General Robots

Johannes Kreidlers Song aus 70200 Samples, den er bei der GEMA anmelden will


(Youtube Direkt)

Micha meint: „Komponist Johannes Kreidler wird als Aktion gegen das bestehende Urheberrecht am 12.9.08 ein von ihm komponiertes Musikstück, das 33 Sekunden lang ist und 70200 (!) Zitate enthält, ordnungsgemäß mit 70200 Einzelnachweisen bei der GEMA Generaldirektion Berlin öffentlichkeitswirksam einreichen.“ Man kann jetzt natürlich darüber streiten, ob Bits eine Schöpfungshöhe aufweisen (selbstverständlich nicht!), wie es Kreidler voraussetzt, die Aktion zeigt aber ganz schön die komplette Absurdität des veralteten Urheberrechts in digitalen Zeiten auf.

M: Sie wollen am 12. September 2008 um 11 Uhr morgens bei der GEMA in Berlin mit einem Laster vorfahren und 70200 Formulare zu einer Werkanmeldung einreichen, das nämlich genau so viele Zitate beinhaltet. Wie kommt es zu dieser Zahl?
K: Durch Bescheidenheit. Ich habe stark untertrieben, theoretisch kann man am Computer pro Sekunde schon 44100 Zitate abspielen. Ich will aber die GEMA gar nicht quälen, es geht hier um Visualisierung, etwas soll wahrnehmbar werden, also ästhetisiert werden.

M: Das Urheberrecht?

K: Die digitale Welt, mit der das Urheberrecht nun fertig werden muss.
M: Aber Sie sind doch selbst als Komponist Urheber und am Schutz Ihres geistigen Eigentums interessiert?

K: Schauen Sie genauer hin: Ich bin Komponist von Avantgarde-Musik, der sogenannten “Neuen Musik”, und damit verdien ich praktisch gar nichts, und da kann ich mir natürlich die Häme über die Musikindustrie besonders schwer verkneifen.
M: Sie haben mit der GEMA telefoniert…

K: Wenn ich bei der GEMA Mitglied bin muss ich jedes Werk von mir anmelden, und ich muss Anteile anderer Urheber angeben und dafür Lizenzen vorlegen. Da gibt es nun ein kleines Feld in dem Anmeldebogen, wo ich das eintragen kann. Da ist aber kein Platz für 70200 Fremdanteile, und ebensowenig im Hirn der Angestellten, die mich da am Telefon „beraten“ hat.

Johannes Kreidler: Product Placements (Danke Micha!)

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34 Kommentare

  1. grossartig!

    1# - flo - 18. August 2008 @ 17:36 Uhr Reply to this comment
  2. Geniale Idee, kann dies nur unterstützen. Wenn das mehr machen erstickt die GEMA in Papier und Bürokratie. Hoffe du hälst uns mit dieser Geschichte auf dem laufenden René

    2# - Tonee - 18. August 2008 @ 17:44 Uhr Reply to this comment
  3. Was ne Idee! Supergeil! Darf man ja gespannt sein, was daraus wird.

    3# - porree - 18. August 2008 @ 18:01 Uhr Reply to this comment
  4. “M: Wenn nun Ihr Stück aber nur 33 Sekunden lang geht, sind diese Tausende Zitate doch unhörbar kurz.
    K: Das bestimmen nicht Sie, sondern Juristen”

    Okay, dann will ich mal. Ein musikalisches Zitat im Sinne des Urheberrechts “muss ausreichend lang sein, um dem Hörer das Erkennen des Zitats zu ermöglichen” (Lüft, in: Wandtke/Bullinger, UrhG, 1. Aufl. 2002, § 51, Rdnr. 17, mit weiteren Nachweisen). Das trifft, wenn ich Kreidler richtig verstehe, auf keine der 70.200 verarbeiteten Sequenzen zu. Die GEMA wird also seine Wagenladung Formulare einfach in den Müll stopfen und ihn nach Hause schicken.

    Mit etwas Rechtskenntnis hätte Kreidler seine Aktion etwas pfiffiger gestalten können: Er hätte in sein Musikstück ein richtiges, 10 Sekunden langes Zitat einbauen können – und die GEMA dann zwischen den 70.200 Formularen nach dem richtigen suchen lassen. Naja. Darauf müssten sie sich wohl auch nicht einlassen.

    4# - Bernie - 18. August 2008 @ 18:09 Uhr Reply to this comment
  5. Ein Wirrkopf, aber ein lustiger.
    Zitat: Als nächstes komme ich mit einem leeren Laster und reiche ein symbolisches Nichts ein, meine Musik ist nun geläutert und rein, nur von mir und niemandem sonst. Ich habe mir schon einen Decoder dafür programmiert, „3pm“, die Umkehrung von „mp3“, mit dem nicht die unhörbaren Frequenzen entfernt werden, sondern die hörbaren. Das wäre die Lösung.

