“Der moderne Arme im vereinten Europa ist bisher nicht viel mehr als das Opfer der Verhältnisse. Sein Vorgänger stand am Rand der Gesellschaft, er steht außerhalb.”
Wer sowas schreibt, hat ja große Teile der Gesellschaft schon lange abgeschrieben und hat die Menschen hinter den Schicksalen niemals kennengelernt. Ich kenne solche Menschen und hatte mit ihnen die Zeit meines Lebens mit allem was dazugehört, sowas traue ich einem Bübchen aus gutem Hause leider nicht zu.
Nur leider ist das Bübchen Leiter des Hauptstadtbüros des Spiegels und drückt das ehemals lesbare Blatt immer weiter in die neokonservative Ecke, zuletzt mit diesem arroganten, ekelhaften Blick aus seinem Elfenbeinturm auf die Teile der Gesellschaft, denen genau seine Anhänger Teilhabe und Perspektive verweigern.
[Nachtrag] Mit was für einem Lackaffen man es da zu tun hat, läßt sich schön in diesem TAZ-Artikel nachlesen:
“‘Die Stadt’, erklärt Steingart gelangweilt, ‘ist doch nur Kulisse.’ Seine Lässigkeit Sir Steingart ist ein moderner Journalist. Er, sagen die Kenner, hat politisch Carte blanche von Chefredakteur Aust, sorgt forsch dafür, dass der Spiegel heute dem neuen Mainstream vorantrötet und die letzten kulturpessimistischen Bedenkenträger endlich aus ihren Löchern treibt, all diese altlinken Multikultisozialromantiker, Gewerkschafter und andere “Gutmenschen”. Steingart hat geholfen, den Spiegel, das einst so stolze “Sturmgeschütz der Demokratie”, umzurüsten zur Spritzpistole der Angela Merkel.”
[Nachtrag] BooCompany nimmt sich den Herren auch mal zur Brust:
“Aber ist schon erschreckend, gelle? Die Prolls saufen den Leistungsträgern den ganzen Alk weg! Und wer gibt diesen Schmarotzern denn die Kohle für das Zeugs?”





Na, dann w?§hlt euch doch ein neues Volk. (frei Brecht)
Vielleicht sollte man Herrn Steingart einfach mal blogtechnisch aufs Dach steigen :: Der Spiegel w?ºrde sicher bl??d aus der W?§sche kucken, wenn seine Hauptstadtredaktion auf Technorati f?ºr neue Artikel (wie immer) und Feedback (wie immer) browst, und dort dann nur Aufrufe zum Gabor-Steingart-Anspucken auftauchen.
Aber nur ,wenn Roger auch wirkich mitmacht… :-/ Und die TAZ schreibt dann ein “Arschlochalarm Reloaded”.
Bin daf?ºr! Beim Lesen dieses Artikels ist mir echt das Fr?ºhst?ºck hochgekommen, und da ich grade mit Hexenschuss und Heizdecke unbeweglich hier rumsitze, gab das eine ganz sch??ne Sauerei. Die Reinemachfrau stell ich dem Herrn mal in Rechnung. ;-)
Ich schreib heute nachmittag mal was dar?ºber/dagegen, dann sind mer schon 2 (zwei). :)
full ack! das abo wird gecancelt wenn der lackaffe den laden ?ºbernkimmt
Nach ca. vier Jahren w??chentlichem Konsum (ohne Abo, ich mag es einfach zu sehr beim Zeitschriftenkiosk einzukaufen) kaufe ich den Spiegel seit ca. drei Monaten nicht mehr.
Zuletzt habe ich den Politikteil direkt ?ºbersprungen, da ich dessen Erlebniserz?§hlungsstil immer schlechter nachvollziehen konnte. Da wird munter umherfabuliert, wer denn was mit wem im Hinterzimer ausgekungelt hat, warum eine dieser Politiker mit animosit?§ten jenem Politiker begegnet und weshalb [beliebiges Projekt einsetzen] sowiso nur den Bach ‘runtergehen kann. Die in diesem Post und bei wirres.net angesprochenen seltsam tendenzi??s geschriebenen Artikel waren da das t?ºpfelchen auf dem i.
Wenn ich gute Stories lesen will kaufe ich mir lieber einen Roman, dieses (wie gesagt, meiner Meinung nach schwer achvollziehbare) geschwurbel geht mir am allerwertesten vorbei.
Meine Zeit und drei Euro investiere ich seitdem jede Woche viel lieber in eine neue Ausgabe der “Zeit”. Nach deren lekt?ºre f?ºhle ich mich umfassend und vor allem neutral informiert… schade nur, das die so ein wenig S-Bahn kompatibles Format hat.
Umh, sorry f?ºr die vielen Rechtschreibfehler – das vor dem Absenden nochmal gegenzulesen h?§tte wohl nicht geschadet :/ .
Darf ich jetzt kotzen, bitte?
Aber mit Verlaub: Den einstmals wichtigen “Spiegel” so umgebaut zu haben darf dem nicht als Verdienst angerechnet werden… Da gibt’s leider geh??rig genug, die mittlerweile gerne in die “Leistungs”/”Empf?§nger” – Trompete blasen. Auch beim Spargel. Leider.
Nachdem ich SpON nicht mehr als Startseite habe und das Magazin vor ?ºber einem Jahr abbestellte und seitdem nie mehr vermisst habe, finden solche Artikel ja in einem PAL-Feld meiner Wahrnehmung statt.
Dennoch best?§rken mich Artikel wie diese, bei dem auch der letzte Absatz der der halbwegs diskutable Positionen bezieht, nichts mehr retten kann, darin da?ü ich die richtige Entscheidung getroffen habe.
Es verwundert wohl nur noch die naivsten, da?ü Stefan Aust und BILD-Boss Diekmann Wichskumpel sind und sich bestens verstehen…
Applaus!
Wozu noch Spiegel lesen, wenn es doch Steingart gibt. Fr?ºher traten “Flying assholes” wie er in weinrot bei Roncalli als Pausenbelustigung auf, heute schmieren sie dem galoppierenden Merkelianismus das Maul an niegelnagelneuen USM-Haller Schreibtischen.
Man sollte dem Spiegel mehr denn je den Spiegel zeigen. Oder liest Aust sein eigenes Blatt nicht mehr?
Ich geh mir mal eben den neuen FOCUS kaufen…
Hey Ren?©, mein Steingart-Bashing ist fertig… :)
Gibt es mittlerweile eigentlich sowas wie einen Anti-Spiegel-Blog? Der Niedergang zieht sich ja nun schon ?ºber Jahre hin, genaugenommen seit Augsteins Ableben. So ?† la Bildblog? Irgendjemand Tipps bzw. Links?
spiegel-blog? na klar, baer erst demn?§chst:
Demn?§chst von adfire: spiegel-blog.de
kommt wahrscheinlich kurz nach dem
thomas-promny-ist-ein-spammer.de blog
(vgl: http://www.sixtus.net/entry/812_0_1_0_C/)