Ich möchte nicht mehr dieser „Blogosphäre“ angehören und ich möchte kein Blogger mehr sein. Warum nicht? Weil ich mit den meisten Personen dieser Schublade im realen Leben noch nicht mal ein Bier trinken gehen würde. Weil wir keine Gemeinsamkeiten haben, weil ich viele von ihnen abgrundtief zu hassen gelernt habe.
Mein Kommentar:
Sorry Marius, das einzige was ich an diesem Text nachvollziehen kann, ist die Punk-Attitüde…. in die Richtung dachte ich auch öfter, plattmachen und neu anfangen. Dann dachte ich aber auch: alles, was ich neu anfangen würde, wäre eh wieder das gleiche, wie Nerdcore. Also kann ichs auch gleich lassen, wie’s is…
Wir kennen uns und haben mehr als ein Bier getrunken. Der Text da oben gilt ja nicht nur für Blogs, den kann man auch gleich auf die ganze Gesellschaft beziehen. Ersetze Blogger durch Mensch, funktioniert auch. Als Mensch wäre die Konsequenz Eremitentum, muss ich nicht haben.
Wichser gibt es überall, ich hab da nen ganz ordentlichen Ignore-Modus.
Und Don: wenn ich mir den Abschaum anschauen und mir auch noch Gedanken darüber machen würde, wär ich vielleicht genauso angepisst wie ihr beide. Bin ich aber nicht. Ich muss den Dreck nicht lesen.
Da blogge ich lieber. Oder „schreibe ins Internet“… wenn’s geht wie eine Ente und aussieht wie eine Ente…





Ich überleg grad ob ich nicht auch kein Doktor mehr sein will, weil ja wirklich alle Doktoren total blöd sind… echt jetzt.
Eben. Mir gefällt die Punk-Attitüde, der Rest ist Kindergarten…
wie oft wollte ich schon aufhören…
falsche menschen gibt es überall. im internet kann man sie doch viel einfacher NICHT beachten?
alles nur modefans.
Genau. Ich muss den Dreck genausowenig lesen, wie die BLÖD. Außer, ich beschäftige mich mit Dreck… aber ich habs da eher mit anderen Sachen, siehe Navigation ;-)
Ich sags ja schon wieder: Eine moderne Kommunikationsplattform, die man auch noch selbst betreibt? Schrecklich,grausam, unfassbar schmerzhaft, unendliches Leid-
ich glaub ich gebs dran.
Ins Internet schreiben ohne dieses entsetzlich blöde Bloggen? Geht nicht? Pah!
HIER ist die Lösung!!
ich hasse alle gurkenzüchter. gurkenzüchter sind der dreck unter meinen fingernägeln. gurkenzüchter können mich mal, nicht nur kreuzweise, nein, auch gurkenweise, weil gurkenzüchter nur deswegen gurken züchten, weil sie gerne solche gurken hätten. ich würde niemals mit einem gurkenzüchter überhaupt reden! man stelle sich das einmal vor! pah! ein gurkenzüchter, der mit mir reden will! da muss der aber schon was auf dem gurkenzüchterkasten haben! gurkenzüchter nehmen sich auf dem internationalen gurkenmarkt ganz schön wichtig. die penner.
gegen gurkenzüchtermonopolismus!
gurkenzüchter sind langweilig!
kein bier mit gurkenzüchtern!
(um das nochmal klar zu stellen: ich habe marius text nicht gelesen, nur den obigen auszug. ich frage mich aber was passiert ist. blogs sind nicht langweilig, aber marius langweilte irgendwann seine leser, bis er auch noch den letzten vertrieben hatte.
von einer sehr interessanten, sehr lesbaren und sehr schönen mischung aus gekonntem meckern, cooler musikauswahl und schönen anekdötchen wurde plötzlich ein reines “ihr seid alle scheisse, ihr wichser!” und ich weiss nicht wo und warum es kippte. ich fands nur traurig. man konnte nichts mehr kommentieren, weil er sich don-like über kritik stellte und einfach nichts mehr zum kommentieren bot. er biss sich fest in irgendwelchen sachen. man könnte sagen: becoming a fundi killed marius. oder so ähnlich. ich find auf jeden fall dieses “blogs sind langweilig” attitüden-divenhaft langweilig. wen will er damit beeindrucken? schade. und hass…ach leute…kommt mal bitte alle klar. dieses rammstein-vokabular mit abschaum und hass und dem ganzen geschiese, das können wir uns doch mal langsam alle schenken, oder?)
es gibt coole leute, die hören auf mit bloggen, und welche, die machen weiter. es gibt wichser, die hören auf mit bloggen, und welche, die machen weiter.
würde ich mir darüber den kopf zerbrechen und zulassen, dass dies auswirkungen auf meine blog-gewohnheiten hat, könnte ich auch gleich anfangen dutzendweise selbstreferentielle scheißartikel über meine schriftfarbe und deren auswirkung auf das kuschelbedürfnis meiner leser, rauszukloppen!
