Ich hatte mir ja ganz, ganz, ganz, ganz fest vorgenommen, die ganzen doch eher, gelinde gesagt, negativen Reviews zu widerlegen und die Schreiber als nostalgisch verklärende Anhänger einer Bildwelt darzustellen, die jene alten Helden der Kindheit nicht als das erkannten, was sie schon damals in den Achtzigern waren: mit Tricks und Effekten aufgepumpter, bunt und groß, aber eben auch meisterlich erzählter Trash. Ich wollte wirklich schreiben, dass mich der großzügige Einsatz von CGI nicht weiter stört und auch, dass Aliens und Indy doch eigentlich ganz gut zusammen gehen, dass das Drehbuch zwar schlimm ist, die Performance von Ford und die Regie von Spielberg das alles aber wieder rausreißen…
Allein: es wäre gelogen.
„Indiana Jones und das Reich des Kristallschädels“ wirkt nicht als Teil der Reihe, weil er wie eine Satire auf sich selbst wirkt. Und das ist das allerschlimmste an diesem Film. Es sind nicht die CGI-Ameisen oder Mutts Tarzaneinlage, auch nicht der Kühlschrank und die Atombombe und all das hat mich auch im Einzelnen gar nicht weiter gestört… es ist die pure Aneinanderreihung dieser Szenen, die untereinander, wie Telepolis ganz richtig bemängelt, absolut austauschbar sind. Es ist völlig wurscht, ob Indy nun zuerst vor Kommunisten flüchtet und dann in einem Ameisenhaufen landet, all diese Szenen tragen genau nichts zur Story bei. Sie sind lediglich Beiwerk.
Das gab es bei den Vorgängern auch, zuhauf sogar (Affenhirn, anyone?), dennoch wirkt die krasse Übersteigerung eben wie Satire und nicht wie ein Film, der sein eigenes Genre trotz seiner Zugehörigkeit zum Pulp ernst nimmt. Denn eines tut Pulp ganz sicher: er nimmt seine Figuren und seine Geschichte ernst. So ernst, dass er eben Pulp wird. Indiana Jones 4 tut genau das nicht.
Es ist ein kicherndes Machwerk, das auf die Vorgänger zeigt und sagt: „Schau mal, was wir früher für einen Blödsinn gedreht haben. Das machen wir jetzt in noch größer.“ Genau diese Arroganz gegenüber den Fans und dem früheren Werk sieht man dem Film leider an. Und daran ändern, wie gesagt, weder die gute Darstellung von Harrison Ford, noch die handwerklich gute Regie von Steven Spielberg etwas. Wäre man gemein, könnte man sagen, dass Indiana Jones 4 mit dieser Einstellung auf einer Linie mit den Machwerken von Roland Emmerich liegt. Aber dann wäre man wirklich ein böser Mensch (weil dessen Filme zwar die gleiche satirische Übertreibung bieten, darüber hinaus aber noch blödere Drehbücher und erst Recht keinen Steven Spielberg vorweisen können).
Und auf diese schonmal prinzipiell blöde Grundhaltung kippen die Macher dann noch einen Riesenhaufen CGI-Affen und Humor für Leute mit AD-Syndrom. Karen Allen sitzt mit einem Lenkrad in den Händen im Wasser und muss die Augen aufreissen und debil vor sich hingrinsen. Dieser Indiana Jones entwürdigt seine Figuren und das hat weder mit CGI noch mit Aliens zu tun, sondern mit George Lucas’ fehlendem Feingefühl für seine ikonenhaften Charaktere. Ein Indy, der einem UFO beim Abheben zuschaut, ist die konsequente Weiterführung von Yoda, dem lichtschwertbehafteten Ninja-Turtle aus Episode 2. Solche Dinge sind das Zuendedenken dieser Figuren in Lucas’ Gedankenwelt mit modernen Mitteln, und genau die sollte ihm irgendjemand wieder wegnehmen. Vielleicht kriegt er ja dann wieder mal einen ikonographischen Film hin. Und nicht lediglich eine Satire darauf.
