
Als Mensch, der in dieses Internet schreibt, ist man es gewohnt, dass die Leute nicht verstehen. Weil sie von allen Seiten mit diesem Humbug zugeballert werden, das Internet wäre „virtuell“. Das Netz sei „nicht real“. Bullshit.
Deshalb klingt es vielleicht seltsam für den ein oder anderen, aber: Die Kommentare und Mails zu meinem Boxer haben geholfen. Jede einzelne Mail, jeden einzelnen Kommentar habe ich gelesen – so wie immer, übrigens – und jede Nachricht von Bekannten oder Unbekannten waren eine Stütze… ein Pixel einer Stütze, mit der ich die vergangenen drei Tage, die schlimmsten meines bisherigen Lebens, überstehen konnte.
Dafür will ich mich bedanken: Danke!
Ich habe in den vergangenen drei Tagen seit dem Tod meines Vaters viel gelernt. Über mich, über meine Mutter, meine Familie, meine Freunde. Darüber, wie man selbst die strangesten Verhaltensweisen einfach sagen kann und jeder versteht. Weil es okay ist, wie es ist. Weil der Tod zum Leben gehört und weil irgendwie auf eine sehr seltsame Art alles gut ist.
Mein Vater war ein 160kg schwerer, sehr stolzer Mann, der viel zu gerne gegessen hat, bis zum Ende stark wie zwei Ochsen. Er hatte ein künstliches Hüftgelenk, das schmerzte wie Sau, konnte aber doch die Sitzecke neulich mit einer Hand auseinandernehmen. Dennoch hat er seine Krücken nie benutzt und es ist irgendwie gut, dass er nie der Pflegefall wurde, auf den er zusteuerte. Der Stolz. Sein Stolz. Mein Vater.
Am Freitag ist die Bestattung, davor werde ich ihn nochmal sehen. Und wahrscheinlich zusammenbrechen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht, denn die Ochsenstärke habe ich von meinem Vater geerbt, nicht die körperliche, die mentale. Ich kann was ab. Dachte ich.
Immer wieder: Das Flennen, das hemmungslose Rumheulen, weil man im Haus irgendein Item entdeckt. Das Geschenk, das ich ihm neulich zu Weihnachten machte, der Moment an seinem leeren Bett, seine Kette mit dem Buddha, die mir Mami in die Hände legte. Das ist/war das schrecklichste/schönste, was man erleben darf/muss. Und dazwischen immer wieder Kommentare, Mails. Von Euch. Ich habe auf die meisten Mails nur mit „Danke“ geantwortet, weil mir zu mehr die Kraft fehlt. Eigentlich hätte ich tausend Worte tippen können, so wie jetzt.
Dein Post hat dazu geführt, dass ich das erste Mal seit langem wieder den Anruf meines Vaters angenommen habe.
Ich weiß nicht mehr, wer das geschrieben hatte, aber ich habe Rotz und Wasser geflennt. You are Los Awesome und ich liebe das Internet. Weil es diesen Teil dieser Erfahrung möglich machte. Weil Ihr dabei wart. Auf so ‘ne Art.
Danke!





*tränen….
Also beim letzten Abschnitt bekam ich gerade Gänsehaut…
this was my most emotional internet experience
Es steckt viel Energie in dem Text und dem Foto.
Mein herzliches Beileid! Habe erst jetzt davon gelesen … stellvertretend für “das Internet”, sage ich dir: Danke, dass du uns teilhaben lässt und sei/bleib tapfer!
Grüße
Auch von mir herzliches Beileid! du hast eine Gute Einstellung in dieser Situation!
Ich möchte hier auch mein herzliches Beileid ausdrücken, wenn ich die Texte hier lese, muss ich darüber nachdenken, ob es nicht gut und richtig wäre mich mit meinem Vater zu versöhnen. Was du über deinen Vater schreibst ist meinem gar nicht zu unähnlich und nach 2 Herzinfarkten kann man sich Sorgen machen.
Vielleicht stellt man seinen Stolz mal hinten an. Für seinen eigenen Vater.
Alles Gute und Danke.
was für eine ironie eigentlich, dass das emotional mitreissendste (ist das ein wort?) dass ich seit ewigkeiten im internet gelesen habe von allen dingen im “nerdcore”-blog stattfindet…
hut ab davor wie du das ganze behandelst. und viiiel kraft für die nächsten tage.