…wobei ich nicht ausschließen möchte, dass ich schon bald damit anfange.
war schon beim web 1.x so… nix neues. nur isses halt jetzt für viel mehr leute zugänglich. aufbauen einer internetpräsenz… bemerken, dass es der trolle gar viele gibt… abhauen/beenden … und dann doch wieder irgendwo im netz auftauchen. mit etwas neuem.
man kann sich heutzutage kaum noch 100% aus dem ding zurückziehen. nicht, wenn man mal aktiv bis zum 2.0 vorgestossen ist.
no problem. besser kanalisiert man seine kraft dahingehend, optimal mit den gegebenheiten umgehen zu können. und daran arbeite ich auch noch.
^^
Solche Phasen hat doch jeder mal: „Uh, ich schreib nur noch scheiße“ oder „Uh, die anderen schreiben nur noch scheiße“ oder „Was soll das alles überhaupt?“
Dann macht man eben weiter oder nicht. Mit dem Finger dann aber auf andere zu zeigen und zu sagen „Du bist schuld“, dass ist nicht die feine Art…
Der Text trifft den Nerv. Euren Nerv. Könntet Ihr zwischendrin ruhig mal zugeben.
Nilz, meine persönlichen Ansichten über die Blogosphäre habe ich nicht erst seit Gestern, sonder wie du sehr richtig bemerkt hast, schon deutlich länger. Auch richtig bemerkt hast du, dass ich mich darüber schon intensiv in einigen Artikeln der Vergangenheit ausgelassen habe.
Es war einfach so: Als täglicher Nutzer von Dirk Olbertz ehemaligen Blogscout, habe ich ab einer bestimmten Zeit nur noch Technorati Linkaktionen, selbsternannte Problogger mit nicht nur aus meiner Sicht wahrlich bemitleidenswerten Inhalten und rein auf Links und Rankings ausgelegte Blog-Karnevals über den Ticker wandern sehen. Dazu kamen dann noch die Trigami Blogger und voila, das ist die deutsche Blogosphäre. Eine feine Gesellschaft. Wirkliche Inhalte, so wie ich sie für mich definiere, waren plötzlich weitestgehend verschwunden, oder gingen, wenn sie doch vorhanden waren, in der Flut der Linkgeilen unter.
Verfolgten Außenstehende per Blogscout die Blogosphäre, dann mussten sie doch denken, es hier mit einem gigantischen Haufen Verblödung zu tun zu haben. Genau das habe ich häufiger von Außenstehenden gehört und meine Wahrnehmung war dies aufgrund der oben genannten Tatsachen ohnehin schon länger. Gemäß des neuen Rammstein Hits „Ihr armen linkgeilen Schweine“ waren Blogger plötzlich in der Wahrnehmung arme Linkgeile Schweine. Selbstverständlich kann man nicht einfach alle Blogger über einen Kamm scheren, das weiß ich auch. Und ich weiß auch, dass ich mir keine Freunde mache, wenn ich beim Kaninchenzüchterverband während der Wahl des Kaninchens des Jahres in die Veranstaltung der stolzen Züchter platze und unter Beimischung von Fäkalausdrücken skandiere, dass ALLE Kaninchen hässliche, saudumme Ausgeburten der Hölle wären.
Aber Hey, Freunde und Blogosphäre schließen sich ja fast schon per Definition aus, denn im Zweifel sind doch fast alle Blogger Konkurrenten im täglichen Kampf um Links und Positionen. Und viele kämpfen diesen albernen Kampf mit allen noch so lächerlichen Mitteln.
Meine globale Wahrnehmung dieser Szene war genau die an der Blogbar innerhalb meines Kommentars genannte, und da ich mich eben intensiver mit der „Blogosphäre“ beschäftigte, als nur einmal am Tag ein Youtube Video zu veröffentlichen, kam ich eben zu MEINER SICHT DER DINGE. Niemand muss diese Ansicht teilen und niemand muss sie gut finden.
