Reviews: Terra Formars, Carnage Park, Here Alone, Kidnap Capital

Gepostet vor 3 Monaten, 14 Tagen in Movies Share: Twitter Facebook Mail

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Die Filme des sechsten Tages auf dem Fantasy Filmfest, von gut nach schlecht. (Vorher: Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5)

terraTerra Formars, 2016 - ★★★½ (Trailer)

Im Jahr 2599 ist die Erde dank Überbevölkerung dem Kollaps nahe. 500 Jahre zuvor hatten Wissenschaftler in weiser Voraussicht einen Notfallplan in Gang gesetzt, um der Menschheit eine Emigration auf den Mars zu ermöglichen. Dazu hatten sie Moos und Kakerlaken die Reise ins Weltall geschickt, um den roten Planeten bewohnbar zu machen und dort einen Terraforming-Prozess anzustoßen.

Als das erste Erkundungsteam Jahrhunderte später nicht von seiner Expedition zurückkehrt, schicken sie die BUG 2-Mission auf ein Himmelfahrtskommando: die Kakerlaken sind dank der unwirtlichen Umgebung in Rekordzeit zu Superkäfern mutiert und müssen nun ausgerottet werden, um der Menschheit das Überleben zu sichern.

Die Manga-Verfilmung von Japans Über-Regisseur Takashi Miike ist von Anfang an herrlich überdrehter Unfug, dem man seine (stellenweise) schlechten Tricks und das zweifelhafte Mutanten-Design (das der Vorlage geschuldet ist) gerne verzeiht. Belohnt wird man mit dem wahrscheinlich dreistesten Bladerunner-Zitat aller Zeiten und jeder Menge absurdester Insekten-Superkraft-Action.

Wem Starship Troopers zu subversiv und politisch war, der dürfte an Terra Formars seine wahre Freude haben.

hereHere Alone, 2016 - ★★★ (Trailer)

Ein Virus hat mal wieder die Welt ausgelöscht und die Überlebenden streifen durch die Wälder von Amerika. Hier hat sich Ann ein provisorisches Zuhause in ihrem alten Auto gebastelt, beschmiert sich ab und zu mit Scheiße und Schlamm, um in nahegelegenen Häusern nach Proviant zu suchen und überlebt so vor sich hin, als Chris und seine Stieftochter Olivia in ihr Leben humpeln, während Rückblenden das Schicksal von Anns Ehegatten und ihres Kindes erzählen.

Here Alone will eine Charakter-Studie in der Zombie-Apokalypse sein, scheitert aber am Ende an nicht nachvollziehbaren Entscheidungen seiner Figuren. Zu banal für Arthouse, zu lahmarschig für Horror. Alleine die langgezogenen, wirklich schicken Aufnahmen von Kameramann Adam McDaid retten den Film vor völliger Egalheit. Ein Film für Zombie-Komplettisten wie mich, ansonsten eher meh.

kidnapKidnap Capital - ★★★ (Trailer)

Die illegalen Einwanderer Manolo und seine schwangere Frau fallen Menschenschmugglern zum Opfer, die jede Menge mexikanischer Immigranten in einem sogenannten Drop House einsperren und Lösegeld aus ihren Familien erpressen. So vegetiert Manolo im Keller zusammen mit 20 Mexikanern in Unterhosen vor sich hin, während die Entführer ihre Psychospielchen an ihnen ausleben, mitten in einer sauberen kleinen Vorstadt in Arizona.

Kidnap Capital will ein wichtige Geschichte erzählen, die sich einem schwierigen Thema widmet – da hätte ein tatsächlich guter Film nicht geschadet.

Kidnap Capital macht visuell praktisch nichts aus der klaustrophobischen Enge des Kellers und sowas wie Spannung kommt nur sehr selten auf. Alleine seine ambivalenten Figuren, in denen Verräter und scheinbare Arschlöcher zu Helden und Verbündeten werden, geben dem Film schließlich ein wenig Tiefe, ansonsten bleibt Kidnap Capital leider sehr eindimensional und vorhersehbar. Schade.

carnageCarnage Park, 2016 - ★½ (Trailer)

Scorpion Joe und Lenny haben frisch ’ne Bank ausgeraubt und fliehen mitsamt Geisel im Kofferraum vor den Cops. Lenny hat ’ne Kugel im Bauch und liegt im Sterben und als ihnen ein Unbekannter aus dem Nichts einen Reifen kaputtschießt, landen sie im Carnage Park, dem Vergügungspark einer Psychopathen in der kalifornischen Einöde. Doch als der unbekannte Sniper Scorpion Joe auf's Korn nimmt, fängt Geisel-Vivian Martyrium erst richtig an.

Carnage Park ist das, was dabei herauskommt, wenn ein junger Regisseur (Mickey Keating) un-un-unbedingt sowas wie Tarantino drehen will, nur mit mehr Texas Chainsaw Massacre und The Hills Have Eyes. Der Film hat ein paar visuell ganz nette Eigenschaften (die Autos und ein paar nette Kamerafahrten), die verblassen aber völlig gegenüber der völlig untalentierten Cast.

Ashley Bell zuckt und stakst sich als Vivian von einer Szene zur nächsten, wenn man sich angesichts der Grimassen der Protagonistin insgeheim wünscht, der Mörder möge sie doch alsbald endlich erwischen, dann hat der Film ein ziemliches Problem. Scorpion Joe spielt seinen Gangster so schmierig, dass das Haarfett aus der Leinwand tropft, während Pat Healy in eine supereinfallslose Villain-Maske gesteckt wird und Alan „Cameron Frye“ Ruck als Sheriff viel zu wenig Screentime bekommt, um da noch irgendwas retten zu können.

Dazu nervt der Film mit scheußlichem Sounddesign, das mit runtergepitchten Klängen wohl ganz gezielt Unwohlsein beim Zuschauer erreichen möchte und sich dabei sicher unheimlich edgy vorkommt, dabei schmiert uns der Film seine völlig oberflächliche Krassness tonnenweise ums Maul, nur um am Ende so total krass gar keine Bilder mehr zu zeigen und sich in völliger Dunkelheit zu einem absoluten Nichts von einem Film aufzulösen. Dämlicher Scheißfilm.

Tags: FFF Review

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