Jahrelang ein Dings nach dem anderen in den Sand setzen, ständig vom Bundesverfassungsgericht zurückgepfiffen werden und sich dann bis 2010 eine Lohnsteigerung von 16% (ich hab’s ausgerechnet) gönnen? Und Sie fragen sich, woher die sogenannte Politik-Verdrossenheit kommt? Eines kann ich Ihnen sagen: das ist keine Politik-Verdrossenheit. Das ist Politiker-Verdrossenheit. Und das liegt an ganz alleine an Ihnen. Ihr Arschlöcher.
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och… nett…
hmm aber viel kriegen die ja eigentlich nich… obwohl leisten ja auch nüscht! & dafür ist das dann doch sehr viel…naja “luxus Hartz IV” für Menschen die für richtige Führungspostion ungeeignet sind..ist schon doof wenn man von der 3.Wahl regiert wird..
Ist deine Rechnung auch inflationsbereinigt? :P
@ rené : gut , dass du das bringst. wollt dir das schon als linktipp schicken.
verdammte frechheit. alle anderen , müssen hart um jedes verdammte
prozent – alle 5 jahre kämpfen. und die erhöhen mittlerweile jedes halbe jahr
ihre ! eigenen ! gehälter. bloody wankers !
@ diverses : das die nicht viel kriegen , glaubst aber bloß du.
ich finds nicht schlimm wenn parlamentarier genug verdienen. viel kriegen sie ja wirklich nicht.
Tagesschau.de:
Fasst man diese ganzen Zahlen zusammen ergibt das eine Steigerung von 16%. Das ist eine Frechheit sondergleichen und eigentlich völlig indiskutabel. Versteht mich nicht falsch, ich bin auch dafür, dass Parlamentarier genug verdienen. Das tun sie aber schon längst.
Auf Phoenix lief gerade die Reportage “Rentenangst”. DA kriegst du das Kotzen!
Angesichts der ganzen Berater-Verträge, Vortrags-Honorare und anderweitigen (natürlich letztlich finanziellen) Klüngeleien zwischen unseren geschätzten Volksvertretern, den privaten Versicherungsunternehmen und einigen Medien – ach was, eigentlich nur der BILD…
…angesichts all dessen ist die Lohnsteigerung doch total nachvollziehbar und gerechtfertigt. Schließlich zeigen solche Reportagen doch klipp und klar, das unsere Politiker jahrelang sehr, sehr sorgfältig und sehr, sehr hart daran gearbeitet haben, das wir unsere Rentenbeiträge jetzt privaten Versicherungsunternehmen in den Rachen schieben und am Ende tatsächlich auch noch daran glauben, das das zu unserem Vorteil wäre…
Ist doch ein Spitzenjob, den die(se Arschlöcher) da gemacht haben, oder? Und mal ehrlich: wer will sich denn für seine gute Arbeit nicht fürstlich entlohnen lassen? Ist doch (am sprichwörtlichen Ende) alles nur zu unserem Besten…
Wenn unsere geneigten Volks*LOL*Vertreter nicht mit jedem Versicherungs-, Versorgungs-, Was-Auch-Immer-Unternehmen, jeder Bank oder Lobbygruppierung unter einer Decke stecken würden und nicht nebenbei noch Zehn- oder Hundertausende als Anwalt, Berater oder sonstwas einsteckten, dann fände ich ein hohes Gehalt durchaus ok. Aber so? Nein, das ist echt eine Frechheit!
@ micha : korrekt !
Was mich zusätzlich zur Diätenerhöhung noch tierisch angepisst hat (Politiker sind glaube ich die einzigen “Arbeitnehmer”, die ihren Lohn selbst anheben können), ist der schmierige Wählerkauf, der in Bayern gerade abläuft. Sobald Beckstein & Huber mal unter 50 % rutschen, halten sie es für nötig, auf sämtliche Haushalts- und Sparpläne zu scheißen und den bayrischen Wähler wieder mit Pendlerpauschale & Co zu beglücken.
