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Friedensnobelpreis für Obama: Warum? Darum!


Friedensnobelpreisträger/coole Sau

Da komme ich nichts ahnend aus der Pressevorführung von Michael Moores „Capitalism – A love story“ (kurz: Moores Meisterstück in der Tradition seiner beiden ersten Filme „Roger & Me“ und „The Big One“ mit kleinen inhaltlichen Schwächen, die man dem Film aber gerne verzeiht, mehr zum Deutschlandstart am 12. November bei den Filmfreunden), da lese ich, dass Barack Obama den Friedensnobelpreis erhält und ohne irgendwas dazu gelesen zu haben (außer der Meldung selbst), weiß ich ja jetzt schon, wie die konservativen Giftspritzen alle Gift spritzen.

Die konservative Zeitung “The Wall Street Journal” reagierte hingegen skeptisch. “Barack Obama gewinnt den Nobelpreis: Wofür?”, kommentierte die Zeitung in seiner Online-Ausgabe. Das sei “grotesk”, hieß es. “Nun kann ein politischer Führer einen Friedenspreis gewinnen, weil er sagt, er wolle irgendwann in der Zukunft Frieden bringen.”

Die sollten aber nicht vergessen, was alleine die Wahl dieses Mannes zum amerikanischen Präsidenten bereits für eine Signalwirkung hat: Eine Nation im Krieg wählt einen Mann, der auf Dialog statt Dominanz setzt, der als Community Manager in Chicago einen etwas anderen Background besitzt, als die Kriegstreiber der Republikaner. Der es alleine mit seiner Präsenz geschafft hat, den Amerikanern die Vision eines erneuerbaren Landes zu geben. Dabei ist es erstmal irrelevant, dass seine Versprechen im Filz der korrupten Bürokratie ins Stocken geraten sind (und deshalb erwähnte ich explizit den Film von Moore, denn der zeigt diesen Filz in aller Deutlichkeit).

Und natürlich, weil der Herr ein Nerd vor dem Herrn ist. Nicht zuletzt deshalb: Glückwunsch Prez! Nicht nachlassen, jetz!

Friedensnobelpreis für Barack Obama – Einfach nur: “Wow!”, Obama: Yes he can.

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71 Kommentare

  1. Wow. Cooles Bild.

    Und cooler Text.

    1# - julia seeliger - 09. Oktober 2009 @ 15:14 Uhr Reply to this comment
  2. Als Begründung für den Nobelpreis reicht mir persönlich – zusätzlich zu den schon von dir genannten Gründen – allein diese Rede vor der UN:

    http://vimeo.com/6727210

    2# - lemabu - 09. Oktober 2009 @ 15:21 Uhr Reply to this comment
  3. so jetzt reichts, das war der letzte klick auf dieser seite von mir!
    ihr linken vollpfosten, lest euch erstmal die vergaberegeln des kommitees durch!
    der schwarze messias hat bis jetzt nichts, aber auch gar nichts geleistet, ausser ganz grossen versprechungen! nach arafat war der preis aber eh nur noch ein witz! mandela, ghandi, die muessten sich beleidigt fühlen!
    den preis hat er bekommen weil er schwarz ist, sonst nichts! die unterstützung in den usa für magic o war zeitweise geringer als bei bush!!
    einfach lächerlich, die gutmenschenschreibe hier!

    und tschuess, wurd mich ja nicht wundern wenn ich von euch linken zensiert werde, argumente habt ihr ja bis jetzt noch nie gebracht, nur vage “gefühle”!

    3# - Alex - 09. Oktober 2009 @ 15:30 Uhr Reply to this comment
  4. Wenn ich groß bin, will ich auch mal einen Nobelpreis gewinnen.

    4# - Manuel - 09. Oktober 2009 @ 15:32 Uhr Reply to this comment
  5. @Alex: Leute, die das Wort Gutmensch negativ benutzen, will ich hier sowieso nicht haben. In diesem Sinne: Gehab Dich wohl.

    5# - René - 09. Oktober 2009 @ 15:35 Uhr Reply to this comment
  6. 6# - Pat - 09. Oktober 2009 @ 15:38 Uhr Reply to this comment
  7. Ich bin kein Gegner von Obama und ich kann auch in gewisser Weise die Argumente des Kommitees verstehen. Das schonmal vorweg. ABER: Der mächtigste Mann der Welt, der zur Zeit 2 Kriege im nahen Osten führt hat meiner Meinung nach nicht das Recht auf einen FRIEDENSNobelpreis. Das passt einfach nicht. Jetzt sind nur seine reinen Intentionen für Frieden, Verhandlungen und Nuklearabschaffung belohnt worden. Es wäre doch sinnvoller man überreicht ihm den Preis erst dann, wenn er dies auch umgesetzt hat.

    7# - Tobi - 09. Oktober 2009 @ 15:50 Uhr Reply to this comment
  8. Hm, hat Obama den Preis wirklich mehr verdient als Ghandi? Der hat ihn nämlich nciht bekommen…

    8# - Alphager - 09. Oktober 2009 @ 15:53 Uhr Reply to this comment
  9. Guter Wille allein zählt also schon? Super. dann regnet es demnächst Friedensnobelpreise für 5% der Weltbevölkerung.

    Aber klar, jetzt bin ich konservativ. Nur weil ich kein Jubelperser bin, der vollkommen unreflektiert Hurra schreit.

    Demnächst Friedensnobelpreis für Ströbele, Lady Di, Liam Gallager, Dieter Nuhr, Volker Pispers, Steve Jons, Bill & Melinda Gates und Ursula von der Leyen.

    Obama ist der Messias! Er ist liberal, schwarz und hat einen iPod! Taten zählen nicht, Image ist alles heutzutage. Wozu warten bsi jemand etwas erreicht hat, wofür jemand zu stehen scheint reicht doch vollkommen damit wir ihn anbeten.

    Ich bin pro Obama, aber das mit dem Preis ist lächerlich.

    “Friedensnobelpreis für Obama: Warum? Darum!”

    Ich kann nur hoffen das war ironisch gemeint. Ich fürchte aber das ist nicht der Fall.

