General Robots

CDU-Strobl beharrt auf „Sperrung von Killerspielen“

Der Strobl hatte das ja schon neulich von sich gegeben, jetzt bekräftigt der nochmal seine Aussage: Er prüft „ernsthaft“ eine Blockierung von Seiten mit „Killerspielen“. Was das sein soll, weiß ich zwar nicht, er vermutlich auch nicht – aber wurscht. Hauptsache blocken. Man muss also feststellen Herr Strobl von der CDU ist ein inkompetenter Schwätzer, genau wie 389 andere Abgeordnete im deutschen Bundestag, inkompetente, unfähige Bagage ohne den geringsten Sachverstand. Und damit kommt Ihr nicht davon.

Nach der Entscheidung des Bundestags für eine Sperrung von Kinderporno-Seiten im Internet gibt es Überlegungen für eine Ausweitung der Blockade. Der Bundestagsabgeordnete und CDU-Generalsekretär in Baden-Württemberg, Thomas Strobl, brachte die Idee ins Spiel, auch Seiten mit “Killerspielen” zu blockieren. “Wir prüfen das ernsthaft”, sagte Strobl dem Kölner Stadt-Anzeiger. “Wir gehen nach Winnenden nicht zur Tagesordnung über”, betonte der CDU-Politiker. “Wenn es einen Nachweis gibt, dass sich Killerspiele negativ auf das Verhalten Jugendlicher auswirken, dann kann das Internet kein rechtsfreier Raum sein.”

CDU-Politiker prüft Websperren für Gewaltspiele “ernsthaft”

Vorher auf Nerdcore:
Thomas Strobl von der CDU will Netzsperren auf „Killerspiele“ ausweiten (feat. CoD4-Zombie-Map und der Brief eines Beinahe-Amokläufers)

3 Tweetbacks

  1. hellyeah_photo (Dominik): Lese grade: http://tinyurl.com/knplb6
  2. MekaMalib (Meka malib): Lese grade: http://tinyurl.com/knplb6
  3. ptrschmitz (Peter Schmitz): CDU-Strobl beharrt auf „Sperrung von Killerspielen“ http://tinyurl.com/knplb6 #feedly

31 Kommentare

  1. wikipedia:

    ” Seit 1996 ist er mit Christine Schäuble, der Tochter des CDU-Politikers Wolfgang Schäuble, verheiratet.”

    da kommt zusammen…

    1# - stefan - 19. Juni 2009 @ 12:08 Uhr Reply to this comment
  2. Was soll man auch vom Schwiegersohn des Schäublischen Führers erwarten?

    Ich wähle Piraten. Definitiv.

    2# - RockOn - 19. Juni 2009 @ 12:08 Uhr Reply to this comment
  3. sollnse doch verbieten :P
    dann wird im untergrund gespielt und es wird erst recht piratisch. aaaarrrgh.

    mich wird jedenfalls kein verbot und keine zensur vom zocken abhalten.

    3# - christian - 19. Juni 2009 @ 12:14 Uhr Reply to this comment
  4. “Wenn es einen Nachweis gibt, dass sich Inkompetenz negativ auf das Verhalten der Politiker auswirkt, dann muss der Bundestag ein hirnfreier Raum sein.”
    ..oder so ähnlich ^^

    4# - shortee - 19. Juni 2009 @ 12:16 Uhr Reply to this comment
  5. die so genannten “killerspiele” und die sogenannte “kinderpornosperre” sind zwei kleine teilaspekte der aktuellen politik, aber teilaspekte, in die (ich sag jetzt mal) “wir” einblick bzw. von der wir ahnung haben. deshalb erkennt man sofort, mit wieviel inkompetenz in der politik gerade zu werke gegangen wird.

    diese inkompetenz unserer volksvertreter hochgerechnet auf die 99% der anderen aktuellen politischen themen, bei denen ich nicht in diesem maße mitreden kann, macht mir gerade richtig angst … :-(

    5# - Alex - 19. Juni 2009 @ 12:27 Uhr Reply to this comment
  6. hmm moment ich glaub ich muss kotzen..
    soviel unfähigkeit auf so kleinem raum.. unglaublich

    6# - SebiZ - 19. Juni 2009 @ 12:31 Uhr Reply to this comment
  7. Dadurch, dass man “Killerspiele” mit KiPo gleichstellt, findet nicht nur unbedingt eine Kriminalisierung der Spieler statt, sondern auch eine Verharmlosung von Kinderpornographie.

    Wer einen Apfel mit einem Stechapfel auf eine Stufe stellt, läuft Gefahr, jemanden dazu zu verleiten, herzhaft in ein Nachtschattengewächs zu beissen.

