut finden. Allein die vierte Dimension kann man nicht wirklich “sehen”… allenfalls den “Schatten” davon. Egal. Ich finde es blöd. Was soll das sein? “Die Kunst in der Mathematik zeigen”… auf dämlich aber möchtegern coole Art. Geht mal gar nicht.
Das Video dagegen ist ganz gut!
Jeder der n paar Mal LSD / Psilocybin eingeschmissen hat weiß ganz genau dass das die verfickte Realität ist… Ich brauch auch mal so’n Ding im Wohnzimmer!
@creamneuron: Die 10 und die 11-dimensionalen Theorien sind miteinander kompatibel. Die Zahl, die in der 11-dimensionalen Theorie eine Richtung festlegt, beschreibt bei den 10 Dimensionen einen Impuls. Somit kann man z.B. Teilchen (wie z.B. vermutlich das Graviton), die sich durch mehrere Dimensionen bewegen können (und sich in unserer Welt als Kalusa-Klein-Teilchen zeigen würden) in beiden Varianten beschreiben. Jedenfalls, wenn die Wechselwirkung des Teilchens schwach ist, denn dann kann man sich mit der Störungstheorie an die Lösung heranarbeiten.
Das Video hat mit Stringtheorie bzw. überhaupt ernsthafter Naturwissenschaft nicht so viel zu tun, was in der Texteinblendung am Ende auch zugegeben wird. Die Skulptur dagegen schon eher, das ist ein dreidimensionaler Querschnitt aus einer Sechsdimensionalen Form, die in der theoretischen Physik eine Rolle spielt.
“sehr empfehlenswert zum thema ist das buch:
brian greene – das elegante universum”
Genau aus demselben Grund habe ich auch grad hier aufs Blog geklickt, um diesen Kommentar zu schreiben.
Als Film wäre sowas auch mal super. Dann müssen da aber Zombies drin vorkommen. Zehndimensionale.
@Sputum: Ist die Illustration in dem Video also inhaltlich falsch? Das ganze klingt so einleuchtend.
@Hoc
Nicht inhaltlich falsch, aber ohne ernsthaften theoretischen Unterbau. Es ist einfach eine nette Spekulation.
Die ersten 4 Dimensionen finde ich allerdings auch sehr schön erklärt.
Ich stimme Sputum zu. Das, was im Video als höhere Dimensionen präsentiert wird, ist nicht das, was Physiker normalerweise darunter verstehen. Die ersten drei Dimensionen sind zwar korrekt. Allerdings sollte man Raumdimensionen und Raumzeit nicht so miteinandern vermischen. Dass man normalerweise von der 4-dimensionelen Raumzeit spricht, ist dadurch bedingt, dass Raum und Zeit untrennbar miteinander verknüpft sind. Wenn sich der Raum verformt, verformt sich auch die Zeit. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass es noch mehr Dimensionen gibt, handelt es sich um Raumdimensionen und die haben nichts mit Zeitdimensionen oder alternativen Welten zu tun. Die Anzahl der Raumdimensionen gibt einfach an, wie viele Zahlen man braucht, um eine Punkt in diesem Raum zu beschreiben. In unserem Universum braucht es dazu 3 (x,y,z). Bei mehr Dimensionen gibt es einfach noch weitere “Richtungen” und die Koordinaten haben entsprechend mehr Werte zur Beschreibung einer Position. Wie bereits erwähnt, ist die Skulptur auf dem Bild ein sehr schönes Beispiel für eine höherdimensionale Skulptur die sind in drei Dimensionen repräsentiert. Die zu Beginn im Video vorgestellten Beispiele mit zwei Dimensionen sind sehr gut und die kann man auf höhere Dimensionen erweitern, wie eben in diesem Bild.
Ich steh auf sowas :)
In n Jahren brauchen die Physiker vermutlich n+10 Dimensionen, damit das alles zusammenpasst – oder:
Irgendwann stellen sie fest das der Raum, in dem wir leben gar kein Vektorraum ist. Hah!
Eine 4.2 dimensionale Welt zu leben (also auf einem Fraktal) wäre schließlich auch viel cooler – hehe!
Aber erkläre das mal einem Nicht-Mathematiker…