    5# - V'kar - 18. August 2008 @ 18:15 Uhr Reply to this comment
  6. @Bernie: Hör Dir das Stück mal an, da sind durchaus auch längere Passagen drin, nicht nur Noise.

    6# - René - 18. August 2008 @ 18:16 Uhr Reply to this comment
  7. @Bernie:
    geh doch mal auf die Site von Kreidler, da kann man das Stück anhören, und er hat genau das gemacht – am Schluss kommt auch ein mehrere Sekunden langes Zitat vor.
    Ansonsten stimmt das zwar theoretisch mit der Mindestlänge bzw. Erkennbarkeit eines Zitats, andererseits lässt sich die GEMA aber auf die Diskussion gar nicht ein und will bei einer Werkanmeldung einfach _jeden Fremdanteil wissen, um einem möglichen Urheberrechtsbruch schon zuvorzukommen. Also hat Kreidler doch Recht, er muss alles einreichen.

    7# - porree - 18. August 2008 @ 18:20 Uhr Reply to this comment
  8. Das Stück klingt ein wenig wie das Daten laden von einer Datasette. O_O

    8# - Patrick - 18. August 2008 @ 18:25 Uhr Reply to this comment
  9. Aus dem Original gema-Anmeldebogen:
    zu 4: Originaltitel von verwendeten Volksweisen oder anderer im Original
    urheberrechtlich freier Werke sind hier zu nennen. Wurden urheberrechtlich
    geschützte Werke verwendet, ist generell die Genehmigung der Rechte-
    inhaber der geschützten Werke in Kopie beizufügen. Die immer noch weit
    verbreitete Ansicht, dass 8 oder auch 4 Takte ohne Zustimmung benutzt
    werden dürfen, ist falsch. Ohne Vorlage einer Bearbeitungsgenehmigung
    kann keine Verrechnung erfolgen.
    siehe http://www.gema.de/fileadmin/inhaltsdateien/urheber/formulare/gema_anmeldung_deutsch.pdf
    Hurra, für das Anmeldeformular wird eine Bearbeitungsgenehmigung benötigt!

    9# - V'kar - 18. August 2008 @ 18:26 Uhr Reply to this comment
  10. Ist die GEMA eigentlich verpflichtet innerhalb einer bestimmten Frist zu entscheiden?
    Wenn nicht, sind die Titel bei Entscheidung längst lizenzfrei.

    10# - Hansch - 18. August 2008 @ 19:09 Uhr Reply to this comment
  11. @Bernie: Ansich richtig, sind aber durchaus auch längere “Zitate” drin, die man erkennen kann.

    11# - micha - 18. August 2008 @ 19:19 Uhr Reply to this comment
  12. ich sag nur creative commonts ist die lösung, das predigt Lawrence Lessig ja nun auch schon eine ganze weile. Das bestehende Copyright ist sicht kein Unsin gewesen in der Vergangenheit, ist es aber in der bestehenden Prosumer Kultur. Aus diesem Grund an alle Kreativen, ob Fotografen, Programmierer (auch die sind kreative), Designer, Künstler, Musiker und all die anderen, veröffentlicht eure Ergebnisse unter CC und entscheidet selbst wie man es benutzen darf und lasst euch nicht von Leuten wie der GEMA vorschrieben was wie verwendet werden darf.

    12# - Thomas - 18. August 2008 @ 20:18 Uhr Reply to this comment
  13. Schöne Aktion. Bin gespannt was daraus wird.

    13# - alohastone - 18. August 2008 @ 20:55 Uhr Reply to this comment
  14. Das ist schlichtweg genial. Noch deutlicher kann man den ganzen Uhrheberschwachsinn nicht ad absurdum führen. Ich bin gespannt, wo das hinführen wird.

    14# - Saint - 18. August 2008 @ 21:47 Uhr Reply to this comment
  15. Wo bitte weist das die Absurdität der GEMA auf?
    Ich kann auch per sozialem Netzwerk zu kollektiven Falschparken in meiner Stadt aufrufen, Warum? Weil es technisch möglich wäre.
    Das würde dann die Absurdität der Strafandrohung gegen Autofahrer bezeugen, die da parken, wo ihnen ihr Auto am besten gefällt? Das bekämem die Behörden dann nicht mehr hin. Hui!!!
    Was für ein kindlicher Geist steckt nur dahinter…

    Wenn ich das Video seh, muss ich laut Scheißearschloch sagen.

