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EMI beliefert keine Indie-Plattenläden

Wer mal im, um oder am Musik-Biz gearbeitet hat, dürfte wissen, dass das zickigste aller Majorlabels die EMI ist. Aber auch für die EMI-Zicke ist das hier ziemlich heftig. Die Beliefern keine Indie-Plattenläden mehr (zumindest in den Staaten) und sagt ihnen, sie sollen doch bei Walmart kaufen.

EMI, certainly reeling from declining physical album sales like the other Big 4 record labels, is now apparently telling independent album retailers that it will no longer sell them CDs.

That’s right, EMI apparently told them over the phone a few weeks ago, an oddly perverse means of notification, that henceforth it will no longer sell them physical albums and that they must go to “one stops” like Wal-Mart or Best Buy to buy product like everybody else to then in turn sell.

“Several I have spoken with are so upset that they vow never to buy any EMI catalog again–or any new artist releases either,” says Wayne Rosso, former president of the P2P program Grokster, on his blog. “Only the certifiable hit product that they know will sell. They will no longer take chances on new EMI artists.”

Super, Walmart hat sicherlich EMIs Backkatalog auf Lager, damit Plattenläden im Supermarkt alte Platten von Bowie, den Stones oder den Beatles einkaufen können, um sie wiederum ihren Stammkunden anzubieten.

Das hier ist ein ganz großes Fuck You von EMI an die verbliebenen Fans, die für gute Musik tatsächlich bereit sind, Geld zu bezahlen. Fuck you, EMI. Geh sterben.

EMI Quits Selling CDs to Indie Record Stores (via /.)

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  1. indiestreber (indiestreber.de): EMI beliefert (in den USA) keine Indie-Plattenläden mehr: http://tinyurl.com/mwmavx (matze)
  2. plastic_fantasy (simoni): I cant stand those useless fools - EMI (#SexPistols) RT @indiestreber EMI beliefert keine Indie-Plattenläden mehr http://tinyurl.com/mwmavx
  3. Whaite (x c q): http://bit.ly/45U0l EMI: Wir brauchen keine Kunden! (Wir verklagen irgendwann noch genug Filesharer?)
  4. rxtxr (Marius): Lese grade: http://tinyurl.com/mwmavx FU! EMI, DIY FTW, CC FTW...
  5. mpffffhhhh (mpffffhhhh): Lese grade: http://tinyurl.com/mwmavx fuck EMI!

18 Kommentare

  1. Die stinken!
    Da trifft’s der Song “EMI” von den Sex Pistols ja sehr gut: http://tinyurl.com/ltos69

    1# - André - 30. Juli 2009 @ 14:15 Uhr Reply to this comment
  2. die emi stirbt eh, wenn coldplay sich ein anderes label suchen würden ;)

    2# - benni - 30. Juli 2009 @ 14:19 Uhr Reply to this comment
  3. Ich find’s cool von der EMI. Nocheinmal den fetten Rocker raushängen lassen, das Hotelzimmer verwüsten – und dann in der eigenen Kotze krepieren.
    ;-) Weida so, EMI, keep on rocking.

    3# - tom - 30. Juli 2009 @ 14:21 Uhr Reply to this comment
  4. ha, wa für idioten. die schaufeln sich doch ihr eigenes grab.

    4# - Cornflex - 30. Juli 2009 @ 14:23 Uhr Reply to this comment
  5. Da hast Du absolut recht! Ich habe selber in einem Indie-CD-Laden gearbeitet. Ab und zu fuhren wir zum Mediamarkt, weils einfach einfacher war so Schrott wie Madonna günstiger zu kaufen. Universal, EMI und ko denen bist Du als kleiner Laden total egal… und dann hört man von denen so Aussagen wie “internet killed music business”.. f.off.

    5# - Christian Mäder - 30. Juli 2009 @ 14:26 Uhr Reply to this comment
  6. “…und dann hört man von denen so Aussagen wie “internet killed music business”…”
    Genau das wundert mich auch.

    6# - Michael - 30. Juli 2009 @ 15:05 Uhr Reply to this comment
  7. Ist das Schließen von klassischen Vertriebswegen nicht die logische Konsequenz, wenn man sich auf neue Vertriebswegen einlassen und deren Vorteile – vor allem für Nischenprodukte – nutzen möchte?

    Jahrelang zerreißen sich die internetaffinen Musik Konsumenten das Maul über das veraltete Vertiebsmodell der großen Konzerne und fordern DRM freie, über Web vertriebene Musik und wenn sie dann kommt – und der damit verbundene Rückzug aus alten Vertriebswegen – muss auch erstmal wieder
    ordentlich gebasht werden.
    Auf /. kommentiert der User wbren sehr treffend:

    “This is a rare case of the music industry–well, at least EMI–moving away from a business model we all know is outdated, and people are still complaining? And no, phasing out CD sales has nothing to do with illegal file sharing. There are better, cheaper, more convenient, DRM-free options out there, like iTunes and Amazon MP3. They aren’t trying to push away their customers; they are trying to encourage people to either buy from stores with cheap distribution costs or buy from digital stores with even cheaper distribution costs.”

    http://slashdot.org/comments.pl?sid=1319765&cid=28878247

    7# - Daniel Baulig - 30. Juli 2009 @ 15:19 Uhr Reply to this comment
  8. in Deutschland geht noch was, schaut mal hier
    http://www.meinplattenladen.de
    hier werden Exclusives und andere Sachen wie ShopGigs in kleinen Läden angekündigt, nice :)

    8# - grmbl - 30. Juli 2009 @ 15:28 Uhr Reply to this comment
  9. Die Entscheidungen für oder gegen Vertriebskanäle werden nicht unbedingt von Pros sondern eher von Zahlenorientierten “ich will auch so ein Ding wie iTunes schaffen” BWL-Ärschen gemacht. Und da lernt man im Studium ja so tolle Sachen wie Menschen sind Human Ressources und Vertreibskanäle sind nach ihrer Effizienz im Marketing-Mix zu beurteilen. Schaut euch doch mal die großen Firmen an, wie die versuchen cool und trendy zu sein.
    Einer ne größere Lachnummer als der Andere !