    9# - public - 09. Oktober 2009 @ 15:56 Uhr Reply to this comment
  10. Nee, René, echt…
    Schon klar, das BO’s Wahl zum Präsidenten ein Meilenstein war, aber dafür müsste höchstens das amerikanische Volk ausgezeichnet werden. Bei einem US-Präsidenten, der noch den Grossteil seiner Amtszeit vor sich hat, ist die Vergabe dieses Preises einfach nur dumm.
    Könnte zum Beispiel locker passieren, das der Friedenspräsident am Ende (OK, direkt nach Dubya) hauptverantworlich für ein im Bürgerkrieg zerrissenes Afghanistan stehen bleibt, oder das es im Irak wieder härter zur Sache gehen wird, oder, oder, oder…
    Ich hätte gehofft, das er sich den Nobelpreis in den nächsten Jahren _verdient_, anstatt Ihn so einfach abzustauben.

    10# - david - 09. Oktober 2009 @ 15:58 Uhr Reply to this comment
  11. Das der Friedensnobelpreis nicht nur geschaffene Tatsachen ehrt, ist nicht neu. Schaut euch die Auszeichnungen von Willy Brandt od. Michail Gorbatschow an. Beide IN ihrer Amtszeit.
    Und mit dem Verständnis, dass eine solche Ehrung auch die Visionen der betreffenden Personen anschieben sollten.
    Die wirkliche Tragweite erschließt sich immer erst später.
    Meine Zustimmung hat die heutige Entscheidung!

    11# - Jensen - 09. Oktober 2009 @ 16:11 Uhr Reply to this comment
  12. ich finds auch albern.
    Pfff der ist doch erst n paar Monate im Amt!

    lächerlich.

    12# - mtz - 09. Oktober 2009 @ 16:19 Uhr Reply to this comment
  13. Ne Marionette kriegt nen Preis, toller Preis…
    Kriegstreiber Kissinger hat den auch mal bekommen, sagt alles oder?
    Die Jury ist ..,naja nicht aufregen

    13# - Mone - 09. Oktober 2009 @ 16:25 Uhr Reply to this comment
  14. Die Entscheidung ist eine politische Farce, bis auf den gecancelten Raketenschirm hat er nur gute Worte und 1,5 Billionen Dollar Neuverschuldung hervorgebracht.

    Und das du den flachen Polemiker Michael “What did capitalism for me”-Filmmillionär Moore und seinen unreflektierten, oberflächlichen Schundfilm toll findest, war eigentlich klar, ist aber eher traurig.

    14# - Boldor - 09. Oktober 2009 @ 16:25 Uhr Reply to this comment
  15. @René: Gutmensch ist immer ein negatives Wort. Menschen die nach außen gut sind, werden insbesondere in der Politik nie was gutes erreichen. Obama ist das beste Beispiel: Er schafft es noch inkompetenter und dümmer zu sein als sein Vorgänger.

    15# - Peter - 09. Oktober 2009 @ 16:30 Uhr Reply to this comment
  16. @MONE

    ohne Kissingers Nahost-politik in den 80ern, würde es da unten heute ganz anders aussehen..und das meine ich nciht im positiven Sinne!
    ich empfehle auch mal Begründungen der Auszeichnungen zu lesen und die war im Falle Kissinger durchaus gerechtfertigt..
    was der Mann sonstso gemacht hat und was später über seine Amtszeit herauskam ist z.T. scharf zu verurteilen..aber dafür wurde er nicht ausgezeichnet und die Verleiher sind keine Hellseher..und zurückgenommen wurde ein Friedensnobelpreis meiner Kenntnis nach auch noch nicht.

    16# - Jensen - 09. Oktober 2009 @ 16:35 Uhr Reply to this comment
  17. Er macht doch viel für den Frieden, er schickt zb erstmal neue Truppen nach Afghanistan damit die schneller dort aufräumen können.
    Ich finds super, …nicht.

    Versteh auch nicht was mit “yes we can” gemeint ist…um was geht es denn eigentlich?

    but strange things happen…
    http://www.welt.de/politik/article2953583/Barack-Obama-ein-knallharter-Opportunist.html

    17# - INDIVIDUAL - 09. Oktober 2009 @ 17:00 Uhr Reply to this comment
  18. WEiß gar nicht, was Alex für ein Aufhebens macht, ihn vermisst doch keiner?

    18# - Manuel - 09. Oktober 2009 @ 17:01 Uhr Reply to this comment
  19. Obama sollte den Preis ablehnen, mit der Begründung, dass er ihn gerne haben würde, aber erst, wenn er wirkliche außenpolitische Durchbrüche erzielt hat. Innenpolitisch macht ihn dieser Nobelpreis unglaublich angreifbar und außenpolitisch ist er nur die Fortsetzung eines Hypes, der sich vor allem auf die negativen Erfahrungen mit seinem Vorgänger bezieht und das man es jetzt endlich anders machen muss.
    Es sind die Geister, die er selbst gerufen hat, damals vor der Siegessäule in Berlin, und die er jetzt nicht mehr los wird. Langsam verfestigt sich in mir das Bild, dass Obama ein Jimmy Carter werden könnte, keine lame duck wie GW Bush immerhin, aber längst nicht das, was alle von ihm erwarten.
    Die USA sind momentan in der entscheidenden Phase ihrer zivilisatorischen Entwicklung nach dem Wegfall der Bipolarität angelangt und tief gespalten. Dieser Preis, so ehern die Gründe dafür sind, so elequent Obamas Reden auch sein mögen, wird diesen Riss wahrscheinlich nur vertiefen. Menschen, die George Bush als Präsident wollten, werden nichts mit einem Präsidenten anfangen können, der keinen Bezug zu den Staaten des Mittleren Westens hat und sie, wie sie meinen, nicht vertritt. Menschen, die Bush gewählt haben, werden Obama jetzt um so mehr das Leben schwer machen. Obama braucht keine Vorschusslorbeeren aus Oslo, sondern Konsenswillen der Republikaner in Washington. Und den hat er in den letzten acht Monaten nicht bekommen. In den USA wird sich dementsprechend, meines Erachtens nach, nicht viel bewegen. Und wer außenpolitisch seine Hand ergreifen will, steht auch in den Sternen, schließlich reicht es Ahmadinedschad und Konsorten zu sagen “Schön, dass da jetzt ein anderer am Ruder ist.” Mehr wird aus denen höchstwahrscheinlich nicht rauszuholen sein.
    Letztes Jahr (?) war es Al Gore, dieses Jahr Obama. Bei erstgenanntem konnte man es vielleicht noch ungefähr verstehen. Dieses Jahr hält sich mein Verständnis aber deutlich in Grenzen.

