Iroc schreibt mir: „Vielleicht mal ein interessantes Thema zum Bereich Zensur usw.: In Braunschweig sind seit ein paar Tagen Flashmobs offiziell verboten und werden mit Polizeigewalt aufgelöst.“
Mit Braunschweig halte ich es ja so ein bisschen wie mit Bielefeld: Das gibt’s gar nicht. Was es dort nun auch nicht mehr gibt: Ein Flashmob, der dort seit drei Jahren regelmäßig organisiert wurde und während dem sich ein paar Leute auf einem öffentlichen Platz versammeln und spontan picknicken, was ja ein ganz abscheuliches Verbrechen der boshaftesten Art ist.
Das hat Braunschweig nämlich jetzt verboten, wobei ich die Begründung schon fast amüsant-absurd finde, besonders „Öffentliches Eigentum ist durch das Picknick gefährdet“ und „Der öffentliche Raum in Braunschweig dient ausschließlich dem Verkehr, also dem Transfer von Wohnung a zu Wohnung b, von Wohnung a zu Geschäft b oder von Geschäft a zu Geschäft b“. We will teach you „öffentlicher Raum dient ausschließlich dem Verkehr“.
Ich empfehle allen Braunschweigern, sich am 8. August von 16 bis 18 Uhr mit einem Handtuch und einer Tüte Erdnüsse zum knabbern auf den verabredeten Platz zu stellen und wenn dann irgendwelche Polizisten fragen, was bitteschön man denn hier vorhabe, zu antworten: „Mein Lieber Schutzmann, wir machen hier freilich kein Picknick und wer die anderen Leute sind, das weiß ich nicht, aber falls die Vogonen vorbeikommen, habe ich mein Handtuch dabei. Don’t panic!“ Snip (Hervorherbungen von mir):
Flash-Mobs in Braunschweig verboten!
Wie schon in den letzten Jahren, habe ich auch in diesem ein drittes Picknick auf dem Schlossplatz geplant. Das Picknick war in den letzten Jahren ein Flashmob, bei dem sich bis zu 70 Menschen spontan zusammengefunden haben, um eine Stunde lang auf dem Schlossplatz friedlich mit Decke und Essen zu picknicken. Der Aufruf zum Picknick fand im Online-Netzwerk studiVZ statt.
Kürzlich erhielt ich Besuch von einem jungen Mann mit rosa Hemd, der sich mir als Mitarbeiter vom Ordnungsamt vorstellte. Er informierte mich, dass er erstens eine Moderatorin der Flashmob-Gruppe ausgefragt habe, wer denn der Gruppengründer sei, dass er zweitens meine Adresse detektivisch über studiVZ, myspace und die Subway herausgefunden habe (ein Blick ins Telefonbuch, wo ich unter Lord Dirk Schadt stehe hätte auch ge nügt) und dass ich drittens einen Termin mit Herrn Paschen vom Ordnungsamt, Fachbereich Bürgerservice, Öffentliche Sicherheit – zentraler Ordnungsdienst habe. Später wurde ich auch darüber informiert, dass meine studiVZ-Flashmob-Gruppe gemeldet wurde. Bei den Wörtern ‚aushorchen’, ‚ausspitzeln’ und ‚melden’ musste ich irgendwie an eine Behörde aus einem ehemaligen Nachbarland der BRD denken … Shocked
Beim Termin mit Herrn Paschen wurde mir dann folgendes mitgeteilt:
1) Jegliche öffentliche Flashmobs in Braunschweig sind illegal und werden notfalls mit einer Allgemeinverfügung verboten und polizeilich aufgelöst.
2) Auch der World Freeze Day, über den die Braunschweiger Zeitung sehr freundlich berichtet hat, werde zukünftig vom Ordnungsamt verboten, sofern sie rechtzeitig davon erfahren. Sad
3) Der öffentliche Raum in Braunschweig dient ausschließlich dem Verkehr, also dem Transfer von Wohnung a zu Wohnung b, von Wohnung a zu Geschäft b oder von Geschäft a zu Geschäft b.
4) Ich habe die Aufgabe, öffentlich bekannt zu geben, dass am 8.8. von 16 bis 18 Uhr KEIN Picknick auf dem Schlossplatz stattfinden wird.Die Begründung für das Verbot lautet wie folgt:
a) Öffentliches Eigentum ist durch das Picknick gefährdet. Auf meine Frage, was denn gefährdet sei, antwortete mir Herr Heidelberg vom Fachbereich Öffentliche Sicherheit, dass das Sandsteinpflaster vorm Schloss teuer sei. Die Frage, inwiefern dieses Pflaster, über das tagtäglich Tausende von Frauen in High-Heels stolzieren, durch samtene Decke von Picknickern gefährdet sei, wurde mir leider nicht beantwortet.
b) Das Picknick könnte ähnlich wie eine Flashmob-Party auf Sylt ausarten und statt der erwarteten max. 100 Picknicker kommen mehr als 5 000 Personen, die kein friedliches nachmittägliches Flashmob-Picknick veranstalten, sondern eine wüste Orgie wie im Film „Das Parfüm“. Mit dieser Begründung lässt sich natürlich jeder Flashmob und jede Demo verbieten. Zehn leere Flaschen Wein könnten schnell zehn Mollis sein. Man beachte hier auch, dass ca. 100 Bürgerinnen- und Bürger-Picknicker der Stadt gefährlicher erscheinen als 10 000 Bürgerbruncher …
c) Auch die Anmeldung einer Demonstration ähnlich wie bei der Love Parade wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am 8.8. keine Aussicht auf Erfolg haben, weil eine Demonstration mit Picknick (schriftliches Zitat Paschen) “eine nicht genehmigungsfähige Sondernutzung” darstellt.Aus diesem Grund ist mir wichtig, alle Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger darauf hinzuweisen, dass am 8.8. von 16 bis 18 Uhr KEIN Picknick auf dem Braunschweiger Schlossplatz stattfinden wird. Jeder Braunschweiger, der am 8.8. auf dem Schlossplatz eine Decke ausbreitet, Speis und Trank zu sich nimmt, mit Freunden plaudert, lacht, singt oder Tango tanzt, wird voraussichtlich mit Polizeigewalt daran gehindert.





