Die Bundeszentrale für politische Bildung nimmt sich endlich dem Thema Techno und Deejaying an. Und das ganze liest sich genau so amüsant, wie man sich das denkt. Am unterhaltsamsten fand ich den Text über den „Arbeitsplatz des DJs“, aber auch der Rest liest sich sehr… strange.
Der Arbeitsplatz des DJs befindet sich auf der so genannten “DJ-Bühne”, einer im Verhältnis zur Tanzfläche zumeist leicht erhöhten Plattform am Rande derselben, die dem DJ und den Tanzenden eine relativ gute Sicht auf einander ermöglicht. Die DJ-Bühne wird dominiert vom so genannten “DJ-Pult”, einem in der Regel tischhohen Gestell mit einer ebenen Arbeitsfläche. Darauf ist, normalerweise mittig, ein Mischpult mit zahlreichen Drehknöpfen und Schiebereglern (”faders”) angeordnet, mittels derer beim Mischen das Klangbild und die Lautstärke zweier Musikstücke (”tracks”) angeglichen bzw. abgestimmt, das heißt klanglich gefiltert, werden kann. Links und rechts vom Mischpult befindet sich normalerweise jeweils (mindestens) ein Plattenspieler mit einem “Pitchregler” (oder “pitcher”) zum Beschleunigen und Verlangsamen der Laufgeschwindigkeit der jeweiligen Platte.
[...]
Sieht man von relativ neuen, quasi-sakralen Star-Inszenierungen[3] ab, dann fällt auf, dass der DJ sich so gut wie nie allein auf der Bühne aufhält, sondern typischerweise von einer mehr oder weniger großen Anzahl von Personen umgeben ist. Dabei handelt es sich zum einen um ablauftechnisch funktionale Personen am Pult (Stage-Manager, Ton-Techniker, Licht-Techniker, Reparaturdienstleistende, logistisches Personal), zum anderen um ablauftechnisch nicht-funktionale Personen (”Freunde”, Freunde von “Freunden”, andere DJs, Freunde anderer DJs; Leute, die niemand kennt, die aber nicht weiter stören; Personen, die einfach unbedingt einmal auf die Bühne wollen usw.), und schließlich um ablauftechnisch dysfunktionale Personen am Pult (motorisch unkontrollierte Personen, aggressive Personen, belästigende Personen – kurz und mit den Worten von DJ Hardy Hard – bürgerlich Kay Lippert -: “Nerver und Frager”).
Arbeitsalltag einer Kultfigur: Der Techno-DJ (via Netzpolitik)





sehr geil. fängt sehr nüchtern an, um zuletzt beinahe zynisch “(”Freunde”, Freunde von “Freunden”, andere DJs, Freunde anderer DJs; Leute, die niemand kennt, die aber nicht weiter stören; Personen, die einfach unbedingt einmal auf die Bühne wollen usw.)” oder sarkastisch rüberzukommen (“Nerver und Frager”).
Klingt komisch…ist aber so. wtf?
ich musste schmunzeln (-:
dankedankedanke…made my day…
Danke, sehr cool… Wobei ich mich Frage, ob Dr. Motto ein gutes Beispiel für einen DJ ist. Sein Zitat sagt doch einiges über sein Verständnis von Platten und seine Sets aus und nach einer Definition von Pascal F.e.o.s. reiht sich Dr. Motto mit diesem Zitat in die Reihe der Plattenaufleger ein, die eben nur das sind: Plattenaufleger und keine DJ´s…
Nerver, Frager und andere Gestalten kennen wir zur Genüge,
wir haben da irgendwann extra mal nen Blog-Eintrag auf unserer
Myspace-Seite angelegt und sammeln da alles was wir uns
während der Gigs anhören so müssen.
Ich muss dazu sagen das wir nichtmal DJs, sondern ein Live-Act
sind, der Unterschied ist vielen aber leider noch nicht so recht klar.
Das Thema “ablauftechnisch nicht-funktionale Personen” nervt
auf der Bühne teilweise ohne Ende und auch Backstage hängen
oft die komischsten Gestalten rum.
Hierzu gibt es einen Extra Absatz in unserem Hospitality-Rider,
zusammen mit einigen anderen Dingen, die man normalerweise für
selbstverständlich halten sollte, die viele Veranstalter aber leider
wenig interessieren.
Falls jemand Bock hat, beides gibt es hier im Blog zu lesen:
http://www.myspace.com/kopfthema
und wer “funktional” is und wer was im backstage zu suchen hat, entscheiden solche egovögel wie ihr, ja? die party läuft auch ohne euch, ohne die ganzen anderen gestalten nich.
klingt weird, aber meiner DAU-Meinung nach ist das eine exakte Berufsbeschreibung des gemeinen DJ’s. Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten ;)
also techno wird in der soziologie schon lange durchgekaut, ich empfehle unter anderem sachen von michael corsten. es gibt auch einige technosoziologiewälzer, die durchaus interessant anmuten. nur ma lesen ;)