Auf der Website des Bundestages gibt es eine Petition für eine kostenlose Vorstufe bei Abmahnungen. Halte ich für einen guten Ansatz, spread the Word.
Abmahnungen im Internet sollen in Zukunft eine für den Beklagten kostenlose Vorstufe bekommen. Der Abmahner soll mit dem Beklagten in Kontakt treten und diesem seinen Abmahngrund mitteilen und diesem so eine Möglichkeit geben um diesen möglichen Verstoß innerhalb einer [bestimmten] Frist zu beseitigen.
Online-Petition für eine kostenlose Vorstufe bei Abmahnungen (via Polkarobot)







Onlinepetitionen. Da können hunderttausende mitzeichnen. Das ist für unsere tolle Regierung aber dann noch lange kein Grund dem Thema irgendeine Aufmerksamkeit zu schenken, wie sie ja schön gezeigt hat.
Es gibt keinen “Beklagten” bei einer Abmahnung. Und was soll eine Abmahnung “im Internet” sein? Und wie lange ist eine [bestimmte] Frist?
Die Petition zeugt nicht gerade von Sachverstand. Ich bin sicher kein Freund von geschäftsmäßigem Abmahnen von Privatpersonen oder Hobbybloggern, aber z.B. im gewerblichen Rechtsschutz erfüllen Abmahnungen durchaus einen okayen Zweck.
warum muss ich mich dafür registrieren? das ist doch schon wieder mist … egal: mitmachen.
Gezeichnet und bei twitter (@mcwinkel) gespreadet, Holmes! Nochmal kriegt Karl-Heinz S. keine 800€! :)
@Bob: Schon mal wieder Zeitung gelesen?
extrem schlecht formulierte petition. der gedanke dahinter ist zwar gut, aber das muss noch weiter ausformuliert werden bevor ich da was unterzeichne…
Eine Zeichnung der Petition kommt einem Befürworten von Abmahnungen gleich.
Ich halte Abmahnungen für unsinnig. Für eine Gefahr freien Denkens aufgrund von Provitgier und Geltungssucht.
Schädlich für die Weiterentwicklung unserer sogenannten “Kultur”.
Diese Meinung ist nicht verhandel- und manipulierbar und desweiteren maschinell erstellt und daher ohne Unterschrift gültig.
xD
Abmahnung sind ja auch zu befürworten, denn die Idee ist gut: statt mit jeder Meinungsverschiedenheit gleich zu Papa Staat zu laufen und sich auszuweinen, versuchen freie Menschen erst einmal, untereinander eine Einigung zu erzielen. Die Abmahnung ist ein erster Schritt dazu — ein Brief an jemanden mit dessen Tun ein anderer nicht einverstanden ist.
Als Problem wahrgenommen wird die Abmahnung im Netz im Wesentlichen aus zwei Gründen. Der eine ist missbräuchliches Abmahnen mit Gewinninteresse, und dagegen mag man gerne vorgehen. Der andere Grund ist die Vorraussetzung nicht nur für den Missbrauch: unsere Unfähigkeit, Abmahnungen gelassen hinzunehmen. Eine Abmahnung ist nur ein Brief. Kein Grund also, sich einschüchtern zu lassen oder eilfertig das Gewünschte zu tun in dem Glauben, damit die zornigen Götter besänftigen zu können. Die korrekte Reaktion wäre in fast allen Fällen, sich im Gegenzug erst einmal ebenso aufzuplustern, wie es das Gegenüber tut. Wer statt dessen den Schwanz einzieht, nur weil der Absender eines unfreundlichen Briefes eine Anwaltskanzlei ist, der hat es nicht besser verdient.
@/me: Rechtschreibung ist auch nicht verhandelbar: “Profitgier”
Also quasi Two Strikes für Abmahnungen oder wie darf man das verstehen?
Desweiteren schließe ich mich /me an: Eine Unterzeichnung kommt wohl glatt einer Zustimmung zum Abmahnwesen gleich.
Ausgerechnet jetzt da die Gelbwurst mitregiert ist das ein eher hoffnungsloses Unterfangen. Trotzdem: signed!
Aber auch ohne die Gelbwurst sind doch unsere Politiker zu 99% Anwälte. Und die werden den Teufel tun da was zu ändern, und das geht über alle Parteien hinweg.
Wird leider nichts, denn die Abmahner werden IMMER ihre entstandenen Kosten einfordern können. Firmen, die diese Abmahnanwälte engagieren müssen diese bezahlen und da die Firmen klar gemacht haben, dass sie zwischen Privatpersonen und geschäftsmäßig handelnden Personen keinen Unterschied machen (man sieht es an den Abmahnsummen) wird es auch keine Änderung geben. Firmen -> Lobbyisten -> Regierung.
Das man bei Unterzeichnung der Praxis von Abmahnungen zustimmen würde wäre nur stimmig, wenn Abmahnungen nicht gesetzlich verankert wären. Was viele nicht wissen: Eine Abmahnung kann jeder schreiben. Ohne Gebühren versteht sich. Die Petition sagt also nur: Auch Firmen sollen zukünftig erst einmal ohne Gebühren mahnen und erst danach kann Rechtsanwalt eingeschaltet werden.
Also so, wie man es sich wünscht. Wenn jemand etwas gegen einen Post oder ein Bild hat, soll der Abgemahnte erst mal die Chance bekommen den Inhalt zu entfernen. Ich sehe darin eine gute Lösung. Denn Abmahnungen haben durchaus auch ihren Sinn. Meine Texte sind mehrmals 1 zu 1 übernommen worden, ebenso wie Bilder. Letztere sind mir Wurscht, aber Contentklau geht schon aus SEO Gründen gar nicht. Dann gibt es eine freundliche Aufforderung den Text zu löschen. Und das ist auch schon tatsächlich eine Abmahnung. Aber eben ohne Kosten für den Abgemahnten. Stellt sich jemand quer oder dumm – und das hatte ich schon, obwohl eine über 2000 Zeichen langer Text inkl. Grafiken geklaut wurde – dann und erst dann gibt es den Rechtsanwalt. Ich mach doch nicht die Arbeit für andere. Also Bitte.