Vielleicht ist der offensive Umgang mit so einem schweren Verlust die beste Methode. … Ich für meinen Teil habe es damals mit mir selber ausgemacht. … Bin froh daß ich meinen Vater nochmal sehen konnte und mich persönlich wie er so da lag verabschieden konnte. … Die Erinnerung an den Vater im Guten bleibt ewiglich … Ich kann alles sehr gut nachfühlen, was du empfindest, René. … Viel Kraft ich Dir und Deiner Familie wünsche.
Ohne viel sagen zu wollen: Es ist schön, auch über die Distanz ein paar tröstende Worte spenden zu können, die helfen können.
Weiterhin viel Kraft und alles Gute!
Internet at its best.
Und der eindrucksvollste Beweis, dass dieses Internetz so viel mehr ist als ein paar vernetzte Maschinen, Onlinebanking und Raubkopien: irgendwie – und irgendwie doch nicht – wildfremde Menschen teilen Gedanken und Gefühle, helfen und stützen sich gegenseitig. Wahnsinn!
René, du hast recht: Wir SIND los awesome. Wir alle (”we”, nicht “you”)!
Danke fürs teilen und weiterhin viel Kraft für dich und deine Familie.
Du weißt ja: Du bist nicht allein!
ciao
Ralle
bleib stark!
[wortlos]
Hi René!
Lese erst jetzt davon & bin echt getroffen – auch wenn ich dich (und damit deinen Vater) nicht persönlich kenne/kannte. Dir & deiner Familie wünsche ich viel Kraft auf dem weiteren Weg! Nehmt euch viel Zeit, um Abschied zu nehmen, miteinander zu sprechen & euch an die schöne Zeit zu erinnern.
Grüße,
Markus
Ich hab noch nie so einen gefühlvollen Post im Internet gesehen. Du bist ein toller Mensch!
Manche mögen es für Seelenstriptease und Exhibitionismus halten, ich finde es dennoch toll, wie du mit diesem tragischen Ereignis umgehst. Wenn “teh internetz” dazu beitragen kann, dir ein Licht in die Hand zu geben, mit dem du durch diesen dunklen Tunnel findest, dann ist das die tollste Sache der Welt. Ich wünsche dir die nötige Stärke, um durch die nächste Zeit zu kommen.
Unbekannte Grüße,
daMax
ich hab mich bisher noch nicht zu diesen traurigen anlass gemeldet….habs zweimal versucht, aber mir fehlten einfach die worte, da hab ich es lieber sein gelassen. doch jetzt, wo ich das gerade eben gelesen habe, hab ich einen ordentlichen schauer gänsehaut bekommen. ich bewundere, wie stark und tapfer du mit dem todesfall umgehst und wünsche dir und deiner family weiterhin viel kraft und optimismus. das alles erinnert mich daran, dass es lange keinen todesfall mehr in meiner familie gab und es quasi bald wieder soweit sein müsste, wenn man die statistik bemüht. und dann merkt man, wie alles andere plötzlich in den hintergrund rückt, von dem man meinte, dass es bisher den größten stellenwert im leben eingenommen hat.
.
Wir nehmen Anteil. Wir sind Zeugen und manchmal reicht das schon. Weil du in dieser Masse nicht ganz umfällst und irgendwie wer da ist, der eigentlich nicht da ist, eben nur mental. freitag wird sicher sehr hart für dich. du packst das.
Ich wurde gerade darauf hingewiesen, dass man mein (”we”, nicht “you”) auch falsch verstehen kann:
Ich meinte, dein Satz oben im Beitrag sollte lauten “We are Los Awesome”, nicht “You are…”
Renè, ja, es ist wirklich so. Das Netz ist schon real. Auch wenn wir uns nie persönlich getroffen haben, wurde mir bei deinem Post doch etwas mulmig und es ging mir zu Herzen.
Ich habe lange überlegt ob ich auch was schreiben soll oder nicht. Ob es vertretbar ist als quasi “Unbekannter” seinen Kommentar zu so einem Vorfall abzugeben … da du jetzt aber sagst dass dir das gut tut, brauche ich nicht mehr länger zu zögern. Ich wünsch dir viel Kraft und gegenseitigen Halt. Du packst das!
Eigentlich war ich immer ziemlich lax in Sachen Kontakt halten mit meinen Eltern. Vor allem seit ich zum Studium weg gezogen bin. Obwohl ich meine und meine Eltern mich sehr lieben. Ich nehme mir jetzt vor wenigstens jeden zweiten Tag mit Ihnen zu sprechen. Sind auch nicht mehr die jüngsten.
