
Das scheint mir eine neue Online-Pest zu werden. Web2.0-Portale werben mit dem Namen ihrer Mitglieder. Ob sich das trotz AGBs mit dem Persönlichkeits- oder sonst irgendeinem Recht verträgt, weiss ich nicht und eine Klage strebe ich (noch) nicht an. Noch. Eine vor Kraftausdrücken strotzende E-Mail schicke ich morgen an diese verfickte Web2.0-Spacken. Was anscheinend offensichtlich ist: Social Networks springen auf den Trend-Zug und machen Werbung mit den Klarnamen der Mitglieder per Google Adsene.
Klar habe ich da irgendwelchen AGBs zugestimmt und klar steht da irgendwas von wegen: wir dürfen mit Deinem Scheiß hier machen, was wir wollen. Nur: das muss noch lange nicht stimmen.
Nochmal zusammengefasst: zuerst wirbt Facebook mit den Klarnamen der Mitglieder, dann 123People.com, jetzt Ziki.com. Und das war erst der Anfang, wetten?
Arschlöcher!
[update] Die Ziki.com-Werbung ist mittlerweile verschwunden, dafür wirbt 123People.com auf einmal mit meinem Namen:
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Diese Mail ging eben raus, Ziki kriegt auch gleich eine ähnliche:
sehr geehrte damen und herren,
sie werben mit meinem namen auf google.de. hiermit fordere ich sie
auf, diese werbung innerhalb von 24 stunden zu löschen. rechtliche
schritte behalte ich mir vor.
[update2] 123People hat sich gemeldet:
Die Schaltung der Google-Ad, unter der Verwendung Ihres Namens, wurde mit
unserer Rechtsabteilung abgeklärt und für rechtlich unbedenklich befunden!Mir möchten uns dennoch sehr herzlich entschuldigen und werden die Schaltung
mit Ihrem Namens selbstverständlich schnellstmöglich entfernen lassen!
Wir entschuldigen uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten!
Ich antwortete:
dann feuern sie mal umgehend ihre rechtsabteilung:
Der Träger eines Namens kann einem Unbefugten die Verwendung seines Namens untersagen und ihn bei Besorgnis weiterer unbefugter Verwendung auf Unterlassung in Anspruch nehmen. Des Weiteren kann der Namensinhaber Schadensersatz verlangen, soweit ihm durch die unbefugte Verwendung ein Schaden entstanden ist. Der Nichtberechtigte hat über die Eingriffskondiktion dasjenige, was er infolge des widerrechtlichen Namensgebrauchs erlangt hat, dem Berechtigten herauszugeben.
Diese Ansprüche spielen bei Namen, die in der Werbung verwandt werden (jemand lässt ohne Zustimmung von Boris Becker Kleidungsstücke mit diesem Namensaufdruck erzeugen) oder bei der Vergabe von Domain-Adressen (jemand meldet eine Domain-Adresse unter seinem oder unter einem fremden Namen an, der eine notorisch bekannte Firma ist, näheres siehe: Domainnamensrecht) immer wieder eine Rolle. (Wikipedia)





und yasni.de sammelt dann alles schön ein und archiviert’s…
Mehrzahl von AGB.
So René, jetzt reichts aber! Du kannst doch nicht ständig hier in deinem Blog über andere web 2.0 social-sites herziehen!
Wenn’s dir nicht passt musst du ja bei denen nicht anmelden.
Man muss nicht bei jedem Scheiss mitmachen.
Fight the start…
@ Mark: Unsinn. Eine Anmeldung gibt denen noch lange nicht das Recht mit meinem Namen zu werben.
Geil, ich habe gerade ziko.com anstatt ziki.com aufgerufen und bin etwas überrascht gewesen.
Der claim von Ziki sagt es doch eigentlich schon:
ziki be visible
Wo und wie hast Du denn eigentlich die Werbung entdeckt?
google ich meinen namen (der sehr selten ist in D) zeigt mir verwandt.de wo ich wohne. KLASSE!
woher haben die diese angaben? ich stehe nicht einmal in irgendeinem verfickten telefonbuch! und dann kann jeder depp sehen wo ich zu hause bin????? was kann ich dagegen tun?
wer oder was ist ziki?! wofuer ist das gut?!
seit wann meldet man sich mit seinem klarnamen bei sowas an?!
dank adblocker wuerde mir das gar nicht auffallen…
selbst ohne adblocker: gibt es wirklich leute im web2.0, die diesen adsense-bannern beachtung schenken?
