Local Perception-Differences with Google Quick Draw

Google hat die Daten aus dem Quick Draw AI-Experiment („Can a neural network learn to recognize doodling?“) veröffentlicht: Exploring and Visualizing an Open Global Dataset.

Ein paar der faszinierendsten Dinge, die man in diesem Dataset ausmachen kann, sind die lokalen Unterschiede: So zeichnen zum Beispiel Menschen auf den amerikanischen Kontinenten, Australien und Asien eine Eistüte mit 1 Eiskugel, Menschen in Europa aber vor allem mit 3 Eiskugeln. Die Frage ist nun, warum? Sind die US/Oz/asiatischen Eiskugeln größer und werden daher nur einmal pro Eistüte gekauft? Warum zeichnen die Leute in manchen Ländern eine Pizza als Kreis, andere als Dreieck? Warum bestehen Schneemänner in Asien aus zwei Kreisen, im Rest der Welt aber aus drei? Oder noch interessanter: Warum zeichnen Taiwaner einen Stuhl vor allem isometrisch, der Rest der Welt aber im Profil?

Ebenfalls auffällig ist, wo es keine lokalen Unterschiede gibt: Augen. (Auf die Frage, warum überall Unterhosen nur als Slip, in Schweden, Norwegen, Dänemark, Finland und in den Niederlanden aber als Slip und Boxershorts gezeichnet werden, hätte ich eine prima Antwort die total wissenschaftlich fundiert ist. Ich will mir die Diskussion aber [noch] nicht antun und am Ende muss Google noch seinen Quickdraw-Algorithmus feuern, weil er Geschlechterunterschiede feststellt, und das will ja nun wirklich niemand.)

Kyle McDonald hat sich mal einige der Overlays aus dem Dataset angesehen, fascinating stuff: