Triumph of the Will and the Cinematic Language of Propaganda

Dan Olson aka Folding Ideas analysiert Leni Riefenstahls 1935er Nazi-Propagandafilm Triumph des Willens.

Dan Olson ist einer der kompetentesten Film-per-YT-Essay-Analytiker, die ich kenne (ich hatte den Herrn schonmal hier mit seiner Fight Club-Analyse vorgestellt) und in den grob 20 Minuten hier schafft er es, den Film vor allem hinsichtlich der faschistischen Bildsprache als reine Zurschaustellung von „Mass“ und „Volume“ zu entblößen, dessen Ruf selbst Teil der Propaganda darstellt.

Als ich das Video vor ein paar Tagen zum ersten mal gesehen hatte, fiel mir auf, dass ich Triumph des Willens (und seinen Vorgänger Sieg des Glaubens von 1933) nie oder nur in Ausschnitten im Geschichtsunterricht gesehen hatte. Also habe ich mir das Teil besorgt und angesehen. Dan Olson hat mit allem Recht, was er sagt: Der Film ist eine endlose Darstellung von Menschenmassen und Größenwahn und marschierenden SS/SA-Paramilitärs.

Aber mir fiel auch noch etwas anderes auf: Selbst in diesen Propaganda-Stücken, nicht so sehr in Sieg des Glaubens, aber sehr deutlich in Triumph des Willens zu sehen, wie sehr sich die Nazis (grade die führenden Kader und auch Hitler) mit Drogen aufgepeitscht hatten. Ich kenne den Gesichtsausdruck auf Amphetamin sehr gut und in dem Film, der während des Parteitags in Nürnberg 1934 gedreht wurde, sind einige dieser Bastarde garantiert high bis zum Anschlag und Hitler selbst zeigt mehr als einmal deutliches Fressegulasch. Das aber nur am Rande.