    Diese Einblendung schwarz auf weiß, dieses Zitat:
    “Jede kreative Arbeit benutzt fremdes Material”.

    Ja sicher tut sie das! Ja sicher.
    Aber doch in Form von Ideen und Inspiration. Strömungen, sozio-demographische Gegenheiten die aus kreativer Arbeit enstanden und wiederum neue kreative Arbeit bedingen.
    Die Arbeit anderer auf sich wirken lassen, um sie dann mit der eigenen Persönlichkeit und Gedankenwelt zu adaptieren um Neues zu kreieren.
    Das ist alles METAebene, so geschwollen sich das anhört.

    Das bedeutet Mühe, Können, Aufwand, Hingabe, Prozesse, Talent, Liebe.
    Und das muss geschützt werden.

    Die künsterlischen Produkte aus den oben aufgezählten Bedingungen jedem anheim zu bieten, der entweder dazu nicht in der Lage ist oder einfach keine Bock auf derartige Mühen etc.hat, ist eine unglaublich dumme Idee.

    Das würde auschließlich in einer besseren Welt funktionieren, in der alle in friedliche Anarchie zusammenleben und alle Freunde sind.
    In unserer Welt aber ist das ein Schritt ist Siebenmeilenstiefeln hin zu noch weiterer Verflachung, Vereinfachung und Verdummung.
    Ich werd da echt sauer .
    Kreidlers Gedanken sind für ein Individuum kurzfristig gut – für das Kollektiv langfristig schlicht Schwachsinn und absolut widersinnig, sieht man sich den kompletten Werdegang der Menscheit an, bzw. den Motor dessen, der uns auf dieses kulturelle und technische Ebene geracht hat, auf der wir sind.

    15# - Johnny Flash - 18. August 2008 @ 22:16 Uhr Reply to this comment
  16. Das ist Kunstsozialismus.

    16# - Johnny Flash - 18. August 2008 @ 22:17 Uhr Reply to this comment
  17. Nur mal so nebenbei: Die GEMA-Frau sieht wie Julianne Moore aus. Kann das Zufall sein? x))

    17# - MiRi - 18. August 2008 @ 22:29 Uhr Reply to this comment
  18. @Johnny Flash:

    Stimmt, ich sehe die Aktion auch eher in dem Zusammenhang. Sie zeigt nicht die Absurdität der GEMA auf, sondern schafft schlicht durch ein durchgeknallte Aktion Aufmerksamkeit (für die Sache und den Künstler ;-).

    Dein Beispiel mit den Falschparkern ist gut gewählt. Nur das ich im Grunde Parken nach Vorschrift sinnvoll finde und das Urheberrecht, wie es die GEMA symbolisiert, für Unfug.

    GEMA – Uns gehört Musik.

    18# - Palich - 18. August 2008 @ 22:40 Uhr Reply to this comment
  19. Erinnert mich an John Cages 4′33″.

    http://de.wikipedia.org/wiki/4%2733%22

    Nur das Cage quasi die Stille zitiert hat.

    19# - the shred - 18. August 2008 @ 22:42 Uhr Reply to this comment
  20. ich sehe das genauso wie Johnny Flash. Die Aktion ist lahm. Diese Ausage “Jede kreative Arbeit benutzt fremdes Material” ist total populistisch und dumm. Wenn man Töne einer Tonleiter dann als Material sieht, aber wer hat diese Töne eigentlich erfunden?
    Und gegen die große böse GEMA meckern kommt immer gut. Ist wie auf Politik schimpfen.
    Denn der normale Privatbürger hat nämlich nie was mit der GEMA zu tun, da kann man dann immer gut dann drauf rumkloppen.

    Nur PR aktion vom Künstler. Er bettelt am Ende vom Video ja sogar “Presse und Zuschauer erwünscht”

    20# - SnorQel - 19. August 2008 @ 09:22 Uhr Reply to this comment
  21. Danke an René, porree und micha für den Hinweis auf die längere Sequenz am Schluss – bis zum Schluss hatte ich mir das Stück nicht angehört. Ihr wisst ja, Scannen… :)

    Trotzdem: Glaubt ihr, das bringt’s? Er will die “Absurdität des veralteten Urheberrecht vorführen”, nur, so absurd und veraltet ist es – zumindest in dieser Hinsicht – ja gar nicht. Man wird ihn bitten, die paar erkennbaren Zitate zu melden und ihn mit seinen ganzen Formularen nach Hause schicken. Was bringt das, abgesehen von einem Popularitätsschub für ihn (und einem Umsatzschub für sein örtliches Papiergeschäft)?

