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Warum E-Book-Reader noch kein Massenmarkt sind

In diesem Jahr hätten 2,2 Millionen Deutsche die Absicht, ein E-Book zu kaufen, ergab eine Umfrage des Marktfoschungsinstituts Forsa anlässlich der Leizpiger Buchmesse, die am 12. März beginnt. Von den 14- bis 29-Jährigen plant demnach jeder Zwanzigste den Kauf eines elektronischen Buches in diesem Jahr. (heise.de)

Ich bin ja immer gerne der erste, der „End Of Print!“ schreit, aber ich kann den Buchhandel beruhigen: Trotz der Kindles und Sonys und wie sie alle heißen, ist es noch nicht soweit. Der Kindle ist kein iPod und das hat einen Grund.

Ich hatte jüngst die Gelegenheit mit so einem der aktuellen E-Book-Reader herumzuspielen und das erste, was mir einfiel, war „Boah, ist das unsexy“. Denn genau das ist es: unsexy. Der Bildaufbau geht viel zu langsam von statten und dauert ungefähr eine halbe Sekunde, was im Bereich Bildaufbau keine halbe, sondern eine ganze Ewigkeit ist. Darüberhinaus können E-Book-Reader immer noch lediglich schwarzweiße Seiten darstellen. Das ist noch keine Konkurrenz zum Buch aus Papier, auch wenn die Vorteile der Dinger jetzt schon auf der Hand liegen: Ganze Textsammlungen für unterwegs, WLAN, Wikipedia on board… die Features sind sexy, die technische Umgebung, in denen sie laufen, ist es noch nicht. Ein weiteres sehr gutes Argument gegen E-Books, das ich gestern irgendwo auf Twitter las und das man nicht unterschätzen sollte: „Ich fühle nicht, wie weit ich bin“.

Dennoch: E-Books werden natürlich kommen, noch hat der Buchhandel also Zeit, sich auf den kommenden Strukturwandel einzustellen. Ich gebe ihm noch ein bis zwei Jahre. Vielleicht sogar drei. Spätestens wenn die ersten farbigen E-Paper-Displays kommen (die sind schon in militärischer Entwicklung), ist das Buch die neue CD.

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  1. Mein Senf zu E-Books und falls ich mal einen besitzen sollte | I [...]

38 Kommentare

  1. die wette mit den 3-4 jahre halte ich…ich behaupte das buch wird es noch mind 20 jahre geben!

    wenn E-reader mal alle Schulbücher ersetzen (IMHO eine der wenigen sinnvollen anwendungen) DANN wird sich was ändern…die VHS sollte auch mal der Tod des Kinos sein and video killed the radiostar…not!

    1# - Chris - 09. März 2009 @ 16:21 Uhr Reply to this comment
  2. Ne, sorry. Da hätte ich von dir ehrlich gesagt mehr erwartet. Das hört sich nicht so an, als hättest du dir da wirklich Gedanken gemacht. Klar wird das noch was dauern, bis das in der breiten Masse ankommen wird, aber der Spruch “ich fühle nicht, wie weit ich bin” oder “ich brauche das haptische Erlebnis”, das hängt jedem Verlagsmitarbeiter aus dem Hals raus. Wir müssen uns da schon länger Gedanken mit machen und es wird schneller gehen als man glaubt. Siehe Musik- und Filmbranche. Danach zu sagen, wir brauchen uns keine “Sorgen” machen (Sorgen? Möglichkeiten!) ist doch ein wenig naiv.

    Trotzdem, hab lange gewartet, dass du das Thema mal aufgreifst.

    By the way, E-Book Reader anstatt massenhaft Papier für Manuskripte ist wirklich super! Ansonsten bleibe ich persönlich auch beim Buch. UND JA: Der Reader ist langsam.

    2# - Thom - 09. März 2009 @ 16:32 Uhr Reply to this comment
  3. Jo

    Da hat der René Recht, mehr gibts dazu nicht zu sagen.

    Ok, der letzte Halbsatz war nicht ernst gemeint.

