
NPR hat ein schönes Special über die neurowissenschaftlichen Ursachen für Religion, ein Must Have für Sonntagmorgen.
Ich halte Religion für ein ungewolltes Nebenprodukt der Evolution und mir wird dann ja gerne vorgeworfen, ich verstünde nichts von der modernen Lesart von Religion in Form von Spiritualität. Nun dürfte es den regelmäßigen NC-Leser nicht weiter verwundern, dass ich auch Spiritualität, im Gegensatz zu Transzendenz, für riesigen Bullshit halte und nach wie vor meinen Arsch darauf verwette, dass Wissenschaft jegliche Götter langfristig überflüssig macht.
Und, für mich keine große Überraschung: Spirituelle Erfahrungen haben die gleichen Ursachen wie LSD-Trips. Ich hab’s schonmal gesagt und ich wiederhole mich gerne: Religion is just a trick of mind.
“If we assume that the psychedelic, drug-induced state is very much like the mystical state,” Snyder says, “then if we find out the molecular mechanism of the action of the drug, then you could say that we have some insight into what’s going on in the brains of mystics.”
Snyder, who is chairman of the neuroscience department at Johns Hopkins and was not involved in the study, says scientists suspect that a key player in mystical experience is the serotonin system. The neurotransmitter serotonin affects the parts of the brain that relate to emotions and perceptions. Chemically, peyote, LSD and other psychedelics look a lot like serotonin, and they activate the same receptor.
Think of that serotonin receptor as a bouncer at a nightclub. The party’s a bit tame, and when the bouncer spots the fun chemical — the active ingredient in psilocybin — he lets Mr. Fun into the club. Suddenly, the party picks up and the brain chemicals are burning up the floor.
Let the spiritual experience begin.





“Religion is just a trick of mind” Meine Rede. Ich denke auch, dass jeder regelmäßige Internetnutzer und Blogger Atheist ist. Wenn nur noch die Menschen ausserhalb des Web begreifen würden, dass Religionen bullshit sind…
Ich möchte nicht missverstanden werden, ich bein kein religiöser oder spiritueller Mensch, aber die Wissenschaft vergisst gern ihre Wissenschaftlichkeit wenn es um Religion geht. Die Religion macht genau den gleichen Fehler nur umgekehrt. Sie versucht wissenschaftlich zu argumentieren wenn es um Glauben geht. Selbstverständlich muss die Basis des Glaubens oder der Religion in einer Form biologisch sein, das Ich hat auch eine biologische Basis. Nur weil der Weg mit Gott in Kontakt zu treten über eine biologische Brücke führt, heißt das doch noch lange nicht das es diesen Gott nicht gibt. Und wenn man sagt das es Gott nur in uns gibt dann ist das doch ein Beweis für die Existens Gottes und nicht für seine Nichtexistens.
Frei nach Douglas Adams-> “Einige Menschen sahen die Existens des Babelfisches als letzeten Beweiß für die Nichtexistens Gottes an. Die Argumentation verläuft ungefähr so:
Mensch: Ich will einen Beweis für deine Existens.
Gott: Ich weigere mich zu beweisen das ich existiere, denn ein Beweis ist gegen den Glauben und ohne Glauben bin ich nichts.
Mensch: Aber etwas so nützliches wied er Babelfisch kann sich nicht zufällig entwickelt haben, also gibt es dich, also gibt es dich deiner eigenen Argumentation zufolge nach nicht.
Q.E.D.
Und Gott lösste sich in ein Logikwölckchen auf…
“Und wenn man sagt das es Gott nur in uns gibt dann ist das doch ein Beweis für die Existens Gottes”…
Nein? Außerdem heißt es Existenz.
Es heißt Existenz.
Nur so am Rande.
Wenn man schon glaubt, dann sollte man an die deutsche Rechtschreibung glauben, die ist wirklich von höheren Mächten.
Ich sehe gerade, ich bin nicht der einzige, den das störte ;-)
Gott existiert nicht, hat er nicht, wird er nicht.
MÖGE ER EINEN BLITZ NACH MIR SCHLEUDERN!
JETZT!
So, bin immer noch da. In alttestamentarischen Zeiten hätte er jetzt schon wieder die halbe Welt entvölkert. Wird faul auf seine alten Tagen, der alte Völkermörder.