Wenn du, wie du in deinem Kommentar geschrieben hast, der Meinung bist, dass ich „meine Leser“ mit meiner Sicht dieser Dinge gelangweilt habe, dann sprichst du höchstwahrscheinlich von dir selber und verallgemeinerst sehr stark. Kannst du gerne machen, ich selber verallgemeinere mit meiner Einschätzung auch sehr stark um für mich ein Bild zu zeichnen. Das ist ein durchaus erlaubtes Stilmittel. Ich schrieb das auf was mich beschäftigt, und das waren eben andere Themen als innerhalb eigener Artikel für Sony Playstation Werbung zu machen. Jeder so wie es ihm gefällt.
Dinge und Interessen verändern sich nun mal, ob dir diese Veränderungen gefallen oder nicht. Mir haben innerhalb der Blogosphäre bestimmte Veränderungen eben nicht mehr gefallen und ich möchte mich mit dieser von mir genannten Art Blogger auf keinen Fall auf eine Stufe stellen lassen. Weil sie mich abstoßen und weil sie mich anekeln. That´s it.
Rene meint, dass er den Dreck nicht lesen müsse. Das ist schön. Ich habe diesen Dreck aber gelesen und er hat mich entsetzt. Man muss sich auch kein überfahrenes Tier auf der Straße ansehen, aber oft tut man es trotzdem mit einer Art von abstoßender, ungewollter Faszination. Ich habe mir diesen Dreck so lange angesehen, bis ich kotzen musste und als ich mich durch gründliches vomitieren des Drecks entledigt hatte, war ich rein wie ein Engel und löschte mein Blog um mich nicht mehr zu beschmutzen.
Für alle kuscheligen Community-Häschen, Web 2.0 Business Hysteriker, Startup Jubelperser und Link-Vereinigungen aller Art, mögen meine Ansichten eine arrogante und ekelhafte Anhäufung von Fäkalien sein, aber im Grunde genommen brauchen sie solche Ansichten um sich daran zu reiben und mit dem Finger auf solche „Nestbeschmutzer“ zu zeigen. Jede selbst ernannte Gesellschaft, und auch wenn es die feine hochintellektuelle Gesellschaft der Blogger ist, braucht ein Arschloch, sonst funktioniert diese nicht richtig. Sollte ich jetzt das Arschloch sein, dann bin ich es für meine persönlichen Ansichten sehr gerne.
Alle anderen dürfen ihre eigenen Schlüsse ziehen. Auch wenn diese Schlüsse, wie bei Rene, einfach nur „Kindergarten“ heißen. Immerhin besser als nichts.
Und weil schon ein paar Mal die Frage nach Elsa Seefahrt aufgetaucht ist. Sämtliche Elsa Seefahrt Video Podcast Episoden kann man sich unter folgender URL downloaden/anschauen/abonnieren:
http://www.podster.de/view/2682/episodes#start
Mein lieber Marius, wir haben uns einmal getroffen, hatten nen coolen Abend und ein paar Bier, ich hätte nichts gegen eine Wiederholung. War schön und ich hab Dich als Rocker in Erinnerung. So gesehen passt das alles.
Ich kann Dir auch in weiten Teilen zustimmmen, nur: wenn dir deine eigene Publizistik sowenig wert ist, dass Du sie wegen ein paar linkgeilen Wichsern wegwirfst, dann ist es mit dem Bewusstsein für Publizistik nicht weit her. Oder aber sehr weit, je nach Lesart.
Und in einem Punkt muss ich dir total widersprechen: die Blogosphäre und Freundschaft widersprächen sich. Das ist Unfug und das weiß ich aus einigen, aus der Blogosphäre gewachsenen, echten Freundschaften. Im echten Leben. Das gibts.
Ich habe mit „Nestbeschmutzern“ kein Problem, mit Dir am allerwenigsten, denke ich. Ist vielleicht auch ein schöner Kotzbrocken Punk, den Du der Blogosphäre da vor die Tür geschissen hast, muss man nicht mögen, nur, finde ich, er übersieht einiges.
Warum sollte ich mir einen Kopf machen um SEOs, Tittenblogs und Snuff-Seiten? Nur weil es Porno gibt, verstoße ich das Medium Film nicht und nur weil es Nazi-Punk gibt, verstoße ich Musik nicht.
@ Fonsi: Welchen Nerv? Den Blogosphären-Nerv? Ach was. Is ja was ganz Neues ;-)
Wie Strappato (glaube ich) schon schrieb (sinngemäß): die Schließung von Blogscout wird noch ungeahnte Kreise ziehen.
Das hier gehört dazu… denke ich.
ja marius, du hast recht. und du natürlich auch, fonsi.
