2jähriger löst Trolley-Problem

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Das Trolley-Problem (im wunderbar elegantem Deutsch „Weichenstellerproblem“ genannt) ist ein Gedankenexperiment, das zu einer der meistzitierten Fragestellungen der Moralpsychologie wurde. Kurz: Zug droht 5 Leute zu überfahren, Weiche stellen um nur 1 Unbeteiligten zu killen, ja/nein? (via Marc)

Der 2jährige Nicholas hat für das Problem eine einfache Lösung gefunden, der Bub ist ab heute mein Held:

Und hier der Knaller: Nicholas hat völlig recht, und zwar auch ganz unwitzig und rational betrachtet.

9ebAus dem Wikipedia-Teil der juristischen Bewertung des Trolley-Problems in Deutschland: „In beiden Optionen des klassischen Trolley-Problems verursacht der Weichensteller den Tod anderen menschlichen Lebens: Durch Unterlassen, wenn er nichts tut, durch positives Tun, wenn er die Weiche umlegt.“

Zwar sieht das Gesetz für beide Standardlösungen des Trolley-Problems Möglichkeiten vor, die in Straflosigkeit münden. Aber bis dahin hat der junge Nicholas jede Menge Ärger am Hals und die Medien hacken auf ihm rum, tausend Shitstorms weil er irgendwelche Leute umgebracht/nicht umgebracht hat und so weiter.

Es ist daher völlig verständlich und nachvollziehbar, wenn sich Nicholas ganz einfach aller Zeugen entledigt, auf einen Haufen wirft und mit dem Zug über sie drüberrollert, bis sie Hackfleisch sind. Nicholas wird bestimmt mal 1a Gangster.

Tags: Kids Philosophy Psychology

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