Podcast: 40 Jahre Punk

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Fünfteilige Podcastreihe von Deutschlandradio Kultur über die Geschichte des Punk und was von ihm übrig blieb. (via Swen)

punkDie Sex Pistols lösten im November 1976 mit ihrer ersten Single "Anarchy in the UK" ein musikalisches Erdbeben aus. Mit dem Epizentrum London wurde Punk-Musik zum Inbegriff einer anarchistisch und egalitär ausgerichteten Weltanschauung, bei der es immer laut und provokativ zuging. Nach dem Motto "Drei Akkorde müssen für die Weltrevolution ausreichen" sorgten überzeugte Dilettanten der Punk-Ära wie The Clash, The Ramones, die Buzzcocks und viele andere für einen Umsturz im saturierten Rock-Establishment.

Johnny Rottens Parole "Uns geht es nicht um Musik, sondern um Chaos" bewahrheitete sich im Positiven: Die Punk-Explosion löste einen künstlerischen "Reset" unter Kreativen aus, der Popkultur neu definierte. Die Folgen wirken bis heute nach, in Musik, Mode und bildender Kunst.

In einer fünfteiligen Tonart-Serie [und einer Spotify-Playlist] rekonstruiert der Musikjournalist Robert Rotifer aus London die Geschichte und Folgen von 40 Jahren Punk-Musik.

Teil 1: Musik aus der britischen Desasterzone (MP3, Info): „Im Auftakt unserer Wochenreihe geht es um die Vorläufer der Punk-Welle in Großbritannien Mitte der 70er-Jahre. Mit den Sex Pistols, The Clash und The Damned fing sie klein an und löste Großes aus.“

Teil 2: Wie der Punk Großbritannien eroberte (MP3, Info): „Nachdem die Sex Pistols mit der Single "Anarchy in the UK" bekannt wurden, breitete sich das Punk-Virus im gesamten Vereinigten Königreich aus. So sorgte ein Konzert der Sex Pistols in Manchester für einen ganzen Schwung an neuen Bands.“

Teil 3: Zwischen Links und Rechts (MP3, Info): „Während einige Bands ihre Fangemeinde auch in der ultrarechten Szene fanden, stellten sich andere wie "The Clash" strikt gegen jede Form von Rassismus.“

Teil 4: Der Richtungsstreit nach dem Urknall (MP3, Info): „Wohin soll es eigentlich gehen, wenn das Establishment einmal gestürzt ist? Nach dem Urknall im Jahre 1976 wurde auch der Punk-Szene bald klar, dass nicht alle mit denselben Zielen und Methoden angetreten waren.“

Teil 5: Ein Nachruf auf den Punk (MP3, Info): „Vor 40 Jahren schrieben die Punk-Journalisten Tony Parsons und Julie Burchill das Rock-Establishment in Grund und Boden. Heute gehören sie zur neo-nationalistischen Brexit-Fraktion. Zwei von vielen Alt-Punks, die ihre Jugend verraten haben. Zorn, revolutionäre Energie sind passé.“