Habe früher immer gedacht, man müsste um jeden Preis regelmäßig wählen gehen, aber inziwischen habe ich auch keinen Bock mehr, immer nur die kleinere Scheiße zu wählen.
Liebe(r) Herr/Frau $Politiker,
Sie beklagen die zunehmende Politikverdrossenheit in diesem Land, und suchen laufend nach Möglichkeiten zur Lösung dieses Problems.
Ich möchte Ihnen eine kurzen Anhalt darbieten, wie dieses Unterfangen eventuell angegangen werden könnte.
Eine kleine Warnung vorneweg: Machen Sie sich auf Gegenwind gefaßt. Also feilen sie schon einmal ihr Kinn Stromlinienförmig zusammen, dann schwimmt es sich nämlich bedeutend leichter gegen den Strom.
Also dann:
1. Führen Sie eine Verbindlichkeit für Wahlversprechen ein. Einen Rechtsanspruch, quasi. Denn wenn Sie und Ihre Kollegen wüßten, daß der Wähler sie verklagen könnte, sollten Sie ihre Wahlversprechen brechen, habe ich so ein Gefühl, daß der Kompromiß aus 0% und 2% Mehrwertsteuererhöhung nicht mehr 3% lauten würde.
2. Schaffen Sie den Fraktionszwang ab. Die im Grundgesetz garantierte Unabhängigkeit der Abgeordneten ist derzeit nur eine Farce. Denn wer rein nach seinem Gewissen (und damit vielleicht gegen die Parteilinie) abstimmt, riskiert, aus der Fraktion zu fliegen und verliert im schlimmsten Fall seinen Platz auf der Landesliste. Und daß der drohende Verlust der Möglichkeit zur Wiederwahl den durchschnittlichen Abgeordneten dazu ermuntert, im Zweifel nur auf sein Gewissen zu hören, kann ich mir einfach nicht vorstellen.
3. Schmeißen sie alle Lobbyisten aus den Ministerien. Ganz ehrlich: Jagen Sie sie mit Schimpf und Schande davon! Und hören Sie auf, sich Empfänge, Veranstaltungen und Konferenzen von diesen Lobbyvereinigungen bezahlen zu lassen! Gesetze, die unter Einflußnahme privatwirtschaftlicher Interessenvereinigungen entstehen, können einfach nicht im Interesse des einzelnen Bürgers sein. Denn es liegt in der Natur der Sache, daß privatwirtschaftliche Unternehmungen vor Allem den eigenen Vorteil im Auge behalten. Und der Vorteil der Unternehmen und Interessensverbände ist selten der Vorteil der ganzen Gesellschaft.
4. Verbieten Sie den Abgeordneten ihre Nebentätigkeiten. Wir (also das Volk, der Souverän) bezahlen Sie und Ihre Kollegen ausgezeichnet. Sie bekommen einen Dienstwagen mit Chauffeur gestellt und dürfen sogar kostenlos mit der Bahn fahren. Von Ihrer Seite wird häufig angeführt, das letzte, was unser Staat brauche, wären Fachidioten, die keinen Bezug zum Leben ihrer Bürger haben, und daß die Nebentätigkeiten der Abgeordneten eine wichtige Brücke zur Realität darstellten. Ich hingegen sage, daß wir die Fachidioten ohne Bezug zur Realität bereits heute in den Parlamenten sitzen haben. Auf einem Kongreß einen halbstündigen Vortrag zu halten, und dafür mehrere Tausend Euro zu kassieren, hat außerdem mit einer Brücke in die Realität nur wenig gemein. Und das Letzte, was unser Land braucht, sind Politiker (=Volksvertreter), die auf der Gehaltsliste irgendwelcher privatwirtschaftlicher Unternehmen stehen.
