General Robots

Dieter Gorny und Mobys Free Music

Das Geschäftsmodell ist ganz simpel: Ich biete etwas an im Internet und dafür wird etwas bezahlt. Der Marktpreis richtet sich nach dem Bedürfnis, und wenn jemand etwas klaut, kriegt er eins auf die Nase.

sagt Dieter Gorny in einem Interview auf der Westen, wo er noch viel mehr Bullshit von sich gibt. Das Interview wird hier von Stefan Niggemeier im Detail auseinandergenommen, mir geht es im Moment aber nur schnell um obiges Zitat, denn ganz so simpel kann das Businessmodell der Musik-Industrie im Netz nicht wirklich aussehen, wenn man sich folgendes Zitat vom mir musikalisch nicht sehr geschätzten Moby ansieht:

The album just came out and it would be #1 euro charts if not for michael jackson re-releases.
So that’s good.
But here’s something funny: the best selling itunes track is ’shot in the back of the head’.
Why is that funny?
Because its the track we’ve been giving away for free for the last 2 months and that we’re still givng away for free.
Odd.

Ja. Merkwürdig. Ganz so simpel wie Gornys Gehirn darf ein erfolgreiches Geschäftsmodell im Internetz also nicht sein.

Moby’s Top Selling Track Is Also The One That He’s Giving Away For Free

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  1. Links (5. Juli 2009 - 6. Juli 2009) | Testspiel.de
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  1. afmusic_DE (afmusic label): Lese grade: Dieter Gorny und Mobys Free Music http://tinyurl.com/q8mosz
  2. CA_rotwang (Ben): Lese grade: http://tinyurl.com/q8mosz

9 Kommentare

  1. Ich schätz mal eher, solche Aussagen, wie die von Moby, verursachen bei Menschen wie dem von mir wenig geschätzten Herrn Gorny, einfach nur einen Knoten im Gehirn. Und wenn der einmal da ist, dann hat sich das im Grunde schon erledigt. Moby gibt nur das wieder, was vor ihm auch schon viele Andere festgestellt haben und was sich mit BWL nunmal nicht mehr erklären läßt.

    1# - Falk - 06. Juli 2009 @ 12:16 Uhr Reply to this comment
  2. Meine Güte. Die Kommentare auf derwesten sind ja beinahe auf heiseniveau.

    Wenn ich schon lese dass sie sich über die Qualität der Musik beschweren, dann disqualifizieren sie sich damit doch nur selbst. Wer nur den Schrott kennt ist selbst schuld.
    Zum Thema wurde eigentlich schon alles so oft gesagt. Die MI-Vertreter lassen sich nicht überzeugen.

    2# - Denny - 06. Juli 2009 @ 12:32 Uhr Reply to this comment
  3. Ich frage mich gelegentlich, warum es keine Plattform gibt, über die man Künstlern – natürlich direkt – etwas für die vielen Bootlegs zukommen lassen kann, die einige ja sogar zulassen. Hätte dem einen oder anderen schon ein paar Euro abgedrückt, aber so lange es Konzertaufnahmen nicht zu kaufen gibt sind die Bootlegs die einzige Möglichkeit.

    Ich weiss, einige sind schon auf den Trichter gekommen und verkaufen ihre Touren in irgendeiner Form. Aber warum nicht alle?

    Ich habe in der Production Partner (glaub ich) zu der technischen Ausstattung einer Tour mal den Kommentar von einem FoH-Mixer gelesen, dass es heute schon möglich wäre das Konzert direkt im Anschluss zum Download bereitzustellen oder auf USB-Sticks zu verteilen. Warum tut ihr das dann nicht? Will haben!

    Vor allem will ich das Konzert auf dem ich war, mitsamt dem Blabla, und nicht die inletzter Zeit vermehrt in Mode gekommenen Zusammenfassungen.

    3# - Willy - 06. Juli 2009 @ 12:58 Uhr Reply to this comment
  4. Mir fiel grade auf, dass die einzigen iTunes mp3s, die ich bisher gekauft habe, auch auf Vinyl in meinem Regal stehen und von einer Band kommen die regelmäßig exclusive Alben/EPs für lau ins Netz stellt und die ich am Mittwoch Live sehe, obwohl sie nicht aus Hamburg kommen. (Eine der Scheiben, die es sowohl kostenlos im Netz gibt, als auch bei mir im Regal zu bestaunen (auf einem Konzert im letzten Jahr erworben) hat den schönen Titel “Striktly Leakage”). Die sollten mal den Herrn Gorny interviewen. Aber die haben da keine Zeit für weil die zu sehr damit beschäftigt sind gute Musik zu machen.

    Ich hoffe René verzeiht mir die Werbung für die neue kostenlose EP:
    Atmosphere -Leak At Will
    (Ich hoffe die gibt es am Mittwoch auch zu kaufen)

    @Willy: Peter Maffay hat auf seiner letzten Tournee genau das gemacht: USB-Sticks mit genau dem Mitschnitt des Konzertes, welches man grade gesehen hat verkauft. Super Sache (Die Sticks, nich der Maffay).

    <edit> Ich sehe grade, das auch BAP, Die Toten Hosen und Thomas D, das auch tun. Hier ein Artikel dazu:
    http://www.milimaca.de/2009/01/31/peter-maffay-tour-2009-als-mp3-auf-concert-stick/

    Dieter Gorny weiß wahrscheinlich nichts davon, weil es das nur im Netz zu lesen gibt, oder so.
    </edit>

    4# - Shoom - 06. Juli 2009 @ 14:12 Uhr Reply to this comment
  5. Und wer hats erfunden? Die Einstürzenden Neubauten!
    Die haben das aber sogar noch auf ne CD gebrannt.
    Technischer Fortschritt ist schon ne doofe Sache, Herr Gorny.
    (Ich mochte ihn schon nicht, als wir einer seiner Reden in der Schule analysieren mussten, und habe die Meinung auch gegen meine damalige Lehrerin verdeidigt.)