Bitte entschuldigt den Anschlag auf den Glauben an die Unverletzlichkeit der deustchen Rechtschreibung.
Mir geht es lediglich darum zu zeigen das man einem Denkfehler unterliegt in dem man annimmt man könnte im künstlichen Auslösen einer Gotteserfahrung einen Beweis für die Nichtexistenz Gottes sehen. Es ist müßig für oder gegen das Bestehen einer Gottheit zu argumentieren. Man kann metaphysische Fragestellungen nicht physisch lösen und umgekehrt. Sprich es ist schlicht unmöglich zu beweisen das es keinen Gott gibt, genauso unmöglich ist es natürlich zu beweisen das es ihn gibt. Deswegen heißt die Sache ja auch Glaube. Wieviel mehr weiß ich über Gott wenn ich mehr über mein Hirn weiß?
Wenn Religion nur ein kollektiver Mindfuck unserer Rasse ist, dann macht das für mich genaugenommen den Glauben nicht weniger wertvoll, es zeigt nur, daß wie unseren Fokus auf die falsche Quelle der Spiritualität richten.
Genauer: Wunderheilungen und heilige Massenhysterien oder -erscheinungen (Und wir haben leider zu viele dokumentiere Fälle von sowas, um abzustreiten, das da zumindest irgendetwas derartiges immer wieder vorkommt.) kommen also nicht aus einer göttlichen Quelle außerhalb unserer Wahrnehmung, sondern einzig aus uns selbst, aus unseren Köppen, wenn man so will.
Was sagt uns das?
Wir sind keine Geisterbeschwörer, wir sind fucking Jedis!
(Komischerweise sind die Leute, die bei ‘Gott ist nur in deinem Kopp!’ jubeln die gleichen, die Medichlorianer ablehnen. Nerds eben.)
…und da Wissenschaft mehr und mehr zur neuen Religion der Massen wird ist es kaum verwunderlich, daß so auch immer mehr Wissenschaftler verfälschte Ergebnisse für wahr halten, weil sie eben an ihre Wissenschaft glauben – Wissenschaft nutzt dann also die gleichen Hirn-”Fehl”-Funktionen wie Religion, was die Diskussion, welche von beiden Weltanschauungen nun das längere Genital hat irgendwie lächerlich macht.
Heil Eris.
es ist doch völlig wurscht ob es einen gott gibt oder nicht.
ich habe leute gesehen, denen der glaube daran kraft gegeben hat, die sie vorher nicht hatten.
vielleicht sollte man die sache nicht nur an grossen institutionen oder den fehlern eben dieser festmachen…dann sieht man es auch nicht als “mindfuck” sondern als eine sache die nicht immer sooooo verkehrt ist.
und da könnt ihr auch alle aus euren löchern kommen und nochmal “mindfuck” schreien…es gibt diese situationen im leben wo wissenschaft irrelevant wird und man sich wünscht, dass es irgendeinen masterplan gibt, der der ganzen sache einen sinn gibt. :P
logisch. die existenz von gott zu beweisen ist genauso unmöglich wie seine nicht-existenz.
ich persönlich kann mich dem gedanken von etwas “übersinnlichem in der welt” nicht ganz verwehren. sei es die natur oder was auch immer. egal.
religion ist das, was ich für gefährlich halte. besonders wenn fanatiker zu viel macht bekommen… ich bin nur froh, dass wir (noch?) keine amerikanischen verhältnisse haben.
http://www.youtube.com/watch?v=2FARDDcdFaQ
Wenn man es völlig relativistisch betrachtet, existiert Gott, weil es Leute gibt, die glauben, dass es einen Gott gibt.
Die Frage bleibt nur, wie man Gott definiert.
Als Hirngespinst anderer?
Oder als allmächtig? Womit man noch sinnvoll erklären müsste, wieso Gott nicht in das Weltgeschehen eingreift.
Oder als für den Zufall verantwortlich? Womit man zu einer Determinismus Debatte käme. Wenn man aber an Determinismus glaubt, so wird der Mensch zum Automat.
Das Problem (?) ist nur, dass umso genauer man Gott definiert, umso leichter ist es seine Existenz fundiert in Frage zu stellen, oder sogar zu widerlegen.