Wenn die Augen der Kristallschädel wenigstens geleuchtet hätten… Seufz.





Ich mag alle drei Filme.
Yeah! :-D
La La La… ich hab das alles nicht gelesen … La La La…
Ich schau mir den Streifen in den nächsten Tagen an und schicke schon mal den Beschwerdebrief an die Skywalker-Farm ab. Dieser Lucas. Nee.
Mmmhh, ja so ist es wohl leider. Batzmans Review hatte es für mich auch schon ziemlich gut getroffen. Das hier ist da noch mal so ein Addon. Gerade auch bei der Schlangenszene dachte ich echt, dass die mich jetzt auf den Arm nehmen wolllen.
Erst dachte ich ja, dass ich auf die 4er DVD-Box warte, aber eigentlich will ich den 4. gar nicht mehr bei mir zu Hause haben.
Und ich gehe mal davon aus, dass ein wahrscheinlicher 5. Teil dann letztendlich alles versaut.
Hola…ich find es alleine schon suspekt, wenn für den Film im Vorfeld so ein tralala gemacht wird. Da kann er nur enttäuschen.
Wahrscheinlich spielt dann der 5. Teil aufm Mond – da gibts ja auf der Rückseite auch die bösen Nazis und so.
@ Heini: Yep, die Schlangenszene ist ebenfalls typisch. Das war 1.) Huch, wird brauchen Indys Schlangenphobie und 2.) Lasst uns doch was witziges (hihi) damit anstellen. Mehr als entwürdigend, nicht für Ford, aber für Indy.
Und ein fünfter Teil erscheint mir nach dem Ende mehr als wahrscheinlich.
@ JKE: Naja, sowas ist für mich noch kein Zeichen… Um „Dark Knight“ existiert auch ein heftiger Hype und der wird, sage ich jetzt mal so, um Klassen besser als Indy.
was mich bloß erneut wundert, ist die tatsache, daß g.lucas immer noch filme kaputt machen darf. ich finde, man hätte ihm längst seine produktionsfirma wegnehmen sollen…
Warum ist Indy 4 als Film bloß so verdammt seelenlos? Und warum zum Henker hab ich das auch erwartet, bevor ich rein gegangen bin? Heutzutage werden schwache Skripte sowieso einfach “über-bombastet” und “über-CGI’t”. Solange es knallt und rummst, merkt hoffentlich niemand, wie lahm die Geschichte ist.
Ach, und außerdem stinkt der Film nach Marketing-Skripting: Ein Schuss Romanze für die Mädels, ein ordentlicher Schlag Action für die Jungs, ja kein Sex wg. der Altersfreigabe, Aliens für die Sci-Fi-Jünger, Verfolgungsjagden für die Benzin-Fraktion, Russen als Bösewichte, damit das Feuilleton was zu diskutieren hat, Family-Values für die Kirchenfraktion (btw :Shia Le Boeuf ist ein Scheiss-Indy-Sohn) , etc…..
Vielleicht haben sich George Lucas und Steven Spielberg auf die Seite der streikenden Drehbuchschreiber geschlagen und haben auch mal – so aus Solidarität – ordentliche Kacke produziert…
Ford ist Scientologisch gehirnmanipuliert, Lucas liegt bei Vegas, Spielberg macht alles kaputt… von wegen, alles was er anfäßt wird zu gold
@Down42: Nix gegen Spielberg, der macht, selbst wenn er für seine Verhältnisse beknackte Filme dreht, immer noch mindestens brauchbare. Siehe Minority Report oder AI. Die haben Schwächen, sind aber gemessen an anderen immer noch gut.
http://www.bustedtees.com/indianapwns
Hey, ich fand die Schlangenszene komisch. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
Und als sich nach dem Film vor dem Kino die verschwörerische Kleingruppe hasserfüllter Alleszerreißer versammelte, hab ich mir aus Trotz einfach eingeredet, der Film hätte mir bis auf das Ende (DAS kann man sich nichtmal schönsaufen) ganz gut gefallen…bis jetzt!!
aktex soll auch bald rauskommen… dort finden die irgendwas im eis, hab ich in der vorschau gesehen… vielleicht ihn:O
@ Fabiano: Huch, krass… wusste ich nicht. Echt nich.