    Nur so’n blöder Gedanke…

    7# - finefin - 19. Juni 2009 @ 12:36 Uhr Reply to this comment
  8. ich wander aus, es hat keinen sinn mehr.

    8# - googler - 19. Juni 2009 @ 12:37 Uhr Reply to this comment
  9. “Wenn es einen Nachweis gibt, dass sich Killerspiele negativ auf das Verhalten Jugendlicher auswirken.”
    Von mir aus, können die DANN das Gesetz durchwinken. Und welche Killerspiele spielt man denn auf Internetseiten? 8-Bit Jump’n'Runs bei denen man auf Aliens/Zombies schießt?

    9# - k3nNy - 19. Juni 2009 @ 12:41 Uhr Reply to this comment
  10. War doch klar das sowas kommt. Und wenns soweit ist, werden bestimmt auch die Vereinsheime von allen Schützen-Clubs zugenagelt. Deutschland ist da doch Fair mensch…

    10# - Sushiator - 19. Juni 2009 @ 12:42 Uhr Reply to this comment
  11. dann bitte auch unsägliche gesellschaftliche entgleisungen a la »germany’s next topmodel« und konsorten aufnehmen, welche unseren »kids« unaufgefordert und laut brüllend minderwertigkeitskomplexe ins gehirn hämmern und sie in rücksichtslose egoisten verwandeln:

    »SEI JUNG! SEI SCHÖN! SEI ERFOLGREICH!! das, was du jetzt hast, reicht nicht!! so wie du jetzt bist, bist du nicht in ordnung!! und wenn du nicht MEHR willst, dann stimmt mit dir irgendwas nicht!«

    11# - marcus - 19. Juni 2009 @ 12:43 Uhr Reply to this comment
  12. ich glaube kaum das die mit der spielezensur durchkommen.

    zum einen ist die spieleindustrie zu gross und mächtig, dass die das so einfach durchgehen lassen und zum anderen ist es technisch kaum umsetzbar.

    aber zum anderen überlege ich mir auch schon das land zu verlassen, wenn mit meinen menschenrechten so einfach herumgespielt werden soll.

    da ist es bald in china garnicht mehr so schlimm

    12# - hansi - 19. Juni 2009 @ 12:49 Uhr Reply to this comment
  13. shit, umsomehr verbote es gibt umsomehr leute fühlen sich gezwungen grenzen zu überschreiten!
    na vielleicht schafft der staat so endlich mal ne offensive mehrheit gegen sich selbst!

    13# - jason - 19. Juni 2009 @ 13:01 Uhr Reply to this comment
  14. Gibt es denn überhaupt einen solchen Nachweis, dass sich das Verhalten der jugendlichen negativ verändert, wenn sie Killerspiele spielen? Es behauptet zwar immer jeder, aber dadurch wirds ja noch lange nicht wahr… und was ist mit meiner Mündigkeit? Ich bin kein Minderjähriger mehr und möchte mir bitte Killerspieleseiten im Netz anschauen…

    14# - Marco - 19. Juni 2009 @ 13:07 Uhr Reply to this comment
  15. Kann man denn Online Konsolenspiele überhaupt blocken? Oder werden einfach nur die Spiele verboten, obwohl viele sowieso ab 18 sind? Ich bin erwachsen und Herr meiner Dinge/Emotionen, ich möchte gerne selbst entscheiden was ich in meiner Freizeit tue solange ich niemandem Schaden zufüge. Beim Verbot wissen wir ja wo wir uns die Spiele besorgen können…

    Und zweitens: es gibt bereits eine sehr verlässliche und leider auch diesmal sehr wissenschaftliche Studie (zu finden im Economist), die belegt das Killerspiele die Aggressivität fördern. Es ist allerdings auch genau andersherum – wer den ganzen Tag Glücksbärchis Wunderland und Super Mario spielt, wird laut der Studie ein besserer Mensch. Für mich eine bißchen doofe Situation. Wenn ich mir aber die gestern vorgebrachte Studie anschaue, und die von Strobl geforderte Studie auch nur annähernd ähnliche Qualität hat, können wir direkt die Tüten packen, die belegt wahrscheinlich das Killlerspielespieler nachts Robbenbabys häuten.