Imho ist von allen denkbaren Definitionen nur die Hirngespinst und die Zufalls Definition sinnvoll.
Aber im Prinzip ist die Existenz Gottes eigentlich unerheblich – eine Religion ohne Gott ist eine Ideologie (auch wenn Religiöse das gerne abstreiten), denn das Verhalten von ideologisch Inspirierten ist dem von Religiösen völlig identisch.
Bedenklich ist nur der Machtmissbrauch durch Religion/Ideologie. Insofern gewinnt hier die Wissenschaft als Ideologie, weil hier die Möglichkeiten zum Machtmissbrauch am kleinsten ist.
esgibt auch religion die versucht hinter die tricks des gehirns zu ahnen
“Religion is just a trick of mind.”
Ja, aber leider bringt dieser sch… trick schhon seit ewiger Zeit viele Menschen um!
Dass man die Nichtexistenz von Göttern nicht beweisen kann, ist ebenso richtig wie irrelevant. Ob Zeus, Jahwe, Quetzalcoatl, Nessie, unsichtbare Drachen und Einhörner oder Teetassen im Marsorbit, es gibt eine buchstäblich unendliche Zahl von haltlosen Existenzaussagen, die sich nicht empirisch widerlegen lassen und sich zum Teil widersprechen. Die Wahrscheinlichkeit, zufällig eine unbestätigte Aussage zu erwischen, die auf unsere eine, gemeinsame Realität zutrifft, wirkt daher verschwindend gering. Religionsapologeten versuchen sich um dieses Zugeständnis immer herumzuwinden.
Die Neurowissenschaft entlarvt ganz einfach einen beliebten Scheingrund für den Gottesglauben: weil manche Menschen intensive spirituelle Erfahrungen und Erscheinungen durchlebten, müssten die Geistwesen ja wirklich existieren. Nein, müssen sie nicht.
Unser Hirn schafft sich aus Mustern rhythmischer Nervenimpulse eine virtuelle Realität, die es uns ermöglicht, so gut auf die Umwelt zu reagieren, dass wir ein bisschen am Leben bleiben, nicht aussterben und die Chance auf eine Weiterentwicklung wahren. Das menschliche Gehirn bringt aber ebenso wenig einen perfekten Wirklichkeitsdetektor hervor wie die menschliche Anatomie (Rückgrat, Geburtskanal, Kniegelenke) sich perfekt an den aufrechten Gang angepasst hat. Unser Nervensystem macht Fehler, und manchmal produziert es faszinierende, tatsächlich oder vermeintlich gnädige Illusionen.
Wenn ein allwissender Gott wirklich im Geiste zu uns spricht, warum liefert er uns dann niemals überprüfbare Informationen, sondern immer nur Märchen, Parabeln, Gebote und Verbote? Warum erzählen uns die Propheten, was wir futtern und wie wir lieben dürfen, statt z.B. die physikalischen Kennzahlen und Koordinaten eines künftigen Gammastrahlenausbruchs oder eines unentdeckten Exoplanetensystems zu weissagen?
Wohl kaum wegen der „Willensfreiheit“. Der Schöpfer, der mir einen Verstand gegeben hat, sollte auch wollen, dass ich ihn einsetze, um echte höhere Wesen von falschen zu unterscheiden. Ohne die Fähigkeit, Wahrheit von Lüge zu trennen, bin ich nicht frei.
Und doch scheint Gott Verstecken zu spielen, verkriecht sich in die Ritzen und Fugen des noch Unbekannten. Entweder ist er eine ektoplasmische Kellerassel, die vorm Lichtkegel der Wissenschaft davonhuscht, oder ein Fantasiegebilde, das folglich nur Sprüche ausspucken kann, die wir in es hineindenken.
Occam hilf!
Mensch: Ich hab ernsthafte Probleme damit mich damit abzufinden einfach zu sein und dann nicht mehr zu sein. Ich erfinde Gott.
Der erfundene Gott i.E. die Religion funktioniert – Begründungen gibt es soziologisch psychologisch etc. zu Hauf – sie funktioniert
Das Abschaffen der Idee: Scheitert an der Idee selbst.
Wir sind schon eine recht dumme kleine Spezies.