@ El_Skeletto: Die Schlangenszene alleine für sich genommen ist auch komisch, einigermaßen zumindest. Im Filmkontext ist es aber einfach nur: Schlangenphobie abgehakt, weiter gehts. Diese Szene hat keine andere Funktion, außer Mutt als Indys Sohn einzuführen und die Schlangenphobie unterzukriegen. Und diese Funktionalität sieht man ihr an. Genau das macht sie furchtbar.
Was bitteschön war an AI brauchbar?
Steven schuldet mir über 2 Stunden meines Lebens.
Auf ne Fee warten konnte Pinnochio im ZDF besser und unterhaltsamer, damals™.
Mhmmm. Ich finde, ein Filmtitel, der “Crystal Skull” inne hat, schon irgendwie sehenswert.
Allein:(;)) Ich werde es nicht tun, auch wenn kein anderer Indy-Titel ähnlich sexy klang.
Ja, und das schlimme daran ist, dass ich noch einer der Zuschauer war, die fieberhaft auf den Schlangenwitz gewartet haben. Es scheint, als ob ich mal wieder über meine zu Tode konventionalisierten Sehgewohnheiten reflektieren sollte. ;)
@ Corax: AI war pathetisch, aber schön inszeniert. Hatte darüberhinaus noch eine Botschaft. Der Pathos wird meistens kritisiert, neben Haley Joel Osments Overacting. Ich mag den Film, weil er als einer der ersten Evolution in Zusammenhang mit Robotik zeigt. Und wie gesagt: Spielberg ist selbst dann, wenn er nicht gut ist, immer noch gut genug. Die Inszenierung versaut einem ja auch den o.g. Indy nicht, es ist das Drehbuch.
@ Saint: Genau das ist ja das Problem: Indy trägt die Satire quasi schon im Titel.
Wie ich gehört habe, gibt es zu dem Film ja auch das Buch. Das soll im Gegensatz zum Film gar nicht über sein. Im Film wurde (wie immer) einfach so gut wie alles bei Seite gelassen: Oh du bist mein Sohn. Oh du bist mein Vater… mkay und weiter wie gehabt -.-
Ich komme gerade aus dem Film und stimme auf ganzer Linie zu. Diese dämlichen CGI-Affen waren für mich das Nagel im Sarg dieses Films. Da kam eindeutig zuviel Lucas durch und das darf man hier gerne als GROßEN Nachteil nennen. Schade eigentlich. “Indiana Jones and the last crusade” war und ist mein all time Lieblingsfilm und wenn ich mir eine Satire auf Indy ansehen will, dann guck ich den Anfang von “UHF” mit Al Yankovic.
Last Crusade ist für mich noch der zweitschlechteste Film der Reihe, der schlechteste dieser hier. Am besten fand ich Temple of Doom, aber thats just me ;)
Temple of d… ach, ich seh schon, hier prallen Welten aufeinander ;)
Ach und es soll in Comment 23 “DER Nagel” heißen, nicht “das Nagel” :)
Har har har… Ich sag nur: Augensuppen und Affehirn… was haste denn erwartet? Hihihi…
Ich habe zugegebenermaßen keinen einzigen Teil gesehen.
Dafür ist eine sehr frühe Computerbezogene Erinnerung die, dass ich bei meinem Papa auf dem Schoß saß als er die Adventures auf seinem damaligem 486er spielte.
Ach ihr seid doch alle nostalgisch verklärende Anhänger einer Bildwelt, die jene alten Helden der Kindheit nicht als das erkannten, was sie schon damals in den Achtzigern waren: mit Tricks und Effekten aufgepumpter, bunt und groß, aber eben auch meisterlich erzählter Trash.