Welcome to the ordnungswütigen Germany!!!!1!
ich lach mich tot.
Stalin wäre stolz…
Ich schau dann mal V for Vendetta.
Streisand-Effekt ick hör dir trapsen! Da kommen wahrschinlich jetzt viel mehr als ohne die Aktion der Stadt.
Naja, es geht halt bergab mit der vermeintlichen Freiheit.
Versammlungsrecht?!
Wäre ich jetzt Braunschweiger, würde ich es darauf anlegen, von einem Polizisten eine aufs Maul zu kriegen, auch wenn ich Gefahr laufe an einem Sandkuchen zu ersticken und mein Picknickset auspacken muss!
Legt die Stadt lahm und zeigt der Obrigkeit, wer das Volk ist!
ich könnte, malwieder, kotzen….
Jetzt erst Recht!
Wenn es öffentliches Eigentum ist, dann gehört es doch dem Staat. Und der Staat ist begründet durch einen Gesellschaftsvertrag (Montesquieu). Damit bin ich, als Teil des Staatsvolkes, wieder Eigentümer der Sache.
Und das der öffentliche Raum ausschließlich dem Verkehr diene, widerspricht in eklatanter Weise dem Verständnis unserer Grundgesetzes, wonach öffentliche Räume eben auch zur Versammlung dienen. Jedoch müssen Versammlungen unter freiem Himmel grundsätzlich angemeldet werden. Werden sie aus Gründen der Sicherheit verboten, sind sie aufzulösen. Shit happenz.
Man müsste also gegen den Verwaltungsakt Widerspruch einlegen und ggfs. Klage einreichen mit der Begründung, dass eben von dieser Versammlung keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht. Wäre immerhin ein Grundsatz-Urteil für sämtliche Flashmobs.
Dann werde ich wohl in BS rein zufällig auf ein-zwei Bekannte treffen. Ich hoffe uns fällt vor lauter Wiedersehensfreude nicht aus Versehen eine Decke auf das teure Pflaster.
Der für den Flashmob vorgesehene Platz liegt unmittelbar vor dem Schloss. Das Braunschweiger Schloss wurde vor zwei oder drei Jahren wieder aufgebaut und seitdem befindet sich darin eine Shopping Mall (mit einem Anbau der nicht zur Architektur des Schlosses passt). Vorher befand sich an der Stelle ein kleiner Park/Wald – der wurde für das Bauvorhaben platt gemacht.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Stadtoberen von Braunschweig dem Investor/Betreiber dieses Konsumtempels einen Gefallen mit dem Flashmob-Verbot machen wollen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Schlossplatz mit zum Grundstück gehört.
Der Oberbürgermeister von Braunschweig ist meines Wissens nicht gerade beliebt.
“aber falls die Vogonen vorbeikommen, habe ich mein Handtuch dabei. Don’t panic!”
hahahahahaha =D
Da ja keiner Braunschweig kennt, kanns doch nur darum, gehen dass besonders viele kommen sollen.
Klevere Werbeaktion vom Ordnungsamt/Stadtmarketing.
@nerdcore i love the editforce
Was mir aufstößt ist, dass direkt von PolizeiGEWALT gesprochen wird … als würde die Polizei Leute auf Picknickdecken zusammenknüppeln … man kanns auch übertreiben.
Der Herr vom Ordnungsamt spricht von “polizeilich aufgelöst” … wird das jetzt immer mit Gewalt gleichgesetzt?
“was ja ein ganz abscheuliches Verbrechen der boshaftesten Art ist.”
Ich sach ja … alsbald wird wieder in diesem land die Todesstrafe eingeführt… eines Tages, glaubt mal alle. .. entweder wir Bürger spurten alle sofort und sind bei dreu auf den Bäumen oder wir bekommen die Todesspritze oder den elektireischen Stuhl ..!
irgendwie (nicht) witzig. Scherz? Wäre ich Braunschweiger, würde ich erst recht mal wieder picknicken. Auch bei schlechtem wetter. ganz zufällig, falls wer fragt.
Die spinnen doch, die Beamten.
Wieso haben die eigentlich nichts sinnvolleres mit ihr Zeit anzufangen?
Oh Mann… “Öffentlicher Raum dient ausschließlich dem Verkehr” Welcher realitäts-abstinente Wirrkopf kam denn auf diese Begründung?
Die Definition des öffentlichen Raumes halt für klasse,demnach sind Stadtparks und flanieren auf öffentlichen Bänken also in Braunschweig illegal.
Eine sehr sehr bedenkliche Entwicklung die sich hier anbahnt,bald haben wir (eigentlich im Moment nur Braunschweig) amerikanische Kleinstadtverhältnisse in denen man noch nicht mal mehr einfach spazieren gehen kann ohne von Polizisten angehalten zu werden die wissen wollen was man den draussen macht….. =/
ich sehs schon kommen… jetzt werdens wirklich 5000 Leute. Einfach aus Protest.
Man weiß nicht ob man lachen oder weinen soll…
Eigentlich weiß man es doch, denn ds ist nicht lustig, wenn ein paar Deppen meinen einem etwas blödsinniges vorschreiben zu können. Ich kenn da ein paar die sich jetzt noch ein bischen mehr schämen aus Braunschweig zu stammen… Und die dort nicht gerne wieder hinfahren, muß echt eine ätzende Stadt sein.
Offensichtlich ist es auch illegal, Dinge von einem Geschäft in eine Wohnung zu transportieren…
Da haben die Ordnungshüter gut zu tun!
This was a free country.
Das Mit “Öffentlicher Raum dient ausschließlich dem Verkehr” kann man auch falsch verstehen ;)
Ähem…
ja ich weiß die Pupertät hat mich.