    19# - Anmerkungsmann - 09. Oktober 2009 @ 17:07 Uhr Reply to this comment
  20. bitte hört doch mal auf mit dem obama-gekreische, gehype und dem ganzen scheiss

    der friedensnobelpreis kommt viel zu früh für ihn (wenn er ihn denn überhaupt irgendwann mal verdient) und setzt ihn eher mehr als weniger unter druck

    und wenn seine wahl und seine reden – und die damit geweckten hoffnungen – der grund sind, sollte das amerikanische wahlvolk eher den nobelpreis bekommen

    greetz

    20# - John - 09. Oktober 2009 @ 17:21 Uhr Reply to this comment
  21. Ein reddit-user hat es hier ( http://www.reddit.com/r/reddit.com/comments/9sclo/obama_is_awarded_the_nobel_peace_price/c0e7i3e ) meiner Meinung nach sehr gut geschrieben:

    “Let me, as a Norwegian, say that I am profoundly ashamed of the decision of the Norwegian committee.

    I think this is just a trick to get a sitting american president to visit Norway. This is a suck-up of ridiculous proportions, and the once-relevant peace prize has been reduced to a simple political tool of inner Norwegian domestic affairs.

    The prize should be given to people who stand in the front line against violation of human rights. People who risk their life every day for the cause. It’s them that really need the support of a prize like this.”

    Vor allem die letzten drei Sätze sind absolut zu unterstreichen. Von daher kann ich auch die Kritik von Alex irgendwo verstehen. Allerdings ist es nie ne gute Sache, schon im zweiten Satz eines Posts n Schimpfwort mit reinzubringen.

    21# - Simon - 09. Oktober 2009 @ 17:28 Uhr Reply to this comment
  22. danke @Simon

    22# - Felix - 09. Oktober 2009 @ 17:38 Uhr Reply to this comment
  23. Kann man dich na nur anschließen. Obama schön und gut aber Friedensnobelpreis? Das “Wofür” ist eine berechtigte Frage.

    23# - Senfgeber - 09. Oktober 2009 @ 18:01 Uhr Reply to this comment
  24. Politcore.de hat wieder zugeschlagen. Gefällt mir!

    Da kann man sich wenigstens künstlich aufregen.

    Starwars und Zombies bieten da weniger Reibungsfläche ;o)

    24# - Party McFly - 09. Oktober 2009 @ 18:09 Uhr Reply to this comment
  25. “so jetzt reichts, das war der letzte klick auf dieser seite von mir!”

    Welch Tragik. Einer weniger.

    25# - The Juice Weasel - 09. Oktober 2009 @ 18:57 Uhr Reply to this comment
  26. find ich auch ziemlich komig von dir. obama-hype der extraklasse. und du machst mit. wuhu.

    super, der mann wurde gewählt und verdient dadurch den friedensnobelpreis? weil er schwarzer ist oder was? weil er darüber REDET guantanamo zu schließen? mach ich auch. weil er vermitteln WILL zwischen israel und palästina? würd ich auch gern machen. weil er sich für die gesundheitsreform einsetzt? bin ich auch dafür.

    warum bekomm ich keinen? weil ich nicht in den medien bin und das nicht der welt sagen kann? es gibt millionen menschen, die diesen preis mehr verdient hätten als obama.

    ich mag den typen, auch wenn ich misstrauisch bleibe. diese verleihung hat wieder etwas sehr popularisierendes. ja guckt ma, was fürn geiler typ dieser obama ist.

    ich freu mich schon wenn alle obama anhänger nach seiner amtszeit mal resümieren, wo er nun endlich “change” gebracht hat, und wo nicht.

    jeder der der verleihung beifall klatscht sollte mal echt drüber nachdenken, was der typ bisher GETAN hat, außer viel zu labern.

    26# - ötze - 09. Oktober 2009 @ 19:01 Uhr Reply to this comment
  27. ….ich muss grad’ an die “Chaaaaaaange!”-Southparkfolge denken… ^^

    Und hat Obama nicht die skrupellosen (weil nicht belangbaren) Blackwatereinheiten nach Afghanistan geschickt?

    und was ist noch, so nebenbei in dem “Obama-Buch” zu finden?

    “Während des Wahlkampfes hat er schon die Bombardierung der pakistanischen Grenzgebiete gefordert. In seinem Buch verallgemeinert er seine Herangehensweise zu militärischem Eingreifen durch US-Truppen: “/Wir haben das Recht auf unilaterale Militäraktionen, um eine immanente Gefahr für unsere Sicherheit abzuwehren — so lang eine immanente Gefahr als Nation, Gruppe oder Individuum verstanden wird, welche aktiv einen Angriff auf U.S.-Ziele (oder Verbündete, mit welchen die USA Verteidigungsabkommen haben), vorbereitet oder die Mittel hat oder entwickelt dies in unmittelbarer Zukunft zu tun./” Mit diesem verwinkelt formulierten Satz sagt uns Obama
    nichts anderes als dass er zum Beispiel einen Angriff auf den Iran durchaus als legitim betrachten würde.”

    Change my arse!

    27# - 3rd Engine - 09. Oktober 2009 @ 19:08 Uhr Reply to this comment
  28. hoffentlich lehnt er den preis ab

    28# - PG - 09. Oktober 2009 @ 19:09 Uhr Reply to this comment
  29. hätte obama nicht gewonnen, hätte rene der nobel jury vermutlich rassismus vorgeworfen.

    29# - 909 - 09. Oktober 2009 @ 19:12 Uhr Reply to this comment
  30. Ciao Alex! (hoffentlich hälst du dein versprechen)
    DANKE Rene! – ich les eigentlich “nur” deine “politische” Beiträge und oft drücken sie genau das aus was ich denke und nur schwer in Worte fassen kann.
    Die Welt hat sich schon jetzt durch Obama geändert,Diaolog statt Krieg.
    Die Auszeichnung ist ein Signal und eine ermutigung an die Welt sich an diesem Dialog zu beteiligen und die Welt endlich wirklich zu verändern.
    Mutig ,statt besitzstandwahrend wie die Republikaner derzeit bei der Krankenkassendebatte.

    30# - herr günni - 09. Oktober 2009 @ 19:13 Uhr Reply to this comment
  31. Ich behaupte mal sehr dreist, es gibt viele Menschen die mehr für den Frieden tun als Obama. Von daher wirkt die Vergabe mehr als Suspekt. Sich hier über Leute zu beschweren, die nach dem “Wofür?” fragen finde ich dann mal sehr blauäugig.