Ich war schon zweimal im Kino und find den neusten indy besser als der doofe film mit sean connery.
so, jetzt hab ich’s euch aber gezeigt :D
War auch nicht begeistert vom 4. Teil. :-( Und nun? Sollte wohl mal jemand dem Herrn Lucas sagen, dass er bitte seine geldgierigen Griffel vom Filmemachen lassen sollte. Wenn man es nicht mehr drauf hat – soll es eben nicht mehr sein. Herr Lucas, bitte abtreten. Sie machen alles nur noch schlimm… Marketing ist der Tod für eine gute Geschichte.
Es ist bei mir nicht einmal die Verklärtheit und Träumerei von meiner Jugend. Der neue Streifen ist einfach mies. Die Aliens störten ungemein. E.T. trifft auf Indy. Zwei völlig verschiedene Genre, die ich auch weiterhin getrennt wissen möchte. Sonst könnte ich mir ja gleich ein Erich von Däniken-Buch reinziehen. X-(
Sie hätten es ja auch ganz anders machen können, mehr so in Richtung edutainment oder so ne halbe Doku mit mehr wahren Fakten und darauf aufbauend dann ein Abenteuer.
Ich hab mir die Trilogie besorgt. Mit Bonus-DVD mit Dokumentationen zu allen drei Indiana Jones Filmen.
Hat im Endeffekt genau soviel gekostet wie die Steelbox mit den drei alten Filmen und dem Trailer zum Neuling.
@René: Ich bestehe aber drauf eine
“nostalgisch verklärende Anhängerin einer Bildwelt zu sein, die ihre alten Helden der Kindheit nicht als das erkennt, was sie schon damals in den Achtzigern waren!”
zu sein! OK. Ich verkläre vielleicht weniger, aber ich habe als Frau ein Geburtsrecht auf mein hormonelles Ungleichgewicht wegen Herrn Ford. HA! ;o)
btw…die Sache mit der Rattenschlange hat weder Indy noch Harrison entwürdigt, sondern nur die Schlange. Schade, dass sie auch nur aus ner CPU stammte, sonst hätte sie sich wegen der Frechheit sie als Seil zu missbrauchen in irgendwelchen Körperteilen festgebissen – und das endet bei Würgeschlangen wegen der vielen Zähnchen immer seeehr blutig…*träum* Ups. War ich jetzt etwa zu gehässig?
Hmm…
Also ich fand ja “Indiana Jones 4 – The Fate Of Atlantis” BEI WEITEM besser…
Bei weitem. Und Sophia Hapgood sieht besser aus als Karen Allen.
War überhaupt irgendwann ein 4ter Teil gut? Wenn ich so an andere “Trilogien” denke, die nen Nachfolger spendiert gekriegt haben? (Alien, Terminator…)
Jaja, ich habe zwar noch schlimmere Befürchtungen gehabt, aber da ich diese Angst schon vorher entwickelt hatte, war das Erleben dann nicht mehr ganz so schlimm.
Es ist halt wie René geschrieben hat und wie ich es mir gedacht habe: Indy 4 passt in die selbe Schiene wie die neuen Star Wars Episoden. Zu bunt, zu spacig, um noch den Charme der alten Filme zu versprühen. Es war Indy aber eben irgendwie doch nicht.
müsste es nicht indiana pwns heissen? von “ownen”/”pwnen”? :p
Hmmm ich sehe den Film als dritt besten in der Reihe. Auch dieser Film hatte dramaturgische Fehler und war bei weitem nicht so dynamisch geschnitten wie die Vorgänger. Für mich persönlich war der Score von “Raiders of the lost arc” als Indy die Area 51 betritt. Da war es wieder das magische Gefühl. Ich war extrem zuversichtlich, aber was dann kam…Die von Dir angesprochenen CGI Monkeys, Lebeef, der sich wie Tarzan durch den Urwald schwingt, die wilden Krieger, die dann doch nicht all zu gefährlich und vorallem nicht kugelsicher sind waren lauter Elemente, die dem Film wirklich nicht geholfen haben.