Was soll man zu sowas noch sagen … demnähste bekommen wir wieder Deutschlandweit ausgangssperren für alle … dient ja unserer Sicherheit und unserer freiheit … *Würg*
WICHTIG: Am 8.8. von 16 bis 18 Uhr wird KEIN Picknick auf dem Braunschweiger Schlossplatz stattfinden. http://is.gd/1MlcB Pls. RT #FB
LOL!
Reclaim the streets, oida!
Also ich geh da nur hin, um sicherzugehen, dass da auch _wirklich_ kein Flashmob stattfindet.
Erdnuss & Handtuch habe ich _immer_ dabei, Herr Wachtmeister.
Das mit dem Handtuch und den Vogonen klingt gut und glaubwürdig.
Dein bester diese Woche. Ich glaube da werde ich heute und morgen noch so manches mal schmunzeln müssen. danke!
Komisch, ich dachte bei der kurzen Ankündigung zum Link hierher von Stefan Waideles Blog auch an Bielefeld!
Und vor meinem Schloss dürft Ihr jederzeit ein Flashmob veranstalten. Ach so, moment, an der Mauer des Schlosses beginnt schon der Gemeindegrund. Was die Gemeinde Kolitzheim wohl dazu sagt? Versuchen.
Ich kann am 8.8. leider sowieso nicht dabei sein, weil ich entweder a) einer Hochzeitsfeier im eigenen Hause oder b) einer Austellungseröffnung meiner Schwester in Kärnten beiwohne.
Wünsche Braunschweig / Bielefeld zum nicht stattfindenden Picknick viel Vergnügen!
Kommt sofort in mein Poesie-Album der Sternstunden deutscher Rechtsgeschichte. Gleich unter die kostenpflichtige Abmahnung.
zensur ist das nicht, sondern verbot. da gibt es feine unterschiede.
Einfach nur: Ein Verbrechen gegen die Freiheit und Menschenwürde – gegen den Humor, die Lebensfreude und die Poesie.
Doch die graue Ordnung siegt nie lange (jap, habe zu viel “The Elder Scrolls IV: Shivering Isles” gespielt).
unser herr bürgermeister ist natürlich nur rein zufällig ehemaliges npd mitglied. ahhhh. i herz braunschweig. nicht.
Braunfail. -.-
bielefelder gehen eh lieber in den/die sehr zentral gelegene pizza hut. ich muss es wissen. dabei bin ich gar kein echter. na, was solls.
Richtig lustig wird das ganze doch erst wenn in ein par Tagen/Wochen die nächsten Städte auf den “Hey, das is doch mal ne gute Idee” Zug aufspringen.
Ich glaube übrigens das Flachmobs schuld an Schüleramoklufen sind. Ist immerhin etwas das überwiegend von Jugendlichen durchgeführt und von alten Säcken in Anzügen nicht verstanden wird. – Klare Sache das.
Mhmhm, dann werd ich auf KEINEN FALL da auftauchen, auch wenn es 3:30 h entfernt ist.
danke michael, das glaub ick auch!
was haltet ihr davon wenn wir als flashmob hingehen und f*cken, ist ja auch eine art verkehr….
Irgendwie kann ichs verstehen. Dummes blödgetue von Web20-StudiKZ-Blödlern. Ich konnte e auch verstehen dass die DDR den Biermann raugeschmissen hat. ich würde ihn zwar aus anderen Gründen rausschmeißen, nicht politisch sondern weil er nervt… aber macht sicher keinen Unterschied.
Thumbs up Braunschweig. Flashmobs nerven, machen Krach und Dreck. Andere Leute belästigen wird aber wohl heute als “Spaß” empfunden.
super! bielefelder aus der senne lieben das f*cken und sind daher regelmäßig an britts lügendetektor angeschlossen.
Hm… also eigentlich lebe ich ja ganz gern in Deutschland, wg. der guten Standards für Sanitäranlagen und so… aber manchmal… hm…
ich fänd ja einen flyer geil .. um alle noch mal zu informieren. text:
KEIN Picknick
08.08.2009
von 16 bis 18 Uhr
Braunschweiger Schlossplatz
Solidaritääääät für die unterdrückten Braunschweiger!
Das schreit doch nach Rebellion!
Grad gesehen #2 mit der Info im Hinterkopf gleich doppelt so düster. Remember remember the fitfth of november!
Von diesem Picknick, das am 8.8. von 16 bis 18 Uhr nicht stattfindet, werden alle, die nicht dabei gewesen sind, später noch ihren Enkeln erzählen. Schätze, diesmal werden es mehr als 70 Personen sein, die nicht daran teilnehmen!
Vor zwei Wochen hab ich nen Bericht aus Wien gesehen, da läuft die gleiche Diskussion schon seit 10 Jahren!
Thema: “Brunch im öffentlichen Raum” – Kunstaktion – Es werden Tische aufgestellt, Brunch serviert und Passanten zum Frühstücken eingeladen…
Der “Kampf” um den “öffentlichen Raum” läuft dort seit 10 Jahren und scheinbar kann die Stadt wenig machen… ich hab leider auf die schnelle nichts im Internet gefunden, aber ein wenig Recherche kann sicher nicht schaden… :)
Das ist ja lächerlich. Was lassen sich die Behörden denn noch für sinnlose Ausreden einfallen um den Bürgern den Spaß am Leben zu nehmen? Da muss man auf jeden Fall etwas gegen unternehmen!!
Was genau macht eine regelmäßige Veranstaltung, die über einen Monat vorher geplant wird zu einem Flashmob? Ihr schreibt zwar das Wort “spontan”, aber in Wahrheit ist es ja das Gegenteil von spontan…
Erschreckend, was für Züge das momentan annimmt! Bald kann man für die artigsten Freizeit-Aktivitäten festgenommen werden.
http://www.synecstasy.com/2009/07/20/nichts-zu-feiern/
nicht rausgehen. geht einfach nicht raus. warum nach draußen gehen? draußen? nein. geh nicht raus. nicht rausgehen. wer rausgeht und beispielsweise picknickt, kann verhaftet werden. und wer verhaftet wird, ist dann eh wieder drin. also: nicht rausgehen, ganz einfach. nicht rausgehen.
Rettet Braunschweig! Kauft in anderen Innenstädten ein, NIEMALS IN BRAUNSCHWEIG!