    Hier der Link zur Studie: http://www.economist.com/sciencetechnology/displayStory.cfm?story_id=13726738

    15# - Buster Keaton - 19. Juni 2009 @ 13:12 Uhr Reply to this comment
  16. Bier bzw. Alkohol hat negativen Einfluss auf Jugendliche. Wird dagegen so entschieden vorgegangen? Die lungern wie wir damals immer noch betrunken auf Festivals und in der Innenstadt herum. Zu viel Fett in der Nahrung hat negativen Einfluss auf Jugendliche … das ist alles wesentlich wichtiger als öde Killerspiele und “Killerwebseiten” … u.v.a. spart es dem Staat (und damit auch uns) Milliarden an Gesundheitskohle, wenn die Jugend sich gesund ernährt und weniger trinkt ;-)

    16# - Sebbi - 19. Juni 2009 @ 13:27 Uhr Reply to this comment
  17. Mir macht das, was (5# – Alex) geschrieben hat und auch meine erste Idee dabei war, am meisten Angst!

    z.B. Gesundheits-/Renten-”Reform”

    17# - Geist - 19. Juni 2009 @ 13:35 Uhr Reply to this comment
  18. Vor allem ist die Formulierung so schön: “Killerspiele sperren”
    Websites über Spiele? Ist offenbar nicht illegal.
    Filesharing-Seiten, die Killerspiele anbieten? Dann muss er nicht extra “Killerspiele” sagen.
    Er ist eben, wie alle anderen, die Inkopetenz in Person.

    18# - monk - 19. Juni 2009 @ 13:45 Uhr Reply to this comment
  19. Ach mensch, nach dem Wahlkampf sitzen die doch wieder auf ihren Ärschen mit Schnuller im Mund und machen 3 1/2 Jahre nichts. Solange haben wir dann wieder Ruhe, bis das Wahlkampfgeplapper wieder von vorne losgeht.
    Lustig, irgendwie, wenn man sich das so überlegt. 3 1/2 Jahre nichts machen und ein halbes Jahr nur blödsinn. Das können echt nur etablierte Politiker. Jeder andere Angestellte wär da schon längst gefeuert worden.

    19# - Niels - 19. Juni 2009 @ 14:04 Uhr Reply to this comment
  20. wundert sich hier jemand ernsthaft über die aussage des herrn?
    nach gestern war das doch abzusehen und ist einfach der nächste schritt auf dem weg zum zensierten überwachungsstaat…

    20# - thang - 19. Juni 2009 @ 14:04 Uhr Reply to this comment
  21. Ich lese das so:
    “Wir gehen nach Winnenden nicht zur Tagesordnung, sondern zum Wahlkampf ueber. Und dass dort eher blinder Aktionismus als richtige Problembewaeltigung gilt, kommt uns ganz gut gelegen.
    Eine Ausweitung der Zensur ist notwendig, damit uns nicht noch mehr Waehler weglaufen, und mit irgendetwas muss man ja schliesslich anfangen.”

    21# - Marcus - 19. Juni 2009 @ 14:23 Uhr Reply to this comment
  22. Ich bin so froh, dass ich bereits ausgewandert bin :D.

    Nein, im ernst. Das war so absehbar…und in einem halben Jahr kräht wieder kein Hahn danach. Traurige Entwicklung, ich hoffe, sie machen die Leute endlich mal sauer genug, dass sich was tut. Ich bin dabei, im Herzen ist das Badnerland schließlich immernoch meine Heimat!

    Das ist übrigens noch eine Ergänzung, aus den PC-Games-News:
    “Martina Krogmann, parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion bezeichnete seinen Vorstoß kurz nach dem Beschluss der Internet-Sperre für Kinderpornografie als Einzelmeinung. Ferner kam die Union dem Wunsch der SPD nach, derlei Web-Blockaden einzig und allein auf Kinderpornografie einzuschränken. Nun stellt sich die Frage: „Was hat Herr Strobl daran nicht verstanden?”"

    Das kann man jetzt glauben oder nicht…

    22# - Jules - 19. Juni 2009 @ 15:09 Uhr Reply to this comment
  23. zigaretten, drogen und alkohol haben natürlich keinen negativen einfluss auf jugendliche, und wenn, dann muss man ja auch die arbeitsplätze in der zigaretten- und alkoholindustrie berücksichtigen und die unberechenbarkeit der drogenbosse. aber internet? da hängen doch keine arbeitsplätze dran.