    3# - Alexander - 09. März 2009 @ 16:39 Uhr Reply to this comment
  4. Bevor die eBook-Reader nicht wirklich spottbillig werden, werde ich mir auch keinen kaufen. Spottbillig heißt bei mir um die 50€. Denn wirklich lesen auf so einem Teil als Ersatz für ein Buch… damit kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Denn ich habe seit geraumer Zeit den Charme des Lesens in der Straßenbahn wiederentdeckt. Und egal, wie sexy diese Geräte werden (wobei ich das Potential sowieso eingeschränkt sehe, Lesen egal auf welchem Device ist nun mal nicht cool) werde ich zumindest bei Literatur beim Buch bleiben. Denn dann bezahle ich lieber Geld für etwas, dass auch noch in 100 Jahren im Schrank steht anstatt die Hälfte für irgendeine blöde Datei.
    Wenn sich das Gerät morgens die Zeitung von allein herunterläd und ich sie in der Bahn lesen kann, OK. Mehr aber auch nicht.

    4# - monk - 09. März 2009 @ 16:46 Uhr Reply to this comment
  5. Ach ja, das mal noch als Ergänzung: warum wird eigentlich immer gesagt, “dem Buch gebe ich noch 10 Jahre.” Die Technik des Buches ist, wenn man so will 5000 Jahr alt und wird mindestens noch weitere 5000 Jahre halten. Es bietet eben immer noch eine Masse an Vorteilen und eben… den Charme.

    5# - monk - 09. März 2009 @ 16:52 Uhr Reply to this comment
  6. E-Books werden auch niemals das Buch verdrängen, dafür ist es einfach zu speziell. Es geht vielmehr darum, wie viel Prozent das legale und illegale herunterladen von E-Books dem normalen Buchverkauf “klauen” werden.

    6# - Thom - 09. März 2009 @ 17:01 Uhr Reply to this comment
  7. Farbige e-Tinte ist nicht nur für das Militär in Entwicklung, sondern auch schon seit einiger Zeit für ganz normale, zivile Anwendungen (eGala … *grusel*). Siehe z.B. die Presse-Mitteilung von e-ink aus dem Jahr 2005: http://www.eink.com/press/releases/pr86.html

    7# - Dirk - 09. März 2009 @ 17:02 Uhr Reply to this comment
  8. „Ich werde nie in eines dieser komischen Autos steigen,“ sagte ein besonders energischer Anhänger von Pferdekutschen. „Das fühlt sich doch völlig anders an, der ganze Charme vom Umgang mit Pferden – echten Lebewesen – geht verloren.“ Und er hatte damit natürlich recht. Also ist er niemals in ein Auto gesteigen. Und dann starb er.

    Viele Menschen lesen unglaublich viel auf Bildschirmen. Mehr als sie in Büchern lesen. Findet man Wege Bücher einfach und problemlos in digitaler Form zu verteilen werden Menschen sie lesen. Ich bin mir absolut nicht sicher ob dazu E-Reader nötig sind. Das iPhone tut’s doch auch. Oder mein Laptop. Ich hab’ auf beiden schon Bücher gelesen, und obwohl das natürlich anstrengender ist macht es mir inzwischen nichts mehr aus. Digitale Bücher bieten im Gegenzug mehr als genug Vorteile. MP3s würden sich freuen wenn sie gegenüber CDs so viele Vorteile hätten wie digitale Bücher gegenüber Holzbüchern. Die Verlage müssen nur aufwachen, oder besser noch: einer der Verkäufer von digitalen Content (Apple, amazon) muss sich dem Problem annehmen.

    Übrigens: Bücher (aus Papier) wird es immer geben. Immerhin kann ich auch heute noch auf einer Pferdekutsche durch Wien fahren.

    8# - michael - 09. März 2009 @ 17:11 Uhr Reply to this comment
  9. Die Dinger brauchen doch Strom oder?
    Das wäre ein KO Kriterium für mich.

    Sorry, kann das Buch nicht zu Ende lesen, der Akku ist leer.

    9# - Matthias - 09. März 2009 @ 17:16 Uhr Reply to this comment
  10. Kindl for the win!!!111

    Nee ich glaub auch das wird noch ne Weile dauern.
    Das doofe is ja auch noch, daß man mit som e-buch-reader noch nen Gerät mit sich rumschleppt auf das man aufpassen, das man aufladen muss. Das Mobiltelefon schießt ja nicht ohne Grund schon Bilder und spielt MP3s ab. Navi mittlerweile auch noch und Minicomputer..