Braun-was?
@Marc (12)
Die Polizie ist nicht zufällig Teil der Exekutive und damit eine der drei GEWALTEN.
Gewalt ausüben heißt nicht immer automatisch “auf die Fresse”, sondern in erster Linie Macht auszuüben.
Brave Bürger! Sammelt Euch zum Stechschritt-Flashmob zur Demonstration der Anerkennung staatlicher Ordnungsmacht!
Demnächst kommen die noch mit dem Terrorargument: erhöhte Gefahr von Anschlägen bei spontanen Menschenansammlungen. Also alles Verbieten zum Schutz der Bürger!
„Der öffentliche Raum in Braunschweig dient ausschließlich dem Verkehr, also dem Transfer von Wohnung a zu Wohnung b, von Wohnung a zu Geschäft b oder von Geschäft a zu Geschäft b.“
Das heißt, wenn ich einmal in Braunschweig in einem Geschäft gelandet bin, darf ich nie wieder zurück in eine Wohnung? Mist.
Ich bin mal gespannt, wie viele Hundertschaften Polizei nun dafür sorgen werden, daß am 8.8. KEIN Picknick in Braunschweig stattfindet.
Bah, können wir mal endlich diese erzkonservativen Politiker und Beamten rausschmeißen und einen freiheitlich-demokratischen Staat gründen?
GG Artikel 8 Absatz 1 und 2
(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.
Cya in Braunschweig :)
Na, ich war schon lange nicht mehr in Braunschweig …
Ich löse das Problem für mich selbst ganz pragmatisch: ich verbiete einfach Braunschweig und lösche es aus meinem Gedächtnis.
.oO(WTF ist Braunschweig? Braunschweig kenne ich nicht… nie gehört!)
“Je korrupter der Staat, desto mehr Gesetze braucht er.”
(Publius Cornelius Tacitus)
Zusätzlich zu “V wie Vendetta” könnte ich noch “Equilibrium” als Vorgeschmack auf unsere Zukunft empfehlen. Und ansonsten noch “Schöne neue Welt” oder aber das inzwischen schon bald von der Realität eingeholte “1984″.
Überlege, eine Demo gegen die Verschmutzung und Zerstörung von öffentlichen Plätzen zu organisieren. Vielleicht könnte man seine Forderung durch so etwas wie ein Picknick unterstreichen …
@timo
es ist nur ein picknick. aber man beachte die tendenzen.
freiheit im web wird beschränkt.
das versammlungsrecht auch.
-
lasst uns aufpassen!
Dann kommt doch nach Wilhelmshaven! Treffen in Klein Wangerooge, 16h
@ 37:
Einfach harmlosen Spaß haben ist ja wirklich schlimm und grenzt an Freidenkerei. Kein Wunder, dass das manchen Spießern und mental beschränkten Neonazis bitter aufstößt, gelle?
Wenn man selbst keine Freude hat, soll man auch anderen keine Freude gönnen. Blanker sauertöpfischer Neid. Mehr nicht.
Wenn ich nicht am 8.8. verplant wäre, würde ich auch kein Picknick in Braunschweig machen.
als kleiner hinweis:
der platz vor dem schloss gehoert nicht dem ece inhaber.zum schloss gehoeren die treppen am schloss und der “ueberdachte” bereich direkt an der aussenwand des kaufhauses.insofern -> schlossplatz = oeffentlicher raum
Öffentlicher Raum dient nur dem Verkehr? Dann muss Braunschweig aber eine langweilige Stadt sein…
Dieses “Verbot” verstösst gegen das deutsche Grundgesetz und die europäischen Menschenrechtskonventionen – wäre ein riesiges Vergnügen sich festnehmen zu lassen und anschließend zu klagen… da kann man bestimmt sogar den Gysi als Rechtsbeistand für sich gewinnen.
zu braunen zeiten muss es ähnlich gewesen sein wie heute. nur ohne fernsehen und internet. aber die leute sind leider immer noch so blöd und naiv wie damals.
es wird sich nichts ändern. es wiederholt sich nur immer.
schönes leben noch
Dann könnte man die Herren aus Braunschweig ja mal vor die Wahl stellen; Picknick oder das hier:
http://www.youtube.com/watch?v=SkRwtgQl6EE
Schöner Song von Loudog aus Braunschweig.
F’ing imbeciles.
Da haben sich die Beamten vom Ordnungsamt gehörig aufgespielt.
Mal sehen ob ich es am 08.08. nach Braunschweig schaffe.
dann backt doch Eulen und Meerkatzen und esst die, dann ist es Traditionspflege
“Zensur” ist ja wohl der falsche Begriff dafür, was nichts an der Tatsache ändert, dass das ziemlich ominöse Scheiße ist.
Also ich werde sicher NICHT am 8.8. in Braunschweig auf GENAU diesem Platz sein.
Wann war gleich die Uhrzeit?
@Shelog: Hell Yeah! Stimmt, macht das ganze ja noch absurder… Braunschweig verbietet die neuzeitliche Version von Eulenspiegelism, sozusagen. Absurd.
Ein Picknick-Flashmob mit 70 auf Decken sitzenden Teilnehmern ist in Braunschweig möglicherweise tatsächlich “verboten”, das wirkt aber weit weniger dramatisch, wenn man sich klar macht, dass dasselbe Ereignis in wohl jeder anderen Stadt der BRD “nicht erlaubt” ist.
Da muss man gar nicht Montesquieu oder die Menschenrechtskonvention bemühen. Dieses Nichterlaubsein von Flashmob-Picknicks (oder auch Flashmob-Flohmärkten oder Flashmob-Konzerten) gibts auch nicht erst seit gestern, sondern schon eine ziemlich lange Zeit. Es ist nicht nur (verfassungs- und verwaltungs-)gerichtlich anerkannt, sondern entspricht der gesetzlichen (Straßen-)Rechtslage.
