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RIAA stoppt Klagen und warum das genau nichts ändert

So gegen Jahresende muss ich dann nochmal auf mein Lieblingsthema Urheberrecht zu sprechen kommen. Die RIAA hat ja gestern bekannt gegeben, dass sie die Klagen gegen Filesharer aufgeben will und sich stattdessen mit verschiedenen ISPs auf die „Three-Strikes“-Strategie geeinigt zu haben, was heisst, das einem nach drei Warn-Mails der Netz-Anschluss gedrosselt oder gleich ganz gekappt wird.

Ich habe die Meldung ein paar mal gelesen und immer Schulterzuckend gedacht so: „Meh.“ Weil: ändern wird sich natürlich nichts. Die Leute werden weiter Files tauschen, auf welchem Weg auch immer. Technologie wird einen Weg finden, um auch dieses Hinderniss zu umgehen. Es wird weiterhin geklagt. Und die Umsätze der Content-Industrie wird weiter einbrachen, ohne dass die wenigstens den Versuch unternehmen würden, P2P zu monetarisieren.

Und P2P ist immer noch der unkomplizierteste, einfachste, schnellste, effizienteste Weg, um große Files wie eben Musik und Filme online zu vertreiben. Punkt. ( <-- An dieser Stelle stand eben für 3 Sekunden der Tippfehler „Punk“. Nur so.) Janko Röttgers bringt genau diese Argumente auf Newteevee nochmal auf den Punk.

But there won’t be anymore lawsuits, right? Wrong. First of all, the RIAA reserves the right to sue repeat infringers or users that are “particularly heavy file sharers,” according to the Journal. Also, the music of the major labels is far from the only thing shared on P2P networks, and other content owners are more than eager to fill the void and start their own lawsuit campaigns.

Witness the UK, where the music industry brokered similar agreements with ISPs. The country has seen an explosion of copycat lawsuits in recent months. Most of these lawsuits are related to shared porn, video games and similar content, and initiated by a single copyright enforcement company that promises its customers to “turn piracy into profit” through costly out-of-court settlements — a tactic that was pioneered by the RIAA.

Finally, we shouldn’t kid ourselves into thinking that people will stop sharing files because they receive a warning from their ISP. Companies like Comcast have been sending out countless warning messages on behalf of major movie studios and TV networks via email for years, and video file-sharing is as popular as ever.

Why the End of the RIAA Lawsuits Won’t Change Anything (via P2P Blog)

1 Trackback

  1. Kurz gecheckt 21.12 « BESSERWIXER.de

3 Kommentare

  1. Und P2P ist immer noch der unkomplizierteste, einfachste, schnellste, effizienteste Weg, um große Files wie eben Musik und Filme online zu vertreiben. Punkt.

    was findest Du daran kompliziert, wenn Du Dir Musik online kaufst?

    1# - kidffm - 20. Dezember 2008 @ 21:48 Uhr Reply to this comment
  2. @kidffm: Ich bedenke bei solchen Aussagen immer auch den Anmeldeprozess, der bei vielen Online-Musikhändlern ein totaler Pain-In-The-Ass ist. Bei Bittorrent hast Du von der ersten Installation bis zum ersten Download 3? 4? 5? 10? Klicks. Beim Download-Händler Deiner Wahl sind es mindestens das doppelte. Klingt banal, ist aber tatsächlich wichtig.

    Derzeit sieht mein Musik-Konsum so aus: Ich finde ein tolles Album (in Blogs, bei Hypemachine, in einer Print-Gazette, you name it), ich gebe den Namen in meine Suchmaschine ein, lade das Torrent, dragge das Torrent in meine Applikation und das Ding ist innerhalb von höchstens 5 Minuten hier.

    Na klar: wenn man sich erstmal bei den legalen Shops angemeldet hat, ist der Konsum dort mindestens genauso einfach. Macht die Einfachheit illegaler Angebote aber auch nicht komplizierter.

    Und auch na klar: das hat mit Faulheit zu tun und natürlich auch mit der Kostenlosigkeit der illegalen Angebote, aber solange die den unkompliziertesten, einfachsten, schnellsten und effizientesten Weg anbieten, dann ist das halt so ;)

    In diesem Sinne, frohe Feiertage, nächtes Jahr gerne wieder kontroverse Diskussionen… heute nich mehr *g*

    2# - René - 20. Dezember 2008 @ 22:49 Uhr Reply to this comment
  3. ah, dann hat sich also kidffm noch nie mit DRM usw rumärgern müssen?
    Und was passiert wenn so ein Shop pleite geht, du kannst alle Songs in die Tonne kloppen und das Geld bekommst du auch nicht wieder. Der Arsch bist immer du.. wenn es um Kommerz geht.

    3# - rebel - 21. Dezember 2008 @ 13:35 Uhr Reply to this comment

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