    Nen e-Book-Reader is so nah am Touch-Laptop. Das wird sich demnächst eh vereinen denke ich…
    „Ich fühle nicht, wie weit ich bin“ hehe :] ja klar, geil.

    10# - eRiC - 09. März 2009 @ 17:20 Uhr Reply to this comment
  11. Ich les gern in der Wanne oder aufm Klo. Und wenn mir ein 7,95€ Buch aus der Hand rutscht und ins Badewasser fällt, ist das ärgerlich aber nichts, was man mit nem Fön nicht wieder hinkriegen würde. Zur not kauf ich mir das Buch nochmal.

    Außerdem kann ein durchgelesenes Buch prima als Tisch-Gerademacher hilfreich sein. So’n blödes E-Book irgendwie nicht ;)

    11# - Marcel - 09. März 2009 @ 17:39 Uhr Reply to this comment
  12. Bücher werden so schnell nicht aussterben, das kann ich mir nicht vorstellen. Gerade beim Lesen von Romanen usw ist doch das Umblättern und Fühlen des Buches genauso Teil des Erlebnisses, wie das Lesen an sich. Das ist wie bei der Diskussion CD vs MP3. Klar, manche Sachen kann man sich ruhig runterladen (nachdem man bezahlt hat, natürlich ;)), auf den Player ziehen und hören. Aber genauso macht es auch Spaß, die CD (oder sogar Schallplatte) ein- (bzw. auf-) zulegen, zuhören und im Booklet zublättern.

    Ich denke also eher, dass sich E-Reader in der Form durchsetzen werden, als dass man sie zum Lesen von Zeitungen und Zeitschriften nutzen wird. Sicher machen auch Sachbücher Sinn, in denen man gezielt nach Informationen sucht. Aber Romane, also Geschichten und dergleichen, werden sicher auch weiterhin besser auf Büchern funktionieren…

    Wie das allerdings nachfolgende Generationen sehen werden, kann man schlecht sagen. Denen ist das sicher auch egal, wie sich Bücher anfühlen. Wer es nicht kennt, wirds nicht vermissen…

    12# - Marco - 09. März 2009 @ 17:45 Uhr Reply to this comment
  13. … und ich benutz manchmal Buchseiten als Klopapier und das geht dann gar nicht mehr, weil das eBook gar nicht weich genug ist und wenn man es runterspült sind gleich paar hundert Euro im Lokus … oder bastele auch gern mal Papierflieger, aber die eFlieger sind dann immer gleich kaputt … oder ich hab auch schon mal Bücher am Kopf balanciert, soll gut für die Haltung sein, oder Bücher genutzt um ein abgebrochenes Regalbein zu ersetzen und das geht auch nicht mehr – q.e.d.: eBooks haben keine Zukunft!!!

    Freunde der Liebe, wenn wir an solch hanebüchenen Einzelfallkriterien die Zukunft des Buchs diskutieren, kommen wir nicht weiter.

    13# - Rex Kramer - 09. März 2009 @ 17:45 Uhr Reply to this comment
  14. Ich lese eBook auf dem iPod Touch mit Stanza. Für die Nebenbei-Lektüre unterwegs die perfekte Lösung, das Gerät ist immer dabei, der Akku hält lange genug, ich hab immer 15-20 Bücher zur Auswahl. Bildqualität und Geschwindigkeit sind sehr gut und nebenbei hab ich noch alle anderen Vorteile vom Touch.
    Ein normaler Reader, der größer und schwerer ist, den ich zusätzlich rumschleppe, der auch noch langsam ist (ich las von 2 sec beim Sony) und dann noch teurer als ein Touch? Kann ich mir nicht vorstellen.

    14# - Klaus - 09. März 2009 @ 17:47 Uhr Reply to this comment
  15. Wenn man so ein Kindle auch mal vom Tisch fallen lassen kann, dann ist es ganz nett. Aber sonst… sieht ein Bücherregal nur mit so ‘nem Plastikding ein bisschen armselig aus… ^^

    Nein. Mein Haupteinwand gegen e-Books ist der gleiche wie der von Rupert Giles:

    “Bücher riechen.”