Dass Braunschweig aus dem “Nichterlaubtsein” ein “Verboten” von Flashmobs gemacht hat, liegt vermutlich daran, dass Flashmobteilnehmer selten eine Genehmigung beantragen (weil: Flash! Verstehste?) und noch seltener genau sagen können, wie groß ihr Flash überhaupt werden wird…
Dass sich die Ordnungsleute möglicherweise ein bisschen wie die Sheriffs aufführen, ist ärgerlich und die Aussage, ein Flashmob-Picknick, sei per se nicht genehmigungsfähig, ist in ihrer Absolutheit sogar falsch. Die Story kriegt von mir Alles in Allem höchstens ein Kopfschütteln. Ich muss aber nicht gerade um Fassung ringen.
cheerio
p.s.: leider vertreten die zuständigen Gerichte den sog. “engen Versammlungsbegriff” – ohne gemeinsame politische Aussage des Picknicks ist es deshalb auch mit dem Schutz der Versammlung nach Art. 8 GG Essig.
Spiegel Online hat übrigens auch noch etwas ganz interessantes zum Thema Konservative Anzugträger vs Persönliche Freiheit.
http://www.spiegel.de/video/video-1013525.html
Ist sicher ganz interessant vom Bauch Gefühl her weil so mancher die Einstellung “Bordell, nein danke” haben wird, aber die “betroffenen” denen hier “geholfen” wird geht es scheinbar wie in den anderen Zensur und Verbotsdebatten. – Da gabs dann gerade auch die Ratzia auf die ich bei Zockern noch warte.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,638376,00.html
oh ja, ein ganz entscheidender punkt. wie oft kann MANN denn? im prinzip haben die mädchen nicht mehr zu tun, bekommen aber mehr geld.
und der cdu-mann da überschätzt sich und seine freunde maßlos. das sollte klar sein.
Interessant.
Dass ich das nicht in meiner Braunschweiger Zeitung sondern im Internet erfahre.
Alles klar! Wir sehen uns dann nicht in Braunschweig. Ich freu mich so sehr auf Videos vom leeren Schlossplatz. Hach!
Ich finde der Aufruf zum nichtpicknicken am 08.08. auf dem Schlossplatz, wegen des Verbotes, sollte viel mehr verbreitet werden.
Ich habe ihn in meinem Blog aufgenommen, denn schliesslich sollten die rechtschaffenen Bürger ja wissen was verboten oder erlaubt ist.
Braunschweig kam mir schon immer etwas suspekt vor, nicht als ein Ort an dem man picknicken könnte.
Dieses Vorurteil wurde jetzt von der Verwaltung bestätigt.
Liebe Grüsse
Bis zum 8.8. ist doch noch Zeit genug, den Flashmob anzumelden und im Falle eines Verbots dieses mit einer Klage zu kippen. Fragt sich nur, was der Sinn eines angemeldeten Flashmobs ist.
Ich hab ja schon so Bilder im Kof, wonach OHNE Ordnungsamt da so um die 70-80 Leute aufgetaucht wären und nun MIT Ordnungsamt, grade zum Trotz wohl eher so 250 auftauchen.
Das passt m. E. nach einfach soooo zur Generation Internet, äh Verzeihung Download (wir wissen ja nicht wer noch mitliest).
Spannend wär’s ja auch, wenn die Stadt Braunschweig dann einen wirren Grund zur Klage beibringt und der “Veranstalter” (den es so ja nicht gibt) dann vor Gericht sich auf das Grundgesetz beruft. Ah… schöne neue Welt.. welcome 1984.
wer sitzt da eigentlich im stadtmarketing bei denen? das wäre perfekte werbung für eine weltoffene stadt gewesen. aber aus einem VW machste halt keinen porsche… oder, naja… in diesen zeiten vielleicht doch…
ich kann das ganze gut nachvollziehen. iwie schäme ich mich für diese flashmob leute fremd.. das is wie in der fußgängerpassage zu tanzen… ich mein, es entsteht doch nur müll und chaoten nutzen solche situationen wieder nur aus. FUCK FLASHMOB!
@robert: >iwie schäme ich mich für diese flashmob leute fremd.. das is wie in der fußgängerpassage zu tanzen…
Yeah. Du stehst wahrscheinlich im Club auch die ganze Zeit nur in der Ecke um danach zu sagen, was für eine verdammt geile Party Du hattest. FAIL!
Interessante Tatsache über Braunschweig: Ein gewisser Diktator musste, bevor er in Deutschland Reichskanzler werden konnte, erstmal Deutscher werden.
Nun ratet mal, welche Stadt ihn damals eingebürgert hat, indem sie ihm einen Verwaltungsposten gab.
ich checke gerade meinen kalender und überlege ob ich mir am da freinehmen soll nur um mit zu machen.
ich kann und will nicht verstehen das sich die leute das gefallen lassen.
im ernst…geht ihr da jetzt nicht hin, oder was ist los!?
@robert: ich kann das ganze nicht nachvollziehen. iwie schäme ich mich für diese spießigen leute fremd.. das is wie in der fußgängerpassage beim tanzen nur zuzugucken… ich mein, es entsteht doch nur schlechte laune und langweiler sitzen solche situationen wieder nur aus. FUCK LANGWEILER!
Da werden wohl einige Leute am 8.8. in Braunschweig NICHT picknicken, die sonst nie auf die Idee gekommen wären, jemals in Braunschweig NICHT zu picknicken. Ich werde mit einer Reihe anderer Leute aus Münster NICHT nach Braunschweig fahren um dort NICHT zu picknicken. Gut, dass Du das hier veröffentlicht hast, sonst hätte ich das am Ende noch getan.
Etwas mehr Hintergrund hier:
http://www.focus.de/digital/internet/tid-14999/spontanparty-flashmob-verbot-in-braunschweig_aid_420968.html
ja, gehts denn wirklich ums picknick, oder eher darum einen kurzen ‘ausnahmezustand’ zu erzeugen?
Ich vesteh’ einfach nicht Reiz an einem im internet-promoteten Saufgelager(?)