“they just lost their touch…” heisst es. Dass das bei Lucas zutrifft steht ausser Frage. Wo sind eigentlich seine kleinen Indyfilme à la “THX”?
Nun es war ein Indy Film mit Schwächen, aber immerhin. Da lob ich mir meine DVD Box ignoriere den dritten und vierten Teil so wie ich Matrix 2 und 3 ignoriere und fröne meinem ledrigen Peitschen Helden als würde ich noch immer in den 80ern leben als Frauen auch mal Charakterrollen bekommen haben und der “Fuckability-Index” in Hollywood noch keine Rolle gespielt hat.
ach leute.
was habt ihr erwartet?
dass indy 4 euch ein feuerwerk an abenteuer und action präsentiert, so wie damals, als ihr als kinder vor papis VHS rekorder sasst? rene hat 100% recht. indy war schon immer trash. gut, aber trah. dass teil 4 extrem handlungsarm und doof ist, ist nicht schön, aber nicht weiter tragisch. nennt mich unkritisch, aber ich habe den film am startochenende zweimal gesehen und beide male spass gehabt. sicher, spätestens bei den brennenden augen mit einem wehmütigen kopfschütteln, aber indy bleibt mein held.
und von wegen, “E.T. trifft auf Indy. Zwei völlig verschiedene Genre”… indiana jones ist als persiflage auf die (kino)-genres seiner zeit anlegegt. die 30er/40er mittags-matinee mit buck rodgers und flash gordon und eben nun die 50er mit aliens und kommunisten wie in forbidden planet und bodysnatchers.
ich seufze mit….
hatte mich auf den film gefreut. aber so? hmhmhm.
Hmpf. So langsam überlege ich mir, ob ich den wirklich gucken sollte. Ich hab mich so gefreut und dann sind doch irgendwie alle der Meinung, dass der Film scheiße ist.
Vielleicht geht ihr auch alle nur mit zu hohen Erwartungen hinein und seid dann enttäuscht, dass da nur ein Film über die Leinwand läuft. Auja, das wird es sein…
Und es heißt übrigens ” und das Königreich des Kristallschädels”
also der Film ist schon sehenswert. Man sollte nur nicht zuviel erwarten. An “Raiders” und “Temple” kommt er nicht ran. Ist aber meiner Meinung nach besser als “Crusade”, der mir wie eine hommage an den ersten Teil vorkam und auch seine Fehler hatte.
Indy 4 macht schon spass…aber Iron man hat mehr spass gemacht. Soviel zu trash. (”Diary of the dead” oder Land of the dead ist kack trash.)
Ich stimme Dir voll und ganz zu, ich saß als riesen Fan am 21. zur Vorpremiere im Kino und war richtig enttäuscht. Mehr kann ich nicht sagen, weil du es klar auf den Punkt bringst.
Danke.
Spielberg ist der wohl am meisten überschätzten Regisseure, der noch Filme drehen darf. Bis zu Schindlers Liste hatte er ja wenigstens noch ein Gespür für den Zeitgeist und was gerade beim Publikum ankommt. Aber dannach wurde es doch nur noch lächerlich.
Mittlerweile kann man getrost jeden Spielbergfilm ignorieren, sind es doch alle nur noch seelenlose Hypeprodukte. Und jedesmal, seit nun mehr als 10 Jahren, heißt es: Nein an Spielberg liegt es nicht!
ist es jetzt cool und angesagt auf indiana jones zu schimpfen?
george lucas schrieb ein dufte drehbuch das millionen leute ins kino zieht – und ? was anderes wollt er wohl auch nicht – sonst hätte er wohl auch nicht seine star wars idee in indy 4 recycled ;-)
ich mag alle 4 indiana jones filme.
mir sind kristallschädel egal. ich schau mir die filme nicht wegen der schädel sondern wegen dem ganzen rest, der coolen stunts, der lockeren sprüche und tollen sets an.