    31# - 2101 - 09. Oktober 2009 @ 19:19 Uhr Reply to this comment
  32. Ich finde es taktisch interessant und sehr verantwortungsbewusst vom Kommitee, dem Herrn quasi als Vorschusslorbeeren für die von ihm noch zu erbringenden Leistungen den Preis zu verleihen, um ihn so vor der Weltöffentlichkeit unter subtilen Druck zu setzen und ihn an seine Aufgabe zu erinnern.
    Kann ich nachvollziehen und gutheißen.

    Ob das die Aufgabe des Kommitees und der Sinn und Zweck des Nobelpreises ist, das mag ich jedoch zu bezweifeln.

    Ist das der Wertewandel? Daß wir Leistungen nicht mehr belohnen, sondern durch Belohnungen lächelnd erzwingen müssen?

    32# - Troll - 09. Oktober 2009 @ 19:20 Uhr Reply to this comment
  33. Wie offensichtlicher kann man noch arschkriechen, als es diesen sog. Komitee tut? Jeder, der einigermaßern objektiv denkt, wird bestätigen, dass Obama nicht nur den Preis nicht verdient hat, sondern mittlerweile viel Mist gebaut hat. Und nur weil er etwas will, bekommt er auch noch den Preis! Ich will den Weltfrieden! Gibt mir den Preis!

    33# - Die Japaner - 09. Oktober 2009 @ 19:28 Uhr Reply to this comment
  34. und alle so: yeeaah!
    finds auch verdient. doch die nachricht von der SUPERBOMBE
    spricht gegen diese verleihung.

    34# - Joe - 09. Oktober 2009 @ 19:29 Uhr Reply to this comment
  35. Ich bin normalerweise ja ein sehr netter Mensch, aber das hier ist …. verbaler Dünnschiss auf nichtmal besonders hohem Niveau.
    Dieser Preis ist einfach unglaublich unverdient. Er hat bisher noch genau garnichts geschafft außer gewählt zu werden (was natürlich schon eine Leistung ist). Ich finde, Obama hat bisher einen guten Präsidenten abgegeben, allerdings ist der gute Mann noch nichtmal ein Jahr im Amt.
    Es ist es eine Farce, einem Staatsmann im ersten Viertel seiner Amtszeit einen solchen (wichtigen) Preis zu verleihen…

    Just my 2 Cents

    lg,
    Jules

    35# - Jules - 09. Oktober 2009 @ 19:32 Uhr Reply to this comment
  36. Hach ich würd mich einfach freuen für den guten alten Barry.

    36# - qshi - 09. Oktober 2009 @ 19:39 Uhr Reply to this comment
  37. Nenn mich konservativ, aber ich sehe das ganze auch mehr als skeptisch.
    Klar, es ist erstaunlich, dass ein Mann, dazu noch ein Schwarzer (oder gerade auch deswegen, wer weiß) es geschafft hat, die ganze Welt so von seinen Visionen zu überzeugen und ihnen Hoffnung zu geben.
    Aber er hat nun mal nocht nichts vollbracht bisher.
    Und bei aller Liebe, aber wenn ich mich entscheiden müsste, ob ich den Preis, das Geld und vor allem die symbolische Wirkung einem Präsidenten gebe, der effektiv bisher noch nichts für den Frieden getan hat (er mag erste Schrittchen getan haben, aber es gibt noch keinen annähernden Effekt) oder aber einem Menschen, der tagtäglich (ohne Bodyguards, ohne Securitys) sein Leben riskiert um Frieden oder auch Menschenrechte zu verteidigen bzw. wiederherzustellen… dann ist wohl offensichtlich, wem ich den Preis gebe.

    EDIT:
    Ganz OT, aber wie leichtfertig du einen (anscheinend bisher?) treuen Leser loslässt (obgleich sein Comment eleganter hätte klingen können), René, finde ich bedenklich.
    Ich lese auch schon etwas länger mit und finde es schade, dass du so etwas (offenbar?) nicht zu schätzen weißt. (Das klingt jetzt vielleicht vorurteilig und hart, aber so wirkt der kurze Wortaustausch da oben auf mich.)

    37# - Sandra - 09. Oktober 2009 @ 19:41 Uhr Reply to this comment
  38. Der Friedensnobelpreis wird unter anderen für eine Atomwaffen freie Welt verliehen, wobei Nobel doch selbst schreckliche (Massen) Vernichtungswaffen befürwortet hat!!!

    38# - John - 09. Oktober 2009 @ 19:56 Uhr Reply to this comment
  39. LOL – ihr verblendeten Commies, huldigt nur weiter eurem Erlöser, BO wirds euch schon zeigen…

    http://www.youtube.com/watch?v=KrpRocaEfQE&videos=h8WcOS366P4&playnext_from=TL&playnext=1

    @mcfly: politcore.de triffts schon ganz gut, linkscore.de wär passender…

    zu FRIEDEN: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,654036,00.html

    39# - Icke - 09. Oktober 2009 @ 20:00 Uhr Reply to this comment
  40. fähnchen im winde oder was is hier los? mindestens die hälfte von euch hat doch auch YEEAAH geschrien als er sich zur (präsidenten)wahl stellte und diese auch gewann. zu dem zeitpunkt hatte er auch noch nichts geleistet und wurde dennoch mit diesem amt honoriert, welches wohl mehr bedeutung hat als der friedensnobelpreis…

    die erste intention für die preisvergabe war wohl das signal welches er zu senden vermochte, die zweite intention wahrscheinlich, daß er sich seiner worte erinnert und diesen wichtigen preis als ansporn nimmt ein präsident des friedens und des dialogs zu werden. was man ja nicht unbedingt von einem amerikanischen präsidenten erwarten kann/soll/muss… ein wirklich grosse chance das weltpolitische bild zu wandeln. ob das sinn und zweck dieses preises ist, sei mal dahingestellt. aber diesen versuch der einflußnahme halte ich für absolut notwendig und gerechtfertigt. daher geht die verleihung auch in ordnung…

    40# - Marcello - 09. Oktober 2009 @ 20:13 Uhr Reply to this comment
  41. @marcello

    wahre worte.