Wer aus Hamburg kommt, weiß ja wie das nachm Schanzenfest vor nem Monat ausging. Die Masse verschafft eben doch Anonymität. Und Leute kommen von weiterweg dahin, um die Sau rauszulassen – scheiss egal abends gehts ja wieder nach hause. So und am nächsten Tag darf wieder aufgeräumt werden, von Leuten, die mit unseren Steuern bezahlt werden.
das is fail.
und jetzt fühlt euch ma nicht gleich so angegriffen, nur weil ihr euch jetzt grad so 1337-alternativ-autonom findet…
glaube, du bringst da einfach ein bisschen was durcheinander.
@robert: Ich erkläre Dir jetzt ganz bestimmt nicht den soziokulturellen Hintergrund von Flashmobs, zur Einführung ins Thema empfehle ich mal diesen spOnline-Artikel von 2003: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,258913,00.html
Und überhaupt, selbst wenn am nächsten Tag aufgeräumt werden müsste – ich glaube, das steht in der Job Description der Stadtreinigung, oder etwa nicht?
@robert: Ach komm bitte, was hat denn das Schanzenfest damit zu tun? Was für ein Vergleich…
Wenn es um eine nette, spaßige Veranstaltung geht (mehr oder weniger spontan), dann ist doch alles toll – und nicht “leet”.
Noch besser finde ich aber eher so Improvisations-Zeugs, a la http://www.youtube.com/user/improveverywhere
Braunschweig sucks.
Wissen wir in Hannover schon lange :-)
sechsundneunzig – Alte Liebe
egal was passiert – keine Ahnung wieviel es kosten wird – der Steuerzahler zahlt sowieso.
Ich für mein teil bezahle lieber die Stadtreinigung die sowieso den Besen schwingen muss, ob Picknick oder nicht es wird sowieso “gefegt”. Andererseits ist das Vorhalten von grün oder blau Uniformierten wesentlich teurer!
Fraglich ob man dies dem Veranstalter des NICHT-Picknick´s in Rechnung stellen kann – und wieso eigentlich Veranstalter?!? Wenn ich also Freunde frage ob sie heute mit ins Kino kommen bin ich also Veranstalter des Abends und muss also auch für alles vorsorgen.
Hallo Braunschweig wie wäre es mit konstruktivem Umgang mit der Materie: Hr. Piep wir haben gehört sie wollen am*** um*** picknicken. Leider ist dies nicht am angegeben Ort zulässig. Aber man könnte evtl auf den Burgplatz ausweichen. Allerdings werden ihnen Kosten für Reinigung in Rechnung gestellt wenn der Platz in gröberer Verunreining als üblich nach dem Event vorzufinden ist….
Man könnte ja auch mal miteinander reden als immer gleich draufzuhauen – Man von wegen bunte Republik – wieder mal nur schwarz und weiß.
Ich geh mich jetzt mal übergeben…
Das ganze ist mal wieder ein Kommunikationsproblem. So würde ich das beschreiben.
Wie schon oben geschrieben, so eine Veranstaltung wäre in (eigentlich) jeder Stadt in Deutschland verboten. Obwohl das Wort “verboten” hier etwas hart klingt. Sie wäre anmelde- und genehmigungspflichtig, das trifft es eher.
Das Ordnungsamt verzapft hier Müll wenn es beschreibt, dass man im öffentichen Raum nur von A nach B gehen darf. So stimmt das nicht. Der öffentliche (Verkehrs-)raum ist für den Gemeingebrauch zugelassen. D.h. alles was “gemein” ist, darf dort ausgeführt werden. Also von A nach B gehen, sich hinsetzen, Leute beobachten, flanieren, Kinderspiele usw….
Wenn der öffentliche Raum dann über den Gemeingebrauch hinaus benutzt wird, dann spricht man von einer Sondernutzung. Diese Sondernutzung ist genehmigungspflichtig. Dazu zählen Verkaufsstände aufstellen, Veranstaltungen, Gaststätten die ihre Stühle auf den Gehweg stellen, Parkbuchten die ich mit verkehrsfremden Gegenständen besetze usw. usw. Natürlich auch Demos, das ist aber nochmal speziell geregelt.
D.h. wenn sich da mehrere Leute in geplanter Absicht, zusammen und verabredet hinsetzen und picknicken wollen, und das über einen längeren Zeitraum, entziehen sie einen Großteil der Fläche der “gemeinen” anderen Bevölkerung. Also bedarf so etwas wohl einer Sondernutzungserlaubnis.
Ein kurzer Flashmob – wo sich auch geplant viele Leute treffe um KURZ etwas zu tun, unterliegt wohl aber nicht der Sondernutzung.
Genaue Abgrenzungen gibt es nicht wann etwas als Sondernutzung oder Gemeingebrauch angesehen wird. OLG Urteile helfen hier etwas. Es kommt immer auf die Menge, die Zeitdauer, den Zeitpunkt, die Beeinträchtigungen von Dritten, den Sicherheitsbedenken usw. an.
Beispiel Alkohlgenuss: Ich laufe von A nach B und trinke dabei eine Flasche Bier. Gemeingebrauch des öffentlichen Raumes.
Ich setze mich mit 5 Kumpels auf eine Bank UM dort Bier zu trinken. Gemeingebrauch überschritten -> Sondernutzung -> nicht angemeldet -> Bußgeldbewehrt (wenn es so in der Stadtsatzung verankert ist)
Beispiel Fahrzeug: Ich parke meinen PKW am Straßenrand. Gemeingebrauch.
Ich melde den PKW ab und lasse ihn dort stehen. Gemeingebrauch überschritten weil PKW nicht mehr am öffentlichen Straßenverkehr teilnehme (darf) und ich damit einen Stellplatz für einen anderen, ordnungsgemäßen PKW besetze.
Beide Beispiele anhand OLG-Urteile so bestätigt.
