Wahlplakatwende

Die Damen und Herren, die vor 1 Jahren 32 Schaukeln in Berlin aufhängten, haben diesmal Wahlplakate umgedreht, damit die Anwohner nicht mehr von aufdringlichen Politikern genervt werden. Wobei ja das Gerücht rumgeht, der Wahlkampf sei dieses Jahr sehr langweilig und harmlos. Seltsam, so habe ich das schon immer empfunden.

Nicht zerstört, nicht abgehängt, nicht bemalt. Einfach nur umgedreht.

In der Nacht vom 28. August hat die Gruppe einfach so unzählige Wahlplakate umgedreht. Nicht etwa selektiv, sondern die ALLER Parteien. Der Grund? Einfach so. Mal sehen, wie die Berliner die neu entstandenen Freiflächen nutzen. Für Forderungen an die Politik? Für Kunst? Für Herzchen und Genitalienzeichnungen? […]

Die Gruppe argumentiert, dass es sich bei ihrer Aktion lediglich um eine „vorübergehende“ Veränderung des Erscheinungsbildes handelt, und somit von Sachbeschädigung keine Rede sein kann (siehe StGB §303 II).
Die Gruppe hat sich letzte Nacht von der Polizei „erwischen“ lassen und Tatsache: Keine Sachbeschädigung, keine Straftat!

Wer also die Wahlplakate vor seinem Fenster nicht mehr sehen kann: Einfach umdrehen!