Ich bin tief gerührt von dem ganzen hier.
Wünsche dir und deiner Familie die Kraft die ihr braucht.
Gruß,
Steffen
Das Internet ist tatsächlich mehr als nur so’n Bashing-Teil, mehr als eine Trollwiese, mehr als nur ein Sammelsurium von Raubkopierkinderschändermördern. Wir sind alle im Grunde unseres Herzens Menschen und nehmen Anteil an dem Leben anderer.
Ich denke mal, die wenigstens Kommentatoren kannten deinen Boxer, den Baum von Mann, deinen Helden – aber die Anteilnahme ist aufrichtig und das beweist, dass die Menschen nicht abgestumpft sind.
Ich liebe dein Blog und dort insbesondere die WTF-Momente, die Momente in denen du von Leuten schreibst, die “ey- das ist jetzt mein Iphone” schreibst und wo dann dein Herz rast. Wo du über Zombies schreibst und dich fast wie ein kleines Kind freust, wenn irgendwelche Büroheinis mit dem Rasenmäher Zombie zerschnetzeln.
Und diese Kraft, diese Stärke einfach nur LESER für irgendwas zu begeistern ist deine Ochsenstärke, die du im Moment für DICH benötigst.
Nochmal an dieser Stelle liebe GRüße,
dein treuer Leser
Mir geht es ähnlich wie *hotzen*. Bin ziemlich neu auf dem Blog, aber was ich in den letzten Tagen bei Lesen hier (mit)gefühlt hab,ist eine unglaublich reale Gemeinschaft – und das noch nicht mal in einem Forum, sondern in einem Blog!
Vielleicht ist es der Nerd, der verspielte, begeisterungsfähige, mit großen Augen durchs Internet stolpernde User, der so reale, menschliche Eigenschaften auch über Datenleitungen und virtuelle Plattformen transportieren kann.
Für René:
“Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten”
Mein herzliches Beileid, ich wünsche viel Kraft für die nächste Zeit. Und die ist lang. Auch nach Jahren gibt’s immer wieder die Momente, wo der Verlust so bewusst wird, als wäre er gerade eben erst geschehen. Viel Glück.
ich würde mir das boxerbild auf irgendnen körperteil tätowieren…
Du gibts mir/uns jeden Tag so viel Freude und WTF!?-Momente, da ist es nur angemessen Anteilnahme, an dem was uns allen bevorsteht oder wir schon durchmussten, zu zeigen. Bei aller Distanz rutschen wir in dem Moment, in dem es um den Tod geht zusammen, da jeder dieses Gefühl des Verlustes kennt.
Weiterhin viel Kraft und nimm Dir die Auszeit die du brauchst.
Gruß aus England,
Tim
nochmal mein beleid, rené.
viel kraft für freitag!
psychisch viel abkönnen hin oder her – wenn der eigene vater stirbt ist das was ganz anderes.
bis später!
Danke auch Dir für diese Worte. Dieser Post hat mit das Internet und das ganze technische Zeugs etwas menschlicher gemacht. Weiterhin viel Stärke und Glück. Werde am Freitag an Dich und Deinen Daddy denken!
Ich möchte dir irgendwas sagen, aber ich schaffs nicht.
Irgendwie ist auf eine sehr seltsame Art alles gut.
Wahrste Worte.
Irgendwie kommen wir alle sehr nah zusammen,
auch wenn Alltag, Meinungen, Gewohnheiten und “Herkunft”
uns trennen bevor wir uns spüren.
Irgendwie gibt es Momente die uns gemeinsam das Leben spüren lassen.
Irgendwie ist auf eine sehr seltsame Art alles gut.
Danke René
[ohne worte]
Ich denke dein Vater hätte es gemocht. Für mich sagt der Song alles, was gesagt werden muss in solchen Momenten..
http://www.myspace.com/mymyheyhey4545
[...] “it’s better to burn out, then to fade away…” [...]
Ich wünsch dir viel Kraft, Renè !
Auch habe überlegt, ob ich dir mein Beileid über die Kommentare ausdrücken solltem, da ich es etwas unpersönlich fand (auch wenn wir uns erst ein mal getroffen haben). Aber nachdem ich den Text hier gelesen habe, sind meine Bedenken verschwunden, da dir die Kommentare offensichtlich geholfen haben. So wünsche ich Deiner Familie und Dir auf diesem Weg viel Kraft.
