(Youtube Direktnirvana, via Fanboy)
In mir wehrt sich ja alles gegen diesen Trailer mit Kurt Cobain als Game-Charakter und ich will ja echt glauben, dass Cobain im Grab rotiert. Allein: Nirvana haben schon damals mit Mainstream und Pop und Punk und Sell Out gespielt und dabei grandiose Musik komponiert. Ich denke, Cobain würde jedem, der hier meckert, ins Gesicht lachen. Here we are now, entertain us.





Wie beschissen blöd in dem Video die Gitarre gehalten wird… total Nirvana untrue.
Wenigstens haben sie dran gedacht, sie linksrum zu machen.
Woran sie leider nich gedacht haben, dass da tatsächlich noch zwei andere Jungs in der Band waren. Andererseits weiß ich nich, ob Foo Fighters nich so schon in GH drin sind.
Ach, fuck Guitar Hero, richtige Guitar Heroes FTW!
Was kaut der da? So singt doch keiner…
Fake. Kurt hat den Mund – beim singen – nie so weit aufgerissen.
Haben die sich davor kein Nirvana-Auftritt angesehen?
Was mich eher wundert ist, wieso sein Outfit aus dem Unplugged in New York neben Action Figuren nun auch dafür herhalten muss. Die Mimik ist auch nicht wirklich getroffen und Krist und Dave vollkommen wegzulassen, finde ich ziemlich bescheiden.
Aber hey, neben Teen Spirit ist auch Lithium drin und ich glaube, es gab in einer früheren Version auch mal Heart Shaped Box und letztlich geht es ja um die Musik, glaube ich.
Kurt Cobain stellt sicher gerade den neuen Weltrekord im Sich-Im-Grab-Drehen auf. Dass er als virtueller Posterboy in einer Spielereihe auftaucht, deren Reiz darin besteht, sich als Rockstar zu fühlen, obwohl man gar keine musikalischen Fertigkeiten mitbringt, entbehrt ja nicht einer gewissen Konsequenz. Denn es entspricht eigentlich recht gut dem alten Punkethos “Style Over Substance”, dessen Anhänger Cobain nun ganz sicher war. Ursprünglich als Kampfansage des Punk gegen die esoterischen Prog-Bands der 70er mit ihrem selbstverliebten Instrumentalgewichse gedacht, sollte nun die rebellische Pose, die innere Haltung im Vordergrund stehen. Jeder sollte sich die Gitarre greifen können, um seine Wut gegen das so kalte System herauszuschreien. Dass der Slogan heutzutage mehr als nur einen komischen Beigeschmack hat, verdeutlicht nur das Ausmaß der grundsätzlichen Mißverständnisses, das dem alten Punkethos und großen Teilen der Gegenkulturbewegung zu Grunde lag. Deren Feindbild ist der Konformismus, die Gleichmacherei und Verblödung durch Konsumismus und Massenmedien. Ein leider falsches Feindbild, denn in Wahrheit ging es “dem System” (was auch immer das sein mag), spätestens seit den Sechzigern um die Befriedigung zunehmend individualistischer Bedürfnisse. Wie bei jedem anderen Produkt geht es auch bei neuer Musik hauptsächlich um den Distinktionsgewinn. Um das Anderssein, die Abgrenzung, das Neue, Bessere. Das ist es, was gerade den kapitalistischen Motor befeuert und die rebellische und idiosynkratische Anti-Pose ist dafür hoch willkommen. Immer getreu dem Motto: “Counter culture is next over-the-counter culture.” Und das Neue, Spannende haben Nirvana und Cobain eben zu dieser Zeit geboten. Und genau das macht vielleicht seine Tragik aus.
Kurt Cobain, der Don Quichote der Rockmusik. Ein Ritter von der traurigen Gestalt, im Kampf gegen die Windmühlen gefallen.
Das geht auf Dauer ganz schön in die Arme, wenn man im Stehen ohne Gurt Gitarre spielt…
Nun, Tetus, ich entbehre nicht eines gewissen musikalischen Talents, trotzdem macht mir Guitar Hero Spaß. Und darum gehts wohl auch. Nicht um “sich wie ein Rockstar fühlen”.
Der Ausverkauf der Legende geht weiter…
Der gute Kurt hat sich am ende die rübe weck geblasen. Wie sehr er mit sich, seiner Musik und der Welt im einklang war ist glaube ich eine ganz andere Frage als die danach was er warum gemacht hat und oder heut tun würde.
Ich finds, wie nahezu alle RockBan/Guitarhero Grafiken ziemlich hässlich und werde dabei bleiben luftgitarre zu Musik/Video zu geniessen. ;-)
“Der gute Kurt hat sich am ende die rübe weck geblasen” …du meinst, als Extra wird noch eine Pumpgun in der “Special Edition” dieser “guitar”-Hero Version beiliegen? ^^
Der Zielgruppe ist Nirvana doch garkein Begriff. Cobain starb, als besagte Zielgruppe noch nicht auf der Welt war.
maybe too soon
http://www.penny-arcade.com/comic/2009/4/22/
Ach der Kurt war da doch ziemlich reflektiert, was Vermarktung angeht. In Utero fängt wohl nicht ohne Grund mit den Zeilen “Teenage angst has paid-off well / now I’m bored and old / Self-appointed judges judge / more than they have sold” an (Serve the Servants).
Die Dinge die man sagt müssen sich nicht zwingend mit den Dingen die man denkt decken… gerade wenn man die Leitfigur des “dagegen sein” und “leute anpissen wo es nur geht” ist.
Und Nirvana werden wir glaube ich nie wieder los. Da werden sich unter den jugendlichen genau wie bei den Doores, den Beatles oder den Stones auf ewig T-Shirt käufer finden.
Die Brüste gab es in der Band ja auch bei dem ein oder anderem Live auftritt, clever interpretiert vom Team des Spiels. Den Typen mit BH einfach durch eine Frau ersetzen, CLEVER! Außerdem stehen die beiden Songs die gespielt werden auch absolut für die Zeit in der Nirvana zu viert aufgetreten sind. *g* Die liebe zum Detail, wirklich beeindruckend. ^^
sniff kurt cobain
@Micha:
Die vierte Person ist NATÜRLICH Pat Smear, das sieht man doch GANZ EINDEUTIG im Video… oder nicht… o.ô?
;-D
Und so wird das Set dann aussehen:
http://lachschon.de/item/44590-kurt_cobain_edition/
:D