    21# - Bernie - 19. August 2008 @ 10:03 Uhr Reply to this comment
  22. … dass manche Leute bei jeder Aktion was zu klugscheissen haben. Fresse halten selber machen sag ich da nur.

    22# - alohastone - 19. August 2008 @ 11:39 Uhr Reply to this comment
  23. Der einzig wirklich stichhaltige Pluspunkt den Kreidler erwischt ist die Sache mit dem offnen Brief (das mit dem Öl).

    Ansonsten fällt alles was er verzapft unter Kunst. Und Kunst kann auch *piep* sein. oder Korinthen*piep*erei wie es hier der Fall ist (signed @ Johnny Flash).

    Und was hat die GEMA eigentlich damit zu tun? Die sorgt doch nur dafür, das bei öffentlicher Aufführung der Künstler/die Plattenschmiede Geld bekommt. Warum soll das jetzt eine Anprangerung des aktuellen Urheberrechts sein? Oder hab ich das was falsch verstanden?

    23# - Felix - 19. August 2008 @ 11:51 Uhr Reply to this comment
  24. Muss ich jetzt sauer sein oder mich bestätigt fühlen Felix?

    24# - Johnny Flash - 19. August 2008 @ 12:35 Uhr Reply to this comment
  25. @Johnny Flash
    Ich find das Beispiel mit dem falschparken schlecht. Wenn man in der Metapher bleiben würde, verhällt es sich die Analogie ja so, dass man einen großen Parkplatz hat den auch jeder benützt, aber man da nicht parken darf.

    25# - Ido - 19. August 2008 @ 15:15 Uhr Reply to this comment
  26. @Thomas:
    CC – tolle Sache. Als Musiker – schwierig.
    Wer von seiner Musik leben will – oder zumindest ein paar Monate des Jahres nicht einer geregelten Arbeit nachgehen will, hat´s da immer noch schwer. Wenn mal (GEMA-gemeldete) Musik unter einen strunzdummen Fernsehbeitrag gelegt wird, der landesweit gesendet wird, kann man da wenigstens 1-2 Monate von leben. Von Plattenverkäufen,Konzerten und CC können die meisten Musiker das nicht. Punkt.

    26# - tobi - 19. August 2008 @ 17:16 Uhr Reply to this comment
  27. @viele: Nach meinem Eindruck geht es nicht um die “böse” Gema. Es geht um die Darstellung der Absurdität eine “Schöpfungshöhe” an Zitate zu binden, davon ein Urgeberrecht abzuleiten und dies dann Geldwert abzuleiten.
    @nicht-Zitat-erkennende: Es hängt doch wohl im wesentlichen vom musikalischen Verständnis jedes einzelnen ab, ob er in dem Stück 1, 5, 500 oder 10.000 Zitate erkennt. Und wenn nur eine kurze Tonfolge in tausenden anderen Stücken verwendet wurde, ist doch wohl die Gema-Anmeldung fällig.
    @Bernie: Du schreibst “Ein musikalisches Zitat im Sinne des Urheberrechts “muss ausreichend lang sein, um dem Hörer das Erkennen des Zitats zu ermöglichen” (Lüft, in: Wandtke/Bullinger, UrhG, 1. Aufl. 2002, § 51, Rdnr. 17, mit weiteren Nachweisen).”
    Demnach kann die Gema bei der Gebührenermittlung auch noch ermitteln, welche Hörer welches musikalische Zitat erkennen kann? Das wird ja immer absurder! Demnach müsste die Gema auch noch einen Parameter einführen, der die Wiedererkennungsanzahl der Hörer enthält. Da sie das nicht macht, bereichert sie sich unbereichtigt lt. aktueller Rechtssprechung. War das so gemeint Bernie?
    @Johnny Flash: Die Gema kassiert nicht für das Parken, das machen die sogenannten Plattenfirmen. Die Gema, um bei Deinem Beispiel zu bleiben, kassiert dafür, dass Du einen Weg zu einem Parkplatz gefunden hast. Und da Du dabei Teilstücke benutzt, den andere schon früher benutzten, musst Du diese Mehrfachnutzung anmelden.
    Aber Danke für das Businessmodel. Ich frage mal die Navigationsleute, ob wir da nicht einen Ansatz haben, ein neues Finanzierungsmodel auf die Beine zu stellen.
    Im übrigen ist die Aktion keine Kritik an der Gema an sich, auch nicht an Urheberrechtsschutz oder am (wirtschaftlichen) Schutz Kreativer, es ist “nur” eine Aktion, die “ganz schön die komplette Absurdität des veralteten Urheberrechts in digitalen Zeiten” aufzeigt.
    Beiträge über die Notwendigkeit von Urheberschutz gehen am Thema vorbei oder anders gesagt “Nichts verstanden, oder?”