Mir stellt sich gerade die Frage, was wohl los wäre in Bloggersdorf, wenn Twitti auch noch auf so krude Ideen kommt. Na dann aber: holdriho.
Ah, ich seh das wie Mark und Radium. Was meldet ihr Blogger euch auch bei all diesen Seiten an. Und dann noch mit eurem Namen. Und dann googelt ihr euren Namen auch noch. Wie tief kann man eigentlich sinken? ;-)
Mich würde aber interessieren, wie das mit Adsense funktioniert. Haben die da vorsorglich für bestimmte (alle?) Namen von Mitgliedern Werbung geschaltet oder werden die live von Google gefragt ob sie für eine bestimmte Suchanfrage Werbung schalten wollen?
Die Phrase hier Vor- und Nachname wird Google vorliegen. (direkt im AdSense-Account z.B. manuell, per Schnittstelle,…). Ein Liveabgleich findet nicht statt.
D.h. der Werbetreibende wird eine Auswahl getroffen haben, mit wem er werben möchte oder nicht und wird die Keywords/Phrasen bei Google gebucht haben.
Damn!
Diese Wanker!!
Sag mal Rene, geht es Dir nicht auf die Nüsse keinen Namen, sondern einen Sammelbegriff als Namen zu haben?
Ich glaube ich kenne 5 “Renes”. Dann kommt dazu, dass alle glauben einem einen Gefallen zu tun, wenn sie den Namen besonders französisch aussprechen.
Und hey, ich bin ein Opfer der gleichen einfallslosen Generation von Eltern. Ich heise “Andre”. Meine natürlich “Oooondreeeeh”.
Was mache ich hier gerade?
Ach WENN die doch nur auch mit MEINEM NAMEN werben würden… Tja.
Mark/7: Besser noch, der Ziki-Claim lautet ja “Rank #1 on Google made easy” ,)
PS: Ihr habt natürlich trotzdem mein volles Mitgefühl.
Also bitte was erwartest du denn? Das unterstelle ich mal dir nicht, aber die Leute die bei Hotmail Gmail GMX Yahoo flickr eBay youTube etcetera eMail Konten UND/ODER Accounts haben stellen sich dann später auch hin und behaupten nichts davon gewusst zu haben dass ihre Personen bezogenen Daten und Inhalte und Nutzerverhalten gescannt und profiliert und gern auch in Verbindung mit anderen dataminern (google und die google services sind hier, allerdings nur unter anderem, sehr beliebt, nicht?) zentral gespeichert wurden und selbstverständlich in die falschen (sic) Hände gelangen? My goodness. Was meint man so im allgemeinen womit diese “kostenfreien” Systeme ihr Geld verdienen?
Ich meine man füttert diese Systeme mit all dem was man dem Volkszählungsvertreter nicht geben wollte UND mit dem was er gar nicht wissen wollte und wundert sich dann dass sie es verwerten.
Ich benutze das Synonym eigentlich nicht, aber hier fällt es mir dann doch schwer es zu lassen: boah.
@ Jo2: Jau, na und?
Das alles gibt ihnen eben immer noch lange nicht das Recht, mit diesen Daten Anzeigen zu schalten, das ist nochmal was ganz anderes…
Tjaja… das ist doppelt so schlimm wenn man unter einer Multiple-Persönlichkeitsstörung leidet…
gibts von deiner neuen Onlinekampagne auch Banner? Provision wäre mal interessant :-D
Ich bin echt am überlegen, einfach ne Rechnung zu schreiben…
Super, ich habe keinen Blog, bin nicht auf irgendwelchen Web2.0 Portalen angemeldet und gehe auch sonst verdammt sparsam mit meinen Daten um. Trotzdem erhalte ich auch die 123people Werbung, wenn ich meinen Namen googel! Finde ich langsam echt beängstigend!!!
Wenn ich nach meinem Namen bei 123people.com suche, dann werden meine zwei Test-MySpace-Profile gefunden.
Die Profile nutze ich nicht und in diesen Profilen ist mein Name nicht im Profil sichtbar/freigeben?!
Die Werbung von 123people.com mit meinem Namen ist verschwunden. Die Daten werden aber weiterhin aggregiert.
http://www.mathias-richel.de/2008/04/22/hallo-123peoplecom/
Update: 123people hat sich bei mir gemeldet: http://www.mathias-richel.de/2008/04/22/hallo-123peoplecom/
Ich versteh schlicht die/deine Aufregung nicht. Sollen se doch deinen Namen verbraten!?
