Reviews: Kevin Smiths Yoga Hosers, The Lesson, The Neighbor, Scare Campaign

Gepostet vor 1 Monat, 7 Tagen in Movies Share: Twitter Facebook Mail

yogahhhhh

Die Filme des dritten Tages auf dem Fantasy Filmfest, von gut nach schlecht. (Vorher: Tag 1, Tag 2)

neighThe Neighbor, 2016 - ★★★½ (Trailer)

Johnny gangstert tagsüber als Autoschieber rum und beobachtet nach Feierabend mit seiner Freundin Rosie seinen Nachbarn Troy durch ein Fernrohr. Der ballert auf seinem Land mit seinen beiden Söhnen auf Hasen und sammelt verrottende Kadaver in einer Grube, was schonmal ein Anhaltspunkt sein könnte, dass Troy auf einem eher speziellen Trip ist. Als Rosie Troy schließlich dabei beobachtet, wie er nicht nur auf Karnikel schießt, entführt er sie und Rosie findet sich in Troys Keller heraus, womit der gute Nachbar sein Geld verdient.

Netter Low Budget-Actionhorror von Marcus Dunstan (Drehbuchautor von Saw 4-6 und Piranha 2), der zunächst halbwegs gemächlich eine schnörkellose Redneck-Atmo verbreitet, um dann im letzten Drittel enorm die Daumenschrauben anzuziehen. Hübsche Kamera-Arbeit und Beleuchtung, die mit Kontrasten aus Neonbeleuchtung in bunten Farben und gritty Grau-in-Grau arbeitet und so einiges aus dem nicht vorhandenen Budget rausholen kann.

Am Ende ist das Drehbuch dann aber doch zu einfach gestrickt, um wirklich zu begeistern und es bleibt ein guter, handfester B-Movie mit ein paar cleveren Wendungen, die in einem krachenden Finale münden.

yogaYoga Hosers, 2016 - ★★★ (Trailer)

Colleen McKenzie (Harley Quinn Smith, Tochter von Kevin Smith) und Colleen Collette (Lily-Rose Depp, Tochter von Vanessa Paradis und Johnny Depp) arbeiten im Laden von Colleen C.s Papa, den sie gerne mal wegen angeblichen Menstruationsbeschwerden zusperren, um im Hinterzimmer mit ihrer Band The Colleens ein paar Songs von Anthrax zu spielen. Die zwei kleben an ihren Smartphones, Social Media is everything, alles ist „so basic“ und in ihrer Freizeit machen sie Yoga bei Yogi Bayer (Justin Long). Typische Millennials halt, the Kids are alright.

Als auf einmal Nazi-Bratwürste auftauchen (Bratzis) und den Kids der Vorstadt durch den Anus töten, kurz darauf Kopfgeldjäger Guy Lapointe (Johnny Depp) auftaucht und sie sich gegen wieder auferstandene kanadische Nazis, Bratzis und Hockey-Mutanten wehren müssen, müssen sie all ihre Yoga-Skills aufwenden, um da mit heiler Haut rauszukommen.

Kevin Smith mit dem zweiten Teil seiner „True North“-Trilogie nach Tusk, in dem wir Johnny Depp, seine Tochter Lily-Rose und Smiths Tochter Harley Quinn bereits als Verkäuferinnen und Kopfgeldjäger bewundern durften. Auch dieser hier ist haarsträubender, knallbunter Quatsch, nur halt mit Nazi-Bratwürsten statt Walross-Frankenstein.

Ich mag Kevin Smith, wenn er haarsträubenden, knallbunten Quatsch macht und man merkt allen Beteiligten an, was für einen Spaß sie während der Dreharbeiten haben mussten. Tolle Nonsense-Comedy, nicht mehr, nicht weniger.

lessonThe Lesson, 2015 - ★★★ (Trailer)

Bully Fin lebt zusammen mit seinem Chauvie-Bruder irgendwo in ’nem Kaff in England ein ziemlich frustriertes Leben, hat heimlich ein Auge auf dessen Freundin geworfen und quält mit seinen Kumpels andere Mitschüler und vor allem seinen Lehrer Mister Gale. Bis dem die Hutschnur reisst, Fin und seinen Kumpel entführt und ihnen eine Nachhilfestunde in Ethik und der Geschichte der Moralphilosophie per Nailgun einhämmert und am Beispiel von William Goldings Lord of the Flies die grundsätzlichen Fragen von Gut und Böse erörtert.

Schönes Konzept, das Coming-Of-Age-Drama mit Philosophie anreichert und dem Torture Porn-Subgenre so tatsächlich nochmal eine halbwegs frische Perspektive abgewinnen kann, gut gespielt von seinen Protagonisten und mit bildungsversöhnlichem Ende.

Leider overacted Robert Hands als Mr. Gale gegen Ende auf eine dermaßen nervige Weise, dass man selbst in die Leinwand springen will, um ein bisschen den Bully zu spielen und den Herrn zu trollen und der Film ist in seiner Message der klassischen Bildung dann doch eher platt. Trotzdem nett.

scareScare Campaign, 2016 - ★★½ (Trailer)

Das ScriptedReality-TV-Dings „Scare Campaign“ läuft bereits in seiner fünften Staffel und lockt ahnungslose Teilnehmer in Horror-Pranks. Schauspielerin Emma hat die Schnauze voll vom unmoralischen Zynismus ihres Regisseurs Marcus, als einer der nichtsahnenden Prank-Opfer während der Dreharbeiten beinahe eine der Schauspielerinnen tötet, und möchte aussteigen. Doch als die Produzenten immer drastischeren Fake-Horror angesichts der durchstartenden Konkurrenz von der Webserie „Masked Freaks“ fordert, kann er sie zu einer letzten Episode überreden. Dort taucht dann selbstverständlich auch die slipknot-maskierte Konkurrenz auf, deren ScriptedReality tatsächlich reinster Snuff ist.

Der Film nervt ein wenig mit seinen ständigen Twists und will mit seinen Anspielungen auf Anonymous („Expect us“) eine etwas billige Medienkritik unterbringen, die seichter nicht sein könnte. Sprüche wie „This is some deep web shit“ sind dann auch eher unfreiwillig komisch, das Verwirrspiel um Fake und Realität ziemlich platt und das unbefriedigende Ende wird seinem eigentlich recht interessanten Sujet nicht gerecht.

Den Film retten dann ein paar nette Splatter-Effekte voller Anspielungen auf Hellraiser, Friday 13th und Evil Dead, letztlich ist der Film aber zu schlicht für sein anvisiertes Meta-Level. Für Horror-Fans wie mich ganz nett, ansonsten eher meh.

Tags: FFF Horror Review

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