    5# - V'kar - 06. Juli 2009 @ 15:04 Uhr Reply to this comment
  6. Manchmal stelle ich mir die Frage, ob es bei Herrn Gorny auch was mit der Geburtsstadt zu tun hat, Stichwort Schildbürger. Kann das beurteilen, da auch dort «groß» geworden und dann nach Köln. Und was soll ich sagen: Ich hab es auch noch nicht ganz raus, das Schildbürgertum.
    Hin und wieder kommt es noch hoch, grad eben jetzt zum Beispiel.
    Andererseits besteht Hoffnung, Johann und Ralf König zum Beispiel haben ja eine ganz passable Art gefunden, damit umzugehen.

    6# - meeow - 06. Juli 2009 @ 16:03 Uhr Reply to this comment
  7. was mich an der ganzen diskussion echt stört, ist die nicht vorhandene differenzierung zwischen einer renommierten bekannten band beim major, einer eher unbekannten band ohne plattenvertrag und allen nebengefilden die es in form von DJs, laptop liveacts u.s.w. die auf nem indy lable oder gar keinem sind, gibt. diese aggieren doch alle in abhängigkeit vom budget und tätigkeit völlig unterschiedlich. es wird auch nicht zwischen den szenen und entsprechendem underground unterschieden.

    daher ist die ganze basis auf die die diskussion aufbaut doch eigentlich falsch. denn sie schließt komplett einen großen teil des musikmarktes und dessen nischen aus und geht lediglich von den großen majors aus. und die sind es doch, denen gerade alles wegbricht. was im klartext heißt: purer lobbyscheiß und für die kleinen artists, auch wenn es herr gorny immer wieder sagt, interessiert sich niemand!

    oder seh ich das falsch???

    desweiteren find ich es unfassbar, wie dieter gorny ernsthaft glauben kann, er spricht für alle artists und kleineren labels in deutschland. viele labels und artists haben doch die alternativen und neuen konzepte schon längst für sich entdeckt und machen, man höre und staune, umsatz! es gibt doch schon längst distributoren, die sich auschließlich auf den vertrieb von MP3 konzentrieren und trotz der “illegalen” downloads wachsen, wachsen, wachsen.

    und wo sind jetzt die neuen funktionierenden geschäftsmodelle der jungs die herr gorny vertritt? den vorwurf, die musikindustrie hat es verpasst, muß er sich gefallen lassen. und sie sollten mehr als schnell reagieren, sonst: tschüß!

    und zum thema umsonst songs und liveaufnahmen raushauen fällt mir nur folgendes ein: in z.b. hip-hop kreisen war es durchaus üblich, das nach gigs mixtapes verschenkt wurden. halt promotion & sorgte entsprechend für publicity, auch wenn es keiner so genannt hat.

    ich verteil auch nach jedem gig cds umsonst und biete mp3s auf meinen seiten an. allerdings keine live mitschnitte des gigs. das kann ich mir beim besten willen nicht leisten. könnte ich, wenn z.b. in berlin die diskussioon um z.b. 3€ clubeintritt endlich aufhören würden oder die gagen entsprechend an die leistung angeglichen währen. das muß auch mal gesagt werden.

    und nicht jede band kann , so wie die neubauten oder maffay, es sich leisten, den live mitschnitt auf cd/usb stick seinem publikum nach dem gig mitgeben. (vielleicht laptop, brennen und per hand beschriften. das könnte klappen, wird aber bei 400 leuten zeitlich eng… ;) )

    ich find daher die ganzen vergleiche nicht ganz korrekt. denn bands, die vor “30.000″ menschen spielen und “70€ – 150€” kartenpreis haben mit “1000€” gage bei “400″ leuten zu vergleichen, ist an der realität vorbei. die meißten konzerte sind doch eben nicht in stadien und sporthallen, sondern finden in mittleren clubs und konzertlocations statt. also ganz andere dimensionen.

    und zu moby:
    was soll ich sagen. so läufts halt. die einen, die die kohle nicht haben oder nicht zahlen wollen, nehmen es halt so mit. die anderen, die es lieben, sind auch bereit zu zahlen. weh tut es keinem. verdienen tun alle. promotion machen sie auf jedenfall!!

    7# - curv - 06. Juli 2009 @ 21:27 Uhr Reply to this comment
  8. und zu gorny und popkomm:
    nicht der illegale download von MP3s ist am scheitern der popkomm schuld, sondern die völlige unfähigkeit seitens der veranstalter, die messe dem publikum in berlin anständig zugänglich zu machen.

    fragt doch mal die feté de la music jungs, wie die das machen. ist ein eintritt frei “konzept” und wächst, wächst, wächst… ;)

    8# - curv - 06. Juli 2009 @ 22:10 Uhr Reply to this comment
  9. Die Kommentare im Westen sind doch Gold:

    “Herr Gorny hat Recht! Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Ohne ein Copyright wird es irgendwann mal keine Interpreten mehr geben – denn wenn sich Arbeit nicht lohnt, wird sie eeingestellt
    #4 von Hansi56, am 02.07.2009 um 07:55″

    Darf man jetzt spekulieren, welches Organ beim Verfasser dieses Kommentars die Arbeit eingestellt hat?

    9# - SLogan - 07. Juli 2009 @ 00:13 Uhr Reply to this comment

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