Und jetzt?
Warum rastest du so aus?
Ich würd mich nur ärgern wenn die Werbung von “was oder wem” kommt, mit dem ich nie was am Hut hatte, bzw. was einfach nicht “passt”.
Wobei….nach ner kleinen Vergütung würde ich auch schielen, denk ich.
@ Mathias: Bei mir auch, siehe Update.
@ Chris: Ich kann im Gegenzug das ganze Selberschuld/WassolldieAufregung nicht verstehen. Nochmal: Du macht ein Gewinnspiel vom Supermarkt um die Ecke mit, siehst am nächsten Tag eine Anzeige in der (hihi) Tageszeitung: „CHRIS KAUFT BEI DINGSBUMS! KAUFEN SIE JETZT HIER!“
Du kannst mir nicht erzählen, dass Dir das scheißegal wäre…
viel interessanter/lustiger find ich, dass du nach deinem Namen googlest – shame on you! :-)
@René:
“Selberschuld” würd ich so nicht sagen (habsch ja auch nich^^)
“WasSolldieAufregung” schon.
Solang ich doch echt in dem Markt war,….wärs mir wurscht, ja. Sollen se doch! Gegen nen Hauptpreis, kein Problem ;-)
Ich versteh augenscheinlich die Basis für deine Aufregung nicht so recht.
Solange das kein Markt für “SexSpielzeug für Kanickel” o.ä ist….
Pfff.
*rafftsnicht*
Edit: @ Eins drüber? Wieso?
@ derdaniel: gibts echt jemanden, der das nicht ab und zu macht? krass!
@ Chris: Geht ums Prinzip, nicht um den Anzeigenschalter. Wer mit meinem Namen werben will, soll verfickt nochmal fragen, thats it.
Klaro, Mann! Das Prinzip, um welches es dir geht, ist mir schon klar.
Folgendes Szenario:
Das Multiversum-Nerdcore-Dings-Social-Network, welches noch keiner kennt, ist gerade gelandet, macht die Türe auf! David Hasslehoff, Mr. KnightRider höchstpersönlich, meldet sich bei dem Laden an.
Er hat auch auf die Frage ob er die AGBs versteht und akzeptiert mit “Ja” geantwortet.
Du, der Betreiber des Ladens sieht das sich ein bekannter Filmschauspieler bei dir/dem Social-Dingen angemeldet hat!
Du hättest den gefragt, ob du mir ihm werben darfst!?
Oder hättest du eher gewartet bis David H. was von dir will, bzw das ganze “verbietet”?!
Sicher,….das Prinzip bleibt das gleiche, hast du recht. Trotzdem: Mich wunderts das es dich wundert, und du dich augenscheinlich wirklich drüber ärgerst.
Und “nur” weil du in den TOP10 steckst / “Macht hast” ….haben die doch trotzdem die $ in den Augen!
So ist das.
Heute.
Morgen: Die werben mit Dir, du kennst die nicht, warst nie da. Nur dein Onkel 12. Grades. Wetten!?
René, ich habe Deinen Namen übrigens gestern auch in einer Tauschbörse gefunden. Ich habe ihn gestern Rick Astley und drei geklaute Rezepte von Marions Kochbuch getauscht. Ich glaube, es ist an der Zeit, dass Du Dir Deinen (Marken-)namen schützen lässt. :D
@ Marc: Hrhrhrrrrr… ;)
@ Chris: Naja, mir ist die Intention hinter der Aktion schon klar. Was ich nicht verstehe auf deren Seite:
1. Das soll mit einer Rechtsabteilung abgeklärt sein? Das können sie mir dreimal erzählen, ich glaubs nicht.
2. Die machen sich mit so einer Aktion dermaßen, aber dermaßen fickbar, ich könnte die locker auf Schadenersatz verklagen und bin mir 300% sicher, dass ich Recht bekäme, dazu brauch ich nichtmal nen Anwalt… ich bin schlicht zu faul.