    Nichts geht über den Geruch eines alten Buches, das man früher einmal gelesen hat, und das man wieder hervorkramt. Bei Comics ist das auch immer so gewesen, zumindest bei mir.

    15# - The Juice Weasel - 09. März 2009 @ 17:54 Uhr Reply to this comment
  16. zu [14]: also wäre es nicht so üblich, dass hier alles und jeder immer irgendwas von iDingens faselt, würde ich es product placement nennen, aber bei Apple-Jüngern ist es ja so, dass man seinen Namen so schreibt @iKlaus

    Wahrscheinlich müsste Apple das Kindle zur Welt bringen und iBook nennen und alle würden Halleluja schreien

    16# - Rex Kramer - 09. März 2009 @ 18:10 Uhr Reply to this comment
  17. E-Reader werden sich sowieso erst durchsetzen, wenn sie auf der Rückseite das Cover anzeigen. Darum geht es in der Straßenbahn doch wirklich :-)

    17# - Sebastian - 09. März 2009 @ 18:20 Uhr Reply to this comment
  18. Das Buch ist eher die Schallplatte als die CD. Nur, dass es meiner Meinung nach noch ein bisschen mehr Umsatz machen wird als Reader. Ich glaube nämlich nicht, dass sich die Teile im Buchbereich groß durchsetzten, als eher auf dem Zeitungsmarkt.

    18# - Miko - 09. März 2009 @ 18:20 Uhr Reply to this comment
  19. Also ich hätte immer noch total gerne den E-Reader für Fachbücher, dann kann ich zwar keinen mehr damit bedrohen aber ich spar ganz arg Platz für Trümmer die nach 2 Jahren outdated sind, aber zu teuer waren um sie wegzuwerfen. Vorausgesetzt die E-Bookies sind dann auch deutlich billiger. Und für Zeitungen. Dafür will ich den haben. Jetzt! Oder lieber gestern.

    19# - lain - 09. März 2009 @ 19:03 Uhr Reply to this comment
  20. Mein Philosophie-Prof sagte so schön: “wir sind und bleiben eine Büchergesellschaft”.

    Und irgendwie hat er Recht. Ich stehe ja auch voll auf den ganzen digitalen Mummpitz, daher studiere ich ja auch Informatik dazu. Aber wie man mit so einem Kinlde wissenschaftlich arbeiten soll, in den Texten wühlen, anstreichen, leben soll, das muss mir noch mal wer erklären.

    Beim privaten Konsum von Bücher halte ich es schon für realistisch, aber wissenschaftliches Arbeiten wird sicherlich noch eine ganze Weile nur mit Papier funktionieren. Ich halte es nicht für unmöglich, bin aber sehr skeptisch.

    Die iPod-Analogie hinkt in meinen Augen sowieso. Musik ist und bleibt Musik, unabhängig von der Haptik. Bücher, Text ist aber in meinen Augen viel mehr auf diese Haptik angewiesen. Digital funktioniert er zwar, aber ich glaube nicht, dass es so eine eindeutige Verschiebung in die eine Richtung geben wird. Ich glaube es wird beides gleichbedeutend nebeneinander geben, weil eben der private Konsum zum Digitalen umziehen wird. Meine Meinung.

    20# - izanagi - 09. März 2009 @ 19:21 Uhr Reply to this comment
  21. Da is was dran! Manche bücher braucht man auch nur einmal lesen. Oder nur gewisse Kapitel und nichtmal das ganze Buch.. Also son E-Bookreader hat schon seine Daseinsberechtigung. Wie so oft bei solchen Sachen: Er wird das Buch nicht so schnell ersetzen.

