Reality leaks

The Intercept veröffentlichte gestern neue NSA-Leaks mit Beweisen für Wahl-Hacks der Russen. Direkt nach der Veröffentlichung wurde nun eine Frau Winner festgenommen:

Prosecutors allege that last month, Winner, who was working for the defense contractor Pluribus International Corporation, printed an NSA document detailing how Russia had hacked a voting equipment vendor in Florida and was trying to breach local election systems right up until the days before November’s vote.

The Intercept reported on Monday that Russian military intelligence carried out a cyber-attack on at least one US voting software supplier and sent spear-phishing emails to more than a hundred local election officials days before the poll.

The hacking of senior Democrats’ email accounts during the campaign has been well chronicled, but vote-counting was thought to have been unaffected, despite concerted Russian efforts to penetrate it.

Die Hacks habe ich in der Vergangenheit unterschätzt (ich bezeichnete sie als „Medienmanipulation“), womit ich mich wohl getäuscht habe, aber – noch viel faszinierender als Hacks, Leaks, InfoSec oder Printer Steganography finde ich – den Namen der Leakerin. (Was mich wahrscheinlich zum oberflächlichsten Arsch ever macht.)

Reality Leigh Winner heisst die Dame, die offenbar vor einem Monat geheime NSA-Docs ausdruckte und an The Intercept schickte. Reality. In einer „postfaktischen“ Welt kommt eine Dame namens Reality und leakt. Und als wäre das noch nicht genug: Reality is a Winner! WTF?! Und noch mehr: Reality Leigh. Reality Lee. Real Lee. Really. Really Winner.

Ich verwette meinen haarigen Arsch darauf, dass Frau Winner den Spitznamen „Really“ trägt und sie den Witz, sie sei „really a winner“ so ungefähr tausendmal gehört hat. Reality Leigh Winner <--> Post-Fact World.

Der Gedanke mit dem Paralleluniversum nach Trumps Wahl erscheint mir immer wahrscheinlicher.