indy rulez – und aus
Mir persönlich gefiel der Film, ist zwar nicht der beste Film der Reihe aber ich wurde gut unterhalten. Gut es gibt ein paar Sachen die bitter aufstoßen wie zum Beispiel das massive schlechte Nutzen von CGI, ich persönlich habe das Kotzen bekommen als die schlecht ausgeleuchteten Soldaten in der Eingangshalle standen und es einfach nur scheiße reinkopiert aussah. Die Ameisen und Affen fand ich jetzt nicht so schlimm.
Über die Tarzan-Szene muss ich ja kein weiteres Wort verlieren (peinlich übertrieben, selbst für Indy-”Niwo”). Wie im TP-Review schon angesprochen kann man die Szenen x-beliebig aneinanderreihen, woran ich beim Film sehen allerdings nie gedacht hätte, ist also mMn kein großes Manko (so lange sie nicht wie bei Family Guy Cuts machen um Witze einzustreuen ;) )
Ich nachhinein betrachtet wirkt die Schlangenszene wirklich wie eingeschoben (”hier wir präsentieren euch die Schlangenphobie”) – stört mich aber nicht, war mit eine der wenigen Szenen bei der ich lachen musste.
Mir fällt grad beim Schreiben auf, dass es eine weitere eingeschobene Szene gibt in der eben geklärt wird, was mit Indys Vater und seinem alten Kollegen passiert ist, nur für die die sich beim Film anschauen fragen was mit denen los ist.
Das im Lagerhaus am Anfang auch noch die Bundeslade gezeigt wird empfand ich irgendwie als liebevolles Detail :)
Über das Maya-Setting mit Alien anleihen lässt sich streiten, inhaltlich find ich es gut, gibt ja massenhaft Spekulationen darüber wie die Mayas das alles damals bewerkstelligt haben, jedoch _persönlich_ geschmacklich zu abgedreht, aber hey, man muss nur in die Bundeslade gucken und wird von bösen Geistern weggeschmolzen, ist ebenso abgedreht.
Ich vermisse lediglich die (dummen stereotypischen Hollywood) Nazis und wie sie von Indy ein paar aufs Maul kriegen. Das die wegfallen ist jedoch der konsequente nächste logische Schritt, da Harrison Ford/Indy ja älter ist, sie das Aussehen irgendwie rechtfertigen müssen, also spielt die Story halt 20 Jahre später, der neue Feind ist das böse Russland und man kann niemanden mehr vertrauen.
Indys Sohn ist Action-technisch eine gute Stütze lockert das Ganze irgendwie auf. Wenn einem alten Opa zwischen zwei Jeeps balancierend Sträucher ins Gemächt peitschen fände ich das weit aus unglaubwürdiger als wenn es einem Jungspund passiert :)
Ich denke einfach, bei dem Versuch einen weiteren noch opulenteren Indy-Film zu produzieren sind die Herren Lucas und Spielberg über das Ziel hinausgeschossen was für den Betrachter zur Folge hat, das einfach der (80er) Charme, die Seele und das was einfach Indiana Jones irgendwie ausmacht fehlt, ich denke das ist einfach was die meisten Leute stört,man geht raus aus dem Film und das war es dann, kein Wow-Effekt. Trotz allem ist es Indiana Jones.
Ich vermute einfach mal das es keine Fortsetzung mit dem Sohn als Held geben wird, weil ich einfach die Schlussszene so deute, dass der Sohn die Hut aufnehmen und auch aufsetzen will (hier könnte man denken oha jetzt wird er der neue Indy) dann kommt aber HF und nimmt ihm den Hut ab und setzt ihn sich selbst auf, quasi es kann nur einen Indy geben, you know ;)
Egal, man sollte bei den ganzen Kritiken hier wirklich nicht vergessen, dass es Indiana Jones ist, qualitativ er leider nicht an die alten Teile heranreicht, aber nun gut muss man mit leben.