    9# - Sascha - 30. Juli 2009 @ 15:39 Uhr Reply to this comment
  10. Ich möchte hier mal ne Lanze für Universal brechen! Ich habe einige Jahre im, ums und um das Musik-Biz herum gearbeitet und die Zusammenarbeit mit EMI hat sich immer Recht gut gestaltet. Das zickigste, dümmste und ahnungsloseste Label ist immer gewesen und bleibt sicher noch eine ganze Weile Universal. Dass die nicht schon längst mit so einer behämmerten Idee um die Ecke gekommen sind wie EMI jetzt liegt sicher an deren eigenen Unfähigkeit.

    10# - mmmatze - 30. Juli 2009 @ 15:48 Uhr Reply to this comment
  11. ich musste 2000 bis 2004 mit sony music zusammenarbeiten. in einem gespräch im sommer 2001 erklärte mir einer der bosse, was sonys meinung nach zzt das größte übel für die branche ist: und zwar cd-brenner und cd-rohlinge. leute kaufen sich eine cd und brennen diese einfach so für ihre freunde. nochmal: ZWEITAUSENDEINS, das jahr, in dem napster bereits im mainstream angekommen ist und so gut wie alle meine bekannten bereits über ausreichend schnelle leitungen verfügten (zumindest auf arbeit) …

    soviel zum thema weitsicht in dieser branche.

    11# - Alex - 30. Juli 2009 @ 17:07 Uhr Reply to this comment
  12. Warum sollten asoziale Schmarotzer auch über Weitsicht verfügen?

    12# - Timo - 30. Juli 2009 @ 18:29 Uhr Reply to this comment
  13. @Alex: Naja, 2001 war Internet ja noch kein Massenphänomen, weil so verflucht langsam in den meisten Ecken. Vor allem bei Leuten, die nicht so cutting edge sind wie Business Typen ;-)

    13# - Michael - 30. Juli 2009 @ 18:55 Uhr Reply to this comment
  14. @ michael: ich war ja damals sowas von business, als ich meinen maserati quattroporte wohlwissend um das mir bevorstehende 40 euro knöllchen im absoluten halteverbot vorm sonycenter stehen ließ … ;-)

    14# - Alex - 30. Juli 2009 @ 21:54 Uhr Reply to this comment
  15. Das Problem ist ganz einfach die Grösse dieser Läden. Durchhierarchisiert und durch firmenpolitisches Gezänke lahmgelegt. Wo soll da noch Innovation und Weitsicht herkommen?
    Der einzige Grund, warums solche Läden noch gibt ist allerdings auch wiederum die Grösse – um internationale Stars zu promoten und zu managen braucht man einfach eine gewisse Marktmacht. Und mit 2,3,4 gut laufenden Megastars subventioniert man dann die Ineffizienz und Unfähigkeit des ganzen Ladens.

    15# - Schorsch - 31. Juli 2009 @ 00:07 Uhr Reply to this comment
  16. ich habe auch mal in einem plattenladen gearbeitet und schon damals haben wir im saturndumm & media blöd top 100 alben gekauft da diese dort billiger waren wie bei den majors.
    unsere stärke war das fachwissen, dass bis heute kein mitarbeiter der genannten läden vorweisen kann.
    der “kunde” hat dann angefangen mp3 zu tauschen und schluß war mit lustig.
    dieses verhalten des kunden wurde damals von den majors bzw der mi völlig verkannt und sie verkennen es noch heute.
    das zeitalter des “ich kredenze euch den “lalalala oh di ho” sommerhit und ihr kauft es weil ich den markt bestimme” ist vorbei.
    die majors kommen mit der flut der musikrichtungen und ihrern styles nicht mehr klar und trauern dem ganzen lieber hinterher und versuchen durch schwachsinnige klagen dan “kunden” zu veränstigen anstatt mit ihm und an ihm zu arbeiten.
    virgin will mit einer britischen tel.-geselschaft eine art “kulturflatrate” einführen (irgandwann mal bei heise gelesen) und piratebay möchte gerne ähnliches veranstalten. es gibt immer quäker die das für dummfick halten, aber ich kenne eine menge leute in meinem bekanntenkreis die sofort dabei wären.
    ich eingeschlossen.
    fakt ist: die revolution hat begonnen…die majors müssen es nur noch merken.

    ich habe fertig^^

    16# - martin - 31. Juli 2009 @ 11:56 Uhr Reply to this comment
  17. Wenn man als Käufer den mp3 Scheiss nicht will und lieber was echtes CD/Vinyl in der Hand haben will, ja dann hört man die Musik die EMI im Angebot hat eben nicht…auch gut.

    Sollen die sich doch die Files selber vorspielen…

    17# - Juize - 31. Juli 2009 @ 20:34 Uhr Reply to this comment
  18. In Deutschland geht tatsächlich noch was, schaut mal hier:
    http://www.plattenladenwoche.de
    @Martin: Da geht’s genau ums Fachwissen.

    Und unter den Unterstützern findet sich auch die EMI…

    18# - Dan - 05. August 2009 @ 15:25 Uhr Reply to this comment

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