General Robots

M.I.A. – Kala

mia.jpgEs gab einmal so ein Subgenre von House und Techno, das nannte man Tribal und es ging um Trommeln. Leider geben Trommeln musikalisch zu wenig her, so dass es von ein paar Ausnahmen wie „The Ambush“ mal abgesehen bei langweiligen Wirbeleien blieb. Mit M.I.A. geht’s mir ähnlich.

Schon auf dem Debut-Album „Arular“ nahm ich den exotisch gefärbten Electro und vergaß ihn nach zwei oder drei Durchgängen. Das neue Album macht genau dasselbe, nur hier und da anders. Mal sichtlich an Electro-Klassikern wie „Rockit“ orientiert, mal an brasilianische Carneval-Beats erinnernd. Die von Timabland produzierten Tracks „Come Around“ und „Jimmy“ sind leider Totalausfälle und auch sonst gingen mir die dreiundfünzig verschiedenen Tom-Drums außerst schnell auf den Senkel.

Erstaunlicherweise finde ich das Digeridoo-Stückchen „Mango Pickle Down River“ mit spooky Kinderraps und das fast Popding „Paper Planes“ mit Geballer- und Kassen-Samples wirklich stark. Der Rest geht mir einfach gewaltig auf die Nerven, ich wette aber, live entwickeln alle Stücke einen enormen Tanzdruck, sprich: das Album kann man sich eigentlich sparen, wenn man die Dame irgendwo live erwischt.

Eins noch: ich weiß ja, dass M.I.A. die Exotismus-Schiene bedient. Das ist aber noch lange kein Grund, visuelle Abscheulichkeiten wie das Cover dieser Platte oder folgendes Video auf die Leute loszulassen…


(Youtube Direktaugenkrebs)

16 Kommentare

  1. ich versteh überhaupt nicht, was ihr alle habt. den look hatte die tante nämlich auch schon beim letzten album und da hat sich irgendwie niemand dran gestört…?

    p.s.: außerdem hieß das debüt “arular” und jetzt genug des klugen schisses ;)

    1# - martha dear - 27. August 2007 @ 13:01 Uhr Reply to this comment
  2. Der Look war auch schon letztes Mal furchtbar. Und von der Mucke ist auch nix hängengeblieben… ;-)

    2# - René - 27. August 2007 @ 13:03 Uhr Reply to this comment
  3. na jut. hab nur schon ein paar meinungen gelesen, die so tun, als wäre diese optik frisch aus dem hut gezaubert worden.

    und mir hat “arular” übrigens sehr gefallen :-P mit “kala” muss ich noch ein bißchen warm werden…

    3# - martha dear - 27. August 2007 @ 13:21 Uhr Reply to this comment
  4. Ich dachte ja auch erst, Arular sei ganz nett, die Platte ging mir dann aber sehr schnell echt auf die Nerven… nich ganz so schnell wie Kala, aber schnell genug… Electrobeats mit ein bissl Exotik drumrum.. Gähn. ;-)

    4# - René - 27. August 2007 @ 13:33 Uhr Reply to this comment
  5. Wenn dich die bunten Farben stören wirst du aber an einem Liveauftritt dank neuravig gekleideter Fans und Epilepsie-Videoprojektionen kaum mehr Gefallen finden ;)

    P.S. Come Around ist zwar wirklich mit Abstand das schlechteste Stück auf dem Album, aber auch das einzige an dem Timbaland seine Finger dran hatte

    5# - Uli - 27. August 2007 @ 13:52 Uhr Reply to this comment
  6. naja, hatte ja das “Vergnügen” bei der c/o pop – not my style. Sowohl ihre Musik nicht als auch die ganzen New-Rave-Neon-Weihnachtsbäumchen die dazu abgehen.

    Hm, sollte vielleicht mal was über die Konzerte da bei den BRB schreiben…wenn ich die Bilder fertig entwickelt habe…und alles andere mal erledigt ist ;)

    6# - Andi - 27. August 2007 @ 13:53 Uhr Reply to this comment
  7. Der Look des Videos? Gib dir die Website!

    7# - Jeriko - 27. August 2007 @ 14:22 Uhr Reply to this comment
  8. jeriko, das nennt man konsequent!

    das album find ich im übrigen gut, und auch sie find ich ziemlich scharf…rrrrr..

    8# - lluxus - 27. August 2007 @ 15:17 Uhr Reply to this comment
  9. Musikalisch, ja, ein zwei Tracks gefallen mir ja auch. Konsequent, wohl wahr. Augenkrebsfördernd aber auch ;-)

    Die Gute scheint im Übrigen ein recht bewegtes Leben hinter sich zu haben, wie man in der Neon nachlesen kann.

    9# - Jeriko - 27. August 2007 @ 16:13 Uhr Reply to this comment
  10. lustig, das klingt hier ja schon fast nach generationenkonflikt.

    10# - onte - 28. August 2007 @ 23:24 Uhr Reply to this comment
  11. Super Album. Kritik schlecht.
    Wenn man Witz und Innovation nicht versteht und dazu noch ein schwaches Nervenkostüm hat, sollte man lieber Katie Melua hören.

    11# - Rainbow - 29. August 2007 @ 22:22 Uhr Reply to this comment
  12. Danke Kommentar 11! – und ich dachte schon, ich muss hier für m.i.a. in die Bresche springen. So sind es wenigstens zwei.

    12# - max - 06. September 2007 @ 00:47 Uhr Reply to this comment
  13. Drei.

    13# - Hugo Strange - 12. September 2007 @ 18:49 Uhr Reply to this comment
  14. Hey, hier ist eine weitere Review, die das Album als positiv bewertet. http://www.iheartberlin.de/2007/08/21/we-salt-and-pepper-our-mango/ Es stimmt aber, der visuelle Look ist grenzüberschreitend. Und das Album ist nicht wirklich durchgehend zugänglich, aber es gibt ein paar Highlights und das ganze Album als Konzept ist sehr gelungen, künstlerisch gesehen. Es ist eben nicht Madonna.

    14# - Mimi - 14. September 2007 @ 13:07 Uhr Reply to this comment
  15. Aber nur weil es nicht Madonna ist, muss es mir doch nicht gefallen, oder doch?

    15# - René - 14. September 2007 @ 13:23 Uhr Reply to this comment
  16. vier! mindestens 6 hammer tracks …

    16# - blueredblue - 25. September 2007 @ 20:05 Uhr Reply to this comment

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