Wenn man ins Kino geht und sich die missratenen Star Wars Teile 1-3 im Hinterkopf behält ist man weitaus weniger enttäuscht und darauf vorbereitet was man da serviert kriegt.
Ich stimme dem Artikel – schweren Herzens – zu. Das Schlimmste ist, dass ich all die negativen Rezensionen gelesen hatte und trotzdem ins Kino gegangen bin. Hätte ich die nicht gelesen, die Szene mit Indy Aladin’s fliegendem Kühlschrank und der nuklearen Wunderlampe hätte die eine (einzige?) originelle Überraschung des Films sein können. Und vielleicht hätte es für einen mäßig unterhaltsamen Abend mit DVD gereicht.
Der Fairness halber könnte angemerkt werden, dass Spielberg seinen Indie zumindest nicht ganz so totreitet wie George-kriegt-den-Hals-nicht-voll-Lucas Star Wars. Oder sollten uns jetzt weitere Folgen drohen, die vor den ersten drei Filmen spielen? In Weltkrieg 1 wären die Bösen wieder Deutsche, Zeppeline und Doppeldecker gab’s bereits und Sean Connery wird digital rejuveniert. Oh mein Gott, die Idee hatten Schmalzberg und Lukarsch bestimmt auch schon und genug Geld verdienen sie anscheinend auch mit diesem lauwarmen Aufguss …
Wow! In so einen Film darf man doch nicht gehen, wenn man sich Gedanken machen will Rene!
Also ich hab mich ganz vorzüglich amüsiert. Klar wars teilweise aber so schlecht, daß das Gehirn dann doch angesprungen ist: Das waren allerdings nur 2 Punkte: Der dämliche, nervende, fette Ex-Sidekick von Indy (hättense weglassen können) und die Auflösung ist meiner Meinung nach auch nen bißchen derb breit inszeniert. Also da hätt man nen bißchen vom Gas gehen könne.
Ich denke die haben das getan war gerade drin war. Nen rehfrisch-rumspringender Ford-Indy geht halt nich mehr. Und die Indy-Nazis waren schon irgendwie cooler…
Naja. ich hatte Spass :]
Das erinnert mich an das neue Asterix-Heft “Gallien in Gefahr”…ist auch komplett an allen Vorgängern vorbei und absoluter Scheiß.
Den Film werde ich mir in nächster Zeit mal ansehen um hier dann reinzuschreiben, dass er wirklich so beschissen war!
>In so einen Film darf man doch nicht gehen, wenn man sich Gedanken machen will Rene!
Boa, genau dieses Argument ist keins und ich kann’s nicht mehr hören, echt nicht. Sorry, aber das ist nur Blödsinn um einen schlechten Film zu verteidigen, von dem man genau weiß, dass er schlecht ist, mans aber nicht wahrhaben will.
Genau dazu hatte ich gestern was bei den Filmfreunden: http://www.fuenf-filmfreunde.de/2008/05/26/indiana-jones-und-das-abgeschaltete-denken/
hehe :] okok. Hast mich. Das passt ja echt supa.
Aber trotzdem: Ich hab definitiv nix ausserordentliches erwartet von dem Film. Und deshalb hatte ich auch Spass! Und ich hätte sicher noch mehr Spass gehabt, wenner handlungstechnisch noch viel viel cooler gewesen wäre. Keine Frage!
Aber so muss ich nu nich jammern: Huch, der is aber doof!
Ich hab gefeiert und das war gut so! Und wer is nu cooler? ;]
Dieser Punkt geht definitiv an eRiC :D
@ eRIC: Naja, mit der Einstellung kann man aber jeden Scheiß verteidigen, der es nicht verdient hat. Transformers zum Beispiel. Drecksfilm, bei dem man ja “nur” den Kopf abschalten muss.
