Die schwedische GEMA heisst Stim und die will ab Herbst einen Testballon zur Legalisierung von P2P starten.
„In unserer Vision soll man all die Musik hören können, die im Internet zu haben ist, genauso wie wir Fernsehen gucken; legal und ohne darüber nachzudenken, was gerade dieses Programm uns kostet“, erklärte die stellvertretende Stim-Vorsitzende Eva Modin. Anders als bei den bisher verfügbaren Flatrate-Angeboten wird jedoch kein begrenzter Katalog zum Download zur Verfügung gestellt. Die Lizenzkosten sollen danach berechnet werden, welche Dateien beim Nutzer tatsächlich abgespielt werden, unabhängig von ihrer Herkunft. So soll eine gerechte Verteilung der Einnahmen auf die Urheber gewährleistet werden. (heise)
Mit einer Software sollen im Hintergrund die Hörgewohnheiten der Nutzer (zum Beispiel anhand der ID3-Tags) getrackt, zentral erfasst und ausgewertet werden, woraus ein Verteilungsschlüssel für die Labels errechnet wird. Bei allen Fragen, die dieses Modell aufwirft (was passiert bei unkorrekten oder keinen ID3-Tags? Manipulation über die Tags?) und dem meiner Meinung nach zu niedrig angesetzten Preis (ein ISP spricht von 5 Euro/Monat): schön, dass in dieser Richtung endlich mal was passiert. Und ich bin mehr als gespannt, was das Ergebnis dieser Testphase sein wird.





Das ist ENDLICH mal ein Schritt in die richtige Richtung. Auch, wenn das vielleicht nichts werden könnte (durch die von dir angesprochenen Probleme) hat man wenigstens endlich mal eine Referenz und vielleicht sehen darin auch andere Leute endlich mal eine Alternative zur konventionellen Vermarktung.
Die Schweden mal wieder… Die sind uns in fast allen Belangen um 20 Jahre voraus, vom Bildungssystem bis zur Energiewirtschaft. Und nun auch Urheberrecht. Ich frage mich woran das liegt. Per se haben die Deutschen ja keine Matsche in der Hirse. Ich glaube wir sind einfach nur zu engstirnig.
Also mir kommt sicherlich keine Software auf den Rechner die meine Hörgewohnheiten analysiert! Wär ja noch schöner. Nette Idee aber so wird das nix.
An meiner Uni haben 2 Kollegen von mir ein interesantes Paper zu dem Thema veröffentlicht.
http://www.rufuspollock.org/2007/11/07/new-study-the-impact-of-music-downloads-and-p2p-file-sharing-on-the-purchase-of-music-a-study-for-industry-canada/
Fazit: File sharing is beneficial for the music industry.
Gruss Christoph
Die Idee für legales Filesharing finde ich super! Wenn das alles gut geht, frage ich mich ob das auch andere Länder dann zu lassen
Interessantes Projekt. Unvorstellbar, dass die GEMA in Deutschland an so einem Projekt mitmachte…
Ich frage mich, welche Auswirkungen ein solches Modell auf musikalische Qualität und Vielfalt haben würde. Ist es im Sinne der Profitmaximierung der Rechteinhaber und im Kampf um ein möglichst grosses Stück des Kuchens effizienter, viel Müll zu produzieren, der nur wenig angehört wird, oder auf das Bewerben weniger Songs zu setzen, die oft angehört werden? Wie wird die Signal-to-Noise-Ratio?
Ein Song, für den viele Menschen explizit bereit sind, Geld zu bezahlen, ist mit höherer Wahrscheinlichkeit besser als einer, der viel probegehört wurde.