    Ach: Ganz frisch: http://www.penny-arcade.com/comic/2009/3/9/progress/

    21# - eRiC - 09. März 2009 @ 19:21 Uhr Reply to this comment
  22. „Die Geschichte vom Ende des Buches ist eine unendliche Geschichte.“

    Michael Wetzel – Die Enden des Buches oder die Wiederkehr der Schrift: Von Den Literarischen Zu Den Technischen Medien (1991)

    Sorry, aber das Ende des Buches ist noch nicht da und in absehbarer Zeit wird es auch nicht kommen. Auch wenn das Rieplsche Gesetz heutzutage wahrscheinlich nicht mehr ganz so gültig ist – es hat seine Berechtigung. Mir wird echt zu viel „gehypt“ die Tage. Social Networks und twitter hier, VOD und IP-TV da, E-Books trallalala … da reichen schon ein, zwei abgeschriebene Pressemeldungen aus und schon sind alle selbsternannten „Digital Natives” in Aufruhr. Das ist alles mit Vorsicht zu genießen. Und wer PE in den 90er gehört hat, der weiß doch ganz genau: „Don’t beliebe the hype”. :)

    Man muss sich nur mal die kulturellen und national sehr unterschiedlichen Hintergründe und Ausgangsbedingungen ansehen, dann wird man sehen, dass es hier in Deutschland noch sehr lange dauern wird. Der Strukturwandel der Medienlandschaft ist mit Sicherheit in den letzten Jahren eingeleitet worden, aber bis er vollzogen ist wird noch sehr, sehr viel Zeit vergehen. Und bis dahin hat uns der Klimawandel eh schon erwischt. Also doch lieber E-Books, um Papier zu sparen?

    Ich bin dann doch eher Robbie Analog anstatt Bobbie Digital. ;)

    22# - pfleuht - 09. März 2009 @ 19:26 Uhr Reply to this comment
  23. Ein E-Buch für ein Buch.
    Ganz toll.
    Was kann man denn sonst noch aus viel Geld, Erdöl und Schwermetallen zusammen mit dem Akkumulator bauen, was es nicht schon in viel besserer Form gibt?
    Vorschläge?

    23# - Rox - 09. März 2009 @ 19:37 Uhr Reply to this comment
  24. @izanagi:
    Muss dir da auf jeden Fall nochmal beipflichten. Ich bin zwar noch in der Schule (gerade am Abitur), aber ich merke das jetzt schon. Früher habe ich Referate noch komplett am PC gemacht. Quellen zusammengesucht, dann in einem Dokument zusammengeschrieben, fertig. Heute, wo der Stoff komplexer ist, ist es genau umgekehrt. Ich suche mir die Websites raus, drucke z.T. dutzende Seiten aus, dazu kommen dann Bücher aus der Bibliothek. Am Ende habe ich dann die ganzen Bücher und Zettel nebeneinander liegen, suche mir die Sachen raus, markiere und schreibe am Ende 3 Seiten Stichpunkte mit der Hand. Ist das beste, effektivste und sinnvollste, um wirklich etwas zu verstehen. In meiner Arbeitsweise hat da ein Kindle eben keinen Platz.
    Und bei Romanen privat erst recht nicht. Erst heute kam “Nennt mich Gott” von Thomas Gsella, eine wunderbare Gedichtsammlung. Über die Datei, die ich in 3 Sekunden wohl dann hätte haben können, hätte ich mich nicht so gefreut.

    24# - monk - 09. März 2009 @ 20:10 Uhr Reply to this comment
  25. @monk

    Mein Reden, genau so mache ich es auch für meine Hausarbeiten. Und genau so wurde es die letzten Jahrhunderte gemacht und genau so wird es auch die nächsten Jahrzehnte gemacht ;-)

    25# - izanagi - 09. März 2009 @ 20:14 Uhr Reply to this comment
  26. Ach, ihr habt doch alle keine Ahnung.

    Bald wird es wasserdichte e-Buecher mit automatischer Anstreich- und wieder Ausradierfunktion geben. Ueber die Geruchsduese werden automatisch die passenden Gerueche verstromt, modrig oder Blumenwiese, je nach Buch und Umgebung. Da sie mit einer hypereffektiven Wasserstoffbrennzelle betrieben werden braucht man sich auch keine Sorgen um leere Batterien zu machen.

    Es wird eine virtuelle Bibliothek geben, die hyperholoreal an die Wand projeziert wird, so dass man wunderschoen angeben kann wie belesen man doch ist. Den neuen Coffeetable-Kindle kann man sich auch auf den Couchtisch legen, damit Besucher auch sehen koennen wie bereist, kuenstlerisch interessiert oder avantgardistisch man ist. Der wird natuerlich automatisch aus einer Datenbank gefuettert und passt sich an die Besucher an.

