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Bloc Party – A Weekend in the City

blocp.jpgDas schwere Zweite Album. Schwer nicht für die Band, sondern für mich. Man will es mögen, “A Weekend in the City” klingt durchweg sympatisch, obwohl man an manchen Stellen denkt: Was hat er denn jetzt schon wieder, der Kele. Er singt immer so unheimlich… ergriffen ist glaube ich das richtige Wort. Damit man mich nicht falsch versteht, wo die Killers ihren Pathos so groß auf die CD kotzten, dass es nur noch peinlich war, klingt es bei Bloc Party zwar genauso episch, dass aber gar nicht schlecht.

Der Opener “srxt” startet mit langsamen Gesang zu Samples und steigert sich zu immer noch langsamen, dafür von Streichern und Chorälen umwirbelten Harmonien. Sunday eröffnet mit den immer noch genialen Drums von Matt Tong – man sollte sich übrigens “Anthrax” von Gang of Four anhören und auf die Drums achten. “I still remember” ist Paul van Dyke in der Bloc Party-Version, was durchaus positiv gemeint ist. “Kreuzberg” ist nicht ganz so, wie Kele sich das vorstellt, aber durchaus ein guter Song.

Auf “Where is home” wird es das erste mal etwas verstörender. Mit maschinengewehrigen Samples jagen sie einem ein böses Riff um die Ohren, die komplexen Drumpattern tun ihr übriges. Überhaupt sind Bloc Party auf diesem Album sehr viel elektronischer, ebenfalls durchaus positiv gemeint. Oft fangen sie mit vertrackten Drums oder hymnischen Flächen an, um gegen Mitte des Songs in einer fiesen Uptemponummer zu landen (”Uniform”, “Waiting for the 7.18″ mit Jungle-Anleihen).

Nur klingt das alles auf eine seltsame Art unfertig, nicht schlecht, aber unfertig. Nicht ganz rund. Ich kann das nicht an einem bestimmten Punkt festmachen. Dennoch kann ich die Platte uneingeschränkt empfehlen, man muss ihr nur mehr als einen Durchlauf gönnen, denn ich weiß, wenn ich diese Songs live hören werde, kicken sie mir den Arsch aus der Hose und ich werde mein Bier auf dem Tanzboden verschütten. Da bin ich mehr als sicher.

2 Trackbacks

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9 Kommentare

  1. Ich finde die Neue auch ganz nett. Allerdings klingt sie mir insgesamt irgendwie zu dunkel, sperrig und dumpf, wobei mir gerade die elektronischen Anleihen eigentlich gefallen.
    Die Erste wird dieses Album nicht schlagen, denfinitiv nicht. Daf?ºr war die einfach zu eing?§ngig und “klar”…

    1# - dan - 25. Januar 2007 @ 16:25 Uhr Reply to this comment
  2. Ja, da stimme ich deinem Review doch zu…hab auch 3 Anl?§ufe gebraucht, bis mich das Album begeistern konnte. “A Weekend In The City” ist f?ºr mich gleichwertig mit dem Erstling, die Stimmung ist einfach unglaublich.

    2# - Tom OS X - 25. Januar 2007 @ 17:06 Uhr Reply to this comment
  3. SRXT als Opener?
    Falschrum downgeloadet?
    Das ist die Tracklist, Alter:

    1. Song for Clay (Disappear Here)
    2. Hunting for Witches
    3. Waiting for the 7.18
    4. The Prayer
    5. Uniform
    6. On
    7. Where Is Home?
    8. Kreuzberg
    9. I Still Remember
    10. Sunday
    11. SRXT

    3# - St. Burnster - 25. Januar 2007 @ 17:11 Uhr Reply to this comment
  4. Ouh. Das kommt davon, wenn man nach dem falschen Reiter sotiert. ?Ñrks…

    4# - Ren?© - 25. Januar 2007 @ 17:16 Uhr Reply to this comment
  5. Lustig dass Du die Killers er?§hnst, denn als ich die ersten Songs im Vorfeld geh??rt hatte, hatte ich ein wenig die Bef?ºrchtung, hier w?ºrde ein zweites ‘Sams Town’ um die Ecke kommen (nach ein paar Durchl?§ufen sind diese Bef?ºrchtungen aber nun ausger?§umt).

    5# - stegoe - 25. Januar 2007 @ 18:10 Uhr Reply to this comment
  6. Naja, zumindest sind Bloc Party eine der sehr, sehr wenigen wirklich interessanten aktuellen britischen Bands. Sie leben vom S?§nger und den einfallsreichen Drums. Silent Alarm war ohne Frage sehr genial, obwohl halt 80er.
    A Weekend in the City ist f?ºr mich kein vollwertiger Nachfolger. Aber das zweite ist eben immer schwer, wenn man nicht The Cure hei?üt.
    Am typischen Bloc Party Sound konnte man nichts mehr verbessern, bleibt also noch das Songwriting. Und das gef?§llt mir auf dem neuen Album nicht so richtig. Bischen ??de britisch halt.
    Trotzdem mag ich den Charme der Band. Sie werden mit Sicherheit viele Sympathiepunkte mit ins neue Album nehmen. W?§re A Weekend in the City allerdings deren Debutalbum, dann w?§ren sie nur eine von vielen. Aber ist ja nicht so.

    6# - marius - 25. Januar 2007 @ 22:18 Uhr Reply to this comment
  7. Ich finde das Album mittlerweile wirklich ebenb?ºrtig. Wo das erste mir teilweise zu klinisch rein war, ist das neue mit wirklich h?ºbschen Harmonien ausgestattet. Auf jeden Fall ein paar Durchh??rg?§nge wert.

    Und live wird das ganze kicken wie Sau, garantiert!

    7# - Ren?© - 25. Januar 2007 @ 22:53 Uhr Reply to this comment
  8. Einige St?ºcke gehen richtig gut ins Ohr. Aber, es ist halt nicht mehr das “oha!”-Erlebnis vom ersten Album.

    Dazu fehlt mir z.B. ein w?ºrdiger “Price of Gas”-Nachfolger ;-)

    8# - Manuel - 26. Januar 2007 @ 00:32 Uhr Reply to this comment
  9. Geniales Album

    9# - Benny - 02. Februar 2007 @ 17:29 Uhr Reply to this comment

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