    Obamas “Dankesrede” erklärt es selbst sehr gut..
    der Preis nicht als “Auszeichnung”, sonder als “Aufgabe”…

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,654328,00.html

    nough said

    41# - Jensen - 09. Oktober 2009 @ 20:26 Uhr Reply to this comment
  42. “Die Welt hat sich schon jetzt durch Obama geändert,Diaolog statt Krieg.”

    Wo?

    42# - martin - 09. Oktober 2009 @ 20:37 Uhr Reply to this comment
  43. Also ich freu mich wie’n Schnitzel. Ich finde Preise jeglicher Art zwar generell überbewertet, aber die Entscheidung finde ich okay. Der Preis wird eine vorgegebene Richtung unterstützen. Obama alleine kann eh nichts ändern, auch wenn er gerade Präsident ist; das Ganze muss zu einem dominierenden Gedanken in der Gesellschaft werden, damit das funktioniert.

    Im Testament vom Noblen Ali steht sowieso, dass der “Preis an diejenigen ausgeteilt werden soll[en], die im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht haben.”
    Ein Jahr ist eine recht kurze Bewertungsspanne, demnach schätze ich den Preis ohnehin als eine Art aktuelles, politisches Werkzeug ein, dass ganz klar Einfluss auf das Zeitgeschehen nehmen soll und nicht erst 50 Jahre später verliehen wird, wenn >50% der Historiker zu dem Schluss kommen, dass das damals ganz ganz toll gemacht war.

    43# - Ivor Bigbotty - 09. Oktober 2009 @ 21:02 Uhr Reply to this comment
  44. “The prize should be given to people who stand in the front line against violation of human rights. People who risk their life every day for the cause. It’s them that really need the support of a prize like this.”

    WORD!

    wie zynisch is es denn einem mann der krieg führt den friedensnobelpreis zu geben? zzzz

    44# - Anonymous - 09. Oktober 2009 @ 21:08 Uhr Reply to this comment
  45. Mein erster Gedanke war:

    “Jetzt schon?”

    Und dann: “Okay, er hat die Stimmung auf der ganzen Welt total geändert und auch ich persönlich hab meine Einstellung zu den USA um 180 Grad gedreht!”

    @Alex: Falls du das hier noch lesen solltest, hau endlich ab ;-)

    45# - Norman E. - 09. Oktober 2009 @ 21:21 Uhr Reply to this comment
  46. Die Kenianerin Wangari Muta Maathai hat den Friedensnöbelpreis 2004 bekommen. Einer der wichtigsten Gründe dafür, war ihr Einsatz für Umweltschutz. Gut, danach kam noch Al Gore mit seinem Manbearpig aber die Idee ist folgende: Umweltschutz ist ein Direkter Beitrag zum Frieden. Erstens entstehen durch Umweltzerstörung schon jetzt Kriege, zweitens ist ein Leben in Angst vor den Folgen der Umweltzerstörung kein friedliches Leben.
    Ein Grund dafür, dass der Preis an Obama geht und der hier bisher nicht auftauchte, ist, dass Obama die Position der USA gegenüber dem Umweltschutz um fast 180° gedreht hat. Auch hier geht es erst einmal um ein Signal. Die USA haben unter Bush vieles im Bereich Umweltschutz blockiert, das wird jetzt anders, aus dem Blockierer soll ein Vorreiter werden. Es geht um den Optimismus, der dadurch ¡weltweit! entsteht.

    Das ist wie gesagt nur ein weiterer Grund.

    46# - Theo Icks - 09. Oktober 2009 @ 23:57 Uhr Reply to this comment
  47. @Theo Icks
    danke, bin ich wenigstens nicht der einzige der das so sieht.

    Kann nicht verstehen was hier einige nach dem Warum fragen, er hat noch nix geleistet blblablub… Der Mann hat es geschaft das die USA nicht mehr als Kriegstreiber no.1 da stehen. Was kann er dafür das er 2 Kriege von Bush an der Backe hat die man leider auch nicht so einfach beenden kann. Einfach mal den letzten Spiegel lesen, dann wird einigen vielleicht klar in was für einer scheiss Lage dieser Präsident eigentlich steckt.

    Es geht einfach um die Signale die Obama sendet, und allen Skeptikern kann ich nur sagen, er ist Präsident und kein Diktator der einfach mal alles nach seinem Kopf ändern kann.

    47# - arealfake - 10. Oktober 2009 @ 01:52 Uhr Reply to this comment
  48. Also ich finde das schon ziemlich albern.
    Wer glaubt, dass Barack Obama (der Präsident eines Landes, das de fakto zwei Kriege am laufen hat plus Foltercamps) der Mensch ist, der von allen lebenden Menschen am meisten für Frieden in der Welt getan hat, den kann ich nicht ernst nehmen.
    Nicht, dass ich Renés wechselhafte und undifferenzierte politischen Meinungen jemals ernst genommen hätte.

    48# - aida - 10. Oktober 2009 @ 01:53 Uhr Reply to this comment
  49. Tag auch,

    ich möchte allen an dieser Stelle einmal kurz die Gelegenheit geben, einmal darüber nachzudenken wen wir genausogut anstelle vom jetzigen 44ten Präsident der USA, für volle 4 Jahre hätten bekommen können.

    John McCain mit Vicepresident Sarah Palin!

    Noch einmal: John McCain als Präsident auf volle 4 Jahre mit seiner Vizepräsidentin Sarah Palin!

    Und? Besser?

    Vor allem: Jeder der darüber schwafelt dass der Präsident der USA ja nur große Reden schwingen würde und nichts verändern würde, hat sowieso erst einmal die Rolle des Präsidenten, sowie allgemein das grundlegende politisches System der USA nicht ganz verstanden.

    Der Präsident darf keine Gesetze schreiben, erlassen oder verbieten. Er kann allemal ein Veto für ein Gesetz einlegen, was aber mit einer Zweidrittelmehrheit vom Senat und Kongress immernoch übertrumpft werden kann. Er darf EO’s aufsetzen, welche aber keine bestehenden Gesetze anschneiden, verbieten oder übertreten dürfen und er darf im Kriegsfall schließlich als oberster Befehlshaber aller Truppen agieren, insofern ihm dies der Kongress und der Senat zugestatten. Siehe Bush, Nixon, etc.

    Wenn kein Krieg herrscht, hat der gute Mann gefälligst für ein positives Bild in der Außenpolitik zu sorgen und sich dann und wann einmal beim Kongress zu melden um seine Rede zur Lage der Nation zu halten.