Ich habe diese nette Debatte mal auch nach Braunschweig verlinkt, denn auch hier heißt es: “Ich denke, auch wir hier sollten nicht zum Picknick am 8.8. um 16 Uhr auf dem Schlossplatz aufrufen” ( http://bibs.kostenloses-forum.tk/bibs-post-8531.html#8531 )
@René:
Nur weil ich selbst aus eigenener Erfahrung weiß, wie solche Arbeit so ist: Die Stadtreinigung ist dafür vorgesehen, “alltäglichen Dreck” wegzumachen. Wenn da ein Volksfest ist und 1000 Leute ein Picknick mit Bier&Bretzeln verastalten (und ich glaub genau diese Angst schwingt da mit) dann sind das ja mal zwei völlig unterschiedliche Welten, dass ist nämlich weit mehr als “wie jeden Tag aufräumen”.
@maniacator: Also hier in den Hamburger Parks räumen die meisten (mehr oder weniger) ihr Zeug weg, wenn sie abhauen…
Ich hab’ keine Ahnung wie die Aktion die letzten Male verlief, aber einige hier gehen ja davon aus, dass dort nur Chaos und Müll entsteht und vergessen die ganze positive Ausstrahlung von Menschen, die sich aus Vergnügen treffen und picknicken. Also bei mir hatte das Wort “Picknick” jetzt nicht die “Loveparade/Schanzenfest”-Assoziation… oder lieg ich völlig falsch? Was ist eigentlich mit all dem Dreck, den Fussballfans oder Hamburger Kiezgänger produzieren – ist der besser als der Dreck, den evtl. die Picknicker hinterlassen?
Ich persönlich hasse ja PKW (bis auf Ausnahmen könnte man auf sie verzichten), mag also die Vorstellung nicht, dass unserer öffentlicher Raum eher für Verkehr (hier PKW) als für z.B. Picknicks genutzt werden soll.
Naja, ich kann die Bedenken des OA teilweise nachvollziehen, aber sie sind natürlich in diesem Fall schon ziemlich überzogen.
Ich denke niemand hätte was gegen Flashmobs, wenn sich alle vernünftig verhalten würden. Dazu zählt: Den eigenen Müll wieder mitnehmen, den Platz so sauber und ordentlich verlassen wie er vorher war. Eigentlich ist das ja auch selbstverständlich, aber in Sylt z.B. war’s halt schlimm.
Da kann ich schon verstehen, dass die Stadt keinen Bock hat auf solchen Kosten sitzenzubleiben, schließlich haben die Städte im Moment eh kein Geld und durch die Wirtschaftskrise gibt’s im nächsten Jahr noch weniger Steuern. Es ist ja nicht so, dass der Müll nur aufgekehrt werden muss, nein, er muss ja auch zur Deponie gefahren werden und und und… das kostet halt alles.
Also versteht mich nicht falsch: Flashmobs sind toll, aber es sollte sich jeder der mitmacht eben an gewisse Grundregeln halten.
Wenn ich irgendwo mit dem Zelt wild campe, dann ist es doch auch selbstverständlich den Platz so zu verlassen wie er vorgefunden wurde.
Also wenn ich schon NICHT Picknickt, dann achtet wenigstens drauf, den Platz sauber wieder zu verlassen, damit die Aktion nicht angreifbar wird und das OA sagen kann, “seht ihr alles dreckig”. Dann gibt’s nämlich eine Rechnung, an den “Veranstalter” (der er ja gar nicht ist).
Grüß und viel Spaß beim NICHT Picknicken in Braunschweig.
Marc
Bei schwarz/rot/gold ist der Dreck in Braunschweig erlaubt:
http://bibs.kostenloses-forum.tk/bibs-post-8834.html#8834
Hallo,
auch wir wollen uns den öffentlichen Raum zurückerobern. Die unten aufgeführte Veranstaltung haben wir sogar ganz brav beim Ordnungsamt angemeldet (stand auch in der regionalen Presse). Gäste sind herzlich willkommen.
Frühstücken am Brunnen mit “Hendrech on Jösef”
Das öffentliche und kostenlose Bürgerfrühstück, zu dem der Ortsverband der Partei DIE LINKE. Bad Neuenahr am 02. August 2009 von 11-13 Uhr einlädt, wird am Brunnen auf dem Platz “Alter Markt”, Ecke Hauptstr./ Jesuitenstr. neben dem Kaufhaus “Moses” in Bad Neuenahr, also mitten im Zentrum der Stadt, stattfinden.
“Ziel der Aktion”, so Wolfgang Huste (Sprecher im OV DIE LINKE Bad Neuenahr) “ist das gemeinsame Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Wir sind der Ansicht, dass jede Stadt und jeder öffentliche Raum auch anders genutzt werden kann, als nur zum Einkaufen oder Spazieren gehen.”
Wir freuen uns auf Euch
LG Marion und Wolfgang
Wir erobern uns den öffentlichen Raum zurück!
Wolfgang Huste 28.07.2009 – 17:48
Solche und ähnliche öffentliche Veranstaltungen können auch als Kunstaktion durchgeführt werden, also als “Happening”. Die Freiheit der Kunst ist laut Grundgesetz explizit geschützt! Ich orientiere mich da an den erweiterten Kunstbegriff von Beuys. Für ihn war bekanntlich jeder Mensch ein Künstler und die Gesellschaft “als solche” eine lebende Skulptur! Eine Ansammlung von Menschen ist demnach auch ein Kunstwerk – oder nicht, oder was? :-)
Ciao, Wolfgang
@73….
(Zitat)Interessant.
Dass ich das nicht in meiner Braunschweiger Zeitung sondern im Internet erfahre.(Zitat Ende)
Dir ist bekannt, das die “unabhängige” und “nicht pateigebundene” Braunschweiger “Zeitung” überwiegend Copy-Paste-Artikel aus dem Rathaus veröfentlicht und ziemlich einseitige Berichterstattung liefert.
@90
(Zitat)Braunschweig sucks.
Wissen wir in Hannover schon lange :-)(Zitat Ende)
Was ist Han.. Han… äh Ha….tschi? Muss man das kennen? ;-)
Ciao
Ach ganz vergessen……
Tolle PR-Aktion, die Meldung geht ja gerade durch sehr viele Seiten im Internet, deshalb schätz ich das KEINE Picknicker nach BS kommen und NICHT vor dem Kaufhaus mit der Schlossatrappe picknicken.
