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11.01.2017 Politics #Nazis

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nazis

Marco Maurer vom Neon-Mag hat sich als nationalistischer Germanistik-Student bei einer Leser-Reise des Rechtsaußen-Blogs PI-News nach Israel eingeschlichen. Man kann Erkenntnisse glaube ich ganz gut mit wenigen Worten zusammenfassen: Diese Leute sind militant und bereiten sich allen Ernstes auf eine Invasion vor: „In einem Straßencafé erzählt Fabian, er werde sich bald eine Schusswaffe besorgen. 'Man muss sich ja gegen die Invasionäre zur Wehr setzen können'“.

Die Reportage gibt's auf Blendle gegen Geld, hier ein Podcast-Interview mit dem BR. (Und ich weiß, das Thema ist wahrscheinlich das zum witzeln am meisten ungeeignete, aber ich liebe es, dass sie den Hund auf dem Bild verpixelt haben.)

Unser Reiseablauf scheint einer ausgeklügelten Dramaturgie zu folgen: In Hatikva wird der „Feind“ in den Fokus genommen, rund drei Stunden später, ganz nah an den Palästinensischen Autonomiegebieten, wird auf ihn geschossen: „Caliber 3 – Academy for Counter Terror and Security“ ist auf dem Schild vor dem Militärlager zu lesen. Ein sonnengegerbter Soldat in Militärkluft mit Kurzhaarfrisur und Spiegelsonnenbrille erwartet uns. Immer nah bei ihm: sein Schäferhund und sein Maschinengewehr. Viele der Reiseteilnehmer versuchen, auf den Erinnerungsfotos ähnlich entschlossen zu schauen wie er. In der inneren Zone des Lagers spielen die PI-Leser mehrere Szenarien durch: Terroristen, die versuchen, einen Markt zu erobern, und zur Strecke gebracht werden; per Kopfschuss oder mittels einer Schäferhund-Attacke. Am Ende schießt jeder selbst auf den fiktiven Feind.

Gewehrsalven.

Ich selbst halte mich zurück – als das Schießtraining begann, habe ich behauptet, mir sei schlecht. Nach Hunderten Patronen gibt unser „Instructor“ zu bedenken, dass Soldaten die Waffe nur dann einsetzen, wenn sie eine Gefahr erkennen. „Das hat Spaß gemacht, dann können wir jetzt auf die Antifa und die Araber schießen“, sagt Fabian.