    Desweiteren: Obama ist zwar Demokrat, dass heißt aber nicht das alle anderen Demokraten hinter ihm stehen müssen, wie bei unseren “Parteienzwang”. Jeder einzelne Abgeordnete ist nur sich und seinem Staat bzw. seinen Wählern Rechenschaft schuldig. Keine Partei. Keine Parteimitglieder. Kein Zwang.

    Democratic und Republic dienen eher als grobe Richtungsangaben, denn als wirkliche Parteien. Und das wiederum heißt, dass die Abgeordneten der Repräsentantenhäuser, trotz gleicher “Partei”, auch bewusst gegen den Präsidenten arbeiten können und erst recht, das Sie nicht unbedingt seine Meinung vertreten müssen, was eigentlich die Regel ist und nicht die Ausnahme.

    Das amerikanische System ist wesentlich lauter als das Deutsche und auch wesentlich kommunaler als das unsere. Vergleicht es (sehr grob) mit der EU, wobei Deutschland ein einzelner Staat wie Kalifornien ist und die EU in Brüssel halt die Bundesregierung, wir aber trotzdem unsere ganz eigenen Gesetze haben, so wie bisher halt auch.

    Es ist nicht DIE USA sonder es sind 50 einzelne Staaten, die “Vereinigt” sind. Und jeder Staat hat seine eigenen Waffengesetze, Steuergesetze und Alkoholgesetze. Nicht die USA haben die Todestrafe, sondern 38 Staaten der USA haben eine Todestrafe. Und zwar aufgrund dessen, weil sich die Bürger dieser 38 Staaten hierfür entschieden haben und die anderen 12 dagegen.

    Fazit: Der Präsident ist offiziell nur auf dem Papier und im Kriegsfall, der mächtigste Mann der Nation bzw. wie wir es auch gerne behaupten “der Welt”. Im gegenüber stehen 2 andere Schwergewichte, nämlich die Repäsentantenhäuser und der Oberste Gerichtshof bzw. Supreme Court. Da beide genannten Institutionen nun aber 95% der wichtigen Entscheidungen im Land treffen, die Amerikaner aber auf “Check and Balance” ziemlich abfahren und im Kriegsfall nunmal schnelle Entscheidungen haben wollen, hat man die Rolle des Präsidenten entwickelt.

    Wenn ihr sauer auf bisher, eures Erachtens nach, ungeleistete Wahlversprechen seid, beschwert euch doch bitte erstmal bei den Abgeordneten und der amerikanischen Verfassung, die nämlich nunmal gottseidank vorsieht, dass der Präsident nicht einfach mal eben so, alles machen kann und darf was er halt so will. Es sei denn eine Notsituation, wie z.B. ein Kriegsfall verlangt schnelle Vorgehensweise und zügiges Handeln.

    Bush hatte hierzu die Möglichkeit, weil er auf 9/11 reagieren sollte in seiner Rolle als Präsident. Obama hat diesen Freifahrtsschein nicht, soll jetzt aber trotzdem den Karren von Georgie aussem Dreck ziehen!

    Und wie ich finde, macht er das bisher eigentlich recht ordentlich, zumindest insoweit er es kann!

    49# - ViNCENT - 10. Oktober 2009 @ 02:11 Uhr Reply to this comment
  50. @Vincent
    Ich denke niemand hier widerspricht deiner unausgesprochenen These, daß jeder Mensch, der nicht John McCain ist allein dadurch schon den Friedensnobelpreis verdient hat.

    50# - Troll - 10. Oktober 2009 @ 03:17 Uhr Reply to this comment
  51. …möchte wissen, was die in oslo rauchen und bestelle schon mal auf doof ein kilo von dem sheic…

    51# - der_rex - 10. Oktober 2009 @ 07:16 Uhr Reply to this comment
  52. Ein Kommentar von Stefan Kornelius in der Süddeutschen:
    “(…)
    Der Preis braucht Obama
    Das Nobel-Komitee hat die Chance vertan, den Preis jenen zuzusprechen, die ihn wirklich gebraucht hätten: chinesischen Dissidenten, russischen Menschenrechtlern, den Demonstranten in Iran, dem Pfarrer Führer aus Leipzig stellvertretend für alle Montagsdemonstranten. Barack Obama braucht den Preis nicht. Der Preis braucht Obama.”

    http://www.sueddeutsche.de/politik/126/490502/text/

    52# - Rox - 10. Oktober 2009 @ 10:20 Uhr Reply to this comment
  53. Es ist eine falsche Entscheidung des Komitees. Und sie hat deshalb auch keine positive Signalwirkung. Obama hat in der Realpolitik noch fast nichts erreicht. Klimatische Verbesserungen allein werden nicht ausreichen, um den Vertrauensvorschuss zu rechtfertigen, den ihm so viele Menschen entgegen gebracht haben. Ich halte die Verleihung schlicht für verfrüht und deshalb sogar für kontraproduktiv.

    53# - Horst Schulte - 10. Oktober 2009 @ 10:40 Uhr Reply to this comment
  54. @ Vincent: “John McCain mit Vicepresident Sarah Palin!”

    …nein, das wäre nicht die einzige Alternative. Es hätte ja auch Kucinich oder Ventura sein können!

    @ Aerealfake: “Einfach mal den letzten Spiegel lesen”

    Wieviel Objektivität erwartest du von einem Springerschmierblatt?

    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/zivilisten8.html

    Auf der einen Seite fordert Obama Respekt vor der muslimischen Bevölkerung & auf der anderen Seite bombardiert er pakistanische Dörfer!
    Hallo? Merkt irgendjemand noch was?

    an alle anderen “Chaaaaange”-Schreier:
    Wacht endlich auf! Es ist lediglich der Schauspieler ausgetauscht worden, mehr nicht!

    54# - 3rd Engine - 10. Oktober 2009 @ 11:04 Uhr Reply to this comment
  55. “Klimatische Verbesserungen allein werden nicht ausreichen, um den Vertrauensvorschuss zu rechtfertigen, den ihm so viele Menschen entgegen gebracht haben. ”
    Die Doppeldeutigkeit in diesem Satz ist ganz witzig.

    Der Vertrauensvorschuss ist Rechtfertigung für den Preis, da der Preis jenen manifestiert! Viele schreiben hier Sachen wie “Wieso, ich bin auch gegen Friek, warum bekomme ich keinen Friedensnobelpreis?” Ganz einfach: Euch hören 50 Leute bei Nerdcore zu, Obama die halbe Welt.

