
(Disclosure: Alexandra hat mir ihr Buch „Speedseekers“ geschickt, da mein Mitbewohner und Buddy Jeriko der größere Muscle-Car-Narr von uns beiden ist, hab ich’s ihm geschenkt und hier ist sein Review)
Call me old fashioned, aber was heutzutage an Autos produziert wird ist zum größten Teil an Langeweile nicht zu überbieten. Es mag der Effizienz geschuldet sein, zugegeben, trotzdem öden mich Autos mit simplen Zahlen- und Buchstabenkombinationen als Modellbezeichnung nur noch an – setzt mich dagegen vor einen 67er Ford Mustang, und ich bin den ganzen Tag beschäftigt. Und dann kommt Speedseekers, das neue Buch von Designerin und Photographin Alexandra Lier um die Ecke bzw. liegt als Rezensionsexemplar im Briefkasten und ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus.
Lier’s lebenslange Faszination für schnelle Autos, Hot Rods und Customs begann mit einem Besuch bei der Speed Week, seit dem hat sie das Studio mit Garagen getauscht, und ist häufig bei Rennen anzutreffen, immer um die Personen und die Autos, die sie so liebt, in Bildern festzuhalten.
Das Buch ist aufgeteilt in fünf Kapitel: History, Garage, Speed, Landspeed und Style & Sound. History hätte man genauso gut auch “Vintage Drag Racing” nennen können, die Photos stellen eine fantastische Sammlung von legendären Fahrern dar, von Wild Willie Borsch über Big Daddy Don Darlits bis hin zu “TV” Tommy Ivo, der gerade den ersten Dragster mit rückwärtig angebrachtem Motor verheizt. Und wie verrückt muss man sein, einen Dragster mit nur einer Hand zu steuern? Ich gebe zu dass ich modernes Drag Racing eher uninteressant finde, aber das hier, das ist ein ganz anderes Kaliber.

Garage zeigt alle Facetten der Technik dahinter, von einfachen Garagen von Racingfreaks bis hin zu den großen Werkstätten (stellt euch einfach West Coast Customs mit schönen Autos vor). Sehr geil ist da übrigens die Doppelseite mit Covern von alten Magazinen wie Hop Up, Rodding and Re-Styling oder Super Stock, alle aus den 50ern und 60ern. Ich will gar nicht erst wissen, was da für Stories drin stecken müssen…
Speed und Landspeed hats dann mehr so mit Old School 60er und 70er Jahre Drag Racing, bevor es dann zu Bildern von Bonneville geht, wo es richtig, richtig schnell wird – Stichwort Geschwindigkeitsrekorde brechen. Was übrigens eine echt verrückte Angelegenheit ist, da werden meilenlange Strecken penibelst gesäubert, damit nicht mal ein Kieselstein das Gefährt zum Abheben – im wahrsten Sinne des Wortes – bringt. Und das alles für ein paar Minuten Adrenalin. Verrückt? Yeah. Geil? Hell yeah!

Jedes Kapitel beginnt mit einer Einleitung von Kevin Thompson, auszugweise der letzte Absatz von Style & Sound:
Style and sound, like a hot rod, is power. The notes that die in the air around your head are not soon forgotten. They coalesce into any number of visual, olfactory or tactile memories. Sometimes the sound of an engine is just the sweet and simple sound of a loved one returning home. Power.
Ich machs mal kurz, auf mehr als 250 Seiten gibt es durch die Bank weg großartige Fotos, und jeder, der nur einen Funken Leidenschaft für Vintage Drag Racing, Land Speed Racing, Hot Rods, Muscle und Speed im Generellen in sich verspürt, der sollte sich Speedseekers mal genauer anschauen.
Amazon-Partnerlink: Speedseekers
Website zum Buch: Speedseekers





verdammte hacke, ich will dieses buch so verflucht dringend haben – kann es mir aber gerade nicht leisten.
shit,shit,shit,shit,shit,shit,shit,shit,shit!
shit!
Die Alex…
Hast absolut recht, die heutigen Autos sind alle zum wegwerfen. Fahre selber einen 68er Dodge Charger R/T, werde jedoch dafür oft als Prolo abgestempelt, naja mir egal.
“Fahre selber einen 68er Dodge Charger R/T, werde jedoch dafür oft als Prolo abgestempelt, naja mir egal.”
Wahrscheinlich beschimpft dich irgendein turnhosentragender 3er BMW Fahrer als Prolo… Manche wissens halt nicht besser und haben einfach kein Gespür.
Ich gratulier dir auf jeden Fall zum Charger. Leider hatte die Kohle bei mir damals nur bis zum Camaro gereicht, Charger oder Challenger wär mein Traumauto gewesen (und ist es immer noch)!
ooooooooooohhhhhhhhhhhhhh…. ich bin absolut kein autofreak.. aber die optik von hot rods, custom und muscle cars taugt mir total.. die autos sind einfach schön anzusehen und haben charakter im gegensatz zu den heutigen autos!!
Ich hab sonst auch nich viel am Hut mit Autos, aber mein absoluter Traum ist nen Ford Mustang Mach1 1971… *schwärm*
Die Form ist einfach richtig genial, im Gegensatz zu heutigen Autos. Bei denen fehlt einfach das gewisse extra :D
Muscle Cars sind super… so lange keine Kurve kommt! :)
Eine 472er Shelby Cobra hätte ich gerne (samt zugehöriger Tankstelle) – am liebsten aber den 8-Liter Bentley (OK, kein Muscle Car) von 1932 (samt zugehörigem Lottogewinn).
Bis dahin tröste ich mit meinem langweilligen und effizienten Golf.
Ich steh auch auf amis, leider macht die deutsche bürokratie einem oft das leben schwer … Naja wart ich halt weiter bis ich den chevy zugelassen kriege…V8 forever
Yup, 67er Mustang in schwarz mit Sidepipes so laut, dass es Dir den Kitt aus der Brille drückt -> awesome.