@ Chrisse: Seh ich naturgemäß etwas anders ;)
Meiner Meinung nach kann ein Film ziemlich viele Idiotien haben, dass allein macht ihn nicht schlecht. Zum schlechten Film wird er erst dann, wenn man ‘den Kopf abschalten’ (was für eine Formulierung) muss, damit man sich nicht weiter von ihnen gestört fühlt.
Und da du gerade den bösen Film mit T erwähnst: Das, was du als Verrat an den alten Filmen und Arroganz gegenüber den Fans kritisierst, empfand ich persönlich eher als Zugeständnis an eine neue Generation von Zuschauern, die Machwerke wie eben Transformers für großes Kino hält.
Ich würde den Film noch als gut bezeichnen, die Review von Batz und der Kommentar von Chrisse in #45 bringen meine Gedanken ziemlich treffend auf den Punkt, den Telepolis-Artikel halte ich wiederum (in Bezug auf Indiana Jones) für extremst überzogen.
Sorry, falls meinem Comment der rote Faden fehlt, ich habe aber zu viele Gedanken zu Film und Thema – und manchmal sollte man wohl doch seinen Kopf abschalten ;-)
Die Frage ist, ist der Fan zu anspruchsvoll? Hat zu hohe Erwartungen an einen vierten Teil?
Denn der unbekümmerte Zuschauer liebt offenbar diesen Film.
Ich fand ihn ab und zu sehr gut und sehr lustig, teilweise auch nur gut und ab und an nur Mittelmaß. Und für einen Fan ist nur gut und gerade Mittelmaß einfach unerträglich und nicht hinzunehmen ;-)
Der Fan will alles da gewesene in jedem Punkt übertroffen sehen und dabei soll es doch keinen Punkt von der alten Linie abweichen.
Der normale Zuschauer will unterhalten werden mit Spannung und Lachern. Und das bekommt er und ist damit zufrieden, bis auf dem Fan :-)
Also ich würde von mir schon behaupten, dass ich nen Indy Fanboy bin und kein umbekümmerter Zuschauer. Trotzdem kann ich meine Erwartungshaltung kontrollieren.
Hey ich bin auch nen Indy Fan! Ich hab mit mal auf meinem alten Simens Telefon die Indy-Musike nachgebastelt. :D
Tut mir ja leid für die Leute die es unerträglich fanden. Aber vielleicht ist es auch die Einstellung wie man in so einen Film geht. Ich fand auch die neuen Star Wars teile jut! *duck*
Wenn ich das alles lese was die Leute so in diese Filme reininterpretieren…
Telepolis: “Der Irrtum all derjenigen, die es hier nun ablehnen nachzudenken – womit sie nur verraten, dass sie am liebsten überall darauf verzichten würden…” Krass! So ein Bullshit! Hallo Beleidigung?!?!
Sich selber den Spass zu verbieten weil mans Kacke finden möchte, den Machern mutwilligen Verrat an sich selbst, Ihren Figuren und den Fans vorzuwerfen, technische sowie künstlerische Unfähigkeit zu diagnostizieren und dergleichen ist meiner Meinung nach … nicht gut.
Ich seh ja trotzdem, daß sich die Leute an allen Fronten die Haare raufen. OKok. Bei dem Budget und dem Lineup fragt man sich dann doch was da schiefgegangen ist! Sind die Leute alle zu geblendet von sich selbst? Und hören nicht mehr zu wenn die Kritiker blöken?
Wie sieht denn der würdige Indy-Jones Nachfolger aus? Oder nen anderer Action-Abenteuerfilm? Nen guter? Beispiele? Ich meine wer machts denn richtig?
War vorgestern auch spontan in Indiana Jones, völlig unvoreingenommen. Hatte mir extra Batzmanns und dein Review für nach dem Film aufgespart und mir bleibt eigentlich nur ein Wort für den neuen Indy anzumerken: *WÜRG!*
my2cents ;)
so. Gestern auch im Kino gewesen. Tjaja. Mmmhmmm. Jo. War ok.
Aber trotzdem besser als “Uncharted: Drakes Schicksal” auf der PS3.
Will auch was heißen.