    Mich selbst ekelt diese messianische Erwartung an die Obamaerlösung eher an. Und zwar genau deswegen: sie hat etwas religiöses an sich. Andererseits ist dieser Glaube an Obama ein Quantum Optimismus in einer von Niedergeschlagenheit geprägten Welt. Trotz enormer Technischer Fortschritte glaubt niemand die großen Probleme der Menschheit in greifbarer Nähe, was ein Grund ist, warum diese ungelöst bleiben werden. Aber Obwohl Obama im Grunde ein ziemlich kleiner Wicht ist, gibt er vielen Menschen die Hoffnung, dass sich das alles ändern kann. Das hat nicht nur symbolischen, sondern auch einen ganz starken praktischen Nutzen. Resigniert erreicht man nichts, naiv, idealistisch und voller Hoffnung auch nicht aber man Versucht es wenigstens.

    Außerdem wird Obama sowieso bald erschossen werden, dann ist man vielleicht ganz froh, ihm zu Lebzeiten einen Nobelpreis gegeben zu haben und nicht erst post mortem.

    55# - Theo Icks - 10. Oktober 2009 @ 11:23 Uhr Reply to this comment
  56. Sehe diese Preisvergabe auch sehr kritisch und ich bin nun wirklich kein Konservativer. Ich finde es schon grenzwertig, einen solchen Preis jemandem zu verleihen, der bislang noch nicht wirklich irgendwas weltbewegendes in seinem Amt bewirkt hat. Die Wahl an sich ist natürlich ein gutes Zeichen gewesen und mehrt auch die positiven Blicke in die Zukunft, das ändert jedoch nichts an der vorhergehenden Aussage. Zumal damit viele Menschen nicht geehrt werden, die ihr ganzes Leben lang sich für den Weltfrieden einsetzen und nicht nur mit schön geschriebenen Reden, die sie dann ablesen, auf sich aufmerksam machen.

    56# - karmacoma - 10. Oktober 2009 @ 13:03 Uhr Reply to this comment
  57. “Das Nobel-Komitee hat die Chance vertan, den Preis jenen zuzusprechen, die ihn wirklich gebraucht hätten: chinesischen Dissidenten, russischen Menschenrechtlern, den Demonstranten in Iran, dem Pfarrer Führer aus Leipzig stellvertretend für alle Montagsdemonstranten.”

    Hallo? Also erstmal braucht niemand diesen Preis. Ganz ehrlich nicht. Es ist eine nette Geste, aber wenn es keinen Friedensnobelpreis gäbe, dann würde die Welt sich trotzdem weiterdrehen. Und es springt auch kein Nominierter von der Brücke, weil er den Preis nicht gewonnen hat und ihn unbedingt gebraucht hat. Pfarrer Führer sowieso nicht. Und warum ausgerechnet er, stellvertretend für alle Montagsdemonstranten? Warum nich mal einen klugen atheististischen Kopf?

    Der Preis ist doch nur ein Oscrar der guten Gesten und beim Oscar gewinnt auch nicht immer der beste Film.

    57# - Manuel - 10. Oktober 2009 @ 13:16 Uhr Reply to this comment
  58. @57# – Manuel

    Ja, generell kann man über den Sinn des Preises streiten.
    Da er aber nun mal existiert und enormes Gewicht hat, muss man auch überlegen, wer Ihn (mehr) verdient hätte.

    Ansonsten erzählst du ziemlichen Bockmist.
    Die Montagsdemos hatten seiner Zeit einen enormen Impact und wären auch ein Symbol für Menschen im Iran oder China oder Nordkorea oder sonstwo, die sich gerade gegen deren Regime erheben.

    Dort wäre das “Zeichen” Friedensnobelpreis absolut zu Recht angesiedelt. Scheiß egal, ob die Aktivisten von damals katholisch, evangelisch,atheistisch oder grünweiß-gestreift waren. Darum geht es doch gar nicht! Christian Führer und Christoph Wonneberger sind in erster Linie mal Menschen.
    Menschen, die was getan haben. Mit der Nikolaikirche als Nabel des Ganzen.

    Und einem russischen Menschnrechtler und seine Sache mit Geld und Aufmerksamkeit zu Unterstützen ist weit, weit, weit nützlicher also beides Obama zukommen zulassen, der beides bereits hat, bzw. dem beides sogar eher noch schadet. Da gibt es überhaupt keinen Diskussionsbedarf.

    58# - Rox - 10. Oktober 2009 @ 13:42 Uhr Reply to this comment
  59. Was man mal bedenken sollte:
    Obama wurde am 20.01.09 zum Präsidenten ernannt. Die Nominierung für den FNP09 musste am 10.02.09 (oder 01.?) erfolgen. Als Obama also für den FNP nominiert wurde, war er grade mal 10 (oder 20) Tage im Amt.
    Würd mich ja brennend interessieren wer ihn da nominiert hat!
    Denn zu dem Zeitpunkt hat er (ausser seinem Wahlkampf 2.0) nun wirklich noch nicht viel gemacht. Selbst seine ach so historische Rede in Kairo war erst später nech?…

    da sieht man mal schön das heutzutage selbst der FNP nur noch ein medienwirksamer Witz ist. Das hat NICHTS mehr mit der ursprünglichen Intention dieses Preises zu tun – der wurde, wie so vieles andere, von den grauen Eminenzen gehijacked – leider.

    Und jetzt nennt mich polemisch, aber aus der Sicht gesehen passt der FNP zu Obama wie die Faust aufs Auge: “gemachter Star bekommt für hohle Phrasen einen wertlosen Preis” und die Mächtigen klatschen sich gegenseitig Applaus zu hinter den Kulissen.

    59# - creamneuron - 10. Oktober 2009 @ 14:15 Uhr Reply to this comment
  60. @Rox: Auch Du solltest einen Unterschied machen, zwischen ob man einen Preis verdient hat oder ob man ihn braucht.

    60# - Manuel - 10. Oktober 2009 @ 14:19 Uhr Reply to this comment
  61. Glaub mir, viele Menschen bräuchten und brauchen diesen Preis.
    Nicht nur die geehrten persönlich.

    61# - Rox - 10. Oktober 2009 @ 14:47 Uhr Reply to this comment
  62. @Rox: Was verstehst Du denn darunter, dass sie den Preis “brauchen”?