Rene, auch von mir mein aufrichtiges Beileid. Wünsche Dir alle Kraft. Beste Wünsche aus Kiel…
Ich kann irgendwie nur zurückdanken, auch wenn sich das vielleicht blöd anhört.
Du hast den Mut, andere teilhaben zu lassen an deinem Schmerz. Das ist wahrscheinlich das Gesündeste, was man in der Situation machen kann, nur können sich wahrscheinlich die wenigsten dazu durchringen.
In deiner Offenheit hast du erst ermöglicht, dass wir dir alle eine kleine Stütze Pixel für Pixel aufbauen konnten.
Bleib immer so, wie du bist, dann zerbrichst du auch nicht dran.
Dafür brauchst du dich nicht zu bedanken, weiterhin viel Kraft für dich und deine Familie!
Gruß
du weisst, wie sehr ich dich verstehen kann. ich kann gar nicht viel schreiben, außer dir auch ein DANKE zu sagen, denn du warst es, der mir in den gleichen schweren zeiten zur seite gestanden hat. du schaffst das, denn ich habe es auch geschafft.
rene, für mich war dein blog immer interessant, 1mal am tag draufschauen, da ein bisschen lächeln, dort mal laut rauslachen. aber mehr nicht. reine internetunterhaltung halt… seit ich gelesen habe, dass dein vater verstorben ist hat sich hat sich bei mir aber einges getan. du kannst dir gar nicht vorstellen wie oft ich darüber nachdenke… ich hatte nie ein sonderlich gutes verhältnis zu meinen eltern, einige dinge sind schief gelaufen was ich ihnen nie wirklich verzeihen konnte. erst langsam wird mir bewusst wie sehr sich mein vater abgearbeitet hat in seinem job, damit mein bruder und ich ein gutes leben führen können. bevor dies jetzt in seitenlanges rumgeheule meinerseits ausartet, möchte ich dir nur ganz viel kraft wünschen, du und deine familie, ihr packt das. und danke.
Ich finde diese Erfahrung auch sehr interessant, sowas unpersönliches so persönlich mitzuerleben. Ich kenne dich gar nicht, aber du öffnest dich mir.
Dafür danke, und fürs Mitfühlen Bitte, lieber René.
Mein Beileid, René, für dich und deine Familie.
Auch wenn ich dich leider nur aus deinen Blogeinträgen kenne, musste ich gerade erfolglos gegen Rotz und Tränen ankämpfen.
Ich wünsche dir die nächsten Tage und Wochen alles Gute und viel Kraft!
Der eigentliche Sinn of teh internetz ist schließlich, Menschen zu verbinden… kaum irgendwo kriegt man so lebensnah mit, wie sehr Menschen von überall her im überlebensgroßen Kollektiv Freude und Leid empfinden. Anteilnahme zu einer schlimmen Sache gehört dazu. Ich hoffe, wir können in nicht allzu ferner Zukunft auch wieder mit einander lachen und staunen.
Ich habe gerade erst gelesen was passiert ist. Mein aufrichtiges Beileid. Deine Worte und Erfahrungen lassen mich, meine gestrige Absage bezüglich eines Abendessens mit meinen Eltern in einem anderen Licht sehen. Werde am Wochenende das Abendessen nachholen.
Ach, Scheiße!
Ich wünsche Dir alle Kraft dieser Erde und Menschen, die Dich in Deiner Trauer auffangen!
Erstmal auch von meiner Seite mein herzliches Beileid! :(
Ich kann Dich gut verstehen, mein alter Herr ist morgen auf den Tag genau seit 2 Jahren tot. Natürlich fehlt er mir auch heute noch, aber wenn es Dir zumindest ein kleiner Trost ist. Irgendwann schaust Du auf die Gegenstände und Erinnerungen nicht mehr mit Tränen in den Augen, sondern wirklich mit einem milden Lächeln. Du denkkst einfach mehr an die schönen Momente, die man gemeinsam hatte.
Der Verlust der Eltern bzw. eines Elternteils ist für jeden Menschen die wohl einschneidenste Erfahrung. Wenn die Beerdigung hinter Dir ist, hast Du den schlimmsten Part (obwohl, eigentlich ist der schlimmste doch die direkte Mitteilung) hinter Dir. Danach geht es in kleinen, manchmal kaum spürbaren, aber dennoch vorhandenen, Schritten wieder weiter.
