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Dr. Motte über 20 Jahre Loveparade

Dr. Motte schreibt auf spOnlines Eines Tages über die Anfangszeiten der Loveparade. Meine erste Parade war die 93er, das war die, während der die Raver einen Container voller Filmrollen plünderten und die Filme über die Äste der Bäume auf dem Kuhdamm warfen. Gab’ ein tolles Bild ab, die bunten Laster voller Raver, die unter Girlanden aus Film fahren.

Ende der achtziger Jahre war ich Teilhaber und Discjockey in einem kleinen Club in Schöneberg, Turbine Rosenheim; 250 Mann und der Laden war voll. Wie am 21. September 1988, da fand hier die erste Acid-House-Party Deutschlands statt – das Ergebnis meiner ständigen Recherchen nach neuer Musik. Eigentlich hatte ich in Spandau Betonbauer gelernt und wollte Architekt werden. Moderne Häuser entwerfen, Gropius, Bauhaus, das hat mich fasziniert.

Aber dann gab es diesen neuen Sound. Der nirgendwo reinpasste, der sich unbegreiflich und neu anfühlte, ich war sofort infiziert. Ging in die Plattenläden, legte selbst auf, hörte Geschichten, die man sich aus London erzählte. Von illegalen Partys in leerstehenden Fabriken, die von der Polizei aufgelöst wurden, und die Leute feierten danach einfach auf der Straße weiter. Dieses Bild brannte sich in mein Gedächtnis ein, ganz oft fragte ich mich: Ginge so etwas nicht auch in Berlin? Eine Party unter freiem Himmel, mit dieser neuen Musik?

“Wir donnerten unseren Sound in die Stadt” (via KFMW, Foto aus Taniths Loveparade-Fotos auf Facebook)

5 Kommentare

  1. Beweihräuchert er sich ma wieder selbst, ja?

    1# - Olaf - 01. Juli 2009 @ 21:14 Uhr Reply to this comment
  2. @Olaf: Ja, tut er. (Jetz sei mal nich so – 20 Jahre Loveparade, ey!)

    2# - René - 01. Juli 2009 @ 21:20 Uhr Reply to this comment
  3. @Olaf: Ich find’s gut. Ich bin jetzt nicht sooo der Fan von Motte, geschweige denn von seiner “psychedelischen” Einstellung zur “Loveculture”, da Techno für mich einfach nur geile Musik ist. Aber die ursprüngliche Loveparade als Demo fand ich schon gelungen. Damals war’s ja wirklich so, dass bei Rave-Parties zumindest hier in den Diskotheken wesentlich weniger Stress-Leute (Schlägertypen) da waren, als bei Parties aus dem Hiphop oder Rockbereich.

    Mittlerweile ist das ja umgekehrt, was aber in erster Linie an diesem völlig bescheuerten Großraum-Krams liegt (Cascada, Handsupshit).

    3# - Marcel - 01. Juli 2009 @ 22:29 Uhr Reply to this comment
  4. “Forward ever, backwards never, rave forever!” – passt zwar nicht originär zur Love Parade, aber bleibt trotzdem mein Lieblingsslogan aus den frühen 90′er

    4# - mickey - 02. Juli 2009 @ 08:59 Uhr Reply to this comment
  5. Das Bild ist von Tanith. Und der ist sich wenigstens treu geblieben! Und hat zudem ein gutes Blog und Ahnung von dem was er spricht.

    RUUUUUUUUU! Tanith!!!!!!!!!!!!!

    http://www.tanith.org

    5# - mg - 06. Juli 2009 @ 22:38 Uhr Reply to this comment

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