    Ihr werdet Euch noch umsehen, Ihr und Eure altmodischen Buecher! 2014 ist es soweit!

    26# - Armin - 09. März 2009 @ 20:51 Uhr Reply to this comment
  27. :D
    Irgendwann ist es soweit – genau so- fraglos.
    Doch selbst dann sähe ich keinen evolutionären Fortschritt.

    27# - Rox - 09. März 2009 @ 20:58 Uhr Reply to this comment
  28. @Chris: vinyl gibts heut auch noch, aber aber trotzdem nicht mehr standardtonträger. selbiges für bücher. aussterben sicher nie, aber standardmedium für text in zukunft auch nicht mehr.

    28# - teetom - 09. März 2009 @ 21:08 Uhr Reply to this comment
  29. Um Bücher zu verdrängen muss schon etwas weitaus besseres kommen.
    Ein Jelly Belly ersetzt schließlich auch keinen Schoko-Kirsch Kuchen.

    29# - Trash-Gordon - 09. März 2009 @ 21:17 Uhr Reply to this comment
  30. Ich denke auch der Preis wird entscheidend sein. Sobald die Geräte unter 100€ für BW-Displays rutschen, wird es auch einen großen Absatzmarkt geben.

    Ich lese seit Jahren gerne auf meinem Dell Axim mit VGA-Display, jedoch ist der so klein, dass mir immer die Finger einschlafen beim Halten des Gerätes.

    Damit eBooks das herkömmliche Buch ablösen müssen aber auch die Displays besser weren, die Geräte von iRex gehen da in die richtige Richtung. Bei 1024×1280 Pixeln kann man auch Fachbücher und Zeitschriften gut lesen. Aber die Preise müssen halt runter.

    30# - mygadgetblog.de - 09. März 2009 @ 22:03 Uhr Reply to this comment
  31. Hat eigentlich jemand schon mal die Ökobilanz von so einem Reader durchgerechnet; es wäre interessant zu wissen, ob die eventuell nicht sogar sogar schlechter ausfällt (Stichwort Elektoauto) als bei dem Gegensück aus geschredderten Bäumen.
    Eigentlich hätte ich ja auch gerne so ein Ding, ich habe da nämlich so eine schöne DVD vom Projekt Gutenberg mit ca. 20000 freien Klassiker darauf.
    Ich finde aber trotzdem wichtig, das es in meinem Leben auch noch Dinge gibt, die nicht über Menüs und Knöpfe gesteuert werden und auch keine Benutzerführung benötigen. (Also Bücher, Sex und eine schöne Tasse Tee)

    Vieleicht überleben ja auch die spezialisierten Buchhandlungen, allerdings dürften die Dinger zu einem Bibliothekensterben führen. In diesem Zusammenhang hättest du auch durchaus mal ein paar Worte zu dem üblen Umgang von Google mit den Autoren der Welt verlieren können – wenn die keinen Widerspuch gegen ihre Digitalisierung bei Google-Books einlegen, wird das automatisch als Zustimmung gewertet.
    Ungefähr so, wie das Nichtwählen hier in Deutschland.

    31# - Andreas - 09. März 2009 @ 22:28 Uhr Reply to this comment
  32. @Rex Kramer [16] : Ich bin definitiv kein Anhänger der Apfel-Religion, ich vermeide es sogar eher, damit zu arbeiten, weil ich die Bedienung als kompliziert und unlogisch empfinde. Und die Entwicklungswerkzeuge sind eine Pest.
    Ich mag diverses an der Apple-Politik auch nicht, aber ich finde, dass der Touch sehr gelungen ist und sich gerade als ebook-Reader anbietet. Andere und vergleichbare Geräte leisten da sicher ähnliches und ich warte da gespannt auf den Palm Pre.
    Die Entwickler der Reader aber scheinen mir so auf ihr ‘elektronisches Papier’ fixiert zu sein, dass sie andere Möglichkeiten überhaupt nicht im Blick haben.

    32# - Klaus - 09. März 2009 @ 23:03 Uhr Reply to this comment
  33. Fachbücher –> E-Books
    Zeitungen –> E-Books
    Reiseführer –> E-Books
    Literatur –> Analog
    Bildbände –> Analog

    Das sind natürlich nur Tendenzen, aber so wird es kommen…erstmal.