Also Kopf hoch und wenn Dir mal nach einem Austausch ist… einfach Mail schicken!
Liebe Grüße
Arnd
Da ich selber blogge, weiß ich, wie sehr die Internetfamilie sich streiten, miteinander lachen, diskutieren und freuen kann. Was Dein Schicksal uns allen gezeigt hat ist, dass wir auch zusammen trauern können und zwar mit echtem Gefühl und nicht nur, wenn ein von uns allen geliebter Musiker, Künstler oder ähnliches gegangen ist, sondern wenn einem aus unserer Mitte etwas derart Hartes passiert.
Für diese Erfahrung sei auch Dir gedankt.
You’ll never walk alone!
Marc
*schluck*
war lange nicht mehr hier, habs grad erst gelesen. Mein ehrliches und aufrichtiges Beileid, ganz im Ernst.
Meinen Vater zu verlieren habe ich noch vor mir, habe aber schon einige Leute verloren, die einen ähnlichen Stellenwert hatten.
Ich kann mir nur vorstellen, wie dreckig es dir geht. Kopf hoch. Er ist in Würde gegangen. Manchmal kann man nicht mehr verlangen oder hoffen.
Gute Reise, Boxer. Mögest du einen sicheren Hafen finden.
stille Anteilnahme (ich weiß nicht, was ich sagen sollte)
Beim Boxer wusste ich nicht was ich schreiben sollte, aber nach dem Text muss ich einfach… deine Texte haben mich einfach zu sehr bewegt.
Mein tiefes Beileid, und gleichzeitig Danke, dass du das hier mit uns teilst.
Deine Seite inspiriert mich schon so lange. Die Bloggerwelt ist riesig und es gibt Wenige, die so konsequent so variable Inhalte vermitteln. Da du mit deiner kleinen Reflektion der Welt so viel auf einen Tisch bringst, folge ich dir oft und gerne bei der Suche nach abgelegenen Goodies. Dein Verlust hat mich als Dauerbesucher sehr berührt. Ich selbst habe oft Angst vor diesem Moment und merke, dass es keine Vorbereitung gibt. Mein Vater wollte sich vor einem Monat das Leben nehmen und meine Schwester und ich konnten es verhindern. Zwei Drittel des Schocks waren schon sehr schwer in Gedanke, Gefühle und Worte zu fassen. Dass du diesen sehr intimen Moment mit deinen Lesern teils ist bewundernswert. Ich hoffe von Herzen dass es dir hilft.
2001 habe ich in einem MMORPG (DAoC) einen Gildenfreund, den ich ich zwar nie persönlich getroffen habe, aber zu dem ich trotzdem eine sehr persönliche Bindung hatte, online “beerdigt”. Er war schon sehr krank, als er in unsere Gilde kam, aber sein Tod war damals trotzdem wie ein Schlag ins Gesicht, obwohl ich ihn, wie gesagt, nie getroffen habe.
Seitdem weiß ich, dass hinter jedem Pseudonym und jeder virtuellen Figur ein echter Mensch mit wirklichen Gefühlen und einem realen Leben steckt.
Mein Beileid zum Tod Deines Vaters.
Mein Beileid – und ganz viel Kraft für dich und deine Familie. Du gibst uns jeden Tag so viel zu staunen, lachen, wundern und freuen – da geben wir doch gerne wenigstens unsere Anteilnahme zurück und sind bei dir.
*tieflufthol*
Ich finde das beeindruckend, wie du damit umgehst, wie die Leute damit umgehen und dass das Internet doch nicht so ist, wie immer propagiert wird, so kalt und gefühllos, wo ehrliche Gefühle hintenanstehen müssen… Leider musste deine Situation dafür herhalten, um das zubeweisen, aber vielleicht ist das doch das Positive, was man an jeder Gegebenheit entdecken muss… ich weiss nicht… Bleibt einfach weiterhin tapfer, du und deine Familie…
Mein Vater ist gestorben als ich in der 4. Klasse war, am 25.12, Ironie des Schicksals. Ich hab das damals so genommen wie es war: dass ich es nicht ändern kann. Seitdem ist es so dass mich der Tod anderer Menschen überhaupt nicht mehr berührt, Beerdigungen langweilen mich nur noch. Ob das jetzt gut oder schlecht ist weiß ich nicht. Seitdem weiß ich nur das Dasein anderer Menschen mehr zu schätzen.
Mein Beileid zu dem Tod deines Vaters.