    23# - fabian - 19. Juni 2009 @ 16:28 Uhr Reply to this comment
  24. 24# - RockOn - 19. Juni 2009 @ 16:34 Uhr Reply to this comment
  25. ich denke auch daraus wird nen gesetzt gemacht, irgendwann leben wir eh wie in china.. darfst nichts mehr sagen/machen , irgendwann gibs gedankenlesemaschinen und dann darf man auch nichts falsches mehr denken… presse- und meinungsfreiheit ist dann eine schöne erinnerung…

    ganz nach dem spruch “nichts ist vergänglich” auch nicht der kontroll-staat.. will gar nicht wissen wie viel regierung und polizei tuen, wovon unser eins nicht mal den hauch einer ahnung hat, weil es einfach vertuscht wird..
    gibt ja genug leute die für schmiergeld arbeiten und dinge verdrehn..

    aber als nächstes wird eh erstmal die PET-Flasche verboten -> http://www.tagesschau.de/inland/wasserflaschen100.html *und dann laufe ich definitiv laut lachend durch die stadt*

    *unfassbar kopfschüttel und gespannt was politik als nächstes rauskloppt*

    25# - Nachtgeist - 19. Juni 2009 @ 16:41 Uhr Reply to this comment
  26. die nachricht erreicht mich heute morgen in der ubahn (auf diese neumodischen anzeigen)….ging direkt wieder an die pumpe… sind fast gesundheitsschädlich diese politiker.
    man müsste dem herren eigentlich mal eine mail schreiben und fragen, ob er den beispiel seiten nennen könnte, die er blocken will.

    26# - etlam - 19. Juni 2009 @ 17:25 Uhr Reply to this comment
  27. “Wenn du als Politiker die wichtigste populistische Phrase des Quartals vergisst zu erwähnen, und du nur noch einen einzigen Satz frei hast um sie einzubauen, auch sie dort keinen Sinn ergibt, dann kann das Internet kein rechtsfreier Raum sein.”

    27# - Hesy - 19. Juni 2009 @ 18:44 Uhr Reply to this comment
  28. Klar!
    Hauen wir doch einfach alle ab und lassen mit dem Rest der Mitmenschen hier machen, was die ‘Befugten’ wollen.
    ‘Woanders ist es immer besser’

    Leute was ein Quatsch!

    Wir sind ‘dem Ganzen’ schon recht nahe, aber wir können es noch kippen.
    Denn wir haben es in der Hand. Denn wir sind EIN Netzwerk.
    Also lasst es uns angehen!

    Lasst uns die Gespräche in unser Umfeld tragen.
    Wir brauchen mehr Bürger, die Dinge hinterfragen, unsere Gesellschaft und das System hintefragen. Halt! Die gibt es genug, doch die wenigsten Bündeln sich im Rest des Netzwerkes..Es sind die Menschen in eurem Umfeld, die derselben Meinung sind, aber noch nicht in der gleichen Dimension im Netz ausharren..
    Es gilt diese Menschen zu mobilisieren. Und es ist um ein vieles leichter solche Menschen zu bewegen, als völlig Fremde.

    Es ist ja nicht so, als wären die Netzsperren das einzig Schlimme in Deutschland.
    Und es ist ebenfalls nicht so, als wären die Netzsperren das Schlimmste in Deutschland.

    28# - dschu - 19. Juni 2009 @ 21:15 Uhr Reply to this comment
  29. War ja leider klar.
    Als ich die News heute auf heise gelesen hab ist mir direkt wieder die Hutschnur geplatzt.

    Wenigstens geht der Protest weiter.. Morgen Frankfurt!

    29# - gammler - 19. Juni 2009 @ 21:23 Uhr Reply to this comment
  30. “Wenn es einen Nachweis gibt, dass sich Killerspiele negativ auf das Verhalten Jugendlicher auswirken, dann kann das Internet kein rechtsfreier Raum sein.”

    An dieser Formulierung wird ja hinreichend deutlich, dass sich darin nur das halb gescheiterte Bemühen ausdrückt, verschiedene Phrasen in einen Satz zu gießen, die derzeit marktgängig sind. Wenn es den Nachweis also nicht gibt, dass sich “Killerspiele negativ auf das Verhalten Jugendlicher auswirken”, dann darf das Internet ein rechtsfreier Raum sein? Wirklich?

    Solche Äußerungen kann man nicht als Kommunikationsbeiträge auffassen oder gar ernst nehmen. Da wird einfach Bullshit rausgehauen, ausgewählt nach Sound, ohne Rücksicht auf Verluste und all you can eat. Es wäre besser, wenn er einfach den ganzen Tag mit einer Kuhglocke bimmeln würde. Das hätte genausowenig Substanz, aber wenigstens wäre es nicht auch noch unlogisch.

    30# - Sebastian - 19. Juni 2009 @ 23:08 Uhr Reply to this comment
  31. Tjo, während die einen es unterstützen, wollen es andere verbieten. (Americas Army, kostenloser Egoshooter von den Staaten)

    31# - Martin - 20. Juni 2009 @ 23:06 Uhr Reply to this comment

Sag was!