    27# - oohpss - 20. August 2008 @ 09:05 Uhr Reply to this comment
  28. @oohpss: Es geht nicht darum, ob das Zitat erkannt wurde (ob also eine bestimmte Hörerzahl das Ursprungsstück erkennt), sondern ob es erkennbar ist – ob also jemand, der das Ursprungsstück kennt, dieses im neuen Stück wiederfindet. Im Übrigen verlangt der GEMA-Anmeldebogen nur die Nennung von “Melodien, Motiven oder Textteilen” und nicht z.B. einzelner Sound-Samples.

    28# - Bernie - 20. August 2008 @ 10:29 Uhr Reply to this comment
  29. Ich nehm dann ein Stück auf, das aus 5 Minuten Kammerton A besteht. Das meld ich dann an und verweise auf alle Stücke, die den Kammerton A irgendwo deutlich erkennbar verwenden.

    Da kommen bestimmt auch ein paar zusammen…

    Find ich prinzipiell gut, nur schade um die ganzen Bäume, die dafür draufgehen…

    29# - .chris - 21. August 2008 @ 01:06 Uhr Reply to this comment
  30. GEMA muss man nur bei öffentlicher Aufführung anmelden. Also, wenn du bock hast kannt du dir gerne 5 minuten den Kammerton A anhören. Kannst einfach deinen Freizeichennehmen.

    peace

    30# - SnorQel - 21. August 2008 @ 10:24 Uhr Reply to this comment
  31. Man kann das nicht so eindimensional sehen. Ich bin Hobbymusiker und zwei meiner Stücke habe ich neulich per Google auf irgendeinem Scheiß-Sampler gefunden. Niemand hat mich gefragt, ich habe nicht einen Pfennig dafür gesehen. Ist das OK?

    Natürlich soll man zitieren dürfen. Aber je nach Art des Zitats ist es halt Ideenklau.

    Abgesehen davon ist es eine gelungene Aktionskunst-Idee. Die Performance von dem Typ aber (also die Erklärung) ist mir halt zu langweilig.

    Das Problem der Musikindustrie ist nicht die GEMA, es sind die Plattenfirmen und die völlig überteuerten Preise für Medien.

    Das Problem der “kleinen” Popmusiker ist auch ganz bestimmt nicht die Verfolgung durch die GEMA. Ich kenne massenhaft Leute, die Zeug samplen und denen niemand ans Bein pisst. Dazu sind die eh zu unbekannt. Wenn jetzt jemand aus zwei bekannten Stücken Bastard-Pop mixt und das zum Download bereitstellt, warum sollte er dann nicht dafür zahlen? Und wie soll man nachprüfen, ob die zehntausenden Bastard-Popper im Netz daran verdienen oder nicht?

    Naja, jedenfalls ist es eine wizige Idee.

    31# - Borna - 21. August 2008 @ 13:44 Uhr Reply to this comment
  32. Mail an Kreidler: > Herr Kreidler, was sagen Sie dazu, ich überbiete Sie jetzt und komponiere ein Stück mit 80200 fremden geistigen Eigentümern!

    Kreidler: Vergessen Sie’s, das ist eine billige Kopie meiner Idee und fällt unter Diebstahl geistigen Eigentums.

    32# - porree - 21. August 2008 @ 19:16 Uhr Reply to this comment
  33. Besser ist es doch, wenn jeder Musiker über die Verwendung seiner Musik selbst entscheiden kann. Wie bereits erwähnt bieten doch die Creative Commons Lizenzen tolle Möglichkeiten dafür!
    Auf http://www.jamendo.com wird beispielweise die Musik unter CC lizensiert und dann von den Musikern selbst hochgeladen. Mittlerweile gibts da auch schon über 10.000 ALben …und das kostenlos und legal.
    Die Musiker (vor allem unbekannte, aufstrebende Künstler) haben die Möglichkeit an Werbeeinnahmen und weiterführenden Lizensierungsprogrammen beteiligt zu werden.
    Somit kann man die GEMA getrost links liegen lassen und seine Musik trotzdem gewinnbringend verbreiten.

    33# - moritz - 25. August 2008 @ 12:06 Uhr Reply to this comment
  34. Gerade erst hier gefunden den Artikel … sehhhr geniale Aktion muss ich sagen NICE :) !

    Gruß Sebastian

    34# - Sebastian Fischer - 02. Januar 2009 @ 22:52 Uhr Reply to this comment

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