Ich wünsch dir alle Kraft die du brauchst um diese schwere Stuation durchzustehn.
Das was du übers Internet sagst ist wahr. Dadurch dass du hier Tag für Tag blogst und uns dein Leben zeigst, nehmen wir jetzt auch Teil an deiner Trauer. Du bist ein Teil unseres realen Leben geworden, weil du uns mit in dein Leben genommen hast, fast wie ein Freund.
Wäre das Internet so virtuell wie immer behauptet wäre, würde uns das alles nicht treffen. Durch die Menschen und ihre Gefühle wird das Internet nunmal real.
ich habe irgendwie bewusst keinen Kommentar hinterlassen, weil keine Worte passen und ich wusste, dass du das hier schreiben wirst.
“Tunneeel, Tuneeel, Tuneeell.. erst wirds dunkel, dann wirds hell.. ja das ist ein Tunneell” ;)
Bald kommt die Zeit, da wirst du nicht mehr weinen wenn du an deinen Vater denkst, sondern lächeln.
Wenn ich deinen Eintrag so lese, denke ich: deinem Vater hätte er bestimmt gefallen.
Du bist für viele hier ein Vorbild. Deine Stärke, dein Mut damit in die Öffentlichkeit zu gehen und mit anderen Leuten deine Erfahrungen zu Teilen… Wahnsinn. Ich wünschte ich hätte diese Stärke.
Ohne Worte: http://www.dayswithmyfather.com/
Immer nach vorne sehen, nicht vergessen, aber nach vorne sehen !
(sehr mutig von Dir, dies alles hier)
Das Netz rockt. Wie immer und es wird das auch immer tun. Und Leute, die gute Sachen ins Netz schreiben (wie Du) sind wichtig. Auch um zu zeigen, welch verdammt “realen” Einfluss das Netz haben kann. Ich bin bewegt von dem Eintrag, auf eine komische Art und Weise. Ich mag es, wie Du nach vorne guckst :).
Hallo René, ich habe gerade davon erfahren.
Ich fühle in diesen Moment tiefste Betroffenheit.
Du hattest einen großartigen Vater.
May lights guide him home.
Dank D I R dass du uns hast teilhaben lassen ! Stay strong !
“Wenn ich euch mal loslaß
dann nicht von ungefähr
Abschied muß man üben
sonst fällt er viel zu schwer”
Heinz Rudolf Kunze
Eigentlich ist ein “schnödes” “Mein Beileid” viel zu wenig in so einem Moment, da es nicht ausdrückt was man wirklich fühlt. Dafür ist diese Gefühlswelt zu komplex. Am besten ist eigentlich, man sagt gar nichts sondern streckt die Hand aus um zu trösten.
Als ich deine Blogeinträge gelesen habe musste ich heftig schlucken und fühlte mich für einen Moment sehr leer. Ich habe darüber nachgedacht wie ich reagieren werde, wenn mein Vater stirbt, und ich konnte es mir nicht vorstellen. Ich denke, das kann niemand.
Du hast einen lieben Menschen verloren, aber in deiner Erinnerung lebt er weiter! Erinnere dich immer, überall und zu jederzeit. So kann dein Vater nicht sterben.
Du hast mein tiefstes Mitgefühl
Hallo René,
leider musste ich in meinem Urlaub davon hören, dass mein Onkel (eigentlich ja Groß-Onkel, aber ich habe noch nie einen Unterschied gemacht) verstorben ist :-(
Das war ein großer Schock für mich/uns und ich war froh darüber, dass mein Mann bei mir war, so dass er mich auffangen konnte. Wie Du weisst waren wir erst vor kurzem bei euch und es war soooo schön ihn und meine Tante wieder zu sehen. Onkel Waldemar war wie immer gut drauf, wir hatten einen rießen spass zusammen. Er war ein bildhübscher, humorvoller und durch und durch ein liebenswerter Mann. Ich bin stolz darauf zu seiner Familie zu gehören. Wir haben uns leider die letzten Jahre so gut wie niee gesehen, warum eigentlich nicht?? Um so schöner war der letzte Besuch vor kurzem. Ich kann das ganze noch gar nicht begreifen und glaube es erst zu verstehen, wenn ich abschied nehmen kann. Wir als Familie werden für Deine Mutter und Dich da sein. Fühl Dich gedrückt und gebe Deiner Mutter einen kräftigen Kuss von mir. Viele Liebe Grüße, Deine (Groß-) Coussine.