“Verfolgten Außenstehende per Blogscout die Blogosphäre, dann mussten sie doch denken, es hier mit einem gigantischen Haufen Verblödung zu tun zu haben.”
“Außenstehende” (=Nichtblogger?), die Blogscout benutzt haben? Gabs die?
Was ich sagen will: Blogs lesen, ohne die Linkgeilheit mitzubekommen, ist kein Problem. Man muss nur ganz bestimmte Seiten meiden.
wenigstens wird dank dem begriff “bloggen” mal wieder über marius geredet….
das sind diese tage an denen ich hoch zufrieden mit meinen paar dutzend stammbesuchern bin und dass ich nur blogge wenn ich bock drauf habe. marius hat sicherlich in vielen punkten recht aber was solls? nur weil sich in blogolien genauso viele spacks rumtreiben wie in rl muss man ja nicht die flinte ins korn werfen. im rl möchte ich auch mit den meisten menschen kein bier trinken. und das ist verdammt noch mal auch gut so. wenn ich drei monate nicht bloggen will tu ichs einfach nciht. ohne ankündigung.
@r0ssi
klar, das ist allerdings sowas wie “Krieg und keiner geht hin” oder als würde Greenpeace sich irgendwo auf dem Himalaya an einen Fels ketten, wo keine Kameras in der Nähe sind.
Wenn man, wie Don Alphonso und Marius, seinen Auftrag in der Aufklärung, Aufrüttelung und Provokation der Menschen sieht (ob es die Menschen interessiert oder nicht), wäre es doch blöd, wenn es keiner mitbekommt.
Selbstdarstellung kann manchmal zum Selbstzweck betrieben werden. Ähnlich wie Paris Hilton: Gäbs die blöde Schachtel nicht, würde sich auch keiner drüber aufregen. Und gäbe es keine “Ihr-seid-in-der-Blogodingsda-alle-Scheisse”-geheule-Blogger, die als Einzige von ihrer Wichtigkeit und ihren Theorien überzeugt sind, würde sich wohl jeder um seinen eigenen Mist kümmern und gar nicht bemerken, wie Scheisse man selbst ist.
Wenn ich Don Alphonso nochmal zitieren darf:”Der Text trifft den Nerv. …”
Joah, stimmt. Ich habe ein sanftes Kribbeln an den Eiern verspürt.Könnte aber auch an dem Sauerkraut- Ginseng- Flanellextrakt- Pferdemark- Umschlag liegen, den ich gerade draufgetan habe.
Als Blogdingsleser, der ohne Blogsuchmaschinen auskommt, habe ich mich mal durch so einige Blogs der Kommentatoren hier durchgeklickt, um mir ein Bild zu machen. Ich war Maingoldleser *schnüff*
Wenn ich dann bei HinRichters Neoanarchieblog unglaublich extrem anarchistische Stories von Papierdramen am Bürofax lese, dämmert es mir schon, was Marius auf die Palme bringt.
Wenn ein studierter PR Experte den unglaublich genialen Kniff ersinnt Marius zu zitieren und Blog durch Demokratie auszutauschen, stelle ich mich instinktiv schon wieder einen Schritt in Richtung Marius.
Allerdings habe ich vor einiger Zeit ähnliche Hasstiraden auf hinter Pseudonymen versteckten Kommentaren anderer gehalten und wünschte mir, Du Marius, hättest den Brass etwas abklingen lassen und hättest mit spitzerer Feder geschrieben. René hat einige sehr gute Punkte angebracht.
Leider machen einige Forumulierungen Dein Schlusswort allzu leicht angreifbar, aber das wolltest Du ja. Mal richtig Buhmann sein.
Gut, dass Du so ein Koffer bist, keiner kann Dir nachsagen, dass Du das im RL nicht machen würdest.
Wieso erinnern mich eigentlich der ursprüngliche Gedanke sowie die folgende Diskussion immer stärker an irgendwelche Internetforen, in denen ein User den anderen in ungefähr der gleichen Wortwahl mitteilt, dass alle schuld sind, dass er jetzt geht?
Marius: schade, dass Du für Dich die Schlüsse ziehst, die du ziehst. Ich fürchte, keiner kann Dir zeigen, dass sie voll und ganz falsch sind. Sind sie nämlich nicht. Und doch sind sie eben nur ein Scheibchen dessen, was drin ist. Natürlich sind Arschlöcher dabei, aber eben auch Menschen, die man vorher nicht kannte.