3. Jetzt mal ehrlich: was geht im Kopf deren Marketing-Heinis nur vor? Ehrlich jetzt: WTF?! Das ist schlicht eine dreiste Frechheit, von allen rechtlichen Dingern mal abgesehen.
haha .. da hab ich es ja gut getroffen, das es weit bekanntere Leute gibt deren Name mit meinem deckungsgleich ist. Da kann ich ja sozusagen alles unter (meinem) deren richtigen Namen machen …
z.b. neulich ein Anruf auf meinem Mobiltelefon mit unbekannter Nummer (es war Sonntag mittag Brunch-Zeit .. wo normalerweise Telefone schweigen): ” Bist du … … der Architekt oder … … der Schauspieler?” Ichso darauf: “Meine kleine, was möchtest du denn, welcher von beiden ich bin?” hab mich total schrottgelacht…. Der Sonntag war gerettet.
dan
@ René:
zu1: Sag ich ja auch immer, sowas. Weil wir keine haben^^
zu2: Kein Peil. Weiß nicht so genau was man mit nem Häckchen bei den jeweiligen Hirnis so alles “unterschreibt”
(Wobei ich drüben beim Basic derzeit recht aktiv im “Anti-Dubai-Nachbarschaftskampf -Posting” mitmische; mich daher derzeit etwas in die “AGB / Nichtig”- Verhältnisse reinlese: Raffen tu ichs nich zu 100% bisher…!)
zu3: Wenn du wirklich ne Antwort willst:
$$$$
Sonst nix. Und frech ist das, ja, durchaus.
Nicht ärgern, dafür isses nicht “schlimm” genug. Find ich, jetzt. ;)
@#33 Dan:
*lacht* Mich halten die Anrufer oft für “den Heil mit dem Pfeifenladen”
Ich sag dann immer: “Klar, bin ich. Die für Opium sind ausverkauft, die Crack-Dinger gehen nicht so gut, und die Haschpfeifen hab ich verlegt” …
Die “Chris Heil – der Schreiner”-Variante erpar ich euch….
Mh, leider kann ich hier die Werbung nicht reproduzieren, wenn ich nach “René Walter” google.
Ob sich da etwas “erklagen” lässt, wäre ich mir nicht so sicher. Schadenersatzforderungen benötigen immer noch einen Schaden – und nachdem hier mit Deinem Namen ja nicht für Potenzpillen geworben wurde, sondern lediglich auf Deine Mitgliederseite verlinkt (nehme ich mal an, ansonsten halt auf eine Seite, von der aus man auf Dein Profil finden kann), denke ich mal nicht, dass das Ehrgefühl beeinträchtigt wurde.
Bei Wiederholungen entgegen Deinem Willen sehe ich ne Chance, aber auch hier ist das mit der Bezifferung des Schadens schwierig. Unterlassung dann aber wohl schon (soweit nicht per AGB gestattet – inwieweit das als bspw. überraschende Klausel nichtig wäre: Wieder ne andere Sache)
Abschöpfen per Kondiktion: Geht auch nicht so butterweich durch – zum einen, was wurde erlangt? Die Werbeleistung? Und wie hoch ist die anzusetzen? Und zum anderen: Inwieweit wurde hier rechtsgrundlos in Dein Namensrecht eingegriffen, wenn Du wahrscheinlich in den AGBs abgenickt hast, dass Informationen Deiner Mitgliedschaft publik gemacht werden dürfen. Noch dazu, wird hier ja keine Wertung unterstellt, die besagt “René Walter ist begeisterter nutzer von xy”, sondern einfach nur auf die Seite verlinkt, was, wenn man nach Deinem Namen googelt, StayFriends ja auch macht – und denen will hier ja auch keiner drohen.
Und dann eigentlich noch viel naheliegender: Wer sagt denn, dass Du gemeint bist und nicht irgendein anderer René Walter?
Also gar nicht so eindeutig alles und mit der entsprechenden Sichtweise durchaus von einer Rechtsabteilung abnickbar. (Was natürlich immer nur ne Prognose sein kann – die Gerichte im Instanzenzug sind ja mitunter auch mal verschiedener Meinungen..)
[Ach ja: Alles ganz ohne tiefe Recherche aus der Hüfte geschossen, also haut nur feste drauf! ;) ]
Réné Walter? ist der berühmt?
@Ben
Schadenersatz gibts regelmässig nicht, aber eine Entschädigung (kleiner aber feiner Unterschied), in der Höhe einer Lizenzgebühr die üblicherweise für die Nutzung eines solchen Namens im Rahmen der Werbung hätte gezahlt werden müssen.
see http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/70-Facebook-Testimonials-Teil-2.html
Hier noch ein Beitrag zu dem Thema aus dem Münchner FON Blog mit dem Titel “123people.com oder das Ende des Web 2.0″. siehe: http://www.spread-fon.com/muenchen/blog/?p=377