5. Schaffen Sie real existierende und wirksame! Eingriffsmöglichkeiten für den Bürger. Geben Sie ihm ein Instrumentarium an die Hand, Politik aktiv mitzugestalten und umstrittene Gesetzesvorhaben zu stoppen. Sie und Ihresgleichen reden immer davon (wenngleich eher im Zusammenhang mit dem Abbau des Sozialstaates), der Bürger solle Verantwortung übernehmen. Sich weiterbilden und ein Leben lang lernen. Wir leben im Zeitalter der Information. Lassen Sie den Bürger also über Dinge, die sein tägliches Leben betreffen, entscheiden. Führen sie Volksentscheide durch. Kommunizieren Sie ihre Entscheidungen verständlich, und nehmen Sie den Wählerwillen zur Kenntnis. Sie sind die Erfüllungsgehilfen Ihrer Wähler! Sie haben keinen eigenen Willen zu haben, sondern den Ihnen vom Souverän übertragenen Auftrag zu erfüllen! Also besinnen Sie sich auf Ihren Job, und vertreten und entscheiden Sie gefälligst in unserem Interesse.
6. Pfeifen Sie Ihre Bluthunde zurück! Niemand bezweifelt ernsthaft die Notwendigkeit der Polizeien, des Militärs und der Geheimdienste. Wirklich! Wir brauchen die! Unbedingt! Was wir allerdings auch brauchen, sind Volksvertreter, die uns vor dem systemimmanenten Informationshunger solcher Institutionen bewahren. Was wir brauchen, sind Politiker, die auch in schwierigen Zeiten die Fahne der Freiheit und der Rechtstaatlichkeit hochhalten, und nicht beim ersten Anzeichen einer vermeintlichen Gefährdungsmöglichkeit mit der Demontage des Rechtstaates beginnen. Hören Sie auf, in jedem Bürger einen pottentiellen Schwerverberecher zu sehen! Beweisen Sie stattdessen zur Abwechslung mal etwas Rückgrat, und zeigen Sie den bombenlegenden Arschlöchern dieser Welt, daß sie einer gefestigten Demokratie wie der Unseren nichts anhaben können.
7. Pfeifen Sie sich selbst zurück! Und führen Sie sich nicht selbst in Versuchung! Hören Sie auf, Maßnahmen zur Einschränkung unserer Freiheit von eng begrenzten Anwendungsgebieten auf immer breitere Felder auszuweiten. Daten, die erst einmal erhoben und ausgewertet sind, wecken Begehrlichkeiten bei den unterschiedlichsten Leuten und Institutionen. Auch bei Ihnen! Deswegen erheben Sie sie einfach nicht! GPS-Chips in Autos mögen sich beispielsweise vortrefflich dazu eignen, Falschparker dingfest zu machen. Trotzdem: Lassen Sie das!
8. Halten Sie Maß! Jeder halbwegs denkfähige Bürger dieses Landes versteht, daß Parlamentarier ausreichend gut bezahlt werden müssen, um gegenüber Versuchungen durch Korruption und Bestechung weniger anfällig zu sein. Aber sehen Sie nicht selbst ein kleines Mißverhältnis, wenn Sie den Rentnern und sozial Schwächsten nicht einmal einen Inflationsausgleich zugestehen, während Ihr eigenes Einkommen um einen zweistelligen Prozentbetrag steigt? Deswegen halten Sie Maß! Koppeln Sie von mir aus die Entwicklung Ihrer Diäten an die Steigerung der Renten. Das ließe sich leichter kommunizieren und wäre auch für “den kleinen Mann” nachvollziehbar.
Wenn Sie diese acht kleinen Punkte beherzigen, kann ich Ihnen versichern, daß Sie einen Teil des Vertrauens, das Sie und Ihresgleichen qua Beruf nicht besitzen, zurückerlangen werden, und sich
das Stimmviehdas Volk wieder verstärkt mit politischen Fragestellungen beschäftigen wird.Ich komme aber, um ehrlich zu sein, nicht umhin, meine Skepsis darüber zum Ausdruck zu bringen, ob der mündige, politikinteressierte Bürger, der seine Meinung lauthals und selbstbewußt vertritt, wirklich in Ihrem Interesse liegt. Immerhin müßten Sie sich dann tatsächlich für Ihre Politik verantworten, und Ihre Gesetze am Wählerwillen ausrichten. Sie müßten finanzielle Einbußen hinnehmen, und könnten sich nicht mehr so leicht mit lukrativen Posten in der Wirtschaft belohnen lassen, wenn Sie wirtschaftsfreundliche Politik betreiben.