Natürlich hätte man das aber in jeder Situation, wo Leute durch ein bestimmtes merkmal zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Mochtest Du alle auf dem Schulhof; in Deiner Klasse? Alle in Deiner Stufe, deiner Abteilung, deinem Wickelkurs? Mag ich alle Schwulen, alle Musiker, alle dunkelhaarigen, alle Mediendesigner… Uoh. No way.
Du hast exakt zwei möglichkeiten, glaube ich: Du suchst Dir deine eigene Definition der Blogosphäre, und fühlst Dich darin wohl – oder Du siehst nur noch die – längst nicht mehr selbsternannte – Definition von Außen.
Dann musst Du allerdings, um Renés wirklich guten Punkt aufzugreifen, auch damit leben, “Mensch” genannt zu werden…
Liebe Punkrocker, hört Ihr ma’ bitte alle mit dem Gejammer auf. Früher mal auf “Fanzine-Treffen” gewesen? Da gingen auch alle davon aus, dass nur die gutdraufen Hardcore-Typen anrücken würden und dann kamen auch die Typen vom David Bowie-Fanzine und Genosse Enpunkt packte seine Science Fiction-Fanzines aus. War alles irgendwie Fotokopierersphäre, hatte aber inhaltlich nichs miteinander zu tun.
Ist mit 2.0 auch nicht anders. Aber in der Masse ist das Medium natürlich die Message. Flugs den McLuhan nochmals lesen.
Aber immer wieder hört man von Veteranen der Punker/Popper-Kriege, man möge mal wieder in Community machen und nicht kollektiv die gleichen A-Aggregatoren durchstreifen. Mehr darauf konzentrieren, was man da eigentlich betreibt. Medienkritik, Polit-Schelte, CD-Reviews, Link-Sammlungen, Ausgehtipps oder was auch immer.
Will man sich eigentlich eine Zielgruppe definieren? Hat die was mit Punk zu tun? Trinkt die nicht lieber Alkopops? Oder ist alles am Ende eine einzige Retro-Rutsche mit vielen 80er-Videos, hedonistisch orientiertem “Pop-Journalismus” und Spielzeug-Nostalgie? Besser keine Politik und guck mal, ein Link zum Scan einer Darth Vader Kekstüte und so! Macht man ja selbst gern, ist aber nix anderes als ein Fanzine anno 1992 gemacht hat.
Diese kuschelige Auffassung von “Blogosphäre” ist irgendwie merkwürdig. Deutschland hat da sowieso ein Defizit in Sachen Debattierkultur. Darum funktioniert das Ami-Modell hier auch nicht.
Und wir coolen Checker sind auch nicht so richtig relevant. Gerede rund um “das
Bloggen an sich”, technische Lösungen und ein wenig “mir ist da was passiert”. Das ist für normale Menschen eher nicht so interessant.
Vielleicht ma’ was gegen den Größenwahn der Bahn, den Krieg an sich oder Stasi 2.0 tun? Redaktioneller denken, journalistischer arbeiten und immer an die Leser denken, gell?
So, erstma’ tschüß, Jungs, ick muss los!
StErn
@frank
wenn man in einem anarchistischen blog nicht über absolut alles schreiben kann, ist es kein anarchieblog mehr, oder? ;-)
außerdem ist es die NEO-Anarchie. Manifest-lesen kann helfen, muss aber nicht. Dir steht es natürlich ebenso frei, über jeden blogger zu denken was du willst, wie es mir egal ist, was du denkst.
und wenns dir nicht passt, lies doch andere blogs, mir echt wurscht.
@diaet
kann ich nur zustimmen. Wer den Anspruch hat, journalistisch wertvoll zu sein, soll diesem Anspruch doch gerecht werden.
wer den anspruch hat, reinen catcontent zu verbreiten und über die chrysanthemen seiner nachbarin zu bloggen…all right, just do it.
das problem ist immer nur die erwartung an andere. als wäre man mit der eröffnung eines blogs dazu verpflichtet, eventuellen lesern eine show oder sonstwas zu bieten. diese erwartungen werden nicht erfüllt und man findet sich wieder im “ihr-seid-alle-scheisse”-Blasülz, anstatt einfach sein eigenes ding zu machen.
das ist leider ein typisch menschliches problem: nichts ist wichtiger, als das, was man über andere denkt.
wie auch wieder zu sehen im dramatischen abtrittsartikel bei maingold. ist es nicht möglich, einfach ohne großes trara, gejammer und gehetze den blog zu schliessen?
Neeeiiin, daaas geht nicht! was wäre denn eine oper ohne die dramatische schlussarie?
Warum solls im Internet anders sein als im echten Leben. Menschen kommen und gehen.