Und diese Schlagzeile ist so geil, bin mal gespannt was dann nach dem 8.8. von dem NICHT-Picknick berichtet wird und wieviele NICHT-Teilnehmer NICHT hier waren.
Die Auswirkungen und Konsequenzen dieser Aktion würde ich auch gerne wissen, Schilda lässt Grüßen ;-)
Ja, V wie Vendetta!!
ob man das Kostüm wohl irgendwo bekommen könnte…?
http://www.abload.de/img/picknick_cux_200908087w2t.jpg
Art. 8 GG.
http://www.abload.de/img/schlossplatzmassakerr2gy.png
Da haben aber viele Leute Angst vor ihrer Bevölkerung!
@92
Zum Alkoholbeispiel gibt es einen aktuellen Gerichtsentscheid, der die Freiheitsrechte stärkt und einem grünen OB die Grenzen seiner Ordnungsphantasien aufzeigt:
http://www.badische-zeitung.de/gericht-hebt-freiburger-alkoholverbot-auf
Denn die Machtvorstellungen von Lokalfürsten sind selten parteigebunden, sondern ähneln sich in erschreckender Weise parteiübergreifend. Wo kämen wir auch hin, wenn die nicht mehr bestimmen könnten, was in ihrer Stadt passiert…
“This is no picnic.” Oder, um es mit Magritte zu sagen: “Ceci n’est pas un #{franz(”Picknick”}))”. Buchstaben am besten aus lauter Menschen gebildet.
Schöne Grüße nach BS, wo ich seit dem Studium nicht mehr war (20a).
Tjaaa, 14-16 Uhr schon was vor?
Hier noch ein Aufruf
http://bibs.kostenloses-forum.tk/bibs-post-8871.html#8871
Jaah! Nur 20 Jahre hat es gedauert, da haben es die Agenten des MfS der DDR geschafft unter der Vortäuschung staatlicher Vereinigung unter westlichen Vorzeichen und unter Vortäuschung der Hinnahme von Menschen- und Bürgerrechten den Apparat des BRD-Regimes zu unterwandern und unbemerkt gefügig zu machen.
Muahahaaargh!
In den Ämtern sitzen wahrscheinlich derart greise Zeitgenossen, dass die noch nicht einmal wissen, wie man Flashmob richtig ausspricht, “wahrscheinlich wie Flasche und Mop”… xD
Wär klasse wenn noch nen Bericht nach dem 8.8 über die aktion gepostet würde
Verkehrsplanung einmal anders! Wie? In dem man es wagt die öffentliche Ordnung in Frage zu stellen. Planung vom Verkehr unter den Geschlechtern durch Zusammenkunft vor dem Braunschweiger Rathaus. Da wird sich Herr Oberbürgermeister Hoffmann, Ex-NPDler, sicher freuen. Braunschweig macht seinem Namen seit Jahren alle Ehre: Es ist braun und jeder schweigt! Werbung von unliebsamen Organisationen oder Verantstaltungen (LINKE; Zirkus) wird abgehängt und mit Bußgeldern geahndet, NPD-Werbung oder Werbung für Oder-Neiße Freunde darf bleiben. Plakatierverbot gilt vor den Schlossattrappen eben nur für Dinge die “systemirrelevant” sind. Ausländische Comedians, welche den Oberbürgermeister auf die Schippe nehmen, erteilt man Auftrittsverbot.
Braunschweig, nicht nur die Stadt des Löwen und der Ort an dem Hitler seine deutsche Staatsangehörigkeit bekam. In Braunschweig stinkts und ists dreckig, das sagt auch die NPD und deswegen freuen die sich ganz besonders über die Reinigungsaktionen ihres ehemaligen Kameraden. Kein Schelm wer böses dabei denkt!
@susanne:
Hallo Susanne, Du nimmst mir die Worte aus dem Mund, hier mal einiges Bildmaterial, dazu:
http://bibs.kostenloses-forum.tk/bibs-post-8951.html#8951
Gruß vom Bruno aus Braunschweig
@Francesco: (Zitat)Interessant.
Dass ich das nicht in meiner Braunschweiger Zeitung sondern im Internet erfahre.(/Zitat)
Das hab ich mir beim lesen dieses Artikels auch gedacht.
spontan dachte ich an das open-air-frühstück in jena, 1986.
http://is.gd/1YZUu
What the fuck?
BRAUNschweig, eben
Hier kommt die ultimative Seite einer Flashmob “Bier- und Wurst Crew Braunschweig” mit einer überaus spontanen und fetzigen Komposition:[url=http://hwd-bs.de/2009/08/02/stop-picknick-willkur/]stop-picknick-willkür[/url] :wink:
Auf gar keinen Fall findet zur gleichen Zeit auf dem Hamburger Rathausmarkt am Samstag sowas wie ein Solidaritäts-Picknick statt!
Bitte nicht am 8.8. um Punkt 16h eine karierte Picknickdecke auf dem Rathausmarkt ausbreiten. Auch keine Leckereien, Gitarren oder Lebensfreude mitbringen!
Bleib’ bitte ein demütiger Staatsbürger und mach dreimal täglich einen Kniefall in Richtung des nächstgelegenen Ordnungsamts.
Ganz aktuell aus Braunschweig:
Im Vorfeld des morgen nicht stattfinden Flasch-mobs fordert der Schriftsteller und Aktionskünstler “Lord Schadt” in einem 10 Punkte Brief den Verursacher der Negativschlagzeilen, den Braunschweiger Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann zum Rücktritt auf. Der ganze Brief ist hier abgedruckt:
http://www.unser-braunschweig.de
Viele Bilder und auch Filme vom Picknick in Braunschweig am 8.8.09:
http://bibs.kostenloses-forum.tk/bibs-post-9158.html#9158
Hier hätte ich dann ausnahmsweise gerne den “i hate this”-Button statt “i <3 this”… Die sind doch echt bescheuert…
Mir ist zu Ohren gekommen, dass am 14. August 2010 wieder KEIN Picknick vor dem Schloss in Braunschweig stattfindet….
Was ist dran an dem Gerücht?