Selbstverständlich hoffe ich aber, daß Sie mich eines Besseren belehren werden.
In diesem Sinne herzlichst
Ihr ANDREAS KRUCK
find ich klasse. aber man könnte den teil mit der aktuellen diäten erhöhung dürchaus ein bisschen ….deutlicher rüberbringen.
ich klatsche zum 10ten Post jetzt einfach nur. … Vortrefflich … genial … :)
*ebenfalls zum 10ten Kommentar klatsch* ist zwar nicht ganz aber größtenteils meine Meinung.
ich stimme andy besonders in seinen ersten wichtigen punkten auf jeden fall zu. gerade lobbyisten in den ministerien sind eine enorme bedrohung unserer demokratie.
aber es stimmt doch nicht, dass jeder land- und bundestagsabgeordneter einen dienstwagen mit chauffeur hat und für umme so viel bahnfahren kann wie er will???
OK, da ist bei mir etwas durcheinandergeraten. Sorry dafür.
Also: Es gibt die Fahrbereitschaft des Bundestages, die jeder Bundestagsabgeordnete innerhalb Berlins nutzen kann. Ist jetzt kein eigener Dienstwagen, sondern eine ständige Möglichkeit des Zugriffs auf einen Dienstwagen :-)
Darüber hinaus gibt es einen Bahn-Freifahrausweis; und die Kosten für Dienstreisen mit dem Flugzeug werden erstattet.
Quelle: Handelsblatt
Kann mal wer beim Ready-Mix anrufen, nen Mischer mieten, Renés Beitrag in Beton gießen, und den hohlen Früchtchen damit die leeren Köppe zerdeppern?
Danke.
ui – is ja wie am Stammtisch hier.
Arrrrrr, ja, die da oben schon wieder, die müsste man mal über die Planke gehen lassen. Und nun kommt zum Festschmaus unter Deck!
@Andy: Nein, die müssen das Flugticket bei Dienstreisen gar nicht selber bezahlen? Wie unfair! Jahrelang hamse uns beschissen, jahrelang.
Ich empfehle ja: http://www.bundestag.de/mdb/mdb_diaeten/1333.html
“Als vergleichbar mit Abgeordneten, die Wahlkreise mit 160 000 bis 250 000 Wahlberechtigten vertreten, wurden (Ober-) Bürgermeister kleiner Städte und von Gemeinden mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern angesehen. Als vergleichbar wurden ferner die einfachen Richter bei einem obersten Gerichtshof des Bundes angesehen, die bei der Ausübung ihres Amtes ähnlich wie Abgeordnete unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen sind.
Die Jahresbezüge dieser Personengruppen wurden bisher nicht erreicht. Dies geschieht mit der schrittweisen Erhöhung der Abgeordnetenentschädigung zum 1. Januar 2008 auf 7 339 € (um 4,7 Prozent, 330 €) und zum 1. Januar 2009 auf 7 668 € (um 4,48 Prozent, 329 €) zum ersten Mal”
Find ich okay. Und dein Schimpfen auf “die Politiker” ist, mit Verlaub, lächerlich.
Wen wundert da noch, dass in Deutschland keiner mehr zum Wählen geht? Dit hält man echt im Kopf nicht aus…
Ich empfehle ja: http://www.trupoli.com/de/topics/405
Da kann man den Politikern wenigstens mal die Meinung sagen. Wer dazu keine Lust hat, den lade ich herzlich nach Berlin ein. Da kann man sich die Abgeordneten live anschauen und in dem ein oder anderen Café sogar mit ihnen diskutieren. Das Problem ist, dass dort das Bier meistens schon 4 € kostet. Aber das haben die Politiker ja nun mit Bravour gelöst…
@Christoph
Ich kann Text da drüben 12x lesen….
Volksnahe Politik. Volksnahe Gehälter?
Oder wat?