    62# - Manuel - 10. Oktober 2009 @ 15:00 Uhr Reply to this comment
  63. Was Rox vielleicht meint, hat mich auch beschäftigt. So viele Menschen glauben an Obama. Es wäre furchtbar, wenn ihre Hoffnungen enttäuscht würden. Das mag ein bisschen zu romantisch klingen, aber ich denke, da ist etwas dran.

    63# - Horst Schulte - 10. Oktober 2009 @ 19:53 Uhr Reply to this comment
  64. Dann sollte er doch gleich mal die Atomwaffen aus Büchel und Rammstein abziehen. Desweiteren fordere ich eine UN Untersuchung, ob noch weitere
    Atomwaffen in Deutschland gelagert sind.

    Im zweiter Quartal 2009 hatte dank Obama die USA den höchsten „Verteidungshaushalt“ seit Beginn der USA: 776,2 Mrd. Dollar. Zurzeit sind 47′000 US-Truppen in Afghanistan, aber Präsident Obama hat eine Aufstockung von weiteren 21′000 genehmigt Auch und Guantanomo soll immer noch geschlossen werden. So ein Lager zu zu machen ist halt nicht so einfach wie einen G20 oder eine Bilderberg-Konferenz zu organisieren.

    Somit hat sich die Familie Nobel jetzt auch als linke Faschisten geoutet. Fidel Castro lobte den Friedensnobelpreis für Obama übrigens auch. Das schafft doch gleich ein neues internationales Klima!

    Im übrigens habe sich viele Preisträger an für die UNO bzw. deren Gründung eingesetzt oder waren als Berater tätig. Der UN-Sicherheitsrat wird immer noch und _nur_ durch die USA geleitet.

    NEIN der Hampelmann Obama hat den Preis nicht im geringsten verdient. Wenn er Frieden will, soll er ihn erst einmal in seinem Land schaffen, mal angefangen mit der FED, 9/11 usw.

    64# - mg - 10. Oktober 2009 @ 20:31 Uhr Reply to this comment
  65. @ MG

    ..duuuu meine Güte…

    Niemand, auch nicht du weiss, ob Atomwaffen immer noch in Deutschland stationiert sind und wieviele.
    Und “wenn”. Wo ist das Problem? Fühlst du dich bedroht?
    im Übrigen liegt es an Deutschland selbst (der jeweiligen Regierung) ob sie fremde Militärbasen im Land haben möchte, dafür gibt es sogar seit der Wiedervereinigung ein Abkommen – wurde nur noch nicht eingelöst (und wird so schnell wohl auch nicht passieren..) whatever..

    Der Verteidigungshaushalt für das aktuelle Jahr wird immer im Vorjahr festgelegt..wer war vorheriges Jahr noch Präsident? richtig..
    mit dem Haufen Sch… was da hinterlassen wurde kann man im laufenden Jahr nunmal nicht mehr viel anfangen. Zuviele laufende Verträge..Gegenwind im Senat und Repräsentantenhaus.
    Das der Abzug aus dem Irak und meinetwegen die “Verlagerung” nach Afghanistan zusätzliches Geld kosten, stellt wohl Niemand ernsthaft in Frage
    Seh es mal als Investition in die richtige/eine richtigere Richtung.
    Wenn der Verteidigunshaushalt für 2010 beschlossen wird.. (und das ist er noch nicht) darfst du gerne etwas dazu sagen.
    Ich weiss auch gar nicht wo du deine Zahlen hernimmst?!?!
    Meiner Kenntnis nach will Obama den Haushalt im Gegensatz zu den Vorgängerjahren sogar kürzen.
    Auch nachvollziehbar wenn so sinnlose Sachen wie der Raketenabwehrschild in Osteuropa und beispielsweise das teure und in großen Teilen nutzlose F-22 Programm wegfallen.

    Eigentlich müßig hier noch weitere Argumente zu bringen, dass du einfach nur billige Polemik von dir gibst..

    und was n halbtoter Fidel Castro und im selben Maße übrigends Ahmadinedschad zur Verleihung des Friedensnobelpreises von sich geben interessiert…. keine sau.

    65# - Jensen - 11. Oktober 2009 @ 02:59 Uhr Reply to this comment
  66. An ALLE, jetzt wird wohl jedem klar sein, wie machtvoll und dennoch unterschwellig wir ALLE bei BigO´s Wahlkampf beeinflusst wurden mit Versprechungen und DREAMS OF THE FUTURE!
    Oh sehet doch! ALLE!!_:)

    66# - Mone - 11. Oktober 2009 @ 05:15 Uhr Reply to this comment
  67. Also ich persönlich weiß nicht wofür er den Preis gekriegt hat. Bin aber auch nicht konservativ. Ich dachte nur, dass man für Taten belohnt wird und nicht für Worte. Sicher, Obama hat viel Hoffnung gebracht. Und sonst? Für mich wäre ein Kriegsende in Irak und Afghanistan eher echte Zeichen. Oder auch nur das Schließen von Guantanamo. Sicher geht das alles nicht von heute auf morgen, aber Obama ist bereits 9 Monate im Amt. Da sollte einiges möglich sein.

    67# - Tom - 12. Oktober 2009 @ 11:34 Uhr Reply to this comment
  68. “bin ich denn hier nur von arschlöchern umgeben?”
    -lord helmchen

    68# - bodo banane - 12. Oktober 2009 @ 12:53 Uhr Reply to this comment
  69. @René: Mich regt der Begriff Gutmensch (der eigentlich immer negativ verwendet wird) auch schon seit langem auf. Da Menschen die ihn benutzen aber im Umkehrschluss Schlechtmenschen sind, passt’s ja irgendwie :)

    69# - Gutmensch - 14. Oktober 2009 @ 16:03 Uhr Reply to this comment
  70. Ich finde ja Kohl hätte den Preis bekommen sollen
    Obama hat noch nix erreicht also so gut wie nix…. mehr gibt es nichtzu sagen

    70# - Larsi - 22. Oktober 2009 @ 14:00 Uhr Reply to this comment
  71. Für so naiv hatte ich die Creme de la Creme der deutschen Blogosphäre gar nicht gehalten. Seit wann bestimmt die Politik das Weltgeschehen?

    71# - Damon - 01. November 2009 @ 16:19 Uhr Reply to this comment

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