    33# - archeophyt - 09. März 2009 @ 23:32 Uhr Reply to this comment
  34. ..auf dem vor-letzten chaoscommunicationcongress gab es zum thema auch einen guten vortrag. ist sucher noch irgendwo online zu finden.

    oh, hier:
    http://events.ccc.de/congress/2007/Fahrplan/events/2192.en.html

    und hier die recordings:
    http://events.ccc.de/congress/2007/Conference_Recordings/index.html

    34# - j - 10. März 2009 @ 00:12 Uhr Reply to this comment
  35. @archeophyt:

    Wäre absolut wünschenswert.

    35# - The Juice Weasel - 10. März 2009 @ 00:26 Uhr Reply to this comment
  36. @archeophyt: @archeophyt:
    > Fachbücher –> E-Books
    > Zeitungen –> E-Books
    > Reiseführer –> E-Books
    > Literatur –> Analog
    > Bildbände –> Analog

    So ähnlich sehe ich das auch. Da ich beruflich im Bibliotheksbereich arbeite, beschäftige ich mich schon eine ganze Weile mit E-Books. Das allerwichtigste Argument das man E-Book-Reader nicht mit MP3-Playern vergleichen kann ist folgender:

    Zum Abspielen von aufgenommener Musik brauchte ich schon immer ein spezielles Abspielgerät (Grammophon, Plattenspieler, Kassettenspieler etc). Ein Gerät, das Strom (bzw. Energie) benötigte und kaputtgehen konnte. Ein IPod hat gegenüber einem Walkman oder einen Plattenspieler im Grunde nur Vorteile. Er braucht eher weniger Energie und ist auch robuster. (weniger bewegliche Teile).

    Ein Buch hat viele Vorteile, die alle diese Geräte nicht haben:
    -> Energieunabhängig
    -> Kein Abspielgerät benötigt
    -> Formatunabhängig
    -> Archivierbar (tausende Jahre alte Schriften sind teilweise noch lesbar)
    -> Robust (geht nicht kaputt, wenn es runterfällt)

    Ein MP3-Player hat im Grunde nur Vorteile gegenüber seinem direktem Vorgänger, dem Walkman. Ein E-Book hat Vor- und Nachteile, deshalb ist es für manche Anwendungen sehr gut geeignet, für andere weniger.

    E-Books werden niemals den Siegeszug anderer digitaler Technik gehen.

    36# - Palich - 10. März 2009 @ 00:36 Uhr Reply to this comment
  37. @Palich:

    Genau das würde ich so unterschreiben. Der Vergleich mit der Musikindustrie hinkt genau deswegen. Eine CD muss ich mir kaufen und brauche dafür ein zusätzliches Abspielgerät. Da ist der Computer oder auch mp3-Player wesentlich besser.

    Wenn ich mir ein Buch kaufe, dann kann ich es direkt benutzen. Und was bei einer CD oder Schallplatte eher ein Nachteil ist, finde ich bei Büchern gerade gut: Den Abnutzfaktor.

    Und Schallplatten gibt es ja nicht wegen audiophiler Klangerlebnisse Weniger noch, sondern aufgrund des Wertes (”Da hat man noch wat inner Hand”).

    Aber wie schon gesagt, bei Fachbüchern, Anleitungen, Tageszeitungen oder auch Readern an der Uni wäre widerum so ein E-Book Reader von Vorteil.

    Ist jetzt alles ein bisshen konfus und durcheinander, aber die Welt ist ja auch nicht schwarz/weiss.

    37# - Patrick - 10. März 2009 @ 08:10 Uhr Reply to this comment
  38. Bücher wirds immer geben. Klar werden sich in einem bestimmten Segment die E-Books etablieren, aber “don’t underschätz the power of Haptik”.

    Ich glaube das die Erotik des Greifbaren noch lange erhalten bleibt. Lesen, egal in welcher Form, ist ein Ritus und das lässt sich nicht so leicht verändern.

    Ende der Kommunikation!

    38# - evilnerd - 10. März 2009 @ 11:06 Uhr Reply to this comment

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